nowaks Nähkästchen
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Donnerstag, 24. Mai 2007

burda Modemagazin 4/2005, Modell 116 B (Jacke)

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Tja, kaum zu glauben, aber die Jacke war pünktlich zur Konfirmationsfeier fertig und ich hatte sie am Freitag Abend schon zu einer Einladung zum Essen an, was sie fleckenfrei überstand.

JackeFür den Schnitt hatte ich mich entschieden, weil mir die Ausschnittlösung gefiel, mit Kragen aber ohne Revers. Da die geprägte Seide nicht gut zu bügeln ist (ohne die Prägung mit abzuflachen) erschien mir das asinnvoll.

 Der Schnitt ist in Größe 38 - 46 im Heft, in zwei Varianten, ich habe Variante B genäht, die etwas längere. Als Größe habe ich Größe 46 gewählt und den Schnitt in Richtung Hüfte entsprechend verbreitert. Zusätzlich habe ich oberhalb der Taille 1,5 cm Länge herausgenommen. Laut Maßtabelle wäre nach der Oberweite Gr. 48 zu wählen gewesen, aber aus früheren Begegenungen mit Burda wußte ich schon, daß dann die Schultern viel zu breit sind und auch die Armausschnitte nicht passen.  Stattdessen habe ich nach dem ersten Probemodell eine FBA durchgeführt. (Außerdem war der Schnitt ja nur bis Gr. 46 drin....)

Die Paßform des Schnittes so wie er war, kann ich für mich nur als sehr schlecht bezeichnen, da eigentlich  nichts passte.  Die Veränderungen sind ja ab da ausführlich dokumentiert.  Der Schnitt, wo wie er jetzt ist, sieht zwar wie das ursprüngliche Burdamodell aus, die Schnitteile haben aber (bis auf den Kragen) kam mehr Ähnlichkeit mit dem Original.

Über die Anleitung kann ich auch nur wenig sagen, weil ich mich weder im Ablauf noch in der Wahl der Einlagen danach gerichtet habe. (Wobei man sich mit den Einlagen ja ohnehin immer nach dem Stoff richten sollte, egal was die Anleitung sagt.) Durchgelesen habe ich mir die Anleitung natürlich, dabei ist mir zumindest kein grober Fehler aufgefallen. Man kann die Jacke sicher auch so nähen, wie im Heft beschrieben. Ich komme nur mit meiner Arbeitsweise besser klar. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifie alle regelmäßigen Leser ja auch verfolgt haben. /images/emoticons/mozilla_wink.gif )

Mit dem Ergebnis der Jacke bin ich letztlich zufrieden. (Auf dem Bild trage ich einen unpassenden Pulli sowie eine dicke Hose mit Gummizug in der Taille, deswegen sitzt die Jacke etwas stramm.) Der Schnitt ist schlicht und klassisch, aber durch den Ausschnitt dennoch etwas anders, als ein normales Revers. Die Jacke sitzt bei mir sehr schmal, möglicherweise etwas enger als von burda gedacht, aber ich wollte sie so.

Ob ich den Schnitt noch einmal nähe weiß ich nicht (bei Jacken kam das bislang noch nicht vor, daß ich einen Schnitt zwei mal verwendet habe), falls ja, würde ich den Rücken etwas weiter machen (da habe ich vielleicht in bißchen viel rausgenommen) und auch die Ärmel. Burda konstruiert ja immer für "Stöckchen", nicht für Arme (bei anderen Schnitten, egal ob Patrones, Vogue, Butterick, Simplicity oder ottobre sind die Ärmel weiter), die Oberarme passen gerade so, aber wahnsinnig viel Bewegungsfreieheit ist nicht drin. 

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Geschrieben von arthur um 19:11 Uhr in Schnitte nach denen ich genäht habe und was ich davon halte

 

Kommentar: Bärbel am Thu, 24 May 19:59 Uhr

Ich bin die Erste!
Schön geworden ist sie! Ich hab den Stoff ja im Original sehen dürfen, das Foto zeigt die Farbe besser als die Detailaufnahmen.
Auf jeden Fall steht sie Dirsehr gut, und die Passform ist auch gelungen, nach all dem was man über die Jacke so im Blog gelesen hatte!
Zieh die Jacke oft an! Auch wenn der Stoff teuer und empfindlich sein mag, wenn Du sie "für gut" im Schrank hängen lässt, wäre es schade um die viele Arbeit und das wunderschöne Ergebnis. Wenn frau sich was Schönes näht, will frau es auch tragen. Ich will die Jacke zum nächsten Nähtreff sehen! ;-)
Bärbel

Kommentar: lysistrata am Thu, 24 May 22:37 Uhr

Guten Abend, der Stoff ist superschön und du hast dir eine Menge Arbeit gemacht.
Die Farbe steht dir auch wunderbar.
(und jetzt setz ich mich in die Nesseln...)
Aber, die Ärmel sind zu lang und der Schnitt hat, egal ob falsche Unterkleidung oder nicht, mit den Vorderteilen deine VM nicht erreicht. Die Schrägfalten zum Knopf hin wären bei mir das Kriterium für ein TfT-Teil.
Nein, ich bin kein chronischer Meckerer, sondern ich denke, du weißt es selbst. Reine Lobhudelei bringt keine von uns weiter, und aus deinem Blog weiß ich, du kannst es besser. ;-)
Und du bist eigentlich brilliant!!!!
Ganz liebe Grüße,
lysistrata

Kommentar: nowaks nähkästchen am Fri, 25 May 11:52 Uhr

@bärbel: Keine Sorge, ich werde die Jacke anziehen...

@lysistrata: Die Schrägzüge sind mit einer weniger auftragenden Kleidung schon deutlich schwächer, aber du hast recht, sie sind da. In die Tonne kommt es trotzdem nicht, weil es außer mir eh keinem in meiner Umgebung auffällt. :o Sagte ich es schon? Ich strebe die Perfektion an und lebe dann mit dem nicht perfekten Ergebnis. *g* ) Und ich die Jacke ohnehin meistens offen trage. (Ich habe mir übrigens das Bild in der Zeitschrift noch mal genau angesehen... auf einem ist die Jacke geschlossen, und da hat sie auch einen ganz leichten aber erkennbaren Schrägzug.... ) Die Ärmel hingegen sind absichtlich länger. Was man auf dem Bild nicht erkennt: es ist kein klassischer Jackenärmel, sondern er ist zum Ärmelsaum leicht ausgestellt. Und das gefällt mir persönlich dann in etwas länger besser. Zumal ich ihn wohl nie mit einer Blusenmanschette drunter tragen werde. Aber da hatte ich mit ma-san auch schon längere Diskussionen, die wollte sie auch kürzer. Ich aber nicht. (Und der Schnitt auch nicht, wenn man die Abbildung im Heft interpretiert.)
Aber beim nächsten Mal werde ich mehr auf Schrägzüge achten, die sind nämlich ein Problem, das ich bei Jacken noch nie hatte. Burda, immer für eine Überraschung gut...

Kommentar: lysistrata am Sat, 26 May 09:41 Uhr

Da bin ich aber froh, daß du mir meine Äußerung nicht krumm nimmst. ;-)
Ich hab Fertigschnitte mittlerweile komplett aufgegeben, mir Grundschnitte nach Bergh gemacht, und alle Änderungen nach den Fit-Büchern.
Ich bin nämlich bald verrückt geworden, warum bei gleichen Maßen einfach nichts mehr paßte wie früher (wie war das mit der Perfektion? ;-) )
Durch die Fit-Bücher bin ich dann drauf gekommen, daß mit zunehmendem Alter ja tatsächlich alles irgendwie "sackt", und da steht dann auch drin, wie man die Anpassungen macht.
Da waren Dinge in meinem Kleiderschrank, die ich nicht angezogen habe, wegen Falten, die außer mir keiner gesehen hat und wo ich auch nicht wußte, wie ich die rausbringen soll.
Nun weiß ich's und seitdem bin ich mit meinen Sachen wieder glücklicher... ;-)
Das Kreuz mit der Selbstnäherei ist, daß man alles sehr viel kritischer anguckt, als ohne Nähwahn.... ;-)

Kommentar: nowaks nähkästchen am Sat, 26 May 15:59 Uhr

Das mit dem Schnitte selber machen habe ich auch mal versucht, aber nachdem ich auch nach dem zehnten Versuch keine auch nur annährend passende Armkugel nebst zugehörigem Armausschnitt hatte, habe ich das wieder bleiben lassen. Das Wissen hilft aber nach wie vor beim Anpassen von Schnitten.

Es gibt ja sogar Fertigschnitte, die ganz gut passen, mit Vogue, Butterick und McCalls komme ich gut klar. Nur manchmal gefällt mir einfach was aus Burda (trotz aller Kritikpunkte am Heft und an der Paßform) und die Schnitte sind halt verfügbar, ohne daß ich sie im Laden bestellen und warten muß...

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