Freitag, 28. September 2007
Wie entsteht ein burda Schnitt? Teil 5
« Bellybutton bei Burda | Hauptseite | Kindermode »Parallel laufen schon die Fotoproduktionen für den Katalog und die Schnittmustertüten. Young Fashion, Modern Woman oder die Kinderproduktion – alles muss abgelichtet werden. Ein Getümmel zwischen Designer, Modellen und Fotografen und das bis zu 20 Tage im Jahr – das fordert genaueste Koordination und somit das Know-how von Beate Penz. Sie ist schon seit über 30 Jahren im Geschäft und sie kann nichts mehr so leicht aus der Ruhe bringen. So achtet sie nicht nur darauf, dass die jährlich 90 Neuheiten im Katalog auch den Wünschen der Kunden entsprechen, sondern noch dazu ins rechte Licht gerückt werden. Ob blauer Hintergrund bei der Young Fashion oder ausgefallene Requisiten bei den Plus Size Fotos – alles wird bedacht.
Wenn alles im Kasten ist, werden die Fotos aussortiert und die Seiten von Melanie Biehler gebaut. Das heißt, sie überprüft, ob die Darstellung einer sinnvollen Reihenfolge und vorallem der Kollektion entspricht. Eine Kollektion umfasst insgesamt bis zu 700 Schnitte und jedes Jahr kommen zwei Kollektionen heraus – oft wird Altbewährtes mit Neuem ergänzt. Das alles muss nun auch ansehnlich im Katalog präsentiert werden. Neben den Modellen, müssen auch die Größentabellen, die Angabe zu den verschiedenen Schwierigkeitsgraden, Preisgruppen und ... Stop! Den Überblick verloren? Keine Sorge, Frank Kopp (Foto links) nicht.
Und das ist noch längst nicht alles, er muss auch überprüfen, ob die Farben auf den Bildern denen der Realität entsprechen, ob die Hautttöne der Models und alle Angaben stimmen. Auf einem so genannten „Proof“ (engl.: der Abzug; Foto rechts) werden Korrekturen eingezeichnet, auch hier verlässt sich Frank Kopp noch einmal auf alle bisherigen Zwischenstationen, denn alle bekommen den Proof noch einmal zur Hand, um eventuelle Fehler auszumerzen. Frank Kopp achtet darauf dass dies alles zeitig passiert und keine Trödeleien entstehen, denn zwischenzeitlich hat er schon den Termin mit der Druckerei vereinbart und der will eingehalten werden, damit der Katalog auch rechtzeitig in den Vertrieb gelangt.
In den Geschäften selber warten auch schon die Händler gespannt auf die neuesten Schnitte um sie ihren Kunden vorstellen zu können. Und dann ist es auch kein weiter Weg mehr für die einzelnen Schnittmuster, bis sie dann endlich daheim auf ihrem Küchentisch liegen um Ihnen eine Freude bereiten zu können.
Nina Lorenz,
Praktikantin
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