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Dienstag, 12. Februar 2008

Modedesign – der Weg zum Traumberuf (1)

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Wie werde ich Modedesigner? Welche Anforderungen stellt dieser Beruf und wie schaffe ich die Aufnahmeprüfung? Claudia Filß (24) studiert selbst Modedesign an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design in Halle. Im Interview mit burdafashion.com verrät sie, wie sie zu ihrem Traumberuf fand und worauf es beim Studium ankommt.

Wann bist Du zum ersten Mal an einer Nähmaschine gesessen?
Ich war ungefähr sieben Jahre, als ich mir dem Nähen angefangen habe. In den Sommerferien habe ich damals meine Tante in Berlin besucht. Sie ist Schneiderin und hat mir die ersten Schritte beigebracht. Natürlich wollte ich damals nichts davon wissen und bin lieber spielen gegangen.

...und irgendwann hast Du Dich dann doch fürs Nähen begeistert?
Ja. 10 Jahre später war die Aufmerksamkeit dann plötzlich da! Während meiner Schulzeit habe ich die Erfurter Malschule, eine außerschulische Bildungseinrichtung, besucht. Dort habe ich auch einen Modekurs belegt. Dieser Kurs hat schließlich mein Interesse an Modedesign geweckt. Ich denke aber, dass mich bereits der „Nähunterricht” meiner Tante geprägt hat. Die endgültige Entscheidung, Design zu studieren, kam dann bei einem Praktikum, das ich nach dem Abitur bei der Modedesignerin Constanze Dinnebier in Halle gemacht habe.


Was kannst Du jungen Menschen raten, die in die Modebranche möchten?
Sie müssen es wirklich wollen! Niemand sollte gleich aufgeben, wenn die Eignungsprüfung nicht beim ersten Versuch klappt. Man muss da sehr diszipliniert ran gehen – selbst, wenn es erst nach der fünften oder sechsten Prüfung klappt. Immerhin sehen die Professoren daran, das man es mit dem Studium wirklich ernst meint.
Zudem sollte jeder Talent, Kreativität und Individualität mitbringen, egal ob man Modedesign oder eine andere Designrichtung wählt. Enormes Selbstvertrauen, Durchhaltevermögen und Flexibilität sind dabei genauso wichtig wie Teamfähigkeit und soziale Kompetenz. Das Gespür für Neues sowie mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, diese Fähigkeiten braucht jeder Designer.

Die Auswahlverfahren an Mode- und Designschulen sind hart. Wie bereitet man sich am besten vor?
Es reicht nicht, erst zwei Wochen vor einer Prüfung anzufangen, kreativ zu sein. Vielmehr sollte man sich aus eigenem Interesse schon vorher mit Kunst und Design beschäftigt haben. Auch in Bezug auf Mode: Welche Labels und Designer, welche Trends gibt es?

Für mich waren die Kurse an der Erfurter Malschule die beste Vorbereitung. Zusätzlich bin ich einmal in der Woche zum Aktzeichnen gegangen, habe an verschieden Design-Projekten und Kunst-Workshops teilgenommen und viel zuhause rumexperimentiert. Ein Praktikum in einem Grafikbüro während meiner Schulzeit war sicherlich auch sehr hilfreich.

Außerdem ist es immer von Vorteil, die Bewerbungsmappe vor der Abgabe verschiedenen Leuten, auch Professoren, zu zeigen. Dabei gibt es reichlich Tipps, positive sowie negative Kritik und unvoreingenommene Meinungen über die Arbeiten.

Lesen Sie morgen den zweiten Teil des Interviews ...

Alexandra Doll,
Online-Redakteurin

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Geschrieben von carolin um 06:58 Uhr in Allgemein

 

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