Sonntag, 1. Oktober 2006
Mit Schleppe in den Aldi
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Heute komme ich aus dem Schreiben nicht heraus! Seit dem vergangenen Wochenende passiert so viel, dass ich nicht alles in einem Blog-Eintrag pro Tag unterbekomme, den Kongress werde ich wohl noch wochenlang aufbereiten, und währenddessen kommen immer neue Themen hinzu. Das Bonner Nähkränzchen muss auch noch gebloggt werden, ich warte auf die Freigabe eines Bildes.....
Gestern habe ich ENDLICH ein Projekt in Angriff genommen, welches mir schon seit langem am Herzen liegt. Ich habe schon öfter darüber gesprochen, aber es noch nicht festgezurrt. Das Modemanifest erzählt davon, und ich möchte es hier nochmal erklären:
Wir leben doch in Zeiten, in denen individuelle Freiheit nicht nur groß geschrieben wird, sondern auch erreicht zu sein scheint, nicht wahr? Warum tragen wir dann alle fast die gleichen Klamotten? Rocklängen werden vorgeschrieben. Jeans sind praktisch, klar. Aber weite, lange Flatterröcke sind dafür bequem.
Ja, ich weiß: Der Mensch ist ein Rudeltier, es verlangt ihn nach Anerkennung in seiner Gruppe! Ausscheren ist nicht! Nicht mal heuzutage?
Ich will ja nur den Rock so lang machen, wie ICH will, und wenn das 2 Meter sind! Die Stoffe verwenden, die MIR gefallen, auch wenn sie glitzern oder aus Brokat sind! Ich kann es mir leisten! Gut, für manche Stoffe muss ich sparen, aber nichts ist unmöglich!
Durch das Hobby LARP habe ich die Möglichkeit, mich nach meinem Geschmack zu kleiden. Leider bin ich dort ebenfalls gewissen Beschränkungen unterworfen. Ich kann kein mittelalterliches Mieder zur Jeans tragen. Und: Ich kann mit den Larp-Klamotten auch nur Larp-Events besuchen. Geh´ mal mit dem Schleppenkleid in den ALDI....
Nun, dieses Beispiel "Schleppe"und "ALDI" ziehe ich immer heran, weil es für mich die Gegensätze am besten reflektiert. Gewand und Alltag, wie passen die zusammen?
Gestern habe ich im Magd-Outfit den Leichlinger Obstmarkt besucht, da ich dort eine Mittelaltergruppe besuchen wollte. Ich hätte also jedem, der mich "von der Seite" angequatscht hätte, begründen können, warum ich so rumlaufe. Puh.
Aber auf dem Heimweg musste ich einkaufen. Und da dachte ich mir: "Irgendwann wohne ich wieder in Leichlingen. Und DANN mache ich meine Träume wahr! Warum also nicht jetzt anfangen. Können die Leichlinger sich schon mal an mich gewöhnen."
Wir haben noch einen anderen "Irren" in Leichlingen, der an 365 Tagen im Jahr mit einer Shorts und Badelatschen rumläuft (sonst trägt er nichts, also oben naggisch!). Also haben die Leichlinger mit mir dann schon zwei.
Das Projekt "Mit Schleppe in den ALDI" habe ich also gestern geübt. Man kann ja klein anfangen. Als Magd in den ALDI zum Beispiel. Schade, ich hatte meinen Weidenkorb nicht im Arm, den hab´ ich im Auto gelassen. Wir wollen es ja nicht gleich beim ersten Mal übertreiben, gell? Unser ehemaliger Bürgermeister Karl Reul stand vor dem ALDI, ich war zu feige ihn anzusprechen.... nächstes Mal bestimmt!













Toll ich regine aus dem Nähforum kann nur sagen gaaaaanz toll das sieht wirklich gut aus....edel