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Donnerstag, 16. Juli 2009
Summer is there, put the blanket away! Der Sommer ist ja nicht die Jahreszeit für Decken, also habe ich auch mein Sofa mal ausgewickelt. Summer is not the time for blankets, so I unwrapped my sofa. Der Anblick war jetzt nicht so erfreulich. Das überraschte mich jetzt auch nicht wirklich, das Sofa ist ungefähr 12 Jahre alt, ist mehrfach umgezogen und es war mal sehr hell. Und es gibt ja einen Grund, warum vor etwa vier Jahren die Decke drüber kam. What I saw was not pure pleasure. Not a real surprise, the sofa is about 12 years old, moved several times and originally it was a rather clear colour. And there is a good reason why the blanket has been covering ist for the last four years or so. Und wer jetzt glaube, einfach eine Husse drüber werfen, das würde die Flecken schon verdecken, der hat das Schlimmste noch nicht gesehen. Das sorgsam gepatchte Loch geht nicht nur durch den Bezug, sondern auch die oberen Schichten der Polsterung. Und da es bei Sommerhitze doch nichts schöneres als Dekostoffe und Volumenvlies gibt, wird das mein Projekt für die nächsten Tage... If you think a simple slip cover (or a blanket) would cover all the stains hasn't seen the worst. The patched hole is not only in the original cover, but also on the upper layer of the passing. Is there anything nicer to sew on hot summer days than thick fabric and batting? That's what I'm going to do the next days...
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Samstag, 10. November 2007
Da ich nach wie vor nur zwei Jeans besitze, sind diese natürlich mehr oder weniger eine Dauerbaustelle. (Und eine "ich bin Unterwegs"-Zeit ist perfekt, mal schon länger geschriebene Beiträge zu veröffentlichen...;-)
Zum Nähen fehlt mir die Zeit (okay, ich nähe ständig interessantere Projekte...), zum Kaufen die Lust. Erstens weil in meiner Größe die Auswahl doch mager ist, zweitens weil ich nicht wirklich bereit bin, für Jeans viel Geld auszugeben. Das sind Arbeitshosen, keine Nobelteile. (Also.... für mich.) Die beiden die ich habe, habe ich auch von einem USA-Trip vor einigen Jahren mitgebracht... das stimmt das Preis-Leistungsverhältnis für mein Gefühl einfach mehr. :o) Nun gut... also repariere ich die beiden. Und wenn der Hosenboden mal wieder durchgewetzt ist, gibt es noch eine schnelle Flicktechnik, bei der mir die Nähemaschine gewaltig helfen kann. Die hat nämlich einen Stopfstich. (siehe roter Kringel auf dem Bild.) Der besteht darin, daß die Maschine die Nadelposition ganz nach links schiebt, dann eine Strecke vorwärts näht (wie weit, muß man ihr "mitteilen" , dann die Nadel um eine Position nach rechts verschiebt, geradeaus rückwärts näht, die Nadel um eine weitere Position nach rechts verschiebt, wieder geradeaus vorwärts näht.... usw. usw. bis die Nadel ganz rechts angekommen ist. Nicht die schönste Reparaturtechnik, aber schnell und einfach. Und wenn man es geschickt macht, dann bekommt man den Hosenboden so doch recht unauffällig wieder dicht. *g*
Am Besten ist diese Technik einzusetzen, wenn der Stoff zwar schon mürbe und "transparent" geworden ist, aber noch kein wirkliches Loch hat. Dann ist er noch stabil genug, um ohne Stickrahmen zu arbeiten und man kann so auch vergleichsweise große Flächen "stützen". Zuerst wird wieder Vlieseline auf die linke Stoffseite gebügelt. G785 ist dafür nach wie vor mein Favorit. Ein passender Oberfaden wird gewählt, oder auch gleich zwei und durch die 90er Universalnadel gefädelt. Zum Einsatz kommt der "Universalfuß". Ja und dann einfach aufsetzen und die Maschine nähen lassen. Mit dem gleichen Trick wie beim letzten Mal: schräg zur eigentlichen Stoffbindung, aber in Richtung der Köper-Rippen. Die roten Pünktchen zeigen noch mal die Richtung, denn wenn die Garnfarbe halbwegs passt, dann verschmilzt die Stopfstelle tatsächlich recht gut mit dem Stoff. 
Man muß nur darauf achten, daß die Stopferei an einer Stelle anfängt, wo das Gewebe noch stabil genug ist und auch in "gutem" Gewebe aufhört. Der Spruch "wehret den Anfängen" gilt also auch hier. Aufpassen muß man, wenn man zu nah an eine Naht kommt, hier transportiert die Maschine eventuell automatisch nicht mehr weiter und man muß entweder an diesen Stellen jeweils "unterstützen" oder man wählt dann direkt an der Naht eine andere Stopftechnik. Von der Breite her ist die Stopffunktion natürlich durch die Breite des Stichloches limitiert. Einmal alle Nadelpositionen durch ergibt einen Fläche in der Breite des Stichloches. Wobei ich da etwas mogle und beim Richtungswechsel den Stoff etwas schiebe, damit die Nadel im nächsten "Rippental" landet, nicht obedrauf. Deswegen sieht es auf der linken Seite auch etwas ungleichmäßig aus. Und wenn die Breite dann immer noch nicht reicht, dann setzt man einfach nach einem Durchlauf frisch an und wiederholt die ganze Prozedur. (Ich habe im Bild auch zwei Durchläufe verwendet.) Auch das hält in alter Hose nicht für die Ewigkeit... aber bis zur nächsten Wäsche. :o) As I'm traveling a lot in the moment, I'm publishing things I've written quite some time ago. So this one is still without an English version. But the pics show quite well, I think, what I'm doing: reparing the back of blue jeans just before there is a real hole...)
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Dienstag, 22. Mai 2007

Jetzt kommt wieder der Stickrahmen an die Reihe. Ein einfacher Stickring aus Metallklammer und Kunststoffring, etwa 11cm im Durchmesser. (Es gibt die Dinger in verschiedenen Größen und je nach Lage des Lochs und Größe des Kleidungsstückes ist eine andere Größe geeignet. Glücklicherweise sind sie auch nicht teuer. :o) ) Die Hose wird mit der rechten Seite nach oben auf dem Kunststoffring gelegt, die Metallklammer klemmt den Stoff ein. Eigentlich hätte ich das Loch gerne in der Mitte des Rings, aber die Naht läßt es nicht zu. Der Platz genügt aber, um den Stoff zu führen, zumal der Stickfuß je nicht viel Platz benötigt. An der Maschine wird der Transporteur versenkt (oder abgedeckt, je nach Modell), die Stichlänge stellt man auf Null, aber wenn man das vergißt ist es nicht schlimm, der Transporteur ist ja versenkt. Wer die Sockenstopfanleitung noch erinnert weiß, es wird wieder einen Übung im Freihandstopfen. ;-) Als Nadel verwende ich eine 90er Sticknadel von Organ, eine normale 90er Universalnadel geht aber auch. Da der Stoff allerdings schon mürbe ist, versuche ich möglichst stoffschonend zu arbeiten und da ist die spitze Sticknadel ideal.
Eine Jeansnadel würde ich nur verwenden, wenn die anderen beiden Optionen versagen sollten. (Jeans ist ja nicht gleich Jeans und kann sehr unterschiedlich dick und steif sein.) Außerdem hat die Sticknadel ein etwas größeres Öhr, was sich gut damit verträgt, daß ich mit zwei Oberfäden arbeite. Dadurch treffe ich die Farbe besser und die Stopferei wird dichter und stabiler. Die beiden Garnröllchen kommen auf die beiden Halter der Maschine und werden dann wie ein Faden gemeinsam eingefädelt. Meist muß die Oberfadenspannung dann etwas gelockert werden. Der Unterfaden bleibt einfach. Stickfuß dran, nicht vergessen den Nähfußhebel abzusenken (vergisst man leicht...) und losnähen. Die Hand führt wieder den Rahmen, je schneller ich den Stickring bewege, desto länger werden die Stiche. Der Trick: Ich nähen schräg, also entlang der "Rippen" der Köperbindung. (So wie die rotgepunktete Linie das auch zeigt.) Hier bildet die Stopferei also nicht das ursprüngliche Gewebe nach, wie das beim Stopfen normalerweise der Fall ist, sondern verläuft schräg zur Webrichtung.
Dadurch werden die Stiche optisch unauffälliger. Ich beginne meine Stopferei im intakten Gewebe und arbeite mich in den "Tälern" der Köperbindung entlang. Die Stiche enden ganz unregelmäßig im intakten Gewebe, auch das macht die Stopfstelle hinterher unauffälliger und es verhindert, daß das Gewebe quasi perforiert wird und genau entlang der "Stopfkante" um so schneller verschleißt. Wichtig ist hier auch wieder, am Ende einer Stichreihe nicht einfach in die andere Richtung zu nähen, sondern einen Stich quer zu machen. Durch die Köperreihen ist das relativ einfach, man näht in einem "Tal" hin, sticht quer ins nächste und näht in dem zurück. Über die eigentliche Lochstelle kann man auch zweimal drüberstopfen, wenn sie beim ersten Mal noch nicht gut genug überdeckt ist.
Die letten beiden Bilder zeigen die fertige Stopfstelle. Einmal von der rechten Seite (der Blitz der Kamera lässt den Nähfaden etwas stärker glänzen als es in der Wirklichkeit der Fall ist). Und einmal von der linken Seite, wo man den Stichverlauf noch mal gut erkennt. Zuletzt schneide ich zuerst die Fäden auf der rechten Seite ab, dann ziehe ich an den Unterfäden, so daß die Fadenenden auf die linke Seite rutschen und dann scheide ich die Fäden auf der linken Seite ab. Auch diese Reparatur ist fix gemacht (zumindest wenn man mal etwas Übung hat) . Nicht für die Ewigkeit... aber zumindest bis zur nächsten Wäsche. Dann muß vielleicht die nächste Stopfstelle dazu. Wie schon gesagt... das ganze Gewebe ist schon etwas weich und mürbe. Aber für die Lieblingsjeans ist einem doch fast nichts zu mühsam. ;-)
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Jeans
Mittwoch, 16. Mai 2007
Nach einem Urlaub stehen ja gerne mal widerliche Kleinarbeiten an... die Lieblingsjeans (okay, ich habe eh nur zwei...), bei der ich leider auch nicht mehr weiß, welches Modell es war und die daher nicht mehr beschaffbar ist, ist zwischen den Beinen zum Hinterteil hin doch schon recht dünn.
Beziehungsweise, um ganz ehrlich zu sein... sie hat den Punkt "recht dünn" bereits unterschritten, ein Teil der Gewebefäden ist komplett durchgescheuert. Es wird also dringend Zeit, etwas zu unternehmen. Denn in diesem Zustand kann man das sich bildende Loch noch relativ unauffällig stopfen. Sind mal alle Gewebefäden weg, dann hilft eigentlich nur ein Flicken. (Was bei Kinderjeans sehr nett aussehen kann... aber aus dem Alter und der Kleidergröße bin ich raus. *g* ) Es gilt also auch hier, wehret den Anfängen.... Die Position der "Schadstelle" hat den Vorteil, daß sie bei der getragenen Hose zwischen den Beinen liegt und daher nicht wirklich sichtbar ist.
So sieht das Ganze dann aus der Nähe aus. Wichtig ist, daß die weißen Fäden noch bestehen und nur die blauen Fäden durchgewetzt sind. (Ich kann mir nur nie merken, welches bei Jeans jetzt die Kettfäden und die Schußfäden sind... Ich glaube, die blauen sind die Kettfäden, aber festlegen möchte ich mich da jetzt nicht. *g*
Zuerst drehe ich die Hose auf links und bügle einen großzügigen Flecken Vlieseline auf. Ich benutze hier die ganz feine G785 (in "haut" war sie gerade da, aber dieser Farbton ist tatsächlich der unauffälligste. Obwohl sie so fein ist, ist sie doch, da Kunstfaser, erstaunlich scheuerfest. Und weil sie so fein und weich ist, macht sie die Hose auch nicht steif, was zwischen den Beinen auch sehr unbequem sein kann. Ich denke, H180 sollte auch gehen, wenn man die gerade zur Hand hat. Die ist nur unwesentlich steifer. Aber das ist Geschmackssache. Ich finde die G785 auch etwas beständiger gegen Reibung, obwohl sie feiner ist. Aber wie gesagt... ausprobieren.) Ich bügle sie immer trocken und mit hoher Temperatur (Baumwolle, fast am Übergang zu Leinen) auf, lege aber dafür ein dünnes Tuch zwischen Bügelsohle und Einlage. Ganz wichtig ist, die Einlage danach glatt liegend sehr, sehr gut Auskühlen zu lassen, damit sie wirklich gut klebt. Denn an der Stelle ist der Hosenstoff ja sehr "bewegt" und belastet. Das mit dem "glatt liegend" ist bei einer Hose an der Stelle nicht einfach, aber es geht.
Anschließend geht es an die Wahl des passenden Fadens. Ich nehme einfach Polyesternähgarn, das ich ohnehin habe, und lege die Fäden mal über den Stoff. (Im Bild Alterfil, Gütermann und ein No-Name-Röllchen, das ich mal irgendwoher geerbt habe.) Man kann auch mit doppeltem Faden durch die Nadel nähen, dann hat man die Möglichkeit, zwei Töne zu "mischen", wodurch der Farbton eventuell noch besser passt. Da man die Stelle zwischen den Beinen ohnehin bei der getragenen Hose nicht mehr sieht, ist es aber auch nicht schlimm, wenn der Farbton nicht exakt passt. Im Prinzip kann man auch Baumwollnäh- oder Stickgarn nehmen, auch Viscosestickgarne könnte man im Prinzip benutzen, allerdings ist Viscose glänzend und weniger stabil, so daß die Reparatur nicht von Dauer wäre. Ähnlich das Problem bei Baumwollgarnen. Die passen zwar "im Prinzip" besser zum Baumwollstoff der Jeans, sind aber weniger stabil als Polyestergarne. Mit Polyestergarn gestopft hält die Stopfstelle oft länger als der Stoff drumeherum. Und zumindest diese Stelle muß ich nicht mehr stopfen, bevor die Hose ganz auseinanderfällt. *gg*
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Stopfen
Stopfen mit der Nähmaschine
Jeans
Dienstag, 23. Januar 2007
 Als nächstes kommt eine Übung im frei geführten Nähen. Eine überhaupt sehr praktische Sache, auch fürs freie Sticken ohne Stickmaschine und viele Quilttechniken... Man kann das freie Führen üben und es ist nicht schlimm, wenn die ersten Versuche nur mäßig gleichmäßig werden. Für die Socke wird es allemal reichen.) Der Transporteur der Maschine muß versenkt werden (oder abgedeckt, je nach Modell), man darf aber nicht vergessen, den Nähfuß zu senken, auch wenn der Stopffuß dann trotzdem das Nähgut nicht berührt. Auch wenn man (mangels Stopffuß ganz ohne Nähfuß arbeitet muß der Hebel für den Nähfuß unten sein. Sonst greift die Fadenspannung nicht. Ich habe für diese Socken den Oberfaden in grau gewählt, den Unterfaden in schwarz. Beide werden (weil ja nur Loch darunter ist) sichtbar bleiben und man hat so die Möglichkeit mit zwei verschiedenen Nähgarnen die Farbe besser anzugleichen. Was für einen Faden man nimmt ist mehr oder weniger egal. Er muß sich halt auf der Nähmaschine gut vernähen lassen. (Betonung auf "gut", denn da die Stiche ja "leer" genäht werden, über dem Loch, sind Garne, die "gerade so mit Müh und Not" auf der Maschine laufe und leicht reißen oder Schlaufen bilden nicht geeignet.) Ich nehme meistens ganz normales Polyesternähgarn, aber auch Stickgarn kann man nehmen. Es muß nur halbwegs Reiß- und scheuerfest sein. Beilaufgarn zum Stricken (um auf die Frage zurückzukommen) dürfte zu dick sein und auch nicht reißfest und glatt genug. Probiert habe ich es aber noch nicht. Das müßte ich ja erst mal auf Spulen fädeln... Dann näht man langsam los und bewegt dabei den Stickrahmen. er Transporteur ist ja versenkt, bewege ich den Stickrahmen nicht, nähe ich auf der Stelle.) Das ist am Anfang schwierig, aber man bekommt schnell heraus, wie schnell man nähen und im Verhältnis dazu den Stoff bewegen darf, damit es weder Schlaufen gibt noch der Faden reißt. Die erste Reihe über das Loch nähe ich quasi "längs" zu den Strickmaschen. Mein Eindruck ist, daß man so die Maschen gleich gut einfängt und weiterem Wachsen des Loches oder gar Laufmaschen vorbeugt.  Man näht also in Reihen, vor und zurück, über das Loch. Dadurch bilden sich Fäden, die das Loch überspannen und gut im intakten Gestrick verankert sind. Wichtig sind zwei Dinge: Einmal nicht einfach vor nähen und dann direkt zurück, sondern immer einen winzige Stich quer. Sonst reißt der Stoff leicht an den "Wendepunkten" aus, weil die Belastung zu hoch wird. Zum anderen nicht immer in gleicher Entfernung vom Loch wenden. Die Stopfstelle ist unauffälliger und gleichzeitig flacher und bequemer, wenn man die Wendestellen mal näher am Loch verlaufen lässt, mal mehrere Stiche ins Gestrick hineinführt. Ich hoffe, man erkennt das auf dem Bild ungefähr. Die blauen Punkte zeigen die Ausmaße des Loches, die roten Punkte sind die "Wendepunkte".  Mit der gleichen Technik nähe ich jetzt eine Reihe quer über die bereits gespannten Fäden (bzw. "Leerstiche" . Am Anfang habe ich dabei den Stickrahmen gedreht, weil mir die Bewegung "vorne-hinten" leichter viel, als das führen von links nach rechts und umgekehrt. Inzwischen schiebe ich den Rahmen einfach quer. Wie man das macht ist aber Geschmackssache, wie es einem leichter fällt. Auch hier sollten die Stichreihen sauber nebeneinanderliegen, dicht, aber nicht zu eng. Die Wendepunkte werden wieder genauso unregelmäßig im umliegenden Gestrick verankert.  Fertig? Nein, eine letzte Runde kommt noch. Wieder längs, wie die erste Reihe. Allerdings höre ich diesmal genau an den Rändern des (ursprünglichen) Loches auf. So wird das Loch gut überdeckt, die Stopfstelle wird aber nicht allzudick.  Voila, fertig. Nur noch die Fäden abschneiden und die Socke ist wieder bereit für den Einsatz. Gedauert hat das Stopfen nur wenige Minuten (Bei der ersten Socke war es allerdings noch viel länger... :o) ), das Schreiben dieses Eintrags hingegen viel, viel länger...
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Socken stopfen
Mittwoch, 17. Januar 2007
Wenn ich mir ansehe, welche Suchanfragen Menschen zu meiner Seite führen, dann fällt mir auf, daß Kleidung zu ändern und zu reparieren doch gar nicht so selten vorkommt. Und ich dachte immer, ich wäre die einzige, die noch stopft. :o)

Wobei ich Socken schon mal deutlich lieber stopfe, seit ich dahinter gekommen bin, daß das auch mit der Nähmaschine geht und nicht nur von Hand.
Warum sollte man eigentlich Socken stopfen, wo es doch für wenige Euro einen Zehnerpack vom Wühltisch gibt? Nun... wenn es schnell gehen soll, dann geht Stopfen doch deutlich schneller als waschen und trocknen. Weiterhin gibt es Lieblingssocken, die so lange wie irgend möglich am Leben erhalten werden müssen. Oder Kinder, denen man vor dem nächsten Wachstumsschub vielleicht nicht mehr mit einem Packen Socken bestücken möchte, die nächste Woche zu klein sind. Oder... oder... oder. Gründe gibt es viele. Bei mir fing es an mit der Unzufriedenheit über die Billigsocken, die oft drückende Nähte hatten oder einfach so schnell kaputt gingen, daß sie mir gar nicht mehr so billig vor kamen. Ich wollte also auf bessere Qualität umsteigen, konnte mir aber nicht auf einen Schlag zehn Paar gute Socken leisten. - - Denn was im Großpack gekauft wurde geht auch im Großpack kaputt. Also habe ich durch Stopfen der alten billigen den Zeitrum zur Neuanschaffung entsprechend gedehnt. Dann kam dazu, daß man so ganz gut die Handhabung fürs frei geführte Sticken lernt. Ohne daß es schlimm wäre, wenn mal ein Stich daneben geht. Denn an der Socke sieht es keiner. ;-) Als mein Herzblatt dann mal Schuhe hatte, die Löcher in neue und teuere Socken rissen (ohne daß es uns gelang, den "Übeltäter" zu identifizieren) war das dann auch jeweils rasch behoben.)
Was braucht man also?
Einen kleinen Stickring aus Kunststoff mit Metallfeder. Meiner hat einen Innendurchmesser von 6cm. Das ist klein genug um in eine Socke zu passen und groß genug, um noch darin arbeiten zu können.
Löcher die größer sind als der Ring werden definitiv nicht mehr gestopft... )
Dann noch einen Stopffuß oder Stickfuß für die Nähmaschine (einfach mal ins Anleitungsbuch gucken, was da empfohlen wird) und eine Maschinennadel mit abgerundeter Spitze. Ich nehme gerne SuperStretch von Organ, meist die 75er.

Meine Beispielsocke auf den Bildern hat einen Zustand erreicht, wo ich sie normalerweise nicht mehr stopfen würde, aber da sie nicht schwarz (wie die meisten anderen), sondern grau ist und somit auf den Bildern auch etwas zu erkennen sein wird, bekommt sie noch mal eine Gnadenfrist, bevor sie zur Putz- und Poliersocke wird. :o)
Das Loch befindet sich in der Zehenregion.
Der Kunststoffring wird in die Socke geschoben und dann die Socke etwas darüber gespannt. Das Loch (innerhalb der punktierten Linie) sollte in der Mitte des Rings sein.
Das Spannen ist deswegen wichtig, weil Socken ja normalerweise gestrickt und somit elastisch sind. Nach dem Stopfen ist die Stopfstelle das nicht mehr. Es kommt also mehr "Zug" auf das restliche Gewebe, das dadurch schneller verschleißen kann. Dem kann man durch das Spannen des Stoffes ein wenig entgegenwirken. Die Stopfstelle wird dann im "zusammengezogenen" Zustand der Socke (also ohne Fuß drin) eventuell eine kleine Beule formen. Aber sobald der Fuß die Socke dehnt, liegt sie glatt.

Die eine Hand hält also die Socke gespannt, die andere schiebt von oben (also von der rechten Seite der Socke her) die Metallklammer hinein, die den Stoff dann festklemmt.
Wenn das nicht gleich mühelos klappt, weil sich der Kunststoffring beim spannen etwas verzieht oder man vor lauter Eifer die Metallklammer durch den Ring schiebt, statt in die Klemmnut... keine Panik. Reine Übungssache. ;-)

Wenn man die Socke wendet und sich die linke Seite anschaut, dann sieht das so aus. er Finger darunter zeigt das Loch.)

Jetzt wird es noch mal fitzelig.
Zum Stopfen darf ja nur eine Lage Socke unter die Maschine, sonst würden wir die Socke zunähen. Also darf unter dem Loch keine Stofflage mehr sein.
Deswegen stülpe ich die Socke auf die linke Seite und schiebe sie dann aber so unter die Nadel, daß an dem Stickrahmen die rechte Sockenseite oben liegt, also zur Nadel hinzeigt. Die linke Sockenseite am Stickrahmen (die das obere Bild zeigt) liegt auf der Stichplatte.
An der Ferse geht es wesentlich einfacher, an der Spitze einer Socke ist es schwieriger.
Aber es geht.
Dann muß das ganze unter den Nähfuß. Dabei halten die Finger der linken Hand die ungestülpte Socke weg vom Nähfeld, die rechte Hand bleibt, um den Stickrahmen zu führen.
Das gibt erst mal fürchterliche Krämpfe in den Fingern, aber nach einigen Socken hat man den Dreh raus. Versprochen! (Sogar ich... )
In einem alten Nähbuch habe ich mal einen speziellen "Sockenrahmen" gesehen, der tatsächlich eine Vorrichtung mitbrachte, die restliche Socke beiseite zu drücken. Leider scheint das das nicht mehr zu geben. :-(
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