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Donnerstag, 20. September 2007

Wie entsteht ein burda Schnitt? Teil 4

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Beim Bogenlayout wird mit einem System gearbeitet, was extra für Burda entwickelt worden ist, denn auch hier muss die Beschriftung wieder in sämtlichen Sprachen auf den Schnittbogen – ganz genau sind das 10 Sprachen für den europäischen Markt und  drei Sprachen für den englischsprachigen Raum.Hier werden die Konturen vergeben und die Textsymbole eingesetzt. Die einzelnen Schnittteile werden beschriftet und  gehen danach noch einmal zur Schnittdirektrice, damit nicht plötzlich aus einem Armteil ein Beinteil wird. Außerdem werden hier noch einmal die Schnitt- und die Nahtzugaben überprüft. Und wieder teilen sich hier die Infos – denn in Europa kann man nicht viel mit INCH Angaben anfangen.

Eine Anleitung muss auch noch geschrieben werden – hier kommt Marlis Faßbender ins Spiel. Sie bekommt wöchentlich einige kleine Tütchen in denen sich die Einzelteile plus die Musterteile, die Stoffmengenangaben, die Zuschneide- Pläne und das Modellblatt befinden, außerdem noch ein kleines Stück Originalstoff, so dass sich das Team möglichst genau vorstellen kann, wie alles zusammengehört. Step by Step werden die einzelnen Schnitte nun beschrieben, gleichzeitig überlegt sich Marlis  Fassbender wo eine Skizze hilfreich und sinnvoll wäre.

Wo früher noch drei Leute mühselig mit Bleistift und Tusche gearbeitet haben, ist Karin Niering heute fleißig. Das spart auch Nerven, denn wo früher noch radiert werden musste oder gar das ganze Modell  in den Papierkorb umziehen musste, können heute ganz leicht Änderungen vorgenommen werden.  Mit Hilfe eines Computers stellt sie plastisch den Schnitt und das Modell dar. Auch hier bedient man sich aus einem eigens angelegten Archiv mit über 3000 Zeichnungen, was eine ganz schöne Menge darstellt.
  
Auf die Rückseite der Schnittmustertüte kommt gut sichtbar die Stofftabelle und die Zutatenliste- vorne dann das Foto, welches auch im Katalog zu sehen ist, so ist es später viel einfacher das gewünschte Modell wieder zu finden. Kritik und Verbesserungsvorschläge werden immer gerne angenommen und zwar auf direkten Weg über den Leserdienst oder über Kursteilnehmer von Schneiderkursen.

Nina Lorenz,
Praktikantin

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Geschrieben von carolin um 17:15 Uhr in Fashion Factory

 

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