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Dienstag, 9. Oktober 2007

Mode-Trends aus Paris

Susanne ReinlBei den Pariser Pret-à-porter-Schauen im Carrousel du Louvre hat mich neben der fantastischen Dior-Schau besonders die Frühjahr/Sommer-Kollektion von Marithé und Francois Girbaud begeistert – kein Wunder, denn die Girbauds sind für ihre schnitttechnischen Raffinessen bekannt.

Und in der Tat sah man eine sehr moderne, dynamische, sportlich-feminine Kollektion mit vielen „schrägen” Details. Aber nicht nur modisch gesehen, sind die Girbauds Trendsetter: Eine kleine Robbe auf der Einladungskarte symbolisiert die Verantwortung gegenüber der Natur. Die Stoffe der aktuellen Kollektion sind unter ökologischen Gesichtspunkten ausgesucht und verarbeitet. Backstage gab es viele Gratulanten, eine von vielen Promis war Sängerin Sabrina Setlur (Foto: Sabrina Setlur, Francois Girbaud und Susanne Reinl hinter den Kulissen).

Im nächsten Frühjahr und Sommer geht nichts ohne die Tunika! Ob als Bluse oder Kleid in Szene gesetzt, wirkt sie ausgesprochen weiblich (und verdeckt auch nebenbei ein paar Pölsterchen). Nicht weniger wichtig: der neue Rock. Er hat einen breiten Bund, ist in Falten gelegt, knieumspielt, und schwingt wie in den schönsten Fünfzigern.

Das Gegenstück ist die Hose: Witzig die Saruel-Hose - weit geschnitten im oberen Teil, dann schmal verlaufend. Typisch ist der nach unten gezogene Schritt. Man muss schon eine Elfe sein, wenn man gut darin aussehen will. Aber es gibt genügend Alternativen: die Marlene-Hose mit weitem langen Bein, die dreiviertel lange “Matrosen”-Marlene-Hose und die ganz schmale Hose. Wer sich für ein Kleid entscheiden möchte, kann im Frühjahr das Babydoll tragen - mit Dekolleté und Puff-Ärmeln.

Und nicht zu vergessen: das neue Wickelkleid. Es ist rundherum in Falten gelegt. Besonders sexy fand ich die neue Weste, man trägt sie auf der bloßen Haut! Und wer jetzt einen Trench sucht, kann Humphrey Bogart vergessen. Der neue Trench hat viel drauf und wirkt sehr feminin. Und sonst? Plissés, Wasserfall-Kragen, Volants und weite Ärmel. Auffällig ist die X-Silhouette. Was die Farben angeht, so haben wir viele Grautöne gesehen, Schwarz-weiß und Knallfarben.

Diese Trends können Fashionistas ab Heft 2/2008 im BURDA MODEMAGAZIN nachnähen! Oder aber in der brandneuen 1st ROW Collection: Die Schnitte zu den “Ready for fashion”-Modellen sind unter www.burdafashion.com als Download oder Bestellschnitt zu haben.

Susanne Reinl,
Chefredakteurin burda Modemagazin


   

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Geschrieben von carolin um 14:33 Uhr in burda Modemagazin

W+H Nord

Die 24. Fachmesse mit Forum rund um Handarbeit und Kreativität fand am vergangenen Wochenende in Hamburg Schnelsen statt. Voller Neugier, die Ausstellerliste im Internet betrachtend, machte ich mich auf den Weg. Fachmesse heißt, dass nur Händler oder dem Thema "gewerblich verbundene Mitmenschen" Einlass bekamen. Information und Ordermöglichkeit bekamen jene dann an den einzelnen Ständen.

Beeindruckend war die Messe. Kleiner als die h&h, aber sehr gediegen und eine angenehme Stimmung. Ruhig und ohne Hektik konnte man sich aufeinander einlassen. Eine freundlicher Umgang zwischen Herstellern und Händlern war das Ergebnis. Viele bekannte Firmen präsentierten sich für den regionalen Bereich. Hamburger- und Schleswig-Holsteiner-Dialekt war überall zu hören. Aber auch Händler bis aus dem Berliner Bereich fanden den Weg und nutzten die Gelegenheit, sich ins Gespräch zu begeben. Das tat ich auch ausgiebig und wieder viel länger, als ich mir zeitlich eigentlich zugestehen wollte. Aber bei so vielen interessanten Gesprächen finde ich schwer ein Ende...

Neu ist eine Vlieseinlage aus dem Hause Freudenberg Vliesstoffe KG. Für elastisches Material gedacht hat sie die Bezeichnung H 608. PRYM präsentierte die noch fast neue Strickmühle Maxi und die brandneuen Fashion Transfers. Wolle, Garne, Stoffe, Knöpfe und Schnallen gab es in Mengen. Die liebevoll dekorierten Stände brachten die Messebesucher dazu, stehen zu bleiben und dem jeweiligen Hingucker Beachtung und die Fragen nach dem "WOMIT und WIE?" zu widmen. Dazu gab es ein Fachbesucherforum mit Workshopangeboten. Vom Strickmühle "kurbeln" hin zu Kumihimo bis zur Vorführung, wie man Durchbruchstechniken arbeitet (gezeigt von Tentakulum/Deutsche Stickgilde e.V.) oder der Präsentation von Silke Bosbach, die eine bekannte Textilkünstlerin ist, war das Angebot gefächert. Immer war das "WAS und SO!" im Mittelpunkt. Das ist auch wichtig, denn die Händler entscheiden mit ihrer Orderbereitschaft, wie schnell und flächendeckend auch Produkte, vor allem NEUE bei uns den kaufwilligen Hobbyschneidern und - innen ankommen. Einerseits brauchen sie die Information und die Inspirationen, was man dann damit machen kann und anderseits auch unsere Beachtung, denn ohne die Verkäufe können sie den Handel nicht aufrecht erhalten.

Ich hoffe, die Messebesucher können sowohl die Stimmung als auch die Waren mitnehmen, um ihrerseits dann das an uns weiterzugeben.

Anne Liebler 

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Geschrieben von carolin um 07:56 Uhr in Allgemein