Mittwoch, 26. Juli 2006
Die neue Burda
« Ooops, Denkpfehla | Hauptseite | Drudinnen »Meine Güte! Heute wurde mir schlagartig klar, dass die neue Burda ja schon längst auf dem Markt sein muss! Also schnell zum nächsten Zeitschriftenhandel und *jipeee* da war sie schon.
Das Titelbild sagt es deutlich: Es wird Herbst! Da nun viele Bäume an Wassermangel leiden, kann man das beinahe glauben... Mein Sohn meinte erst kürzlich es würde Herbst, weil die Blätter braun werden...
Nun, der Mode-Herbst kann ebenso wie die Jahreszeit noch etwas warten. Aber schön, schon mal die ersten Gedanken Richtung neuer Herbstgarderobe schweifen zu lassen.
Und neu MUSS diese auch sein, denn scheinbar kann man so gut wie nichts aus der letzten Saison tragen, will man up to date sein.
Klar, die neue Mode ist nie so wie die alte (oder ein ganzer Wirtschaftszweig würde zum Erliegen kommen). Aber diesmal sind ein paar Details im Kommen, bei denen ich schlucken musste: Offenkantige Verarbeitung! Ich bin gewiß kein spießiger Schneidergesell, aber SOWAS??? Die mit so viel Liebe, Zeit und Mühe genähten Klamotten sehen aus wie in Minutenschnelle hingewurschtelt.
Aber Obacht! Aus längjähriger Erfahrung weiss ich ja, dass Burda seiner Zeit immer wieder gnadenlos voraus ist. Regelmäßig sehe ich in den Auslagen oder Werbebildern angesagter Kleidungshersteller Details, die ich schon seit Monaten aus der Burda kenne.
Ich muss nicht im Geringsten lobhudeln, denn dieser Umstand ist nicht nur mir, sondern allen regelmässigen Burda-Leserinnen aufgefallen. Dennoch, an jede Modetorheit kann und will ich mich nicht gewöhnen. Wenn Burda diese aufzeigt, zeugt das von neutralem und gut recherchiertem Journalismus. Doch wenn ich sie blind nacharbeite... zeugt das von dem Mangel an Individualismus und eigenem Geschmack.
Also werde ich um die "offenkantige" Verarbeitung einen grossen Bogen machen! Die Schnitte sind super, die Taille der Jäckchen sitzt immer noch knapp unter den Achseln, und die figurbetonte Linie mag ich sehr seit ich Pfunde loswerden konnte.
Doch auch die "pfundige" Mode ist diesmal gelungen, wie ich finde. Mit Pepp und Pfiff.
Aber einen Schlag ins Genick bekam ich im Kreativteil: Habe ich euch nicht vor wenigen Tagen von meinen Schwierigkeiten mit den selbstgemachten Mittelalterlichen Schuhen erzählt? Als wenn Burda es (mal wieder) gewusst hätte: Im Kreativteil finden sich Pantoffeln, die- stelle ich sie mir aus Leder vor- perfekt als Quasi-Schnabelschuhe des Mittelalters durchgehen würden! Also meine nächsten Mittelalter-Treter mache ich nach einem Burda-Schnitt... Sachen gibt´s.
Noch was: Im nächsten Heft soll es 3 (!) Dirndl geben - eigenhändig von Verona Poth (geb. Feldbusch) entworfen. Nun ja, wer´s glaubt... Mal abwarten. Aber ich bin froh über alle ausgefallenen Modeideen (solange die Kanten ordentlich verarbeitet wurden *lach*), und Dirndl.... wenn die wieder tragbar werden - und damit meine ich immer und überall - ICH bin dabei! Leider kommen luftige Kleider (und das gezeigte Dirndl war sehr luftig) für diesen Sommer reichlich spät, aber wir können ja schnell nähen, gell?











