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Montag, 30. Oktober 2006
So ihr Lieben! Ich habe ja nun schon mehrfach mein "grünes Wollkleid" erwähnt. Es gehört zu dem aktuellen Projekt "Princess for all days", welchem ich noch den Zusatz "1" geben möchte, da dieses Thema für mich zeitlebens nicht beendet sein wird, und es hoffentlich noch weitere Ausgaben geben wird. Die Geschichte des grünen Wollkleides begann an zwei Orten: Dem Forum der Hobbyschneiderin, wo ich ein Kontingent von 12 alten Burdas ergattern konnte, und zum anderen in einem Solinger Stoffgeschäft, welches wegen Umzug einige Schnäppchen für mich hatte. Der grüne Wollstoff war spottbillig, nur leider recht knapp bemessen. 2,30 Meter waren nur noch übrig. Bei dem Preis (wenn ich mich recht erinnere waren es 2 oder 3 Euro der Meter) hätte ich auch den ganzen Ballen gekauft. Der Stoff fiel mir in die Hände, kurz nachdem ich die Burda 10/99 in dem 12er Paket in die Finger bekam. Ich habe dort ein Kleid gesehen, mit dem mich Liebe auf den ersten Blick verband, und der grüne Stoff war der ideale Partner für dieses Kleid. Ich finde, das Kleid hat was mittelalterliches, wenn auch mit einem absolut simplen Schnitt! Durch die Länge und Wahl des Materials und der Accessoires kam schon bei Burda dieser ganz spezielle Look mit einer Mischung aus Tradition und Moderne zustande. Seht selbst: Nur leider war mein Stoff exakt 50 cm zu kurz! In meinem übergroßen Optimismus habe ich dann den Schnitt aus dem Heft kopiert. Dabei habe ich zum ersten Mal die Nahtzugaben gleich drangezeichnet, wie wir es von den Schnitten aus Amerika kennen. Wenn ich alles gleich mit 1,5 cm Nahtzugabe zuschneide, UND an meiner NäMa diesen Abstand mit Klebeband markiere.... dann spare ich mir das Markieren der Nahtlinien mit Kreide UND das mühsame Stecken mit steter Kontrolle, ob die Nahtlinien denn auch brav aufeinander treffen. Auch hier kam der allerletzte Anstoß von Sonnenschein: In ihrem Blog hatte ich gesehen, dass der Burda-Maßschnitt ebenfalls mit bereits angezeichneten Nahtzugaben geliefert wurde! Weiter so, Burda! Ich habe also den von mir abgeänderten Papierschnitt auf meine 2,30 Meter Stoff gelegt. Klar war der zu kurz! Da kam mir in den Sinn, dass ich in letzter Zeit schon oft diese "mittelalterlichen" Kleider gesehen hatte, bei denen der vordere Saum um einiges kürzer ist, und der hintere in einer Schleppe ausläuft. Jau! Das wollte ich! Und ganz nebenbei kann man dabei 50 cm Stoff einsparen. :-D Gedacht-getan! Ich hab dann den- zu langen- Schnitt auf den Stoff gelegt und alles so lange hin- und hergeschoben, bis der gekürzte Saum auf den Stoff passte. Gar nicht so einfach bei 5 fast körperlangen Schnitt-Teilen, denn trotz Verlängerung gibt mein Küchentisch nie die benötigte Länge für lange Kleider her (Sponsor für Nähzimmer gesucht) Also schieben, schieben, schieben. Da der Stoff ja so wenig gekostet hatte, konnte ich danach beherzt drauflosschnippen. Sah auch gut aus. Bei der Anprobe war ich über die Passform enttäuscht. Sooo weit sollte das Kleid ausfallen? Ich hatte alle Masse besonders sorgfältig abgenommen. Im Nachhinein denke ich, das Kleid soll wirklich recht schlabbrig fallen... aber ohne mich. Also alles wieder enger gemacht. Was ich absolut hasse bei Wiener Nähten. Was man am Stoff ändert und hernach auf den Papierschnitt überträgt, ergibt beim Futter- den man ja dann nach dem geänderten Schnitt näht- eine völlig andere obere Kante. Besser kann ich das nicht erklären. So richtig verstehen tue ich es auch noch nicht, da es mir bisher erst 2 mal passiert ist. Ich lerne das noch. Also Papierschnitt geändert. Ich pfeiff auf die Bequemlichkeitszugaben: Wie man sieht habe ich an der hinteren Mitte recht viel weggenommen. Sehr gut könnt ihr hier auch die angezeichneten 1,5 cm sehen, die meine nahtzugabe sind. Weiter gings mit dem Futter-Zuschnitt. Bei der Gelegenheit habe ich dann auch ein Bild von den abgeschnittenen Säumen gemacht. Vorne kurz-hinten lang... das war doch mal ein sehr beliebter Männerhaarschnitt in den 80ern, oder? ;-) Typisch ich: Das dritte Teil was da jetzt fehlt, habe ich schon verschlampt... Ich habe alle auseinandergeschnittenen Teile markiert, damit ich sie später wieder zusammensetzen kann, um das Kleid in "normaler" Länge zu nähen. Bei der vorderen Mitte ist mir mal wieder ein Flüchtigkeitsfehler unterlaufen: Ich wollte eine Schräge in den Saum des vorderen Mittelteils einbauen... leider falsch rum. das sah sehr komisch aus, der spitze Zipfel in der Mitte, weil der Saum zur Mitte länger wurde (da das Schnittteil ja halbiert ist, wird aus einer verkehrten Schräge dann eine Spitze) Zähneknirschend habe ich das dann begradigt... wieder ein paar Zentimeter verloren. Aber im Nachinein finde ich es sogar besser.... das passiert mir oft: Gutes Gelingen aus Versehen. (Bob Ross nannte das immer einen "Happy Accident" ) Heute habe ich dann endlich das ganze Gefummel zusammengenäht, Futter mit Wolle. Der Ausschnitt ist unter aller Kanone geworden. Wenn ich den Anblick nicht ertrage, kommt eine Borte drüber. Das ist dann wieder so ein Happy Accident *lol* Genug gelabert: Ich habe ein erstes Foto für euch. Die Ärmel müssen noch verstürzt werden (wenn ich weiß wie ich das am einfachsten machen soll) und der Reißverschluß muss noch rein, was auf meiner Liste der verhassten Arbeiten ganz oben steht. Theoretisch komme ich auch ohne RV rein, aber wie wieder heraus? Also muss ich da wohl durch. Was ich mit dem Saum mache, weiß ich noch nicht. Ich muss erst mal drüber schlafen. Da der Wollstoff sehr dick ist, und mir der schöne glatte Fall des einlagigen, also nicht umgenähten Saumes im Moment gut gefällt, dachte ich "Hey, warum nicht mal diese schreckliche "offenkantige" Verarbeitung ausprobieren?" Ich habe den Stoff auch nicht an den Nahtzugaben abgekettelt, da franst nichts. er Futterstoff hingegen franste auf dem Weg vom Zuschneidetisch zur Overlock!!!) Also lasse ich den Saum vielleicht sogar kackfrech unbearbeitet. An den Nahtzugaben ein paar Sicherungsstiche, den Futtersaum nochmal gleichmässig abgekettelt, fertig. Mal sehen. Hier meine erste Version des "grünen Wollkleides", es ist sehr schlicht und soll es auch sein. Dazu kommen dann später Mantel, Bluse und mehr. Da ich ein ähnliches Kleid als Druiden-Verkleidung im Larp habe, weiß ich, dass ein solches Kleid mit darunter getragenen, langärmligen schwarzen T-Shirt super aussehen kann (ich hatte es auf der Spielemesse bereits ausprobiert) Außerdem erwarte ich mir ungeahnte Styling-Möglichkeiten durch den vorne kürzeren Saum: Mit meinem Spitzen-Rüschen-Glitzer-Rock darunter wird es romantisch, mit einem einfachen, glatten Rock sehr puristisch, und- wenn ich gar die geplante lange, weite Hose darunter trage- sogar avantgardistisch. Die Farben des Fotos sind grottig. Mit Blitz und einem Stoff, der Licht aufsaugt, ging es nicht besser. Wenn ich es morgen fertig bekomme, liefere ich ein Foto mit Bärbel drin nach. Am liebsten würde ich schon mal ein paar Stylings ausprobieren, aber das wird wohl warten müssen, bis ich von der Kreativwelt in Essen zurück bin.
Geschrieben von babbelgum61 um 22:33 Uhr in Projekte
Sonntag, 29. Oktober 2006
Als ich vorgestern am Bahnhof Ohligs war, und noch Zeit hatte bis mein Zug fuhr, wollte ich die Bahnhofsbuchhandlung nach internationalen Schnittmusterheften durchforsten. Finden konnte ich keine, aber statt dessen sah ich eine neue Verena.
Das letzte Heft hatte ich gekauft, weil es auf den Burda-Seiten immer wieder angekündigt wurde. Das aktuelle Heft jedoch ging für mich völlig unter. Darum war meine Freude groß, dass ich es gleich kaufen konnte, und nicht wieder so lange darauf warten musste. ;-)
Und was für schöne Strick- und Häkelideen! Dies ist nun meine 3te Verena seit ich wieder mit dem Nähen angefangen habe. Und die beiden kleinen Tops, sie ich dieses Jahr gestrickt und gehäkelt habe, waren beide nicht aus einer Verena. Dennoch muss ich die Hefte immer kaufen, denn auch wenn die gezeigten Modelle nicht immer ein WOW-Erlebnis bei mir auslösen, so sind die Fotos immer schön anzusehen. Nennt es mein Strick-Bilderbuch. Und als Ex-Grafikerin sind gute Bilder für mich ja eh wichtiger als alles andere.
Ganz besonders haben es mir die romantischen Vorschläge der Verena angetan, logisch. Und stellt euch mein dummes Gesicht vor, als ich eine Seite aufschlage, und da steht tatsächlich: "Einmal Prinzessin sein..." Das stand bei diesem niedlichen Pulli (Ich vermute der U-Boot-Ausschnitt soll an die Ausschnittform eines mittelalterlichen Kleides angelehnt sein. Die puschelige Wolle am Ausschnitt suggeriert einen Fellbesatz. Mir gefällt´s jedenfalls sehr!):
Nun, ihr kennt ja meine Vorliebe für Prinzessinnen, gell? Aber auch das folgende Outfit hat es mir angetan. Weniger wegen dem Jäckchen- das finde ich arg bieder- als wegen dem Rock.
Wie schon in der Verena zuvor, sah man im aktuellen Heft viel beigefarbene Spitze und Rüschen. Genau mein Ding (mal wieder)! Ich hatte ja bereits wegen der letzten Verena mein Blog-Design geändert, und die Farben meinen Lieblingsbildern aus der Verena angepasst. Bald habe ich mich daran sattgesehen, aber die schönen Prinzessinnen-Outfits in den beiden Verenas werde ich noch oft durchblättern.
Geschrieben von babbelgum61 um 09:34 Uhr in Fashion
Samstag, 28. Oktober 2006
Gestern konnte ich mal wieder ins Mittelalter schlüpfen. In der Larp-Taverne Twilight in Köln tummeln sich einmal im Monat Drachentöter, Orks und Pirartenvolk. Und hübsche Maidlein... so wie die besonders netten des Clans Mac Mahoon. Eine davon ist meine Wenigkeit. Und weil ich ja ganz wild darauf bin, in historisch angehauchter Mode durch die Welt zu wandeln, hab ich mich schon zu Hause in Schale geworfen, Schleppenkleid und Jäckchen von HundM drüber und ab in den Bus. Dann mit der Bahn weiter nach Köln. Dank Nowaks Bericht war ich vorgewarnt, dass in Köln zur Zeit etwas schwierige Verkehrsverhältnisse herrschen. Nachdem ich 30 Minuten auf den Zug gewartet hatte, konnten mir die paar Minuten mehr für die Strassenbahn auch nichts mehr anhaben. In der Taverne war wieder volles Programm. Vor allem der Clan war (fast) voll besetzt. Da ich zum ersten Mal nicht als Autofahrerin zur Taverne kam, war ich alsbald auch recht voll. :-D Antialkoholiker lesen jetzt besser nicht weiter: Nach den ersten Flaschen leckeren Gerstensaftes habe ich diese mit süßem Met heruntergespült. Der Rest des Abends war kurz, der nächste Tag durch den dicken Kopf vermurkst, aber Strafe muss ja sein nach einer durchzechten Nacht. In der Taverne war auch unser Clanmitglied Garret, der nicht nur ein ganz Lieber ist, sondern auch ein begnadeter Bastler von Larp-Waffen. Diese müssen ja bestimmten Sicherheitskriterien entsprechen. Vor allem müssen sie absolut verletzungssicher sein. Darum werden sie hauptsächlich aus Schaumstoff hergestellt. Unser Garret ist gelernter Kunststoff-Formenbauer, also prädestiniert für diese Bastelarbeiten. Gestern hatte er was für meine Druidenfreundin Eilionor und mich dabei: Sicheln! Eilionor hatte ihm zuvor unsere Druidennamen in Runenschrift gegeben, diese prangten nun in eingravierten Lettern auf den goldenen Sicheln. Und weil die Sicheln so schön rund sind, haben wir gleich vor der Taverne Wurfübungen damit gemacht.... Die Dinger fliegen vorzüglich, fast wie Frisbees. Ich weiß, Sicheln sollten von Druiden benutzt werden, um heilige Kräuter und Misteln damit zu schneiden. Aber da wir keine anderen Waffen haben, weil wir ja liebe, nette Dienerinnen der Müttergöttin sind, werden wir das nächste Mal mit den Sicheln auf die Orks schmeissen. Nun müssen wir noch ein bisschen üben, und dann werden die Orks totgeworfen!
Geschrieben von babbelgum61 um 23:00 Uhr in Privates
Freitag, 27. Oktober 2006
Sonnenschein ist an allem schuld! Auf der Linkliste ihres Blogs fand ich einen kleinen harmlosen Link zu einem amerikanischen Näh-Forum. Dort zeigte man mir einen Blog-Ring, in dem sich Hobbyschneiderinnen aus aller Herren Länder tummeln. Und da ich mich dann nachts gegen 2 Uhr spontan dort angemeldet habe, wollte ich mein Burda-Blog auch englisch-tauglich machen. Nur wie? Ich schreibe ja schon seit einer Weile immer mal wieder englische Texte in mein Blog, und habe eigens dafür eine Kategorie eingerichtet. Aber wie verweist man auf die eingestreuten englischen Texte? In die Rubrik "International" kann ich es nicht setzen, da ja das meiste in deutsch ist. Für diesen Fall habe ich immer die kleine Flagge parat, die zu dem Text führen soll. Soweit, so gut. Aber ich fand, man kann mehr tun. Da ich in meinem anderen Blog auf jeder Seite 2 Spalten für Links und BlaBla habe, wollte ich das hier auch. Aber hier muss man ja alles selber machen, grrrr. Dank dem Burda-Blog habe ich nun Grundkenntnisse in css, html war mir schon vorher nicht ganz neu. Aber hier verzweifle ich noch. Ohne Inhalt sind alle Tabellen schön ordentlich. Kaum kommt Inhalt rein, ist alles vermurkst. Ich hab geschoben, gelöscht, eingefügt, stundenlang gebastelt. So gingen zwei komplette Vormittage drauf. Heute hab ich dann das alte Blog-Template komplett auf den Müll geschmissen. Schock! Das neue Grund-Template war nett und schien manche Möglichkeit zu bieten. Aber wie an die entscheidenden CSS-Dateien kommen, um sie zu verändern? Es gab ja reichlich Auswahl: Bei dem von mir gewählten Thema wurden 4 css angezeigt, die aber allesamt keine Wirkung zeigten. Also hab´ ich es aufgegeben. Nächstes Template. Diesmal konnte man alles und jedes über html-Tabellen einstellen. Das habe ich dann wieder stundenlang versucht. Bis alles drin war, was ich drin haben wollte, für den Anfang! Nun steht das Grundgerüst, aber nach und nach vermurkste wieder die Aufteilung. Für heute gebe ich es auf. Das Dumme an der Sache ist: Seit 2 Tagen komme ich nicht mehr an die Nähmaschine, nur an den PC. Und fertig ist das Design noch lange nicht. Weiß jemand, warum die drisselige Tabelle nicht die eingestellten Breiten anzeigt???? Wo waren die massgeblichen CSS des Templates "X2"? Das Fazit der Blog-Bastelei: Nicht nur ich habe so meine Probleme mit den Burda-Blogs! Ich kenne und liebe das Burda Modemagazin schon seit ich denken (nähen) kann. Darum werde ich mich hier durchbeissen. Aber einige Nähfreundinnen von mir tun das nicht. Da muss noch VIEL passieren, damit Burda weitere Blogger hierher locken kann. Wer es versucht, und an html und css scheitert, versucht es nie wieder. Ich habe diese Beschwerde schon mehrfach an maßgeblicher Stelle vorgetragen, aber wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Kleine Anekdote am Rande: Während ich blogbastelte, klingelte das Telefon. Am anderen Ende war Herr Bederke. Woah, also damit hätte ich nie gerechnet! Er hat auch einiges tun müssen, um meine Nummer herauszubekommen (mein Mann steht zwar im Telefonbuch, heisst aber anders, hehe). Ich hatte ihm vorgestern eine mail geschickt mit dem Link zu dem Blogeintrag über ihn. Nun wollte er diese kleine lustige Geschichte in einen Newsletter an seine Kunden einflechten. Boah, ich werde noch berühmt! Auf jeden Fall ist es sehr nett, wenn meine ganze dumme Schreiberei auch zu irgendetwas nütze ist, und sei es um auch nur einem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Tja, dummes Burda-Blog. Wegen Dir bleibt mein schönes grünes Kleid ungenäht.
Geschrieben von babbelgum61 um 14:07 Uhr in Privates
Donnerstag, 26. Oktober 2006
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Ok, eine Prinzessin läuft nicht im einem viel zu großen Mantel im Schlabberlook rum. Aber um mir stilecht einen bodenlangen und kreisförmigen Umhang zu machen reicht die Liebe zum Altertum nun doch nicht. Ich habe nämlich einen solchen Umhang aus wunderschönem schwarzen Samt, und den trage ich nur, wenn ich weiß ich muss nicht autofahren, einkaufen, was in der Hand halten, eine Tasche umhängen etc. Also nur für den Showeffekt. Na ja, es ist auch ein tolles Tragegefühl, aber halt total unpraktisch. So ein Hüllenmantel hingegen ist wie ein kuscheliges Ein-Frau-Zelt. Nur ich und mein Mantel. Zur Not kann ich mich darin zurückziehen, oder noch so ein, zwei weitere Mäntel drunterziehen, sollte es in Solingen mal wieder 10 Grad minus werden. Genug der Vorreden, ich habe heute morgen nach einem Schnitt geguckt. Das hat ca. 5 Minuten gedauert. Denn ich hatte noch die Burda ganz oben liegen, nach der ich auch mein grünes Woll-Kleid zugeschnitten hab. Dieses Heft wird mir unheimlich: Wenn man Glück hat, sind in einer Burda mehr als ein verwertbarer Schnitt (je nach Geschmack der Leserin, versteht sich). In dieser Burda sind es jetzt schon 4, die ich nähen möchte, und es werden ständig mehr. Hier stelle ich euch meine aktuelle Lieblingsburda vor: Ausgabe 10/1999. Die ist alt, nach Fashion-Maßstäben gemessen. Antik. Überholt. Aber genau mein Ding. Ich bekam sie mit einem Paket von 12 Burdas, die ich neulich günstig von einer Hobbyschneiderin ergattern konnte. Und was würde ich ohne eben diese Ausgabe machen? Denn darin war auch das Kleid, welches mir die Vorstellung von dem ganzen Projekt gab. Bisher hatte ich nur "lang und weit" im Sinn für meinen Mittelalter-Look. Dann sah ich dieses wunderschöne Kleid. Ich will mir den ausführlichen Bericht über DAS Kleid noch ein wenig aufheben, bis es fix und fertig ist, aber wegen DEM Kleid lag halt die Burda 10/99 hier die ganze Zeit herum. Und neben all den anderen schönen Schnitten in dieser Burda, findet man dort auch einen fast perfekten Schnitt für meinen Mantel. Die Ärmel sind recht weit, aber da ich diesen Magier-Ärmel Effekt haben will, werde ich sie wohl NOCH weiter machen. Ich hoffe, das wird nicht albern aussehen. Zwar ist der Schnitt als Dufflecoat tituliert, aber sowas hat mich noch nie abgehalten. Ich überlege nun, ob ich eine Kapuze will, oder einen einfachen runden Halsauschnitt wie in meiner Skizze. Wenn Kapuze, dann zipfelig, den Schnitt dahingehend abzuändern dürfte ein Klacks sein. Hier seht ihr den Mantel mal groß und in Farbe (grau IST eine Farbe, wenn auch eine "unbunte" ). Ich sehe ihn schon vor mir: Grün-Lila-Rostrot-kuschelig-weit. Seht ihr das auch? PS: Au weia, ich lese grade, für den Mantel brauche ich für meine Größe 4,30 Meter Stoff. Also 2,30 Meter stricken. Ich muss bekloppt sein. Ja, ich weiß ich brauche nicht 2,30 Meter stricken, da ich ja keinen Verschnitt habe. Ich stricke nur, was an Stoff fehlt. Und da ich eh patchen will, kann ich auch den Stoff bis zum letzten Fitzelchen verbrauchen. Denke ich. Hoffe ich. Today I had to look for a pattern for the planned cloak. And it took me 5 minutes to find it. Why? Well, I had and old issue of the Burda fashion magazine right here, because I am sewing a dress with a pattern from this issue. And I found a nice pattern for my cloak right away. The picture you can see above is the cloak I will sew and knit. But not grey, as the picture shows, my cloak will be much more colorful. You can see the fabric and wool I will use in the my yesterday´s blog entry.
I found the patterns for the dress and the cloak in this old Burda magazine. And it became my favourite one since I got it from another crafting lady. Issue 10/1999 is so full of ideas and inspiration for me, I will make much more dresses and other clothes from this one. Stay tuned.
Geschrieben von babbelgum61 um 09:11 Uhr in Fashion
Mittwoch, 25. Oktober 2006
Well, you guys and girls from elsewhere know what a bad hair day is, right? But let me first explain this to my german fellows, then scroll down and read what I told them... Kennt ihr den Begriff "Bad hair day"? Das sagen die Amis zu einem Tag an dem nix geht. Das fiel mir heute ein, als ich zum hundertsten Male meinen fludderigen Pony zur Seite strich, und auch sonst nichts gelingen wollte. Zwei Lichtblicke gab es dennoch an diesem ansonsten sonnigen Herbsttag: Beim neuerlichen Aufräumen meiner Bastel-Rumpelkammer bei Oma fand ich NOCH eine alte Burda, eine Karnevals-Burda und mehrere Burda Publikationen. Darunter Anna, Spaß an Handarbeiten und Spaß am Dekorieren, die ich gänzlich vergessen hatte. Burda hat eine beachtliche Menge an Kreativ-Zeitschriften auf den Markt gebracht, und ehrlich gesagt verliere ich langsam den Überblick. Der zweite, besonders helle Lichtblick ereignete sich in meinem Lieblings-Stoffgeschäft, dem Stoffdschungel. (Scherzkeks-Stoffe lassen wir da mal aussen vor). Ich wollte "nur" einen Reißverschluß für mein aktuelles Projekt kaufen, 60 cm dunkelgrün für das ärmellose Kleid von "Princess for all days". In der Hoffnung auf einen netten Mantelstoff nahm ich ein Läppchen des grünen Loden mit. Der Besuch im Stoffdschungel verlief wie üblich: Ich stöberte in den von der Decke hängenden Stoff-Coupons. Nun teilen sich die möglichen Handlungsstränge in genau zwei: 1) Ich finde nichts und frage Herrn Bederke, den Inhaber, nach einem bestimmten Stoff. 1a) Er hat ihn, oder 1b) er hat ihn nicht, zeigt mir aber was Anderes, was sowieso VIEL besser für mein Vorhaben geeignet ist. Oder 2) ich finde den Stoff meiner Träume (zum hundertsten Mal). Das Resultat ist in jedem Fall das Gleiche: Ich kaufe. Diesmal aber hatte Herr Bederke (irgendwann muss ich ihn mal nach seinem Vornamen fragen) einen Stoff auf Lager, der mich an die Grenze meiner Vorstellungskraft trieb. Ich suchte ja nach einem groben Stoff in den Grundfarben grün/beige, damit ich daraus einen Mantel passend zu meinem Projekt machen kann. Da ich bereits den perfekten Stoff im weit entfernten Düsseldorf gesehen hatte, sah ich zunächst rein garnichts Passendes. Dann fiel mein Blick auf einen wild gewebten Stoff mit leichtem Streifenmuster, Boucleeffekt und in allen möglichen Farben, Grundton ein schönes erdiges Grün. Und- oh Wunder!- mittendrin ein paar kleine Fäden Lila!!! Rückblende: Vor ca. 5 Jahren habe ich einen wunderhübschen Strickmantel in einem Verena-Strickmodenheft gesehen. Damals habe ich Unsummen für Wolle in allen möglichen Tönen und Qualitäten ausgegeben- hauptsache lila! Und dann frei Schnauze drauflosgestrickt. Ich halte mich ungern an Vorlagen, also wollte ich einfach Vierecke pi mal Daumen stricken und diese dann zusammenpatchen. Soweit der Plan. Seit dieser Zeit habe ich eine Kiste voller Rechtecke aus lila Wolle und eine weitere Kiste Wollknäule in allen Schattierungen von Lila. Jo. Mit dem neuen Projekt fiel mir auch meine lila Wolle wieder ein, aber es wollte mir partout nicht einfallen, wie man lila Wolle und moosgrünen Loden zusammenbringt. Nicht mal mir fiel dazu was ein. Und da lag der Stoff, hat im Stoffdschungel nur auf mich gewartet. Grün und lila. Zufall? Schicksal? Na ja, fast... denn als Herr Bederke dann sagte "Das sind noch 2 Meter" fielen alle meine kühnen Modeträume wie ein Kartenhaus zusammen. 2 Meter für einen weiten Hüllenmantel? Never. Ich war ziemlich geknickt, das kann man wohl sagen! Ich hab Herrn Bederke (oh, ich sehe grade auf der Website, er heisst Jens ;-) ) dann erklärt warum ich grade diesen Stoff so dringend brauche. Er meinte dann ungerührt: "Ja, dann nähen Sie doch den Strick an den Stoff". Ihr denkt jetzt auch "Wie soll das denn gehen?", hab ich recht? Ja, genau wie ich. Dann zückte Herr Bederke ein Bügeleisen, schaltete es ein und holte Webeinlage. Die kenne ich seit Ewigkeiten, denn als Vliseline-Verweigerer habe ich nur diese. Er bügelte sie dann auf ein Stück rasch herbeigezauberten Strickstoff, und- voilá- der Strick wurde fest und konnte wie ein normaler Stoff weiterverarbeitet werden. (Webeinlage ist Einlage zum Aufbügeln, aus einem feinen, dünnen Gewebe. Das gibt Festigkeit und nix verzieht mehr) Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Natürlich habe ich dann die zwei kümmerlichen Meter des wunderbaren Stoffes gekauft. Was auch sonst? Dann fragte ich noch nach einem anderen Stoff für ein Kleid, das ich mir zu einem bestimmten Zweck machen möchte, und jammerte ein bisschen, dass ich den richtigen Schnitt dafür noch nirgends finden konnte. Nach meiner Beschreibung schickte er mich zum Vogue-Katalog. Und siehe da: Er war drin! Guckst Du hier. Mit dem Katalog in der Hand ging ich grummelnd wieder nach hinten, wo der Herr der Stoffe allwissend und nie um eine Idee verlegen, wie ein ganz normaler Mensch seine Arbeit verrichtete. Zu seiner Mitarbeiterin (Frau?) sagte ich dann, wie ich es hasse, dass er anscheinend immer Recht hat. "Ja, das kenne ich. Ich hab das jeden Tag", meinte sie nur. Also kann ich von Glück reden, dass ich diesen Frust nur ab und zu erlebe ;-) Aber zu Hause angekommen hab ich dann einige (!) meiner gesammelten Woll-Schätze sowie die 2 Meter Stoff geknipst, natürlich habe ich auch nicht den Reißverschluß vergessen, wegen dem ich ja ursprünglich zum Stoffdschungel gefahren bin. Leider kann ich die Farben des Fotos nicht retuschieren, ich habe an dem vermaledeiten Bild länger gesessen als an meiner Falten-Retusche! Der Blitz hat alle Farben totgeblitzt, darum muss ich euch für ein farbgetreues Abbild von Wolle und Stoff vertrösten, bis alles fertig ist. Wenn Herr Bederke mir das jetzt auch noch nähen würde...... :-D Im Foto: Reißverschluß, Wolle, eine Kiste voll Woll-Rechtecke in Lila und boucleartiger Stoff aus Fasergemisch (Wolle/Baumwolle/Polyester) in lindgrün/rostrot/lila-Tönen, 2 Meter (gnagnagna). OH, und ein Läppchen von dem grünen Lodenstoff des Kleides. Das soll ein Mantel werden: Mal ehrlich: Hättet ihr gedacht, dass Lila und Grün zusammen passen? Ich nicht. Aber beides lag in meinem Fundus, und der 2-Meter-Neuzugang soll nun alles verbinden. Man wird sehen..... (Wenn das nix wird, habe ich ziemlich viele Putzlappen)
Today I went to my favorite fabric supplier. I was looking for a fabric for my project "Princess for all days", I still need some pretty stuff for the huge cloak, I was looking for a rough structure and an earthlike look.
Well, I saw the perfect fabric for my project, but only 2 Meters have been left. Jikes! The owner of the shop asked me how much I need, and I explained to him that its for a long and wide cloak. And the best thing was: The fabric matched the green of the dress I am sewing these days, AND the violett wool, I am knittig since many years for the ultimate knitted cloak (I thought it will never be ready *lol*). I have knitted some squares with no plan, I wanted to patch everything when I used up the wool. But now I saw this fabric that combined my weird violett wool and the mossy green of the woolen dress, woot. Mister Bederke, the owner, told me to patch the knitted parts with the fabric. Eh? How can this be done? He showed me how, with a hot iron and some interlining, which he ironed on the back of a knitted fabric. The lining melted and bonded with the knit, and both became sturdy. I was amazed! That´s why I had to buy the 2 Meter, even if its never enough for a cloak. The picture I made is very bad, I couldn´t match the color of the fabric. As soon as the project is done, I will make better pics in daylight, I promise! Stay tuned...
Geschrieben von babbelgum61 um 21:48 Uhr in Projekte
Dienstag, 24. Oktober 2006
For some english information please scroll down.
Darf ich vorstellen: Mein neustes Projekt. Princess for all days. Wie bereits in meinem kindischen Modemanifest zu lesen, bin ich fest davon überzeugt, dass in jeder Frau (und manchem Mann) eine potentielle Prinzessin steckt. Zu diesem Thema werde ich noch viel erzählen. Aber alles, was mir dazu durch den Kopf geht hier niederzuschreiben... würde Tage dauern und euch ermüden. Und meine Vorstellung von diesem einen Projekt, das meine Welt bewegen soll, ist dynamisch. Veränderlich. Jeden Tag ein wenig anders, jeden Tag ein wenig neu. Oft habe ich schon festgestellt, dass Menschen Gedanken teilen, von denen sie glauben sie blühen im Verborgenen und niemand anders denkt, wünscht, träumt genauso. Doch es ist verblüffend, wie ähnlich wir uns alle sind. Und wenn ich dann diese Legionen von Menschen sehe, die sich- in mannigfaltige Untergruppen verstreut- doch nur diesem einen Wunsch annähern: Mode vergangener Epochen auszuleben oder dem uniformierten Gruppenzwang aus Jeans und Hemdbluse zu entkommen. Die Beispiele für das Ausbrechen aus Konvention und Anpassung sind zahlreich: Punk, Gothic, Karneval und auch Larp sind Spielwiesen für all jene, die in die Optik anderer Welten flüchten. Was mich an all diesen Strömungen frustriert, ist die bedauernswerte Wiederholung alter Muster, auch wenn die Träger der jeweiligen "Uniformen" aus diesen ausbrechen wollen. Der immer und ewig schwarz tragende Witwen-Verschnitt ist bei seiner Gothic-Clique unten durch, wenn sie fröhlich bunt oder im gut geschnittenen Kostüm daherkommt. Was ist an einer Gothic-Gleichmacherei besser als an einer mit gestärkter Bluse und Chanel-Kostüm? Wie schon im Modemanifest gesagt, vermisse ich die Umsetzung der ach so gepriesenen Freiheit unserer Tage. Doch ich schliesse mich selbst in meiner Kritik nicht aus. Ich habe auch nicht den Mumm, jeden Tag so aus dem Haus zu gehen, wie ich es wirklich möchte. Mal schwarze Witwe, mal Karnevalsclown, mal Prinzessin mit Schleppenkleid und meistens ganz praktisch mit Jeans und T-Shirt. Drum übe ich "mit Schleppe in den Aldi" und nutze die Alibifunktion einer Spielemesse für einen Kleidungsstil a là Mittelalter. Aber das kann es doch nicht sein! Das Leben ist zu kurz, um mit Zagen und Zaudern verbracht zu werden! Wenn man die Augen offen hält, gibt es so Manches, was sich auf ungewöhnliche Modewünsche anwenden lässt. Erinnern wir uns an Vivienne Westwoods viktorianische Tornüren Ende der 80er. Oder an den Modestil des letzten Jahres: Bohème. Sogar die Handys wurden mit Glanz und Gloria versehen. Das Oppulente ist zurück! (War es denn jemals weg?) Wir müssen es nur annehmen. Nicht der Masse folgen, denn dann kommt nur wieder Jeans und T-Shirt dabei raus. Auch wenn ich noch stundenlang über mein Lieblingsthema referieren könnte, so will ich euch nicht weiter langweilen. Ich überlege ja nun schon seit dem zarten Alter von fünf- denn da trug ich mein erstes Prinzessinnenkleid- wie ich meine Modeträume umsetzen kann. Ich weiß, meine Ansprüche und ihre Umsetzung liegen Welten auseinander. Aber irgendwie muss ich ja mal anfangen. Irgendwie kam mir heute der Spruch "Princess for one day" in den Sinn. Ist das ein Filmtitel? Ich weiß es nicht. In der Wochenend-Beilage unserer Tageszeitung stand auf der Titelseite in grossen Lettern "Einmal Prinzessin sein". Das ist mir nicht genug. Ich will das jeden Tag. Darum: Bärbel Born proudly presents: Princess for all days. Ein erster Versuch. Das ärmellose, grüne Kleid war die Ausgangsbasis für alle weiteren Überlegungen. In einer 99er Burda, die ich erst kürzlich ergattern konnte, war es dieses schlichte Kleid, das es mir so sehr angetan hatte! Ich werde darüber noch ausführlich berichten, es liegt halbfertig auf meiner Pfaff. Die übrigen Kleidungsstücke sind bisher reine Phantasie. Gerne hätte ich daraus eins dieser tollen, von Sonnenschein initiierten SWAPs gemacht. Doch es fehlt mir an den geeigneten Stoffen, darum werde ich diese nach und nach zusammensuchen müssen. Für einen ordentlichen SWAP (sewing with a plan) braucht es aber alle Stoffe und Schnitte bereits bevor man den ersten Nadelstich tut. Da kann ich nicht mithalten. Ich habe nur diese kleine Skizze hier. Aber es ist ein Anfang. Sie stellt eine kleine Grundgarderobe dar, die sich an mittelalterlichen Stilelementen bedient. Sie ist NICHT mittelalterlich, diese Mode hatten wir ja schon zur Genüge, wozu nochmal wiederholen? Aber alle Elemente an den Moden der Vergangenheit, die MIR gefallen, möchte ich aufnehmen. In diesem Fall die langen, graden Rockschnitte. Lange Ärmel an der Bluse und wallende Hüllen beim Mantel. Letzterer soll aus einem sehr groben Stoff oder Strick gearbeitet werden. Die weite Hose mit einer angedeuteten Schnürung vorne entspringt dem Wunsch, den Grundgedanken eines SWAP- die Kombinierbarkeit aller Kleidungsstücke untereinander- mit meinen mittelalterlichen Elementen zu verbinden. Hosen gab es nicht für Frauen, also denke ich mir eine aus, die UNTER dem grünen Kleid getragen werden kann. Der beigefarbene Unterrock kann gegen andere bodenlange Röcke, die ich bereits besitze, ausgetauscht werden. Soweit meine Ideen. Ich hoffe, dass sie auch bald Wirklichkeit werden. Vor allem hoffe ich, das mein Grundgedanke auch funktioniert: Von der Vergangenheit nur das Beste, abgewandelt auf heutige Gewohnheiten und Bedürfnisse. Will sagen: Mit dem Klamotten muss Frau auch autofahren können! ;-) Auf´s Bild klicken (und evtl. im Browser vergrößern):
(click pic above, maybe you have to resize it in your browser) As you can imagine, this is all about making clothes with an ancient look. "Kleid" means dress, you can see the planned underwear and the "Mantel" will be a cozy cloak. For me, this kind of fashion means a kind of freedom. I want to brake free from fashion conventions, I want no longer wear this uniform-like clothing from stores and fashion designers. I need some fancy glimmer and glitz, historic elements and all this mixed to a new look, you can wear while driving the car. The draft you can see above shows my first effort to get such an individual look with ancient elments. I hope you enjoy and check back for the stuff I will make by following my own guidelines. Stay tuned.
Geschrieben von babbelgum61 um 02:06 Uhr in Fashion
Montag, 23. Oktober 2006
Habe ich gesagt die Spielemesse in Essen war Stress? Och nö..... Jetzt, da ich mich wieder richtig ausgeschlafen habe, sind Mühsal und Anstrengung vergessen, die Bilder gesichtet, aus Geschehen wird Erinnerung.
Erst jetzt habe ich gemerkt, dass ich trotz Digicam keinen meiner Freunde geknipst habe. Mist. Ich hoffe nun auf deren Bilder, so hat zum Beispiel ein Freund aus meinem Larp-Clan immerhin Bilder von mir gemacht, ich wette, er hat auch ein paar von sich selbst dabei. Nun heisst es abwarten.
Aber was ich so vor die Linse bekam, kann ich euch berichten. Und trotz allem Spielkram und Stempelfieber, es war sogar ein Klitzekleinesbisschenwas für Schneiderinnen dabei... ;-)
Zum Auftakt zeige ich euch erst einmal unseren Stempelstand komplett (für die grossen Bilder auf die kleinen klicken!):
Die nette Dame in orange ist meine Stempelfreundin Yvonne. Sie hat den kleinen, aber feinen Stempelladen Kaleidoskop in Solingen. Der Internetautritt ist grottig, aber wir arbeiten dran.
Nach vielen Jahren mit Messeauftritten hat Yvonne sich nun für ihren Stand neue Vorhänge genäht. Als sie mir mitteilte, sie wolle dafür roten Pannesamt verwenden, hat es mich zunächst gegruselt, aber als ich das Ergebnis sah, war ich positiv überrascht. Die Grundfarben Rot, Gelb und Orange lassen ihren Stand frisch und fröhlich wirken.
Mit langem Arm und Selbstauslöser habe ich mich vor der Kasse geknipst:
Meine Kamera blitzt alles tot was zu nah dran ist, aber wer will schon so genau meine Fr..., äh Nase sehen. Im Hintergrund seht ihr Embossingstifte, kleine Stempelkissen und natürlich Stempel. Mein Outfit (wollt ihr das wirklich wissen?) besteht aus einer schwarzen, durchsichtigen Bluse, die ich Ende der 70er mal in einem Indien-Laden gekauft habe (wer erinnert sich noch?)
Das Mieder ist ein Pseudo-Schnürding von Otto, da es stretcht, zieht man es einfach über und die Schürung ist nur Deko. Egal, Hauptsache mittelalterlicher Touch. Untenrum hatte ich einen alten Rock ausgegraben, den ich mir mal vor rund 15 Jahren genäht, und seitdem nicht mehr angezogen hatte. Ja- ich hebe meine Sachen so lange auf! Und siehe da: Bluse und Rock kamen nach 25 bzw. 15 Jahren wieder zum Einsatz! Yeah!
Da ich beinahe täglich meine irren 5 Minuten hab´, entstand in diesem Zeitraum vor Messebeginn am Freitag dieses neckische Bild links. Der Titel: "Ich liebe Stempel!" Und auf welchen Stempeln räkele ich mich da so lasziv? Das wollt ihr wohl wissen, was? Ja, ihr sollt es erfahren: Zum Beispiel hat Yvonne Text-Stempel wie diesen hier rechts (klick auf´s Bild): Der neckische Text wurde einer amerikanischen Vorlage abgeschaut, in der es hieß: I´m not fat, I´m fluffy. Die deutsche Übersetzung ist ganz brauchbar, besser ging´s nicht. Geschrieben habe ich die Vorlage für den Stempel höchstpersönlich, was mich mit einem nicht geringen Gefühl von Stolz erfüllt. :-D
Ich hab´ Yvonne noch andere Stempel gemalt, was einen Nicht-Stempler verwundern mag. Aber wenn man weiß, was man mit Stempeln machen kann, dann weiß man auch, dass dies mit einer Zeichnung nicht geht. Oder könnt ihr mit einem Bleistift einen schönen Abdruck in Siegelwachs machen? Mit einem Gummistempel geht das!
Und wenn man dann einmal mit der Stempelei angefangen hat, sagt man schnell das, was auf dem Stempel links zu sehen ist (click the pic). :-D
Aber mein Schmankerl für meine lieben Nähmädels kommt hier:
Cooler Stempel, gell? Ich hab´ ihn erst am Stand gesehen, das Motiv war neu und ich kannte es noch nicht. In der Gummi-Wühlkiste habe ich dann noch einen Stempel mit einem Nadelkissen gefunden, welches nun meinen Fundus erweitert. Man kann halt nie genug (Stempel) haben!.
Den letzten Stempel, den ich euch heute zeigen möchte (dann habt ihr es überstanden) ist ein Zauberhut. Den mag ich besonders, und darum habe ich bei den Messe-demos auch viel damit gestempelt. Zum Bespiel das hier:

Und so etwa noch 200 weitere Karten, ein paar seht ihr hier. Die meisten Musterkärtchen habe ich nur gemacht, um den Messebesuchern die Grundlagen des Stempelns zu zeigen. Da diese kleinen Stempelarbeiten natürlich in der Kürze der Zeit keine schöne Karte ergeben, habe ich sie auch meistens gleich verschenkt. Kinder konnten ein Kärtchen mit ihrem Namen in Goldschrift mitnehmen, Erwachsene durften sich auch schon mal einen Wunschtext aussuchen.
Eine andere Stempel-Bekannte hat für Yvonne schöne Musterkarten gebastelt, die am Stand auf grosse Bewunderung stießen. Zwei davon möchte ich euch zeigen:
Gestempelt sind die Tauben/Engel/Schriften/Kinderwagen/Blümchen. Ich selbst bevorzuge eine ganz andere Art des Stempelns, aber dennoch finde ich die Karten wunderhübsch.
Zu guter Letzt zeige ich euch noch gross und in Farbe, wie mein Messe-Frühstück aussah. Womit der Titel des heutigen Eintrags "Messe-Spaß" ein wenig ad absurdum geführt wird, aber am letzten Tag bekam ich endlich (!) meine Tasse Kaffee, das hat mich mit aller Unbill der vorangegangenen Tage versöhnt.
Geschrieben von babbelgum61 um 19:46 Uhr in Privates
Sonntag, 22. Oktober 2006
Die Spielemesse 2006 in Essen ist vorbei! Gott sei Dank. Als Besucher hätte ich bestimmt meinen Spaß gehabt, aber als Mitarbeiter waren die beiden letzten Tage der pure Stress! Die beiden ersten Tage der Messe waren sehr gemütlich, und ich konnte ganz bequem diverse Freundschaften ausbauen bzw. neu knüpfen. Aber dann kam das Wochenende: Normalerweise liegt die Spielemesse in den Herbstferien. In diesem Jahr sollte alles ganz anders sein. Messe nach den Herbstferien ist nicht gleich Messe in den Ferien. Eigentlich logisch. Während der Ferien haben Eltern mit schulfpflichtigen Kindern die Gelegenheit, sich bereits wochentags in Spielen und Angeboten zu tummeln. Studenten kommen schon am Donnerstags, wenn die Messe öffnet. Diesmal ging der "Betrieb" also erst am ersten schulfreien Tag los, dem Samstag. Gestern abend war ich so platt, dass ich nur noch (mit Klamotten!) ins Bett gefallen bin. Und dabei hatte ich mir alles so schön ausgemalt: Freitag hatte ich zufällig gehört, dass Samstag um 14 Uhr eine LARP-MODENSCHAU stattfinden sollte! Also hab ich mich in eine larpige Schale geschmissen (Ist es euch schon mal passiert, dass ihr (abknöpfbare) Ärmel verlegt habt? Ich musste mit meinem Druidenkleid OHNE Ärmel los, zur Not tat es dann auch ein langärmeliges, schwarzes T-Shirt "drunter", was ziemlich genau wie ein Outfit aussieht, an dem ich grade arbeite. Ulkiger Zufall) und die Digi-Cam meiner Tochter eingepackt, damit ich endlos Bilder für EUCH machen konnte. Aber um 14 Uhr war unser Stempelstand so proppenvoll mit Menschen, dass ich meine Freundin Yvonne unmöglich allein lassen konnte! Als sich dann endlich die Reihen der Besucher lichteten, bin ich rübergespurtet, um mit meinem Freund Robert zu sprechen, denn er wollte die Modenschau als Journalist für ein Magazin in Wort und Bild festhalten. Ich hab´ den armen Mann beim "Mittag"essen gestört (um halb sechs, wenn normale Leute ans Abendbrot denken. Eine Runde Mitleid für uns armen Messe-Malocher bitteschön) und so lange genervt, bis er mir mit halbvollem Mund versprach, mir Bilder der Modenschau zukommen zu lassen. Jipeeee! Also werde ich baldmöglichst hier zeigen, was er und sie so im LARP tragen. Wie Robert sagte, wäre viel Metall gezeigt worden, hehe. Er meinte die allseits beliebten Plattenrüstungen der Herren. Da können wir Hobbyschneiderinnen nicht mithalten, schnüff. Ich werde mich demnächst in Metallbearbeitung üben, aber bestimmt nichts, was Schwerthiebe und Pfeile abhalten kann. Jetzt warte ich auf die Fotos von Robert, damit ich euch den einzigen nähtechnischen Input geben kann, den die Spielemesse in Essen zu bieten hatte.
PS: Eine Freundin wies mich darauf hin, dass in der ganzen großen Halle 6 der Messe, in denen sich jede Menge Larp-Anbieter von fertig genähten Kostümen tummelten, nicht ein einziger Anbieter von SCHNITTMUSTERN befunden hätte. Eine Marktlücke? Bemerkenswert ist ja auch, dass ca. 80 Prozent der Larper männlichen Geschlechts sind. Und wie es mit Schnittmustern für Jungs, noch dazu historischen, aussieht...das wissen wir ja alle. Also wenn mir jemand die Schnitte macht (gerne nach meinen Entwürfen :-D), ich verkaufe sie wann und wo ihr wollt! Zum Beispiel auf der Spielemesse.
Geschrieben von babbelgum61 um 22:58 Uhr in Privates
Freitag, 20. Oktober 2006
Ich kam grade nach einem 10-Stunden-Tag von der Spielemesse in Essen zurück, und hab das Allernötigste am Rechner gemacht: Nowaks und Sonnenscheins Blog gelesen, sowie in mein Clan-Forum geschrieben. Dann wollte ich den PC runterfahren und ins Bett, aber nur noch mal kurz bei Burda reingeschaut. Und was sehe ich? Die können Gedanken lesen! Schaut mal da: Cocktailkleid aus den 50ern
 Ja! Vintage! Wie lange habe/n ich/wir darauf gewartet? Immerhin haben die doch die alten Schnitte im Schrank liegen, oder? (Es gab mal Retro-Look zum Jubiläum, aber die Schnitte waren nur angelehnt an den Stil eines bestimmten Jahrzehnts!) Oft habe ich das Argument gehört, dass die Frauen von heute andere Figuren haben. Mehr.....legère. Formlos auf gut deutsch. Damals hat man sich in den berühmten Hüfthalter gezwängt, der einen umbrachte. Wir leben frei und ungezwungen heutzutage. Mich würde nun brennend interessieren, ob der Schnitt wirklich "original" ist, oder- was viele Schnitthersteller machen- auf die heutigen Figuren und Unterwäsche angepasst. Ich persönlich bevorzuge 3 Meter Stoff hinter mir. Mittelalter auf heutige Verhältnisse abgewandelt. Aber einengend? Doch in meiner Familie gibt es einen erklärten Freund dieser schmalen, engen Linie: Meinen Mann! Seit Jahren liegt es mir in den Ohren damit. Er liebt die 50er! "Damals hatten die Frauen noch Kurven!" (Hab´ ich etwa keine? :-( ) Als er das Burda-Kleid sah, leuchteten seine Augen. "Ja, damals hatten die Frauen..." den Rest kennt ihr ja. Ich glaube dieses Kleid steht nun auch noch auf meiner To Do Liste, die lang und länger wird. Was mein Mann wohl sagen wird, wenn ich wirklich jemals in einem solchen Fummel vor ihm stehe. Wie war das mit den Waffen der Frauen? Ich glaube ein solches Kleid ist eine davon!
Geschrieben von babbelgum61 um 22:19 Uhr in Burda
Donnerstag, 19. Oktober 2006
Ohhhh MANN! Heute begann mein "Dienst" auf einer Messe, und nachdem ich gestern alles brav gepackt und vorbereitet hatte, sehe ich das neue Redaktionsblog von Burda! Mit 90 Prozent meines Gehirns bereits auf der Messe konnte ich nicht so recht reagieren. Ich habe dann sofort einen Kommentar abgegeben, der aber nicht erschienen ist, ich vermute eine Spam-Kontrolle hinter dem ersten Eintrag, was auch Sinn macht. Da die restlichen 10 Prozent Hirn auch Nichts Weltbewegendes zu sagen hatten...kein Beinbruch. Das Redaktionsblog füllt eine Lücke im Internetauftritt von Burda, allerdings eine, von der ich kaum je zu träumen gewagt hatte. Und wir sollen Fashion-Input bekommen! Ich kann gar nicht sagen, wie gespannt ich auf die kommenden Tage und Wochen bin. Oder wie ich jemals wieder vom PC weg kommen soll..... Doch momentan ist mein Kopf voller Stempel, Spiele und Larp-Klamotten, sowie schlecht geschmierten Putenbrust-Sandwiches (der Geschmack nach Abwaschwasser auf dem ansonsten liebevoll gemachten Brot hat mich vom Catering der Messe Essen geheilt). Ein wenig ist es mir unangenehm, hier fast garnichts über unser aller liebstes Hobby, die Schneiderkunst, zu erzählen. Doch heute und in den kommenden 3 Tagen habe ich leider keine Musse für Mode und (Näh-)Maschinen. Bitte verzeiht. Heute startete die Spiel 06, die Spielemesse in Essen. Dort hat meine Freundin Yvonne Leistner von Kaleidoskop einen Stand. Da ich ja lange Jahre Stempelprofi war, und wir aus dieser Zeit befreundet sind, habe ich mich als Demotante für die gesamte Messe bei ihr verpflichtet. (falls ihr also in Halle 10, Stand 10-06 kommt, sagt Hallo) In unserer Halle tummeln sich hauptsächlich die Brett- und Gesellschaftsspieler. An einer Unmenge von Tischen können die Besucher alle Spiele ausprobieren. Das Konzept finde ich vor allem hilfreich für Leute wie mich...jedes Jahr stellt sich in meiner kleinen Familie auf´s Neue die Frage: Welches Spiel schenken wir uns zu Weihnachten? Denn in den faulen Tagen zwischen den Jahren nutzen wir die freie Zeit immer gern, um im Kreise der Familie stundenlang zu spielen. Wir siedeln und suchen Kartenpaare und klettern mit unseren Geistern die Treppe hoch. Das Spiel "Die Geistertreppe" hatte ich auf einer ähnlichen Messe kennengelernt. Da ich das Spiel in Aktion gesehen hatte, wusste ich wie viel Spaß es macht. Ohne Mitmachtisch hätte ich das nie erfahren. Heute sah ich das neue Spiel von den "3 Magiern", leider hatte ich noch keine Gelegenheit es mal auszuprobieren. Das hole ich morgen nach! Und wenn es mir gefällt, liegt es am 24.12. unter´m Tannenbaum. In meiner Demo-Pause ging es auf direktem Weg zu Halle 6. Dort findet man alles, was sich dem Themenfeld "LARP" zugehörig fühlt. Also Klamotten, Rüstungen, Larp-Waffen, Filmanbieter, Mittelaltermusik, larpiges Zubehör, Fantasyschmuck, Vereine für Rollenspieler und Con-Veranstalter. Als ich das letzte Mal dort war, konnte ich mit dem ganzen Kram nichts anfangen, da ich noch nicht aktiv gelarpt hatte. Diesmal sprachen die feilgebotenen Waren schon eine ganz andere Sprache: Aus einem bunt angemalten Gummiding wurde für mich eine Zwergenaxt, Draht mit Nylon war plötzlich ein Feenflügel, und aus den vielen Verrückten in der Halle schälten sich diesmal einige nette Gesichter heraus, die ich bereits auf Larp-Conventions kennenlernen durfte. So wurde der leider viel zu kurze Aufenthalt in der Halle 10 zu einem kleinen Wiedersehen mit netten Freunden. Einen davon habe ich in den vergangenen 10 Jahren lediglich einmal zu Gesicht bekommen: Robert Vogel. Wer sich in der SciFi-Szene tummelt, sollte ihn kennen. In Essen hat er sich in den Dienst der Fantasy-Fans gestellt, und promoted dort bis Sonntag eine Filmproduktion von deutschen Laienschauspielern, die ihr Faible zum Genre verbindet. Der Film "Kriegerherzen" ist eine Arbeit von Fans für Fans. Robert hatte ihn bereits vergangenen Winter auf einer Fanveranstaltung Trek Dinner Köln) vorgestellt, leider habe ich den Film bis dato noch nicht gesehen, nehme mir aber vor, es bald nachzuholen. Robert ist ein Mensch, den man einfach gern haben muss! Er ist nicht nur knuffig und süß, er ist auch unermüdlich unterwegs im Auftrag von SciFi und Fantasy. Bei unserem kleinen Smalltalk heute in Halle 10 hat er mir berichtet, wann und wo er sich diesen Winter noch rumtreiben will... gelegentlich ist er an 2 Orten zur gleichen Zeit. Er hat mir sein Geheimnis, wie er das anstellen wird, auch verraten, aber ich schweige wie ein Grab! :-D Mein lieber Robert treibt sich mit Vorliebe auf Filmsets herum. Er kann Anekdoten erzählen, die für mindestens 5 Wochen am Kamin ausreichen! Aber seht selbst (ich hoffe er verzeiht mir den "Bilderklau"...), hier seht ihr Robert wie er leibt und lebt! Ich drück Dich (auch) Robert! Ich wette, solche Sets hat er gern. ;-) Mit welchen Promis aus TV und Kino er sich sonst noch so getroffen hat (meine Güte, er hatte sogar eine Gastrolle in Stargate!) seht ihr auf seiner Website, für Stargate-Fans hier lang: Robert in Stargate. Ich habe ja noch 3 Tage, um Robert ein bisschen zu piesacken. Und die Larp-Halle werde ich noch so oft wie möglich aufsuchen, immerhin gibt es da jede Menge kreativer Gewandungen! Ich hatte das Gefühl, man sieht mir an wenn ich ein Kleid scanne, analysiere, mir Stoff, Verarbeitung und Schnitt merke, sowie die Besonderheiten und Embellishments einpräge. Ich habe kaum gewagt, ein Kleid länger als 1 Sekunde zu fixieren... noch 3 Tage, macht dann 4 Sekunden pro Kleid. :-D Am Nachmittag lief mir dann doch noch eine ahnungslose Larperin in die Arme! Ihre ganz harmlose Frage nach Stempeln, die einen Siegelabdruck imitieren, wurde mit einer halbstündigen Stempelfolter von mir belohnt! Ein paar Hobbyschneiderinnen kennen meine Begeisterung für Stempel ja bereits aus Aachen... "wehe wenn sie losgelassen". Nach der 30-minütigen Einführung in die Wunderwelt der Stempel nahm sie eine kleine Erstaustattung mit. Beim Erklären der Grundtechniken hatten wir ganz neue Ideen, wie man Stempeln und Larp verbinden kann. Da tun sich Möglichkeiten auf.... meine Güte, dass ich daran noch nicht gedacht habe! Dass man mit Stempel in Siegelwachs (bei Gelegenheit mache ich dazu mal eine kleine Bilderanleitung!) drücken kann ist für MICH ein alter Hut, aber wissen das auch die Larper? Und Ideen, wie man einen ollen Gummistempel larptauglich machen kann... die hab´ ich nun massenhaft! Mittellande- here I come! (Zu deutsch: Imaginäre Welt des Larp, jetzt komme ich! (mit meinen Stempeln)) Oops, PS: Am Morgen bekam Yvonne einen mobilen Anruf, aus dem ich schliessen konnte: Sie hat heute Geburtstag! Und ich Dummdödel hab´ es mal wieder nicht gewusst! Danach habe ich heimlich kleine Zettel geschrieben: "Yvonne hat heute Geburtstag" und allen Freunden am Stand heimlich untergeschoben, hihi. Jedes Mal hab´ ich von Yvonne ´ne Kopfnuss bekommen, Gemeinheit! (Nein Yvonne, ich fand die Zettel NICHT peinlich! :-D )
Geschrieben von babbelgum61 um 23:17 Uhr in Privates
Dienstag, 17. Oktober 2006
Habe ich tatsächlich ein Internet-Angebot von Burda übersehen? Heute las ich im Blog von Nowak vom "Catwork", dem Nachwuchs-Designer-Wettbewerb von Burda. Na gut, die Abstimmung, an der nun Besucher der Homepage teilnehmen können, wurde heute hinzugefügt. Also doch nix verpasst, puh. Aber warum heisst der Wettbewerb Catwork? Nowak vermutet, der Name ( zu deutsch "Katzenarbeit" ) hängt mit der mangelnden Entschlusskraft von Stubentigern zusammen. Genau wie Katzen mangelt es den Kreativen der Modeindustrie an dem ultimativen letzten Wort, modetechnisch wäre das wohl "Und das ist jetzt Mode und bleibt es auch!" Nun, ich denke, Catwork ist eine Wortspielerei, abgeleitet von Catwalk, denn so heissen ja die Bretter, die die Modewelt bedeuten. (Aber ich vermute, Nowak will uns nur testen, und mal sehen, was wir so alles assoziieren.) Nowak hat ja auch schon eine kleine, aber feine Auswahl aus den angebotenen 30 Entwürfen getroffen. Nachdem ich mir nun meinerseits alle mal in Ruhe angeschaut habe, konnte ich die Entwürfe grob in 4 Gruppen einteilen: - Schöne Zeichnungen, aber untragbar oder langweilig
- Seltsame, nur auf Wirkung bedachte Bilder, wer soll da was tragen?
- Uninteressante oder gar schlechte Zeichnungen, aber interessante Modelle
- Gute Zeichnung, interessante Modelle
Sollte ich nun abstimmen, welche ZEICHNUNGEN mir am besten gefallen, hätte ich diese hier erwogen (auf der Burda-Seite könnt ihr die grossen Bilder dazu sehen): Auch eine sehr schöne Zeichnung ist diese hier, nur leider kann ich mit dem gezeichneten Röckchen so gar nix anfangen: Das folgende Kleid würde ich wahnsinnig gerne mal tragen, aber dann muss mir die Designerin erklären, wie ich ins Auto komme. Oder zur nächsten Party laufen? Auch das Make-Up ist noch stark diskussionswürdig! Und: Ich muss ständig an Thierry Mugler denken, wenn ich das Teil sehe..... Und welche Skizze ist nun mein persönlicher Sieger? Nun, ich habe eine einzige Skizze gefunden, in der die Qualität der Zeichnung, die Aufbereitung der Grafik und gedachter Schnitt nebst wirklich tragbarer Kombination eine gelungene Verbindung eingehen: Einen Hintergedanken hatte ich dabei auch noch: In der Oktober-Ausgabe der BurdaModen 2006 wurde ein Siegermodell, der Mantel von burda-Award-Siegerin Svea Röder, als Schnitt beigefügt. (Leider übrigens OHNE die sehr interessanten gerafften Schultern!!!). Vielleicht haben wir ja Glück, und können das obige süße Kleidchen nebst der witzigen Jacke mal in einer zukünftigen Burda bewundern und nachscheidern. Das wird dann unsere "Catwork" für den Catwalk in der Fußgängerzone :-D
Geschrieben von babbelgum61 um 20:03 Uhr in Burda
Montag, 16. Oktober 2006
Habt ihr schon gesehen: Aenne Burda Ich checke die Burda Website mehrmals täglich, denn in Aachen habe ich gehört, dass es bald tolle neue Inhalte geben sollte..... Dieser Inhalt ist der Hammer! Da ich letzte Woche alte Burdas bekommen habe, konnte ich auch in dem kleinen Booklet "Die Welt gratuliert", das der Burda Mode+Magazin 8/99 anlässlich des 90ten Geburtstages von Aenne Burda beigelegt war, einiges über sie erfahren. Aufgrund des Booklets habe ich mir nun zu Weihnachten endlich das Buch "Die Macht des Schönen" gewünscht! Nach der Lektüre wollte ich einen ausführlichen Beitrag über diese starke Frau schreiben. So könnt ihr euch meine Freude vorstellen, als ich grade eben diese neue Seite fand, die auf der Burda Website verlinkt ist. Eine solch schöne Seite sieht man selten! Ich mag die Farbgebung, und in den Inhalten kann ich noch tagelang schmökern! Meine Güte, ich freu mich so sehr über die neue Seite, denn ich bewundere diese Frau, die etwa im gleichen Alter war wie meine Oma. Ich wünschte, ich wäre ihr mal persönlich begegnet. Vielleicht im nächsten Leben....
Geschrieben von babbelgum61 um 13:22 Uhr in Burda
Sonntag, 15. Oktober 2006
Und weiter geht´s mit dem Kongressbericht! Draussen scheint die Sonne und man mag kaum glauben, dass es mit großen Schritten auf den Herbst zugeht. Und wo uns allerorten dieser wunderschöne Sonnenschein umgibt, was liegt da näher, als euch ein wenig über sie zu erzählen? Neulich fuhr ich durch Solingen, kam mir doch tatsächlich ein Kleinlaster entgegen, mit der riesengroßen Aufschrift "Firma Sonnenschein"... wenn man jemanden mit einem solch einprägsamen Spitznamen kennt, wird man an allen Ecken daran erinnert. Und wer ist nun Sonnenschein? Alles fing damit an, dass ich bei Burda die Weblogs entdeckte. Da tummelte sich auch jemand namens Sonnenschein. Später stieß ich auch auf andere Bloganbieter, und...schon wieder eine Sonnenschein. Beim dritten Blog schrieb ich sie dann an: Wieviele Blog hast Du denn und bist Du überhaupt nur eine oder vielleicht mehrere? Sie schrieb mir dann zurück, ja sie sei nur die eine Sonnenschein, und sie testet halt verschiedene Blogs. Nun, das hab ich dann auch getan, und nachdem ich einige durch hatte bin ich bei zwei Bloganbietern geblieben, eines für Designspielerieien, zum formatieren der Texte und als eine Art Backup, und das Burdablog schreibe ich fast inhaltgleich, aber mit Herzblut. Nun, durch diesen lustigen Zufall hatte ich Kontakt zu Sonnenschein, die auch aktiv im Forum der Hobbyschneiderin war. Manchmal geht das Leben schon seltsame Wege. Durch unsere aktive Bloggerei haben wir uns dann näher kennengelernt, dem Internet sei Dank! Später kamen Telefonate und email hinzu. So hatte ich bald das Gefühl sie bereits eine Ewigkeit zu kennen. Wir sind uns ähnlich und doch so grundverschieden. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der GENAU so wäre wie ich... ich bezweifle, dass ich mit einer solchen Person Umgang haben möchte, haha. ;-) Aber Sonnenschein, die eigentlich Evelyn heisst, hat das Herz am rechten Fleck, und trotz aller Unterschiede verstehen wir uns in allen wichtigen Punkten bestens! Sonnenschein ist da anders, wo ich fürchterlich bin: Sie ist so elegant (ich laufe immer recht schlampig rum, obwohl ich schöne Kleider liebe, bin ich zu faul sie auch zu tragen) und gestaltet sich und ihre Umgebung zu einem harmonischen Gesamtbild. Sie ist zielstrebig, kann sich entscheiden, da werde ich immer neidisch. Sie denkt stets an ihre Lieben, zu denen auch eine Handvoll Schneiderinnen gehören, mit denen sie eine muntere Gruppe bildet. Ich will gar nicht so viel erzählen wie ich Sonnenschein sehe. Wenn ich dann irgendwo total falsch liege, verzerre ich euer Bild von ihr, das möchte ich nicht. Aber ich kann soviel sagen: Ich hab´sie sehr gern und denke oft an sie! Und wünschte, ich hätte mehr von ihr an mir selbst! Was hat das alles nun mit Aachen zu tun? Als ich zum Kongress nach Aachen fuhr, kannte ich Sonnenschein lediglich aus dem Internet, also virtuell, und ihre Stimme vom Telefon. Auch andere Mädels hatte ich zuvor noch nie gesehen, doch davon später mehr. Auf Sonnenschein war ich gespannt wie ein Flitzebogen! Schon als der Kongress öffnete habe ich nach ihr Ausschau gehalten, obwohl sie erst gegen Mittag kommen wollte. Dann hatte ich meinen Kurs im ersten Stock und sah kaum jemanden, da nicht viele Besucher den Weg nach oben fanden. Als ich sie dann endlich erspähte (uff, ich weiß nicht mehr wo, ich weiß nur ich hab sie angesprungen und gedrückt) hab ich mir nen Knubbel an den Bauch gefreut! Endlich "meine" Sonnenschein in Fleisch und Blut! Sie hatte dann einen Pflichttermin bei Burda, sie hatte sich als Model für das richtige Maßnehmen zur Verfügung gestellt. Für die Burda Maßschnitte muss man einige Körpermaße abnehmen, und da Sonnenschein ein paar sehr individuelle figürliche Besonderheiten hat, war sie das ideal Objekt für eine Vorführung von Burda. Am besten ihr lest ihren Blogeintrag zu der Burda-Vorführung. Auf jeden Fall war sie wirklich und wahrhaftig im Mittelpunkt: Während des restlichen Kongresses sah ich Sonnenschein noch oft, immer war sie grade auf dem Weg irgendwohin und nachdem unsere Wege sich kurz gekreuzt hatten, gingen wir auch schon wieder unserer Wege. :-( Bei einer Demo über Filzen hab ich mich dann mal zu ihr gestellt, und war begeistert. Auch hier hat Sonnenschein alles Wichtige dazu erzählt. Und vom Filzfieber infiziert, mussten ein paar Kleinigkeiten in Sonnenscheins Einkaufstüte: Ich bin dann noch eine Weile hin- und hergeschlichen, aber am Ende hab´ ich fast die gleichen Sachen gekauft! Auf ein längeres Beisammensein mit Sonnenschein habe ich dann am Abend gehofft, und ging zu dem abendlichen Treffen im Aachener Alex. Ich konnte sie dort nicht entdecken, also habe ich mich an einen Tisch mit anderen Mädels gesetzt, von denen ich eine während des Tages kennengelernt hatte. Auch über diese lustige Truppe werde ich noch ausführlich berichten, ich hab´ an deren Tisch Tränen gelacht! Zu später Stunde musste ich dann nochmal nach Sonnenschein Ausschau halten, und erspähte sie am anderen Ende des Raumes! Endlich konnte ich mich auf sie stürzen! Wir haben dann noch lange mit den Damen des OWL-Nähtreffs (OstWestfalenLippe oder so) beisammen gesessen. Den Abend möchte ich um nichts in der Welt missen, ich habe mich gefühlt wie die Made im Speck! Umgeben von netten Menschen, kreativen Gesprächen, Späßen und Erfahrungsaustausch... als Sahnhäubchen noch liebe Menschen, auf deren Nähe man monatelang gewartet hat: Für mich war dieser Abend das absolute Highlight des Kongresses. Die Moral von der Geschicht´? Ohne Freunde geht es nicht. Für mich war das Wichtigste in Aachen das Zusammentreffen mit bekannten und bis dato unbekannten Gesichtern. Endlich mal Menschen, die man schon längst ins Herz geschlossen hat, auch mal in Fleisch und Blut zu sehen, anfassen zu können. Unsinn reden, denn das tut man in Blogs, mails oder am Telefon nicht. Zeit verplempern, die in chats oder virtuell zu kostbar scheint. Einfach beisammen sein. Aachen war viel zu kurz! Und mit einem Bein bin ich immer noch da, und das wird- Dank Sonnenschein- auch noch eine ganze Weile so bleiben.
Geschrieben von babbelgum61 um 12:31 Uhr in Privates
Samstag, 14. Oktober 2006
Ich habe seinerzeit meinen Mann in einen Männerfilm begleitet. Starsky und Hutch war eine harte Prüfung meiner Nerven. Autos, Autos, coole Typen. Wie man daran Spass haben kann wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. Gestern abend konnte er sich revanchieren. Er hatte die Idee, ins Kino zu gehen. Stellt euch vor, wie sehr ich gestaunt habe, als er den aktuellen Film "Der Teufel trägt Prada" vorschlug. Die Rache für Starsky und Hutch! Der Film wurde ja bereits auf der Burda-Seite angepriesen, und dort gab es auch Fotos vom Film zu sehen, die ich nicht einmal auf der offiziellen Website des Films finden konnte! Ja, warum gehen wir Weiber in solch einen Film? Der Botschaft wegen? Dafür lese ich Bücher. Der romantischen Story wegen? Am Ende ist ihr Freund futsch, ha! Ja warum? Die Klamotten! Schuhe, Taschen, STYLING! Ok, das war jetzt kein Geheimnis. Aber warum gehen Männer in einen solchen Film? Der Frauenanteil war zwar überproportional hoch, aber die Handvoll Männer im Kino waren wohl das, was Coco Chanel einst so schön formulierte: "Ein Mann kann anziehen, was er will, er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau." Also "ab ins Kino und durch" für die Kerle, 1,5 Stunden Klamottenrausch für uns. Die Rahmenhandlung vermischte verschiedene altbekannte Elemente: Ein bisschen My fair Lady (die Verwandlung eines hässlichen Entchens in einen Schwan ist ja auch ein beliebtes Filmmotiv), ein bisschen Klärung der Frage, wie weit Integrität gehen soll. Sind mir Wahrhaftigkeit und Freundschaft wichtiger als Klamotten und Karriere? Am Ende erschloss sich mir auch der Sinn des Filmtitels "Der Teufel trägt Prada"... einige der Protagonisten wurden und werden vor die Entscheidung gestellt, für Glanz und Glorie, namentlich gekennzeichnet durch Prada und Co, ihre Seele zu verkaufen, letzteres wohl wortwörtlich. Nun, ob sich die Hauptdarstellerin am Ende für Prada oder ihre Seele entscheidet, das will ich euch hier nicht verraten. Aber ich bin mir wirklich nicht sicher, wie ich selbst diese recht schwierige Frage beantworten würde. Markenklamotten....bin ich immun gegen, ich will mich nicht in fremde Kreativität hüllen. Schuhe hab ich ein paar mehr als ich wirklich brauche, also kein Bedarf. Taschen habe und brauche ich genau eine, also auch kein Mittel der Verführung für mich. Doch bei der Frage der Machtausübung, da komme ich ins Grübeln. Wenn ich es wäre, die der Welt sagen kann, was morgen "in" ist, würde ich dafür meine Seele in die Waagschale werfen? Diese traumwandlerische Sicherheit, Trends zu erkennen, sogar zu entwerfen? Ich glaube, da könnte ich nicht nein sagen. Und falls der Teufel jemals an meine Tür klopft und mir einen Deal anbietet, sollte er die Prada-Klamotten zu Hause lassen. Ich werde nur schwach, wenn auf den Einkaufstüten "Vivenne Westwood" steht. Aber bei mir klopft es ja nicht..... PS: Lustig war, als Andy Sachs, die kluge und wunderhübsche Hauptfigur, in einem grünen Raffkleid auftaucht. Guckt mal das Foto bei Burda. (ich hoffe der Link bleibt noch eine Weile). Und dann vergleicht es mit meinem Wunschkleid, über das ich gestern noch sprach. Ja, ich weiß, etwas anders, aber wenn man bedenkt dass meine Skizze das Wunschbild auch nicht 100prozentig wiedergibt... dann ist die Ähnlichkeit schon verblüffend. Funny coincidence, isn´t it?
Geschrieben von babbelgum61 um 02:19 Uhr in Fashion
Freitag, 13. Oktober 2006
Kennt ihr Düsseldorf? Bestimmt schon mal gehört...was? Das ist die große laute Stadt nördlich von Köln, der charmanten, puslierenden, kreativen, liebenswerten Großstadt in den Armen des altehrwürdigen Rhein. Na ja, wer Köln liebt, kann Dusseldorf nicht lieben, das ist ein Naturgesetz. Heute musste ich nach Düsseldorf. Immerhin habe ich den Weg gefunden. Mein Jüngster musste zu einer Untersuchung, die man anscheinend nur in D´dorf machen kann. Und als alter Burda-Fan habe ich natürlich die Seite "125 Jahre Karstadt" bei Burdamode gelesen. Ohne Burda wäre mir dieser besondere Geburtstag gewiss entgangen. :-D Und da ein Termin dieses 125-jährigen Festes in D´dorf war, bis zum 14.10.06 (also morgen) stattfindet UND mit Burda zu tun hat.... habe ich schon seit Wochen diesem Termin entgegengefiebert. Ich muss zugeben, ich hatte zunächst einen Denkfehler: Bei "Burdamode bei Karstadt" schlug mein Herzchen gleich viel schneller, hieß das für mich doch "Modenschau, Gespräche, Informationen". Im Vorfeld wurde mir durch die Lektüre der vorhanden Information dann klar, dass lediglich einige Burda-Modelle auf Puppen gezeigt wurden, immerhin. Also nach Juniors Termin den Weg durch die völlig verquere Dusseldorfer Innenstadt gesucht und ab zum Karstadt. Dank guter Vorbereitung am Abend zuvor führte mich die Wegbeschreibung auch auf dem kürzesten Weg dorthin. Schon im Parkhaus wurde ich nervös: Die Düsseldorfer Ladies haben ja echt Probleme, einen Parkplatz zu finden! Während sich vor mir zwei Damen lautstark um einen Platz stritten, wurde während der Wartezeit ein Platz gleich neben mir frei.... Geduld zahlt sich doch manchmal aus. Dann der Gang durch´s Kaufhaus: Ich wette ihr lacht mich jetzt aus, denn ich war seit Jahren nicht mehr "einkaufen". Ich habe null Ahnung, was so in den Läden hängt, denn es interessiert mich einfach nicht. Meine Jeans kaufe ich bei Otto und alles andere wird seit Anfang des Jahres selbst genäht. Und was sehe ich da an den Puppen? Bahnenröcke, Glitzertops. So ein bisschen war es wie ein Gang durch die aktuellen Schnittmuster der Saison, wie kommt das bloß? (Scherz) Da näht die Konfektion doch tatsächlich den gleichen Kram wie wir als Hobbyschneiderinnen...unglaublich ;-) Einen kleinen Augenblick hab´ ich mich wie ´ne dumme Landpommeranze gefühlt.... Dieses Gefühl sollte sich einige Stockwerke weiter oben wiederholen. Im Kaufhaus ab in den 3ten Stock, in die Stoffabteilung. Rückblende: Ich kenne nur den Karstadt Solingen. Jetzt dürft ihr Mitleid mit mir haben. Die Solinger Stoffabteilung war immer so... uninteressant und mit desinteressierten Mitarbeitern besetzt (Ist auch schon 10 Jahre her, sorry falls sich das verändert hat)... das habe ich dann auf alle Karstadt-Filialen übertragen. das war ein großer, großer Fehler! Der Düsseldorfer Karstadt ist..... oh Mann, die Stoffabteilung ist..... das Paradies! Stoffe so weit das Auge reicht. Nicht diese Wühltische voller langweiliger Ballen, sondern Stoffe, die ich ALLE gern im Fundus hätte! Schön, schöner, am Schönsten! Und die Abteilung war VOLL! Wann habe ich zuletzt eine mit Kunden gefüllte Stoffabteilung gesehen? Noch nie! Und da standen SIE, die Burda-Puppen! Halb verdeckt von einer riesigen Holztafel, denn die Stoffabteilung hatte grade Inventur. Einmal möchte ich all die Stoffballen zählen ja! Der nette Herr, der dies tat, nahm die Tafel wieder und wieder weg, wenn ich meine Camera auf die Figurienen hielt (der war sooo süß, hehe) Ein bisserl kam ich mir schäbig vor, zwischen all der Pracht, den edlen Stoffen, den elegant gekleideten Dusseldorferinnen, den aufgerüschten Verkäufern (ob der Chef der Abteilung seine rosenholzfarbene Seidenkravatte wohl selbst genäht hat?) Aber an sowas störe ich mich nie lange. Schäbig oder nicht, ich kann´s ja eh´ nicht ändern, und ab in die Stoffballen! Guck, wühl, schnüffel, tast....Seide, Wolle, Stickerei, Chiffon, Rüschen, Farben, Glitzer, welche Pracht! Zwischendurch immer mal wieder den Sohnemann von der Ballustrade zurückgezerrt, hinter der es 4 Stockwerke tief in den Keller ging. Ich hab´ dann brav gefragt, ob ich die Burda-Modelle knipsen darf, und ich durfte. Wie ich ja schon auf dem Kongress in Aachen gesehen hatte, ist es ein himmelweiter Unterschied, ob man ein Kleid auf einem Foto, oder in real aus der Nähe sieht. Es war wunderbar!!!! Ich konnte so viele Details sehen, und es war sehr aufschlussreich und inspirierend. Ich möchte hier nicht auf jedes einzelne Modell eingehen, aber am Ende des heutigen Eintrag zeige ich euch ein paar Fotos. LEIDER sieht man auf denen wieder nicht das, was ich MIT EIGENEN Augen gesehen habe! Aber ich kann euch versichern, dass es TOLL war! Und da Erik Gefallen an den Schnittmusterbüchern gefunden hatte, hab ich mich nach dem Knipsen und wühlen halt dazu gesetzt. Und zu meiner eigenen Überraschung sogar einige mir bis dato unbekannten Burdaschnitte im Katalog entdeckt. Mit spitzen Fingern habe ich dann sogar im Neue Mode Katalog geblättert, sorry Burda, aber ein Schnitt war exakt so, wie ich ihn bisher vergeblich bei Burda gesucht habe. Ich hatte ja diesen Sommer ein Kleid in Angriff genommen, die Skizze hab ich nochmal rausgekramt.
Leider konnte ich bei Burda nicht den perfekten Schnitt finden. Den fand ich heute bei Neue Mode, guckst Du hier. Dumm, dass ich diese einfache Raffung oben nicht hinbekommen hatte, aber Übung macht den Meister, ich versuchs halt nochmal. Und den ausgestellten Saum kann ich ja nun wirklich selbst basteln, das sollte kein Problem sein. Und nennt es Schicksal: Auf einem der Stofftische bei Karstadt lachte mich ein Bordürenstoff an, grün UND runtergesetzt auf 4 Euro. Es gab nur noch 1,70 Meter auf der Rolle, ich weiß nicht recht, ob der reicht für dieses Kleid, aber wenn nicht, dann mach ich halt dieses Burda-Kleid aus der nächsten Burda draus, passen würde es (und ich hab mich sowieso in das Kleid verliebt!) Außerdem sah ich mehrere Stoffe, von denen ich nun wohl nachts träumen werde: Ein mit zarten Rosen bedruckter Seidensatin, schmeichelweich, runtergesetzt und immer noch unerschwinglich, wenn man mit 20 Euro im Portmonnaie davor steht.
So, hier nun ein paar Bilder aus der Burda-Ausstellung, mein Sohn wollte mit auf´s Bild (und trägt sehr stylisch und selbstbewusst seine Spongebob-Gummistiefel zur Schau) Dieser zarter Pulli in Wickeloptik hatte diesen besonderen Gag mit dem drapierten "Schal", aus der Nähe sah es zum Klauen schön aus! Auf dieser klassischen Tweedjacke hat Burda Embellishments angebracht, ich hätte die Jacke von der Puppe nehmen müssen um herauszufinden wie das gemacht war, das hab´ ich mich nun doch nicht getraut! :-D Ist dieser Kragen mit abgeketteltem Saum nicht ein Traum? Ich kann mich nicht erinnern, wo Burda den gezeigt hat. Heft? Schnitt? Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben, denn solche Säume kann ich ganz gut, bin nur nicht auf die Idee gekommen, dass "oben" statt am unteren Saum anzuwenden. Diese Saumlösung der Hose war mir im Heft bereits aufgefallen, nichts für mich, ich bin nicht der elegante Typ, aber kreativ und pfiffig auf jeden Fall!  So, diese Version eines Wickelkleides ist toll, aber auch hier gibt das Foto nicht annähernd die tolle Wirkung wieder, ich entschuldige mich dafür. So, zu guter Letzt noch ein Schmankerl. In Aachen hörte ich wie jemand sagte, ein Burda Modell wäre nicht gefüttert, wie im Heft angegeben. Man sieht es ja nicht auf den Fotos..... Drum hab ich mir ganz frech die Klamotten auch von innen angeschaut! Und... ja, alle perfekt verarbeitet (sogar die Jacke aus Walk war abgekettelt, was eigentlich nicht nötig ist) Und hier der Beweis: Futter wo Futter sein sollte, und perfekt eingenäht! Kongratulation Burda! Damit beende ich meinen heutigen Bericht meines Besuchs in der großen Stadt. Die Landpommeranze sitzt wohlbehalten wieder zu Hause im ruhigen und beschaulichen Solingen, Gott sei Dank. Nur von der Stoffabteilung des Düsseldorfer Karstadt, da werde ich noch lange träumen.
Geschrieben von babbelgum61 um 21:32 Uhr in Burda
Mittwoch, 11. Oktober 2006
Ich sagte ja bereits des Öfteren, dass ich ein Sammler und Jäger bin, und seit ich wieder mit dem Nähen angefangen habe, gilt das nun auch für Schnittmusterhefte. Ich habe in den 80ern genäht, "learning by doing" und Anleitungen Schritt für Schritt gelesen. Dann kam ich in das Nähatelier meiner Ex-Schwägerin und brauchte zwar keine Anleitungen mehr, aber immer noch Schnitte. Dann kamen die Stempel, und ich hab das Nähen an den Nagel gehängt, die NäMa in die Garage und mal hier, mal da eine Burdamoden gekauft. Ich hatte keine Ahnung von holländischen, dänischen, finnischen, spanischen oder italienischen Heften. Schnitte aus USA kannte ich aus meiner Zeit mit den Star Trek Fans, aber damals war Internet noch etwas für große Firmen oder Studenten der technischen Fachrichtungen. Zurückgekehrt an die Nähmaschine komme ich aus dem Staunen nicht heraus: Firmen sind per Mausklick zu erkunden (meinen uralten Simplicity-Katalog hebe ich trotzdem auf) und man findet alles und jedes noch so ausgefallene Ding, seien es Schnitte, Hilfsmittel oder Techniken. Tja, und was tun im Dschungel dieses Angebots? Ich liebe meine gute alte Burda. Tradition, Innovation, die Muttersprache.... alles in einem Heft, das es am nächsten Kiosk gibt. Und ich sammle. In Aachen am Grabbeltisch, im Internet, in Foren. Und so kam es, dass ich letzte Woche im Forum der Hobbyschneiderin eine Kollegin sah, die ihre alten Hefte verkaufen wollte. Schnell meine Liste geholt und verglichen. Wow! 12 Hefte, die ich noch nicht hatte! Schnell bestellt (bei 50 Cent pro Heft wird Burda arm an Leuten wie mir), bezahlt und am nächsten Tag gingen die Hefte auf die Reise. Heute traf das schwere Päckchen hier ein. Könnt ihr euch vorstellen, wie das ist, wenn man die komplette Jahresproduktion des Burdamoden-Magazins AUF EINMAL in den Händen hält. Irre! Da ich nach einer Stunde nochmal los musste, hab ich 2 Ausgaben sogar mitgenommen...bloss nicht wieder hergeben. Und so kam es, dass ich nun endlich den 1999-Jahrgang komplett besitze! Das war nur die Vorrede. Denn: Wenn man so wie in meinem Fall "neuen" Input bekommt, jedoch mit "alten" Inhalten.... bekommt man einen ganz anderen Blick für manche Details. Beispiel: Bereits in einem 99er Heft war der erste "Shrug" (kleines Jäckchen mit langen Ärmeln und nur die Schultern bedeckend) abgebildet, in einer Ausgabe die ich heute erst bekam sogar mit Schnitt. Vor 2 oder 3 Ausgaben, also 2006 (!) gab es dieses "Shrug" als Neuheit. Na ja, Mode wiederholt sich halt, wissen wir ja alle. Aber in einer 2006er Ausgabe Burdamode fragte eine Leserin, was ein "Shrug" denn sei. Tja, hat sie die 1999er nicht gelesen, was? ;-) Scherz Was ich damit meine: Ich glaube nicht, dass ich mir jenes Modedetaill 7 Jahre lang gemerkt hätte... um es dann als bereits dagewesen zu erkennen. Durch den geballten nachträglichen Input sehe ich, wie und wo sich was wiederholt, wann Trends begonnen haben (Wickelblusen sind ein alter Hut! Das weiß ich erst seit kurzem) oder wo Altes als Neu gepriesen wird. Das soll kein Vorwurf sein. Nichts ist einem größeren Wandel unterworfen als die Mode. Nur Wolken ziehen schneller.... Aber nachdem ich nun die Mode der letzten 25 Jahre im Schnelldurchlauf an mir vorüberziehen sehe... so sehr neu und anders ist sie nicht. Ich habe in 80er Heften Schnitte entdeckt, die ich mir bald nähen werde, und dann frage ich euch aus welchem Jahrgang die wohl sein mögen. Ich wette da kommt ihr nie drauf! (Bis dahin vergesst ihr bitte wieder, dass ich es angekündigt habe :-D ) Was ich auch noch ulkig finde: Das Jahr 1999 hat es mir angetan! Kein Jahrgang hat mir bisher besser gefallen! Bin ich nun altmodisch? Manchmal denke ich das. Oder ist Burda so innovativ, dass es 7 jahre dauert bis es einem gefällt? Ich fürchte es liegt wohl eher an mir, schluchz, ich hatte noch nie den Mode-Geschmack den jeder hat. Aber anders wär´s auch langweilig, oder? Noch was zum Thema Zeitreise: Auf dem Bonner Nähkränzchen sah ich, zum ersten Mal im Leben, einen Schrägbandformer. Ich kannte dieses geniale Dingelchen bisher nicht, und fragte, seit wann es den wohl gibt. Genau wusste es niemand, aber weil ich mir sooo sicher war, dass er keinesfalls älter als 10 Jahre sein könnte, denn so lange habe ich Nähpause gemacht, sagte jemand es gäbe ihn wohl seit 4-5 Jahren. Letzte Woche habe ich eine Kiste Carinas aus den 80ern entstaubt... in der Dezember 1987 Ausgabe war ein kleiner Artikel über ein neues Produkt: Der Schrägbandformer. Soviel dazu. Ist es nicht schön, wenn man ein Gedächtnis hat wie ein Sieb? *Man kann jeden Tag die Welt neu entdecken, auch wenn man sie schon tausendmal gesehen hat!*
Geschrieben von babbelgum61 um 22:46 Uhr in Burda
Dienstag, 10. Oktober 2006
Eben war ich im Blog meiner herzallerliebsten Sonnenschein (Evelyn). Eigentlich muss ich seit einer Woche einen Weblog-Eintrag nur über SIE schreiben, denn laut Kapitel-Einteilung des Kongreßberichts ist sie an der Reihe.... Ich drücke mich davor. Warum? Weil ich immer und immer wieder einen besseren Text im Kopf habe als am Tag davor. Sonnenschein ist halt was Besonderes. So wird die Welt auf den Rest des Kongressberichts wohl noch warten müssen, bis mir der PERFEKTE Artikel über Sonnenschein einfällt :-D Aber ich hab ein Häppchen für zwischendurch: Sonnenschein mag meine schönen Mode-Fotos.... Na ja, ich bin´s und ich bin´s auch wieder nicht, wenn ihr mich in meinem Blog posieren seht. Meistens bearbeite ich nur den Hintergrund und retuschiere ein paar Falten.... das kann auch jeder wissen. Ein einziges Mal hab ich ein Bild ein paar Pixel in die Länge gezogen, denn Fotos machen jeden Menschen gnadenlos breiter als er in Wirklichkeit aussieht, das ist meine feste Überzeugung. Und ich kann ein bisschen mit Photoshop umgehen, die paar Tricks die ich kenne hat mir meine Tochter beigebracht. Wichtig ist meistens die Korrektur der Farben. Ich habe also ein Bild von Sonnenschein geklaut, und es ein bisschen "korrigiert". Ich hoffe, es gefällt ihr. Bei Gelegenheit zeige ich meinem Sonnenscheinchen mal, wie das geht :-D. Hier meine Version von Sonnenschein:  Hi folks! Today I have done a little experiment to please a very dear friend of mine! (she can´t speak that much english, muhahaaahaa)
She kept asking me, how I get these pretty pics of my clothes and of myself, and I told her that it´s all in there: Photoshop! Its not my model face or body, not the art of sewing, its pixel art and ADJUSTING colors and backgrounds! A bit smoothing here, a bit more pink there... and voilá: You can get a perfect image of yourself. Delete wrinkles, get the right red, blue or green.... my computer can do! For some examples of this easy small corrections please check the links that are embedded in the german part of this blogs entry. Hugs, Bärbel
Geschrieben von babbelgum61 um 21:19 Uhr in Privates
Montag, 9. Oktober 2006

Oh my! I just saw the english version of the BURDA-Website. And it leads to our blogs too! When I checked it the last time, there was no link to the burdablogs, and so I thought it might me nice to put some english entries to my blog to get some readers here by their inquiries on search machines. But now, if we are very lucky, all fans of Burda all over the world will come here and look for some sewing inspiration or hints. As far as I know, most of the blog authors here speak english too, but as you can see in my blog.... its hard to keep it running with two languages. Some entries are really typical german, like the day on our local trade fair "Obstmarkt" or what happened at the table of the elven king Fingolfin last weekend. And I rarely sew each day, so that my output regarding the topic of the burdablogs is very limited. Well, some visitors from other countries gave me some very positive feedback, so I resume a lot foreigners visit this blog each day. I have installed some gimmicks to find out which people from which countries (forgive me my grammar!) look in this place each day. I was really astonished, where they all come from! Now that I realized that the weblogs are available for all english speaking readers too..... well, I try to write more in english AND I really HOPE, you fellows JOIN us here!!! Please, please, let us know how you live, think and SEW! Keep on sewing ( says your "sewing gum" Bärbel, sewing and rubber stamping is both great! ;-) ) and tell us all about it!
Sonntag, 8. Oktober 2006
Als zwanzig Sonnenjahre vergangen waren, gab Fingolfin, der König der Noldor ein großes Fest... Willkommen seien an seiner Tafel Elbenvölker Mittellandes, Mittelerdes und Albenmark; Hobbits und Menschen aller Regionen..Mögt ihr Ambiente und geselligen Tanz? handgemachte Musik und herrliche Greifvögel??? Baderfreuden, Gauckler und stimmungsvolle Elbentavernen? Kurzweil mit Bogen und Schwert..
Diese Einladung erreichte mich auf der schönen Burg zu Satzvey, am Haus des Falkners. Dort traf ich die mir bis dato unbekannte Organisatorin des Elbenfestes, und folgte freudig der Einladung. Was genau sollte stattfinden? Nun, ihr wisst ja bereits um meine Leidenschaft zum "Ver-Kleiden" welches ich in meinem Hobby "Larp" auslebe. In diesem Fall sollte auf Burg Bilstein im Sauerland eine 3-Tages-Con(vention) stattfinden, und zwar eine Con des Typs "Ambientecon". Larp-Conventions sind sehr vielfältig und unterschiedlich, mal wird mehr gekämpft (mit Larp-Waffen, versteht sich) mal werden kniffelige Rätsel gelöst, mal trifft man sich nur zwecks gewandeter Geselligkeit. Das "Mittelerde-Erntedank" sollte eine Mischung aus wunderschönem Ambiente, prächtiger Gewandung und edlem Wettstreit werden. Während der 3 Tage auf der Burg konnten die Teilnehmer Abenteuer erleben, sich als Bogenschützen oder Waldläufer beweisen, oder sich gar als bester Tänzer beweisen! Da ich nicht die ganzen 3 Tage dabeisein konnte, durfte ich anke, Marja!) mit einer Freundin aus meinem Schottenclan das Filetstück der Con genießen: Das abendliche Festbankett. Also Kind untergebracht, Schleppenkleid ins Auto, und ab zu Eilionor, meine Druidenschwester vom Clan. Nach Kaffee, schminken, einschnüren, aufrüschen...ab auf die Autobahn. Wir haben ja Glück: Für uns liegt die Burg Bilstein eine knappe Autostunde von Eilionors guter Stube entfernt, wir trafen gegen 16 Uhr auf der Burg ein. Für mich war es der erste Besuch auf der Burg Bilstein, die eigentlich eine Jugendherberge ist, aber was für eine! Türmchen, Burghof, verwunschener Brunnen (da sitzt- ungelogen!- ein Frosch mit goldener Kugel drin!) und weitere, wunderschöne Gebäude. In einem der Nebengebäude wurde bei unserem Eintreffen bereits fleissig dekoriert, für die abendliche Tafel des Elbenfürsten. Im Hof befand sich ausserdem ein wunderhübscher Verkaufsstand. Zum Unglück aller Händler bin ich als Ex-Händler ja recht immun gegen die Verlockungen von Anbietern, die Dinge feilbieten, die ich selbst machen kann: Kleidung, Lederaccessoires, Dekorationen. Aber die kleine, feine Firma Rheingold ist seit gestern etwas Besonderes für mich und Eilionor. Die Inhaberin Kerstin, genannt "Kiki", ist so eine richtige Powerfrau, und hat sich im Laufe des Abends so richtig in unsere Herzen geredet! Sie betreibt ihr Lädchen mit so viel Herzblut, beihahe schade, dass ich keine Gewandung bei ihr kaufen kann! Aber ich denke, wenn ich mal was anderes brauche, was ich nicht selbst herstellen kann, dann ist dies meine erste Adresse! Und wer nicht nähen kann, sollte dort mal vorbeischauen, denn Kiki legt großen Wert darauf, dass sie keine Kleider von der Stange verkauft! Neben dem hübschen Verkaufsstand von Kiki befand sich auch ein Bader mit seinem überdimensionalen Zuber nebst Badehaus auf dem Hof. Keine Ahnung, wie der Inhaber dieses dampfenden Tiegels hiess... wenn ich nicht völlig daneben liege war er auch der Barde, der mich und einige andere Damen zu später Stunde mit seinem Gesang bezauberte...und hieß Stefan. Den Rest bekomme ich schon raus..... (Als wir kamen, plantschte bereits eine Kundin in seinem heissen Wasser und kam erst gegen Mitternacht wieder heraus! 9 Stunden Baden, irgendwann probiere ich das auch mal, es schien ihr jedenfalls nicht geschadet zu haben!) Solchermassen von der geballten Ladung mittelalterlichem Flairs schier überwältigt, sollte es beim abendlichen Festbankett noch besser kommen! (Was ich im nachfolgenden Bericht aus dramaturgischen Gründen nicht erwähnt habe, sind die sehr unmittalalterlichen Musikeinlagen, die der Abend noch bereit hielt: Da ein Kölner Tabourcorps (das sind die, die im Karnevalszug die Marschmusik machen) sich auch in der Jugendherberge zwecks intensiver Probens eingemietet hatte, gab es ein Konzert neben dem Wunschbrunnen im Burginnenhof, Kölner Karneval im tiefsten Sauerland! Und später, als es bereits dunkel wurde, gab der Burgherr (oder Herbergsvater?) ein Ständchen auf dem- jetzt haltet euch fest- Dudelsack! Diese Burg ist sowas von PERFEKT!!!!!) Ich habe in dem Text des heutigen Blogs viele Links versteckt, alle BILDER sind von einem VERGANGENEN Festbankett, vom gestrigen gibt es leider noch keine im Moment. Aber dennoch sah das Ganze ziemlich genauso aus...... Lehnet euch zurück und lauschet meiner Stimme: Im großen Burghof zog Dunkelheit auf. Der zauberhafte Blick über das grüne Tal verblasste mehr und mehr, und das traurige Grau der fortgeschrittenen Dämmerung legte sich über die prächtigen Roben der Festgäste, welche, noch im eifrigen Gespräch vertieft, die feuchte Kühle des Abends nicht bemerkten. "Tretet ein, es wird kühl" vernahmen wir die Stimme der Zeremonienmeisterin. So sollte der Abend beginnen, der Höhepunkt eines Tages voller edlem Wettstreit und höfischem Treiben. Wir traten ein in den Festsaal. Hohe Decken, von baumdicken Balken gestützt. Ein Duft von jahrhundertealtem Rauch lag in der Luft, diese Patina, die nur ehrwürdige Gebäude haben, in denen schon Generationen gelebt, gegessen, gelacht und gefeiert haben! In dem großen Kamin prassete ein heimeliges Feuer. Hunderte von Kerzen spiegelten sich in den Augen der Gäste wieder, ein Glanz der unbeschreiblich ist, mehr als nur Licht! Freude, Wärme, Freundlichkeit, all dies sah man im Glanz des Wiederscheins. Zu unserer Linken erwartete uns der Schankwirt und seine rührige Hobbit-Maid, die unermüdlich Apfelmost und die köstlichsten Beerenweine ausschenkte. Für die anderen Geschmäcker gab es gar Wasser und Gerstensaft, kein Wunsch einer durstigen Kehle sollte unerfüllt bleiben. In der Mitte des Raumes die lange Tafel des Elbenkönigs, seiner Königin und des Hofstaats. Geschickte Hände hatten die Tafel und auch die Tische der geladenen Gäste mit herbstlichen Dekorationen geschmückt, die reiche Ernte der Mutter Erde lag vor uns ausgebreitet. Alle Farben des Herbstes erfreuten unser Auge, von der Decke hingen die farbenfroher Banner der hohen Häuser von Gastgeber und Gästen herab. Auch das Banner meines Heimatlandes, die Flagge der Könige von Schottland, fand ich dort, sehr zu meiner und meiner Druidenschwester Eilionor Freude. Nach der offiziellen Eröffnung des Festes wurden die Sieger der edlen Wettstreite geehrt, nach dem Wettkamp im Bogenschießen, Waldlauf und Tanz gab es strahlende Sieger(innen) und geschmeichelte Recken. Als Gast trat auch der Falkner der Burg Satzvey zu den Gästen, er hatte den schnellsten Boten des Elbenkönigs mitgebracht, einem ebenso flinken wie gelehrigen Bussard. Bevor er sich am Tisch seines Herrn niederließ, sah der edle Vogel sich die abendliche Gesellschaft aus luftiger Höhe an und flog von Balken zu Balken. Nach musikalischen Darbietungen gab der Geschichtenerzähler uns eine Probe seines Könnens. Mit blossen Worten vermochte er es, uns über Zeit und Raum an fremde Gestade zu entführen, zu Göttern und Wundern, zu Feen, holden Maiden und stattlichen Rittern. Am Ende einer jeden Geschichte vergaß er auch die tiefere Bedeutung seiner Geschichten nicht, die von Gastfreundschaft oder wahrer Liebe sprachen. Als das erwartete Mahl mit Verspätung endlich beginnen konnte (die Kutsche des Kochs war mit einem Achsbruch liegengeblieben und hilfreiche Gäste mussten mit ihren eigenen Wagen herbeieilen, um Abhilfe zu schaffen), erwartete uns eine weitere Überraschung: Selten hat man das Glück, solch vollendete Speise zu genießen. Jeder Gang schien besser zu munden als der vorherige, und ich selbst habe es sehr bedauert, in meiner Eitelkeit ein recht enges Gewand gewählt zu haben... hätte ich doch von den köstlichen Speisen gerne mehr gekostet, aber schnell war ich so satt, dass ich mich nur noch glücklich und mit einem Wohlgefühl zurücklehnen, und der zauberhaften Musik der Barden lauschen konnte. Kaum waren alle Gäste gesättigt, kam Unruhe im Burghof auf. Nazgul, böse Ringgeister und Abschaum des Bösen, hatten Zutritt zur Feste erlangt. Alle Gäste rannten erschrocken zum Burghof um sich in den Kampf zu stürzen oder den Kämpfern mit guten Worten beizustehen. Zwei besonders mutige Krieger warfen sich in die vorderste Front und besannen sich ihrer magischen Künste: Mit brennenden Schwertern gingen sie gegen die Geister vor! Schnell wurden diese zurückgeschlagen und aus der Burg vertrieben. Nun wollten wir weitere Kostproben dieser Zauberkunst sehen! Die beiden Magier konnten ja noch so viel mehr! Brennende Stäbe wirbelten durch die Luft, in Brand gesetzte Ketten zischten mit Getöse an den Gesichtern des gebannten Publikums vorbei! Zum Abschluss ihrer Vorführung spien sie Feuer wie der Drache selbst! Welches Schauspiel! Über all dem sah der gute alte Mond uns zu, der voll und hell über der Burg stand. Nachdem unsere Gemüter sich wieder beruhigt hatten, fanden wir uns zum höfischen Tanze im Burghof zusammen. In geselliger Runde drehten wir uns zum Spiel der Bardin, und trotz klammer Kälte wurde den Tänzern warm und wärmer. Ein weiteres Glas Met musste her! Zurück in die Festhalle zum Feuerschein, ins Kerzenlicht, Prasseln des Kaminfeuers, in das Stimmengewirr illusterer Gäste, vertieft im geistigen Austausch. Erst zu später Stunde gesellte sich der Herr des Badehauses zu unserer kleinen Schar, der meine Schwester und ich uns angschlossen hatten. Und zu unserer freudigen Überraschung entpuppte sich dieser als talentierter Barde, und brachte den errötenden Damen manch unzüchtiges Ständchen. Es schlug schon Mitternacht und der volle Mond tat sein Übriges: Die Magie der Minne lag in der Luft, doch schweren Herzens mussten meine liebe Schwester und ich den Heimweg antreten, denn unsere Pferde mussten uns noch weit über Land tragen, in die dämmrige Sicherheit von Heim und Herd, welches man vermisst, nach einem Tag so voller Licht und Leben! So seid gewiß, ihr meine lieben Freunde: Dies war ein Tag und eine Nacht, die so schnell nicht vergessen werden wird!
Geschrieben von babbelgum61 um 20:58 Uhr in Privates
Freitag, 6. Oktober 2006
Es gibt ja Menschen, die messen Zahlen eine tiefere Bedeutung bei. Ich beschäftige mich nicht mit sowas, aber heute...heute.... find ich´s einfach nur ulkig: 06-10-61 06-10-06 Die erste Zahl, da wurde ich geboren, gegen halb drei Uhr nachts, wie meine Mami mir heute am Telefon erklärte. Das erklärt, warum ich eine Nachteule bin. Die zweite Zahl ist heute, 45 Jahre später. Wenn man 16 ist, scheinen Menschen in diesem Alter schon mit einem Bein im Grab zu stehen. Zum Glück halten wir modernen Menschen und etwas länger als unsere Vorfahren im gleichen Alter. Das mag ab den vielen Konservierungsmitteln im Essen liegen ;-) Gewiss sind wir besser ernährt, versorgt, arbeiten weniger hart und schlafen ausreichend. Das konserviert. Dumm nur, dass ich diese 45 Jahre nicht als das empfinde, was sie mir noch vor 20 Jahren schienen. Gut, im Rücken schon... aber ich erinnere mich noch recht lebhaft an meine Jugend, in der 45jährige Menschen einfach nicht mehr ernstzunehmend waren. Die waren ALT! Hörten Musikantenstadl und Johannes Hesters. (ich weiß, dass das nicht stimmt....aber es schien mir damals so!) Was tun wir 45jährigen heute? Wir gehen in Ü30-Diskos und werden nicht alt. Älter schon, niemand kann den Lauf der Dinge aufhalten, aber nicht alt. Junge Menschen mögen dies als ein Verleugnen des Unvermeidlichen ansehen. Aber was ist denn alt? Eine Zahl im Ausweis, ein Zipperlein, eine Gesinnung? Man ist so alt wie man sich fühlt. Ich fühle mich wie 45. Aber 45 ist nicht mehr was es einmal war. Wir "Alten" wollen immer noch tanzen, lieben, leben. Neues entdecken. Sich wundern, Wunder erschaffen. Das Leben ist noch lange nicht vorbei. Auch wenn man die Jahre nun- Stück für Stück- höher schätzt. Die Zeit läuft weg, aber man hat noch einiges zu erwarten. Meine Oma ist 95, wenn ich ein paar ihrer Gene habe (und nach allem was man über mein Temperament sagt, habe ich das!) dann könnte ich mich nochmal 45 Jahre halten. Am Leben. Man liest sich also am 06-10-51, wenn Gott will.
Geschrieben von babbelgum61 um 21:45 Uhr in Privates
Sonntag, 1. Oktober 2006
Alles fing vor 8 Tagen an: Beim samstäglichen Abendessen in Aachen kamen wir ins Plaudern und Jammern... Unsere Männer (ja, wir waren am Tisch zu 100 Prozent weiblich) haben einfach kein Verständnis für unsere Stoffsucht. Dann gab Christa (Ennertblume im Forum der Hobbyschneiderin) uns den ersten Tipp. Man kann den Stoff ja auch verstecken, ihr Beispiel war so einfach wie genial: Zusammengefaltet und über den Hosenbügel gelegt, kann man den Stoff unter einer darüber aufgehängten Bluse verstecken. Am nächsten Tag bekam ich schon den nächsten Tipp: Angela Gilbes-Nowiki, die am Prym-Stand neue Produkte vorführte, ging noch einen Schritt weiter. Ist kein Mann im Haus, der über gehortete Stoffvorräte meckern kann, ist Platz für Stoff in den Küchenschränken und sogar im Kühlschrank. Schliesslich ist kein hungriges Maul zu stopfen, und der Platz für Geschirr und Vorräte kann anderweitig genutzt werden.Im gleichen Moment hörte ich im Geiste Paul Simon singen... 50 ways to leave your lover. Nur diesmal sang er "50 ways to hide your fabric" (zu deutsch "50 Wege seinen Stoff zu verstecken" Na ja, und so ist das <B>bei mir mit Ideen. Die wollen raus,</B> komme was wolle. Beim Nähkränzchen in Bonn fragte ich dann in die Runde, wie man sonst noch Stoff verstecken kann. Leider habe ich meine Notizen daselbst liegen lassen. Drum hab´ ich aus der Erinnerung und was da noch im Hirn war einen neuen Liedtext gebastelt. Den könnt ihr alle singen, wenn ihr mal wieder nicht wisst, wohin mit dem Stoff.
50 ways to Hide your Fabrik nach dem Lied "50 ways to leave your lover" von Paul Simon)Das Problem sind all die Stoffe sagte er...Das meckern bin ich leid, drum frage ich euch hier,Wie soll ich´s machen, dass er sie nie wieder siehtWie kann ich.... Meine Stoffe nur verstecken?Dabei...genäht hab ich schon seit ich 13 binTrotzdem kauf ich mehr als ich verbrauchen kannDas Problem kennt ihr doch alle sicherlichWie kann man.... Seine Stoffe nur verstecken?50 ways to Hide your fabricauf dem Kleiderbügel da ista, bei ChristaStopf ihn unter die Wanne, Anneim Kühlschrank ist noch Raum, man glaubt es kaumstopf den Stoff doch da rein.....unterm Bett ist noch mehr, Pierredein Kofferraum ist noch nicht belegt, Margretschmeiss dein Tupper raus, sagt Klaus....... Das mach ich gern, für den Platz,versteck sie hinterm Klo, JoLeg den Pool gleich trocken- für die Dockenschmeiss deinen Mann einfach raus!und das Lied ist jetzt aus Und was macht man dann mit einem solchen Liedchen an einem verregneten Sonntag? Genau, ein Musikvideo! Als meine Tochter sich diese Woche eine Digital-Videokamera gekauft hat, und damit so süße Filmchen gedreht hat, wollte Mama auch sowas haben! Und das Thema ist mein geliebter Stoff. We proudly present: (link anklicken und TON AN!!!) "fabricgirl featuring her fabric" VIDEO!
Camera, casting, cutting: Farina, my daughter Viel Spaß dabei!
Geschrieben von babbelgum61 um 21:56 Uhr in Privates
Heute komme ich aus dem Schreiben nicht heraus! Seit dem vergangenen Wochenende passiert so viel, dass ich nicht alles in einem Blog-Eintrag pro Tag unterbekomme, den Kongress werde ich wohl noch wochenlang aufbereiten, und währenddessen kommen immer neue Themen hinzu. Das Bonner Nähkränzchen muss auch noch gebloggt werden, ich warte auf die Freigabe eines Bildes..... Gestern habe ich ENDLICH ein Projekt in Angriff genommen, welches mir schon seit langem am Herzen liegt. Ich habe schon öfter darüber gesprochen, aber es noch nicht festgezurrt. Das Modemanifest erzählt davon, und ich möchte es hier nochmal erklären: Wir leben doch in Zeiten, in denen individuelle Freiheit nicht nur groß geschrieben wird, sondern auch erreicht zu sein scheint, nicht wahr? Warum tragen wir dann alle fast die gleichen Klamotten? Rocklängen werden vorgeschrieben. Jeans sind praktisch, klar. Aber weite, lange Flatterröcke sind dafür bequem. Ja, ich weiß: Der Mensch ist ein Rudeltier, es verlangt ihn nach Anerkennung in seiner Gruppe! Ausscheren ist nicht! Nicht mal heuzutage? Ich will ja nur den Rock so lang machen, wie ICH will, und wenn das 2 Meter sind! Die Stoffe verwenden, die MIR gefallen, auch wenn sie glitzern oder aus Brokat sind! Ich kann es mir leisten! Gut, für manche Stoffe muss ich sparen, aber nichts ist unmöglich! Durch das Hobby LARP habe ich die Möglichkeit, mich nach meinem Geschmack zu kleiden. Leider bin ich dort ebenfalls gewissen Beschränkungen unterworfen. Ich kann kein mittelalterliches Mieder zur Jeans tragen. Und: Ich kann mit den Larp-Klamotten auch nur Larp-Events besuchen. Geh´ mal mit dem Schleppenkleid in den ALDI.... Nun, dieses Beispiel "Schleppe"und "ALDI" ziehe ich immer heran, weil es für mich die Gegensätze am besten reflektiert. Gewand und Alltag, wie passen die zusammen? Gestern habe ich im Magd-Outfit den Leichlinger Obstmarkt besucht, da ich dort eine Mittelaltergruppe besuchen wollte. Ich hätte also jedem, der mich "von der Seite" angequatscht hätte, begründen können, warum ich so rumlaufe. Puh. Aber auf dem Heimweg musste ich einkaufen. Und da dachte ich mir: "Irgendwann wohne ich wieder in Leichlingen. Und DANN mache ich meine Träume wahr! Warum also nicht jetzt anfangen. Können die Leichlinger sich schon mal an mich gewöhnen." Wir haben noch einen anderen "Irren" in Leichlingen, der an 365 Tagen im Jahr mit einer Shorts und Badelatschen rumläuft (sonst trägt er nichts, also oben naggisch!). Also haben die Leichlinger mit mir dann schon zwei. Das Projekt "Mit Schleppe in den ALDI" habe ich also gestern geübt. Man kann ja klein anfangen. Als Magd in den ALDI zum Beispiel. Schade, ich hatte meinen Weidenkorb nicht im Arm, den hab´ ich im Auto gelassen. Wir wollen es ja nicht gleich beim ersten Mal übertreiben, gell? Unser ehemaliger Bürgermeister Karl Reul stand vor dem ALDI, ich war zu feige ihn anzusprechen.... nächstes Mal bestimmt!
Geschrieben von babbelgum61 um 13:04 Uhr in Projekte
Der gestrige Tag war ereignisreich. Zuerst ein kleines Nähprojekt fertiggestellt, danach stand ein Besuch auf dem Leichlinger Obstmarkt auf dem Programm. Diese Traditionsveranstaltung besuche ich, seit ich in der Grundschule war. Obst- und Gemüsebauern aus der Region präsentieren ihre Produkte, ergänzt wird das Ganze durch Kunsthandwerk, Vorführungen, lokale Vereine, die sich mit der Erhaltung und Pflege der Natur beschäftigen und alte Handwerkskünste. Im Laufe der Jahre ist das Ganze ein wenig gewachsen, aber auch ohne viele Neuerungen steht der Obstmarkt in jedem Terminkalender in und um Leichlingen. In diesem Jahr wurde erstmals eine mittelalterliche Handwerkergruppe eingeladen, die mit einen Kunstschmied, Lederer und einen Bogner nach Leichlingen kam. Zufällig hatte ein Mitglied der Truppe sich vor rund einer Woche in den Forum meines Larp-Schottenclans eingetragen, um Hallo zu sagen. Ich nahm mir also vor, die Truppe anständig gekleidet zu besuchen. (ENDLICH ein Vorwand, in Gewandung in Leichlingen herumzulaufen, schon das zweite Mal dieses Jahr) Ich habe dann mein Magd-Outfit rausgekramt und ab nach Leichlingen. Der Schmied ist sogar im "wirklichen" Leben Kunstschmied. Auf dem Obstmarkt fertigte er vor Publikum süße Flaschenöffner an, deren Griff wie ein Pferdekopf ausschaut. 
Der Lederer hatte seine Familie dabei, zwar nicht gewandet, aber mit dem älteren Stöpsel konnte mein mitgeschleppter Junior super spielen. Der Bogner hatte einen Lehrling, eine Zierde ihrer Zunft: Meinem Sohn habe ich dann den Obstmarkt gezeigt und alles erklärt. Vielleicht weiß man die liebevollen Obstdekorationen erst zu schätzen, wenn man in mein Alter kommt *hüstel*. Als Kind fand ich die spießig, heute weiß, ich wieviel Herzblut dahintersteckt: 
Ganz besonders hübsch fand ich ein großes Schaubild, welches das Leichlinger Wappen darstellte. Damit Nicht-Leichlinger das verstehen, habe ich das Bild ein wenig bearbeitet und oben das Originalwappen eingefügt: 
Leider musste ich schon gegen 16 Uhr wieder aufbrechen, denn abends waren wir mit Freunden zum Essen verabredet. Ich hoffe die nette Schottentruppe recht bald wiederzusehen! Zurück daheim dann aus der Magd ein Flitter-Schucki gemacht, wir wollten in das syrische Restaurant "Sahara" in Solingen-Mitte gehen. Jeden letzten Samstag im Monat gibt es dort Bauchtanz. Als mein Mann unsere Gruppe zu Beginn der Woche dort anmelden wollte, hieß es die Bauchtänzerin kommt mangels angemeldeter Besucherzahlen nicht. Schade. Aber als wir um 20 Uhr eintrafen, war die Bude gerammelt voll. Und so kamen wir doch noch zu unserer ersehnten Bauchtanzvorstellung! Gegen 21 Uhr wurde die Musik laut! Die Blume des Orients kam um die Ecke! Wow! Was für ein Kostüm! Ich kenne Bauchtanzkostüme nur von Abbildungen, und ich habe noch nicht eines gesehen, welches mich zum Nacharbeiten angeregt hätte. Aber dieser Fummel war ein Traum! Das Top über und über mit Glitzer und Glimmer bestickt, und statt eines wallenden Flatterrocks ein knallenges Unterteil, mit Durchblick! Ich musste immerzu starren und im Geiste alle Schnittmuster durchgehen, mit denen man dieses Taumkleid hätte nachnähen können! Leider sind alle Bilder des Abends von einer grauslichen Qualität! Da der Bauchtanz ja eigentlich abgesagt war, habe ich meine Kamera zu Hause gelassen. In der Not frisst der Teufel Fliegen, und so habe ich dann ein wenig mit dem Handy meines Mannes rumgeknipst, in einem Licht, welches man als "orientalisch abgedunkelt" bezeichnen könnte. Ich bitte also für die schlechten Bilder um Entschuldigung, besser ging´s nicht. Nehmt eure Phantasie zu Hilfe. ;-) Mein Jüngster kam aus dem Staunen nicht heraus, und Mama hatte Spaß! Unsere Freunde blieben spekptisch ;-) : Und dann kam die süße Tänzerin zu meinem Mann und nahm ihn einfach mit! Ich glaube, es hat ihm sehr gefallen, darum auch gleich 2 Bilder davon: Das war der krönende Abschluß eines ereignisreichen Tages! Beinahe unnötig zu erwähnen, dass das Essen im Sahara wieder einmal köstlich war! Nächstes Mal nähe ich mir was Orientalisches und tanze auch mit!
Geschrieben von babbelgum61 um 12:57 Uhr in Privates
Moin! Kaum hatte ich Freitag meinen Frust runtergschrieben, kam der gewaschene Stoff picobello aus der Waschmaschine. Immerhin hatte ich noch nie zuvor Webpelz einfach und gnadenlos in den Schonwaschgang gegeben, aber das Fell sieht nun noch schöner aus als ungewaschen. Vor ca. 12 Jahren sollte das mal ein Wintermantel werden. Wie gut, dass ich den nicht genäht habe, denn nun habe ich wunderhübschen Pelz für edle Mittelaltermode :-D Gleich darauf musste ich was machen, irgendwas. Nähmaschine. Was ausprobieren. Und da ich auf dem Kongress den - für mich neuen - Chenilleschneider gekauft hatte, und beim Einsortieren meiner Stoffvorräte schauberhafte 80er-Jahre Stoffe gefunden hatte... hab ich mal was zusammengeklatscht. Einen ekeligen buntgemusterten Stoff (was hatte ich nur damit im Sinn, als ich ihn gekauft hab´?), einen roten Karostoff vom Ikea (nie genähte Weihnachtsgardinen) und einen Rest blaues Leinen, das es nie zu der geplanten Sommershorts für meinen Vater geschafft hat. Das 4-lagig übereinander. Und im schrägen Fadenlauf parallel füßchenbreit abgesteppt. AUfgeschnitten. Nass gemacht, gerubbelt. In den Trrockner. Nett. Am nächsten Morgen (hier schlief noch alles) dann die gleichen Stoffe 5-lagig und in anderer Reihenfolge in 5mm Abstand abgesteppt. Und beim Aufschneiden jede 6te Bahn nicht aufgeschnitten. Das hatte ich am Prym-Stand in Aachen gesehen, und fand es einen tollen Effekt, dafür, dass es so einfach zu machen ist. Nun, ich hab beim Aufschneiden der 5mm Tunnel ziemlich geschlampt, und schief geschnitten. Dadurch ging mancher Schnitt bis haarscharf an die Naht, nicht einmal ein schräger Fadenlauf kann DAS aushalten! Ich hab dann eine Bahn abgezupfelt und die Naht entfernt. Sieht auch ganz lustig aus (der dunkle Streifen) aber da es zufallsbedingt ist, absolut nicht zu empfehlen! Nächtes Mal passe ich besser auf. Aus den beiden Stücken hab´ ich dann ein Täschchen zusammengenäht. In einem Zwischenstadium gab diese "Tasche" dann einen kuffigen Hut ab! Also werde ich mich ab jetzt nach geeigneten Stoffen für den nächsten Winterhut umschauen, mit dem Chenilleeffekt könnte ich mir sogar ein kuschelig warmes Futter vorstellen. :-D Hier also die Tasche, mein allererster Chenille-Versuch. Ich glaube, ich mag diese Technik! (Im Hintergrund meine Nähmaschine, die Pfaff 260, puristischer Gradstich und Zickzack): Auf der Rückseite kommt das Muster noch durch, da ich wie gesagt jede 6te Bahn nicht geschnitten habe. UND dieses Stück ist erst einmal nass und getrocknet worden, der Chenille-Effekt kommt bei jedem Wasch- und Trockengang mehr zum Vorschein (die andere Taschenseite wurde bereits 2 mal im Trockner "gewalkt" Der dunkle Streifen ist das Malheur, sorry. Wenn man diesen Effekt, den Untergrundstoff durchscheinen zu lassen, forcieren will, kann man ja auch eine abgesteppte Bahn mit Absicht auftrennen, ich halte das mal im Hinterkopf.
Geschrieben von babbelgum61 um 12:52 Uhr in Privates
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