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Sonntag, 15. Juni 2008

Das rockt! Eine Bon-Jovi-Fan-Kollektion (1)

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Eine junge Rechtsanwältin, die Mode entwirft? Das gibt’s! Multitalent Sabine Krebs überraschte uns mit Aufnahmen ihrer eigenen Mode, die sie zusammen mit Freundin Meike Kirscht entwickelt hat. Als langjährige Bon Jovi-Fans haben sie die Kollektion Ihrer Lieblingsband gewidmet.

Ein Interview mit Sabine Krebs:
Jura und Modedesign – wie passt das zusammen?
Es passt eigentlich nicht zusammen. Bei der Anwendung der Gesetzte sind die Gedankengänge streng strukturiert und schematisch. Auch die juristische Ausdrucksweise unterliegt strikten Regeln. Nur innerhalb dieser engen Grenzen kann man kreativ sein und freie Gedanken entwickeln. Beim Modedesign ist die Kreativität hingegen in keiner Weise limitiert. Man kann seinen Ideen freien Lauf lassen, sie in jede Richtung entwickeln.

Ein spannender Gegensatz ...
Ja, es macht mir Spaß, zwischen den Welten „Jura“ und „Modedesign“ zu wechseln. Aber das Jurastudium schult auch Disziplin, Kampfgeist und Zielstrebigkeit. Dies sind Eigenschaften, die auch beim Realisieren von Modeentwürfen sehr nützlich sind.

Wie haben Sie Nähen gelernt?
Meine ersten Näh-Versuche waren neue Kleider für meine Barbie-Pupen. Damals fehlte mir aber noch die Geduld. Erst mit 12 Jahren wagte ich mich an ganz einfache Kleidungsstücke, wie eine Sommerhose. Zur Konfirmation schenkten mir meine Eltern eine Nähmaschine, so dass ich auch schwierige Stoffe gut nähen konnte. Mit der Zeit wagte ich mich an immer anspruchsvollere Stücke. Ob Wintermantel, Taschen, Stofftiere oder Gardinen – ich wollte alles ausprobieren. Als das Alter der Abschlussbälle kam, nähte ich mir mit großem Spaß und Ehrgeiz für jeden Event ein neues  Abendkleid. Später, während des Jura-Studiums war das Nähen mein kreativer Ausgleich.

Haben Sie modische Vorbilder in der Familie?
In meiner Familie wird das Nähen als eine selbstverständliche Fertigkeit angesehen. Meine Mutter und Großmutter nähten ebenfalls sehr viel und statteten uns als Kinder stets mit aufwendigen, fantasievollen Faschingskostümen aus, teilweise sogar mit echtem Fell bestückt.

War Modedesign eine Art Kindheitstraum?

Nein, ernsthaft über eine künstlerische Arbeit habe ich erst kurz vor dem Abitur nachgedacht, während meines  Kunst-Leistungskurses. Damals dachte ich allerdings eher über eine Karriere als Architektin nach, wurde aber von den schlechten wirtschaftlichen Aussichten abgeschreckt. An der Modeschule in Bielefeld habe ich zwar neben dem Studium samstags einen Kurs über das Graduieren von Schnitten mit dem CAD-Programm besucht, aber der Gedanke, eines Tages bei sich bietender Gelegenheit vielleicht im Bereich Modedesign zu arbeiten, reifte erst, als ich nach dem ersten juristischen Staatsexamen im Jahr 2003 an der Schule von Müller & Sohn in München einen Schnittkonstruktionskurs besuchte. Ich konnte ich es gar nicht erwarten, mehr zu lernen, und fieberte jedem neuen Tag entgegen.

Und trotzdem blieb es beim Jurastudium?
Mir fiel auf, dass alle anderen Kursteilnehmer außer mir arbeitslos waren, oder von ihren Einnahmen durch die Mode nicht leben konnten. Das war ein Grund für mich, die Juristerei weiter zu betreiben und auch das zweite Staatsexamen abzulegen. Seit 2005 bin ich selbstständig und arbeite hautsächlich auf dem Gebiet des Rentenversicherungsrechts. Die Tätigkeit als Rechtsanwältin macht mir Spaß. Aber es wäre ein Traum, von der kreativen Arbeit leben zu können. Sollte sich solch eine Chance bieten, wäre das wunderbar.

Lesen Sie morgen, wie die Idee für die „Bon Jovi”-Fan-Kollektion entstand ...

Ulinka Wagner,
Text-Redaktion

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Geschrieben von carolin um 07:38 Uhr in Kreativ-Ideen

 

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