Sonntag, 15. Oktober 2006
Kapitel 2 - Die Menschen
« Der Teufel trägt Prada | Hauptseite | Aenne Burda »Und weiter geht´s mit dem Kongressbericht!
Draussen scheint die Sonne und man mag kaum glauben, dass es mit großen Schritten auf den Herbst zugeht. Und wo uns allerorten dieser wunderschöne Sonnenschein umgibt, was liegt da näher, als euch ein wenig über sie zu erzählen?
Neulich fuhr ich durch Solingen, kam mir doch tatsächlich ein Kleinlaster entgegen, mit der riesengroßen Aufschrift "Firma Sonnenschein"... wenn man jemanden mit einem solch einprägsamen Spitznamen kennt, wird man an allen Ecken daran erinnert. Und wer ist nun Sonnenschein?
Alles fing damit an, dass ich bei Burda die Weblogs entdeckte. Da tummelte sich auch jemand namens Sonnenschein. Später stieß ich auch auf andere Bloganbieter, und...schon wieder eine Sonnenschein. Beim dritten Blog schrieb ich sie dann an: Wieviele Blog hast Du denn und bist Du überhaupt nur eine oder vielleicht mehrere?
Sie schrieb mir dann zurück, ja sie sei nur die eine Sonnenschein, und sie testet halt verschiedene Blogs. Nun, das hab ich dann auch getan, und nachdem ich einige durch hatte bin ich bei zwei Bloganbietern geblieben, eines für Designspielerieien, zum formatieren der Texte und als eine Art Backup, und das Burdablog schreibe ich fast inhaltgleich, aber mit Herzblut.
Nun, durch diesen lustigen Zufall hatte ich Kontakt zu Sonnenschein, die auch aktiv im Forum der Hobbyschneiderin war. Manchmal geht das Leben schon seltsame Wege. Durch unsere aktive Bloggerei haben wir uns dann näher kennengelernt, dem Internet sei Dank! Später kamen Telefonate und email hinzu. So hatte ich bald das Gefühl sie bereits eine Ewigkeit zu kennen.
Wir sind uns ähnlich und doch so grundverschieden. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der GENAU so wäre wie ich... ich bezweifle, dass ich mit einer solchen Person Umgang haben möchte, haha. ;-)
Aber Sonnenschein, die eigentlich Evelyn heisst, hat das Herz am rechten Fleck, und trotz aller Unterschiede verstehen wir uns in allen wichtigen Punkten bestens! Sonnenschein ist da anders, wo ich fürchterlich bin: Sie ist so elegant (ich laufe immer recht schlampig rum, obwohl ich schöne Kleider liebe, bin ich zu faul sie auch zu tragen) und gestaltet sich und ihre Umgebung zu einem harmonischen Gesamtbild. Sie ist zielstrebig, kann sich entscheiden, da werde ich immer neidisch. Sie denkt stets an ihre Lieben, zu denen auch eine Handvoll Schneiderinnen gehören, mit denen sie eine muntere Gruppe bildet.
Ich will gar nicht so viel erzählen wie ich Sonnenschein sehe. Wenn ich dann irgendwo total falsch liege, verzerre ich euer Bild von ihr, das möchte ich nicht. Aber ich kann soviel sagen: Ich hab´sie sehr gern und denke oft an sie! Und wünschte, ich hätte mehr von ihr an mir selbst!
Was hat das alles nun mit Aachen zu tun? Als ich zum Kongress nach Aachen fuhr, kannte ich Sonnenschein lediglich aus dem Internet, also virtuell, und ihre Stimme vom Telefon. Auch andere Mädels hatte ich zuvor noch nie gesehen, doch davon später mehr. Auf Sonnenschein war ich gespannt wie ein Flitzebogen! Schon als der Kongress öffnete habe ich nach ihr Ausschau gehalten, obwohl sie erst gegen Mittag kommen wollte. Dann hatte ich meinen Kurs im ersten Stock und sah kaum jemanden, da nicht viele Besucher den Weg nach oben fanden.
Als ich sie dann endlich erspähte (uff, ich weiß nicht mehr wo, ich weiß nur ich hab sie angesprungen und gedrückt) hab ich mir nen Knubbel an den Bauch gefreut! Endlich "meine" Sonnenschein in Fleisch und Blut! Sie hatte dann einen Pflichttermin bei Burda, sie hatte sich als Model für das richtige Maßnehmen zur Verfügung gestellt.
Für die Burda Maßschnitte muss man einige Körpermaße abnehmen, und da Sonnenschein ein paar sehr individuelle figürliche Besonderheiten hat, war sie das ideal Objekt für eine Vorführung von Burda. Am besten ihr lest ihren Blogeintrag zu der Burda-Vorführung.
Auf jeden Fall war sie wirklich und wahrhaftig im Mittelpunkt:

Während des restlichen Kongresses sah ich Sonnenschein noch oft, immer war sie grade auf dem Weg irgendwohin und nachdem unsere Wege sich kurz gekreuzt hatten, gingen wir auch schon wieder unserer Wege. :-(
Bei einer Demo über Filzen hab ich mich dann mal zu ihr gestellt, und war begeistert. Auch hier hat Sonnenschein alles Wichtige dazu erzählt. Und vom Filzfieber infiziert, mussten ein paar Kleinigkeiten in Sonnenscheins Einkaufstüte:

Ich bin dann noch eine Weile hin- und hergeschlichen, aber am Ende hab´ ich fast die gleichen Sachen gekauft!
Auf ein längeres Beisammensein mit Sonnenschein habe ich dann am Abend gehofft, und ging zu dem abendlichen Treffen im Aachener Alex. Ich konnte sie dort nicht entdecken, also habe ich mich an einen Tisch mit anderen Mädels gesetzt, von denen ich eine während des Tages kennengelernt hatte. Auch über diese lustige Truppe werde ich noch ausführlich berichten, ich hab´ an deren Tisch Tränen gelacht! Zu später Stunde musste ich dann nochmal nach Sonnenschein Ausschau halten, und erspähte sie am anderen Ende des Raumes!
Endlich konnte ich mich auf sie stürzen! Wir haben dann noch lange mit den Damen des OWL-Nähtreffs (OstWestfalenLippe oder so) beisammen gesessen. Den Abend möchte ich um nichts in der Welt missen, ich habe mich gefühlt wie die Made im Speck! Umgeben von netten Menschen, kreativen Gesprächen, Späßen und Erfahrungsaustausch... als Sahnhäubchen noch liebe Menschen, auf deren Nähe man monatelang gewartet hat: Für mich war dieser Abend das absolute Highlight des Kongresses.
Die Moral von der Geschicht´? Ohne Freunde geht es nicht. Für mich war das Wichtigste in Aachen das Zusammentreffen mit bekannten und bis dato unbekannten Gesichtern. Endlich mal Menschen, die man schon längst ins Herz geschlossen hat, auch mal in Fleisch und Blut zu sehen, anfassen zu können. Unsinn reden, denn das tut man in Blogs, mails oder am Telefon nicht. Zeit verplempern, die in chats oder virtuell zu kostbar scheint. Einfach beisammen sein. Aachen war viel zu kurz! Und mit einem Bein bin ich immer noch da, und das wird- Dank Sonnenschein- auch noch eine ganze Weile so bleiben.












Mensch Bärbel, seit einer Stunde schleich ich um den Bericht herum und weiß nicht in Worte zu fassen, was ich dazu sagen möchte. Erstmal "ein dickes Dankeschön" für die Sonnenscheinbeschreibung. Wie du schon sagtest, es ist schon komisch, wenn man liest wie andere oder besser du einen siehst. Eins möchte ich dir sagen, bleib wie du bist mit meinen Macken wärst du auch nicht besser dran. *grins* Ich für meinen Teil hätte gerne etwas von deiner Leichtigkeit und Verrücktheit. Die Bilder sind natürlich Bärbellike mal wieder total schön. Werde sie mir gleich abspeichern. Unser reales Kennenlernen war eine Wucht und werde ich so schnell nicht vergessen. Leider war an diesem Wochenende soviel zu entdecken, daß nicht genug Zeit für uns blieb. Aber ich bin mir sicher das werden wir zwei mit einem Besuch noch hinkriegen. Bei soviel gegenseitiger Symphatie...