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bluemchen
   

Samstag, 29. Juli 2006

Banner



Die Clan-Banner hatte ich schon gestern fertig, aber zu spät um bei Tageslicht zu knipsen. Dann hab ich noch einige Experimente mit Wäschestärke gemacht, und festgestellt, dass ich noch Nachschub an Stärke brauche, die Lösung die ich noch vorrätig hatte war zu schwach. Der Stoff blieb recht lappig, und ich will es so richtig steif und fest haben, fast brettartig. Mit dem Challenge-Kleid hab ich das ja gemacht, und es hat sehr gut geklappt. Also ran an die Stärke.

Unser Clan - der in einer Phantasiewelt im mittelalterlichen Schottland lebt - hat sich als Wappentier ein Highlandcattle ausgesucht (meine Clanleute mögen mich knuffen, wenn ich das jetzt falsch geschrieben hab). Wir werden in Zukunft alle Deko in und ums Zelt darauf abstimmen.

Meine Banner sehen so aus (es gibt 2 davon):

Ich hab mit Stoffresten gearbeitet, und mit Arcylfarben aus dem Fundus gemalt. Mehrere Lagen Farbe waren nötig, um die blaue Grundfarbe des Stoffes abzudecken. Für die schwarze Kontur musste ich mir einen neuen Edding kaufen. Dabei habe ich gleich zu einem speziellen TShirt-Edding gegriffen. Natürlich kann man einen dicken schwarzen Strich mit jedem Edding ziehen, aber da dieser besondere nun mal grade die passende Spitze hatte...why not?

Außerdem habe ich heute dem Junior 2 ärmellose Hemden und eine Hose genäht, nur die Außenkanten müssen noch versäubert werden. Das wollte ich- für den mittelalterlichen Look- mit der Hand machen.

Ausserdem hat mir ein Schuhmacher Sohlen für die Bundschuhe angefertigt, für alle 3 Größen. Und netterweise gleich Lederkleber dazu gegeben.... den ich dann nach dem Umfüllen in ein Marmeladenglas 30 Minuten lang von den Fingern geknibbelt hab.

Morgen müssen Hemden, Hose und Schuhe fertig werden. Denn Sonntag geht es in die Vollen: Die neue "Schwester" (siehe den gestrigen Eintrag) wird nun auch zum Drachenfest gehen und braucht ein Kleid.......



Geschrieben von babbelgum61 um 00:25 Uhr in Werke

Donnerstag, 27. Juli 2006

Drudinnen

Ui! Gestern bekam ich Besuch von einer neuen Mitstreiterin im Larp-Clan. Da wir beide nun die Druidinnen machen, quasi als Lehrerin und Schülerin (ehm, die Schülerin bin ich....), brauchen wir ja gleiche Klamotten.

Ist es nicht irrwitzig? Da kommt ein wildfremder Mensch daher, und jeder meint wir wären Schwestern? Und meine Klamotten passen ihr auch- bis auf meine Wampe sind wir baugleich, exakt gleich groß.

Und dunkle lange Haare. Und ein bisschen bekloppt. Also hab ich sie gezwungen, mein neustes Kleid mal überzuziehen. Bei 37 Grad! Höhö. Mit Fuchsfell. Höhöhö.

Und endlich konnte ich mal selber knipsen, ich muss sagen das hat mir gefehlt. Hier unsere neue Druiden-Chefin im Clan MacMahoon:

Und ein Bild das ich sehr mag, so verträumt kann ich gar nicht gucken...Eilionor (sie heisst wirklich so!) kann das perfekt:



Geschrieben von babbelgum61 um 13:22 Uhr in Werke

Mittwoch, 26. Juli 2006

Die neue Burda

Meine Güte! Heute wurde mir schlagartig klar, dass die neue Burda ja schon längst auf dem Markt sein muss! Also schnell zum nächsten Zeitschriftenhandel und *jipeee* da war sie schon.

Das Titelbild sagt es deutlich: Es wird Herbst! Da nun viele Bäume an Wassermangel leiden, kann man das beinahe glauben... Mein Sohn meinte erst kürzlich es würde Herbst, weil die Blätter braun werden...

Nun, der Mode-Herbst kann ebenso wie die Jahreszeit noch etwas warten. Aber schön, schon mal die ersten Gedanken Richtung neuer Herbstgarderobe schweifen zu lassen.

Und neu MUSS diese auch sein, denn scheinbar kann man so gut wie nichts aus der letzten Saison tragen, will man up to date sein.

Klar, die neue Mode ist nie so wie die alte (oder ein ganzer Wirtschaftszweig würde zum Erliegen kommen). Aber diesmal sind ein paar Details im Kommen, bei denen ich schlucken musste: Offenkantige Verarbeitung! Ich bin gewiß kein spießiger Schneidergesell, aber SOWAS??? Die mit so viel Liebe, Zeit und Mühe genähten Klamotten sehen aus wie in Minutenschnelle hingewurschtelt.

Aber Obacht! Aus längjähriger Erfahrung weiss ich ja, dass Burda seiner Zeit immer wieder gnadenlos voraus ist. Regelmäßig sehe ich in den Auslagen oder Werbebildern angesagter Kleidungshersteller Details, die ich schon seit Monaten aus der Burda kenne.

Ich muss nicht im Geringsten lobhudeln, denn dieser Umstand ist nicht nur mir, sondern allen regelmässigen Burda-Leserinnen aufgefallen. Dennoch, an jede Modetorheit kann und will ich mich nicht gewöhnen. Wenn Burda diese aufzeigt, zeugt das von neutralem und gut recherchiertem Journalismus. Doch wenn ich sie blind nacharbeite... zeugt das von dem Mangel an Individualismus und eigenem Geschmack.

Also werde ich um die "offenkantige" Verarbeitung einen grossen Bogen machen! Die Schnitte sind super, die Taille der Jäckchen sitzt immer noch knapp unter den Achseln, und die figurbetonte Linie mag ich sehr seit ich Pfunde loswerden konnte.

Doch auch die "pfundige" Mode ist diesmal gelungen, wie ich finde. Mit Pepp und Pfiff.

Aber einen Schlag ins Genick bekam ich im Kreativteil: Habe ich euch nicht vor wenigen Tagen von meinen Schwierigkeiten mit den selbstgemachten Mittelalterlichen Schuhen erzählt? Als wenn Burda es (mal wieder) gewusst hätte: Im Kreativteil finden sich Pantoffeln, die- stelle ich sie mir aus Leder vor- perfekt als Quasi-Schnabelschuhe des Mittelalters durchgehen würden! Also meine nächsten Mittelalter-Treter mache ich nach einem Burda-Schnitt... Sachen gibt´s.

Noch was: Im nächsten Heft soll es 3 (!) Dirndl geben - eigenhändig von Verona Poth (geb. Feldbusch) entworfen. Nun ja, wer´s glaubt... Mal abwarten. Aber ich bin froh über alle ausgefallenen Modeideen (solange die Kanten ordentlich verarbeitet wurden *lach*), und Dirndl.... wenn die wieder tragbar werden - und damit meine ich immer und überall - ICH bin dabei! Leider kommen luftige Kleider (und das gezeigte Dirndl war sehr luftig) für diesen Sommer reichlich spät, aber wir können ja schnell nähen, gell?

Geschrieben von babbelgum61 um 02:29 Uhr in Burda

Dienstag, 25. Juli 2006

Ooops, Denkpfehla



Da hab ich doch gestern im Blog einen nachträglichen Denkfehler gemacht: An dem Filmkostüm sind die Ärmel natürlich NICHT angeknöpft, das hatte ich nur GEDACHT als ich das Foto sah....

Bei genauerer Betrachtung hatte ich dann gesehen, wie der sehr weite Halsausschnitt zustande kam: Indem der Ausschnitt so stark ausgeschnitten wurde, dass die Schulternaht komplett entfällt, und das Kleid im Schulterbereich an den Ärmeln (obere Ärmelmitte) geknöpft wird.



Ein Close-Up sieht man hier: Kleid Nahaufnahme



Wie man sieht, ist die Schulter zwar geknöpft (ich finde das sieht TOLL aus!), aber da ich ja für das warme Wetter was Ärmelloses wollte, hab ich den Schnitt so abgeändert, dass ein kleines Stück Schulternaht erhalten bleibt, damit man es auch ohne Ärmel tragen kann.



Ich hoffe das war jetzt nicht zu kompliziert beschrieben. Da es aber ein wesentlicher Teil der Schnittänderung ist, wollte ich es nur kurz klarstellen.



Heute sind Männerhosen dran, wie öde......



Geschrieben von babbelgum61 um 11:49 Uhr in Werke

Montag, 24. Juli 2006

König Arthur lässt grüßen



Da ich ja nun in mittlerweile 8 Tagen zum Drachenfest fahre, arbeite ich an fehlenden Kostümen und Deko. Im Grunde hab ich ja was zum Anziehen, mein Druidenoutfit. Aber was soll ich sagen.... es ist WARM in Deutschland. In dem langärmligen Fummel geh ich kaputt!

Darum überlege ich nun schon recht lange, was ich Luftiges nähen kann ohne den MA-Look und das Fantasy-Element außer Acht zu lassen. Stunden über Stunden hab ich die Google Bildersuche bemüht, und bin schliesslich auf Bilder des Kinofilms "König Arthur" gestossen. Keira Neightley tummelt sich nicht nur auf Piratenschiffen, sie hat auch die Guinevere im Arthur-Film gespielt. Dieser Film sticht aus der Masse der Arthur-Filme heraus, da der König gewandungstechnisch römisch angehaut dargestellt wird, und Guineveres Gewand pendelt zwischen High-Fantasy und römisch-mittelalterlich.



Verliebt habe ich mich dann in dieses Kleid



Die Grafik ist in einer sehr guten Auflösung vorhanden, schaut sie euch mal an und zoomt ran... man kann sogar den schrägen Fadenlauf im Oberteil sehen. Was sagt uns das? Richtig: Das Kleid wurde ohne Abnäher im schrägen Fadenlauf zugeschnitten, ein - wie ich weiß- moderner Trick im Zuschnitt, um Kleidung auch ohne Abnäher aus nichtelastischem Stoff auf Figur zu bringen.

Im Grunde ein schöner Trick, aber völlig unmittelalterlich. Die wenigsten Kinozuschauer werden es bemerkt haben.... Und der Film will ja auch gar nicht authentisch sein, also was soll´s.



Das Bogenschützen-Outfit hat es ebenfalls in sich, ich vermute jede mittelalterliche Dame wäre umgehend aufgeknüpft (oder Schlimmeres) worden, wenn sie so herumgelaufen wäre: Leder-Kluft

ja ja, irgendwann mach ich mir das Kostüm auch ;-)

Nun, besagtes obiges Kleid musste her! Denn: Wie man auf anderen Bildern des Kostümes sehen kann, sind die Ärmel oben angeknöpft (früher "nestelte" man sowas, also befestigte es mit Bindebändern). Und was man knöpft, kann man auch abmachen! Super für heisses Wetter!Also ran an den Stoff-Fundus (zur Erinnerung: 12 Meter grüne Baumwolle-Leinen vom Opladener Stoffmarkt) und einen Schnitt gesucht. Ich hatte diesen MacCalls Schnitt im Fundus:

Elfenkleid



Oben habe ich den Ausschnitt vergrößert, damit nur ein schmaler Steg übrig bleibt, der ebenfalls geknöpft aussieht. Die Ärmel habe ich gemäß des gewünschten Schnittes (lang und unten grade) verlängert und die Naht von unten nach oben verlegt. Dort ist der Ärmel dann offen, also ganz ohne Naht (da ich Ärmel einsetzen hasse, genau mein Ding!) Zum Befestigen bekamen Ärmel und Schulternaht Knöpfe und Schlingen.



Ich habe Abnäher (Wiener Nähte, wie im Schnitt angegeben) verwendet und den Stoff NICHT schräg zugeschnitten, ich habe eine persönliche Abneigung gegen schräg geschnittene Kleider.



An der unteren Ärmelkante und Armausschnittkanten wurde mit einer grünen Wollborte verstürzt/eingefasst. Statt wie im Schnitt angegeben hinten zu schnüren, habe ich die Schnürung auf die Seite verlegt, das wollte ich immer schon mal ausprobieren. Es hat auch gut geklappt, allerdings wirft diese Schnürung nun immer Falten in der Taille. Es gibt Schlimmeres.



Die Ösen für die Schnürung habe ich mit der Hand umstochen, ich wollte keine Metallösen. Da diese Ösen nun durch meherere Lagen Stoff gehen, wurden die Löcher arg klein. Zum Schnüren habe ich aus schwarzer Wolle eine Schnur gefertigt, mit "Fingerhäkeln". Zunächst wollte mir beim besten Willen nicht mehr einfallen, wie das ging... ich hatte diese Technik vor rund 30 Jahren das Letzte Mal verwendet *lach*



Aber ein Hilferuf im Forum der Hobbyschneiderin brachte Abhilfe. Nach Tipps der Leserinnen fand ich diese Anleitung /images/emoticons/mozilla_laughing.gifanke an die Autorin Gisela Beyer):PDF-Anleitung Fingerhäkeln



Damit hab ich dann die Bänder für die Schnürung gemacht (beim Sonnenbad im Freibad).



Thema Schleppe: Ich brauche einfach eine Schleppe an allen meinen Kostümen. Aber aufgrund praktischer Überlegungen habe ich die sehr lange Schleppe des MacCall-Schnittes stark gekürzt, und ich finde der "Rest" macht auch noch was her.

Also hier mein Kleid, ich zeig euch ein paar Bilder, denn das jüngste Werk ist immer mein Liebstes! Also kann ich mich gar nicht sattsehen. Und diesmal vor den Tomaten der Nachbarn.



Die ärmellose Version (Ärmel abgeknöpft) mit Gürtel auf der Taille:







Dann mit Ärmeln, und den Gürtel hochgeschoben. Ulkigerweise wurde diese Taillen-Höhe im Arthus-Film verwendet, was völlig unauthentisch ist, soweit ich weiss. Diese hohe Taille gab es nur in der Renaissance und Empire, aber irgendwie sieht diese Variante an dem Filmkostüm absolut passend aus. Und da ich den Effekt mit einer simplen Änderung der Gürtelweite erreichen kann.... warum nicht mit diesem Detail herumspielen?




Und jetzt noch ein Gag-Bild... na, woran erinnert euch das? Jo, es "fehlt" eine Kleinigkeit, aber wozu habt ihr Fantasie? :-D




Jetzt habt ihr es geschafft! Ihr wisst fast alles über mein neues Kleid, ausser der Garnfarbe, mit der ich die Nahtzugaben abgekettelt hab (beige)..... darüber schweigt des Dichters Höflichkeit.



Geschrieben von babbelgum61 um 12:28 Uhr in Werke

Dienstag, 18. Juli 2006

Bundschuhe- die Erste

So, auch wenn ich angesichts der usseligen Ergebnisse meiner Mittelalter-Basteleien gar keine Lust auf Foto-Dokus habe... hier ein erster Bericht meiner Versuche.

Also wenn man sich viel Zeit nimmt für solchen Fummelskram, mag sein es kommt was dabei raus. Aber ich bin nun mal ein ungeduldiger Mensch, darum war die erste Bruche ja auch in Lichtgeschwindigkeit fertig (und so sieht sie auch aus)

Nach der Bruche (mittelalterliche Hosenform) waren nun Bundschuhe dran. Ich und meine Männer haben keine authentische Fußbekleidung, und auch wenn LARP ja nicht authentisch ist, sollte man sich doch innerhalb des Spiels an ein mittelalterliches Erscheinungsbild halten. (Es sei denn man nimmt an einem zeitlich anders orientierten Larp teil.) Und da das Larp-Spiel vom Miteinander lebt, will man den anderen den Spaß nicht mit neumodischen Schlappen verderben.

Es gibt viele überlieferte Schuhformen des Mittelalters, die meisten kann man sogar mit ein wenig Einarbeitung ganz gut selber machen. Aber ich habe bereits vor vielen Jahren solche Bundschuhe gesehen, die man relativ einfach selber machen kann.

Ehrlich gesagt hat mir das Erstellen des Schnittmusters ein bisserl Angst gemacht, immerhin ist ein Schuh was anderes als ein T-Shirt. Um mich mit den Besonderheiten des Schnittes vertraut zu machen, habe ich gestern meinem Sohn (Schuhgrösse 34) Schuhe gebastelt, erst eine Probe aus Nesselstoff, dann aus Leder. Ich hatte noch ein schwarzes Kuhfell im Fundus, also jede Menge Leder zum zerschnippeln.

Allerdings ist das Leder eigentlich nicht für Schuhe geeignet (wer Lederkleidung liebt, hält sich jetzt besser die Augen zu): Das Fell ist Glattleder, sehr weich aber für Kleidung fast zu dick, super für Jacken, Taschen oder Beutel. Und es war halt so groß wie eine ganze Kuh..... und die sind grooooooss!* Nur für Schuhe...ist es zu weich und dünn.

*Ja, es TUT weh ein so grosses Fell zu zerschneiden, und KEINEN Tellerrock oder Cape draus zu machen)

Nun, Juniors Schuhe sahen ganz gut aus, aber er hat sich geweigert sie zu tragen. Er meint die fühlen sich "komisch" an. Mehr konnte es mir nicht sagen, grummel. Also musste ich mir nun selber welche machen. Wie bei Junior den Fuß auf ein Blatt gemalt und dann die Strecke Fußsohle-Spann vermessen. Das aufgezeichnet und ein Schnittmuster wie in diesem Link gemalt.

Ich habe bei beiden Schuhen festgestellt, dass sie etwas zu lang waren, musste hinten im Fersenbereich den Schnitt kürzen. Ich denke aber, dies liegt an dem dünnen weichen Leder, es gibt sehr nach, bei dickerem Leder braucht man mehr "Luft".

Der erste Versuch war viel zu groß, da hab ich es beim Messen wohl zu gut gemeint.

Ich hoffe sehr, dass diese Riesen-Bundschuhe meinem Mann passen :-D

Der nächste Versuch passt wie angegossen, sieht aber völlig anders aus erwünscht. Sieht eher aus wie schwarze Söckchen.... und fühlen sich auch so an. Vielleicht hatte Junior das mit "Komisch" gemeint?



Die Schnürung ist nur provisorisch *lach*, ich hatte keine Schnürsenkel im Fundus.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das feine Leder keine 5 Tage überlebt, so lange dauert das Drachenfest. Also muss ich noch Schuhsohlen finden, sowie Lederkleber und Garn nebst Nadeln, um die Sohle festzunähen.

Noch 14 Tage bis zum Drachenfest.........



Geschrieben von babbelgum61 um 16:03 Uhr in Privates

Samstag, 15. Juli 2006

Lob an Burda

Ganz überrascht fand ich gerade einige neue Schnitte bei Burda, die relativ neu sein müssen, beim letzten Besuch auf der Website sind sie mir noch nicht aufgefallen.

Dabei habe ich mich erst kürzlich über die grottigen "historischen" Schnitte bei Burda ausgelassen, so zum Beispiel über das Burgfräulein, welches der reinen Phantasie entsprungen ist.

Zur Verteidigung muss ich allerdings gelten lassen, dass Burda nie behauptet hat, der Schnitt sei authentisch, schliesslich wird die Rubrik als "Fasching" geführt, und das ist sie auch.

Aber eben stolperte ich beim sinnlosen herumsurfen auf dieser Seite: Ein "Historisches Kleid", das seinen Namen wirklich verdient! Da es sich um einen Kinderschnitt handelt, blätterte ich- neugierig geworden- auch die Seiten der Erwachsenen-Schnitte durch, und siehe da: Auch hier findet sich ein Historisches Kleid. Sogar die authentischen Keil-Einsätze, die im Mittelalter zum Zwecke des Stoffsparens eingesetzt wurden, sind zu sehen! Und ein Extra-Schnitt für ein Höllenfenster-Kleid. Ich bin aus dem Häuschen!

Ein dickes fettes Lob an Burda! Weiter so!




Geschrieben von babbelgum61 um 14:44 Uhr in Burda

Freitag, 14. Juli 2006

14 Meter Stoff

Heute habe ich endlich den nötigen Stoff für meine anstehenden Larp-Klamotten gekauft. Der Stoff-Dschungel in SG-Ohligs hatte heute den letzten offenen Tag vor dem Urlaub, und es musste halt sein: Bisschen Stoff gekauft.

Auf meine Frage nach was "hellem, grob gewebt, mittelalterlich" zog Herr Bederke eine Rolle Stoff aus dem Regal: Brennesselstoff.... Ich hab ein bisserl gegoogelt, und fand hier diese Information:

"Er vereinbart fast alle Vorzüge anderer Naturfaserstoffe: Er kann reißfester sein als Hanf, kann die Leinenoptik des Flachses überbieten, knittert nicht so stark, kann so fein verwebt werden wie Baumwolle, kann den Glanz der Seide haben und kann als einzige Pflanzenfaser überhaupt im angerauten Zustand wärmende Eigenschaften ähnlich der Wolle haben. Im Sommer trägt er sich angenehm, weil er verstärkt Feuchtigkeit aufnimmt."

Na denn.

Ich hatte mich sofort in den Stoff verliebt, er ist wirklich sehr weich, hat einen schönen Fall. Eine helle Naturfarbe, ich vermute sogar, dass er sich super überfärben lässt. Und bei 4 Euro der Meter wirklich nicht teuer.

Gemeinerweise zeigte Herr Bederke mir dann noch ein Musterläppchen eines wunderschönen grünen Leinenstoffes.... er hat sich fast entschuldigt, als er mir den Preis von 8 Euro der Meter nannte... meine Güte: Für solch einen Stoff zahle ich (fast) jeden Preis: Diese Farbe und Qualität suche ich seit Monaten! Leider hatte er ihn sofort nach Eintreffen bereits komplett verkauft (wie er sagte übrigens für Mittelalter-Zwecke. Ich habe dann gebeten, doch mal eine Pinnwand zwecks Kontaktaufnahme unter den Kunden aufzuhängen), aber er kann ihn problemlos nachbekommen. Ich bekomme eine email, wenn es soweit ist (nach deren Sommerpause, schluchz)


Nun, der Ballen Brennesselstoff musste mit, statt der geschätzten 10 Meter waren noch 14 Meter auf der Rolle, und damit ging ich heute nach Hause. Ob das wohl für all die Dinge reicht, die ich damit vorhabe....??? :-D



Geschrieben von babbelgum61 um 19:39 Uhr in Projekte

Donnerstag, 13. Juli 2006

Drachenfest naht

Also es ist nicht so, dass ich nix mache (nun, um ganz, ganz ehrlich zu sein: Ich hab letzte Woche ein Buch geliehen bekommen.......)

Wer das kennt, dem brauch ich nichts mehr zu erzählen..... ich hab diese Woche nur mit Lesen verbracht. Wer es nicht kennt..... nun, das kann man nicht mit wenigen Worten erklären. Der erste Roman dieser Reihe hat mich vor ca. 8 Jahren zum Lesen zurückgebracht, und dies hier ist der fünfte in der Reihe. Zielt auf ein weibliches Publikum zwischen 25 und 55, und ich bin Jamie Fraser verfallen (welche Frau nicht?)

*lol*, aber gestern war ich durch und nun geht es wieder zurück ins normale Leben. Also Mittelalter-Klamotten und Schuhe basteln.

Als erstes fange ich mit was Leichtem an. Hosen für meine Männer. Ich schwanke seit einer Woche zwischen was halbwegs authentischem und was einfachem (ohne dass ich groß nachdenken müsste)

Nach allem, was man heute weiß, wurde im Mittelalter oft die Bruche getragen, eine Art Hose mit viel Bequemlichkeit im Schritt. Ich finde sie hat was von Windelhöschen (wer weiß, warum mittelalterliche Männer das getragen haben....)

Wie so eine Bruche aussieht und gefertigt wird, kann man zum Beispiel hier angucken (Internet ist eine feine Sache):

Bruche

Falls ich keine Lust auf Denken habe, mach ich einen normalen Hosenschnitt für meine Männer, die müssen ja nicht gut sitzen, so sackartig wie die Bruche bekomme ich das auch pi-mal-Daumen hin, messe den Schritt aus, male die Strecke mit meinem Lutterloh-Lineal, Außennähte zeichnen, Beinlänge, fettich.

Schlimmer werden die Schuhe, ich möchte Bundschuhe basteln. Sieht einfach aus, aber wo es jetzt konkreter wird, trau ich nicht mein Leder zu zerschnipseln.

Bundschuhe

Wir immer gibt es Infos wenn was fertig wird. Wie auch immer. Wann auch immer :-D




Geschrieben von babbelgum61 um 09:44 Uhr in Projekte

Sonntag, 9. Juli 2006

It´s over

Mensch, was war das für ein Monat!

Flaggenmeere, Menschentrauben, Freudentaumel.

OK, den Italiener gönn ich es nicht, die Franzosen hätten es mehr verdient. Aber wie sagt der Kölner so schön? "Jönne könne"

Es gab so viele wundervolle Momente, tragische, Adrenalin pur.

Ich motte jetzt meinen Rasen-Fummel ein, aber die Flaggen...hebe ich für Anfang Oktober auf. Ich hoffe sehr, dass hier eine Initialzündung stattgefunden hat, eine Zündung des Nationalgefühls der Deutschen, dass wir endlich unser Land so feiern können, wie andere Länder das schon lange tun.

Meine Flaggen hol ich am 3. Oktober wieder raus. Hoffentlich gibt es dann noch ein paar davon in anderen Haushalten (die ja bis heute beinahe flächendeckend damit ausgerüstet sind)

Stolz auf Deutschland? Heute ja! Wir haben GEILE 4 Wochen hingelegt!




Geschrieben von babbelgum61 um 23:25 Uhr in Privates

Sonntag, 2. Juli 2006

LARP

LARP=Live acting roleplay

Ich weiß noch, als meine Oma mir als 4jährige mein erstes Prinzessinnen-Kostüm genäht hat.... (Irgendwo gibt es noch Bilder davon, wenn ich sie finde kommen sie hier rein)

Dieses Gefühl, eine Prinzessin zu sein. Jemand Besonderes.

Nun, es muss mir im Blut liegen, oder Oma war schuld. Ich verkleide mich immer noch gern. Meiner persönlichen Meinung nach ist ja jede Kleidung auch eine gewisse "Ver"kleidung, aber natürlich gibt es da gesellschaftliche Zwänge, nach denen niemand als Prinzessin gewandet in den Aldi geht (und irgendwann mach´ ich das DOCH!)

Wer aber so wie ich diese starke Affinität zu schöner- wenn auch ungewöhnlicher- Kleidung hat, dem kommt LARP grade recht. Und gestern war es wieder soweit: Mein Schottenclan traf sich in einer Larp-Taverne (Katakomben) in Köln.

Bilder von der Taverne gibt es hier zu sehen /images/emoticons/mozilla_laughing.gifanke Ian MacMahoon)

Es hat mal wieder irre Spaß gemacht, unsere Mannen haben Kämpfe gegen die bösen Orks gefochten, von denen noch nachfolgende Generationen sprechen werden, der Met floß schnell und reichlich, mein Gatte ließ sich von einer bösen (wenn auch sehr hübschen) Waldnymphe verführen (und steht jetzt im Spiel unter den Einfluß ihres Aphrodisiaka) und sogar klein Erik hat unermüdlich Schwerter geschwungen, die er im Traum nicht hätte hochheben können, wären sie nicht aus Schaumstoff gewesen *grins*

In 30 Tagen *Panik* geht es auf zum Drachenfest. Leider ist deren Webseite fast grottig zu nennen, keine Bilder, wenig Informationen für Leute, die nicht wissen um was es geht.

Wer ein wenig gucken möchte, dem kann ich diese Seite empfehlen: Trailer.

Dort auf den Trailer 2004 klicken (deutsch, englisch... ist wurscht) und viel Spaß! Es wird eine gigantische Party komplett im Mittelalter-Ambiente. Der Besucherrekord von 2004 mit ca. 3500 Teilnehmern soll angeblich nochmal um rund 1500 Besucher getoppt werden. Genaues weiß man erst hinterher.

Da das Drachenfest bereits in 30 Tagen beginnt, und ich noch jede Menge Klamotten für Mann und Kind und meine Wenigkeit basteln muss, werden alle anderen Näh- und Bastelaktivitäten erst einmal auf Eis gelegt.

Als nächstes stehen also auf dem Plan: 1-2 Kleider zum wechseln für mich, Hosen für meine Männer (falls es kalt wird brauchen die was unter dem Kilt, oder falls dieser mal auf die Leine zum trocknen muss), dann Lederschuhe für alle, Umhänge, Taschen etc. Und alles in 30 Tagen? *Panik*



Geschrieben von babbelgum61 um 12:04 Uhr in Privates
   

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