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Montag, 16. Juni 2008

Das rockt! Eine Bon-Jovi-Fan-Kollektion (2)

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Eine junge Rechtsanwältin, die Mode entwirft? Das gibt’s! Multitalent Sabine Krebs überraschte uns mit Aufnahmen ihrer eigenen Mode, die sie zusammen mit Freundin Meike Kirscht entwickelt hat. Als langjährige Bon Jovi-Fans haben sie die Kollektion Ihrer Lieblingsband gewidmet. Lesen Sie den ersten Teil des Interviews ...

Wie kam es zu der Idee für die Bon-Jovi-Kollektion?
Unsere roten „Good Girls ...“-Shirts hatten wir bereits 1995 genäht. Seitdem tragen wir sie bei jedem Konzert. Nachdem ich den Schnittkurs in München besucht hatte, wollte ich die neu erworbenen Kenntnisse direkt ausprobieren und habe für uns Jacken maßgeschneidert, die voll und ganz auf die Bedürfnisse bei einem Bon-Jovi-Konzert abgestimmt sind:

Und die wären?
Taschen mit ins Stadion zu nehmen, ist umständlich und in der Menschenmenge hinderlich. Deswegen muss die Jacke eine Reißverschluss-Innentasche im Eintritskarten-Format haben, in der man zugleich etwas Geld, Schlüssel und Ausweis aufbewahren kann. In die Brusttaschen kommen Ohrstöpsel, für den Fall, dass die Musik zu laut ist. Die vier großen Blasebalgtaschen rundherum bieten Platz für Trinkpäckchen, Brote, Äpfel, Schokolade, Taschentücher, Sonnenbrille und was man sonst noch so bei einem Rockkonzert benötigt. Den Reverskragen kann man nach vorne umlegen, denn nach einem Konzert ist man völlig durchgeschwitzt und muss oft durch den kühlen Nachtwind nach Hause gehen. Der hochgeklappte Kragen schützt Dekolleté und Hals dann vor Zugluft. Der Gürtel betont die Taille, damit die Jacke trotz voller Taschen nicht unförmig wirkt. Die Ärmellöcher sind so geschnitten, dass man die Arme zum Mitklatschen gut nach oben heben kann, ohne die Jacke dabei mit nach oben zu ziehen. Die Farbe dunkelblau ist unempfindlich und der robuste Baumwollstoff nimmt nichts übel. Schließlich spielt auch das dekorative Element eine Rolle: Rote Ziernähte betonen die Details und zieren die Taschenklappen. Auf dem Rücken sind verschiedene Motive angebracht, die mit der Band zu tun haben. Über die Ärmel läuft ein Spruchband „Have as much fun as you can in your clothes“. Das ist eine Zeile aus einem Lied von Bon Jovi und trifft perfekt auf unsere Jacken zu.

Und wie ging es mit der Kollektion weiter?
Nachdem die Jacke den Praxistest bestanden hatte und wir viele Komplimente dafür ernteten, entwickelten wir den Gedanken einer Kollektion weiter. Als Merchandising-Artikel gibt es meistens nur schwarze T-shirts in XXL mit einem riesengroßen BON JOVI-Schriftzug oder ähnlichem. Dann gibt es auch Girlie-Shirts, die ich aber ziemlich albern finde. Wir wollten für unseren persönlichen Gebrauch eine Fan-Mode entwickeln, die nicht peinlich ist. Wir wollten für uns Fan-Mode, die in erster Linie gut aussieht und zugleich ein Stück Bon Jovi darstellt. Wir möchten Mode tragen, in der wir auch seriös wirken, daher haben wir die Bon Jovi-Elemente subtil gehalten. Einige sind nur für Insider erkennbar, etwa die Auszüge aus Liedtexten oder der Smiley, der das „Have A Nice Day“-Album ziert.

Das heißt, die Mode lässt sich nicht nur auf Rock-Konzerten tragen?
Ja, wir können unsere Fan-Mode auch im Alltag oder zu festlichen Anlässen tragen. Den Rock aus braunem Leder-Imitat ziehe ich beispielsweise auch im Büro an. Meine Sekretärin bewundert ihn jedes Mal, ohne zu ahnen, welche Bewandtnis es mit ihm hat. ( Das Lochmuster zu diesem Rock habe ich übrigens aus einem burda-Schnitt übernommen, weil sich der Smiley so gut einfügte.)

Wie entstehen die einzelnen Stücke?
Zunächst ist die Idee für ein Detail da oder aber für einen Look: Sexy, frech, businesslike, sportlich ... Dann zeichne ich den Entwurf, entwickle den Schnitt und suche nach den passenden Materialien, Farben und Motiven.

Wie sieht die Aufgabenteilung zwischen Ihnen und Meike Kirscht aus?
Wir entwickeln die Ideen entweder zusammen oder stellen die eigenen Ideen zur Diskussion Auch das Material wählen wir gemeinsam aus. Das Nähen übernehme ich. Für unser Album haben wir beide Modell gespielt, das Layout hat Meike gestaltet.

Wie sind die Reaktionen der anderen Fans?
Alle sind begeistert! Besonders Aufsehen erregend ist unser schwarzes Shirt mit transparentem Rücken, auf den die Köpfe der Musiker mit Flockprint gedruckt wurden. Auf den Konzerten fallen wir auf und werden von vielen wieder erkannt. Witzigerweise halten uns dann viele für Zwillinge. Oft werden wir auch gefragt, wo es unsere Sachen zu kaufen gibt ...

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft?
Ich bin ehrgeizig und offen für Neues. Zur Zeit engagiere ich mich als Rechtsanwältin, wenn sich jedoch die Gelegenheit bieten sollte, meine Liebe zur Mode zum Beruf zu machen, würde ich nicht zögern und mich mit vollem Einsatz in diesen Bereich stürzen. Ich mache ungern halbe Sachen.

Vielen Dank fürs Interview!

Ulinka Wagner,
Text-Redaktion

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Geschrieben von carolin um 07:43 Uhr in Kreativ-Ideen

 

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