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Dienstag, 31. Januar 2006
Wie wir kurz vor Weihnachten erfuhren, wird unser Patenkind dieses Jahr zur Erstkommunion gehen. Angesichts der Tatsache, daß er zwar katholisch getauft wurde, aber seit der 1. Klasse den evangelischen Religionsunterricht besucht waren wir zwar etwas überrascht, aber ein Anlass für ein neues Kleidungsstück ist ja immer gut. :-)
Die Idee mit der Kommunion kam übrigens von der katholischen Gemeindereferentin, die meinte, er könne ja jetzt erst mal zur Kommunion gehen und sich später konfirmieren lassen, dann würde er von der Religion beider Eltern etwas mitbekommen. Angesichts der sonstigen Haltung der katholischen Kirche zum "Teilen" ihrer Sakramente erschließt sich mir diese Logik nun nicht ganz, aber ich habe ja auch nur ein schlichtes, protestantisches Hirn. Vermutlich einfach zu straight... ;-) )
Fragt sich jetzt nur was? Schon letztes Jahr hatte ich etwas gesehen, was mir gefiel, wofür mir der Anlass fehlte. Butterick 4387 hatte es mir spontan angetan.
Glücklicherweise veranlasste mich ein Zwischenruf ank an Schoggi für das ehrlich entsetzte "Diese Gardine??!?" zu einem intensiveren Blick und ich kam zu dem Urteil, daß mir zwar die "hüftverdeckenden" Eigentschaften der Jacke gefallen, der Rest aber weniger. Insbesondere die Ärmel gar nicht. Da ich glücklicherweise auch noch keinen Stoff dafür gefunden hatte, konnte ich noch rechtzeitig beidrehen. uff
Dann bin ich erst mal in meine eigenen Schnitte abgetaucht. Die Stoffsucht habe ich ja im Griff, aber so ein netter Schnitt (gerade wenn er vielleicht im Sonderangebot ist), wer könnte dem widerstehen? Und Schnitte brauchen ja viel weniger Platz als Stoff. Oder so. :-D
Und da fand ich doch glatt zwei Kandidaten. An dem rechten Kostüm gefiel mir die Ausschnittlösung und als ich ihn mal als Sonderangebot sah, nahm ich ihn spontan mit. Ist schon eine Weile her, fürchte ich. An dem Hosenanzug links gefiel mir die außergewöhnlche Schnittführung und die geschlossene Ausschnittlösung. Ich konnte ihm vor zwei Jahren in den USA bei Mary Jo nicht widerstehen, zumal es gerade eine "alle Vogue Schnitte für $3,99"-Sonderaktion gab. Eigentlich hatte ich ihn auch im gleichen Jahr noch nähen wollen, aber der Stoff den ich hatte und den ich auch unbedingt verwenden wollte war zu steif und vor allem nicht genug.
Also überlegte ich wieder hin und her, befragte Freunde, überlegte weiter,... und der Hosenanzug hat gewonnen. Auch wenn die Kommunion am weißen Sonntag stattfindet und Ostern dieses Jahr relativ spät ist... Hose und geschlossener Ausschnitt könnten sich strategisch als vorteilhaft erweisen. Ich friere ungern. :-D
Nächste Hürde ist bekanntlich der Stoffkauf. Da es für den Frühling sein soll, wollte ich etwas helles. Aber kein gelb, kein grün, weil mir das absolut nicht steht. Auch kein pastellrosa oder blau, das passt nicht zu dem Schnitt. Lieber sollte es ein neutraler Ton sein, der zu vielem passt, so daß ich möglichst viele meiner Oberteile dazu kombinieren kann. Und vielleicht zur Abwechslung mal nicht schon wieder rot und auch nicht wieder türkis.
Als Material etwas nicht zu dünnes, durchaus festes. Grobe Seide hat was, andererseits reiben sich da die Hosenbeine bei meinen eher runderen Schenkeln auch schnell durch. Und will den Hosenanzug schon auch zur Arbeit anziehen, ein Anlass und danach Schrank hängen muß auch nicht sein. Leinen vielleicht...?
Ach ja, da ich 4,50 Meter davon brauche wäre ein Preis von weniger als 50 EUR pro Meter auch gut... (Futter, Einlage und sonstige Kurzwaren kommen ja auch noch dazu.)
Also wieder ein Zug durch die Stoffgeschäfte... viel angeguckt, ans Gesicht gehalten, ab und an aufs Preisschild geguckt (Nein, 100 EUR pro Meter gibt mein Geldbeutel defintiv nicht her.)... natürlich haben alle Geschäfte vor allem noch Winterstoffen oder blitzdünne geblümte Frühlingsstoffe oder vor allem Karnevalsstoffe... Wie immer, natürlich nie das, was ich gerade brauche.
Tja, und letztlich gefiel mir dann dieser Canvas von BBG am besten. Die Farbe stand mir von allem was auch nur halbwegs in Frage kam am besten:

Tja... ich werde die Jacke vermutlich rot abfüttern, und die Nähte mit rotem Stickgarn absteppen. Und mir das eine oder andere rote Oberteil dazu nähen.... :o)
Dafür lag der Stoff angesichts des "Januar-Ladenrabattes für vor Ort Kunden" bei deutlich unter 10 EUR pro Meter und ist, da Baumwolle, auch problemlos waschbar.
Die erste Hürde hat er auch schon genommen, er hat die Wäsche ohne Brüche überstanden und ließ sich gut bügeln. Sicherheitshalber hatte ich ja 5 Meter gekauft, denn man weiß ja nie, wie sehr Baumwolle eingeht, aber er ist praktisch nicht eingegangen. Wenn ich Glück habe, kann ich den Rock auch noch dazu nähen!
Für den Hosenschnitt werde ich allerdings erst mal eine Probehose nähen... der hat die Abnäher an einer sehr ungewohnten Stelle, da muß ich erst mal sehen, wie ich das angepasst bekomme...?
Montag, 30. Januar 2006
Da es leider noch soo viele schöne Garnfarben gibt, ist meine Spiralschalstricksucht leider immer noch nicht vorbei. Aber ein -Fehler- Versehen brachte mich auf eine andere Idee: Warum müssen die Farben eigentlich immer längs verlaufen? Und wie sähe es wohl aus, wenn ich sie quer....?
Also einfach mal ausprobiert... 
Der Anschlag funktioniert wie immer. (Zur Erinnerung: in dem Beitrag steht die Anleitung für den Spiralschal 12M Farbe eins, 12M Farbe zwei anschlagen, die 12M in Farbe zwei rechts abstricken, die 12M in Farbe eins links. Dann den ersten Rapport in Farbe 1, Fäden verkreuzen und einen Rapport in Farbe 2.
Und jetzt nicht wieder auf Farbe 1 wechseln, sondern mit Farbe 2 weiterstricken und auf der anderen Seite auch einen Rapport stricken. Wenn man dann wieder in der Mitte ist, dann auf Farbe 1 wechseln und mit der auch zwei Rapporte stricken.
Das Resultat: quasi Ringel im Schal. Die aber auch nicht ganz nach Ringeln aussehen, weil sich ja alles dreht und rüscht.
Mir gefällt diese Variante jedenfalls auch gut, besonders für Farbe die eher etwas ähnlich sind, bei richtig kontrastierenden Farben fändeich es vielleicht doch etwas krass. Obwohl... sollte man auch mal probieren.
Vielleicht auch geeignet für Fanschals, die etwas "eleganter" und weiblicher sein sollen? ;-) )
Was man hier übrigens auch ein bißchen erkennen kann ist, daß die "Streifen" eigentlich Dreiecke bzw. Tortenstücke sind.
Ein orangenes "Tortenstück" zwischen zwei roten.
Sonntag, 29. Januar 2006
... sind "Sew" und "Sushi".
Sie zeigen nicht nur ausgefallene Kostüme von viktorianischen Tournüren (auch liebevoll "Nürchen" tituliert) bis petticoatseeligen 50er Jahre Kleidern, nein sie zeigen auch wie sie es machen.
Außerdem stellen sie Nähutensilien und -bücher vor, erklären wie man verschiedene Nähfüße einsetzt und zeigen noch so die eine oder andere Nähtechnik. All dies auf Grund der vielen Bilder sehr anschaulich.
Die Updates erfolgen nicht sehr oft, aber um so fundierter sind die Beiträge: Sew"n"Sushi
Samstag, 28. Januar 2006
... ein Wunschtraum.
Winter ist ja ohnehin nicht meine Jahreszeit und daß ich außer kalten Händen und kalten Füßen auch kalte Ohren habe trägt nur wenig dazu bei, mich mit dieser Jahreszeit auszusöhnen.
Zu Mützen habe ich allerdings schon von klein auf ein gespaltenes Verhältnis. Nur eine Mütze war "erlaubt", ein weißes Plüschding, mit so langen "auswüchsen" vorne, die wie Zöpfe herunterhingen. Die konnte man auch vor dem Kinn verknoten, dann war der Hals auch warm. Anfangs noch mit gefalteten Stofflagen drin, damit sie mir nicht über das Gesicht rutschte, habe ich die ungefähr vom zweiten bis zum zehnten oder elften Lebensjahr getragen. Meine Mutter hat es immer mal wieder mit anderen (die Mode ändert sich ja auch...) Mützen versucht, die mit "kratzt und ist unbequem" aber keinen Anklang fanden. Also wurde das weiße Plüschding wieder gewaschen und weitergetragen.
Als sie endgültig nicht mehr passte mußte ich mich nur kurze Zeit mit ungeliebten Strickmützen herumschlagen (Strickmützen und Strumpfhosen kratzen IMMER, wenn man Kind ist. Egal aus welchem Material.... ) bis Ohrwärmer modern wurden. Ein knallrotes Exemplar begleitete mich wieder einige Jahre. Allerdings ließ die Spannung auf dem Bügel immer mehr nach und die Dinger kamen ins Rutschen. Lästig, wenn man gerade mal wieder auf den letzten Drücker zum Zug hechtet. Mehrere Nachkaufversuche waren erfolglos, denn der Bügel war immer aus einem anderen Kunststoff, fester, weniger elastisch und passte sich meinem Kopf nicht an, sondern rutschte geschwind irgendwohin, nur nicht auf die Ohren.
Was dann folgte waren Jahre des Leidens... Mützen konnte ich nach wie vor nicht ab (außerdem wollte ich warme Ohren, keine plattgedrückten, fettigen Haar mit juckender Kopfhaut) und ich experimentierte mit mehr oder weniger malerisch um den Kopf geschlungenen Tüchern und Schals. Nur alles was die Ohren warm hielt, brachte den Kopf zum Schwitzen. Und Hüte (ich trage leidenschaftlich gerne Hüte) schützen zwar gut vor Sonne oder Regen, speziell die Ohren halten sie aber auch nicht wirklich warm. Und bei windigem Klima sind sie auch nicht wirklich geeignet, es sei denn, man kann schneller rennen als der Wind bläst. en Hut mit der Hand festhalten sieht dann genauso uncool aus. ;-) )
Als Stirnbänder aufkamen klangen sie zuerst nach der idealen Lösung. Nur leider scheinen meine Ohren nicht da zu sitzen, wo die Stirnbandhersteller sie haben wollen. Und den richtigen Kopfumfang habe ich erst recht nicht. Ich experimentierte mit diversen billigen gekauften Stirnbänder (rutschen über die Augen, sobald man den Kopf irgendwie bewegt), mit teueren gekauften Stirnbändern (rutschen hoch und geben die Ohren frei, sobald man den Kopf nicht gesenkt hält, was beim Herumlaufen oder gar Radfahren nicht zu vermeiden ist, wenn man sehen möchte, wo man hinläuft ), mit selbergestrickten (nicht wirklich winddicht und entweder zu schmal, um die Ohren ganz zu bedecken oder ebenfalls nach oben oder unten rutschend),... Resultat waren immer noch kalte Ohren im Winter. Ich fing an, mich damit abzufinden und vermied es soweit als möglich, im Winter nach draußen zu gehen. :-( er Umzug in eine Gegend, wo die Temperatur im Winter meist auch noch etwas über dem Gefrierpunkt bleibt war hilfreich.)
Doch dann schleppte vor einigen Wochen eine Nähfreundin (Monika alias masan) ein selbergebasteltes Stirnband aus Fleece an. Das Ding hatte Klappen für die Ohren! Und es passte mir fast. Das sah interessant aus und ich bekam ihren Schnitt. Den habe ich noch ein bißchen angepasst und heraus kam das:
Fleecereste von dem weichen BBG-Fleece habe ich ja immer in der Restekiste, so konnte ich loslegen. Das Band sollte außerdem gleich zum Wenden sein, denn zu einem Teil meiner Wintersache wäre blau gut, zu einem anderen Teil eher rot. Also ein Teil im Stoffbruch aus blauem Fleece zugeschnitten (NZG nicht vergessen...) das andere aus rotem. Danach zusammennähen, verstürzen, merken, daß es so nicht geht, auftrennen, anders probieren, wieder auftrennen... es gibt erstaunlich viele Möglichkeiten, zwei simple Teile so zusammenzunähen, daß man sie dann nicht verstürzen kann. :o)
Die richtige Reihenfolge ist: die beiden Stoffteile recht auf rechts legen und entlang der Längskanten zusammennähen. Dabei etwa sieben Zentimeter vor der hintern Mitte beginnen bzw. aufhören. Ich habe mit einem elastischen Stich genäht, masans Original war mit Geradstich, das fand ich aber unbequem. Danach wenden und die Kanten schön rausdrücken, damit es hinterher flach ist. (Bügeln nicht nötig) Sodann wird die rückwärte Mitte des äußeren Stirnbandes genäht, danach die des inneren Stirnbandes. Oder umgekehrt. An den verbliebenen Öffnungen der Längskanten habe ich die NZG nach innen geklappt und zuletzt mit einem Zickzackstich die obere und untere Kante abgesteppt.)
Fertig war das Wendestirnband! Ob es meinen Ohren die gewünschte Wende zum Warmen bringen würde? Der erste Tragetest in der Wohnung verlief gut, die Klappen waren über den Ohren und das Band rutschte nicht, weder nach oben, noch über die Augen.
Der nächste Spaziergang zeigte dann allerdings ein Problem: Der Wind pfiff rein, genau auf die Ohren. Denn da lag das Stirnband nur locker an.
Was nun?
Beim nächsten Versuch habe ich so von 5cm vor der Klappe bis 5cm hinter der Klappe einen schmalen, weichen Gummi (3mm) gedehnt mit eingenäht. Nach dem Verstürzen zeigte sich, daß sich die Klappen jetzt in eine Richtung legen, das beidseitige Verwenden des Stirnbandes ist so natürlich nicht mehr optimal. Aber da der Gummi schmal und weich ist, kann man ihn doch für beide Richtungen "hinfummeln".
Nächster Test. Sehr gut, seitlich pfeift nichts mehr hinein!
Allerdings... wenn es sehr windig ist, dann kommt der Luftzug doch glatt durch die zwei Fleece-Schichten direkt ans Ohr durch! Wie gemein. :-( Aber doch deutlich abgeschwächt.
Für den Rest dieses Winters sollte es aber gehen. Und nächstes Jahr sehe ich mal zu, ob ich irgendwo einen Rest Klimamembran herbekomme... Die Geschichte geht also weiter... ;-)
Freitag, 27. Januar 2006
Und noch etwas ist vor der Abfahrt in Stuttgart in meine Tasche gehüpft: Die Burda Plus, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in Frühjahrsmode zu stöbern hat auch was. Türkis und grün auf dem Titel wecken jedenfalls Gedanken an erste Blüten und Gräser. (Türkis? Yeah, meine Farbwahl für das letzte Jahr WAR gut. ;-) ) Und das Titelmodel ist zwar nicht wirklich "PLUS", aber es scheint zumindest ansatzweise einen Hintern zu haben. Die Titeljacke scheint irgendwie ganz fein gepaspelte Ränder zu haben...??? Wie haben sie das wohl gemacht? Im Innenteil ist die Jacke dann auch in gemustert, da ist der Effekt noch deutlicher... 411B... in den Anleitungsteil blätter Aha... nicht gepaspelt. Interessant... aber sieht wohl nur mit Overlock wirklich gut aus. Aber falls ich mal eine habe, den Effekt werde ich mir merken. Daß die Designer der einzelnen Serien vorgestellt werden gefällt mir nach wie vor gut. Nur wiederholt sich natürlich vieles, denn alle halbe Jahre etwas Neues zu schreiben dürfte schwierig sein. :-D Allerdings ordne ich jedesmal die Modell die nach der Reportage kommen dem jeweiligen Designer zu. Bis ich am Ende des Heftes merke, daß nichts mehr übrig ist. :o) Eigentlich sollte ich es inzwischen besser wissen, aber es hilft nichts, intuitiv kommt für mich die Einleitung einfach vorne, nicht hinten... ;-) Die hammer-Kollektion gefällt mir jedenfalls wieder, denn den Stil kann ich gut ins Büro tragen:Nicht aufregend, aber klassisch, mit kleinen, pfiffigen Details. Nur habe ich gar nicht so viel Zeit zum nähen... Schade, daß kaufen wegfällt, weil ich einfach zu viele verschiedene Konfektionsgrößen in einem Stück gleichzeitig brauche. :-( Weiter geht es mir brandt... die Hose 403 könnte mir als Urlaubshose gefallen, da ist dieser ausgeprägte Schlafanzuglook okay, wenn es bequem ist. (Und, helas! eine Hose, für die kein elastischer Stoff von Nöten ist!) Huch, aber Gummizug und noch einen Reißverschluss drin? Hm, weiß nicht... worst of both worlds? Ansonsten kann ich mit dem Knitterlook wirklich nur sehr eingeschränkt was anfangen... wenn ich aussehen will, als käme ich gerade aus dem Bett, kann ich den Schlafanzug anlassen. ;-) Und, wie vorgeschlagen, als Abendoutfit... naja, fürs Bett halt. Die Bluse 402 mit Kelchkragen könnte brauchbar sein, auch ohne Knitter im Stoff. Auf Langgröße ändern ist jetzt auch nicht mein Thema, aber da es ja praktisch keine Schnitte in Langgröße mehr gibt, ist das sicher eine gute Idee. Sind ja viele größer als ich. Und die gezeichneten Figurinen dürfen tatsächlich mal etwas fülliger sein. Immerhin! Dafür ist das Model der Irma Mahnel-Kollektion wieder um so schlanker. Und die Modelle... nennt man das jetzt klassisch oder bieder? Meine Oma hat so Jacken getragen, für eine über 80jährige fand ich das immer sehr schick. Aber meins ist das wohl nicht. Andererseits kein Wunder, jemand der Wasser nicht so ausgeprägt mag (so wie ich), ist wohl mit diesem "Marine-Stil meets Channel" auch nicht gut bedient. :-D Hose 420 könnte eine brauchbare Basishose sein... wenn sie nicht wieder aus Elastik-Stoff wäre. (Nein, ich wiederhole mein Lamento nicht noch mal. ;-) ) Mal sehen, ob ich diesmal Zeit finde, einen Schnitt auch umzusetzen oder ob das Heft ungebraucht bei den andere im Archiv landet... :-D
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Dienstag, 24. Januar 2006
Manchmal leisten sich unsere gewählten Volksvertreter ja so Dinge, da frage ich mich dann, wie deren Gehirne denn so ticken. (Na gut, wenn ich mich im Internet oder im Leben so umsehe.... die Frage stelle ich mir wahrlich nicht nur bei Politikern...)
Wir erinnern uns: Da zahlen Firmen (z.B. Stromkonzerne) Reisen an exotische Orte, mal mit Privatflugzeugen, ein anderes Mal vielleicht "all inclusive" (auch die Nachtbegleiterinnen...) und wenn es in die Presse kommt ist das Geheule groß. Wie hätten die armen Menschen denn erkennen können, daß so eine Firma vielleicht eine Gegenleistung für ein derartiges Geschenk erwarten könnte? Ja wie käme man denn dazu, ihnen da Beeinflussbarkeit zu unterstellen? Schließlich entspricht das ja der allgemeinen Lebenserfahrung, daß wir ständig große Geschenke bekommen und niemand mehr als ein "Dankeschön" oder "Vergelt"s Gott" dafür erwartet! (Ach... geht euch nicht so? Tja, mir auch nicht...)
Doch solche -Auswüchse- Versehen gilt es selbstverständlich zu verhindern und da hatte doch jetzt ein Landrat aus NRW eine glänzende Idee: Eine Ethik müßte her! So als Leitlinie, damit die armen Kerle nicht mehr versehentlich was falsch machen. (Und was hatten sie dann eigentlich bislang....? ) Ja, gute Idee, Ethik so im Handeln, doch das hat was. Auch bei Politikern.
Doch damit nicht genug, der Gesetzgeber, der Normgeber, solle diese Ethik festlegen.
??? Wie meinen??? Ich meine, selbst die Ärzte als Berufsgruppe schaffen es, sich ihre ethischen Grundsätze über ihre Standesvertretung selber zu geben. Mal abgesehen von so popeligen "Normalbürgern" die mit ihren ganz privaten ethischen Grundsätzen prima über die Runden kommen, ohne anderen auf die Zehen zu treten.
Und gab es da, so irgendwann früher, bei den alten Griechen oder Römern (meine früheren Lateinlehrer mögen mir Ungenauigkeiten verzeihen...) nicht die Vorstellung, als Staatsmänner, als Politiker, wären besonders herausragende Menschen geeignet, solche, die sich durch ihr "gutes" Handeln auszeichneten?
Ein lange Weg zum Politiker, der jemanden sucht, der ihm seine Ethik in eine (am besten DiN) Norm gießt. Damit er wieder weiß, was richtig und falsch ist.
Aber mal ganz ehrlich: Wer schon mit den Grundanforderungen seines Berufes scheitert... sollte sich vielleicht einfach eine andere Tätigkeit suchen. Wo das mit der Ethik und den Regeln ein bißchen einfacher ist.
Aber wahrscheinlich... bin ich zu anspruchsvoll.
Geschrieben von arthur um 10:09 Uhr in Allgemein
Montag, 23. Januar 2006
Beim Zuschneiden gibt es jetzt noch eine kleine Hürde zu überwinden. Der Stoffschlauch ist erst einmal viel schmaler als das Schnitteil. Also ziehe ich den Schlauch einfach auf die Breite des Schnitteiles. Damit er in dieser Breite auch hält wird er mit dem bewährten Tesafilm am Boden festgeklebt. 8-)
Dann das Teil auflegen und die Kontur nachziehen, mit dem Minikopierrädchen von Prym geht das sehr gut, weil man nicht aufdrücken muss und den Stoff dadurch nicht verzieht. Nahtzugaben nicht vergessen. Ich brauche nur an der Schulter welche, weil die anderen Kanten mit Falzgummi eingefasst werden.
Schnitteil wieder abnehmen und die beiden Stofflagen neben der Kontur mit Stecknadeln zusammenstecken. Die Länge des Hemdes festlegen und eine Querlinie über die ganze Breite des Schlauches ziehen. Auch hier die Stofflagen mit Nadeln zusammenstecken.
Tesafilm ablösen und das Hemd zuschneiden.
Das Nähen ist dann kaum mehr der Rede wert: Die Schulternähte schließen und die Kanten mit Falzgummi einfassen. Der darf gerne 10 Prozent kürzer als die Kantenlänge des Schnittes sein. Den Saum habe ich einfach 1,5cm nach innen geschlagen und mit einem mittellangen und mittelbreiten Zickzackstich angenäht.
Fertig, jetzt kann ihn die sibirische Kälte hoffentlich kalt lassen. Oder warm... ;-) (Und das nächste... wird für mich. :-D )
Sonntag, 22. Januar 2006
Mit "sibirischer Kälte" droht uns der Wetterbericht. Und das, wo sich mein Schatz eh schon beschwert, daß er beim Warten auf die (verspätete) S-Bahn immer so friert.
Das ist der Moment für dieses Stück Schlauchware aus der Vorratstruhe, fein, aber innen angerauht und mollig weich. So ein Schlauch sieht ja immer recht schmal aus, aber er dehnt sich meist erstaunlich. Und wenn man es richtig macht, dann spart man viel Näharbeit, denn die Seitennähte entfallen.
Die ersten Tests hatte der Stoff schon bestanden.
Zum einen muß sich der Schlauch weit genug aufdehnen, daß er über den kleinen Waschbärbauch drüberpasst. :-D
Zum anderen darf er natürlich auf keinen Fall irgendwie kratzen. Männerbäuche sind da sensibel. Also bekam Schatzi im Herbst schon mal einen Streifen Schlauch um den Bauch gelegt und wurde am Abend gefragt, ob es denn gekratzt hätte. Veständnisloser Blick, wovon ich denn jetzt rede... Gut, er hat vergessen, daß er es um hat. Der Test kann somit als bestanden gelten. ;-)
Jetzt brauche ich allerdings erst einmal einen Schnitt. Wie immer ist natürlich nichts geeignetes im Fundus. Auch in den reichlich vorhandenen Zeitschriften Fehlanzeige. Männerschnitte sind ja ohnehin eine rar gesäte Spezies... :-(
Ich weiß zwar, wo ich einen bestellen kann, aber es ist Sonntag und wenn ich schon mal so weit bin, dann will ich jetzt und sofort loslegen, also erstelle ich den Schnitt einfach selber. Bei einem Unterhemd ist das ja nicht schwierig.
Ausgangspunkt ist ein gut passendes Unterhemd. ie Passform ist zwar meist nicht wirklich problematisch, aber man sollte nicht gerade ein zu kleines, zu großes oder einfach unbequemes aussuchen. Wenn ich mir schon die Mühe mache, dann kann ich es auch gleich richtig machen. ;-) )
Das Hemd wird auf das Bügelbrett gelegt und ohne es zu verdehnen glatt gezogen. Darauf kommt ein Stück Malerfolie (die dicke) aus dem Baumarkt. Der Tesaabroller ist auf Grund seines Gewichtes hervorragend geeignet, die Folie zu fixieren. Wozu auch die anderen Gegenstände dienen. Mit einem Folienstift (am besten haften die, die man zum CD-Beschriften nimmt) ziehe ich einfach die Umrisse im Ausschnittbereich nach, bis etwa fünf oder sechs Zentimeter unter der Achsel. Der Rest interessiert nicht, denn gerade verlängern kann man auch auf dem Stoff noch.
Nur an den Schultern muß man drauf achten, die Folie ggf. ein bißchen um die Biegung zu legen, also wirklich bis zur Schulternaht, sonst wird es zu kurz.
Danach das Hemd umdrehen und die Prozedur mit der anderen Seite wiederholen. Jetzt habe ich ein Schnitteil für das Hemdenvorderteil und eines für das Rückenteil.
Für Schlauchware ist das jetzt aber nicht sehr praktisch, denn ich will ja die Seitennähte einsparen.
Also müssen die Seiten"nähte" in die Mitte des Schnitteils rücken.
Da nach dem Abzeichnen die Umrisse meist nicht ganz symmetrisch und etwas schief sind, falte ich das Schnitteil von Vorderteil und Rückenteil erst einmal zur Hälte. Der Bruch ergibt die vordere und hintere Mitte und wird hinterher auch den beiden Brüchen des Schlauchstückes entsprechen.
Die gefalteten Schnitteile klebe ich mit Tesa auf meine Arbeitsfläche. (In dem Fall den Laminatboden.) Und zwar so, daß sie sich an den Seitennähten berühren. Jetzt kommt ein weiteres Stück Folie drauf und das endgültige Schnitteil wird erstellt.
Dabei achte ich darauf, daß die beiden Schultern gleich breit sind (einfach mit dem Lineal nachmessen) und die vorherigen Ungenauigkeiten werden "rausgemittelt", indem ich bei abweichenden Linien einfach in der Mitte zwischen den vorhandenen zeichne. Oder so, wie mir die Linie harmonischer vorkommt. Mehr als einen Zentimeter sollten die Linien von linker und rechter Seite nach dem Falten allerdings nicht abweichen, sonst macht man das Schnitteil besser neu oder sucht ein weniger verdehntes Unterhemd.;-)
Das Ergebnis sieht dann etwa so aus. er Schnitt selber ist nicht so "verzittert", aber ein Touchpad ist nicht wirklich geeignet, um Linien nachzufahren... ) Links ist die vordere Mitte
und der vordere Halsausschnitt, dann kommt der Armausschnitt mit der ehemaligen Seitennäht als Hilfsmarkierung und rechts ist dann der hintere Halsausschnitt mit der hinteren Mitte.
Daß der Schnitt nur die Ausschnittpartie umfasst ist wie gesagt Absicht. Gerade bei Schlauchware sind die Ränder ja festgelegt und die Länge lässt sich hervorragend erst auf dem Stoff festlegen.
Gutes Beschriften der Schnitteile ist empfehlenswert. Denn alle Erfahrung sagt, daß ich mich nach einem Jahr dann doch nicht mehr sooo genau erinnern kann. Insbesondere nicht mehr, für welches Familienmitglied der Schnitt ist und ob ich ihn mit oder ohne Nahtzugabe erstellt habe.
Samstag, 21. Januar 2006
Vor der Abreise in Stuttgart noch schnell ins Regal der Zeitschriftenhandlung gegriffen und mit der Burda in den Zug gesprungen. Der erste Blick: börks Flieder und braune Schlangenprints... das wäre ja so ausgesprochen nicht meine Farbkombi. Den neuen Safari-Look kann ich dann auch gleich sehr flüchtig abhandeln, diese Art von gelbstichigen Sandtönen sehen an mir so was von krank aus... und Reptildrucke werden als Rüschenrock nicht schöner. (Und zu welcher Gelegenheit trägt man eigentlich Tuniken mit einem Ausschnitt bis unterhalb des Brustansatzes? Also selbst wenn man A-Cups hat... Zur Arbeit? Was für einen Arbeitsplatz stellen die sich denn jetzt vor? Um die Kinder in den Kindergarten zu bringen? Oder zum Lümmeln auf dem Sofa? Wäre eigentlich wirklich mal einen spannende Frage, wie sich die Burda-Redaktion so den Tagesablauf ihrer Leserinnen vorstellt?) Außerdem fällt mir an der Tunika 120A eine meiner Lieblingsfragen ein: Sind die Ärmel dem Model einfach zu kurz oder ist das Absicht? So eine Länge "zu kurz für Handgelenkslan, aber zu lang für 7/8"... aussehen tut es wie "gewollt, nur was?" Die bunten Ethnofarben treffen meinen Geschmack da schon besser. Da muß ich doch mal meinen Kleiderschrank durchwühlen gehen, so in die Richtung habe ich bestimmt noch was zum Aufpeppen. Bißchen viel Rüschen... aber Farbe und Muster ist gut. Und viel Rot... Wobei, die versetzten Rüschen von 122A... diese Idee kann ich vielleicht mal verwenden. Die gefällt mir. Ach so, sind auch Volants, na dann... Aha, die hübschen Shirts dazu kommen alle von H&M... Schade, bestimmt nicht in meiner Größe - na gut, die Farben sind auch doof, also wäre der Schnitt dafür besser... "Pastell und Pastell gesellt sich gern" sagt die Bumo-Redaktion. Tja, dann sind die 80er wohl defintiv zurück. Mein erster selbstgestrickter Pulli war Pastellblau mit Pastellrosa und Pastellgelb. Ein Modell aus nicole, das muß so Frühjahr 1983 gewesen sein. Aus einem Sommer-Bouclegarn. Ein gigantisches Überkaro auf dem blauen Grund, bis zu fünf Knäuel waren im Schach zu halten. Das Rückenteil habe ich geschafft, nach dem halben Vorderteil hat meine Oma angeboten, es fertig zu stricken, damit es nicht aus der Mode wäre, bis ich fertig sei. :-D Naja, sonst könnte ich ihn ja jetzt tragen... ;-) Wenn er noch passen würde... Da Top-Label hat für mich was von Schlafanzug, aber da mir Größe 42 eh zu klein ist, kann ich das ja anderen überlassen. Die Maßschnitte locken diesmal auch nicht. Außerdem bin ich mir nach wie vor nicht sicher, ob ich mich richtig vermessen kann. Schade eigentlich, daß Burda nicht mal jemanden zum Messen mit auf den Hobbyschneiderin-Kongress schickt... dann könnte ich mich vermessen lassen und direkt einen Schnitt bestellen. Schön ist aber, daß diesmal wieder viele Modell bis Gr. 44 drin sind. Das wäre fast ein Ansporn, abzunehmen, dann würde das zumindest oben herum wieder passen und die Auswahl wäre größer. Andererseits... um eine Größe vergrößern geht auch noch ganz gut... Werbung aus der Heftmitte pflück und wegwerf Chiffon verarbeiten... bekomme ich inzwischen zwar leidlich hin, aber eine Fragen bleiben immer noch... Na gut Zuschnitt mit dem Rollschneider ist bei großen Teilen (in großer Größe) unpraktikabel, außerdem ist meine Schere scharf und schneidet daher auch Chiffon ordentlich. Für die Nahtzugaben weiß Burda leider auch nichts schnelleres als ich... Doppelnähte? Heißen die nicht französische Naht...? Oder wo ist der Unterschied? Und der Extra-Tip... Wie meinen? Den Unterfaden direkt nach oben durchfädeln? Das geht? Ohne daß es am Nahtanfang zieht oder knödelt? Ich kann ja keinen Faden festhalten??? Und warum mach das die Abnäherspitze dünner??? Groschen fall Ach so, nicht dünner, aber es hängen keine Vernähfäden rum. Eigentlich für alles ungefütterte eine gute Idee, den ich finde die Abnäherenden sehen von innen immer so unschön aus. Muß ich auf alles Fälle mal ausprobieren! Im Leserforum stutze ich... das Mädchen kommt mir bekannt vor... Na aber sicher! "Sikibo" vonder Hobbyschneiderin-Seitehat ihre Tochter benäht, mit Probekleid und Kommunionkleid. Dabei steht das Wichtigste gar nicht drin: Simone näht mit ihren neun Jahren nämlich schon selber und kann sehr geschickt mit der Nähmaschine sticken! Was ich weiß, weil sie ja auch schon bei unserem Kölner Nähbrunch dabei war! Die Kosmetikseiten werden wieder flüchtig abgehandelt, da kann nichts mein Interesse auf sich ziehen, der Blick auf den Hosenanzug in Kurzgrößer fällt ebenfalls angemessen kurz aus. Nicht meine Größe. Blumen... die kommen doch jedes Jahr als Frühjahrs- oder Sommerthema, oder? Aber schön bunt, da habe ich noch einiges im Kleiderschrank. Oh, wer seine Jeans bestickt haben möchte und keine Stickmaschine hat soll damit einfach zum Pfaff-Händler gehen? Na hoffentlich wissen die was davon... wenn die Aktion erfolgreich ist, dann sticken sämtliche Pfaffläden in Deutschland bis in den Herbst hinein Blumenjeans... :-D So, jetzt wird es aber endlich richtig interessant, denn jetzt kommt meine Größe... Dieses asymmetrische Gerüschle von Rock 136A gefällt mir. Die Zeit wird zum Nähen nicht reichen, denn so was steht gerade nicht auf meiner "brauche ich"-Liste, aber nett wäre er. Die Kombi aus Jacke 132 und Rock 134A könnte sich auch nett umsetzen lassen. Über die Farbe und einige Details wäre noch zu reden, aber für einen lässigeren Bürotag doch durchaus tauglich. Die Hose sieht auch nett... oh, schon wieder Elastik-Gabardine. Gut, dann nicht. Keine Ahnung, wo es diesen geheimnisvollen Stoff gibt, ich finde den nie. Und wenn, dann nicht in einer Farbe die ich haben will. An unelastischen Stoffen ist das Angebot einfach größer. Außerdem reiben Hosen aus elastischen Stoffen gerade bei dickeren Schenkeln ganz schnell durch, so zumindest meine bisherige Erfahrung. :-( Immerhin, bei manch einer Hose mußte ich nie über die Waschanleitung nachdenken, das hatte sich dann schon erledigt. Hosenschnitte für dicke Damen aus unelastischen Stoffen zu erstellen scheint in Deutschland eine seltene bis ausgestorbene Kunst zu sein...? Mit den Kommunionkleider kann ich wieder weniger anfangen... hat schon wieder viel von "kleiner Braut" und das ist jetzt auch nicht so mein Geschmack.. Dafür ist die Vorschau aufs nächste Heft auf zwei Seiten angewachsen. Schön... und Wohnidee, auch schön... ich bin mal gespannt...
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Donnerstag, 19. Januar 2006
... und die Steigerung von alle dem lautet: Cute Overload!
Alles was süßer als süß, unbeschreiblicher als niedlich und überhaupt entzückensschreipflichtig ist findet sich in diesem Blog. :-D
Die Texte sind nur auf Englisch, aber auch die Bilder alleine sprechen für sich...
Geschrieben von arthur um 12:42 Uhr in Allgemein
Dienstag, 17. Januar 2006
... und das bei einem städtischen Verkehrsbetrieb!
Ich stehe in Stuttgart vor dem Schalter, ausgerüstet mit allem, was man für ein Wochenticket braucht: Ausweis, Paßbild,... für eine Woche Stuttgart zwar etwas viel Aufwand, einen Paß für eine einzige Wertmarke auszustellen, aber es ist billiger. Für mich zumindest.
Und was sagt die nette Dame?
Ob ich nur eine Woche in Stuttgart wäre. Ja? Nein, dann bräuchte sie kein Passbild und reicht mir einen "Ersatzausweis", der ist ohne Bild gültig.
Tja, die Schwaben wissen, wie man "sei Sach zammehält".
Nur warum sie mir die englische Ausgabe des Netzplanes gegeben hat erschließt sich mir jetzt nicht ganz... aber Hochdeutsch... ist ja auch nur eine Fremdsprache. ;-)
Geschrieben von arthur um 23:23 Uhr in Allgemein
Montag, 16. Januar 2006
.. packe ich ein.
Diesmal geht es für fünf Tage auf eine Fortbildung nach Süddeutschland. (Wird bestimmt kalt, bibber, ich war letztes Jahr um die Jahreszeit schon mal da... ) Ich habe ja nur mein Cabin-Bag und einen Rucksack als Handgepäck, da geht nicht so wahnsinnig viel rein.
Und trotzdem... eigentlich habe ich immer mindestens ein Shirt, einen Pulli oder eine Hose dabei, die ich ungetragen aber dafür zerknittert wieder nach Hause bringe.
Und jedes Mal denke ich mir danach: Nimm weniger mit!
Aber wenn ich wirklich mal ohne Wechselhose fahre, und sei es nur für eine Nacht... dann kleckere ich sie mir ganz bestimmt voll... 8-)
Geschrieben von arthur um 22:54 Uhr in Allgemein
Viel fehlt der Tasche ja nicht mehr, der Knopf ist schnell angenäht. Fehlt natürlich noch der Tragegurt, denn mit Unterarmtaschen (Clutches sagt man wohl heute) konnte ich mich noch nie anfreunden. Ich brauche meine Hände frei. Und diese Tasche im Speziellen wäre auch viel zu dick zum Festklemmen. Wegen der Stabilität entscheide ich mich für den Träger wieder für den Spinnacker. Außerdem habe ich da noch ein Stück in passender Länge... Die Länge bestimme ich, indem ich das eine Ende eines Maßbandes an der einen Seite der Tasche festhalte, das andere an der anderen. Dann stelle ich mich vor dem Spiegel und ziehe die Tasche so lange runter, bis mir die Traghöhe gefällt. Das Maßband verrät dann gleich die passende Trägerlänge. Zugeschnitten wird der Stoff dann in der passenden Länge und doppelter Breite. Verstärkt wird der Trägerstoff danach mit einer Bügeleinlage für Taillenbünde. Sie ist gerade da und hat die passende Breite. Sonst nähe ich auch gerne mal einen festen Gurt ein, aber ich habe gerade keinen in passender Breite und kleine Lust auf einen Ausflug zum Baumarkt. Dann den Träger rechts auf rechts und entlang der Längsseite nähen. Beim Einlegen der Unterfadenspule fällt mir schon auf, daß so wahnsinnig viel nicht mehr drauf ist. Auf Verdacht neu aufspulen will ich aber auch nicht, in nächster Zeit ist ausnamsweise mal nichts türkises mehr geplant... Naja, mal sehen.... Genähen Träger wenden. Hm... recht steif, diese Einlage... *drück* *zieh* *schieb* *leisefluch* Ja, das hätte ich wohl besser mal nur eingeschlagen und von rechts zusammengesteppt. Vorher denken wäre mal eine Alternative. :o) Weil noch Ripsband da ist, wird das knappkantig auf den Träger gesteppt, nicht in der Mitte, sondern so etwa ein Drittel vom einen und zwei Drittel vom anderen Rand entfernt. Dadurch kann ich mir das Absteppen der Trägerkanten auch sparen, die Konstruktion ist stabil genug und die Stofflagen verschieben sich nicht mehr gegeneinander. Sehr schön. Die Schmalkanten der Träger werden jeweils etwa einen Zentimeter nach innen gestülpt. Jetzt nur noch die Träger mittig und etwa fünf Zentimeter vom oberen Rand entfernt auf die Seitenteile kleben (Wodertape... ich liebe dich!) und von rechts durch alle Stofflagen festnähen. Das Futter wird dadurch auch noch mal mit befetigt und so stabiler, wenn die Innentaschen beladen sind. Hoppla... das Vorderteilfutter wollte ich jetzt nicht mit festnähen... *gr* Also (unter Ausstoßung leiser Flüche...) auftrennen und nicht an den Unterfaden denken... Noch mal annähen. Die andere Seite annähen. Während ich die Vernähstiche nähe hört es sich irgendwie komisch an... hat es gereicht? Hm, drei Stiche Überlapp.. nicht viel. *kratz* Aber wenn ich die Fadenenden nach links durchziehe und verknote und dann noch einen Tropfen Fray Check draufgebe... dann müßte es halten. Denke ich. Im Sommer werde ich es wissen. Aber jetzt bin ich erst einmal fertig! :-) 
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Sonntag, 15. Januar 2006
Jetzt müssen die vielen Teile eigentlich nur noch zusammengefügt werden. Die vorbereiteten Futterteile werden also wie die Tasche selber zusammengenäht: Vorderteil und Rückenteil an je eine lange Seite des Bodenteils und dann an den Seiten die Seitenteile hineinpfriemeln. Dabei die Gummikordel mit dem Haken nicht vergessen. (Falls doch vergessen... wieder auftrennen... :-D ). Da die Teile ohne Schabrackeneinlage deutlich weicher sind, ist es einfacher als bei der Außentasche. Nur gut vernähen sollte man die Nahtenden, wenn das Taschenfutter irgendwo aufgeht ist es erstens ein ewiges Gesuche, bis man den kleinen Gegenstand, der sich dann irgendwo zwischen die Stoffschichten verirrt hat, wiedergefunden hat und zweitens ist es auch sehr lästig, das Loch unsichtbar und stabil von rechts wieder zu schließen. Damit aus den zwei Taschen dann eine wird, nimmt man die Futtertasche (mit der "schönen" Seite innen) und stellt die Außentasche (mit der "schönen" Seite außen) hinein, also rechts auf rechts. Dann steppt man am oberen Rand entlang von Seitenteil, Vorderteil bis zum anderen Vorderteil. An der hinteren Seite bleibt die Naht offen, denn die Tasche muß ja gewendet werden. Das Futter wird also durch die Öffnung in die Tasche hineingewendet. Die verbliebene Seite schließe ich dann von Hand (manchmal bin ich altmodisch, ein paar Handstiche vor dem Fernseher mache ich gerne) indem ich das Futter eingeschlagen auf den Innenstoff der Klappe nähe. (Okay, bei dem etwas steifen Spinnacker etwas mühsam.... ) Anschließend wird der obere Rand der Tasche an Seitenteil, Vorderteil, Seitenteil einmal abgesteppt, damit das Futter nicht vorguckt. Zusätzliche Stabilität am Taschenrand ist außerdem nie von Nachteil. Und dann ist die Tasche auch schon weitgehend fast fertig. Na gut, sie hat noch keine Träger, an denen man sie tragen könnte, sie hat auch noch keinen Verschluss... aber sie sieht schon wie eine Tasche aus und man kann etwas hineintun. Also Kraft geschöpft für den Endspurt. er bestimmt wieder viel länger dauert, als geplant und gedacht... ;-) )
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Samstag, 14. Januar 2006
Mindestens so wichtig wie die Optik der Tasche ist natürlich die Innenausstattung. Ich weiß noch, als ich ein Kind war, kamen diese "Organizer-Handtaschen" mit vielen Fächern, Reißverschlüssen und was weiß ich noch alles auf. Und ich war so neidisch, weil meine Mutter eine hatte und ich nicht. Als ich alt genug war habe ich mir natürlich aus so etwas geholt, denn schließlich will ich bei der Menge der Dinge die ich.... also, ich meine, natürlich trage ich (wie jede Frau) nur lebensnotwendige Dinge in meiner Handtasche mit mir herum. Aber ich muß gestehen, ich habe wohl eine weitgefasste Definition von "lebensnotwendig". ;-) Was ich dann ganz schnell gelernt habe war allerdings, daß diese Taschen unendlich viele Fächer haben, aber nie eines in der Form und Größe, die ich gerade brauchte... :-/ Aber meine Taschen haben natürlich genau die Fächer, die ich brauche. Da ich Innentaschen zur Strukturierung bevorzuge (aufgesetzte Taschen sind dekorativ, aber ich wohne in der Stadt und treibe mich auch sonst gerne mal in anderen Großstädten herum, da ist eine gewisse "Klausicherheit" dann doch interessanter), muß ich diese natürlich meinen Bedürfnissen entsprechend planen. Da ich meine Taschen ohnehin immer füttere, bietet sich das Innenfutter also auch an, um die eine oder andere Innentasche unterzubringen. Besonders wichtig ist mir dabei ein Fach, in der ich meinen Taschenkalender, Geld und sonstige Wertsachen griffbereit aber gleichzeitig auch halbwegs sicher untergebracht habe. Der Futterschnitt ist im Prinzip ganz einfach: Vorder- und Rückenteil, Boden und Seitenteile werden auch aus Futterstoff zugeschnitten. ie Klappe ist ja schon gedoppelt, deswegen wird sie nicht noch einmal gefüttert.) Da ich diesmal die Reste vom Kostümfutter verwende habe ich Venezia, was für Kleidung toll ist, für Taschen aber eigentlich etwas zu dünn. Deswegen verstärke ich alle Teile mit einer dünnen, elastischen Einlage. ie ich deswegen benutze, weil ich sie gerade da habe... aus einem Fabrikverkauf und für Bekleidung eh nicht so gut geeignet, weil sie sich ohne Bügelpresse, die ich nicht habe, nicht wirklich gut und ohne Luftblasen aufbringen lässt. Aber für eine Tasche geht"s...) Das Rückenteil des Futters, also die körperzugewandte Fläche, wird das Fach für Wertsachen enthalten und zwar in Form einer Reißverschlusstasche. Das ist praktisch und einfach zu arbeiten. Das Taschenteil schneide ich etwa drei Zentimeter breiter als den Reißverschluss zu (der logischerweise breiter als mein Terminplaner sein muß und doppelt so lang wie die Tasche hinterher tief sein soll. Auch in diese Richtung kommen noch drei Zentimeter für die Nahtzugabe dazu. Dann wird das Taschenteil rechts auf rechts auf das Futterteil gelegt und da, wo ich später den Reißverschluß haben will, wird ein Rechteck durch beide Stofflagen genäht. Einen Zentimeter hoch und so breit, wie der Reißverschluss lang ist. Oberhalb des Rechteckes sollte das Taschenteil so etwa 1,2 bis 2cm überstehen, damit es später zusammengenäht werden kann. Danach zwischen den Nähten einschneiden und den Taschenbeutel durch den Schlitz auf die andere Seite wenden. (Er liegt jetzt links auf links auf dem Futterteil.) Den so entstandenen Schlitz ausbügeln, den Reißverschluss unterlegen, stecken, heften, kleben (je nach Geschmack, ich bevorzuge Wondertape...) und von rechts feststeppen.  Anschließend das Teil wenden und den Taschenbeutel nach oben klappen und an den verbliebenen drei Rändern zusammensteppen. Damit man dabei den Futerrücken nicht mit festnäht, muß man sozusagen zwischen Taschenbeutel und Rückenteil gehen um zu nähen. (Wenn man wollte, könnte man natürlich auch den Taschenbeutel am Futterrücken feststeppen und durch alle drei Stofflagen durchsteppen. Zusätzlich soll diese Tasche noch ein kleines Fach fürs Handy bekommen. as ich meist nicht dabei habe, so daß da dann Platz für Notverpflegung in Form eines Schoko- oder Müsliriegels sein wird. ;-) ) Dazu messe ich die Länge meines Handys und dann lege ich das Handy auf einen Tisch und messe von Tischplatte quer über das Handy und wieder zur Tischplatte. Rundum ein Zentimeter Nahtzugabe, oben am Saum zwei, fertig ist das Schnitteil. Die Handytasche wird nicht mit Einlage verstärkt, weil die Einlage ja sichtbar bliebe. Zwar innen... aber trotzdem. Also wird der Saum an einer Schmalseite doppelt eingeschlagen und weil ich noch Ripsband habe, wird dieses noch drübergenäht. Das stabilisiert die Kante gleich noch. Danach werden die übrigen Ränder versäubert, einen Zentimeter nach links umgebügelt und an einem Seitenteil von rechts aufgenäht. Eher in Bodennähe, denn dann zerrt das Gewicht des Handys (ich habe ein prähistorisches, was relativ groß und schwer ist) nicht am Futter. Damit die Handytasche nicht ganz flach ist und etwa Tiefe bekommt, lege ich am unteren Rand zwei kleine Falten und schiebe die Seiten vor dem aufsteppen etwas zusammen, so daß die Tasche ein wenig absteht. Damit wäre die Innenausstattung komplett. Zu den beschriebenen Schnitteilen gesellt sich noch ein kleiner Karabinerhaken (von einem kaputten Schlüsselanhänger... manchmal lohnt es sich, seinem Schatz von den Nähplänen zu erzählen... ;-) ). Der wird, am Rest der Gummikordel hängend, in eine Naht mitgefasst, damit ich auch meinen Schlüssel nicht immer so lange suchen muß.
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Freitag, 13. Januar 2006
... oder "Ja was suchen sie denn...???"
Ich kann mir ja anzeigen lassen, von welcher Seite her kommend mein Blog gesucht, gefunden, verlinkt wird. Und etliche Besucher kommen auch von google. Aber was suchen sie auf meiner Seite?
Nun..... "Norwegermütze stricken" ist da offensichtlich ein beliebtes Suchwort. Huch, habe ich einen Trend verpasst? Norwegermütze... was war das doch gleich?
Richtig, Mützen beliebiger Form, gestrickt mit zwei oder mehrfarbigen Einstrickmustern, meist bunt und folkloristisch und Spannfäden auf der Rückseite. Mollig warm, mußte man sagen. Und das trägt man (frau, kind,...) wieder?
Also mal abgetaucht in die Tiefen des Cyberspace... oha, Norwegermützen können heute auch anders aussehen.... Mit Klappen über den Ohren, aus Effektgarnen oder sogar ganz ohne Einstrickmuster. Interessant. Und ich kannte die nur als "Ohrklappenmützen". Scheint aber das gleiche zu sein?
Und auf den einschlägigen Handarbeitsseiten, von Link zu Link hüpfend, fördert die Suche einiges zu Tage. (Wobei bei mir der sehr starke Eindruck entsteht, daß Menschen die gut handarbeiten können leider in der Regel weder im Stande sind, gute Webseiten zu bauen, noch sinnvolle Strukturen zu haben noch aussagekräftige Überschriften zu verwenden. Schade eigentlich, denn viele Seiten sind wahre Gold- und Diamantminen, nur wird viel sicher nie gefunden. Und kleine Rechtschreibfehler zeugen zudem zwar von Phantasie, nur Suchmaschinen haben letzteres nicht... und finden auch nix.)
Initiative Handarbeit, Stulpen und Mütze
Initiative Handarbeit, Stirnband mit Zöpfen
Initiative Handarbeiten: Bunte Norwegermütze mit Quaste
Kaufanleitung Junghanswolle, Zopfmustermütze mit Fäustlingen
Kaufanleitung Junghanswolle: Kinderpulli mit Schal und Mütze aus Multicolorgarn
Ingehaack: Basisanleitung für Ohrklappenmütze als pdf
Coats: Ohrklappen mit Intarsienmuster und bunten Zöpfen als pdf
Das wären also schon mal einige... auf Englisch gibt es dann noch ein paar mehr. Neben den vielen privaten Webseiten und Blogs sind übrigens auch die Webseiten von Garnherstellern eine gute Quelle für Strick- und Häkelmuster...
Lionbrand: Poncho und Mütze mit Einstrickmuster für Männer
Lionbrand: Poncho und Mütze mit Einstrickmuster für Frauen
Lionbrand: Einfarbige Mütze mit Ohrklappen
Lionbrand: Nicht wirklich Norweger, aber die herzförmigen Ohrklappen sind irgendwie süß...
Knitlist: vier verschiedene Varianten mit Ohrklappen
Hello Yarn: Keine Ohrklappen, aber Totenköpfe als Intarsienmuster...
Knitty: schön grafisches Muster
Knitty: peruanisch angehaucht, Einstrickmuster mit Skiläufern
Weiterer positiver Nebeneffekt der Suche: Ich glaube... ich verlaufe mich auf www.knitty.com jetzt nicht mehr....)
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Mütze
Donnerstag, 12. Januar 2006
Nachdem die Tasche in der Grundform fertig ist, kann ich mich vor der nächsten Entscheidung nicht mehr drücken: Wie soll die Taschenklappe aussehen? Da diese gut sichbar ist, eignet sie sich natürlich am Besten, um die "Last" der Dekoration zu tragen. Also auf Schmierpapier die Form der Taschenklappe nachgezeichnet und mit dem Bleistift herumgespielt. Wie schon oft im Leben wünsche ich mir, wirklich gut zeichnen zu können... Eine grobe Idee habe ich, auch über die Technik, die ich einsetzen will. Wie üblich sieht es hinterher natürlich doch ganz anders aus als vorher überlegt... ;-)  Die Inspiration durch die Linienführung des Jugenstilst ist, fürchte ich, nur ansatzweise zu erahnen... Für die beiden Kreise habe ich den Stoff in den Stickrahmen gespannt und die vorgezeichneten Formen freihand nachgestickt, mit zwei Reihen Stichen. Danach wurde die obere Stoffschicht bis auf einen ca 0,5cm breiten Rand heruasgeschnitten und der Rand ausgefranst. Dadurch siht man den Spinnacker an diesen Stellen vorscheinen. Analog dazu sind auch die "wuscheligen" Linien entstanden: zwei mehr oder weniger parallele Reihen Gradstich (diesmal aber mit Transporteur und ohne Stickring), danach den Oberstoff zwischen den Stichreihen aufschneiden und die Kanten ausfransen. (Gibt ziemlich viel Dreck, übrigens....) Die restlichen Linien sind einfach mit Raupenstich (auch Satinstich) genäht, dabei habe ich beim Nähen die Stickbreite schmaler und breiter gestellt. Dazu habe ich das gleiche Stickgarn im Ton des Oberstoffs verwendet wie bei der Stickerei am Kostüm. Die Fadenanfänge habe ich auf die Rückseite gezogen und dort mit etwas Fray-Check beträufelt und nach dem Trockenen kurz abgeschnitten. Da dort kein Futter mehr hinkommt, muß auch die Rückseite ordentlich aussehen. Den Knopf habe ich mal aufgelegt, um zu sehen, wie er dazu wirkt. Festgenäht wird er erst später. Jetzt nur noch den Oberstoff der Klappe (also das Baumwoll-Leinen) an die obere Kante der Rückenteils nähen und die Tasche ist von Außen betrachtet eigentlich fertig.
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Mittwoch, 11. Januar 2006
Und endlich kommt auch die Nähmaschine zum Einsatz! Zuerst wird die Vortasche am oberen Rand zwei mal breit eingeschlagen (dadurch hat sie auch gleich die gewünschte Höhe) und umgebügelt. Rechts kommt noch ein Streifen Ripsband rauf, dann ist die Kante auch etwas stabiler. Beim Feststeppen des Bandes wird auch die eingeschlagene Saumzugabe mit festgestppt.  Danach die Vortasche auf das Taschenvorderteil legen (links auf rechts), das Bodenteil rechts auf rechts drauflegen und ... Stopp! Ich wollte da ja gleich etwas Gummikordel mitfassen, die dann später als Verschluss über den Knopf an der Klappe gezogen werden soll. (Über die Stelle mit der Kordel nähe ich dann lieber noch einmal rückwärts und wieder vorwärts drüber, mit unterschiedlicher Stichlänge. So dick ist die ja nicht und es soll halten. Danach dann das Rückenteil an die andere lange Kante des Bodenteils steppen. Das Steppen geht recht einfach, weil ich an der Kante der Einlage entlangnähen. Abschließend kann man die Nähte entweder ausstreifen oder noch mal drüberbügeln. Zum letzten Mal, denn ab dem nächsten Schritt ist es nicht mehr flach. ;-) Und es wird fitzelig, denn die steifen Seitenteile müssen eingenäht werden. Das geht am besten Schritt für Schritt: Zuerst ein Seitenteil mit einer langen Seite rechts auf rechts an die entsprechende Seite des Vorder- oder Rückenteils stecken. Welche man zuerst nimmt hängt davon ab, mit welchem Seitenteil man anfängt. Ich nähe so, daß das einlageverstärkte Seitenteil beim Nähen oben liegt, ich also mit dem Füßchen genau an der Kante der Einlage entlangnähen kann. Wichtig ist, daß die Einlagekanten genau übereinstimmen. Also unten, zum Boden hin, eine Stecknadel durch Seitenteil und Vorder(Rücken)teil stecken, die genau in der späteren Ecke sitzt. Danach den Rest der Naht ausrichten. Beim Nähen nur bis genau zu diesem Punkt nähen, den Boden nicht mitfassen und durch vor- und zurücknähen vernähen. Das gleiche Spiel dann an der kurzen Naht, die Seitenteil und Boden verbindet. Auch wieder nur genau von Ecke zu Ecke nähen, nicht bis an die Stoffkante. Am fitzeligsten ist immer die dritte Seite, denn da ist alles schon recht steif. Man kann aber mit der Schabrackeneinlage den Boden doch etwas falten, so daß men letztlich eine gerade, flache Nahtlinie bekommt.  Das andere Seitenteil wird genauso eingenäht und nach dem Wenden der widerstrebenden, weil steifen Konstruktion, wird man mit einer Form beglückt, die doch schon die spätere Tasche gut erkennen lässt. Die Ecken und Kanten kann man gut mit der Schere nach außen drücken und in Form bringen. Bleibt nur noch, die beiden Umschlagteile miteinander zu verstürzen. Da die Klappe ja asymmetrisch ist, denke ich lieber vier mal nach (räumliche Vorstellung ist nicht meine Stärke... :o) ), wie herum das zu machen ist. Aber nach dem Wenden stimmt es, also die Ecken der NZG zurückgeschnitten, gebügelt und.... *Mist* Ich wollte ja den Knopf an einem Stück Gummikordel gleich mitfassen. Noch ein Blick auf die zurückgeschnittene NZG... Nein, das bekomme ich nie wieder sauber hin, wenn ich es jetzt auftrenne. Also gut, dann halt anders....
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Dienstag, 10. Januar 2006
Basketballspieler, das weiß jeder, sind lange, meist schlacksige Kerle, die in kurzen und immer etwas zu weit aussehenden Hosen über ein Spielfeld rennen und ständig orangene Bälle in Körbe werfen.
Wenn sie auf der Straße spielen, dann tragen sie oft noch Käppis auf dem Kopf, coole Sonnenbrillen und rennen über Asphalt. Und werfen dabei orangene Bälle in Körbe.
Der Herr gestern hingegen war von eher stämmiger Statur, trug eine leuchtend orangene Hose mit Reflexstreifen und was er warf war blau.
Nichtsdestotrotz landete der Müllsack aus einer Entfernung von zweieinhalb Autolängen in hohem Bogen zielsicher in der Öffnung des Müllautos. Respekt!
Trotzdem konnte ich mir den Gedanken nicht verkneifen, wie es ausgesehen hätte, wenn der Sack nicht so gut zugeknotet gewesen wäre. ;-) )
Geschrieben von arthur um 12:56 Uhr in Allgemein
Montag, 9. Januar 2006
Die Schnitteile sind fertig, also bleibt mir nichts anderes übrig, als die Scheu vor der Schere (verschnitten ist verschnitten, Fehler sind an diesem Punkt unangenehm endügltig.. :-D ) zu überwinden und zuzuschneiden. Zuerst probiere ich noch ein bißchen herum, welches Teil ich aus welchem Stoff zuschneiden werde. Und so sieht das dann aus: Vorder, und Rückenteil aus dem Baumwoll-Leinen, Boden und Seitenteile aus dem steiferen Spinnacker. Die Klappe einmal aus Baumwoll-Leinen und einmal aus Spinnacker. Und spontan beschließe ich, daß die Tasche noch eine flache Vortasche bekommen wird. Diese schneide ich ebenfalls aus Spinnacker zu, nach dem Schnitteil des Vorderteils. Sie soll oben etwas kürzer als das Vorderteil werden, aber das kann ich ja später einfach noch abschneiden. Oder durch den oberen Saum entsprechend verändern. Bei der Wahl der Einlage heißt es den richtigen Kompromiss zu finden. Einerseits soll die Tasche fest genug sein, um auch mal ein bißchen Gewicht tragen zu können, andererseits aber nicht ganz steif, das mag ich nicht. Außerdem soll sie sich ja auch etwas dehnen können, wenn die Einkäufe mal wieder mehr werden als geplant... ;-) Also nehme ich Schabrackeneinlage, die ist einerseits fest genug, um Halt zu geben, andererseits elastisch genug um nicht zu brechen. Die kommt aber nur auf Boden und Seitenteile. Es ist eine gute Idee, sie ohne Nahtzugabe zuzuschneiden, denn zum durchnähen ist sie weniger geeignet. Leider ist auf dieser Einlage keine Anleitung, wie lange man sie aufbügeln muß, aber * * *, trocken mit Tuch und 20 Sekunden reichte bislang immer. Da das Baumwoll-Leinen ein recht feiner, leichter Stoff ist, werden auch Vorder. und Rückenteil verstärkt. H410 kommt mir gerade recht. Gibt Festigkeit ohne daß es zu steif wird. Außerdem habe ich da noch massenweise davon da. Die Klappenteile und die Vortasche werden gar nicht verstärkt, Anschließend ist Geduld angesagt: Die bebügelten Teile flach hinlegen und sehr, sehr, sehr gut auskühlen lassen. Schließlich soll sich die Vlieseline später nicht lösen.
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Sonntag, 8. Januar 2006
Ungefähr die Form und Größe der Tasche zu wissen ist natürlich erst die halbe Miete. Der nächste Schritt ist, das Design zumindest ungefähr festzulegen.  Ich suche mir dazu erst mal zusammen, was ich an Material so habe: Da ist ein großes Reststück von meinem Kostüm. (Gerade bei größeren Größen bleiben ja immer zwischen den Teilen beim Zuschnitt recht große Stücke übrig)Auch Futterstoff ist noch da. Dann habe ich auch noch einen farblich passenden "Spinnacker" (auch vom BBG) gefunden. Dazu Ripsband in türkis (das hatte ich auf der Hose von dem Spinnacker verwendet, ein Rest Gummikordel, Stickgarn in drei türkis-Tönen, zwei Gum-tec Druckknöpfe. Unbedingt verwenden will ich den Knopf. Drei davon sind schon am Kostüm, also soll der vierte und letzte an die Tasche. Nach einigem Drehen, Wenden, Stoffteile befummeln,... kristallisiert sich der Gedanke heraus, daß der Umschlag der Tasche asymmetrisch werden soll und mit dem Knopf geschlossen. Außerdem kann man die Gummikordel genau durch die Annähöse des Knopfes fädeln... mal sehen, was aus diesem Ansatz wird. Als nächstes nehme ich mir ein Blatt Papier und einen Bleistift und kritzle damit so lange rum, bis mir die Form gefällt. Auch erste Ideen für die Dekoration des Umschlags kommen schon mit drauf. Zur Umsetzung habe ich da auch schon ein paar Gedanken, aber mit dem Muster bin ich noch nicht so glücklich. Aber das kann ich später noch ändern... (Ich glaube, ich muß erst mal noch ein paar Bilder von Entwürfen von Hector Guimard ansehen... das war auch die Inspiration für die Stickerei auf dem Kostüm, deswegen sollte die Tasche auch in die Richtung gehen. Jetzt kann auch schon das Schnitteil für die Umschlagklappe erstellt werden. ie anderen Teile habe ich schon.) Für Taschen nehme ich gerne Packpapier, weil ich die Schnitteile meist öfter verwende. Außerdem passiert der halbe Entwurf bei mir immer erst auf dem Papier. Zuerst wird also ein Rechteck aufs Papier gezeichnet, mit den Maximalausmaßen des Umschlags. Die Rundungen und die genaue Form kommen dann nach Augenmaß und frei Hand. Am Schluß noch eine Nahtzugabe anzeichnen (bei Taschen nehme ich 1cm, denn es kommt noch ein Futter rein und dann sollten die NZG nicht zu breit sein) und das Schnitteil auschneiden.
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Samstag, 7. Januar 2006
Da ich noch jede Menge Stoff in Türkis habe und außerdem gerne Taschen nähe, wird mein Kostüm also auch noch eine passende Tasche bekommen. Die Grundform ist schon mal klar, er soll eine Umschlagtasche mit Schulterriemen werden. Diese Form ist für mich ideal: Ich trage fast immer Lesestoff mit mir herum, möchte aber nicht, daß das Papier total zerknittert wird. Andererseits brauche ich genug Platz für spontane Einkäufe aus der "Mist, Butter muß ich auch noch kaufen und wo ich schon mal hier bin, nehme ich Milch und Käse auch noch mit"-Kategorie. Ein sicherer Platz für Geldbeutel und Schlüssel sollte drin sein und die Tasche muß sich gut öffnen lassen, damit ich auch in der Hektik der Kassenschlange meinen Krempel noch zügig finde. Somit ist die einfach Umschlagtasche eigentlich meine Lieblingsform. Zudem kann man den Umschlag variable gestalten und je nach Lust und Laune dekorieren. Zuerst braucht man natürlich einen Plan, für so eine Tasche. Mein Schema sieht folgendermaßen aus: Man braucht also ein Vorderteil und ein Rückenteil für die Tasche, die Länge ist a, die Höhe der Tasche b. Das Teil braucht man zwei Mal, logisch. Dann einen Taschenboden, der muß genauso lang wie die Tasche selber sein (also wieder a) und so breit, wie die Tasche tief sein soll, hier c genannt. Dazu zwei Seitenteile, die genauso breit sein müssen wie der Boden (c) und so hoch wie die Tasche (b). Das Umschlagteil kann man je nach Geschmack gestalten. Es muß natürlich wieder so breit wie die Tasche sein (also a), denn sonst regnets rein ;-), aber wie weit der Umschlag über das Vorderteil der Tasche reichen soll ist Geschmackssache. Mindestens so breit wie c, sonst geht es ja nicht drüber (oder die Tasche bekommt eine andere Form...) und nicht länger als c+b, sonst ist der Überschlag länger als die Tasche. (Es sei denn, man will das so... *g*) Und natürlich braucht die Tasche einen Schulterriemen um sie zu tragen. Da der an den Seitenteilen befestigt wird, darf er nicht breiter sein als c. Wie breit und wie lang man ihn haben will, probiert man am besten aus. Wie es halt bequem ist. Da der Träger erst zum Schluss angenäht wird, kann man das auch gut machen, nachdem die eigentliche Tasche fertig ist. Ich nähe meine Taschen immer mindestens DinA4 groß (weil Lesestoff oft dieses Format hat und ich auch mal einen Brief zur Post nehmen will), man kann die Tasche aber natürlich auch klein nähen, etwa für Kinder oder sogar als Gürteltasche. Meine bewährten Maße (Verwendungszweck siehe oben... ;-) ) sind: a=36cm b=29cm c=8cm Der Rest entscheidet sich dann spontan...
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Freitag, 6. Januar 2006
Mit dem heutigen Tag klingt die Weihnachtszeit ja allmählich aus. (Na gut, für Hardliner geht es noch bis Mariä Lichtmess, aber ich bin evangelisch. :-D) Die meisten Nachbarn haben ihre Lichterketten abgenommen oder schalten sie zumindest nicht mehr ein, die Nadelbäume liegen neben den Müllkontainern... aber ich will euch den gigantischen Advenzkranz nicht vorenthalten, den ich in Pegnitz gerade noch gesehen habe, bevor er abgebaut wurde.  Ein großes Werk, für so einen kleinen Ort... so kann man auch Wasser sparen, und der Brunnen sieht dennoch dekorativ aus, statt, wie anderenorts, Brunnen einfach jahrenlang stillzulegen mit einem trockenen Verweis auf die Haushaltskasse. :o) Wir werden unseren Baum noch übers Wochenende stehen lassen. Da es eine schöne Nordmann-Tanne ist, ist es eigentlich schade, sie wegzuwerfen, denn da nadelt natürlich noch nichts. Ganz im Gegensatz zu einer Fichte, die wir in Frankreich einmal hatten. Da im Pariser Umland Weihnachtsbäume schon Anfang Dezember geschmückt werden (der Adventskranz, als sehr evangelische Sitte, ist weitgehend unbekannt) sind die Bäume die man so kaufen kann bis zum heiligen Abend schon recht trocken. Und diese spezielle Fichte in unserem Wohnzimmer nadelte Anfang Januar schon so stark, daß sie vor Zugluft geschützt werden mußt... Ganz vorsichtig gelang es uns, den Baumschmuck zu entfernen ohne alle Nadeln über das Wohnzimmer zu verteilen. Ein Transport des Baumes durch Wohnzimmer, Flur und Treppenhaus nach unten erschien uns allerdings nicht mehr ratsam. Und so viel Lust auf Treppenhausputzen hatten wir auch nicht. So warteten wir die Dunkelheit ab und warfen den Baum dann über den Balkon zwei Stockwerke nach unten. Oben flog ein kompletter Baum ab, unten kamen ein vollständig leeres Astgerippe sowie ein Haufen Fichtennadeln an. :-D Das Astgerippe konnten wir problemlos zum Abholplatz bringen, der Nadelhaufen im Gras neben den entlaubten Böumen gab am nächsten Tag dem Hausverwalter offensichtlich einige Rätsel auf. ;-)
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Pegnitz
Donnerstag, 5. Januar 2006
Wie, früh dran?
Naja, äh.. nicht wirklich... wir sprechen vom Sommerkostüm für den Sommer 2005. :o)
Angefangen hatte ich ja zeitig, im Mai 2005 mit dem schönen, türkisen Baumwoll-Leinen von www.scherzkeks-stoffe.de. (Erwähnte ich schon, daß ich es farbig mag...?) Und eigentlich ging es zuerst auch ganz zügig voran, die Schnitte aus der Patrones mußten ein bißchen (Jacke) bzw. gewaltig (Rock) vergrößert werden, Ideen für die Ton in Ton Stickerei auf den Rockteil und dem Kragen hatte ich auch und nach einer annehmbaren Anzahl von Fehlversuchen wurde sie auch so, wie ich sie wollte.
Nur irgendwie... ich wollte ein Teilfutter in Jacke und Rock, damit das Kostüm auch an heißen Sommertagen zur Arbeit (keine Klimaanlage...) tragbar ist und das hatte ich so noch nie gemacht. (Und ganz ohne Futter wie der Schnitt es vorsah gefiel es mir auch nicht.) Alleine die Überlegungen, wie ich das im Detail machen könnte und will... und dann mußten natürlich die Nahtzugaben besonders versäubert werden. Einfach nur einkänteln... nein, das kann jeder und überhaupt... so schön sieht das doch nicht aus, oder?
Also wurden es eine Art Hong-Kong-Einfassungen (nur breiter, als man das gewöhnlich macht). Gemeinerweise muß man natürlich auch die Saumzugaben auf eine gleichmäßige Länge zurückschneiden, wenn diese nicht unter einem gnädigen Futter verschwinden....
Dazwischen kamen dann auch andere Sachen... ein Kleid für Nachbars Töchterlein, die auf eine Hochzeit eingeladen waren und die festlichen Kaufkleider für Kleinkinder zu rüschig fanden (Ich nähe ja gerne Babykleider...), der Urlaub, mit dem üblichen *oops* ich brauche ja noch... (Hosen, T-Shirt,...) Und im Urlaub war die Nähmaschine natürlich nicht mit dabei, da war ich viel zu beschäftigt mit Radfahren, besichtigen, Wein probieren, gut essen,... ;-)
Ab und an stichelte ich am Kostüm weiter (Futter von Hand einstaffieren, anders wäre es doch langweilig... *g*), der Kongress in Aachen stand plötzlich vor der Tür und ich mußte meinen Kurs vorbereiten... (von Kleinigkeiten wie "Arbeiten" oder "Haushalt" mal ganz abgesehen...)
Aber... es ist fertig. (Und die türkise Sonnenbrille habe ich schließlich auch erst zu Weihnachten bekommen, von meiner lieben Mama. Erstaunlich, wie schwierig eine Sonnenbrille in dieser Farbe zu finden ist. Also hätte ich es ja im Sommer eh nicht anziehen können, selbst wenn es fertig gewesen wäre... ;-) Und ich konnte gleich einige der Knöpfe, die über diesen Tauschring zu mir gefunden hatten einarbeiten.
Einer von den Knöpfen ist noch übrig. Zusammen mit den Stoffresten wird da wohl noch eine Tasche draus... mal sehen. Immerhin könnte die ja bis zum Sommer fertig werden.
Schließlich brauche ich noch einen Hosenanzug zur Kommunion meines Patenkindes und bei der Design-Challenge ist Ostern Abgabeschluss.
*schluck*
Mittwoch, 4. Januar 2006
... zum Nähen ist natürlich nicht immer an der Theke. ;-) Was also braucht ein perfekter Nähplatz?
Zuerst natürlich Platz, zum Zuschneiden, zum Sachen auslegen und testen, für die Maschinen... dann auch eine vernünftige Nähmaschine, eine Overlock schadet zumindest nicht. Und... am allerbesten sollten Stoffe, Zubehör, Schnitte, Reißverschlüsse, Knöpfe,... in unbegrenzter Menge und großer Auswahl griffbereit liegen.
Bei mir Zuhause sieht das allerdings nicht so aus: Zuschneiden auf dem Fußboden, Zubehör muß rausgegruschtelt werden, Stoffe aus den Untiefen meiner Truhen gefummelt und wieder reingeräumt und natürlich ist nie ein Knopf in der passenden Farbe und Größe da.
Aber ich habe ja meine Freundin in Aachen, die dort ein Stoffgeschäft hat. :-D Eine Stoffhändlerin als Freundin heißt nun nicht, daß ich alle ihre Stoffe mal eben kostenlos probenähen dürfte.. ;-) aber sie hat einen Kursraum für Nähkurse, Zuschneidetisch, Nähmaschinen, Overlock,... Und genau da, im Scherzkeks-Stoffe Laden, habe ich heute einen schönen UND produktiven Tag verbracht.
Und gekaufte Stoffe, die verarbeitet Zuhause eintreffen verstoßen auch nicht gegen mein "die Truhe ist voll Stoffkauf Verbot". Ein Shirt ist ein Shirt, kein Stoff. :-)
Dienstag, 3. Januar 2006
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die ungeliebten Flick- und Reparaturarbeiten?
Richtig: Sofort. Oder nie. (Und wer hat jetzt keinen Korb, keine Ecke, kein Fach aus dem Teile entgegengrinsen, die inzwischen nicht mehr passen, hoffnungslos altmodisch sind oder an denen der Zahn der Zeit derart genagt hat, daß sie jetzt nicht mehr reparabel sind?)
Deswegen habe ich heute beim Bettwäschewechseln die beiden Knöpfe, die gerade auf dem Weg waren, stiften zu gehen sofort mit ein paar Handstichen wieder eingefangen. (Maschinenangenähte Knöpfe lösen sich ja immer irgendwann. Die Frage ist nicht "ob" sondern nur "wann". ;-) ) Bevor ich die Bezüge in den Wäschesammler gesteckt habe.
Das war die heldenhafte Tat zum neuen Jahr. :o)
Montag, 2. Januar 2006
Kaum bin ich mal ein paar Tage auf Familienbesuch und ohne Internet (ich könnte ja, aber es muß eigentlich nicht sein...), schon sieht das Blog ganz anders aus. Tuxedo hat wohl keinen Weihnachtsurlaub gemacht. ;-) Also mache ich jetzt auch mal Tapetenwechsel und probiere mal andere Layouts aus. Mal sehen, wo das Blog am Ende ankommt....
Die Kommentarfunktion mußte ich übrigens deaktivieren, weil Kommentare schon vollgespammt wurden. Mal sehen, ob sich das gibt, wenn es eine Weile nicht mehr geht...
Mit der Sylvesterfeier und dem neuen Jahr sind ja viele Rituale verknüpft, von Bleigießen bis Sekttrinken. Allerdings habe ich mich heute einem anderen Ritual gewidmet: Dem Friseurbesuch.
Dieser läuft, inklusive des Gesprächs mit der schneidenden Fachkraft (die wechselnd ist, da ich zu einem Kettenfriseur gehe), nämlich auch immer gleich ab. Beim Blick auf meine gesplissten Haare kommt die immer gleiche Frage: "Tragen sie die Haare immer mit Haarspange/ Haargummi?" (Je nach dem was an dem Tag gerade die, ebenfalls wie immer dringend frisierbedürftigen Strähnen, notdürftig in Form hält.) Und wenn ich an der Stelle nicht gut aufpasse, dann kommen die nächsten zehn Minuten die immer gleichen guten Ratschläge, wie ich Spliss vermeiden könnte und danach weitere zehn Minuten eifriges Anpreisen der Haarkuren und Spülungen der jeweiligen Firma.
Die armen Frauen können ja nichts dafür... aber ich weiß, daß meine Haare eigentlich zu fein sind, um sie länger als sagen wir streichholzkurz zu tragen (wenn sie splissfrei sein sollen). Und ich weiß, daß Kuren und Spülungen dem noch etwas entgegen wirken könn(t)en. Wenn ich die Zeit hätte, es anzuwenden. ("Oh, schon kurz nach Mitternacht? *gähn* Jetzt aber ganz schnell Duschen und ist Bett.") Oder drandenken würde. :o) Also lebe ich halt mit dem Spliss. Und den rituellen Gesprächen mit Friseurinnen. ;-)
Geschrieben von arthur um 18:57 Uhr in Allgemein
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