Dienstag, 11. September 2007
Oma Schmidt's Masche 2
6. Welche Philosophie steckt hinter dem Konzept von „Oma Schmidt’s Masche“?
Die Philosophie von „Oma Schmidt’s Masche“ ist zum einen, in liebevoller Handarbeit hochwertige „MaschenUnikate“ zu erstellen, und alte Handarbeitstechniken wieder aufleben zu lassen - nach dem Motto „Maschenware statt Massenware“. Im kreativen Prozess der Herstellung können die HäkelOmas ihre Talente und ihre Freude am Experimentieren ausleben.
Zum anderen tätigen die „SeniorDesignerInnen“ eine sinnvolle Arbeit, die entsprechend wertgeschätzt wird. Mit ihrer Handarbeit bessern sie ihre Haushalts- und Rentenkasse auf, denn alle SeniorInnen werden an den Verkaufserlösen mitbeteiligt. Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass die Handarbeiten mit Retro-Charme auf einer aufwendig gestalteten Homepage in einem ganz neuen Licht präsentiert werden und somit neue Wege des Vertriebs ermöglichen: von zu Hause aus dem Wohnzimmer direkt über die Webside zum Kunden.
7. Gibt es Bestseller?
Unsere Stärke sind vor allem maßgehäkelte Täschchen für Hightechgeräte wie zum Beispiel Digitalkameras. In der Gestaltung sind besonders goldene oder silberne Handytäschchen beliebt sowie Täschchen im Schweiz-Design. Die „Stuttgartlinie“ findet besonders bei Museen und Touristikfachgeschäften Anklang. Für den kleinen Geldbeutel haben wir witzige Schlüsselbänder und –anhänger entwickelt. Der Klassiker ist der Klopapierhut, in allen erdenklichen Farben. Übrigens: Mit unserem Brezeltäschchen und Pralinentäschchen sind wir gleichzeitig Erfinder und vor allem Weltmarktführer!
8. Wie viele Artikel umfasst das Sortiment, wie ist die Preisspanne?
Momentan sind es ca. 65 Artikel, mit jedem Sonderwunsch und jeder Oma werden es mehr. Es kommen ständig neue Entwürfe und maschige Ideen dazu. Das günstigste Produkt ist unser Schlüsselband „Mikroliane“ für 4 Euro (das wohl kürzeste Schlüsselband der Welt), das teuerste der gehäkelte Stuttgarter Fernsehturm für 345 Euro (der wohl erste gehäkelte Fernsehturm der Welt).
9. Welche Zukunftsprojekte stehen an?
Natürlich wird unsere Homepage www.OmaSchmidtsMasche.de weiter ausgebaut und Opas dürfen auch bald mitmachen, frei nach dem Motto „Handgemachtes von Senioren für alle Generationen“. Die Herren sollen sich schließlich nicht langweilen müssen, während ihre Frauen voll beschäftigt sind. Außerdem würden wir gerne mehr Auftragsarbeiten annehmen – die SeniorInnen sind alle hoch motiviert und freuen sich auf neue Herausforderungen. Demnächst macht übrigens auch eine „NähOma“ mit, sie ist die Erfinderin der „WischMoppJeans“ für Kinder (ab 17. September). Und als großes Event ist nächstes Jahr die erste Deutsche Häkelmeisterschaft von „Oma Schmidt’s Masche“ geplant.
10. Hinter ihrer ganzen Idee steckt also auch eine soziale Komponente?
Genau, mein Wunsch ist es, eine Art Revolution für die Generationen loszutreten, mit dem Ziel, mehr Generationen übergreifende Projekte wie zum Beispiel ein „Mehrgenerationenhaus“ in Würzburg (da wohnt Oma und es gibt noch keines) oder Projekte mit Alt und Jung zu kreieren, um die Menschen wieder stärker mit einander zu verbinden und allen ein schöneres Dasein zu ermöglichen. Das gesellschaftliche Zusammenleben kann wieder mehr ins Gleichgewicht rücken, Alt hilft Jung und umgekehrt. Die Hürden des Alltags, wie zum Beispiel die Betreuung von älteren Menschen oder Babys / Kleinkinder können leichter genommen und verteilt werden.
Oma Schmidt’s Masche hat am 22. September von 10:00 bis 18:00 Uhr Tag der offenen Tür und ist zu Gast im Generationenhaus West in Stuttgart. Hier wird ein „maschiges“ Programm mit den „HäkelOmas“ dargeboten (ein Überraschungsgast wird eingehäkelt), Kinderbetreuung inklusive! Wer Oma Schmidt schon jetzt einen Besuch abstatten will, klickt einfach auf www.omaschmidtsmasche.de
Sabrina Fackler,
Text-Redaktion
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