Sonntag, 23. September 2007
Einfach spitze!
Hand aufs Herz – wie gut kennen Sie sich beim Thema Klöppeln aus? Wahrscheinlich wissen Sie natürlich längst, dass man mit dieser traditionellen Handwerkskunst feine Spitze herstellt und dazu unbedingt die kleinen Klöppel aus Holz benötigt … Dass man aber auch Schmuck klöppeln kann, dürfte Ihnen vielleicht neu sein! Eine, die das perfekt beherrscht, ist Schmuckkünstlerin Ines Schwotzer. In Ausgabe 12/2007 stellt burda Modemagazin die vielseitige Designerin vor. Am vergangenen Donnerstag war ich in Feilitzsch (Oberfranken) bei Ines zu Besuch und konnte „live“ miterleben, wie sie ihren Schmuck klöppelt. Anstelle von klassischem Garn benutzt die dreifache Mutter Draht. Aus Edelstahl, Kupfer, Silber oder Gold. „Der Draht ermöglicht es mir, dreidimensional zu arbeiten“, erklärt die Künstlerin. Was für mich als Laie wie ein perfektes Chaos aus Stecknadeln, Klöppeln und silbernen Drahtfäden wirkt, hat natürlich System. Als Klöppel-Profi weiß Ines ganz genau, wie sie die Fäden übereinander schlagen muss, dass am Ende das gewünschte Muster entsteht. „Für mich ist das Klöppeln die schönste Art, mich auszudrücken“, sagt Ines. Genauso kreativ wie sie selbst, sind auch Ines’ Kinder Tom, Marlena (beide 6) und Annegret (10) – bei meinem Besuch in Feilitzsch zeigen mir die drei eifrig, wie toll sie malen können. Zum Abschied schenkt mir Tom dann noch sein Lieblingsbild und verrät, dass er sich schon total auf den „Text“ über seine Mama freut.

Mehr Infos unter www.schwotzer-design.de
Tipp: In Flensburg findet vom 22. September bis 10. November 2007 die Ausstellung „kunsthandwerk und design“ statt – zu sehen gibt’s auch ausgewählte Schmuckstücke von Ines Schwotzer.
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 15.00 bis 18.00 Uhr, Sa 10.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 18.00 Uhr, www.annedore-iwersen.de
Allgemeine Informationen zum Klöppeln gibt’s hier: www.deutscher-kloeppelverband.de
Sabrina Fackler,
Text-Redaktion
Fotos: Michael Gregonowits



