Dienstag, 24. Oktober 2006
Princess for all days
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Darf ich vorstellen: Mein neustes Projekt.
Princess for all days.
Wie bereits in meinem kindischen Modemanifest zu lesen, bin ich fest davon überzeugt, dass in jeder Frau (und manchem Mann) eine potentielle Prinzessin steckt. Zu diesem Thema werde ich noch viel erzählen. Aber alles, was mir dazu durch den Kopf geht hier niederzuschreiben... würde Tage dauern und euch ermüden.
Und meine Vorstellung von diesem einen Projekt, das meine Welt bewegen soll, ist dynamisch. Veränderlich. Jeden Tag ein wenig anders, jeden Tag ein wenig neu.
Oft habe ich schon festgestellt, dass Menschen Gedanken teilen, von denen sie glauben sie blühen im Verborgenen und niemand anders denkt, wünscht, träumt genauso. Doch es ist verblüffend, wie ähnlich wir uns alle sind.
Und wenn ich dann diese Legionen von Menschen sehe, die sich- in mannigfaltige Untergruppen verstreut- doch nur diesem einen Wunsch annähern: Mode vergangener Epochen auszuleben oder dem uniformierten Gruppenzwang aus Jeans und Hemdbluse zu entkommen. Die Beispiele für das Ausbrechen aus Konvention und Anpassung sind zahlreich: Punk, Gothic, Karneval und auch Larp sind Spielwiesen für all jene, die in die Optik anderer Welten flüchten.
Was mich an all diesen Strömungen frustriert, ist die bedauernswerte Wiederholung alter Muster, auch wenn die Träger der jeweiligen "Uniformen" aus diesen ausbrechen wollen. Der immer und ewig schwarz tragende Witwen-Verschnitt ist bei seiner Gothic-Clique unten durch, wenn sie fröhlich bunt oder im gut geschnittenen Kostüm daherkommt. Was ist an einer Gothic-Gleichmacherei besser als an einer mit gestärkter Bluse und Chanel-Kostüm?
Wie schon im Modemanifest gesagt, vermisse ich die Umsetzung der ach so gepriesenen Freiheit unserer Tage. Doch ich schliesse mich selbst in meiner Kritik nicht aus. Ich habe auch nicht den Mumm, jeden Tag so aus dem Haus zu gehen, wie ich es wirklich möchte. Mal schwarze Witwe, mal Karnevalsclown, mal Prinzessin mit Schleppenkleid und meistens ganz praktisch mit Jeans und T-Shirt.
Drum übe ich "mit Schleppe in den Aldi" und nutze die Alibifunktion einer Spielemesse für einen Kleidungsstil a là Mittelalter. Aber das kann es doch nicht sein! Das Leben ist zu kurz, um mit Zagen und Zaudern verbracht zu werden!
Wenn man die Augen offen hält, gibt es so Manches, was sich auf ungewöhnliche Modewünsche anwenden lässt. Erinnern wir uns an Vivienne Westwoods viktorianische Tornüren Ende der 80er. Oder an den Modestil des letzten Jahres: Bohème. Sogar die Handys wurden mit Glanz und Gloria versehen. Das Oppulente ist zurück! (War es denn jemals weg?) Wir müssen es nur annehmen. Nicht der Masse folgen, denn dann kommt nur wieder Jeans und T-Shirt dabei raus.
Auch wenn ich noch stundenlang über mein Lieblingsthema referieren könnte, so will ich euch nicht weiter langweilen. Ich überlege ja nun schon seit dem zarten Alter von fünf- denn da trug ich mein erstes Prinzessinnenkleid- wie ich meine Modeträume umsetzen kann.
Ich weiß, meine Ansprüche und ihre Umsetzung liegen Welten auseinander. Aber irgendwie muss ich ja mal anfangen. Irgendwie kam mir heute der Spruch "Princess for one day" in den Sinn. Ist das ein Filmtitel? Ich weiß es nicht. In der Wochenend-Beilage unserer Tageszeitung stand auf der Titelseite in grossen Lettern "Einmal Prinzessin sein". Das ist mir nicht genug. Ich will das jeden Tag.
Darum: Bärbel Born proudly presents: Princess for all days.
Ein erster Versuch. Das ärmellose, grüne Kleid war die Ausgangsbasis für alle weiteren Überlegungen. In einer 99er Burda, die ich erst kürzlich ergattern konnte, war es dieses schlichte Kleid, das es mir so sehr angetan hatte! Ich werde darüber noch ausführlich berichten, es liegt halbfertig auf meiner Pfaff.
Die übrigen Kleidungsstücke sind bisher reine Phantasie. Gerne hätte ich daraus eins dieser tollen, von Sonnenschein initiierten SWAPs gemacht. Doch es fehlt mir an den geeigneten Stoffen, darum werde ich diese nach und nach zusammensuchen müssen. Für einen ordentlichen SWAP (sewing with a plan) braucht es aber alle Stoffe und Schnitte bereits bevor man den ersten Nadelstich tut. Da kann ich nicht mithalten.
Ich habe nur diese kleine Skizze hier. Aber es ist ein Anfang. Sie stellt eine kleine Grundgarderobe dar, die sich an mittelalterlichen Stilelementen bedient. Sie ist NICHT mittelalterlich, diese Mode hatten wir ja schon zur Genüge, wozu nochmal wiederholen?
Aber alle Elemente an den Moden der Vergangenheit, die MIR gefallen, möchte ich aufnehmen. In diesem Fall die langen, graden Rockschnitte. Lange Ärmel an der Bluse und wallende Hüllen beim Mantel. Letzterer soll aus einem sehr groben Stoff oder Strick gearbeitet werden. Die weite Hose mit einer angedeuteten Schnürung vorne entspringt dem Wunsch, den Grundgedanken eines SWAP- die Kombinierbarkeit aller Kleidungsstücke untereinander- mit meinen mittelalterlichen Elementen zu verbinden. Hosen gab es nicht für Frauen, also denke ich mir eine aus, die UNTER dem grünen Kleid getragen werden kann.
Der beigefarbene Unterrock kann gegen andere bodenlange Röcke, die ich bereits besitze, ausgetauscht werden.
Soweit meine Ideen. Ich hoffe, dass sie auch bald Wirklichkeit werden. Vor allem hoffe ich, das mein Grundgedanke auch funktioniert: Von der Vergangenheit nur das Beste, abgewandelt auf heutige Gewohnheiten und Bedürfnisse. Will sagen: Mit dem Klamotten muss Frau auch autofahren können! ;-)
Auf´s Bild klicken (und evtl. im Browser vergrößern):
(click pic above, maybe you have to resize it in your browser) As you can imagine, this is all about making clothes with an ancient look. "Kleid" means dress, you can see the planned underwear and the "Mantel" will be a cozy cloak. For me, this kind of fashion means a kind of freedom. I want to brake free from fashion conventions, I want no longer wear this uniform-like clothing from stores and fashion designers. I need some fancy glimmer and glitz, historic elements and all this mixed to a new look, you can wear while driving the car. The draft you can see above shows my first effort to get such an individual look with ancient elments. I hope you enjoy and check back for the stuff I will make by following my own guidelines. Stay tuned.
*lol* "Tüddelkram" ist es manchmal, nicht immer. Ulkigerweise ist grade das Ausgangs-Stück ein ganz schlichtes, fast strenges Burda-Modell. Wird viel Arbeit, weil ich so viel knipsen, schreiben und scannen muss. Nähen ging schneller.... Und wer bezahlt mir den Stoff für den Hüllenmanel, schnüff.
PS: Das Schlimme ist ja, den Stoff für den mantel hab´ isch schon im D´dorfer Karstadt gesehen :-( Und Muff und Mütze (barrett) sind schon im Fundus :-D das spart wieder Zeit und Geld, hehe.
Hast du schon angefangen zu nähen? Spann uns nicht so auf die Folter..
Ich habe Ihrer BLOG gelesen und finde ich ihn sehr
Interessant.
Bitte besuchen sie uns
http://www.hip-hop.de
GUT ,Sie haben viele Auskünfte gesammelt.
Ich bin beeinflusset.
Ich habe auch ein bisschen Information.
Bitte klicken sie dise Link ein
http://www.hip-hop-Klamotten.de/
jansen, yaken und duschem ist ein Kommentar-Spammer aus Indien, der heute erstmalig in meinem Blog aufgetaucht ist, und der sich zusehends auch durch andere Blogs durchfräst.
http://help.twoday.net/stories/2984109
Prima Artikel!!!!
Oh wow, da bin ich ja wirklich mal gespannt, ob das so toll wird, wie es aussieht :)
Wäre wirklich schön!
Bin gespannt auf das Ergebnis.
Hmmm würde auch gerne so einen Mantel haben :(
Ich mag diese Mittelalter Sachen wirklich sehr!!!
Schade, dass ich nicht so begabt bin, mir selbst etwas zu schneidern.













Da hast du dir ja was vorgenommen. Ich sitze hier gespannt und warte auf die erten genähten Teile. Die Idee gefällt mir. Ich finde Mode mit mehr Tüddelkram auch schöner.... LG, Evelyne