Montag, 15. Mai 2006
Verstrickt und Zugenäht - Frage der Woche 20/2006
« Info-Odyssee im Datenverkehr | Hauptseite | Vorsommerboten »So, welches Thema hat naehfreundin denn diese Woche ausgesucht?
Wie der Mensch das Pfuschen so liebt.
(Johann Wolfgang von Goethe , Epigrammatisch)
Hand aufs Herz: Wäre es manchmal besser, etwas mehr Zeit und Liebe fürs Detail aufzuwenden? Willst Du vielleicht manchmal zu schnell ein Ergebnis sehen und bis dann doch nicht so zufrieden? Oder bis Du ein Perfektionist?
Tja... ich nehme es mir immer wieder vor... denke, ach was, laß es, geht doch auch so... Aber... ich kann nicht. Ich kann es einfach nicht!
Wenn ich einen Fehler entdecke, dann muß ich auch was dagegen tun. Und jedesmal wenn ich einen ignoriere und weiternähe, dann wird das auftrennen nur um so aufwendiger. Weil am Ende... mache ich"s dann doch.
Ich denke mir dann immer: Wenn ich mir schon so viel Mühe mache, dann kommt es darauf auch nicht mehr an.
Nur ob ich deswegen Perfektionistin bin?
Sagen wir... im Geiste. Meine Hände sind dann weniger geschickt. Letztlich bleibt also trotzdem genug Pfuscherei übrig.
Aber ich nehme mir für jedes Teil aufs Neue vor, perfekt zu arbeiten.
Und kann mit dem Ergebnis zufrieden sein, wenn ich mein Bestes gegeben habe.
Mit den übrigen Fehlern kann ich dann versöhnt leben. :o)
Ich schlampe manchmal auch ganz schön, habe mir aber sehr fest vorgenommen, es besser zu machen, sobald ich das Gefühl habe überhaupt genügend Klamotten zu haben, so dass ich die Grundgarderobe beisammen habe und dann "tolle" und aussergewöhnliche Sachen nähen kann. Wann das soweit sein wird, weiß leider nieeeemand!
Viola


Du schreibst was ich oft denke, nur spiegelverkehrt. Ich schlampe.
Und freue mich am - immer noch ausreichenden - Gesamteindruck. Aber dennoch bleiben die Komplexe... versagt zu haben und im Vergleich mit anderen (ICH vergleiche selbst, niemand sonst) nicht bestehen zu können.
Somit bist Du besser dran... oder?
Am Ende lach ich drüber, über mich (aber erzähl das niemamdem) ;-)
Bärbel