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Donnerstag, 27. April 2006

Revue de Presse: burda Modemagazin 5/2006

Als Kontrast zu dem grauen Wetter vor dem Fenster lacht mich der Titel diesmal in grün-blau Tönen an. Andererseits... Aqua-Töne und Regen... doch das gleiche Element. ;-)

 

Das Editorial... ach ja, wieso tragen angeblich so "Kreative" nur bevorzugt die langweiligste (Nicht)Farbe dieses Planeten die überdies die allermeisten Menschen locker zehn Jahre älter aussehen lässt? Ich meine, wenn man 16 ist, ist der Wunsch ja nachvollziehbar, aber warum sollten Frauen jenseits der 30 den Wunsch verspüren wie eine gut gehaltene Mittsechzigerin auszusehen?

 

Gut, schwarz ist edel, weil teuer und schwer zu färben. Also war es mal. So im Mittelalter. Aber wir leben im Zeitalter der chemischen Farben. Dann war es die Farbe der streng religiösen, mal katholischerseits, mal protestantischerseits. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts war schwarz sogar mal Avantgarde. War. Wenn Dinge wiederkommen, die in der Vergangenheit schon mal "in" waren, nennt man das normalerweise "retro". Nur bei schwarz soll es "cooles Understatement" sein.

 

Jedenfalls... schwarz, so sagt man uns, ist diesen Sommer wieder Trend. (Und natürlich ist es praktisch für Vielreisende: keine Kombiprobleme und da man nicht jeden Fleck sofort sieht, sehr fürs kleine Reisegepäck geeignet... g

 

Freundlicherweise beginnt der Hauptteil dann aber doch bunt, mit den Aqua-Tönen. Die ich sehr schön finde, die mir aber (zumindest die grünen davon) so gar nicht stehen. (Andererseist... vielleicht finde ich was für die grüne Dupion-Seide, die bei mir schon ewig in der Truhe lagert...). Das "Lieblingsmodell C" könnte mich ja wirklich locken. Besonders der Rock... in den Anleitungsteil blätter diese Reißverschlüssse... rasante Linienführung... Einfach toll! (Nicht meine Größe, leider..... Und über mindestens zwei Größen vergrößern ist dann schon... knifflig.)

 

Sieht das am Leinenkleid eigentlich nur so aus oder sind die Teilungsnähte etwas wellig? Und der Armausschnitt... steht der hinten ab? Dzdzdz... nicht die Ausschnitte dehnen, beim Nähen... Bluse mit hochgesetzter Taille und Puffärmeln... hm... nein, sieht auch am Model aus wie "zu kurz" geraten. Das Kleid in Wickeloptik wäre wirklich toll, mal im Stehen zu sehen. So auf die Bank gefletzt ist es doch sehr schwer die Wirkung zu sehen.

 

Wickelshirt mit Ballonrock... in Kiwigrün mit Blau. Naja... das Schlauckleid mit den Teilungsnähten ist hingegen wieder reizvoll. Also falls ich irgendwann mal 30 Kilo abnehmen sollte. Was ich aber nicht hoffe, dann dann wäre ich ziemlich krank, glaube ich... Aber der geflochtene Bändchenrand... könnte man ja mal für was anderes verwenden... Und dann noch mal die Designdetails in groß... also dieser Rock, diese Reißverschlüsse... schwärm

 

Für die "Best Basics" gibt es dann (weitgehend) die gleichen Schnitte noch mal, nur in grau mit rosa, sehr zart. Kann mir mal jemand verraten, bei welchem Wetter und zu welchem Anlass man zu einem Hosenanzug mit langen Beinen und langen Ärmeln in einer doch eher Business-Farbe hochhackige drei Lederriemchen Sandalen an den nackten Füßen trägt? Ich meine, wenn es so kalt ist, daß ich eine warme Jacke brauche, dann brauche ich auch Socken. Wenn es so warm ist, daß ich meine Füße nackt lassen möchte, dann brauche ich keine Jacke. Und "hallo, ich bin ein hilfloses Weibchen"-Schuhe im Büro... muß ja nicht sein, oder verstehe ich da was falsch?

 

Was haben wir noch... nettes Shiftkleid. Oder eher Trägerkleid? Bluse mit Raffung vorne, Lochmusterjäckchen zum selberstricken... und wieder dieser obersuper Rock, auch in Grau perfekt!

 

Schock Knallfarben und Riesenblumen als Kontrast beim Umblättern. Hey, mit so was kann nach dem zarten rosa-grau doch keiner rechnen! (Bäh hat das Cacharelkleid einen häßlichen Stoff...) Und ne, dieses Blumenmonster wird nicht mein "Lieblingsmodell"... Bis Größe 46 darf frau immerhin noch ein Hemdblusenkleid tragen... Wo haben die nur so gruselige Blumenmuster herbekommen? Keine Gefahr, daß ich den Originalstoff haben will. Oh, ein schmales, elegantes Kleid auch bis Größe 46. Mit erhöhter Taille... Der Ausschnitt vielleicht etwas groß, aber das kann man ändern. Und anliegend sollte er auch zu bekommen sein... Ach so, wieder Elastikgabardine. Ach nö, Elastik finde ich nie was schönes und was nehme ich da als Futter?

 

Aus dem Kleid 123 ließe sich auch was arbeitstaugliches machen... Mist wieder nur bis 44. Das Kleid daneben sieht so aus, als würde der Rücken nicht gut passen.... naja, gefällt mir eh nicht. Ich glaube, ich habe irgendwo noch alte Schnitte mit Strandmode aus den 70ern... irgendwie erinnert mich das daran...

 

Das Wickelkleid hat sogar eine hübsche Farbe. (Na gut, ich liebe Rot...) Aber Wickelkleider nähe ich mir nicht mehr, da steht man immer mehr im Freien,als mir das lieb ist. (Und wenn das Model Sandalen trägt, die offensichtlich ein paar Nummern zu groß sind... oder hat man das jetzt? Die Sandale, die 7cm länger ist, als der Fuß? g)

 

Modell 110 mit Puffärmeln und einer weiteren Variante eines der häßlichsten Blumenstoffe der Welt holt wohl eher das schlechteste aus jeder Frau raus. Wenn es am Model schon irgendwie plump aussieht...

 

Stylingvorschläge diesmal für das rote Wickelkleid. Das interessanterweise einen ungefähr komplett anderen Farbton hat, als auf dem anderen Bild... Ja, rot mit weiß oder rot mit schwarz ist wahnsinnig innovativ. Aber dafür tragbar. Wie das meiste, was man bei C&A bekommt halt auch... (Ne, das klingt jetzt nicht nur so, als ob es mich nicht vom Hocker gerissen hätte...)

 

Nun geht es aber endlich in schwarz weiter... die Puffärnmel-Bluse macht definitiv eine miese Figur, egal bei welchem Model und in welcher Farbe... (aber der Hut! ich liebe Hüte!) Und der Rest... das Wickelkleid sieht auch in schwarz gut aus, das Schlauchkleid aus... aber let"s face it, an schwarz sind Details eh verschwendet, man sieht eh nichts. Bis auf die schwarzen Rüschen in der Schnellbastel-Abteilung. Rüschen auf der Krawatte, Rüschen am Handgelenk... ne, muß nicht sein... auch nicht in schwarz...

 

Der Workshop zum Thema Jersey enthält wieder keine Neuigkeiten, aber es ist eigentlich alles drin, das man dazu wissen sollte.

 

Leserbriefe... der obligatorische Brief mit der Frage zu Schuhen in Untergrößen... kommt der einmal im Jahr oder nur alle zwei Jahre? Turnusgemäß halt... Make-Up Trends... na gut, mal kurzen Blick auf die Farben kann ich ja riskieren... oh, viele bunte Pastelltöne ums Auge herum... ich fühle mich wieder sehr jung... das war schon mal "in", als ich mit meiner Mutter um den Besitz des ersten Lidschattebs kämpfte... Werbung für Pflegeprodukte, für Zahn-Bleaching, für Wandern... (? Für Wandern? Sollte das wirklich Trend sein? bäh, ohne mich. Ich hasse Wandern. Ich komm vom Land...)

 

Romatische Kombi in Kurzgröße... nett, aber weder meine Länge noch meine Breite... (der Teil kommt ja noch...) Gäbe aber in weiß sicher auch ein nettes Hochzeitskleid mit Jacke ab.

 

Bei dem Scherrer-Model gefällt mir eigentlich fast Bärbels improvisierte Variante besser. Genauer Blick aufs Bild ... den Ausschnitt.. den haben die fürs Photo aber auch geklebt, oder?

 

Maßschnitt... blätter diesmal von ausgesuchter Langeweile... Ah, wieder ein Leserinnen-Modell. (Äh... war da letzten Monat eines? Kann mich gar nicht erinnern...) Diesmal aber eher "zahm". Nö, waren schon spannendere Sachen dabei...

 

Der PLUS-Teil ist diesmal sehr indisch inspiriert. Sehr indisch... die erste Kombi ist mit dann doch etwas zu sehr "shalwar-kameez", wenn auch mit Rock statt shalwar... Die Tunika ist ganz gerade und die Stickerei und die Steinchen doch schon etwas aufdringlich. Dafür mal Schnitte, für die man kein Elasthan braucht... hat auch was. (Und wie man aus einer Gummizughose eine mit Abnähern macht habe ich ja inzwischen rausgefunden!)

 

Nur diese Kaftan-artige Tunika... die könnte so als schnelles Urlaubstück oder zum Zuhause rumhängen ganz nett sein. Kaftan halt, aber doch etwas netter. Der Stoff ist häßlich, aber Silvia hatte da doch noch so einen schönen Seidenchiffon... Naja, erst mal die anderen Pläne nähen, bevor ich wieder Stoff kaufe. Truhe voll und so.

 

Uiiää... noch mehr Stickerei. Hellblau auf braun und auch noch von Hand. Nönönö... das geht ja gar nicht. Die Schnitte als Basisschnitte... gut, aber das Design, die Farben... nönönö...

 

Dafür wird der Babysommer wieder fröhlich bunt. Andererseits... schwarz hat sich in der Babymode als Trend noch nicht durchgesetzt, oder? Komisch, eigentlich, wären doch die Probleme mit Karotten- oder Spinatflecken endlich Vergangenheit... ;-)

 

Und wie soll die Wohnung dekoriert werden? Oh, Asia ist über einen Restkarton mit Knallfarben gestolpert. Nun gut, rosa mit orange, hellgrün und türkis kann man sicher machen. Muß man aber nicht. :o)

 

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Geschrieben von arthur um 10:40 Uhr in Presseschau

Mittwoch, 26. April 2006

Vogue: The Vogue Woman 7662

So, nach dem ausführlichen Drama um die Herstellung nun auch die Bewertung... (Bild der Schnittüte und der Anfang der Geschichte in diesem Artikel)

Der Schnitt beinhaltet Jacke, Hose und Rock, also die Variante Kostüm und Hosenanzug. Mir hat von vorneherein die Hosenanzugvariante besser gefallen, weil das die streckende Linienführung der Jacke besonders gut zur Geltung bringt. Deswegen "musste" ich ihn vor zwei Jahren in den USA einfach kaufen. Gerade im Plus-Bereich bekommt man so was ja eher selten. Genäht habe ich daher auch Jacke und Hose.

Es ist ein Mehrgrößenschnitt in den Größen 20, 22, 24 (entspricht ungefähr den deutschen Größen 46 - 50)

Material war rehbrauner Baumwollcanvas (offizielle Farbbezeichnung "wood"/images/emoticons/mozilla_wink.gif von Scherzkeks-Stoffe in Aachen mit rotem Veneziafutter von Rieckmann-Kurzwaren.

Bei der Hose habe ich erst einmal eine Probehose in 24 genäht, was meinen Maßen entsprochen hätte. Diese war so bombastisch zu groß, daß ich sie dann gleich eine Nummer kleiner, also in 22 zugeschnitten und genäht habe.


Die Hose ist an sich einfach zu nähen, einzige Schwierigkeit sind die Abnäher die zur Seitennaht hinlaufen und als Hingucker ein schönes Detail sind, aber deswegen zum anderen sehr sauber gearbeitet werden müssen und überdies eine nachträgliche Anpassung an die Figur sehr erschweren. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifaher die Probehose, mache ich sonst eher nicht.)

Verändert gegenüber dem vorgesehenen Schnitt habe ich, daß ich bis auf die mittlere Hosennaht alle Nähte von beiden Seiten mit rotem Stickgarn abgesteppt habe und in die rechte Seitennaht eine Tasche mit Naht-RV eingebaut habe. Weiterhin habe ich nur bis zum Knie gefüttert und in der Taille statt eines festen Bandes mit einem Gummi verstürzt. Ach ja, den Reißverschluss in der hinteren Mitte habe ich verlängert, wegen einer großen Taillen-Hüftdifferenz wird das Anziehen dann einfacher.

Die englische und klar bebilderte Anleitung war klar und ich habe mich bis auf die oben genannten Änderungen daran gehalten.

Das Absteppen machte es aufwendiger, die Tasche mit Reißverschluss in einer abgesteppten Naht machte es schwieriger. Aber mit etwas Nachdenken und einigen Blicken in meine Nähbücher kam ich zu einem guten Ergebnis. Gummi statt festes Band in die Taille mache ich immer, weil das meine normalen Gewichtsschwankungen gut ausgleicht. Angezogen sitzt die Hose dann glatt, also nicht gekraust wie mit Gummizug sonst.

Wobei sich das mit dem Gummizug bei dieser Hose als ausgesprochen nützlich erwiesen hat, denn als sie fertig war, war sie immer noch zu groß. (Ich habe über die Fastenzeit ohne Diät 4 Kilo abgenommen.) Der Abbildung nach hätte ich eine schmalere Hose erwartet. Dafür ist sie kürzer, als nach dem Bild zu erwarten gewesen wäre. Noch okay, aber zwei Zentimeter mehr wären auch nicht schlecht. Dem Bild nach hätte ich so fünf Zentimeter mehr erwartet.

Die Jacke habe ich in 20 genäht, die Hüften auf 24 erweitert. Meine anderen üblichen Änderungen: im Oberteil um ca 1,5cm kürzen und die Schultern einen Zentimeter verschmälern. Von den Maßen her wäre ich bei der Oberweite zwischen 18 und 20 gewesen und das Bild zeigte eine schmal sitzende Jacke. Also entschied ich mich für die 20.

Geändert habe ich die Ziersteppung und Taschen mit NahtRV in den beiden vorderen Teilungsnähten.

Hier habe ich mich gar nicht an die Anleitung gehalten, sondern die Jacke nach meinem "üblichen" Bauplan zusammengebaut, eine Ärmelstütze eingenäht und das Futter von Hand einstaffiert. Man kann es sicher auch nach der Anleitung machen, nur das Annähen des Kragens finde ich nicht ganz eindeutig beschrieben. Da hätte ich mir etwas Entscheidungshilfe erhofft, weil ich nicht recht wußte, wie ich es machen sollte und wollte. (Ich habe zuerst die vorderen Besätze angenäht und dann den Außenkragen des bereits verstürzten Kragens an die Jacke. Danach habe ich die Besätze eingeschlagen und am inneren Kragen die NZG nach innen gelegt. Durch die Ziersteppung wurde das dann alles befestigt.)

Die Ärmel habe ich im ersten Versuch verkehrt herum angenäht und war mir sicher, die Passzeichen beachtet zu haben. Eine erneute Kontrolle auf den Schnittbogen zeigte, daß der Fehler offensichtlich bei mir lag.

Im Ergebnis ist die Jacke wie auch die Hose etwas weit. Zwar bin ich durch die Gewichtsabnahme jetzt wieder deutlich näher an der Größe 18, aber ich behaupte mal, so schmal wie auf der Zeichnung fällt der Hosenanzug aber einfach nicht aus.

Trotzdem gefällt mir das Ergebnis sehr gut, besonders meine Idee, die Nahtführung durch die Ziersteppung zu betonen. Was mir am Schnitt nicht so gefällt ist, daß keinerlei Taschen vorgesehen sind, weder in Jacke noch in Hose. Das mag elegant und einfach sein, aber absolut untauglich für meinen Alltag.

Empfehlen würde ich den Schnitt auf alle Fälle, ich denke nicht nur in der großen, sondern auch in den kleinen Größen. Noch mal nähen werde ich ihn aber eher nicht. Die Abnäherlösung der Hose ist witzig, aber nicht mehr, wenn ich damit in Serie gehe. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifann doch eher noch den Rock dazu, ein Stoffrest wäre noch da. Andererseits würde der auch noch für was größeres reichen....) Die Jacke kann ich mir aber wegen der Schnittführung als Basis für eine andere Jacke durchaus vorstellen.

Und: Ja, ich weiß, das Photo ist schrecklich. Aber wenn ich drauf warte, daß ich mal Zeit habe, eine gutes zu machen oder gar, bis jemand anderer eines machen kann... dann passiert das nie. Also besser so. Das Bild von der Schnittüte ist ja auch abrufbar.)

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Geschrieben von arthur um 10:11 Uhr in Schnitte nach denen ich genäht habe und was ich davon halte

Montag, 24. April 2006

Patentantes Kommunionanzug: Unglaublich...

... aber wahr. Der Anzug wurde fertig. Pünktlich.

Sogar noch vor Mitternacht am Samstag. :-) (Bild kommt dann demnächst mit der Schnittkritik)

Sogar der Geschenkgutschein für das Kommunionkind war vor Mitternacht noch fertig.

Jetzt muß ich mich heute erst mal dringend um meinen Garten kümmern, wo der Frühling doch da ist. Und das Unkraut spriest. Mal gucken, ob drunter auch noch was von dem da ist, was da wachsen soll... ;-)

Geschrieben von arthur um 13:47 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Samstag, 22. April 2006

Patentantes Kommunionanzug: Fünf vor, acht zurück. - Tft?

Oder "reicht mir den Nahttrenner und verstopft euch die Ohren, wenn ihr keine Flüche hören wollt".

Mir war ja vorgestern Nacht schon aufgefallen, daß die Jackenärmel irgendwie... seltsam aussahen. Gestern wurde mir dann klar, daß die Abnäher an den Ärmeln wohl auch eher hinten sein sollten, nicht vorne... Ich meine, die Passmarken, von wegen einfach Clips und Doppelclips, die stimmten, der Ärmel ließ sich auch einwandfrei so einsetzen, die Armkugel fiel sehr schön... was alles nichts an der grausamen Wahrheit änderte, daß die Ärmel andersherum hineingehörten.

Das Problem war nur (mal vom Zeitproblem abgesehen), daß nachdem die Nahtzugaben mal beschnitten sind (und im Unterarmbereicht sind das dann nur knappe 6mm die bleiben) und dadurch die Paßmarken natürlich auch fehlen, die Aussichten, die Ärmel jemals wieder auch nur halbwegs ordentlich hineinzubekommen ungefähr null sind. Zumindest bei mir. Eigentlich habe ich ja eher zwei linke Hände, das muß ich zugeben. :-(

Also habe ich mir den Tag über eingeredet, daß es außer mir keiner sehen würde, daß es eh nicht auffallen würde, wenn ich die Jacke mal anhätte und mich bewegen würde, usw. pp. und habe die Schulterpolster eingenäht und das Futter einstaffiert.

Bis mein Mann am Abend auf meine Frage hin meinte, naja, es sähe schon etwas seltsam aus. aaahrrrgrrgrrwrfxblzk Und wenn ihm das auffällt...

Also griff ich gestern Abend doch zum Nahttrenner und trennte das Futter an den Armausschnitten ab, entfernte die Ärmelstütze, die Schulterpolster teilweise und trennte die Ärmel raus.

Um sie von Hand wieder einzunähen. Unter die Maschine hätte ich das nie ordentlich gefuzelt bekommen. Leider war der gestrigen Bollywood-Schinken einer der kürzeren, so daß ich noch eine Folge Buffy nachschieben mußte (War das Freitag Abend Fernsehprogramm schon immer so mies?!?). Danach war wenigstens ein Ärmel wieder drin.

Der zweite kam heute Mittag. Die NZG im Unterarmbereich sind mit ein paar Litern Fray Check hoffentlich ausreichend stabilisiert.

Bis heute Abend habe ich also noch Zeit um:

  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.

  • Futter kürzen.

  • Futtersaum anstaffieren.

  • Ärmelfutter kürzen.

  • Ärmelfutter anstaffieren.

:-(

Da hilft Tchakka wohl auch nicht mehr. :-(

Immerhin: Die Hose ist fertig. (So wie meine Nerven... )

Geschrieben von arthur um 16:03 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Freitag, 21. April 2006

Patentantes Kommunionanzug: bangen oder hoffen?

Da außerdem mein Schatz sich gestern um das Abendessen gekümmert hat (Nudeln mit Soße kann er schon sehr gut!), konnte ich tatsächlich einiges Wegsticheln.

Vor der Glotze geht das ganz gut. (Allerdings... was lief eigentlich? Ich kann mich schon nicht mehr erinnern...)

Die to do Liste der Hose ist also geschrumpft auf

  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, Haken und Öse anbringen.

  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Ein Schritt pro Tag... die wird fertig.

Die Jacke hingegen... (Nein, Bärbel ich werde sie nicht mit den Nähten nach außen tragen. Ein Grund warum ich nähe ist, damit ich nicht häßliche Sachen anziehen muß, nur weil die Modeindustrie beschlossen hat, daß mir das gefallen muß... /images/emoticons/mozilla_smile.gif )

Immerhin ist es mir gelungen, das Problem der Ärmelstütze zu lösen. Normalerweise nehme ich ja Watteline, nur Wolle ist in einer Jacke, die auch gewaschen werden kann nicht so optimal.

"Flannel" schlägt mein Nähbuch vor... doch, habe ich irgendwann auch schon mal verarbeitet, aber da ist nichts mehr in der Restekiste. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifas war mal ein Kinderkleid und der Stoff ging ziemlich genau auf...) Und mein Schatz weigerte sich komischerweise, sein einziges derartiges Hemd zur Verfügung zu stellen. Dabei hätte ich ihm ja einen anderen Stoff in die Lücken genäht... Männer sind komisch. :o)

Beim Blättern im Nähbuch kam mir dann doch noch eine Idee: Volumenvlies! Ich habe vor langer Zeit mal eine Quiltdecke gemacht.... und gruschtel gruschtel ja, da ist noch ein Rest. Reicht ziemlich genau... Und das Ergebnis sieht sehr gut aus. Das werde ich künftig öfter so machen.

Was bleibt also noch zu tun?

  • Schulterpolster einnähen.

  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.

  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.

  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.

  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.

  • Futter am Armausschnitt anheften.

  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.

  • Futter kürzen.

  • Futtersaum anstaffieren.

  • Ärmelfutter kürzen.

  • Ärmelfutter anstaffieren.

Die Liste ist noch bedenklich lang... bleiben 5,5 Arbeitsschritte pro verbleibendem Tag. Das könnte knapp werden. Also Fingerhut gesucht und ab vor die Glotze!

Geschrieben von arthur um 13:40 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Donnerstag, 20. April 2006

Patentantes Kommunionanzug: Bonus-Zeit!

Ein entschiedener Vorteil des Freiberuflerdaseins besteht darin, daß man, wenn die Klienten kurzfristig absagen, immerhin nicht gelangweilt den Schreibtischstuhl wärmen muß, sondern einfach was nützliches machen kann.

Und so bekomme ich heute unverhofft einige Stunden Zusatzzeit!

Also auf zur Tagesbilanz:

Noch zu tun an der Hose:

  • Hose säumen.

  • Saum schmal absteppen.

  • Futterhose von Hand auf Reißverschluss nähen.

  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, evtl. Haken und Öse anbringen.

  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Macht auf zwei verbleibende Arbeitstage gerechnet 2,5 Arbeitsschritte pro Tag. Klingt wirklich gut.

Das Teilepuzzle der Jacke hat sich auf vier reduziert. Auf dem Bügel sieht die Jacke sogar schon fertig aus, alles was noch zu machen ist, ist innen. (Ich bekenne, der unheilige Gedanke sie notfalls so zu tragen überkommt mich gelegentlich... ) Es gab keine größeren Probleme gestern und das Absteppen der Armansatznaht war viel einfacher als erwartet.

Zu tun bleibt trotzdem:

  • Schulterpolster einnähen.

  • Ärmelstütze einnähen, wenn ich noch geeignetes Material finde. :-/

  • Besatz unsichtbar anhexen.

  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.

  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.

  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.

  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.

  • Futter am Armausschnitt anheften.

  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.

  • Futter kürzen.

  • Futtersaum anstaffieren.

  • Ärmelfutter kürzen.

  • Ärmelfutter anstaffieren.

Macht 6,5 Arbeitschritte pro Tag. Hilfe! Ich falle zurück! Also... der Versuchung, weiterzusurfen tapfer widerstehen (nicht mal eben die neue Ausgabe von Knitty lesen, sondern ab an die Maschine.

Oder wohl eher ans Sofa, denn jetzt kommt vor allem Handarbeit... (Was kommt im Fernsehen?)

Geschrieben von arthur um 17:00 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Mittwoch, 19. April 2006

Patentantes Kommunionanzug: Theoretisch geniale Verschlusslösung....

.. oder "reicht mir das Beißholz" ahrg

Die Jacke ist ja irgendwie schön "pur", ohne Schnörkel und Schnickschnack. Deswegen hätten mir vorne auch keine Knöpfe gefallen, das hätte die Linie zerstört. Vorgesehen waren auf die Belege aufgenähte Druckknöpfe. Aber irgendwie gefiel mir das auch nicht. Ich zumindest habe meine Jacken auch mal offen und einfach nur so Druckknöpfe drauf... sieht auch nicht wirklich schön aus. (In braun gibt es die ja nicht.)

Deswegen war ich auch so glücklich gewesen, daß ich diese flachen Magnetverschlüsse gefunden hatte. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifie es leider schon wieder nicht mehr gibt und die auch nicht mehr nachbestellt werden können, weil der Großhändler sie auch nicht mehr hat. :-( )

Der ursprüngliche Plan war, sie unter die Belege zu nähen. Ein Test mit Stoffstücken hatte ergeben, daß sie auch durch zwei Stofflagen hindurch magnetisch sind.

Also habe ich, da ich nur vier statt der vorgesehenen sechs hatte, die nach Gutdünken auf dem Stoff "verteilt" und mal festgesteckt.

Erste Versuche mit der angezogenen Jacke ergaben, daß das mit dem "Halten" durch zwei Stoffschichten an einer Jacke vielleicht doch nicht so gegeben ist. Frau bewegt sich ja mal. Und... ohne sie zu sehen war es schon schwierig genug, sie überaupt übereinander zu bringen.

Was tun?

Nun, ich dachte, kleine Löcher im Stoff könnten das verbessern. Also habe ich in jede Seite vier kleine Löcher gemacht. Von Hand! Ganz ehrlich: Schön ist anders. Canvas ist zu dick und zu steif, um sich schön weglegen zu lassen und Nähgarn vielleicht etwas dünner als gewünscht. Aber was anderes in der Farbe hatte ich nicht. Daß das Nähgarn im Farbton exakt zum Stoff passt machte es nicht einfacher. :-/

Dummerweise hatten die mühsam gestichelten Löcher nicht den gewünschten Effekt, denn durch den dicken Stoff war um jedes Loch ein relativ dicker Rand, so daß die Magneten jetzt weiter voneinander entfernt waren als vorher. (Ich hätte in Physik besser aufpassen sollen... Aber wer rechnet denn damit, daß das mal noch nützlich werden kann? :o) )

Plattklopfen mit dem Hammer brachte bedauerlicherweise keine signifikante Verbesserung.

Also habe ich auf einer Seite die Magnetverschlüsse halt doch sichtbar angenäht. Auf die Löcher. die dadurch immerhin verdeckt sind. aaahrrrgggrr

Jedenfalls hat mich das gestern den größten Teil des Tages beschäftigt... mal sehen, wie die Gesatbilanz aussieht:

Die Hose besteht jetzt nur noch aus einem Teil.

Noch zu tun:

  • Obere Kante mit breitem Gummi verstürzen.

  • Obere Kante schmal absteppen.

  • Hosensaum versäubern und zwar mit dieser Technik.

  • Hose säumen.

  • Saum schmal absteppen.

  • Futterhose von Hand auf Reißverschluss nähen.

  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, evtl. Haken und Öse anbringen.

  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Bei drei verbleibenden Nähtagen macht das 2,67 Arbeitsschritte pro Tag. Hey, das ist eine leichte Verbesserung! Ich liege gut im Rennen. (Wobei... ein Arbeisschritt wurde nicht wirklich erledigt, sondern wegen "gefällt nicht" weggelassen...)

Die Jacke besteht noch aus sechs Einzelteilen.

  • Ärmelsäume schmal absteppen.

  • Saum von Hand nähen.

  • Saum und Jacke einmal rundum absteppen.

  • Ärmel einnähen.

  • Armausschnitt schmal absteppen.

  • Schulterpolster einnähen.

  • Ärmelstütze einnähen, wenn ich noch geeignetes Material finde. :-/

  • Besatz unsichtbar anhexen.

  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.

  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.

  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.

  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.

  • Futter am Armausschnitt anheften.

  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.

  • Futter kürzen.

  • Futtersaum anstaffieren.

  • Ärmelfutter kürzen.

  • Ärmelfutter anstaffieren.

Macht sechs Arbeitsschritte pro Tag. Nicht ermutigend. Aber wenn nicht wieder so arbeitsaufwendige Fehlplanungen passieren, könnte es zügiger weitergehen. hoff

Geschrieben von arthur um 14:58 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Dienstag, 18. April 2006

Patentantes Kommunionanzug: Meine persönliche Challenge

So, nach der Feiertagsnähpause ist zumindest eines klar: Ich will den Hosenanzug bis Sonntag fertig bekommen. Nicht so mal vor mich hinwerkeln und sehen, ob es klappt.

Vier "Nähtage" (den heutigen eingeschlossen) habe ich noch. Rein arithmetisch bedeutet das zähl, daß ich pro Tag 2,75 "Verarbeitungseinheiten" an der Hose schaffen muß und 5,5 an der Jacke.

Das mit der Hose sieht hoffnungsvoll aus, obwohl ich mich da heute morgen beinahe wieder mal selber ins Bein geschossen hätte, als ich den abgeschnittenen aber nicht verriegelten Reißverschluss für die Anprobe schwungvoll öffnete. :-( Aber ich habe zum ersten Mal in meinem Leben erfolgreich einen RV-Schlitten wieder aufgefädelt. Und ich werde großzügig darüber hinwegsehen, daß die Hose etwas zu weit ist. (So viel zum Thema "Probehose". Hilft gar nichts, wenn man drei Kilo abnimmt, bis die Hose dann fertig ist.) Wegen der Tasche und der Absteppungen in der Seitennaht und der ungünstigen Position der Abnäher kann ich sie auch nicht mehr mit vertretbarem Aufwand enger machen. An der Mittelnaht kann ich immerhin vorne noch korrigieren. Der Rest bleibt so, für die nächse Gewichtszunahme. Kommt bestimmt früher oder später.

Die Jacke hingegen... okay, weniger Forum, weniger Chat (da haben sie mir heute durch geschickte Wahl eines ausgelutschten und langweiligen Themas den Ausstieg immerhin leicht gemacht) und mehr nähen...

Ärmel hochkrempel

Geschrieben von arthur um 14:33 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Freitag, 14. April 2006

Patentantes Kommunionanzug: Zwischenbilanz

Heute habe ich die Nähsachen erst einmal weggepackt. Am Karfreitag wird sowieso nicht genäht, das passt für mich nicht. Und morgen bekommen wir Besuch bis Montag. Zwei Erwachsene, drei Kinder. Ich habe versucht, alle Stecknadeln zu finden, zumindest in dem Zimmer, in dem die Kinder schlafen werden....

Tja, was macht der Anzug? Gute Frage... jedenfalls habe ich mein Talent Dinge aufwendiger zu gestalten erneut bewiesen. :o) Jede Naht beidseitig mit Stickgarn absteppen bedeutet natürlich auch: Jedesmal Faden wechseln und, weil es halt doch einen Tütscher schöner wird, auch die Nadel mit. Eigentlich geht das ja auch schnell, aber meine Teilungsnähte haben ja Taschen. Taschen mit Nahtreißverschlüssen. Und der Grat zwischen "Nahtreißverschluss schmal absteppen" und "Verflixt, jetzt habe ich schon wieder die Spirale zugenäht" ist schmal. Sehr schmal. (Ein Loblied auf den Erfinder des Nahttrenners!)

Also die Hose besteht schon nur noch aus zwei Einzelteilen: der Futterhose, die fertig genäht und gesäumt ist und der Stoffhose, deren beiden Hosenteile vermittels des (Naht)Reißverschlusses schon zusammenhängen.

Noch zu tun:

  • Innere Beinnähte beidseitig schmal absteppen.

  • Mittelnaht steppen, evtl. absteppen (eher nicht, denke ich).

  • Futterhose und Stoffhose an der oberen Kante zusammennähen.

  • Obere Kante mit breitem Gummi verstürzen.

  • Obere Kante schmal absteppen.

  • Hosensaum versäubern und zwar mit dieser Technik.

  • Hose säumen.

  • Saum schmal absteppen.

  • Futterhose von Hand auf Reißverschluss nähen.

  • Enden des Gummibands von Hand befestigen, evtl. Haken und Öse anbringen.

  • Futterhose mit Riegeln in der Hose befestigen.

Sonntag in einer Woche ist es soweit. Das könnte noch klappen, auch wenn ich nicht jeden Tag nähen kann.

Die Jacke hingegen... besteht noch aus sieben Einzelteilen: Dem Jackenkörper, dem Kragen, zwei Ärmeln, der Futterjacke und den beiden Ärmelfuttern. Da ist noch eine Menge zu tun:

  • Kragen annähen.

  • Kragen schmal absteppen.

  • Ärmelsäume schmal absteppen.

  • Verschlüsse einnähen. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifas wird noch ein größeres Problem. Ich habe so wunderschöne, flache, quasi unsichtbare Magnetverschlüsse gefunden. Leider habe ich irrtümlich nur vier gekauft, um zu sehen, daß sechs Knöpfe gefordert sind. :-( Und natürlich gibt es die nicht mehr und sie kommen vermutlich auch nicht mehr nach. grrr Keine Ahnung, was ich tun werde. Entweder ich komme mit vier aus oder ich muß doch Druckknöpfe aufnähen, wie in der Anleitung vorgesehen. Was mir aber eigentlich nicht gefällt. :-( )

  • Besatz neben Verschlüssen unsichbar aufs Vorderteil nähen.

  • Saum von Hand nähen.

  • Saum und Jacke einmal rundum absteppen.

  • Ärmel einnähen.

  • Armausschnitt schmal absteppen.

  • Schulterpolster einnähen.

  • Ärmelstütze einnähen, wenn ich noch geeignetes Material finde. :-/

  • Besatz unsichtbar anhexen.

  • NZG von Futter und Oberstoff an der Seitennaht aufeinander heften.

  • Futter am Halsauschnitt anstaffieren.

  • Futter an der Schulter annähen und zusammennähen.

  • Futter an der vorderen Kante anstaffieren.

  • Futter am Armausschnitt anheften.

  • Ärmelfutter an der Armkugel anstaffieren.

  • Futter kürzen.

  • Futtersaum anstaffieren.

  • Ärmelfutter kürzen.

  • Ärmelfutter anstaffieren.

Oops... ist die Liste so lang, wie sie aussieht?!? PANIK!

Na ob das noch fertig wird?? (Wenn ich nicht handeingenähtes Futter so viel lieber mögen würde, wie maschinengenähtes... ) Ohne Futter könnte ich die Jacke ja vielleicht sogar anziehen, aber dann nicht aus. Auch nicht praktisch.

Naja, wenn das Wetter so bleibt, dann kann ich auf bewährte winterliche Festkleidung zurückgreifen: Samtkleid und Kuschelmantel aus Microfur. :o)

Geschrieben von arthur um 23:21 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Mittwoch, 12. April 2006

Stoff-Shopping in Paris: Sacres Coupons - Le gentleman des tissus

Das Wortspiel im Namen ist schwer zu übersetzen, so bedeutet "sacre" einmal "heilig" und es klingt auch der Name der Kirche Sacre Coeur, die ja den Montmartre dominiert an, zum anderen ist es aber auch ein Bestandteil vieler Kraftausdrücke und dann bedeutet es so etwas wie "verdammt, verteufelt".

Das Angebot des kleinen Ladens ist jedenfalls verdammt gut. Und verflixt wechselnd. ;-) Es gibt nämlich kein (oder kaum) ein reguläres Sortiment, sondern Coupons und die jeweils, bis sie weg sind. Die Coupons sind auf Tischen nach Materialien sortiert (Baumwolle, Leinen, Seide, Viscose,...), zumindest zeitweise. Denn um irgendetwas zu erkennen muß man in den dicht an dicht geschichteten Stoffstücken wühlen, was von den Kunden (oder eher Kundinnen) auch ausgiebig getan wird. Und danach ist es mit der Ordnung vorbei. Zwar schichtet das Personal immer wieder neu, aber das dauert deutlich länger als das Wühlvergnügen.

Was es gibt ist kaum vorauszusagen. Aber das Angebot ist immer sehr gemischt, was Farben, Muster und Materialien betrifft, so daß eigentlich fast immer für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die Coupons sind meist so zwischen 2,50 und 3 Meter lang, manchmal sind auch kürzere dabei, eben je nach Anfall. Jeder Coupon hat ein kleines Etikett das Länge, Material und Preis angibt. Sehr übersichtlich. Und falls die Länge nicht reicht, meist findet man noch einen zweiten Coupon mit dem gleichen Dessin. Wenn Zeit ist, hilft das Personal durchaus auch mal beim Suchen. (Aber wer will sich das Vergnügen denn nehmen lassen?)

Mit der Qualität war ich bislang immer zufrieden und die Preise können sich mehr als sehen lassen. Ein paar Beispiele aus dem letzten halben Jahr: 3m feiner Baumwolljersey mit Rosendruck aus dem dann diese beiden Shirts wurden für 18,50 EUR, 2,70m Leinen mit Cloquestruktur knapp 16 EUR, 3m sehr feine leicht glänzende Baumwolle gut 10 EUR.

Seide liegt je nach Qualität zwischen 35 und 80 EUR für einen 3m Coupon. Da tauche ich immer zuerst ein, denn es sind meist ganz verschiedene Qualitäten von Dupion über CrepeSatin bis Chiffon dabei, die anderswo für den Preis kaum zu haben sind.

Adresse: 4bis, Rue d"Orsel, 75018 Paris (Metro Anvers)

Geschrieben von arthur um 14:25 Uhr in (Stoff)Einkaufen in Paris und anderswo

Montag, 10. April 2006

Kölner Nähbrunch: Palmsonntagsbrunch

Wie beinahe immer vor Fest- und Feiertagen... ein Nähbrunch geht immer. Diesmal wieder rein kulinarisch im Cafe Duddel und ohne Nähmaschinen. Aber natürlich nicht ohne Nähthemen...

Brunch

 

Da Darcy unvorsichtigerweise (oder vielleicht auch hungrigerweise...?) zeitig kam, stand sie mit ihrem berühmten Blazer auch sofort im Mittelpunkt des Interesses. Interesse auf Hobbyschneiderinart, wie man sieht. TÜV-Prüfung ist nichts gegen diese Inspektion.

 (Wobei ich selbstverständlich ausdrücklich betonen möchte, daß Frau H.BindestrichS. sich dabei vornehm zurückhielt. ;-) )

 
Brunch

Also sagen wir, sich in diesem Punkt vornehm zurückhielt.

 Eine weniger charmante Erklärung wäre dann auch, daß sie anderweitig beschäftigt war. :-D

 

brunch Andererseits, Fastenzeit hin oder her, hatten wir uns ja nicht zum Zurückhalten getroffen, sondern zum Brunch genießen. Ein Konzept, das auch von neuen Teilnehmerinnen sofort verstanden wurde.

 

 

 

brunch

 

Diese junge Dame hingegen versteht es jedesmal aufs Neue, sich perfekt in Szene zu setzen, so bald die Kamera auftaucht. (Man beachte die farblich passende Limonade...)

 

Und ich... falle jedesmal wieder drauf rein... ;-)

 

 

 

Brunch

 

Doch auch alle anderen haben sich gut unterhalten. Beim Essen, beim Reden,....

 

 

 

 

 

... beim eifrigen Lesen mitgebrachter Nähzeitungen. Neben BizzKids und Fimi waren nämlich auch so seltene und exotische Gewächse wie Threads vertreten.

 

 

 

 

Und wer gerade eine Hand frei hatte, machte selber Photos. Die ja angeblich auch mal zu sehen sein sollen.

 

Frag sich nur wo?

 

Im ElfenundKampfzwergeBlog vielleicht?

 

 

 

 

Und auch wenn Weihnachten vorbei ist, das Strickfieber grassiert weiter... wunderschöne Wolle, so fein und leicht und weich...

 

Und wunderschöne Farben. Was doch so alles dabei herauskommt, wenn man zur Farbberatung geht. ;-)

 

Das war die Bilderschau für dieses Mal. Wie üblich habe ich nicht alle erwischt, aber es sollte ja noch andere Bilder an anderer Stelle geben. Da hoffe ich mal drauf.

 

Der nächste Brunch wird dann wieder fleißig und in Aachen sein.

 

Irgendwann... so Mai bis Juni.

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Geschrieben von arthur um 18:27 Uhr in Allerlei zum Thema Nähen

Freitag, 7. April 2006

Essen in Paris: Delice House

Mittags rasch etwas Warmes in den Bauch bekommen ohne hinterher pleite zu sein oder so vollgefressen, daß man sich nicht mehr bewegen mag... das läuft oft auf einen Chinesen hinaus. Diese Schnellrestaurants gibt es an beinahe jeder Ecke, die Einrichtung hat den Charme eines Wartesaals, aber die Qualität des Essens ist in Ordnung. Meist keine kulinarischen Highlights, aber man kann auch nicht viel falsch machen. Und sie unterscheiden sich nicht groß, so daß es nicht lohnt, sich eine Adresse zu merken. Man nimmt einfach den nächsten.

Bis auf manche, da lohnt es sich dann doch, die Adresse zu notieren.

Von außen unterscheidet sich "Delice House Traiteur Asiatique" nicht wirklich von all den anderen. Vielleicht ein wenig größer. Und die Schlange reicht zur Mittagszeit bis weit zur Tür hinaus. Obwohl viele das Essen mitnehmen und die Abfertigung zügig geht.

Wir entschieden uns für das "Menue Vapeur" (das sind verschieden gefülte ravioliartige Taschen, die im Dampf gegart werden, wie der Name "Vapeur" verrät) und bekommen für 7.95 EUR nicht nur zehn der kleinen Köstlichkeiten, sondern auch noch eine Flasche Evian und einen Fruchtsalat. Aus frischen Früchten, nicht wie meist aus der Dose. Und wir haben Februar.

Fruchtsalat und Getränk bekommen wir mit, die Vapeurs werden noch heiß gemacht. Der Saal, in den wir durchgewunken werden, befindet sich hinten und ist mit Stoff- und Kunststoffpflanzen so freundlich dekoriert, daß kaum mehr auffällt, daß wir uns eigentlich in einem fensterlosen Gebaudeteil befinden.

Die Tische und Stühle stehen eng an eng, wir erobern uns aber zwei freie Plätze. In den umliegenden Firmen und Büros ist Mittagspause, so daß nicht Touristen mit Rucksack, sondern Angestellte in Anzug oder Kostüm das Bild bestimmen. Immer wieder kommt jemand mit einer Schüssel oder einem heißen Teller nach hinten. Dann heißt es aufpassen, denn er ruft, was er auf dem Teller hat. Wer es bekommt, muß sich selber melden. Dazu muß man allerdings verstehen was er sagt. Und sein französisch ist nicht unbedingt das beste. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifie mit den besseren Sprachkenntnissen außer chinesisch arbeiten vorne an der Theke... g)

Wenn sich keiner meldet, geht er wieder weg. Dann kommt jemand von vorne, guckt, wer das bestellt hatte (oder haben könnte, denn es ist viel los und bei geschätzt einem Kunden pro Minute merkt sich wohl auch der Mann an der Kasse nicht mehr alle). Irgendwie bekommt aber jeder was.

Neben dem lebendigen Ambiente war aber auch das Essen eine positive Überraschung: die verschiedenen Vapeurs unterscheiden sich geschmacklich deutlich, sind unterschiedlich gewürzt etc. Und einfach gut. Besser als wir das sonst in diesem Setting gewöhnt sind.

Weswegen ich mir die Adresse notiert habe ;-) : 81, Rue St. Antoine, das ist auf dem Weg von der Bastille zum Hotel de Ville.

Geschrieben von arthur um 13:38 Uhr in Paris

Mittwoch, 5. April 2006

Revue de Presse: OTTOBRE design Woman 2/2006

Der Name ottobre war mir ja schon länger ein Begriff, aber da ich nicht so viel für Kinder nähe, hatte ich mir nie eine gekauft. Da fiel mir am Bahnhofskiosk unverhofft diese ottobre "woman" auf mit dem überaus verheißungsvollen Untertitel "Größe 34-52". Ich ließ das Heft rasch (ich wollte ja zum Zug) über den Daumen laufen, überzeugte mich an drei beliebigen Beispielen, daß nicht nur ein Alibimodell in Größe XL vorhanden war und ging zur Kasse.

 

Wo ich angesichts der 6,90 EUR für das recht dünne Heft erst einmal kräftig schluckte. Aber die klare, sachliche Aufmachung des Heftes gefiel mir und in großen Größen gibt es ja nicht so viele Schnitthefte. Und ein Einzelschnitt kostet ja auch Geld.

 

Das Editorial belehrte mich dann erst mal, daß es sich um das erste Damenheft des Verlages handelt. Ziel ist es, so steht es da, eine Grundgarderobe für den Alltag zu bieten.

 

Und das ist, um es kurz zu machen, auch rundum gelungen.

 

Zwei Shirts (eines in verschiedenen Ärmellängen und Ausschnitvarianten), drei Blusen, ein Blazer und eine Hose (jeweils in verschiedenen Varianten was Details wie Taschen oder die Hosenlänge betrifft), ein Rock in vier Varianten, dazu eine Strickjacke (leider nur bis größe 48) und ein Trenchcoat. Damit kommt Frau locker über den Sommer. Und je nach Farb- und Materialwahl passen die Basics ins Büro genauso gut wie auf den Spielplatz.

 

Taschenschnitte kann man sich noch zusätzlich (wenn ich das richtig verstehe) von der Webseite runterladen.

 

Und obwohl die Redaktion festliche Mode auf ein anderes Heft verschieben will, ist auch alles für den großen Auftritt vorhanden. Denn einen Hosenanzug kann ich genauso aus Samt, Brokat nähen, den Rock aus Seide, den Trench aus edlem Mettallic-gewebe.

 

Besonders angetan hat es mir persönlich die Strickjacke 18. Ob ich einen passenden Stoff finde? Und ob das wirklich funktioniert, daß man das Satinbändchen einfach durch die Maschen zieht? So grob gestrickt sieht der Stoff gar nicht aus...

 

Shirt-Schnitt habe ich an sich einen passenden, ob ich da experimentieren werde? Wohl eher nicht. Die Blazertaschen von Modell 15 gefallen mir auch sehr gut, auch der Rockschnitt 10. Aber ohne den dämlich blickenden Hund. :o)

 

Bei der Wickelbluse habe ich auch große Zweifel bezüglich der Alltagstauglichkeit. Die wird nur von einem dünnen Bändchen gehalten, wenn ich die Anleitung richtig interpretiere... na, ich weiß nicht...

 

Gefallen hat mir übrigens auch die Aufmachung: Statt magerer Models sieht man gutaussehende Frauen mit verschiedenen Figuren, schlankere (ohne mager zu sein) und molligere. Jüngere und ältere. Die Posen auf den Bilder wirken zwar teilweise etwas hölzern und sind wenig innovativ. Aber - helas! - man erkennt die Kleidungsstücke! Und das ist mir eigentlich wichtiger.

 

Ich werde mich also mal an der Strickjacke versuchen und wenn das Experiment glückt, nächstes Jahr wieder nach einer Ottobre Woman Ausschau halten. Denn wenn ich die Abomöglichkeiten richtig interpretiere, dann ist kein zweites Heft in diesem Jahr geplant.

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Geschrieben von arthur um 22:17 Uhr in Presseschau

Dienstag, 4. April 2006

Geiler als Geiz

Es war einmal eine Zeit, als noch nicht an jeder Ecke ein Supermarkt stand. Die Einkäufe für das täglichen Leben machten Mama und Oma beim Metzger, beim Bäcker,... und, wenn sie keine Zeit für den Weg in die Vorstadt hatten, beim Tante Emma Laden.

Die Inhaberin hieß natürlich nicht "Tante Emma", sondern Frau H., aber von Damenstrümpfen über Bindfäden, Bier und Limo, Wurst und Käse bis zu Schokolade und Eis war alles im Sortiment. Auch für die frischen Brötchen am Samstag Morgen war gesorgt, die konnte man vorbestellen und sie warteten dann abgezählt in einer Tüte auf die Langschläfer.

Es war einmal eine Zeit, als die Läden um sechs schlossen (Samstags spätestens um zwei) und nicht jeder Haushalt eine leistungsfähige Tiefkühltruhe hatte.

Doch das war nicht schlimm, denn Frau H. wohnte direkt über ihrem Laden (die Küche war sogar gleich daneben) und wenn an einem heißen Sommersonntag die Lust nach einem "Braunen Bär" übermächtig wurde, dann wußten wir, wir konnten klingeln, wenn sie nicht ohnehin vor dem Haus saß oder im Garten werkelte. Auch wenn beim Decken des Abendbrottisches die fehlende Butter erst bemerkt wurde oder der unerwartete Besuch Lust auf Sahne zum Kuchen aufkommen ließ, der vergessene Geburtstag die Schachtel Pralinen zur Notwendigkeit machte... geschwind wurde ein Kind geschickt und das mit dem Ladenschluss war eigentlich gar nicht mehr so schlimm.

Natürlich war alles etwas teurer als im Supermarkt in der Stadt. Aber dafür verwöhnte uns auch der beinahe immer und beinahe alles Service.

Heute steht an jeder Ecke ein Supermarkt, nicht nur Lebensmittel sondern auch Kleidung oder Elektrogeräte sind zu SB-Artikeln geworden, die der Kunde für einen geringen Preis selbst aus dem Regal holt.

Doch brauchen wir mal einen Service, dann wird es teuer. Und wem gar am Wochenende eine Leitung platzt, so daß er den Handwerker-Wochenenddienst braucht, der darf so richtig löhnen. Denn die Handwerker müssen auch leben und wenn sie nur noch im Notfall randürfen, wird das halt teurer.

Am Wochenende war ich bei meiner Mutter zu Besuch, immer noch in der selben Kleinstadt.

Sonntag gegen halb elf fiel auf... die Heizkörper sind kalt und das Warmwasser war auch schon mal wärmer. Und wie immer an einem Sonntag... auch die Taste für den Neustart zeigte keine Wirkung, der Brenner sprang nicht an. Nun gut, es hat keine Minusgrade mehr und einen Tag muß es halt mal die kalte Dusche tun, kein echter Notfall, vermutlich.

Kurzentschlossen griff meine Mutter zum Telephon, der Heinzungsinstallateur war Zuhause und sie bat ihn, am Montag vorbeizukommen. Denn so kalt wäre es ja nicht mehr.

Am Nachmittag läutet es an der Tür... davor steht der Installateur mit dem Werkzeugkasten, er guckt es sich gleich mal an. (Er ist dann auch noch "mal eben schnell" die gut zehn Kilometer nach Hause zurückgefahren, um einen Ersatzbrenner zu holen.)

Service ist eben noch geiler als Geiz!

Geschrieben von arthur um 15:03 Uhr in Allgemein
 
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