Warum die Zeit für Designerin Katrin Gerhardy, unsere nächste Frau für die Rubrik „Kreative Köpfe“ in burda Modemagazin, eine ganz besondere Bedeutung hat? Das Markenzeichen der sympathischen Hamburgerin ist eine Uhr, bei der die Zeiger auf fünf vor zwölf stehen. Und ihr Label? Trägt den Namen „Schöngeist, es ist fünf vor zwölf“! Wer Atelier und Wohnung der 28-Jährigen betritt, der tritt auch eine Zeitreise in die 30er- bis 50er-Jahre an. Denn aus dieser Epoche stammt die gesamte Einrichtung, die Katrin Gerhardy auf ihren Flohmarkt-Streifzügen zusammengetragen hat. In einer Ecke steht sogar ein uraltes, aber noch funktionierendes, elektrisches Holzschaukelpferd, oben an den Wänden des Arbeitszimmers, sitzen auf kleinen Holzvorsprüngen zwölf antike Holzpuppen, die auf uns herabzublicken scheinen ...

Die Designerin ist stets auf Flohmärkten unterwegs, nicht nur um neue Möbel zu entdecken, sondern auch um die Zutaten für ihre Designobjekte aufzuspüren: gehäkelte Uhren und Taschen, die mit antiken Holzpuppen bestückt sind. Das hört sich nicht nur außergewöhnlich an – das ist es auch. Einige der Design-Ideen entwickelte Kathrin Gerhardy bereits während ihres Modedesignstudiums. Bei einem Kaffee in der Küche der Designerin stellen wir fest, dass wir nicht nur die gleiche Modeschule besucht haben, sondern auch die gleichen Professoren kannten. Katrin Gerhardy (links im Bild) und ihre Designobjekte können burda-Leserinnen auch näher kennenlernen – in
burda Modemagazin 01/2008 (ab 19.12.2007 online und überall im Handel)!
Ulinka Wagner,
Text-Redaktion
Foto: Markus Hertrich