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Freitag, 29. September 2006
Burn out! Mein eingebauter Überhitzungsschutz hat mein Gehirn vor ca. 1 Stunde abgeschaltet. 2 Tage Kongress, 3 Tage forum-blog-mail-kostüm-con Stress am Stück (ich hab noch andere Hobbys... :-D ), dann Bonner Nähkränzchen, zu guter Letzt in einen Stoff-Kaufrausch gefallen und danach Klamotten irreperabel eingesaut....alles in 7 Tagen. Das ist selbst der härtesten Nähmaus zu viel. Ich will vom Kongress erzählen, ich will vom Nähkränzchen erzählen, ich will Stoff, immer mehr Stoff und Schnitte sowieso und und und.... Dann schmeiss ich den PC an und alles ist weg. Und wieder da, und wieder weg. Blackout. Ich rekapituliere: Der heutige Tag war die Krönung. In die Nachbarstadt gefahren um am Überweisungsautomat die Rechnung für meine bestellten Schnittmuster zu bezahlen (ich hatte noch was an meiner Kongressbestellung bei der Cremer KG ergänzt und freu mich wie blöd, diese "out-of-print"-McCalls-Schnitte noch bekommen zu haben!). Dafür fährt frau extra 10 Kilometer, denn die dusseligen Automaten in SG fressen keine Überweisung der Kreissparkasse Köln... egal. Nun, in der wunderschönen Blütenstadt Leichlingen beim Kaffee in der Knipmode geblättert. Ich hab diese nun zum allerersten Mal richtig angeschaut. Und die Sucht kam wieder hoch: Mir fiel ein, dass der Stoffdschungel in Solingen Freitags ab 9:30 geöffnet hat... also sofort hin und "nur mal gucken". Ja. Gucken. Neue Restposten... mir sagt ja Giesswein nix, aber die Walkstoffe...sind ein Traum. Wie soll ich nun damit leben, dass der Stoffdschungel Reststoffe aus der aktuellen Giesswein-Produktion hat? Zum Trost habe ich einen Walk-Strickstoff mitgenommen, in einem wunderschönen Mossgrün. 2 Meter lang...aber nur 90 cm breit, heul! Herr Bederke, was soll man damit nur anfangen? Und daneben hing ein Steppstoff.... ich wollte ja nur mal gucken... da hab ich ihn halt gesehen....und mitgenommen. Ja und dann in der Abteilung "Stoff vom Ballen" lag da dieser schmeichelweiche Baumwollnicki in einem Blau...einem Blau.... wie ein klarer Winterhimmel. Unnötig zu erwähnen, dass dieses Blau perfekt zu dem Steppstoff passt. Ich wollte nur mal gucken, und hab 3 Stoffe mitgenommen, über den Gesamtpreis schweige ich lieber. Das gibt Ärger. Aber so ist das mit der Sucht: Sie will befriedigt werden, egal was danach ist. Ich kaufe Stoff, als wenn es kein Morgen gäbe. Die Farben sind mal wieder ziemlich falsch, aber ihr könnt euch denken, dass sie alle wunderhübsch sind. Und das Gefleckte obendrauf ist ein Seidenschal, den mir Ennertblume vom Bonner Nähkränzchen gestern geschenkt hat. War das Vorsehung? Am nächsten Tag finde ich die passenden Stoffe..... unheimlich!) Eine sehr nette Leidensgenossin, die im Stoffdschungel sogar mit Namen begrüsst wurde (mich kennt da immer noch kein Mensch, schnüff), erzählte, dass sie demnächst ihre NähMa in den Urlaub mitnimmt. Recht so! Und sie musste mich trösten, als ich mit hängendem Kopf an der Kasse stand, meine Karte zückte und nicht aufhören konnte zu jammern. "Sagen Sie Ihrem Mann, wenn sie die Teile, die sich sich damit nähen, alle gekauft hätten, wäre es viel teurer geworden"... Ja, genau! Ich darf nur nicht im gleichen Atemzug erwähnen, dass ich eine Steppjacke eigentlich gar nicht brauche (die alte ist noch nicht kaputt) und noch ne Weste aus Strick..na ja. Der Nicki flüsterte mir zu "Ich bin ein verwunschenes Wickelshirt mit Rock"... aber hört das auch mein Mann? Nachmittags hab ich dann Omas Gartenzaun neu gestrichen. Der hatte das schon lange nötig. Dabei habe ich- schlaues Mädchen- gute Sachen getragen, damit ich mir Neue nähen muss! :-D Aber musste es denn ausgerechnet ein Shirt aus dem Kongress-Workshop sein? Hose und Shirt, alles voller dunkelbrauner Sprenkel, warum spritzt das Holzschutzzeugs auch so? Schnell in die Waschmaschine zu Hause, könnte ja sein die Farbe ist noch nicht eingetrocknet. Doch, ist sie. Dafür löste sich das Glitzezeugs vom Shirt und hat sich überall verteilt. Zu den braunen Flecken kamen also noch pinkfarbene. Gebt´s mir nur! Das "Fancy"-Shirt, das ich mir für den Kongress gedruckt hatte und mitgewaschen wurde, ist auch hin. Ich habe Marabu Fun and Fancy-oderso benutzt, ich such die Tube mal raus, um mich dann ausgiebig darüber auszulassen, grrrr! Diese Glitzerfarbe ist eigens für Stoff, ich habe mich ganz genau an die Anleitung gehalten (trocknen lassen, einbügeln, 30 Grad von links waschen) und was kommt dabei raus: Eine rosa Matsche, die sich nun überall verteilt hat, leider nicht regelmässig, sonst könnte ich mir noch einreden ich hätte das Shirt halt einfach neu eingefärbt. Ich hab die Matsche mit dem Messer von beiden Shirts abgekratzt. Wenn hier jemand von meinen Kongress-Kursen mitliest: Die Drucke haben alle GEHALTEN! Tip Top! Wie frisch gedruckt! Um das Maß voll zu machen, habe ich heute die letzten Stoffvorräte, die bei meiner Oma eingelagert waren, heimgebracht! Ein Teil davon wäscht grade, ich hoffe da passiert nicht auch noch was Eigenartiges mit.
Nun, also nach einem Tag mit Suchtanfällen, unverantwortlichem Geldausgeben, Klamottenversauen am Gartenzaun, 4 Bananenkisten voll Stoff die untergebracht werden wollen, versauter Stempelkunst, den Kopf voll vom Kongress und dem Bonner Nähkränzchen.... nach einem solchen Tag sag ich gar nix mehr. Kein Wort! Vielleicht noch "piep", dafür ist immer Zeit. Und bitte sag´ jetzt keiner "Du Arme", ich bin nicht arm! Ich fahr nur mit 180 auf der Autobahn und hab die Abfahrt verpasst. Runterschalten is´ nicht! Morgen geh ich auf den Leichlinger Obstmarkt und verkleide mich als Magd......
Geschrieben von babbelgum61 um 20:09 Uhr in Privates
Donnerstag, 28. September 2006
Mir war, als ich mich im Frühjahr bei dem Internetportal hobbyschneiderin.net angemeldet hatte, nicht klar, was der Kongress ist und um was es geht. Man muss sich viele Informationen im Portal und im Internet zusammensuchen. Die Eckendaten über das "Wann und Wo" sind natürlich präsent, aber eine gutes "Was und Wie" habe ich bei Burda gefunden. Obwohl es Platzverschwendung sein mag, möchte ich dennoch den Text hierher kopieren, denn da es sich bei dem Text um eine Ankündigung handelt, gehe ich davon aus, dass er demnächst entfernt wird. Hier also Sinn und Zweck des Kongresses, erzählt von Burda: Begonnen hat das Ganze 2003 auf dem „Jahrestreffen der Hobbyschneiderinnen“. Schnell wurde deutlich, dass unter den Nähbegeisterten und Kreativfans ein solches Forum regelmäßig gewünscht wird. Denn nirgendwo sonst sind die Möglichkeiten des Austauschs, der Weiterbildung und der Information über Neuheiten auf dem Kreativ- und Handarbeitsmarkt so konzentriert und umfassend. Seit 2004 der Kongress im Eurogress Aachen statt, zentral neben dem Casino und in der Nähe des Stadtparks gelegen. Hier kommen auf 2300 qm viele beratungsfreudige und am Austausch interessierte Händler sowie begeisterte, detailbegabte Kursleiter/innen zusammen und bieten den Besuchern ein vielfältiges Kreativangebot und eine einzigartige Atmosphäre. Aachen ist mit dem Auto (A4 von Köln, A44 von Düsseldorf), der Bahn und dem Flugzeug gleichermaßen gut zu erreichen. Der Flughafen Maastricht/Aachen (NL) ist 35 km entfernt (www.maa.nl). Der Aachener Eurogress ist überall sehr gut ausgeschildert, sodass die Anfahrt völlig problemlos ist. Die Buslinien 3a und 13a haben dort eine Haltestelle und zu Fuß sind es vom Hauptbahnhof etwa 15 Minuten. PRAXIS UND KNOW-HOW STEHEN IM VORDERGRUND Die Kurse – 2005 waren es 782 Plätze, zu 95% ausgebucht – werden in diesem Jahr thematisch und von der Anzahl her weiter ausgebaut. Sie sind das Herzstück des Kongresses. Sie befassen sich hauptsächlich mit dem klassischen Nähen, dem Nähen von Accessoires, anderen Kreativtechniken und der Verwendung von Sonderzubehör. Mit der Firma Junghans als Partner kann der Handarbeitsbereich diesmal noch besser berücksichtigt werden. Im Einzelnen gibt’s Kurse, Vorführungen und Angebote zu folgenden Themen:
- Neuheiten bei Nähmaschinen und Overlocker
- Stickmuster Softwarepräsentation
- Sticken (Stickmaschine, frei Hand und per Hand, Myreschka)
- Nähen (Accessoires, Dessous, Bademode, Kuscheltiere, Patchwork, Reverskragen ...)
- Nadelkunde bei den Herstellern
- Schnittanpassung, Schnittdiskussion, richtiges Maßnehmen, Maßmode von burda
- Filzen (mit und ohne Maschine)
- Stempeln
- Makramee (Einführung)
- Nadliges (alles rund um die Wolle: Stricken, Häkeln ...)
- Quilten
- Verkauf von Schnittmustern (z. B. von burda), Stoffen, Kurzwaren und Wolle
- Modenschau
DAS ALLERWICHTIGSTE Für die Workshops sollten Sie sich anmelden. Alle nötigen Materialien sind auf dem Kongress erhältlich. Auch die Besucher/innen, die keinen Kurs machen, können sich überall informieren und anregen lassen. Und: Gemeinsam lernen und gemeinsam dem Hobby Raum geben – dazu sind die zwei Tage gedacht. Unter dem Motto „Wir machen, was uns passt!“ kann an allen Ständen und in einer gemütlichen Plauderecke diskutiert (z. B. über Schnittmuster) und Hilfreiches, Lustiges ... ausgetauscht werden. Als abschließender Höhepunkt wird eine Modenschau eindrucksvoll zeigen, was genäht wurde und wie sich Hobbyschneider/innen in Oufits bewegen, die sie sich auf den Leib geschneidert haben! FIRMEN VOR ORT baby lock, Bernina, Blauweiss´chen, brother, Der rote Faden, Die Stoffzentrale, Cremer KG, Exclusive Stoffe, Fastenau, Groness, Janome,
Junghans, Organ Needles, PRYM, Scherzkeks Stoffe, Schmetz, sewy.de, Vlieseline und burda als Medienpartner ADRESSE: Eurogress Aachen, Monheimsallee 48, D-52062 Aachen TAGESKARTE: 5 Euro Soweit Burda. Da ich den Text nun nach dem Kongress zum ersten Mal sorgfältig durchgelesen habe ;-), finde ich, er enthält alles Wichtige. Was mir vor dem Kongress gefehlt hat, war eine Vorstellung davon, wie man sich das Ganze im Ablauf vorzustellen hat. Darum möchte ich nun noch ein wenig ergänzend hinzufügen. Wie bereits gesagt sind die Kurse die Hauptsache.... für die Besucher! Ohne Kurse, kein Kongress. Die Kurse- über die ich noch ausführlich berichten werde- wurden auf zwei Bereiche verteilt. Im grossen Saal waren die Tische mit den Maschinen aufgebaut, Nähmaschinen, Overlocks und Punchingmaschinen. Zwischen den Tischen fanden sich immer wieder Tische, an denen man Unfertiges vollendes konnte oder eine Arbeit etwas raumgreifender ablegen konnte. So musste man nicht befürchten den letzten Nadelstich nicht ausführen zu können, wenn die Zeit abgelaufen war. Die Kurszeiten mussten natürlich eingehalten werden, da der nächste Kursleiter ja den Platz benötigte. Im oberen Stock fanden die Kurse statt, bei denen keine Maschinen benötigt werden, was nicht allen Besuchern klar war, aber beim nächsten Mal bin ich schlauer und weise meine Kursleute im Vorfeld darauf hin. Auf einer separaten Fläche fanden sich die Aussteller. Obwohl die Kurse das "Herzstück" des Kongresses sind, sind die anwesenden Händler und Hersteller beinahe noch wichtiger. Bringen die Kurse die Besucher zum Kongress, so bringen die Aussteller das Geld ins Säckel, und ohne Geld kein Kongress. Ausserdem finde ich als Besucher es absolut wichtig, auf einer Messe, auf der mir die Anwendung von Materialien gezeigt wird, auch selbige erwerben zu können. a muss ich mich mit meinen Stempeln ein wenig schämen, ich zeige sie, verkaufe sie aber nicht) Und ich als "Gafferin", die keinen Kurs belegt hat, habe es genossen, in der Fülle des Warenangebots zu schwelgen. Nie gesehene Artikel habe ich entdeckt, und die wären nie und nimmer zu mir gelangt ohne den Kongress! Ich gehe selten in den Handel. Ich war bisher mit meinem Stoffdschungel in Ohligs vollauf zufrieden und was der nicht hat, das brauche ich auch nicht. urch den Kongress ist Scherzkeks-Stoffe zu meinen "must-have´s" hinzugekommen) Innovatives Zubehör führt ein Resteverkauf, wie es mein Stoffdschungel nun mal ist, natürlich nicht. Will sagen: Neben den Kursen ist die Teilnahme der vielen Händler für mich absolut notwendig! Und wie viele Besucher des Kongresses haben an ihrem Wohnort keine Möglichkeit, an die begehrten Waren heranzukommen? Aachen ist wichtig! Der Kongress schliesst eine grosse Lücke in der deutschen Messelandschaft, denn Endverbrauchenmessen wie Creativa oder Kreativwelt können den Hobbyschneider/innen ihre Fragen und Wünsche nicht so passgenau erfüllen!
Geschrieben von babbelgum61 um 11:59 Uhr in Privates
Dienstag, 26. September 2006
Kapitel 1: Die Aussteller Ja... wie fange ich an? Erst einmal kopiere ich die Liste aus dem Forum der Hobbyschneiderin hier hinein. Folgende Aussteller waren auf der Liste: baby lock
BERNINA
Blauweiß`chen
brother
burda
Der rote Faden
Die Stoffzentrale
Cremer KG
Exclusive Stoffe
Fastenau
Groness Stoffe und Kurzwaren
Home Atelier
Janome
Junghans (Wolle und Creativ Store)
Lutterloh
Organ Needles
PRYM
Scherzkeks Stoffe
Schmetz
Sewy.de
Vlieseline Soweit die Liste. Für jeden Besucher wird diese Liste nun eine andere Bedeutung haben. Einige blieben mir unbekannt, in der Kürze der Zeit hatte man garnicht die Möglichkeit, sich alle und alles ausführlich anzusehen. Für mich hat sich durch den Besuch des Kongresses diese Liste mit Leben gefüllt. Aus Scherzkeks wurde nun endlich ein Bild von einem sehr interessanten Menschen, den ich vorher nur gesehen hatte. Nun bin ich schlauer. Ihr Tatendrang ist so immens, und auch wenn sie den halben Tag nur meckert: Sie ist ein Mensch voll Engagement und Mitgefühl, und ich hoffe sehr, sie noch oft zu treffen! Danke für den netten "Abend" bis 3 Uhr morgens in Deinen Räumen!) Burda ist ein Name, der mich seit meinen Jugendtagen begleitet. Seit ich eine Nähmaschine bedienen kann, habe ich Burda-Schnitte benutzt. Ich bin ein Gefühlsmensch. Für mich ist eine Firma nicht nur eine Firma. Für mich bedeutet z.B. Burda weit mehr als das: Tradition, eine starke Frau, Innovation und Information. Ich weiß: Burda wird von den vielen Hobbyschneiderinnen als trist, fad, langweilig und altbacken angesehen. Aber man muss nur die Augen aufsperren, um zu sehen dass dies nicht stimmt: Wie oft sieht man in dem Magazin Modelle, die seltsam anmuten. Und warum? Weil sie 6 Monate SPÄTER in allen Boutiquen hängen. Darum sind sie ungewohnt für´s Auge, man hat sich halt nur noch nicht dran gewöhnt. Nicht nur ich sage immer und immer wieder, dass ich grade meine alten Hefte regelmässig rauskrame, um danach zu nähen. Weil man sie DANN als tragbar empfindet. Und das soll altbacken und langweilig sein? In Aachen bekam mein Verhältnis zu Burda eine neue Qualität! 30 jahre lang kannte ich die Modelle nur von Fotos. Endlich konnte ich sie aus nächster Nähe sehen. Anfassen. Fühlen. Vor allem dieses wunderschöne Kleid hatte es mir angetan: Auf dem Foto (hier die Grossaufnahme) kann man sehr gut die Applikationen aus Filz sehen, jedoch wirken diese wie mit einem roten Faden umstochen. Ich habe mir die Anleitung noch nicht durchgelesen, und ich wette es steht dort beschrieben, wie es geht. Aber sehen ist verstehen. Ich sah in Aachen, dass die Blätter lediglich aufgeklebt waren. Die Schnittkanten kamen ein klein wenig hoch. Die rote Umrandung war lediglich NEBEN die Filzblüten gestickt, und hat diese nicht befestigt. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Und ich will es nun um so mehr nacharbeiten! Das Heft habe ich ja schon längst. Zu meinem Glück fehlt mir jetzt nur noch eine Modenschau von Burda, ob in Aachen oder anderswo ist mir wurscht. Vom 1.-14.Oktober findet im Düsseldorfer Karstadt eine Aktions-Doppelwoche statt, bei der auch Modenschauen angekündigt wurden. Da muss ich hin! Dann sah ich dort zu meiner grossen Überraschung die Firma Blauweisschen. Ich hatte mir die Ausstellerliste nicht vorher angeschaut, da ich ja ohnehin hinfahren wollte, und vor Ort alles sehen konnte. Das war ziemlich dumm. Denn ich habe ja Stempel-Kurse gegeben, und wäre mit dem Wissen um Blauweisschens Anwesenheit ganz anders an die Sache herangegangen. Vielleicht nächstes Jahr. Was bedeutet Blauweisschen? (Leider wird deren Internetseite grade umgebaut) Diese Firma bietet MODELN an. Das sind KEINE Stempel so wie ich sie kenne! Stempel sind aus Gummi, Modeln aus Holz. Basta! Dennoch sagten alle, wirklich alle Kunden am Stand, während ich dort war, auch "Stempel" zu den Modeln. Ich denke, Blauweisschen ist das gewöhnt, denn auch im Google-Cache zum Thema "Modeln" findet sich ein Eintrag zu "Stoffdruckstempeln". Also wurscht. Nun, mit Modeln kann man auf Stoff drucken. Der "richtige" Blaudruck wie er zu Urgrossvaters Zeiten verwendet wurde, druckte mit einer farbabweisenden Substanz den sogenannten "Reservedruck". Erst wurde gedruckt, dann eingefärbt. So entstanden helle Muster auf dunklem Grund. Das heutige Drucken sieht genau andersherum aus: weissen Stoff mit blauem Druck. Aber auch sehr schön. Und wer kann schon einen Reservedruck erstellen? (Ehem, ich, aber nur auf Papier :-D ) Am Stand von Blauweisschen standen auch regelmässig Kunden und liessen sich die wunderschönen Modeln vorführen. Was mich als alte Stempeltussi immer wieder auf´s Neue fasziniert, sind die ganz typischen Möglichkeiten von Blauweisschens Motiven: Mit einigen Muster-Modeln lassen sich immer wieder neue Muster drucken. Ob als Ornament, Bordüre oder Rahmen.... das muss man mal gesehen habe. Vom Prägen in Samt mit Modeln will ich euch jetzt nichts erzählen, sonst sitze ich hier noch morgen früh und hab blutige Finger vom Tippen..... Am Blauweisschen-Stand habe ich dann auch meinen Fundus an Stoffdruckfarben ergänzt, die Farben von Blauweisschen sind nämlich auch super für meine geliebten Gummistempel geeignet! Im hinteren Bereich der Händlerfläche hat mich ein Stand ganz besonders gefreut: Die Firma Lutterloh war doch gekommen! Nach meinen Informationen wurde Herr Lutterloh zum Zeitpunkt des Kongresses Vater, aber das liebe Baby hat uns den Gefallen getan früher das Licht der Welt erblicken zu wollen- Danke Lutterloh Junior! So konnte die Firma Lutterloh auf dem Kongress ihr Schnittsystem vorführen. Ich selbst hatte vor Monaten davon gehört, und habe es dann auf einem Stoffmarkt in Aktion gesehen. Meine liebe Mami war so gut, mir ein Lutterloh-Grundset zu schenken, mitsamt Kurvenlineal. Dafür habe ich ihr im Gegenzug bereits 2 Teile genäht. Da ich von dem System begeistert bin, habe ich mich sehr gefreut, dass es nun auch weiteren Kundenkreisen vorgeführt werden konnte! Danke Lutterloh! Des weiteren stolperte ich über die Cremer KG. Oh weh! Dies ist der Deutschland-Importeur für die Schnitte von Butterick, Vogue, McCalls und einer italienischen Firma, deren Name mir leider entfallen ist. Und diese fiesen, gemeinen Leute bringen ihre Wühlkiste mit nach Aachen! Kistenweise Schnitte für 2 oder 4 Euro! Da konnte man doch nicht widerstehen, oder? Ich habe nun einen stark erweiterten Fundus dieser Firmen, und die Bestellung für Schnitte aus dem aktuellen Programm ist in Arbeit. Stellvertretend für meine bestellten Schnitte nur diesen hier, denn als weitere Gemeinheit hatte Cremer richtig gute Messepreise gemacht, 9-Euro-Schnitte gab´s für 6..... 
Dieser Schnitt ist absolut perfekt für ein Projekt, welches ich schon lange plane, und bei dem Preis? Warum hat Lutterloh sowas nicht? Schnüff. Und dann sie! Angela. Gilbes-Nowiki. Noch vor dem Beginn der Messe hatten wir einen kleinen, zufälligen Plausch am Stand von Prym. Diese Frau sprüht nur so vor Ideen! Aber da ich ja selbst schon so oft Produkte mit Vorführungen an den Mann und die Frau gebracht habe, dachte ich, ich wäre bei Vorführungen immun. Ich kannte ja Angela noch nicht! Ich habe ihre Vorführung mit dem Chenille-Schneider immerhin 3 Mal gesehen, bis ich meine Beine in die Hand genommen habe und bei "profi handarbeitsgeräte" meinen Chenille-Schneider zum Messepreis erstanden habe. Ich hätte nicht mehr ruhig schlafen können ohne das Teil, Danke Angela! Grrrr. ;-) Im Bild rechts, das ist SIE) Auch eine andere Demo hat mich sehr inspiriert, leider weiss ich den Namen der Dame nicht. Wenn ich ihn erfahre, reiche ich ihn nach. Sie stand bei "profi handarbeitsgeräte" und führte den von ihr entwickelten "Turbo Filzer" vor. Mit Hilfe dieses Mediums kann man das herkömmliche Filzen um ein Vielfaches verkürzen. Die Dame hatte nicht nur einen traumhaften Pulli an, den man in Foxi´s Blog HIER sehen kann, sondern zauberte mit ein bisschen Wolle und ihrem Turbozeugs einmalig schöne Accessoires.
Ein Hinweis von ihr brachte mich an den Stand von Janome. Nein Nein Nein, ich kaufe keine Maschine! Kein Geld für sowas. Aber...nun ja... diese neuen Punching-Maschinen sind ja schon was Feines :-D Am Filzstand bekam ich den Hinweis, dass sich die Wolle auch in Jeans hineinfilzen lässt. Ach Du Schande! Warum hab´ ich das bloss gehört! Bei Janome hab´ich das einer anwesenden Händlerin erzählt, und sie hat es gleich getestet...es geht! (Klar, warum auch nicht. Aber sehen ist glauben!) Zurück am Filzstand hab ich der Dame dann freudestrahlend das Probeläppchen überreicht mit dem Worten "Das geht wirklich!" Oh weh! Das hätte ich nicht sagen sollen, ich hab einen fetten Abriss bekommen, warum ich es ihr denn nicht auch so geglaubt hätte. Ich bin ja schon still. Aber obwohl ich als Pfaff 260 Benutzerin (Peterle meinte, das ist "kultig" ) eigentlich immun gegen neumodischen Maschinenkram bin, komme ich bei solchen Features schon ins Grübeln. Mal sehen was sich da in meinem Kopf festsetzt. Auf jeden Fall hab ich mir ein paar Handfilznadeln mitgenommen, denn was eine Maschine kann, das kann ich schon lange (mit Betonung auf "lange", *lach*, denn mit der Hand wird das Filzen sehr, sehr lange dauern) Habe ich einen vergessen? Ooooohhhhh ja, der steht nicht auf der Liste! Und das kam so: Erst wenige Tage vor der Messe hatte Mit-Organisator Peterle einen Vertreter von Alterfil zur Messe holen können. Dieser Herr kam Tags zuvor von einem anderen Termin holterdipolter auf den Kongress. Nix zum verkaufen dabei, nur ein paar Rollen Garn zum Vorführen. Als ich so beschaulich durch die Messehallen schlenderte, sah ich Nowak vom Forum an einem Bügelautomat stehen. Ich sprang hinzu und meinte "Sowas hätte ich auch gerne", denn ich war in dem Glauben, dass es an dieser Stelle um die Vorführung einer Bügelmaschine ging. eine völlig überflüssige und mit einem breiten Grinsen vorgetragene Bemerkung "Ich hab so eine" hättest Du Dir echt sparen können, Nowak! Blanker Neid hat schon so manche Freundschaft zerstört ;-) ) Aber weit gefehlt! Der Herr führte Nähgarn vor. Bevor ich nun die Vorzüge des Nähgarns "Alterfil" erläutere, versuche ich lieber mit dem heutigen Eintrag zum Ende zu kommen. Wenn ich die Visitenkarte des Alterfil-Herrn in meinem Chaos wiedergefunden habe, kommt ein ausführlicher Bericht dieses wirklich cleveren Produktes. Bis dahin freue ich mich über die Proberöllchen, das Maßband, die Fadenschneider, die Farbmusterkarte und die Unmengen Kekse die ich an seinem Stand gefuttert habe. Herr (Name wird nachgereicht) , rechts im Bild, hat sich nach allem was ich gehört habe, pudelwohl zwischen uns bekloppten Hühnern gefühlt. Soweit die Aussteller, die ich mit meiner ungeteilten Aufmerksamkeit beehrt habe. Um den Stand von Sewy habe ich jedes Mal einen grossen Bogen gemacht! Ich habe so viele Projekte zu vollenden... ich weiß ganz genau, wenn ich auch nur einen kurzen Blick auf die Unterwäsche-Schnitte werfe, dann bleibt alles andere liegen. Also müssen die BHs noch etwas warten. Dann steht ein Dessous-Kurs bei Sewy auf meiner To-Do-Liste. Nun, natürlich habe ich alle Aussteller gesehen, aber wirklich intensiv habe ich mich mit den genannten beschäftigt. Ich hoffe, das war nicht zu langweilig für euch. Schliesslich war jede(r) mit anderen Interessen in Aachen unterwegs und hat andere Prioritäten gesetzt. Ich lasse mich gern treiben, denn dann sehe ich Dinge die mir neue Impulse bieten. Und die habe ich in Aachen mehr als mir lieb ist bekommen! Ich hoffe ich sehe euch Aussteller alle wieder, und auch jene, die diesmal nicht dabei sein konnten. 
Geek! As you can see it´s really a lot input, and I will add some english text for this entry soon. Please check back soon, thank you for your patience.
Geschrieben von babbelgum61 um 13:58 Uhr in Privates
Montag, 25. September 2006
Der Kongress der Hobbyschneiderin findet in Aachen statt. Dort findet man den Eurogress, "eine der schönsten Kongressanlagen Deutschlands", wie die Aachener bescheiden sagen. Nun, ich kenne viele Messen, aber der Eurogress bietet ein stilvoll-elegantes Ambiente mit allem, was das Veranstalter-Herz begehrt. Der "Verkaufsraum" der Händler war für eine Messe recht klein, aber das Ganze war ja auch nicht als Messe gedacht, dazu später mehr. Dennoch wurde auf diesem Raum eine grosse Vielfalt für das Hobby Schneidern geboten. Leider konnte ich von oben nur eine Hälfte des Verkaufs knipsen. Eine zweite Schiene wie zu sehen müsst ihr euch also noch dazu denken. Es gab ein Strickcafe, sinnigerweise in der Nähe des Caterings. Dort wurde auch zu jeder Zeit fleissig mit den Nadeln geklappert. Im grossen Saal fanden die Workshops statt, für die Maschinen notwendig waren. Näh-, Overlock-, Coverlockmaschinen, so weit das Auge reicht. Und die für mich neuen Embellisher/Punchmachinen, mit denen man nicht näht, sondern filzt. Auch dazu später mehr. Am Sonntagabend fand auf der grossen Bühne die Modenschau statt. Im ersten Stock gab es 3 weitere Workshopplätze, für Kurse die keine Maschinen benötigten. Soweit ich gesehen habe, fanden dort Kurse zum Thema Schnittaufstellung und Sticksoftware statt. Und mein "Stempeln auf Stoff"-Kurs. Leider haben einige Messebesucher diesen Weg nicht gefunden. Nach dem zweiten Kurs sprach ich mit einigen Besuchern darüber, und sie sagten sie hätten nicht gewusst, dass "oben auch noch was" ist. Es gab eine nachträglich ergänzte handgeschriebene Beschilderung, ein Punkt, den ich mir für das nächste Jahr vormerken werde. Für Autofahrer gab es ein komfortables Parkhaus, videoüberwacht und sehr angenehm zu durchfahren. (manche Parkhäuser sind viel zu eng) Weniger angenehm war der Preis: Nach einem Tag musste ich 12 Euro berappen, für den zweiten Messetag habe ich dann glücklicherweise einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe gefunden. Alles in allem ist der Veranstaltungsort sehr schön, sehr gepflegt, gut zu erreichen und für den Zweck ideal geeignet. Ich wüsste nur zu gern, wie man in das Schwimmbad kommt, dass ich hinter dem Haus durch die grossen Fenster gesehen habe....
Geschrieben von babbelgum61 um 21:15 Uhr in Privates
Kennt ihr das, wenn man so viel Input bekommt, dass man Tage braucht um ihn zu verarbeiten? Zu verstehen, sortieren, aufzuarbeiten? Der Kongress der Hobbyschneider/innen war der maximale Input. Und dabei habe ich nicht einmal einen einzigen Kurs besucht.... Da ich noch viel zu aufgewühlt bin, um einen halbwegs verständlichen Bericht abzulegen, versuche ich es mal mit einer Inhaltsangabe. Ich halte die wichtigsten Punkte fest, von denen ich erzählen möchte, und arbeite sie dann nach und nach, Tag für Tag, ab. Bei Fertigstellung wird dann jeder Punkt mit einem Link versehen, der euch direkt zu dem dazugehörigen Eintrag bringt. Der Kongress- Ein Erlebnisbericht Vorwort Kapitel 1: Der Kongress Der Veranstaltungsort Die Aussteller Die Idee
Kapitel 2: Die Menschen Sonnenschein Bonner Nähkränzchen meine Kursleute Forenmädels Anne Liebler
Kapitel 3: Die Beute Angebote Neuheiten Information
Kapitel 4: Die Kurse meiner andere
Kapitel 5: Die Firmen, Neue Produkte und Ideen Nachwort 
The convention is over! The visitors have got so much input... phew, I will need some days to tell you (almost) everything about it. And I have to sort all the impressions and work up what I´ve seen. So I will write a little bit each day and devide the information into chapters. For each new chapter I will edit the titles for linking to the entry. The convention of hobby tailors Foreword Chapter 1: the convention Chapter 2: the people Chapter 3: the booty Chapter 4: the workshops Chapter 5: the companys, new products and ideas Epilogue stay tuned ;-)
Geschrieben von babbelgum61 um 14:04 Uhr in Privates
Freitag, 22. September 2006

Well, it´s a little bit cruel to tell you about the upcoming weekend. Because you cannot come with me :-(
Tomorrow I will visit the convention of hobby tailorsI bet this is the wrong term, but even my online dictionary won´t help here). I would like to call it "sewing arts and crafts hobby convention" or something like that. It will be my first visit of such a show, and I am really excited what will happen there.
I will give two workshops for stamping on fabric, which is my actual favorite technique! I made tons of samples, that I will share with you in this blog after the show. I hope I will make it monday, maybe tuesday.
Because most content of the Burda website that gives information about the convention is in german, I hope I can give you some input here. This hobby convention invites all sewing guys and girls all over the world, but apparently only people from continental Europe will attend. Because the convention is located in Aachen, which is close to Belgium and the Netherlands, I think we will meet a lot people from there.
Fortunately most belgians and dutch speak german, so we don´t have to translate anything. What kind of tailors conventions do you have, people from all over the world? Let me know!
Mittwoch, 20. September 2006
Noch 2 Tage, dann geht es los: Der Kongress der Hobbyschneider/innen beginnt.
Und ich habe mich mal wieder hinreißen lassen, das Maul meilenweit aufzureißen, und Kurse zu geben. Klar weiß ich über Stempel alles, und auf Stoff habe ich so viele Male bedruckt. Ich will das Wissen weitergeben, es ist wie eine Sucht. Und ich will den Mädels was Besonderes bieten. Nicht nur "Stempel einfärben-drucken-ahhh". Auch ein wenig über Stempel erzählen, Gestaltungstipps geben, Stoffqualitäten behandeln, Druckfarben besprechen. Und wie immer ist es alles in meinem Kopf. Um es auch zeigen zu können, habe ich heute mit den Mustern angefangen. Das schiebe ich seit Wochen vor mir her. Und warum? Leere Seiten machen mir Angst. Was kann bei jedem Abdruck nicht alles schiefgehen? Habe ich die richtige Idee für dieses Shirt, diese Tasche, diesen Stoff? Ich weiß aus Erfahrung: Ich muss nur anfangen. Dann verselbstständigt sich das Ganze. So auch heute: Morgens angefangen und bis in den frühen Nachmittag wie im Rausch gemalt und gedruckt. Dann fühle ich mich wie in einem wilden Strom, der mich von den Füßen reißt und fortträgt, dann ausspuckt an Ufern, die ich nie zuvor gesehen, die ich nicht gesucht habe. Und es entstanden Bilder, Ideen, die ich gestern noch nicht hatte. Soll ich das T-Shirt mit der Aufschrift "BITCH" wirklich anziehen? Ich konnte nicht anders, es passte genau in den gestempelten Rahmen. Mache ich mich nicht lächerlich? Wie so oft? Und ich habe geredet, still, im Innern. Mit den Kursteilnehmern. Alles erklärt, erzählt von dieser Reise an deren Anfang der erste Pinselstrich, der erste Stempeldruck steht. So viel mehr möchte ich erzählen, so viel mehr zeigen. 2 Stunden, mit denen ich haushalten muss. Wie immer scheint mir das unmöglich. Und wie immer wird es klappen. Irgendwie.
Geschrieben von babbelgum61 um 22:23 Uhr in Projekte
Montag, 18. September 2006
Heute morgen alles trist und grau, Feuchtigkeit aus allen Richtungen, die ganze Nacht hat es geregnet und in der Luft hing Nebel. Man hatte schon beim Verlassen des Hauses das Gefühl, alles wird klamm und kalt. Durch und durch.
Was hilft dagegen? Nachdem ich Junior in der Schule abgeliefert hatte, schnell zum Kiosk um die Ecke. Irgendein Kreativheft musste her! Obwohl ich so gut wie gar nicht stricke, habe ich mir die aktuelle Verena gekauft. 5 Euro sind ein stolzer Preis.
Dann mit dem Heft ab in den nächsten Bäcker, Tässchen Kaffee und ein Rosinenbrötchen zum Tunken, gemütlich in eine Ecke verkrochen und schmökern. Aber noch mehr als die Maschenmode hat es mir die Mode darunter angetan. Fast alle süßen Romantik-Kleidchen kamen von H&M. Ich muss mich nun sehr beherrschen, nicht in den nächsten HennesundMauritz zu laufen. Immerhin wollen wir doch jetzt alles selber nähen, gell?
Ein bisschen schade finde ich, dass Burda nicht seine Nähmode mit den Strick/Häkel-Modellen kombiniert. Schließlich haben die doch genug davon.
Aber eine Stilrichtung hat es mir besonders angetan, das trifft genau meinen Geschmack, auch wenn ich aus dem Prinzessinnenalter schon lange raus bin, springen mich Kleidchen in Pudertönen und mit viel, viel Tüll immer noch an.
Ist das nicht supersüß? Im Verena Heft sind noch mehr solch putzige Romantikfummel. (Ich will hoffen Burda ändert nicht den Namen des Bilderlinks, wie bei anderen Bildern geschehen. Dann endet mein Bild welches ihr hier seht im Nirvana oder ganz woanders, was etwas verwirrend ist)
Oder das! Oh ist das süß! Und jetzt ratet mal, warum mein Blog heute wieder anders aussieht? Alles in Pudertönen... rosé und lindgrün. Hat ein bisschen was von Boudoir, aber ich kann nicht anders, ich musste das heute haben! ;-)
Today I bought the new magazine "Verena", which shows a lot pretty knitting, but some cute dresses too. And these dresses that you can see above gave me the idea for some new colors for my blog. Well, I always was addicted to princess dresses, but now I really need to get some new dresses in soft colors! Before I can make any new dress I will compensate my need for pastels with my blog. ;-)
Geschrieben von babbelgum61 um 11:06 Uhr in Fashion
Sonntag, 17. September 2006
Wisst ihr, was noch besser riecht als frisch geschnittenes Gras? Na? Naaaa? ...... Jep, Rauch. Dieser Duft, der nach einem Abend am Lagerfeuer in Klamotten und Haaren hängt. Riecht genauso wie diese alten Häuser im Freilichtmuseum. Ein Angler in Schweden gab mir einst den Rat, dass man sich vor dem Angeln in diesen Rauch hüllen soll, denn dieser Geruch hält die Millionen Mücken an den Seen ab! Seitdem liebe ich es, so zu duften. Also gab es gestern nach der üblichen Maloche in Omas Garten ein kleines Lagerfeuerchen im gußeisernen Grill. Erst bisschen Fleisch verbrannt, dann ein paar Scheite auf die glühenden Kohlen-Voilá. Mein kluger Mann hatte ganz zufällig sein neustes Spielzeug dabei, ein Fotohandy, und hat ein Filmchen von unserem Freudenfeuer gemacht. (Unbedingt Ton anschalten, ihr werdet schon hören warum :-D ) Die Qualität ist grottig, ich bin youtube-Neuling, sorry. Aber das Highlight des Wochenendes kam heute abend von meiner Tochter. Sie hat aus Spaß ein Programm getestet, mit dem man Videofilmchem schneiden kann. Und ich bin so stolz! Ein wenig ist es mir, als schaute ich in einen Spiegel, und das gleich im doppelten Sinn: Seit meiner Studentenzeit habe ich Selbstportraits von mir im Spiegel geknipst. Wie auch sonst? Damals mit meiner Nikon FE, und das Ergebnis war erst nach der Filmentwicklung sichtbar, 36 Bilder gingen drauf. Welche Möglichkeiten haben die Fotografen heute? Drück und guck. Oder sich gleich live im Display kontrollieren. Und bearbeiten. Pickel weg (bis 30) oder Falten weg (ab 40), ein klick genügt. Photoshop sei Dank. Aber was das Auge des Fotografen sieht, das kann einem keine Kamera abnehmen, Talent wird vielleicht vom digitalen Zeitalter erleichtert, aber keinesfalls erschaffen. Man muss schon das "Auge" haben die Bilder zu sehen, egal wie man diese dann festhält. Hier also meine Tochter, in einer kleinen Spielerei, und sie mag 80er Musik (bitte mit Ton hören!): Film ab!  Jo! This weekend I got some films for you. If you check the links you will first get a small film of a campfire that shows my little son saying funny things, and no- I won´t translate *lol*.
Then my little daughter, almost 21, made a funny film for testing a new program, and she used tons of self-portraits. Funny... when I was her age, I did exactly the same thing! With my Nikon FE, black and white film, 36 images maximum. sniff. She can control each image right away, but there is still a lot of talent needed to have an idea, make it come real and present it like this.
For both films you should turn voice on, cuz my little baby girl likes 80s music- yeah!
For all who came that far in my todays blog, I have a special for international readers. A link my cutie husband sent me some days ago. I have something in mind with it, so I won´t tell my germany friends, but for ME, it deals with sewing (and that´s what it´s all about, right?) Check this video for fun. It made me think: "Hey, well, sewing is so unnecessary if someone can change cloths as fast as THIS guy does! Next time I use this .... trick to dress for the evening" :-D
Geschrieben von babbelgum61 um 23:16 Uhr in Privates
Freitag, 15. September 2006
International visitors please scroll down
Ist es tatsächlich schon eine Woche her, dass ich hier geschrieben habe? Nun, das Stempel-Mekka war sehr schön, vor allem, weil ich so viele alte Freunde wiedergesehen habe, auch solche, mit denen ich schon gar nicht mehr gerechnet habe. Aber was soll ich euch Nicht-Stemplern vom Stempel-Mekka erzählen? Wer es nicht kennt, kann es sich nicht vorstellen. Und hat was verpasst, aber egal. Warum es hier so still ist: Das Wetter ist schuld ;-) Erinnert ihr euch an diese schreckliche Hitze diesen Sommer? Und die darauf folgenden Wochen mit nicht enden wollendem Regen? Dieses eigenartige Wetterchen hat mich ständig davon abgehalten, den Garten meiner Oma zu pflegen. Während der Hitze ist der Rasen mehr vertrocknet als gewachsen, ich hab mich nicht mehr getraut auch nur einen Halm zu stutzen. Als es dann ohne Unterlass regnete, wuchs die dumme Wiese zwar prächtig, aber meine Versuche, einen erst wenige Stunden getrockneten Rasen zu schneiden, endeten in Wutanfällen, da ich mehr damit beschäftigt war die klebrige Rasenmatsche von den Messern zu kratzen als damit, das gewucherte Gras zu kürzen. Nun, seit Samstag haben wir ein perfektes Sommerwetter! Nicht zu heiß, Sonne satt und keinen Tropfen Regen. Samstag und Sonntag konnte ich den - endlich wieder - strahlend blauen Himmel sehnsüchtig durch die Oberlichter der Messehalle sehen. Montag ging es dann endlich wieder in Oma´s Garten! Habe ich eigentlich schon von Oma´s Garten erzählt? Ich glaube ja, aber ich tue es immer wieder gern. Also: Oma´s Garten ist gross! Sehr gross! Meine beiden Onkel (die miteinander verheiratet sind, aber das ist eine andere Geschichte), die das Nachbarhaus bewohnen, haben die gleiche Gartenfläche, und sind mit zwei Mann ganztägig beschäftigt ihren Garten zu bewirtschaften. Und dabei ist ein großer Teil davon ein Gartenteich, hehe. Und da meine Oma 95 Jahre alt ist, kann sie natürlich nichts selber machen, logisch. (Von ihrem Gejammer, dass sie ja will aber nicht kann mal abgesehen) Vor 2 Jahren rief mich mein Vater an, ob ich nicht mal eben in Oma´s Garten Rasenmähen könnte. Meine Onkel haben das viele, viele Jahre gemacht, und sind nun selber nicht mehr fit genug, mehr als ihren eigenen Garten zu pflegen (der ja wie bereits gesagt auch riiieeesig ist). Ich hatte zu diesem Zeitpunkt mit meiner Oma rund 7 Jahre kein Wort mehr gesprochen (kein Kommentar) und bin dann zähneknirschend zum Garten gefahren. Oma hat sich sehr gefreut mich zu sehen, ich glaube sie dachte, ich besuche sie und nicht den Garten *hüstel*. Nun ja, seitdem mähe ich halt. Aber was musste ich dort sehen? In den vielen Jahren, in denen im Garten nur das Allernötigste gemacht wurde, waren Büsche und Bäume gewuchert, Obstbäume abgestorben, eine Terrasse verdreckt. In diesem ersten Garten-Sommer habe ich nicht nur den Rasen gestutzt, sondern auch unzählige Büsche beseitigt, und Bäume entfernt, seitdem reiße ich jeden neuen Trieb des fiesen Kirschlorbeers sofort aus! In ein paar Jahren würde ein stattlicher Strauch daraus, in 10 Jahren müsste ich einen halben Tag die Wurzel ausbuddeln! Wah! Letzten Sommer habe ich einen Versuch gestartet, Tomaten, Kürbisse und Erbsen zu ziehen. Jeder Gemüsebauer hätte sich totgelacht, und anscheinend haben die Pflänzchen das auch getan.... Matschtomaten, Erderbsen und von Schnecken gefressene Kürbispflanzen... mehr hab ich nicht bekommen. Wie jeder Gartenbesitzer weiß, muss man Gemüse wenn es geht täglich pflegen. Wenn man eine halbe Autostunde fahren muss, um morgens die fiesen, bösen Schnecken von den Jungpflanzen zu pflücken, dann ist das recht unrentabel. Die dusseligen Tomaten wuchsen schneller als ich sie hochbinden konnte, und nach einem kräftigen Regenschauer lagen auch die Erbsenranken auf dem Boden. Ich habe meinen Traum vom Bauerngarten also erst einmal verschoben, aber nicht aufgegeben! In diesem Jahr habe ich mich wieder auf´s Rasenmähen konzentriert. Damit ihr eine Vorstellung davon habt, hier ein Foto eines TEILS der Wiese, die es zu stutzen gilt: Was ihr hier seht, ist ein Stück Obstwiese, hier stehen Kirschbäume, Pflaumenbäume, Walnussbäume und gaaanz hinten eine Kastanie. Hinter den Obstbäumen ist ein grosses Stück Wiese, die zu gar nix gut ist ausser dazu, wie blöde zu wachsen. Guckst Du hier: Na ja, und der Rest ist nochmal so gross.... ich brauche, egal wie sehr ich mich beeile, jedes Mal 4- 4,5 Stunden um alles zu mähen. Nicht, das ihr jetzt denkt ich finde das anstregend. Im Gegenteil: Ich mache das wahnsinnig gern! Der Rasen hat so viele unterschiedliche Qualitäten, von wucherndem dicken Gras über kurzes, drahtiges bis hin zu der Spießerrasen-Sorte gibt es alles was man sich denken kann. Und unter den Obstbäumen wächst was anderes, keine Ahnung wie das heisst, aber lässt man es wachsen, kommen kleine blaue Blüten raus. *lol* Ich liebe den Geruch von frisch geschnittenem Gras! Wenn ich gemäht habe, bin ich von oben bis unten damit beklebt, denn ca. 2/3 mähe ich ohne Auffangkorb und dann bekomme ich halt ´ne Menge ab von dem Grasschnitt... jipeee! Nachdem ich den Rasen wegen dem nicht enden wollenden Regen so lange nicht gemäht hatte, stand das Gras teilweise über einen halben Meter hoch. Was sehr anstrengend ist zu mähen. Und als ich diesmal in Oma´s Garten war und dieses wunderbare Wetterchen sah.... sah ich auch die Büsche und Hecken, die gekürzt werden mussten, das alte Hühnerhaus, welches als Gerätehaus genutzt wird, brauchte dringend einen neuen Anstrich, eine Conifere wucherte in den Durchgang von mittlerer Wiese zum Haus und wurde entfernt (das sägen und Wurzelausreißen ging ganz flott, aber ich hab einen halben Tag gebraucht, dass entstandene Loch wieder zu begradigen.....) und zu guter Letzt wurde alles gemäht.... Montag bis Donnerstag hab ich also im Garten gebrasselt, und es hat SPASS gemacht! Damit ich nun die Früchte meiner Arbeit mit euch teilen kann, das Hühnerhaus vor und nach meiner Farbbehandlung. Vorher, eine Seite ist schon gestrichen: Schaut mal, wie die alte Farbe ausah: Und-tadaaaaaa-danach (jetzt dürft ihr mich loben): Und wenn ihr sehen wollte, was als Nächstes anliegt, hier eine Rückansicht von "Oma ihr klein Häuschen". Diesen Müll muss ich endlich mal entsorgen, nachdem er sich da seit 10 Jahren angesammelt hat.... Und warum erzähle ich euch das alles? Nun, ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen! Zwar habe ich in Oma´s Garten sehr viel geschafft, aber die Schneiderei liegt währenddessen völlig brach! Ich hab euch eine Weste und mein "Modenschau-Geheimnis" versprochen. Da hätte ich vorher mal in den Wetterbericht schauen sollen. Seit Montag habe ich das auch, und immer hieß es "übermorgen Regen"! Also habe ich die Gunst der Stunde genutzt und den Garten beackert. Aber es kam kein Regen. Zum Glück. Doch darum gibt es nun keine Weste, keine neuen Fummel für die Modenschau und meine Workshop-Vorbereitungen für den Kongress der Hobbyschneiderinnen muss ich wohl nachts machen.... wenn ich meine Arme nach der Gartenarbeit noch bewegen kann... 
Now you want to know what this is all about? Well, I try to apologize for not beeing able to present any new dress or anything else. As you can see, I have done a lot gardening. I had to cut trees and bushes, paint grandmas garden house (in fact, its a former house for the chicken...) and mower the lawn over and over again ;-). And "I love it mower and mower each day!" (Always wanted to say that, yeah!) But while cut here and paint there, I had not a single minute für sewing, and in the evening I was too tired, sniff. But I hope you still enjoy my little blogworld, and have fun with watching german gardening ;-) Stay tuned, soon I will sew something new, even if it´s green and smells like grass..... PS: The title of my todays blog "Unser Oma ihr klein Häuschen" means "Our gradma´s little house". It´s the title of a german traditional song, and its about drinking as long as you have to sell your grandmas house for paying the bill! Yep! That´s german! ;-)
Geschrieben von babbelgum61 um 10:06 Uhr in Privates
Freitag, 8. September 2006
So, ich werde mich schon jetzt für die nächsten Tage abmelden. Da ich heute morgen meine Klamotten-Stylingidee für´s Wochenende über den Haufen werfen musste, UND ich vor einigen Tagen eine ganze Kiste alte Burdas beim aufräumen in die Finger bekam.... mach ich mir heute auf die Schnelle noch was anzuziehen. Ich hab ja auch gaaaaar nix *rolleyes*. Und da wird wieder experimentiert. Mal sehen ob es was gibt. Ich versuche mir eine Weste zu basteln, hab grade den Schnitt rauskopiert, der Stoff ist in der WaMa und dann muss ich noch warten bis der Trockner durch ist. Da das noch zu nähende Teil ein paar amüsante Besonderheiten für euch bereit hält, mache ich eine Dokumentation, auf die ihr dann aber bis Montag warten müsst. Denn morgen und übermorgen bin ich hier: Stempel-Mekka Für alle Nicht-Stempler: Das ist die grösste Verbrauchermesse für Motivstempel auf dem Kontinent. Eben das Mekka...für Stempelfans. Nun, da wird nicht nur gestempelt, auch neue Techniken rund um Kartengestaltung und Kunst im Handtaschenformat wird dort geboten. Papiere zum Dahinschmelzen, Embellishments wohin das Auge blickt und kreative Techniken, dass man noch Monate davon zehren kann! Na ja, wer nicht weiß, welch geniale Techniken man mit Motivstempeln machen kann, der wird niemals dorthin gehen. Aber falls ihr Stempler seid und/oder in der Nähe von Hagen wohnt: Kommt mich am Stand von Kaleidoskop besuchen. Ich bin die Frau mit den Fingern voller Stempelfarbe, stehe knietief in kuriosem Material das sich bestempeln lässt und habe einen leicht entrückten Blick wenn ich grade einen Stempel in der Hand habe. FALLS ihr Stempel-Anfänger seid: Frag mich nach Anfängertechniken und bring mindestens eine halbe Stunde Zeit mit, besser eine ganze. FALLS ihr Profi-Stempler seid: Schon mal gesehen, was man mit CDs anstellen kann? Ich habe ja schon länger einen Basteltipp dazu im Netz, aber live erleben ist immer am besten. Ich freu mich auf die Messe und hoffe, wir sehen uns. Bis Montag dann, eure Bärbel
Geschrieben von babbelgum61 um 11:46 Uhr in Privates
Donnerstag, 7. September 2006
Ich habe lange überlegt, ob ich über mein aktuelles Projekt bloggen soll. Zum einen ist es etwas, dass ich seit ca. 10 (!) Jahren im Kopf habe. Zum anderen möchte ich das Ergebnis auf der Modenschau des Kongresses der Hobbyschneiderinnen in Aachen vorführen. Und da ich ja nun schon so unglaublich lange mit dieser Idee gesegnet bin, muss ich ja wohl mal langsam anfangen. Aaaaber: Ich will das Ding doch in Aachen als "neu" präsentieren, und allen meinen Nähfreundinnen eine Überraschung bereiten- ähnlich wie bei der Challenge. Also eigentlich kein Sterbenswörtchen zu niemandem! Dennoch brauch ich mein Blog als Popotreter. Ihr kennt ja die schöne Redewendung "Jemanden in den Ar*** treten" wenn derjenige mal hinnemachen soll. Das tut für mich mein Blog. Indem ich hier verewige, was ich im Kopf oder unter der Nähmaschine habe, setze ich mich selbst ein bisserl unter Druck, und das brauch´ ich halt. Also wie nur? Ich dachte, ich schreib was anliegt, aber mach´ ein groooosses Geheimnis draus *grins*. Etwa so: Vorwort Als ich vor 8 plus 2 (seit 2 Jahren stempele ich nicht mehr aktiv), also vor ca. 10 Jahren, mit dem Stempeln anfing, ging es ja recht zügig in die Selbstständigkeit. Mein erster Stand auf der Verbrauchermesse "Stempel-Mekka" war noch ganz klein und putzig, aber schon damals musste ich irgendwie Stempel und Stoff verbinden. In meiner Anfangsphase als Profi-Stempler stolperte ich recht schnell über die amerikanische Firma Hot Potatoe, die sich auf Stoffstempel spezialisiert hat. (Exkurs: Ja, die Firma HAT ihren Namen vom Kartoffeldruck! In einem Video, welches ich mal gesehen habe, erklärt die Inhaberin die Geschichte der Firma: Sie hat vor Jahren ihren Kindern für die Schule tolle Shirts mit Kartoffeln bedruckt. Diese müssen so toll gewesen sein, dass sie sogar für den Verkauf in Serie gingen. Und irgendwann war es ihr zu blöd, die Kartoffeln immer neu schnitzen zu müssen... na ja, und das Gummi für die Stempel kommt kochendheiß aus der Presse... so war der Firmenname geboren!) Bei dieser Firma habe ich übrigens zum ersten Mal die Samtprägetechnik gesehen. Diese Technik ist für reine Stempler vielleicht nicht so sehr interessant, aber da ich ja immer noch eine Hobbyschneiderin war- wenn auch eine inaktive- habe ich diese Technik gleich begeistert getestet und auch Kurse damit gegeben. Bitte schaut euch doch mal unbedingt diese Projekt-Seite an. Dort wird genau gezeigt, wie es geht! (Leider nur recht kleine Bilder)
Für meinen ersten Messestand jedoch habe ich mir mit Hot Potatoe Stempeln einige T-Shirts bedruckt, meinen Helferlein und mir angezogen, und die Stempel an meinem Stand verkauft. Ziemlich schlecht muss ich sagen, außer mir scheint es kaum Stempel-Schneider zu geben..... Warum ich so weit zurückgehe: Schon damals wollte ich mir ein Kleidungsstück machen, welches deutlich sichtbar mit Stempeltechnik verziert sein sollte. Die Shirts waren ja ganz nett, aber Lichtjahre von dem entfernt, was mir bei dieser Idee vorschwebte. Da die Stempelmesse nur einmal jährlich stattfindet, habe ich mir jedes Jahr auf´s Neue vorgenommen, für´s nächste Jahr was zu basteln.... ganze 6 Jahre lang! (wer jetzt nachrechnen möchte: 2 Jahre Hobbystempler, 6 Jahre Profistempler, 2 Jahre Stempler im Ruhestand) Vor 2 Jahren- ich gehe immer noch zum Mekka als Stand-Helferlein für eine Freundin- sah ich dann eine Stempelkünstlerin aus USA, die ich schon lange kenne. Sie hatte mal wieder eine Technik mitgebracht, die ich so noch nicht gesehen hatte. Sie stempelte auf ein Material, dass ich schon länger im Auge hatte als Ausgangsbasis für ein Kleidungsstück. Ich habe ihr dann versprochen, ein Muster zu nähen und ihr Fotos zu schicken..... und die gibt es bis heute nicht. Fazit: Ich möchte für die Modenschau etwas nähen, das ich seit 10 Jahren im Kopf habe, und seit 2 Jahren jemandem versprochen habe. Jetzt denkt ihr bestimmt "Ja was blubbert die da so lange drumrum... das macht sie doch eh niemals, das Teil" Soll ich euch was sagen: Ein "Ballen" von dem Zeug steht seit letzter Woche bei mir im Schlafzimmer, weil woanders kein Platz war! Fortsetzung folgt *ggg*
Geschrieben von babbelgum61 um 09:12 Uhr in Projekte
Mittwoch, 6. September 2006
Ich habe letzte Woche ja bereits erzählt, dass ich mir ein Riverdance-Kostüm machen will. Und ich habe es nicht geschafft, ein Bild des gewünschten Kostüms aufzutreiben. Nun hatte ich bereits mit einem DVD-Programm versucht, Schnappschüsse aus dem laufenden Film zu machen, jedoch wie ich dachte vergeblich. Beim Aufräumen meines Bildarchivs fand ich nun ganz erstaunt eben jenen Schnappschuss, und möchte ihn euch nun heute zeigen.  Die Qualität ist natürlich nicht so besonders, aber nun seht ihr, warum ich das Projekt als ein wenig schwierig einstufe: Den Stoff bekomme ich in dieser Form nie und nimmer, und auch die Corsage hat einen ganz eigenwilligen Schnitt. Eher wie ein Tudor-Mieder oder Viktorianisch, da der Busen flach gedrückt wird und vorne mit dem Bauch eine grade Linie bildet. Außerdem muss das Projekt erst mal auf Eis liegen, bis der Kongress der Hobbyschneiderinnen überstanden ist. Das Riverdance-Kostüm hätte ich ja zu gerne in doppelter Ausführung mit meiner Freundin Elli auf der Modenschau des Kongresses vorgeführt, aber das schaffe ich im Leben nicht! 
Finally I got a picture of the Riverdance dress I want to sew. As you can see on the picture, the bodice has a weird shape, and it reminds me of some Tudor or Victorian corsages, because the breast is flattened and builds a straight line with the belly. Well, because I have a lot other projects right now that are much more important, the Riverdance will have to wait.
Geschrieben von babbelgum61 um 20:44 Uhr in Projekte
Dienstag, 5. September 2006
Today it´s time for another try in english. Last weekend I have been to a medieval show on a really nice castle, Burg Satzvey, "one of the most beautiful and best maintained moated castles in North Rhine Wesfalia. The first written documents date this castle to 1396 with its foundations supposedly older still". I never have been there, what a pitty! It´s a well renovated castle, and the owner presents a lot of events on his castle, like old musik, Halloween-partys, Medieval Jousting Tournament and such. For some impressions, visit this PAGE. Well, me and a friend put on our prettiest historic and fantasy dresses (check yesterdays entry, there is a pic of my gown) and went there with our kids. The most fascinating thing for our two boys have been the birds of prey, and while my little one was having a snack, one of these huge birds flew by. He landed on a tree just next to us. The falconer came and lured his bird with some pieces of meat. After both- son and bird- finished their dinner, the falconer went back to the birds station. We wanted to leave too, but a young guy came to me and he said: "Sorry mylady, but there was an accident on your dresses train." Ooops. This dam bird left his last days dinner on my pretty gown! ******! I managed to get rid of it by turning the train upside down, but I was really upset by this little accident. How likely is such an accident, eh? Isn´t this area in and outside the castle (and it was huge!) not big enough for this bad bird? A lady on the fair told me, I will be lucky from that accident, the birds sh*t will work as a lucky charm... yeah, thanks! ;-) We went to the bird station to watch this really beautiful animals, and maybe kick the bad one a bit.... And there it was: My lucky charm! At the bird station was a very old friend of mine, that I haven´t met for over 10 years! He visited some friends who care for these birds, and without these birds... we never would have meet again! I lost contact for so many years, and now the "bird accident" brought him back to me! I have to admit, that some accidents may work as a lucky charm, even if they are as crazy as "bird sh*t on a gowns train". So think of me if you go out next time with your medieval gown and you see a bird of prey....
Montag, 4. September 2006
Da geht man am Wochenende nichtsahnend und ganz harmlos zu einem mittelalterlichen Burgfest auf Schloß Satzey. Sucht sich einen alten Fummel raus. (Endlich kann ich mal wieder das alte Bild hier posten)
 Und dann steht man da und denkt an nichts Böses - der Junior verdrückt einen Reibekuchen - landet so ein riesiges Adler-Viech im Baum über mir. Toller Anblick. Kurz darauf kam der Falkner (oder heisst das Adlerer? ;-) ) und holt sich seinen Vogel mit Lockrufen und Fleischbrocken zurück. Als ich grade weitergehen will, spricht mich ein junger Mann an: "Auf Ihrer Schleppe ist ein Malheur passiert". Ich hab ja an alles gedacht, aber nicht daran, was ich dann sah: Mitten auf meiner schönen goldbestickten Schleppe.... eine recht große Hinterlassenschaft des Vogelviechs! GottseiDank konnte ich diese mit einem beherzten Schwung der Schleppe rückstandsfrei von Selbiger hinfort befördern. (Ich erspare euch jetzt Einzelheiten). Die nette Dame im Toilettenwagen (dessen Besuch nichts mit dem Vogel zu tun hat) meinte, nachdem sie meine recht ungewöhnliche Geschichte gehört hatte, dass dies Glück bringen würde. Nun, ich habe mich spontan gefragt, ob es wohl einen Aberglauben für den recht unwahrscheinlichen Fall geben könne, in dem ein Vogel von 2 Meter Spannweite auf die Schleppe einer Dame ..... "macht". Was soll ich sagen: Dieser grosse Flattermann HAT mir Glück gebracht. Um den bösen Vogel einmal näher in Augenschein zu nehmen, ging ich mit meiner Gesellschaft rüber zur Falknerei. Die wunderschönen Vögel wurden dort für kleines Geld als touristische Fotoattraktion angeboten: Ein Polaroid mit Greif auf der Hand macht 5 Euro. Für Futter? So wie die Vögel aussahen, fressen sie das in einer Stunde wieder auf.... Ich habe keinen Vogel für ein Foto ausgeliehen (sonst hätte ich ihm wohl die Gurgel rumgedreht...) aber mein Name wurde laut gerufen. Ein seit gut 10 Jahren verschwundener Freund stand plötzlich vor mir! Er ist mit einigen der Vogelpfleger befreundet, und war darum an einem Ort, an dem ich niemals mit ihm gerechnet hätte!
Jetzt sagt mir: Hat des Adlers Malheur mir Glück gebracht? Ich für meinen Teil kann dies mit einem klaren "Ja" beantworten. Für einen wiedergefundenen Freund nimmt man so Einiges in Kauf, und die Schleppe war mir im Übrigen auch herzlich egal..... Nachtrag: Ich trage dieses Kleid fast nie, aus Furcht in dichten Mengen tritt man mir ständig auf die Schleppe (so lange keine Greifvögel in der Nähe sind). Dabei geht es garnicht darum, dass Fußtritte dem Stoff schaden könnten... Aber jeder Fuß auf der Schleppe ist wie die Leine beim Hund: Man wird von jetzt auf gleich abgebremst. Sehr unangenehm bei voller Fahrt ;-)
Auf Satzvey erlebte ich erstmals ein völlig gegenteiliges Phänomen: Mir schien, um meine Schleppe war eine unsichtbare Absperrung aufgebaut. Um mein Kleid herum teilte sich die Masse wie von Zauberhand, und sogar wenn ich irgendwo stand, gingen die grössten Massen brav aussenrum!
Ich bin immer noch ganz begeistert von diesem Effekt, und werde ihn mir nun wohl des Öfteren zu Nutze machen..... Sommerschlußverkauf... ich komme!
Geschrieben von babbelgum61 um 23:45 Uhr in Privates
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