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Sonntag, 1. Oktober 2006

Chenille, erster Versuch

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Moin!

Kaum hatte ich Freitag meinen Frust runtergschrieben, kam der gewaschene Stoff picobello aus der Waschmaschine. Immerhin hatte ich noch nie zuvor Webpelz einfach und gnadenlos in den Schonwaschgang gegeben, aber das Fell sieht nun noch schöner aus als ungewaschen. Vor ca. 12 Jahren sollte das mal ein Wintermantel werden. Wie gut, dass ich den nicht genäht habe, denn nun habe ich wunderhübschen Pelz für edle Mittelaltermode :-D

Gleich darauf musste ich was machen, irgendwas. Nähmaschine. Was ausprobieren. Und da ich auf dem Kongress den - für mich neuen - Chenilleschneider gekauft hatte, und beim Einsortieren meiner Stoffvorräte schauberhafte 80er-Jahre Stoffe gefunden hatte... hab ich mal was zusammengeklatscht. Einen ekeligen buntgemusterten Stoff (was hatte ich nur damit im Sinn, als ich ihn gekauft hab´?), einen roten Karostoff vom Ikea (nie genähte Weihnachtsgardinen) und einen Rest blaues Leinen, das es nie zu der geplanten Sommershorts für meinen Vater geschafft hat.

Das 4-lagig übereinander. Und im schrägen Fadenlauf parallel füßchenbreit abgesteppt. AUfgeschnitten. Nass gemacht, gerubbelt. In den Trrockner. Nett. Am nächsten Morgen (hier schlief noch alles) dann die gleichen Stoffe 5-lagig und in anderer Reihenfolge in 5mm Abstand abgesteppt. Und beim Aufschneiden jede 6te Bahn nicht aufgeschnitten. Das hatte ich am Prym-Stand in Aachen gesehen, und fand es einen tollen Effekt, dafür, dass es so einfach zu machen ist.

Nun, ich hab beim Aufschneiden der 5mm Tunnel ziemlich geschlampt, und schief geschnitten. Dadurch ging mancher Schnitt bis haarscharf an die Naht, nicht einmal ein schräger Fadenlauf kann DAS aushalten! Ich hab dann eine Bahn abgezupfelt und die Naht entfernt. Sieht auch ganz lustig aus (der dunkle Streifen) aber da es zufallsbedingt ist, absolut nicht zu empfehlen! Nächtes Mal passe ich besser auf.

Aus den beiden Stücken hab´ ich dann ein Täschchen zusammengenäht. In einem Zwischenstadium gab diese "Tasche" dann einen kuffigen Hut ab! Also werde ich mich ab jetzt nach geeigneten Stoffen für den nächsten Winterhut umschauen, mit dem Chenilleeffekt könnte ich mir sogar ein kuschelig warmes Futter vorstellen. :-D

Hier also die Tasche, mein allererster Chenille-Versuch. Ich glaube, ich mag diese Technik! (Im Hintergrund meine Nähmaschine, die Pfaff 260, puristischer Gradstich und Zickzack):

Auf der Rückseite kommt das Muster noch durch, da ich wie gesagt jede 6te Bahn nicht geschnitten habe. UND dieses Stück ist erst einmal nass und getrocknet worden, der Chenille-Effekt kommt bei jedem Wasch- und Trockengang mehr zum Vorschein (die andere Taschenseite wurde bereits 2 mal im Trockner "gewalkt"/images/emoticons/mozilla_wink.gif Der dunkle Streifen ist das Malheur, sorry. Wenn man diesen Effekt, den Untergrundstoff durchscheinen zu lassen, forcieren will, kann man ja auch eine abgesteppte Bahn mit Absicht auftrennen, ich halte das mal im Hinterkopf.



Geschrieben von babbelgum61 um 12:52 Uhr in Privates

 

Kommentar: Angela am Mon, 2 Oct 17:28 Uhr

Halli, Hallöle!
Wunderbar, der Chenillefunke ist übergesprungen and hat ein Flächenbrand ausgelöst! Weiter so.... freue mich schon, im nächsten Jahr all die Creationen zu bewundern. Jetzt wo all der Stoff in den Küchenschränken lagert und nur noch ambulant gegessen wird! Grins
Bin ganz angetan von Video und Chenille Täschchen!
Blogfan Angela

Liebe Grüße

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