Freitag, 30. November 2007
Heute kein Termin - sagt mein Handy
Ja wie schön
– aber morgen, da treffe ich mich wieder mit den Oecher Wollweibern. Wer meine Kolumne liest, wird den Eindruck haben, ich reise oder ich bin hier unterwegs, Leute zu treffen. Ganz so stimmt es nicht, aber es sind die Höhepunkte, die meinen Alltag prägen. Und darüber erzähle ich dann natürlich gern. Oche ist Aachen auf Platt. Wollweiber, das sind wir. Eine Gruppe von Frauen mit und ohne Kindern, die sich jeweils Dienstag und Freitag für ca. 2 Stunden treffen, um dann gemeinsam Wolle oder anderes mit der Hand, in einer Gaststätte, zu verarbeiten. Jede für sich und natürlich mit verschiedenen Techniken. Alle gemeinsam in einer Runde.
Strümpfe, Pullis, kleine Teddybären, Patchworkblumenteile oder Taschen enstehen. Und nebenbei wird mit Vorliebe geschwatzt, Kuchen genascht und Kaffee oder „Apfelweizen” getrunken. Es gibt keine festen Regeln und keine „Vereinsnotwendigkeit”. Wer kommt, ist da, und wenn man mal nicht teilnehmen kann, bleibt ein Gefühl des Entzugs. Jedenfalls ist das bei mir so. Man müht sich beim nächsten Mal wieder mit dabei zu sein.
Handarbeiten ist IN. Überall in der Mode haben Stricksachen, Gefilztes oder bestickte Elemente Hochkonjunktur. Im Internet gibt es unzählige Strickblogs und den Besitzer/innen ist es wichtig zu zeigen, was sie Neues gemacht haben. Auch hier bei uns auf burdafashion.com ist es so. Haben Sie das schon gesehen? Aber gemeinsam Handarbeiten zu machen und das in der Öffentlichkeit, ist keine alltägliche Sache. Wir bemerken schmunzelnd die Blicke und laden ein, wenn das Interesse sichtbar wird, teilzuhaben und mitzumachen. Da wir einen festen Treff-Rhythmus haben, ist das gut zu merken. Wir sind keine Runde von 40+ Frauen, sondern von jung bis ... Handarbeiten ist nicht altbacken und nicht nur was für alte Leute. Jedoch wissen viele Frauen nicht mehr, wie man was selber macht. Das Wissen über die Technik ist verloren gegangen. Obwohl: Früher
, ja früher hatte man das auch in der Schule, nur man hat es nie mehr gemacht. Gemeinsam aktivieren wir Vergessenes.
Das direkte Gespräch ist mir dabei sehr wichtig. Ich kann meine Ideen zeigen und vorstellen. Dabei geht es mir nicht um Zustimmung oder den Satz: Toll, was du wieder gemacht hast. Viel wichtiger ist die Kritik oder der Hinweis, was ich wie anders machen könnte, wo möglicherweise meine Fanatsie „Purzelbäume” schlägt. Ich weiß, die anderen Wollweiber haben auch Ahnung, und wir wollen gemeinsam voran ommen. Ihr Rat ist mir willkommen.
Lustig finde ich, dass fast alle Wollweiber (und auch sonst habe ich das schon oft erlebt) bei fertiggestellten Sachen, gleich nachdem jene lobend für „gut” befunden wurden, direkt sagen: „Ja, aber an dieser oder jener Stelle bin ich nicht zufrieden!” Und dabei auf Mängel hinweisen, die man nie oder nur ganz selten sehen würde!
. Bei meinem letzten Pulli klappt aus unerfindlichen Gründen der eine umhäkelte Rand des Ärmels nach oben. Das bekomme ich mit Spannen sicher hin ... und das ich einen Strickfehler im Muster erst fand, nachdem ich alles zusammengenäht hatte, verrate ich nicht wirklich gern ... 
Auch wenn die Wollweiber meinen Pulli (Foto rechts) anfangs sehr, sehr kritisch begutachteten, habe ich ihn nun weiter- und fertiggestrickt. Ich habe mich aber ihrem Rat angeschlossen und „das Bunte” unter der Brust enden lassen. Er ist ein Hingucker – so wie wir da in der Gaststätte auch.
Angefangen hat es als Idee von zwei Frauen, die sich im Internet verabredeten. Auch User in unserer Kontaktbörse versuchen das. Es macht Freude, sich aufeinander einzulassen. Man muss nur hingehen
. Die erste Schwelle ist die schwerste, danach kennt man sich!
Ich wünsche viele bereichernde Kontakte.
Herzlichst
Anne Liebler
Strümpfe, Pullis, kleine Teddybären, Patchworkblumenteile oder Taschen enstehen. Und nebenbei wird mit Vorliebe geschwatzt, Kuchen genascht und Kaffee oder „Apfelweizen” getrunken. Es gibt keine festen Regeln und keine „Vereinsnotwendigkeit”. Wer kommt, ist da, und wenn man mal nicht teilnehmen kann, bleibt ein Gefühl des Entzugs. Jedenfalls ist das bei mir so. Man müht sich beim nächsten Mal wieder mit dabei zu sein.
Handarbeiten ist IN. Überall in der Mode haben Stricksachen, Gefilztes oder bestickte Elemente Hochkonjunktur. Im Internet gibt es unzählige Strickblogs und den Besitzer/innen ist es wichtig zu zeigen, was sie Neues gemacht haben. Auch hier bei uns auf burdafashion.com ist es so. Haben Sie das schon gesehen? Aber gemeinsam Handarbeiten zu machen und das in der Öffentlichkeit, ist keine alltägliche Sache. Wir bemerken schmunzelnd die Blicke und laden ein, wenn das Interesse sichtbar wird, teilzuhaben und mitzumachen. Da wir einen festen Treff-Rhythmus haben, ist das gut zu merken. Wir sind keine Runde von 40+ Frauen, sondern von jung bis ... Handarbeiten ist nicht altbacken und nicht nur was für alte Leute. Jedoch wissen viele Frauen nicht mehr, wie man was selber macht. Das Wissen über die Technik ist verloren gegangen. Obwohl: Früher
Das direkte Gespräch ist mir dabei sehr wichtig. Ich kann meine Ideen zeigen und vorstellen. Dabei geht es mir nicht um Zustimmung oder den Satz: Toll, was du wieder gemacht hast. Viel wichtiger ist die Kritik oder der Hinweis, was ich wie anders machen könnte, wo möglicherweise meine Fanatsie „Purzelbäume” schlägt. Ich weiß, die anderen Wollweiber haben auch Ahnung, und wir wollen gemeinsam voran ommen. Ihr Rat ist mir willkommen.
Lustig finde ich, dass fast alle Wollweiber (und auch sonst habe ich das schon oft erlebt) bei fertiggestellten Sachen, gleich nachdem jene lobend für „gut” befunden wurden, direkt sagen: „Ja, aber an dieser oder jener Stelle bin ich nicht zufrieden!” Und dabei auf Mängel hinweisen, die man nie oder nur ganz selten sehen würde!

Aber - er ist das Besondere daran. Der kleine Mangel macht das Unikat aus
. Es ist Handarbeit * Einzigartig * Meine.
Auch wenn die Wollweiber meinen Pulli (Foto rechts) anfangs sehr, sehr kritisch begutachteten, habe ich ihn nun weiter- und fertiggestrickt. Ich habe mich aber ihrem Rat angeschlossen und „das Bunte” unter der Brust enden lassen. Er ist ein Hingucker – so wie wir da in der Gaststätte auch.
Angefangen hat es als Idee von zwei Frauen, die sich im Internet verabredeten. Auch User in unserer Kontaktbörse versuchen das. Es macht Freude, sich aufeinander einzulassen. Man muss nur hingehen
Ich wünsche viele bereichernde Kontakte.
Herzlichst
Anne Liebler
Technorati Tags: Anne Liebler Kolumne Hobbyschneiderin
Geschrieben von um 07:45 Uhr in Annes Kolumne



