Born to be wild
burdamode.com Weblog's     Bitte wählen Sie einen Weblog aus der Liste aus  
   
 |  Login



neuimfundus:



wunschliste:



Fav Entries:





burdastyle


Näh-Blogs




« November »
MoDiMiDoFrSaSo
  12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930   
       

bluemchen
   

Donnerstag, 30. November 2006

Ich will Türchen!

Ist das zu fassen: Haben wir tatsächlich schon am vergangenen Sonntag die erste Adventzkrantzkertze (Wort mit 3 "tz", Scherz) angezündet? Und morgen geht es los: Noch nie waren die Adventskalender besser dokumentiert als heute. Die Hobbyschneiderin öffnet sie, Burda öffnet sie (und ich hätte einen Kalender bis zum ersten Türchen brauchen können, so gespannt bin ich!), und Bärbel öffnet nun auch.

Ursprünglich wollte ich 24 meiner unendlich vielen Ideen hier hinter Türchen stellen... Zeitmangel und persönliche Trägheit haben das zunichte gemacht. ABER (Tusch!) ich habe es geschafft, meinen Lieben Kalender zu basteln. Und da ich gestern- völlig unerwartet- auch einen bekommen habe, muss ich also zum Auftakt der Adventskalenderphase mal einen kleinen Überblick über die Kalender im Hause Bärbel Born geben. Schon allein, um selbst wieder durchzublicken. :-D

Unsere Adventskalender:

  • Zwei Milka-Adventskalender von meiner Mami (jaja, für die Kinder, aber einen habe ich)
  • Einen Kalender mit Ü-Eiern für den Junior
  • Einen Kalender mit Herren-Überraschungen für den GöGa
  • Einen Kalender mit Girlie-Überraschungen für die große Tochter
  • Einen Kalender für MICH von Yvonne Leistner, Kaleidoskop

Der letzte Kalender kam gestern völlig unerwartet hier an. Ich habe ja Yvonne, meiner Stempelfreundin, in diesem Jahr auf 3 Messen geholfen. Auf der letzten Messe im November saß die arme Maus jeden Abend im Hotel und faltete kleine Tüten aus Geschenkpapier, für die Adventskalender mit Stempeln. 23 kleine Mini-Stempel und ein Größerer. Diese Kalender kann man bei ihr bestellen, und sie machte alles von vorne bis hinten mit ihrer eigenen Hände Arbeit! In diesem Jahr hatten ihre Kalender- die in Stempelkreisen beliebt sind, da es immer ganz exclusive Motive im Kalender gibt- einen ungeahnten Zulauf, und der Absatz steigerte sich um fast 100 Prozent! Das heisst: Yvonne hat in diesem Jahr rund 2400 kleine Tütchen gefaltet! Respekt! Und ein Satz kam gestern bei mir an, persönlich abgeliefert! Ich war ziemlich überrascht, denn ich weiß ja, wieviel Arbeit und auch Material in diesen Kalendern steckt.... und ich hab meinen geschenkt bekommen! (Als Dankeschön für aufopfernde Messedienste :-D ) Ich will versuchen, ab und zu hier ein paar der Stempelchen aus dem Kalender zu zeigen. Mal sehen wie viel Zeit mir bis Weihnachten noch bleibt.

Der Ü-Ei Kalender für unseren kleinen Mops ist zwar nur gekauft, aber unser Kind liebt Schokolade nun mal über alles, und in der Vorweihnachtszeit ist so ein Kalender eine unschlagbare Motivationshilfe für das morgendliche Aufsteh-Theater. Ferrero sei Dank!

Aber ich wollte meinen großen Schätzchen auch eine Freude machen. So viele Jahre habe ich zu lange gezögert, wollte immer "den einen und ganz besonderes tollen" Adventskalender basteln. Fazit: Er wurde nie fertig. Dieses Jahr sollte das anders werden. Also habe ich schon vor Wochen die ersten Kleinigkeiten gesammelt, 24 für die junge Dame, 24 für den älteren Herrn :-D . Und gestern einen Ikea-Stoff-Coupon rausgekramt, der ideal für ein solches Vorhaben ist. (clicks aufs rechte Bild)

Gut abgelagert aus der Zeit, als Ikea-Stoffe noch brauchbar waren, rot mit grünen und weißen schmalen Streifen. Sehr hübsch. Und 48 mal Kanten abgekettelt. Dabei jede 2te und 3te Kante zusammengenäht. Heute dann die oberen Kanten umgenäht. Und bei den großen Tüten unten Ecken abgenäht, das ergab dann eine schönere Form. Dann Anhänger gestempelt (click auf´s Bild links für ein Großes) und beschriftet (mit dem letzten Tropfen Tinte, immer wieder verdünnt :"> )

Dann alle kleinen Überraschungen immer wieder hin- und hergeschoben, bis nicht 3 Tage lang Schoki kommt, 3 Tage am Stück piiieeep (die lesen hier mit, meine Lieben) oder sonst eine Häufung auftrat. Soll ja immer spannend bleiben, gell. Dann eingetütet, zugebändelt, etikettiert und drapiert. Ab in den Wald und heruntergefallende Äste gesammelt und dekoriert. Puh! Insgesamt 2 Tage Fulltimejob!

Na ja, und beim Nähen kamen mir so seltsame Formen unter die Maschine... Tüten, Taschen, Schuhe.

Meine Tochter bekommt am Nikolaustag einen improvisierten Stiefel. (Ich sag nicht was drin ist)

Eine Tüte sah auf einmal fast wie eine kleine Schultertasche aus, also hab ich ihr 2 Henkel verpasst, die gibt es am 24ten: Eine kleine Schulter-Bag im Miniformat! Knuffig. (Beide Bilder werden groß wenn man drauf klickt)

 

Na ja, und das Gesamtergebnis will ich euch auch nicht vorenthalten, schließlich sind es ja 24 kleine Beutel, Taschen, Tüten, Stiefel und Bags. Alles in allem sah das Ganze mit ein paar grünen Zweigen dann so aus: (und nochmal genauso für den GöGa)

Klar, nix Neues unter der Sonne, man hat schon kreativere Adventskalender gesehen. Aber er hat einen entscheidenden und unschlagbaren Vorteil: Er ist fertig! Und das einen Tag vor dem 1ten Dezember! Nun kann das Türchen- pardon, Säckchen-Öffnen losgehen.

Ich lehne mich nun jeden Morgen entspannt zurück, öffne mein Milka-Türchen, knabbere die Schokolade, lese den Spruch und dann mache ich ganz, ganz vorsichtig das erste, mit der Hand gebastelte kleine Tütchen von Yvonne auf. Und dann, ja dann schaue ich mir den Burda-Kalender an, mit dem süßen Geschmack der Schokolade auf der Zunge, dem Stempel in der Hand und der Kaffeetasse in der anderen. Die Weihnachtszeit kann kommen!




Geschrieben von babbelgum61 um 22:45 Uhr in Werke

Montag, 27. November 2006

Offene Kanten

In einer Burda diesen Jahres wurden einige Modelle mit sogenannter "offenkantiger Verarbeitung" gezeigt. Ich fand diese Kanten scheußlich. Nun weiß ich auch warum: Die "offenen Kanten" waren einfach die Kante der Nahtzugabe nach außen, also sichtbar, verarbeitet. Logisch. Aber da hingen Fäden lose runter, sollten wohl einen "Undone"-Eindruck hinterlassen.

Na ja, also ich bin ja eine recht schlampige Schneiderin, und lasse meine 5 oft genug grade sein. Aber sowas war mir dann doch des Schlampigen zuviel. Nun bekam ich kürzlich eine Ausgabe des amerikanischen Nähmagazins "Threads" in die Finger, zu deutsch "Fäden". Zu meiner Überraschung fand sich dort kein einziger Schnitt (ja, es darf gelacht werden, ich wusste das nicht) aber massenhaft Know-How und Tipps und Tricks.

Eines der Themen, "Deconstructed Seams", hat es mir sofort angetan! Link zu dem Artikel.) Dort wurde gezeigt, wie offenkantige Verarbeitung auch aussehen kann, nämlich schlichtweg "verarbeitet". Die offenen Kanten sahen dort nicht aus, als hätte man sie nur vergessen zu versäubern... man sah, dass dieser Effekt vollste Absicht war!

Bei Scherzkeks-Stoffe in Aachen habe ich mir ja ebenfalls erst vor kurzem einen wunderschönen Stoff mitgebracht. Er sieht ein wenig aus wie ein pastellfarbener Polsterstoff, aber hat meine barocken Hirnregionen sofort angeregt. Trotzdem wollte ich mir eine Jacke daraus machen, die weder Barock noch Mittelalter ist, sondern zu allem passt, also auch zur Jeans. Es konnte nur eine Kurz-Jacke mit leichter Kastenform werden.

In der Burda 10/2005 fand ich einen süßen Schnitt mit leicht ausgestellter Form. Kurz und knapp, weite Ärmel. Da ich noch etwas mit der Jacke vorhabe, sollte sie auch sehr weit sein. Leider finde ich die Burda-Ausgabe nicht mehr online, also muss ich euch die Bildvorlage schuldig bleiben. Die Jacke war sogar auf dem Titel abgebildet.... Allerdings gefiel mir der spitze Kragen nicht, und darum habe ich die Ecken des Reverskragens abgerundet.

Die besondere Technik, die ich aufgrund des Artikels in der Thread ausprobieren wollte, kommt laut Threads auf 2 verschiedene Arten zustande: Entweder, man ribbelt die Kante eines grade geschnittenen Stoffes auf, sichert diesen aber, indem man den Stoff mit der Zackenschere zuschneidet. Oder man schneidet den Stoff schräg zu. In jedem der Beispiele wurden noch Schrägstreifen mitgefasst, um den Effekt der offenen Kanten zu verstärken.

Das Ganze hat mich sofort sehr an die Chenille-Technik erinnert. Auch dort werden ja mehrere Lagen schräg vernähter Stoffe aufgeschnitten, damit die z.B. 4fachen, fransigen Kanten mehr Fülle erzeugen. Versteht ihr das soweit? Ok, also habe ich mir zu dem Stoff aus dem Scherzkeks-Laden noch einen weiteren gesucht, den ich als Schrägstreifen mitfassen konnte. Ich fand sogleich einen netten Ikea-Stoff in meinem Fundus, den ich seinerzeit- da im Angebot- gleich als Ballenware gekauft hatte, und der ähnliche Farben in Kette und Schuss hat wie der "Polsterstoff".

Aus dem Ikea-Dekosatin habe ich dann Schrägstreifen zugeschnitten, Breite=Nahtzugabe mal 2 plus 1cm. Also 4 cm, auf die Hälfte gelegt und gebügelt. Dann selbige zwischen die vordere Kante der Jacke und den Beleg gelegt, denn nur dort sollte es fransig werden. Und zwischen den Oberkragen, logisch. Dann den Beleg links auf links festgenäht, ebenso den Oberkragen. Und endlich gibt es mal ein Foto, auf dem man ganz gut erkennen kann, wie das Ganze funktioniert.(Click auf´s Bild für groß)

In der linken Stoffkante (Oberkragen) sieht man schon, dass ich angefangen hatte, erste Fäden herauszuziehen. Erst dann habe ich mir den Threads-Artikel mal so richtig durchgelesen (typisch) und stellte fest, dass die ENTWEDER grade oder schräg zugeschnitten haben. Mein Fadenlauf verläuft ja mal so, mal so, da ich einer Schnittkante gefolgt bin. Darum habe ich, damit an den Stellen wo der Fadenlauf gerade ist nix ausribbelt, die kompletten Kanten mit einem engen Zickzack-Stich gesichert. Sieht man auf dem großen Bild ganz gut. Sieht sogar recht dekorativ aus, hehe.

Die fertige "offene Kante" seht ihr hier:

Und das ist es, was ich meine: Die "offene Kante" ist dekorativ, weil füllig und gleichmäßig. Ich habe ewig lange gebraucht, bis alle Fäden- ob schräg oder grade- herausfummelt waren, dann habe ich mit einer Nadel die zwischengefassten Schrägstreifen zerfranst, was eine tolle Fülle ergab! Ich finde diese Kante süß, so richtig plüschig.

Da ich in Ermangelung einer 2ten Schneiderpuppe die Jacke mal schnell über das rote Abendkleid gehängt habe, welches momentan noch auf meiner Dekopuppe hängt (wohin auch damit?) sah ich, dass diese pastelligen Farben der Jacke auch hervorragend zu Rot passen.

Ist das nicht klasse? Schade, dass ich den roten Fummel so bald nicht wieder anziehe....

Aber da die Jacke ja noch weitere Gestaltung erfahren wird, ist das nicht das letzte Wort zu meiner "Polsterstoff-Winter-Wunder-Jacke". Denn irgendwie sah sie an mir nicht so aus, wie ich mir das gedacht hatte, und das war ein bisschen frustrierend.

Als mein Männe und ich dann abends ausgehen wollten, und ich nach einer ergebnislosen Stunde vor dem Kleiderschrank kurz vor dem "ich- habe- nichts- anzuziehen- Nervenzusammenbruch" stand, hab´ ich mir einen alten Leder-Mini geschnappt und meine weiße Volant-Bluse. Und auf einmal...... MAGIE..... sah die Jacke mit dem braunen Ledergürtel, der eigentlich die Bluse auf Taille bringen sollte, schickimicki aus. Wer hätte das gedacht? Also ich nicht.

Und ich war von meinem Quickie-Outfit selbst so begeistert, dass ich mal wieder jede Menge Fotos gemacht hab, eins davon müsst ihr nun gucken, bevor ich den Sohn aus der Schule abhole (wieder click auf´s Bild für eine große Bärbel ;-) ):



So, mal sehen, was ich heute nähe :-)

Rauskopiert habe ich den nächsten Schnitt schon gestern Nacht....................
























Geschrieben von babbelgum61 um 11:29 Uhr in Werke

Sonntag, 26. November 2006

Making of Bondgirl

Einen wunderschönen Sonntag euch allen!

Ich habe ja versprochen zu zeigen, wie ich den Schnitt des roten Kleides geändert habe. Zur Erinnerung hier nochmal ein Link zum Original-Filmkleid: Rotes Kleid. Meine Version seht ihr weiter unten im Blog von Donnerstag. Sie ist in einigen Punkten anders: Zum einen wollte ich mir kein Kleid aus solch glänzendem Satin machen. Das war mir dann doch too much. Nee wirklich.... ich sag´s jetzt nicht, aber sooo rot und soooo viel Satin... ist eher was für die leichte Dame.

Also habe ich einen wunderschönen roten Krepp-Stoff genommen. Jens Bederke im Stoffdschungel meinte, das wäre eine "sehr hochwertige Qualität", und er ist wirklich sehr schön fest, trägt nicht auf und fällt wie ein Traum. Genug vom Stoff. Der vordere Wasserfallausschnitt des Kleides hat mir am meisten Kopfzerbrechen bereitet. Lasst es mich so beschreiben: Bei dem Bondgirl hält die Figur das Kleid, bei mir muss das Kleid die Figur halten. Also kam ein Wasserfallausschnitt allein nicht in Frage (wollte ich vermeiden, dass man den BH sieht). Ich hatte ja den Vogue-Schnitt mit einem festen Büstenteil, und wollte nun ein zweilagiges Oberteil machen. Eins drunter, das obenrum alles in Form hält, und eins drüber, dass den Effekt aus dem Film ergibt.

Also habe ich das Kleid erst einmal ganz normal zugeschnitten, und das Büstenteil genäht und noch nicht an den unteren Rockteil genäht.. Dann habe ich den Schnitt zusammengelegt, und zunächst aus dem zweiteiligen oberen Vorderteil eine Einzelnes gebastelt. Aus der Teilungsnaht wurde ein Brustabnäher, da ich für das Oberteil mit Wasserfall keine Teilungsnaht wollte. Das sah dann so aus:

Diesen neuen Schnitt habe ich dann "aufgedreht", also dort wo der Wasserfall sein sollte, mehr Weite zugegeben. Zu dem Zweck habe ich die vordere Mitte ein zweites Mal aufgezeichnet (click für größer).

Dann habe ich die die Linien eingezeichnet, an denen der Schnitt aufgedreht wird:

Diese habe ich dann ausgeschnitten. Erst habe ich versucht, die Weite gleichmäßig zuzugeben, das sah so aus:

Dann habe ich mir Sorgen gemacht, dass dies zuviel Weite sein könnte. Da das Kleid abends fertig sein musste, wollte ich kein Risiko eingehen, und habe dann die folgende Version für den Zuschnitt benutzt. Wie man sieht, blieb dabei die Vordere Mitte fast unverändert, ich habe den Schnitt lediglich an der oberen Kante aufgedreht. Ich habe den Schnitt dazu an der unteren Ecke festgehalten, und nach links gedreht, an dem Pfeil gut zu erkennen. (Womit Schritt 3 überflüssig war, aber um eine Vorstellung vom neuen Schnitt zu bekommen durchaus sinnvoll) Die neue Schnittkante habe ich dann oben angepasst.

Danach wurde das vordere Oberteil ein zweites Mal einlagig zugeschnitten. Dann dieses zweite Oberteil in der Naht zwischen Oberteil und Rockteil zwischengefasst und an den Seitennähten mit der Hand angenäht. Der "doppelte" Effekt ist hier ganz gut zu erkennen:

Wie ich es vorhatte, erfüllte die doppellagige Verarbeitung ihren Zweck: Die untere Lage passte wie angegossen (ich habe "obenrum" nur Gr. 40, untenrum eigentlich Gr. 44 laut Vogue Maßtabelle, aber diese Anpassung war zu heftig, also bin ich im Schnitt von oben Gr. 40 nach unten auf Gr. 42 gegangen, was auch gut passt) und HIELT meinen "Körper" auch gut in Form, während die zweite Lage den Wasserfalleffekt erzeugt.

Als kleine Überraschung zaubert diese zweite Lage eine Traum-Oberweite :-D Da sagt Frau nicht Nein, gell? ;-)

Mir ist schon klar, dass das Filmkleid von meiner Version abweicht, aber schließlich bin ich ja auch kein Bondgirl mit den entsprechenden Maßen. Aber ich habe nach dem Film noch ein paar Fotos gemacht, hehe, alle total unscharf, denn scharf... bin ich ja selber! :-D

Guckt mal "obenrum", so viel wie es aussieht ist da gar nicht, ehrlich! Und nochmal (kleines Bild)der Wasserfallausschnitt. Der rote Krepp ist zwar ein Traum, nur leider schlecht im Flur vor dem Spiegel zu knipsen. Ich denke ihr seht, wie ich es mir gedacht habe (clickt auf´s Bild für Groß):

Ich hab´ noch massenhaft Fotos gemacht, ich konnte gar nicht genug davon bekommen: Ich im roten Abendfummel! Aber für heute soll´s gut sein, schließlich wollt ihr euch ja nicht langweilen.

Übrigens ist für mich das Rote schon wieder Schnee von gestern... ich habe mir gestern eine Jacke genäht mit einer neuen Technik, die ich mal ausprobieren wollte. Davon erzähle ich dann das nächste Mal. Schönen Sonntag noch.







Geschrieben von babbelgum61 um 14:43 Uhr in Werke

Freitag, 24. November 2006

Ich sage ja

Seit Tagen freue ich mich auf den monatlichen Besuch am Kiosk um die Ecke. 24. November, Erscheinungsdatum der aktuellen Burda. In der Online-Vorschau hatte ich schon alles Wichtige gesehen, aber das Heft in den Händen zu halten ist doch was anderes, als es in Pixeln zu sehen.

Im Editorial fragt Susanne Reinl, ob dem Leser die Art der Fotografie der ersten Modestrecke des Heftes gefällt. Ich sage ja, ja und nochmal ja. Ok, ihr habt bestimmt schon bemerkt, dass ich extrem schnell zu begeistern bin. Aber nicht wahllos!

Als ich nun das neue Heft aufschlug, und das Bild links sah- ich kannte es ja bereits von der Website- habe ich im Geiste meine Checkliste für gute Modefotografie abgearbeitet:

Kann man das Modell erkennen? Sieht man wichtige Details? Ist die technische Darstellung (Ausleuchtung, Schärfe etc) gelungen? Und: Ist das Bild interessant?

Wie oft hat ein Modefoto nur einige der aufgeführten Eigenschaften? Die schlimmste Sünde in meinen Augen ist es, wenn aus Gründen des Stylings das Kleidungsstück nicht mehr zu erkennen ist. Darum kaufe ich schon seit Jahren keine Modemegazine mehr (außer "InStyle"): Oft kann man das Kleid, die Bluse oder den Mantel im Foto nur erahnen, weil ein ausführlicher Text darunter steht. Kennt ihr das nicht auch: Tolles Modefoto, tolles Model. Aber von der Klamotte nix zu sehen. Dann liest man was darunter steht, um zu wissen, warum das Bild überhaupt gemacht wurde.

Demgegenüber fand ich die Burda-Fotos immer etwas fad. Bis heute.

Ok, beim Bild rechts macht es das Outfit.

Oooooohhhhh, ist das nicht ein Traum-Rock. Um Himmels willen, warum hab ich mir vorgestern ein Abendkleid genäht? Jetzt will ich DIESEN Rock, und kann das nie und nimmer begründen, warum ich NOCH ein Abendkleid brauche :-(( )

Aber die Fotostrecke der schwarzen Abendmode ist einfach nur couture-ig. Umpf, das Wort gibt es nicht, oder? Stylish wäre untertrieben. Edel erfasst es nicht ganz. Ach was soll´s, die Bilder sind super.

Aber mein absolutes Highlight im Heft ist woanders. Die Partymode ist wirklich wunderschön, und Manches habe ich in meinen Träumen schon im Schrank hängen. Aber was Modefotos angeht, möchte ich mir diese Seiten aus dem neuen Burdaheft am liebsten einrahmen und an die Wand hängen: Seite 21!

Wer hat das Heft? Weil, online ist das Foto nicht zu sehen. Denn man sieht das Kleidungsstück darauf gar nicht in Gänze... womit ich meine eigenen Regeln breche. :-) Warum ist das Bild so schön? Ich pfeif´ auf die Klamotte, ich sehe nur den Kerl! Ohhh, ist das romantisch. Diese Sehnsucht! Ihr wissendes Lächeln. Mona Lisa war eine Anfängerin, verglichen mit diesem Blick. Das Foto wäre mein "Lieblingsmodell", gell?

Aber einmal umgeblättert, Seite 23, kommt wieder die perfekte Kombination: Klamotte gut zu sehen (wow, den Rock muss ich mir machen!) und es wird eine komplette Geschichte erzählt. Liebe-Drama-Eifersucht, und "sie" ganz cool am Telefon mit ihrer Freundin. Ja, das Modestyling passt auch (für mich :-D )

Wenigstens eine Ahnung von der Stimmung dieser Liebesstory gibt das Bild links wieder (sorry Burda für den Traffic-Klau, immerhin sind wir ja dort wie hier auf einer Burda-Seite) Rot und schwarz, eine sinnliche Frau mit laaaangem dunklen Haar.... so is´ recht!

Nu´ muss ich selber lachen, ich bin halt einfach nur schnell zu begeistern. Hat ja wieder mal geklappt mit der aktuellen BurdaModen. Wenn ich nur wüsste, wann ich mir das alles nähen soll.......

Nachtrag: Wer nun glaubt, ich lese "InStyle", um zu erfahren was die Promis tragen, der liegt völlig falsch! Schon mein Mann fragte mich neulich, was so toll daran ist zu sehen, was irgendwelche fremden Menschen anziehen.... Nix! Das ist mir völlig wurscht, WER das trägt, nur WAS die tragen ist interessant. InStyle ist das einzig mir bekannte Magazin (ich kenne nicht viele) in dem es fast nur um die Klamotten geht. Jede Kosmetik-Seite finde ich Platzverschwendung (wollte ich Kosmetik-News, lese ich das Douglas-Magazin...) und Rezepte... da finde ich viel Bessere in Koch-Magazinen. Neben den anscheinend unvermeidlichen Seiten Schminke und Productplacement finde ich in der InStyle Hunderte von Ideen für mein nächstes Outfit. Manchmal etwas neben der Spur, aber immer vielseitig und individuell. Und die Fotos sind nicht gestylt oder aufgemotzt. Immer nur "Frau steht vor Kamera und hat was Tolles an". Also mir reicht das.

Nur für die BurdaModen darf es etwas mehr sein. Mehr Styling und mehr Pep, so wie in dieser Ausgabe. Und ich wäre nicht die Erste, die InStyle liest, sich dann eine Burda schnappt und ein Outfit nachschneidert. Bloß nicht kaufen. Kaufen war gestern, Kreativität ist heute.



Geschrieben von babbelgum61 um 09:29 Uhr in Burda

Donnerstag, 23. November 2006

Casino Royale

Heute ist der bundesweite Start des neuen Bond-Films. "Casino Royale". Bevor ich meinen Mann kannte, hätte mich eine solche Nachricht völlig kalt gelassen. Aber in den letzten 11 Jahren hat er mich mit solch schöner Regelmäßigkeit über den englischen Geheimagenten aufgeklärt, dass ich nun fast selbst zu einem Experten im Geheimdienst ihrer Majestät geworden bin. Mein Schatz holt seine heißgeliebten Videos regelmäßig aus dem Schrank. Und: Er hat heute Geburtstag! (Glückwünsche an diese Adresse ;-) )

Was lag da näher, als in den neuen Bond zu gehen, gleich zur Premiere. Bereits vor Wochen fasste mein Göttergatte diesen Plan. Und er lud alle möglichen Trailer von den entsprechenden Websites herunter. In einer Szene sah man eins dieser Supermodels in einem atemberaubern Abendkleid. Er wieder: "DAS ist ein Kleid!" Mein Männe ist ja der Meinung, ich solle mein schneiderisches Talent einzig und allein zu dem Zwecke verwenden, mir ebenso atemberaubende Kleider zu nähen. Hauptsache eng! Und sexy! Kurz/lang...egal, es muss nur kurvig sein und/oder viel Bein zeigen.

In dem Bond-Trailer sah man eine lange Kleidervariante. KNALLROT, aber sowas von ROT! Diese einsekündige Filmsequenz aber brannte sich in meine Netzhaut. Ich wollte dieses Kleid! Zum einen, weil es eine Herausforderung war, und zum anderen, damit mein Mann endlich mal die Klappe hält. Ich fasste den Plan, meinen Mann an seinem Geburtstag mit einem Kinobesuch im stilechten Bondgirl-Outfit zu überraschen!

Also habe ich nach einem geeigneten Schnitt gesucht. Auf dem Kongress der Hobbyschneiderin in Aachen fand ich schönen Basisschnitt bei der Kremer KG. Ich fand ihn in der Grabbelkiste mit verbilligten Schnitten, und so hat mich der schöne Vogueschnitt nur 4 Euro gekostet. Schaut euch den Schnitt an: Schnittbild Vogue. Das Bond-Kleid hatte allerdings einen recht kniffeligen Ausschnitt, den man in der kurzen Trailerszene nicht gut observieren konnte. Im Stoffdschungel in SG-Ohligs gab mir Inhaber Jens Bederke beim Stoffkauf dann einen noch besseren Tip: Schaut mal diesen Schnitt. Der wäre fast perfekt gewesen, da das Filmkleid auch im Rücken geschnürt ist. Aber einen Vogueschnitt zum Normalpreis zu kaufen, zumal ich bereits einen ähnlichen hatte.... dazu war ich dann doch zu nickelig.

Darum musste ich den Ausschnitt selbst ändern. Dazu schreibe ich später noch einen ausführlichen Bericht. Das "Making of" meines roten Kleides wird lang, sorry. (Ich kann nicht kurz, schnüff) Ich habe in den vergangenen Wochen nach Bildvorlagen des Kleides gesucht, aber nur sehr wenig gefunden. So richtig sehen konnte ich es also erst gestern abend, aber da wollte ich es ja schon tragen. Ich hab also ein bisschen geraten und es so ähnlich wie möglich gemacht. Wie gesagt, dazu später mehr.

Aber noch ein paar Worte über den Film. In der letzten Woche kam ja aus allen Richtungen Lob für den neuen Bond-Film. Ich denke, wenn jeder einen Film lobt, kann man dies als relativ sichere Empfehlung werten. Ich habe mich allerdings gefragt, warum "dieser Bond-Darsteller der Beste" sein soll, dieser Film der "Beste Bond bisher" ist und was denn so toll und neu an Altbekannten sein soll. Seit gestern weiß ich es.

Im Solinger Cinemaxx lief die Vorpremiere. Um mit meinem Schatzi in seinen Geburtstag hineinzufeiern, habe ich Karten besorgt. Ich dachte, in eine Vorpremiere gehen bestimmt nur echte Fans. Ausser uns habe ich jedoch keine gesehen... schade.

Der Vorspann war unglaublich! Wer Bond-Filme kennt, weiß was ich meine. Jedem Bond-Film gehen nach einer kurzen Filmsequenz diese mehrminütigen Trailer voraus. Schon lange bevor Special Effects erfunden wurde, wurde in diesen kurzen Filmchen getrickst und gebastelt. Meist wurde die Rahmenhandlung des Films thematisch aufgegriffen, fast immer gab es Silhouetten von schönen Frauen in den unterschiedlichsten Filmtechniken zu sehen. Der Vorspann "Casino Royale" ist meisterhaft. Ich könnte jetzt sehr sehr weit ausholen, aber man kann den Vorspann kurz mit "Retro" beschreiben.

In einer Zeit, in der tricktechnisch schier Nichts unmöglich ist, kann den Zuschauer kein noch so aufwändiger Trick mehr überraschen. Diese Sequenz jedoch nutzt alle Möglichkeiten der Neuzeit, mit Stilmitteln der Vergangenheit, aber nach heutigem Geschmack aufbereitet. Ich denke ja, das Internet hat unsere heutigen Sehgewohnheiten so stark beeinflusst, dass Stilelemente des Webdesign nun auch in völlig andere Bereiche abfärben (die Esprit-Werbung vor dem Film benutzt grafische Elemente die aus dem Background-Design entstammen) Doch das ist wieder eine andere Geschichte. Im neuen Bond werden wieder einmal neue Standarts gesetzt. Retro-simpel-raffiniert, so könnte ich es zusammenfassen. Animierte Silhouetten im Stil von Vektorgrafik, sehr reduzierte Plastizität bis auf wenige Ausnahmen, die ausnahmslos der Figur James Bond galten.

Zwei Elemente haben mich sehr amüsiert: Zum einen verwandelten sich die "Pik"-Symbole der Spielkarten in einer Animation in Fraktale. Damals in meinem Grafikdesign-Studium waren diese Kunstgebilde der erste Versuch im Bereich der Computergrafik. Das muss man wissen, um zu erkennen warum dieser Bildeffekt "retro" ist. ;-)  Zum anderen wurde ein Hintergrund des Vorspanns mit Gitternetzlinien gestaltet. Erinnert ihr euch noch an diese ersten 3-D Bilder aus dem Computer? Nix Oberfläche, nix 3D-Gegenstand. Nur die Gitternetzlinien, auf die heutzutage alle dreidimensionalen Gebilde aufgebracht werden, aber so, dass man sie nicht mehr sieht! Hier wurden sie bewusst als gestalterisches Element eingesetzt, das war sehr amüsant, aber auch wunderschön gemacht.

Genug von Grafik und Gestaltung. Warum nun ist dieser neue Bond besser als alle anderen? Nun, er ist realer, autentischer. Noch keinem Bond-Darsteller habe ich den "echten" Menschen abgekauft. Diesem sofort! Man kennt James Bond als Lebemann und Frauenkenner. Daniel Craig als Bond knabbert zwar auch einmal kurz am Kaviartoast, scheint aber nicht so viel Wert darauf zu legen. Man erinnere sich an Roger Moore: Grade mit dem Flugzeug in der Wüste abgestürzt kann er mit Blick auf den nächsten Wegweiser das nahegelegendste Restaurant nennen.... Weichei! Nicht so unser neuer Bond: Mehr Killer als Kenner. Doch auch diese Tötungsmaschine entdeckt zum Ende seinen weichen Kern, steigt sogar der Liebe wegen aus dem harten Agentenjob aus! Den will ich!

Ob er besser aussieht als alle vorhergehenden Bonds... ich stehe nicht auf blond, aber das ist ja Geschmacksache. Auf jeden Fall bin ich seit gestern auch absolut begeistert von dieser ganz neuen Sichtweise auf die Kunstfigur James Bond. Altbewährtes neu interpretiert, und das sehr gelungen.

Nun, den Filmfans unter euch kann ich nur empfehlen den Film im Kino zu sehen, allein des Vorspanns wegen (ich habe versucht möglichst wenig zu blinzeln um nichts zu verpassen *lol*) Alle anderen können ja mit ihrem Männe einen netten Kinoabend verbringen. Die Männer haben ihren Spaß mit dem Begaffen der tollen Autos, wir Damen können die schönsten Abendkleider im Geiste nachnähen. Davon gibt es eine ganze Menge. Eva Green, in diesem Film das Bondgirl, trägt auch recht interessante Tageskleidung. Als mein Mann mich über den neusten Aston Martin (das ist ein Auto) aufklärte, habe ich ihm als Rache mitten im Film erklärt, dass die Puffärmel ihres Jäckchens erst in dieser Saison wieder "in" wurden und der Kragen einen interessanten Schnitt hat :-D )

Also schaut euch den Film an, Mädels! Man muss dabei ja kein Abendkleid tragen. Ich habe das gestern abend natürlich getan, so war es ja geplant. Mein Mann staunte nicht schlecht, als ich pünktlich zum Aufbruch im scharfen roten Dress vor ihm stand. Hier seht ihr ein erstes Foto, leider nur auf die Schnelle gemacht. (click auf´s Bild macht´s größer)

Wenn ich mal einen Aston Martin sehe, frage ich, ob ich davor posieren darf :-D  Natürlich habe ich keine Modelmaße, aber wer hat das schon (ausser den Models) Also nicht lachen wenn so ein Specki wie ich (keinen Widerspruch!) sich in eine enge Pelle quetscht. Ächz, ich hab Gr. 40-42, aber auf dem Foto sieht es aus wie 48.... Und die Oberweite wirkt bombastisch, dabei habe ich Körbchengröße B...

Das Making-of gibt es ein andermal. Weitere Fotos stelle ich schon mal hier ein: Bilderbuch. (sorry, dieser space geht nicht immer, also falls gewünscht in diesem Fall später nochmal versuchen) Und wie ihr seht hat auch dieses Kleid wieder eine Schleppe! Ohne Schleppe geht bei mir gar nix! :-) :-) :-)





Geschrieben von babbelgum61 um 14:22 Uhr in Werke

Dienstag, 21. November 2006

X-Mas 06.1

Endlich ist meine erste Weihnachtsbastelei fertig. Na ja.... eigentlich war das Weihnachtliche eher Zufall, denn ich wollte sowieso was ausprobieren, und da ich vergangenen Samstag auf dem Nähbrunch von Sylvia (Scherzkeks-Stoffe) einen Fleece-Schal geschenkt bekommen habe, musste der eben herhalten.

Zu Testen war meine neue Filz-5er-Nadel von Clover, die eine teure Punch/Embellishing-Maschine ersetzen soll. Ich hatte bereits erste Versuche an Stoffresten gemacht, die vielversprechend waren, und nun sollte ein "tragbares" Werk entstehen. Da ich auch Embellish-Filz-Versuche auf Fleece gemacht hatte, wollte ich Sylvias Schal nun auch verschönern.

Beim Filz-Embellishing arbeitet man ein Stück Filz mit den Filznadeln in einen Stoff. Soweit die Theorie. Im Fall von Fleece hatte ich folgende Effekte festgestellt: Auf der Vorderseite des Fleece, also die Seite auf die man den Filz legt, hat man ein klares Motiv, während die Filzfasern, die durch den Stoff/das Fleece gearbeitet werden, auf der anderen Seite das Motiv in weichen, flauschigen Konturen abbilden.

Auf dem Nähbrunch waren wir alle einhellig der Meinung, dass die "Rückseite" sogar schöner aussieht, durch den Flauscheffekt. Bei Fleece passt sich dieser Flauscheffekt sogar an die Stoffoberfläche des Fleece an, so dass das eingefilzte Motiv aussieht wie eingewebt...oder so.

Da man sich bei dem fertigen Ergebnis nur schwer vorstellen kann, wie das Ganze am Anfang oder auf halbem Weg aussieht, hatte ich im Zwischenstadium Fotos geschossen. Tücke der Technik... die Speicherkarte der Kamera hatte eine Macke und die Bilder sind futsch. Vom fertigen Ergebnis kann ich neue Bilder mit der frisch formatierten Speicherkarte machen, aber der "Voher"-Zustand lässt sich nicht wiederherstellen. Schade.

Darum muss ich euch auf ein "Step-by-Step" bis auf weiteres vertrösten, bis ich diese Technik nochmal mache. Oft kann man das nicht machen, da man sonst einen Tennisarm vom stundenlangen punchen bekommt. ;-) Aber die "Hand"arbeit hat auch Vorteile: Ich habe das halbe Motiv beim Internet-Telefonieren gepuncht. Mit der Maschine wäre das nicht möglich gewesen.

Mich würde nun interessieren, ob ich mir mit den Handnadeln nun die teure Maschine sparen konnte, oder einen Fehlkauf getätigt habe. Momentan sehe ich noch keine Nachteile an den Handnadeln. Nowak hatte auf dem Nähbrunch das Punch-Set von Bernina geschenkt bekommen. Diese Ergänzung zur normalen Nähmaschine fand ich auch eine tolle Idee, bis eine kluge Dame vom Bonner Nähkränzchen (Ennertblume) mich darauf hinwies, dass die Punchsets in Nähmaschinen eingebaut, diese mit den Fasern, die beim Filzen anfallen, völlig verdrecken. Ich warte aber erst mal Nowaks Praxistest ab, bevor ich mir dazu eine Meinung bilde.

Hier also mein erstes Filz-Werk. (click auf die Bilder zum Vergrößern) Weihnachtsstern auf Fleece. Der Filz muss übrigens aus Wolle sein, sonst filzt nix! Auf der Vorderseite ist der rote und grüne Filz zum Teil schon fast völlig eingearbeitet, dass muss ich noch üben :-D Aber das würde mit einer Maschine ja auch passieren, oder? Ich frage mich allerdings, wo der Filz geblieben ist, denn auch der Rückseite ist es nicht mehr geworden, nachdem es vorne weniger wurde..... Rästel des Universums.... (Vielleicht sind die Filzfasern jetzt da wo alle 2ten Socken sind :-) )

Als Gimmick hatte ich dann noch weiße Wollfäden als Konturen eingearbeitet. Dass die aus Wolle sind weiß ich ganz genau, denn ich hab´ sie selbst gesponnen! Ja, ich spinne.... mit Spindel oder Spinnrad, was grad so rumsteht. Ich wusste nie, was ich mit der gesponnen Wolle machen soll.... bis heute.

Leider sieht man auf der Rückseite rechts nicht das wunderschön Flauschige... denkt es euch halt flauschig :-D

Oh, und die Blütenpollen fehlen noch, ich wollte irgendwann diesen Winter noch gelbe Holzperlen kaufen, oder evtl. mit gelber Wolle auf die Blume sticken. Mal sehen. Holzperlen wären schlecht zu waschen, also wird es wohl eine Stickerei mit Knotenstich werden.



Geschrieben von babbelgum61 um 20:00 Uhr in Werke

Montag, 20. November 2006

Renaissance-Kleid

Hier der kurze Entstehungsbericht des Renaissance-Kleides meiner Larp-Freundin Anja. Zur Erinnerung: Anja ist Mitglied in meiner Larpgemeinschaft "Mac Mahoon", einer munteren und sehr netten Schotten-Gruppe. Wer sich nun fragt, was "Larp" überhaupt ist, dem empfehle ich den Link auf der rechten Seite.

Für einen eleganten Anlass brauchte Anja ein elegantes Kleid im Renaissance-Stil. Als Schnitt hatte sie sich einen McCalls-Schnitt ausgesucht: Foto vom Schnitt.

Als ich grade bei McCalls nach dem Schnitt gesucht habe, konnte ich ihn nicht finden. Zum Glück kenne ich den Trick, nach dem McCalls und Butterick ihre Schnitt-Fotos sortieren, und ich konnte das Bild aus der Versenkung holen. Der Schnitt mag nicht historisch korrekt sein, aber im Larp ist das auch zum Glück nicht nötig, Hauptsache es sieht aus wie Renaissance.

Anja hatte sich Schnittversion C ausgesucht, das ist auf dem Bild das mittlere mit dem rot-violetten Überkleid. Nachdem ich aus den Unmengen von Schnitteilen die Richtigen rausgesucht hatte, war der Rest ein Klacks, denn glücklicherweise war die Version C auch die einfachste. Da Anja ein extra Überkleid haben wollte, habe ich die Anleitung abgewandelt. Laut McCalls sollte man Unterkleid und Überkleid zusammen nähen, was natürlich beim oberen "Mieder" viel Arbeit erspart. Aber Frauen denken praktisch: 2 Kleider lassen sich besser waschen, und nach Farben separat in die Waschmaschine werfen.

Also alles ein bisschen anders genäht. Da ich mit den englischen Anleitungen sowieso nicht so gut klarkomme, und auch schon lange weiß, dass bei den Ami-Schnitten alle Nahtzugaben schon im Schnitt enthalten sind, habe ich die Anleitung eh schnell wieder beiseite gelegt. Aus einem gelb-beigen Stoff wurde das Unterkleid genäht. Der Stoff, den Anja bei Alfatex in Köln gekauft hatte, hat ein hübsches Blatt-Muster, Ton in Ton gewebt. da der Stoff leichten Stand hat, musste ich die Ärmel nicht füttern, wie im Schnitt angegeben. Die Durchzüge für die Raffungen habe ich kurzerhand von links mit Gardienenband genäht, am Handgelenk kam noch ein eingezogenen Gummiband laut Anleitung dazu, in die obere Raffung nicht (was laut Anleitung vorgesehen war. Könnte sein, wir holen das nach)

Als das Unterkleid fertig war, und ich es auf meine alte Kleiderpuppe zog, war ich begeistert! Ich hatte befürchtet, dass der sehr mädchenhafte Schnitt stark aufträgt. Aber weit gefehlt! Da in der vorderen Partie lediglich eine dezente Falte für die Weite sorgte, und die ganze Stoff-Fülle des Kleides durch die starke Raffung im Rücken entsteht, trägt es kein bisschen auf, im Gegenteil: Anjas kleine Wampe verschwand völlig unter dem Wallestoff!

Hinten wird der Stoff bei diesem Schnitt auf der ganzen Rückenbreite gerafft. Nach unten ist der Schnitt rundherum leicht ausgestellt. Durch die starke Raffung hinten entsteht ein bisschen der "Sarah-Kay"-Effekt, wie ich es genannt habe. Wer etwas älter ist, kennt vielleicht diese niedlichen Püppchen-Bilder, deren Stil mich an das kindliche Kleiderprofil erinnerte. Auf jeden Fall hat das McCalls-Kleid etwas sehr mädchenhaftes. Will haben!

Als nächstes habe ich dann das Überkleid genäht. Da ich schon alle Schnittteile einmal in der Hand hatte ging das recht zügig. So habe ich alles in allem für das Kleid mit Überkleid 2 Tage gebraucht. Aber nix gekocht (wohlweißlich hatte ich den Kühlschrank mit Pizza aufgefüllt ;-) ) oder weggeräumt. Das Mega-Chaos in Küche und Wohnung habe ich dann beseitigt als Anja das Kleid abgeholt hatte.

Hier eine Rückansicht des Kleides. Man sieht sehr gut (klick aufs Bild macht es größer) die schöne Weite durch die Raffung über die komplette Rückenbreite.

Von vorne sah das Ganze dann so aus. (guckst Du rechts) Was man gut sehen kann: Der Saum wurde noch nicht gebügelt (hatte ich Anja als Hausaufgabe mitgegeben ;-) ) und ab dem vorderen Verschluß "stippt" das Kleid auf. Nicht schön. Warum tut es das? Tja...Eigentlich ist der Schnitt ja so vorgesehen, dass der Mittelteil des Mieders mit einer "Fake"-Schnürung versehen wird, und der Überkleid-Effekt nur optisch ensteht, und nicht wirklich ein Überkleid genäht wird. Dann hält das Ganze auch vorne dicht. Anja wollte das Kleid mit einer wunderschönen floralen Spange schließen, die uns aber beim Vernieten zerbrochen ist. Wir haben dann gepfuscht und mit Sicherheitsnadeln nachgeholfen, um das Foto machen zu können. Zu Hause hatte Anja noch eine zweite Spange, die sie dann eingebaut hat. Das Überkleid steht vorne zu weit auf, weil die Spange es nicht über die ganze Miederbreite schliesst!!!!!!

Das macht mich persönlich ganz kirre, weil .. wenn ich schon was nähe- historisch oder nicht- muss es aber perfekt sitzen. Ich habe Anja dann geraten, den Teil des Mieders, der nicht schloss, mit einem Bindeband zu verschließen. Sie wollte das zu Hause tun, hat es aber nicht. Pfff. Nicht meine Schuld wenn das Kleid nun aufspringt. Was ärgerlicher ist: Durch den mangelhaften Sitz formt das Mieder keinen schönen Busen. Die Passform des Unterkleides ist super!!! So sollte das Überkleid auch sitzen!

Gut, ich will nicht allzu pingelig sein. Trotzdem gebe ich keine Ruhe, bis die schlechte Passform behoben ist! Zum Tanzball hatte Anja sich noch eine Kopfbedeckung gebastelt, und ich habe keinen blassen Schimmer, wie das Ding nun heisst. Schapell anscheinend nicht, denn google spuckt zu diesem Wort nur wirres Zeug aus. Vielleicht könnt ihr mich belehren, wie das heisst was Anja da auf dem Kopf trägt. Instinktiv würde ich sagen, das ist Tudor-Stil, und passt niemals nicht zu einem Renassance-Kleid. Da sind wir Larper gut dran: Wir können mischen und mixen wie es uns gefällt ;-)

Dieses Bild rechts schickte mir Anja vom Tanzball, der in einer alten Burg stattfand. Damit ihr die Kopfbedeckung erkennt, könnt ihr auf´s Bild klicken, mit dem "zurück"-Button geht es wieder in mein Blog.

Und weil wir alle im Clan so lustige Leutchen sind, hat Anja mit einer anderen Schapell (?) in meiner Küche schon rumgealbert. Das will ich euch nicht vorenthalten (links) Und wenn sie nicht den Verschluss vom Überkleid nacharbeitet, gibt es Haue! Oder ich übernehme keinerlei Verantwortung für den komischen Sitz, pah!

Ob es den Leuts vom Clan auf dem Tanzball gefallen hat, weiß ich nicht, werde es aber bald erfahren. Wer das auch wissen will, kann das in unserem Clan-Forum nachlesen. Wer auch larpt, kann sich dort eintragen, wir haben immer gerne Besuch von netten Leuten.

Geschrieben von babbelgum61 um 19:39 Uhr in Werke

Sonntag, 19. November 2006

Mit den Muscheln kuscheln

Heutige Themen:

Blog-Frage

Ein Besuch im Sealife in Königswinter

Das Kölner Antidepressions-Nähbrunch in Aachen

Kreisfest der Sportschützen Bezirk Solingen

Da ich in Zukunft das Burda-Blog zu meinem One-and-Only machen werde, müsst ihr armen Hobbyschneiderinnen nun auch meinen ganz privaten Alltag ertragen, ob ihr wollt oder nicht. Seit meinem ersten Blog-Eintrag hier hadere ich mit dem Blog-Schicksal, da ich mich zwischen den Optionen "2oder3-Blogs-parallel" und "alles-in-einem" nicht entscheiden kann.

Ich habe ja lange Zeit ein zweites Blog gehabt, in dem ich das persönliche BlaBla untergebracht habe. Das finde ich beim momentanen Stand der Dinge weniger sinnvoll, ich bevorzuge es, die "Kräfte" zu bündeln. Das zweigleisige Bloggen ist zeitaufwändig, und meiner Ansicht nach sehr verwirrend, da man sich gelegentlich auf Einträge und Gesagtes beziehen möchte, das dann im anderen Blog erwähnt wurde. ABER: Nach wie vor habe ich ein mulmiges Gefühl, wenn ich in einem Burda-Blog, dessen Hauptaugenmerk ja auf dem Nähen und Basteln/Stricken liegt, so viel Zeugs völlig ab vom Thema schreibe. Nowak(s Nähkästchen) geht da weitaus konsequenter vor.

Was denkt ihr? Eventuell mache ich mal eine Umfrage hier im Blog. Ich möchte mich gerne nach euch richten, denn da ich als Schwatzbacke bekannt bin (mein Spitzname ist ja "Babbel" Born) möchte ich euch aber auch weder langweilen, noch mit Dingen nerven, die ihr als Nähfans nicht wissen wollt. OK, also was war los am gestrigen Tage?

Ein Besuch im Sealife in Königswinter

Was für ein Tag! Manchmal passiert wochenlang nix und wieder nix (ist bei mir aber schon lange nicht mehr vorgekommen ;-) ) und dann kommt alles auf einmal! Solch ein Tag war der gestrige Samstag. Zunächst gab es da das Kölner Nähbrunch. Organisatorin Nowak hatte mal wieder zum Nähbrunchen eingeladen, und dieses angesichts des nahenden Winters als Anti-Depressions-Nähen bezeichnet. Gut, Depressionen bekomme ich nicht vom Winter, aber sich mit netten Mädels treffen um über das gemeinsame Hobby zu plauschen- das lasse ich mir nicht entgehen.

Zu dem Nähbrunch gesellte sich vor 2 Wochen der nächste Termin: Die Firma meines Mannes lud zu einem Familienausflug ein. Dazu muss man wissen, dass mein Männe seit  dem 23.08.1982 bei dem Chemieriesen Bayer beschäftigt ist. Vor einigen Jahren wurde seine Abteilung in die Firma Lanxess umgegliedert, vor einem Jahr ging daraus die wiederum kleinere Feinchemie-Firma "Saltigo" hervor. Fazit: Der Mann arbeitet seit 24 Jahren an der gleichen Stelle (irgendwie muss ich jetzt an Galeerensklaven denken), hat aber dennoch den 3ten Arbeitgeber. Und weil die Firmengröße immer wieder geschrumpft ist, sind es nun- im Vergleich zu Bayer- nur noch eine Handvoll Kollegen. So um die 1400 Leute. Und seine Abteilung...man kennt sich. Schon lange.

Nun gab es die erste (!) Einladung der Firma. Wenn ich jetzt sage, das war überfällig, dann ist das eine dicke fette Untertreibung. Aber immerhin, das Warten hat sich gelohnt! Denn es ging ins Sealife, einem vor ca. einem Jahr eröffneten Erlebnis-Aquarium in Königswinter. Da muss ich wieder etwas ausholen: Königswinter ist ein sehr touristisch geprägter Ort am Vater Rhein. Da der historisch-romantische "Drachenfels" sich daselbst befindet, war das Thema "Drache-Rheingold-Sagenschatz" allgegenwärtig in der Ausstellung.

Doch zunächst gab es für uns eine Gruppen-Einführung von "Heiko", einem Mitarbeiter des Sealife. Dieser erzählte uns dann, dass das Sealife ein Art "Filiale" sei, denn es gibt eine Reihe von Sealifes, die ihren Ursprung in Großbritannien haben. Ein weiteres Sealife findet man in Oberhausen, wo es noch andere gibt könnt ihr auf dieser Website nachlesen. Jedes Sealife hat einen eigenen Schwerpunkt und eigene Fische und Meeresbewohner, die es in der Ausstellung zeigt. So wird man in keinem Sealife die gleichen Dinge sehen wie in den anderen. Ein sehr interessantes Konzept!

Im Sealife Königswinter lag der Schwerpunkt, da immerhin der Rhein in Sichtweite liegt, auf heimischen Arten, also alles was von der Quelle bis zur Mündung des Rheins im Wasser kreucht und fleucht. Bis hin zur Nordsee und dem Atlantik als angrenzendes Gewässer. Einzige Ausnahme bildet in Königswinter die Seepferdchen-Ausstellung, wie man Heiko ansehen konnte, der ganze Stolz des Aquariums.

sealife03Seepferdchen sind zu einer seltenen Tierart geworden, die zudem sehr schwer zu züchten ist. Da wir viel Glück hatten, und just zur Fütterungszeit bei den Seepferdchen waren, konnten wir dem Pfleger Löcher in den Bauch fragen. Darum weiß ich nun, warum die Viecher so schwer zu züchten sind, dass die Babys aus dem "Bauch" des Vaters kommen (nachahmenswert!) und dass die kleinen Pferdchen nur in den frühen Morgenstunden auf Brautschau gehen- danach wird gefressen.

Aber bereits der erste Raum gab einen Eindruck davon, was uns im Rest der Ausstellung erwartete: Liebevolle Themen-Räume, ein bisschen Phantasieland und durch die vielen echten Tiere aber auch Natur auf Augenhöhe. Die Designer der Räume haben sich nicht nur viel Mühe gegeben, sondern auch dem Ganzen eine Art "Rahmenhandlung" gegeben. So begann die Reise an einem romantischen Gebirgsbach, eine Angel stand wie vergessen am Ufer, und durch die Zentimeterdicken Glaswände, die etwa in Bauchhöhe endeten, konnte man sowohl einen Blick "ins" Wasser als auch darauf werfen- wunderschön!

sealife02Da Heiko uns eindringlich bat, in der Ausstellung nicht mit unseren Kameras zu blitzen, da die Augen der Fische keine Lieder haben und das grelle Licht die Fische schmerzt, sind alle Fotos sehr verwackelt. Wo es ging habe ich die Kamera angelegt, aber alle bewegten Teile, wie Menschen, Tiere und das Wasser, sind verwischt, was bisweilen sehr interessante Effekte ergab.

 

sealife05Vom romantischen Bachlauf ging es in die Drachenhöhle. Im ersten Moment dachte ich, ein rückstichsloser Zeitgenosse hätte sich eine Zigarette angesteckt, aber dann wies mich jemand darauf hin, dass der Drache selbst Rauch bläst...sowas! Weiter hinten in der Höhle lag der Bauch des dicken Fabeltiers: das Ding atmete! Mein Sohn Erik hat ja schon manches gesehen, aber als es das sah, hat er sich doch mächtig erschrocken. Im Drachenhort lag auch der sagenumwobene Schatz der Nibelungen, das hübsche Schild könnte ich gut gebrauchen ;-)

In der Drachenhöhle war auch der "Streichelzoo" des Aquariums untergebracht. Wie Heiko uns bereits vor Beginn des Rundganges ans Herz gelegt hatte, sollten wir im Streichelbecken doch einmal Hand anlegen an all die Wasserbewohner, die dort leben. Wir sollten doch mal "mit den Muscheln kuscheln" oder einen Seestern streicheln. Waaaaaaah!

sealife04Vor dem dusseligen Seestern wollte ich mich ja drücken, aber als ich mit der Kamera kam, da streckt dieses kleine Ungeheuer doch tatsächlich seine Arme aus dem Wasser! klickt mal auf´s Bild, dann könnt ihr in dem großen Bild die klebrigen Häärchen auf seinen Armen sehen. Damit mein Mann, der gar nicht genug vom Seestern-Streicheln bekommen konnte, mich nicht für einen Feigling hält, habe ich dann mit einem gespitzten Zeigefinger für ungefähr eine Zehntelsekunde das glitschige Vieh berührt... und kann nun mit Fug und Recht behaupten "Ich habe einen Seestern angefasst!"

sealife08Kaum der Drachenhöhle entronnen, fanden wir uns in Atlantis und gleich darauf in Kapitän Nemos Reich wieder. Meine Güte... die Dekorateure haben sich dort selbst übertroffen! Die Wände im Antik-Look, überall guckten nautische Gerätschaften und Druckmesser aus Messing hervor, alles wirkte wie aus Urgoßvaters Zeiten. An der Wand ein Bild der sagenhaften Insel, ein paar Schritte weiter klaffte ein riesiges Loch in der Wand: Ein gläserner Durchgang durch das Haifischbecken! Zur Rechten und Linken sahen die staunenden Besucher die untergegangenen Überreste von Nemo´s Unterwasserflotte. Da Erik Kapitän Nemo nicht kennt (die Kinder von heute....) meinte er auch gleich ganz aufgeregt: "Mama, ein Raumschiff!" Für alle Älteren unter euch: Man beachte das dezente Monogramm auf dem "Raumschiff".

sealife09Heiko hatte uns ans Herz gelegt, nach dem "weißen Hai" zu suchen. So suchten wir und suchten wir rund um Kapitän Nemos Forschungsstation, sahen aber "nur" ganz normale Haie. Witzig: Nach dem Foto könnte der Hai auch 2 Meter lang gewesen sein. Aber die Haie in Königswinter waren maximal einen halben Meter lang. Nichts, was mir schlaflose Nächte bereiten wird ;-)

Aber dennoch wunderschön, die Unterwasserwelt mal aus der Perspektive eines Tauchers zu sehen, ohne nass zu werden.

sealife06In das Wasserbecken wurde eine Glasröhre eingelassen, durch die die Besucher gehen mussten, um zum Rest der Anlage zu gelangen. Bei fast allen Gästen, die auf die Röhre zugingen, die gleiche Reaktion: Uahaaahaaaa, hält das denn? Ein vorsichtiger Schritt auf den- durchsichtigen- Boden... ein bisserl mehr aufgetreten..... hält. Und wenn man einmal Vertrauen in die Konstruktion gefasst hatte, wollte man gar nicht mehr raus. Diese Farben, diese funkelnden Lichteffekte, toll.

sealife07Klickt mal aufs Bild rechts, dann seht ihr die schemenhaften Umrisse von meinem Mann und Söhnchen, wie sie durch die Röhre schweben. Da hier ja auch das Blitzen verboten war, ist alles was sich bewegt verwischt. In diesem Fall ein hübscher Effekt.

 

sealife11Am Ende unserer Reise gelangten wir zum "Fliegenden Holländer", der jedem Sagenfan oder Wagner-Kenner bekannt sein dürfte. Das Schiff war passgenau in die Halle des letzten Becken eingefügt. Vor uns das Freibecken mit Stachelrochen und weiteren Haifischen. Hinten links sieht man das Becken, durch welches wir trockenen Fußes in der Röhre spaziert sind. Eine Mitarbeiterin des Sealife erzählte munter ins Mikro, welche Fische sich hier befinden, und sparte nicht mit Anekdoten am Rande. Wie sonst hätten wir erfahren sollen, dass der Albino-Hai ein sehr einsames Leben führt, sich kaum regt (wahrscheinlich aufgrund seines Instinktes, der ihm sagt dass er als weisses Wesen am Grunde der See in Minuten gefressen würde, wenn er sich bewegt) und von seinen normalen Artgenossen ab und zu angestupst wird, damit er mal ein paar Runden schwimmt. Oder dass die örtliche Feuerwehr 8 Stunden gebraucht hat, das linke Becken mit Druckschläuchen aufzufüllen. "Mit einem Gartenschlauch hätten wir das nie geschafft" meinte sie verschmitzt.

sealife10Aber so spektakulär war der Albino-Hai nicht... hätte ich nicht gewusst, dass es sich um einen Hai handelte...ich hätte ihn glatt für eine sehr helle Forelle gehalten. Aber seine Augen schauten fast menschlich, immerhin. Die Einzigartigkeit dieses Tieres erschließt sich eben nur aus dem Wissen, dass er eine seltene Mutation aufweist. Und in der freien Natur keine Überlebenschance hätte. Der Hai scheint dies auch zu begreifen...

 

Als wir dann lange an diesem schönen Freibecken standen, und auch ganz brav keinen der Fische anzugrabschen versuchten, kamen plötzlich einige der Rochen aus dem Wasser, und wollten anscheinend UNS anfassen!

sealife12Klickt mal auf´s Bild... das Foto ist zwar sehr unscharf (ich konnte die Kamera nirgendwo auflegen. Ich wette das Viech hätte dann die Linse geknutscht) aber ich habe die Wasseroberfläche mal reingekritzelt: So weit kam der Rochen aus dem Wasser! Und nicht nur der, auch die anderen kamen nach und nach alle zum Rand das Beckens, uns wurde wirklich mulmig zumute. Ich könnte schwören, die haben uns gesehen/gerochen/gehört! Ge"rochen", lustiger Wortwitz-hahaaa!

Aber im Ernst: Ich kann nicht glauben, dass die uns gesehen haben. Wie der Rochen da im Wasser steht, sind seine Augen auf der uns abgewandten Seite! Aber die werden doch auch noch andere Sinnesorgane haben, die wir Menschen auch: Riechen, hören. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, die wollten uns necken. Sagt der eine Rochen zum anderen: "Hey, guck mal, das sind wieder so Doofe die uns sehen wollen. Erschrecken wir die doch mal ein bisschen"

Nach diesem letzten Becken kamen wir in den Sealife-Shop, der mich fast noch mehr überwältigt hat (ich habe noch mehr Fotos gemacht, weil ich den Shop so toll fand, die erspare ich euch aber ;-) ) Es gab alles, was clever Merchandise-Leute sich zum Thema "Meer" ausdenken können: Kostüme für kleine Meerjungfrauen, bei denen mit Glitzerstoff und Tüll nicht gespart wurde (sowas habe ich bisher nur in GB und USA gesehen), Fischattrappen in ALLEN Größen und Ausformungen, Klamotten für kleine Nachwuchs-Piraten nebst Zubehör, Spielkram aus der Meer. Der Abteilungsleiter, der den Ausflug organisiert hatte, schenkte den Kindern zum Abschluß noch eine "Kletter-Krake" (habe ich erzählt, dass wir in der Ausstellung eine Riesenkrake gesehen hatten?)

Das war so ein Glibberding, das man an Fensterscheiben klatschen kann, und aufgrund seiner Klebrigkeit dann Stück für Stück nach unten fällt, an der Scheibe entlang. Was macht mein Sohn? Wirft es an die Decke! Das habe ich zunächst gar nicht bemerkt, aber als ich zu den kleinen Burgfräulein wollte (auf der Damentoilette war tatsächlich solch ein Schild!!!) sah ich alle Kinder auf einer Bank aus Legosteinen sitzen, und an die Decke starren.

sealife01Dort sah ich einen riesigen Drachen, den ich übersehen hatte (wie nur? der ist mind. 3 Meter breit!) Erst dachte ich, alle Kinder schauen sich den Drachen an. Da nuschelte mein Sohn was von "Krake" und die Kinder aufgeregt "an der Decke, an der Decke". Jau! Da klebte die Krake meines Sohnes! Er verbrachte dann die restliche Zeit bis zur Abfahrt damit, darauf zu warten dass die Krake wieder runterkommt. Ich befürchte, die klebt da heute noch. Zum Glück steht kein Name drauf, denn aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass diese Dinger ganz fiese Flecken hinterlassen! Und weil die Decke in einem wunderschönen, zarten Hellblau gestrichen war..... nun ja, wahrscheinlich ist da jetzt ein roter Fleck! Selber schuld, warum verkaufen die auch sowas :-D (Ehrlich gesagt ist es mir peinlich, was Erik da wieder angestellt hat, aber das verrate ich keinem)

Auf dem Weg zum Auto wollte ich noch in einem Laden etwas kaufen, was ich auf dem Weg zum Sealife gesehen hatte: Eine Drachentasse. Ich suche schon länger eine Tasse ohne Henkel, mit der ich noch etwas weihachtliches vorhabe. In der kleinen Töpferei sah ich den perfekten Becher. Schaut euch mal deren Internetseite an! Ich habe noch niemals solch schöne Arbeiten gesehen. Gut, die Vorliebe für Drachen ist Geschmackssache, aber die Künstlerin hat so ausgefallenen Ideen, die jetzt alle auf meiner Wunschliste stehen (Tevje:"wenn ich einmal reich bin, ladidadidadidadidadidamm"/images/emoticons/mozilla_wink.gif Meinen Becher muss ich noch knipsen, das tue ich dann, falls die Bastelidee jemals Wirklichkeit wird.

Das Kölner Antidepressions-Nähbrunch in Aachen

Dieser Termin stand schon lange fest. Aber da wir ja nicht die Einladung von der Firma meines Mannes ausschlagen konnten, habe ich mich bei den Näh-Ladies entschuldigen lassen, und ich käme später. Wer ahnt denn, dass ich- nachdem ich mit hängender Zunge in Aachen ankam- noch lange nicht die Letzte war. Sogar Nowak kam später! Pah! Aber es war ein wunderbarer Nachmittag! Ich hatte mir fest vorgenommen, diesmal was bei Sylvia zu kaufen, denn das Nähbrunch fand im Laden von Scherzkeks-Stoffe statt. Dort war ich nun bereits ganze zwei Mal, und musste mir jedes Mal den Blick in die Regale verkneifen (wenn ich gestern gewusst hätte, was ich seit heute morgen über unser Konto weiß, hätte ich mir diesen Blick auch ein drittes Mal verkneifen müssen!)

Gestern war mir alles egal! Ich bin ein paarmal im Eiltempo an der Stoffregalen vorbeigeschlichen, schließlich gab es ja noch so viel zu quatschen. Und prompt fiel mein Blick auf einen Stoff mit Paisley-Muster, grob gewebt wie ein Möbelstoff, zartfarben und pastellig. Meins! 17 Euro irgendwas. Umpf. Nach langem Palaver mit Sylvia habe ich mich dann für 2,50 Meter entschieden. Ich weiß jetzt schon, das reicht niemals. Träumen tue ich von einem langen Mantel oder Redingote, aber die Realität sieht nach einer kurzen Jacke in Kastenform aus. Das Leben kann so grausam sein. ;-)

Endlich kam die von allen herbeigesehnte Nowak... mit den Challenge-Stoffpaketen. Wie die aussehen, könnt ihr ja in ihrem Blog sehen. Aber anfassen ist besser: Die Stoffe sind wirklich toll, ich wünschte ich hätte von jedem Stoff 10-15 Meter!

naehbrunch03Erste Ideen, wie der Stoff zu verwenden wäre, gab es sogleich. Für eine Stola und einen Wickelrock müsste man nicht mal die Nähmaschine auspacken :-D

naehbrunch02 Bei einer Hose stellt sich die Frage: Welcher Stoff? Ach was- machen wir doch gleich einen Stoff pro Hosenbein:

 

 

 

 

naehbrunch01Später konnte ich dann noch Nowak bei einem der seltenen Momente erwischen, in denen sie was isst. Da sie sich immer so viel um uns kümmern muss, bleibt dafür meist wenig Zeit. (Sorry die Augen sind zu, hab ich im kleinen Vorschaubild net gesehen, sonst hätte ich ein Neues gemacht)

Zum Nähbrunch hatte ich noch meine Schätze von der Messe in Wiesbaden mitgeschleppt, mit dem Nadelkissen-Ring wollte ich Eindruck schinden! Aber die größte Aufmerksamkeit erhielt das Probetäschchen, das ich in Chenilletechnik gemacht hatte. Sowas! Ich hab auch meine 5er-Filznadeln mitgenommen sowie das Bürsten-Kissen. Und das war auch gut so, denn so konnten die Mädels das mal in Aktion sehen und ausprobieren. Selber sehen und fühlen sagt mehr als 1000 Worte.

Zu dem Filzen schreibe ich bald mal was Ausführliches, aber muss selbst noch Tests machen. Die Chenille-Technik ist super, um ungeliebte Stoffe noch sinnvoll zu verwursten. Ich glaube, der Afrika-Stoff der Challenge landet unter meinem Chenille-Schneider! Ziemlich sicher sogar.

Nach all dem Fachsimpeln und unglaublichen Input, den ich wieder bekommen hatte, mussten wir wieder gen Solingen. Ich habe eine ganze Stunde lang "gehen wollen", aber immer mehr interessanter Input machte es schier unmöglich. Rainer? Wer ist Rainer? Anscheinend kannte ihn jeder- außer mir. Vorgestellt hat Nowak ihn mir mit den Worten: "Den musst Du kennenlernen, der ist genauso verrückt wie Du" Aha.... Nun ja, was IHN angeht hat sie ja recht :-D Aber auf jeden Fall ist Rainer ein Mann, der backen kann! Das Rezept für den sagenhaften Nuss-Kuchen (den mit Walnuss) muss ich unbedingt haben!

Mit einer Träne im Knopfloch schaffte ich den Absprung. Geparkt hatten wir in der "Borngasse", wie passend! Aber wie kommt man aus dieser Borngasse wieder raus? Nach einer regelrechten Odysee durch Aachen haben wir auch tatsächlich die Autobahn gefunden und erreichten Leichlingen ohne weitere Zwischenfälle. Dort stand der nächste Programmpunkt auf dem Programm.

Kreisfest der Sportschützen Bezirk Solingen

OK, mein Mann ist in einem Sportschützenverein. Das ist NICHT einer dieser Vereine, die sich grüne Anzüge anziehen und einmal im Jahr mit dem Tabourcorps durch die Stadt laufen. Olafs Verein ist ein Haufen sehr netter und symphatischer Kerle- und eine Frau- die mit Waffen verschiedener Kaliber auf Zielscheiben schießen. Ja gut, das mit den Zielscheiben- jede Wette drauf- tun die nur weil es nicht erlaubt ist, Hasen und Rehe zu schießen. Nicht ohne die entsprechenden Genehmigung zumindest (und die ist sehr, sehr schwer zu kriegen. Ich weiß wovon ich rede)

Aber diese Sportschützen sind mir allemal lieber als die Grünröcke. Also nix TummTadaa einmal im Jahr, sondern ein richtiger Sport. Und der Kreisverband lud am gestrigen Abend zu einem Festakt ein. Olafs Vereinskollegen hatten am selben Tag Wettkämpfe und konnten nicht hingehen. Vor einigen Tagen fragten sie darum meinen Mann, ob er den Verein vertreten könnte. Im Nachhinein beschleicht mich das ungute Gefühl, die Jungs haben ganz genau gewusst, was uns erwartet: Ödnis.

Gut, unsere Tischnachbarn waren wirklich sehr nett. Aber auch die nette Gesellschaft konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es nach 2 Stunden nicht enden wollender Lobhudelei langweilig wird, fremde Namen geehrt zu wissen.

schuetzfest01Immerhin war die Bude voll, so dass mein ständiges Gähnen nicht weiter auffiel. Ein launiger Teil des Abends wurde von einem recht talentierten Alleinunterhalter versüßt, der alle Mann (und Frau) zum Schwitzen brachte.

schuetzfest04Es riss die Leute von den Sitzen! Trotzdem wäre ich zu dem Zeitpunkt lieber auf dem Nähbrunch gewesen.....

 

schuetzfest03Wenigstens meine Männer hatten Spaß! Da Erik das einzige Kind im Saale war, wurde es ihm schnell langweilig, und ich hatte meine liebe Mühe, ihn mit einem selbstgemalten "Schiffe versenken" bei Laune zu halten. Ich bin immer noch heiser vom ewigen "A-7, F-10" Brüllen vor der entsprechenden Geräuschkullise!!!

Eigentlich hätten wir ja schnell wieder die Kurve kratzen können, aber der Verein hatte uns einen ganzen Stapel mit Tombola-Losen mitgegeben. Ich WETTE, die wussten, dass man für die Tombola bis zum bitteren Ende bleiben musste! Das haben die gewusst! Und sich ins Fäustchen gelacht, dass WIR für sie hingegangen sind! Das gibt Rache!

schuetzfest02Die Tombola-Preise habe ich mir gar nicht genau angesehen, ich gewinne sowieso nie etwas :-(

Aber dann kamen zu später Stunde die Listen der Losnummern, die gewonnen hatten. Immerhin waren bei unserem Stapel mit 40 Losen ganze 3 (!) Gewinne dabei.

Mein Mann hatte schon bei unserer Ankunft (im Scherz) gesagt, er wolle die "Flasche Cognac" Normalerweise klappt sowas ja nie. Aber was hält er liebevoll im Arm als er vom Tombolatisch wiederkommt? Den Cognac! Und was noch? Einen Topfpflanze (Weihnachtsstern) und ein Scheren-Set. Eine der Scheren habe ich sogleich als Schneider-tauglich erkannt. Meins! Dann fiel mir ein, dass wir nicht wissen, wessen Lose nun welchen Preis gewonnen hatten. Auf den Losabschnitten standen alle Namen, aber auf den Gewinnlisten nur die Losnummern. Olaf bat dann darum, die Lose herauszusuchen, was die netten Helferlein auch taten. Dann stand fest: Das Scherenset hatte mein Mann gewonnen (Heureka) und Cognac sowie Weihnachtsstern ein Kollege. *kicher*

Heute ging mein Männe dann zum Kollegen, um diesem schweren Herzens den Cognac abzuliefern, und die Dame des Hauses mit dem Blümchen zu beglücken. Nach einer Stunde kam er wieder nach Hause- im Arm einen Beutel, den er liebevoll an sich drückte.... Der Kollege hat ihm die Flasche geschenkt! Der Sonntagabend ist gerettet! Ich habe endlich eine neue Zuschneide-Schere und zum Ausklang des Wochenendes genehmigen sich Herr und Frau Olaf und Bärbel einen samtig weichen Hennessy. In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende euch allen, oder was davon noch übrig ist.



Geschrieben von babbelgum61 um 18:39 Uhr in Privates

Freitag, 17. November 2006

Mode-Tipps für Krankenpfleger

<P>Hallihallo!</P>
<P>Unser Briefkasten war heute so voll wie lange nicht mehr (Otto-Versand sei Dank), und fast hätte ich das kleine DinA-5 Couvert übersehen, dass sich da ganz hinten in die Ecke des Kastens verkroch... Um so größer war dann meine Freude, als ich es öffnete: Zwei wunderhübsche Grußkarten von <A href="http://sonnenschein.weblogwriter.de/">Sonnenschein!</A> Mit lieben Grüßen und der nochmaligen Aufforderung, mit dem Podcast anzufangen. (hihihi) Meine liebe Sonnenschein! Anrufen bei ihr im Krankenhaus wollte ich schon seit Montag.</P><P>Ich schäme mich ein bisschen, denn ich habe es&nbsp;immer wieder vergessen, auf die Abende geschoben und dann was anderes im Kopf gehabt. Heute wurde endlich das Renaissancekleid für meine Freundin Anja fertig, und kaum bog ihr Auto um die Straßenecke, hatte ich "schon" den Hörer in der Hand.</P><P>Da ich so deppert bin, landete ich erst einmal in der Krankenhausküche... eine Nummer versehentlich zweimal gedrückt und schwupps...&nbsp;endete der Anruf zwischen Kochtöpfen und osteuropäischer Kochmamsell. Nach einigen Fehlversuchen dann die Nummer der Vermittlung rausgefunden, die Durchwahl geben lassen und VOILÁ, Sonnenschein am Apparat! Und die hatte sooo viel zu erzählen! Wer sie schon alles besucht hat, was sie erlebt hat (ja, im und um´s Krankenbett gibt es eine Menge zu erleben) und was sie alles geschafft hat. Eine 3/4 Socke und ein ganzen Buch... ich bin fast neidisch geworden, denn ein Buch habe ich im Krankenhaus noch nie geschafft. Höchstens 10 Seiten.</P><P>Aber wichtiger als Socken und Bücher waren natürlich die Menschen, denen sie dort begegnet ist. Ein gutaussehender Arzt, nette Krankenpfleger, Freund, Freunde, Papa. Alle waren da. Ihr Papi hat ihr- obwohl bereits 80 Jahre jung und in Köln wohnhaft (also weit, weit weg) ihre Lieblingsspeise gebracht: Aufgeweichtes Rosinenbrot! /images/emoticons/mozilla_laughing.gifAS Rezept will ich auch mal haben ;-) )</P><P>Wir haben am Telefon viel gelacht bei der Vorstellung, wie eine frisch Operierte auf Krücken zum Internet-Terminal humpelt, um mit allerletzter Kraft Blogs zu lesen. Da ihr schon jemand gesteckt hatte, dass es ja jetzt auch ein Näh-Podcast gibt, drang sich auch gleich diese Idee auf: Auf Krankenhausfluren am Terminal <STRONG>stehend</STRONG> 27 MB downloaden... ich glaube, dann wäre sie gleich in die Psychatrie überwiesen worden... ;-)</P>
<P>Aber Bauchweh vor Lachen habe ich bekommen, als sie erzählte, wie sie kurz vor der OP ihren Galgenhumor auf die Pfleger losließ: <STRONG>Sie gab ihnen tatsächlich Ratschläge um das triste Krankenhaus-Outfit modisch aufzuwerten! </STRONG></P><P>Wisst ihr... um Sonnenschein müssen wir uns keine Sorgen machen, wenn sie sogar noch zu weißen Kitteln modische Ideen hat, dann ist sie immer noch die Alte, egal mit wievielen Ersatzteilen man sie vollstopft. Ach übrigens (sie wird mir an die Gurgel gehen, weil ich es ausplaudere): Ihre neue Hüfte hat sogar einen eigenen "Ausweis": Da sie ja nun mit jeder Menge Metall rumläuft (hoffentlich) könnte es beim nächsten Durchleuchten am Flughafen eine böse Überraschung geben. Damit sie nachweisen kann, dass das viele komische Metall "eingebaut" ist, gibt es für solche Fälle ein gesondertes Dokument. Das hatte ich vorher noch nie gehört. Man lernt nie aus, nicht wahr?</P><P>Randnotiz: Nachdem ich zwei Tage fast rund um die Uhr an dem Renaissancekleid gearbeitet habe, hier schon mal ein kleines Vorab-Bildchen davon. Ich erzähle darüber noch ausführlich, aber nachdem ich ein bisschen von Sonnenschein erzählt habe, wird mir der heutige Eintrag zu lang (warum der obere Teil des&nbsp;grünen Überkleides nicht so sitzt wie er soll, das schreibe ich am Sonntag auf).</P>
<P align=center><A href="http://kleiderschneider.blogr.at/photos/110133/"><IMG id=img-110133 title=renaissancekleid-04 height=240 alt=renaissancekleid-04 src="http://static.blogr.at/sites/kleiderschneider/media/renaissancekleid-04.small.jpg" width=160 border=0></A></P>

Geschrieben von babbelgum61 um 22:04 Uhr in Privates

Donnerstag, 16. November 2006

Und ich sitze an der NäMa

Habt ihr das Burda-Redaktionsblog schon gelesen? Logisch habt ihr das. Die haben´s gut! Sitzen in der Sonne und trinken Bier! (Hätten besser die Startseite der Blogs reparieren sollen (Scherz!!!))

Aber da haben wir den wahrscheinlich letzten schönen Herbsttag in Deutschland, und was mache ich? Ich sitze an der Nähmaschine. Na ja, nicht dass dies so ungewöhnlich wäre für eine Hobbyschneiderin. Aber ich war in letzter Zeit recht wenig an der Maschine- zuletzt, um den Maschinen-Sound für ein Podcast aufzunehmen... ;-)

Aber heute musste ich mal wieder ran. Ich hatte einer Freundin versprochen, ihr ein Renaissance-Kleid für einen Larp-Tanzball zu nähen. Den gleichen Tanzball, auf den schon meine andere Clan-Freundin mein schwarzes Dune-Kleid ausführen wird. Heute morgen ging´s los, und gleich sah ich auch wieder, warum ich so selten nähe: Die Stoffbahnen für eine anständige Kleiderlänge überschreiten die maximale Länge meines Küchen....äh, Zuschneidetischs. Selbst mit Verlängerung gibt der Tisch nur den Platz für eine Bahn her, und das auch nur, wenn das Kleid keine Schleppe hat. So wird das Zuschneiden jedes Mal zu einer Zerreißprobe für meine Nerven, denn schon für die zweite Bahn muss ich falten, legen, schieben.

Ich hätte halt nun mal gerne alle Schnitt-Teile erst auf dem Stoff liegen, bevor ich den ersten Schnitt ansetze. Wer weiß, vielleicht muss man die Teile anders legen, damit alles auf den Stoff passt....? Also wird gesteckt, geschoben und verrückt, bis alles sitzt.

So geht bis zum Ende des Zuschnitts fast die halbe Zeit drauf, die ich insgesamt für ein Kleid benötige. Na ja, aber ganz bestimmt ein Drittel.... Im Moment hängt das Unterkleid halbfertig auf meiner Schneiderpuppe... (dem antiken Ding mit unmöglichen Proportionen. Der Busen des Kleides hängt fast auf der Taille der Puppe. Wer kann nur solch seltsame Proportionen gehabt haben vor 80 Jahren???) Und das Kleid braucht noch Ärmel, vor denen ich mich herumdrücke, weil es mir schleierhaft ist wie ich die machen soll. Und dann muss ich das Überkleid zuschneiden. Es sieht also ganz nach Nachtarbeit aus. Die mache ich halt am liebsten, denn dann stört mich niemand und ich muss nicht ständig für quengelnde Blagen, klingelnde Postboten oder Happa-Happa unterbrechen.. Nach einem kleinen Blog-Päuschen also ran an das Kleid.

Morgen gibt es Fotos. Und übermorgen wird getanzt! Leider bin ich nicht dabei, da ich Samstag drei (!) andere Termine habe. Wenn alles klappt, bekomme ich aber nach dem Tanzball ein paar Fotos von meinen Kleidern in Aktion.

Das Renaissance-Kleid sieht übrigens sogar unfertig schon total SÜSS aus! Wenn ich mit meinem Mittelalter-Outfit fertig bin, muss ich mich mal eingehend um die Renaissance kümmern.... :-D

PS: Mein Mann sagte eben, vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir in Solingen das erste Schnee-Chaos. Na denn...



Geschrieben von babbelgum61 um 21:40 Uhr in Privates

Mittwoch, 15. November 2006

Mehr Antiquitäten

Geht bei euch die "Startseite", auf der alle aktuellen Blogs angezeigt werden, auch nicht? Hat Marion (Nowak) die Zugriffsraten gesprengt? Ich habe seit heute Nacht gegen 2 Uhr nicht mehr nachgesehen.....

Heute habe ich wieder einmal nichts Neues produziert, aber meine Fotoalben bei kleiderschneider.blogr.at weiter aufgefüllt. Die Funktionen dort begeistern mich immer mehr. (Keine Sorge... ich mache kein neues Blog auf) Die Lagerung ist ein Kinderspiel, und die Ansicht der diversen Fotoalben ist sehr komfortabel. Falls ihr Lust habt, dort reinzuschauen: Man kann die Größe der Vorschaubilder selbst bestimmen, spielt mal ein bisschen rum.

Ich hatte bereits in meinem Burda-Blog einige Tage mit der Gestaltung eines Albums zugebracht, mit recht erbärmlichen Ergebnis. Das Problem bei allen Blog-Bilder ist: Sie sind nur am Tag des Erscheinens aktuell UND sichtbar!!! Will man ein Archiv aufbauen, um neuen Besuchern alles "alten" Bildmaterial zugänglich zu machen, stößt man schnell auf Probleme.

In dem kleiderschneider-Blog ist genau diese Funktion bereits eingebaut. Und: Man darf auf die Bilder auch von außen verlinken, zum Beispiel so:

MuschelWenn ihr nun auf das Bild klickt, landet ihr in dem Fotoalbum im Blog. Das ist ja legitim, und vom Bloganbieter gewünscht, dass man zu ihm geführt wird. Damit kann ich leben, denn wir haben ja alle den "zurück"-Button des Browsers, gell?

Nach diesen Möglichkeiten habe ich schon lange gesucht: Bilder ins Blog einbinden, UND sie zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar machen. Voilá, das gibt es! Ich hoffe, ihr schaut euch die Alben bei einem Anfall von Langeweile mal an, in Zukunft benutze ich diese Bilderlinks um mein Burda-Blog zu bebildern. Ich hoffe, der Webspace von blogr.at wird noch lange verfügbar und zuverlässig bleiben. Heutzutage weiß man das ja nie.....

Da ich nun endlich altes Bildmaterial sinnvoll ablegen konnte, habe ich heute einige Stempel-Muster raufgeladen, die ich hier im Blog nicht ablegen wollte. So kann ich euch endlich ein Beispiel für "Stempeln auf Porzellan" zeigen, leider sind die noch auf meinem PC vorhandenen Bilder sehr klein, ich hoffe ihr seht was ich meine (beim anklicken wird es etwas größer):

bbgal09

Ich habe viele weiße Teller und Tassen mit dieser Technik verziert. Ich finde es faszinierend, dass man mit Stempeln und Porzellanfarbe eigene Services erstellen kann. Mit lebenslanger "Nachkauf"-Garantie! ;-) Wenn man den Stempel dann noch hat, heißt das.

Eine andere Stempeltechnik, die bei uns sehr beliebt war, ist das Stempeln auf Kupferfolie. Mit permanent auftrocknenden Stempelfarben wird auf die Kupferfolie gedruckt, und mit einem Trick (mein Geheimnis ;-) ) wird das Ganze geprägt. Nett, gell? (anklicken macht das Bild größer)

IOCollage01

Ich will euch aber nicht mit weiteren Stempel-Highlights langweilen. Ich wollte nur ein paar Beispiele zeigen. Wer mag, kann sich mehr davon in dem Fotoalbum "Bastelkram" ansehen. Ich erinnere bei der Gelegenheit daran, dass ich "zweigleisig" blogge: Ich bin Hobbyschneiderin UND Hobbystemplerin. Was auch immer das heißen mag. Aber da sich beide Hobbys gegenseitig befruchten können (nicht müssen) wird mein Blog immer auch von beidem handeln. Ich hoffe, den Schneidern unter euch wird das nicht fade. Netten Input gibt es allemal, ob genäht oder gestempelt.



Geschrieben von babbelgum61 um 22:57 Uhr in Werke

Dienstag, 14. November 2006

Antiquitäten

Zunächst nochmal Danke für die rege Teilnahme an den Pod-Dingern.

Griselda: ja, die Pfaff klingt gut, gell? Ich hab halt nix anderes, und irgendwie will ich das auch gar nicht. Für eine neue Maschine müsste ich so viel Neues lernen, das tue ich nur wenn ich gezwungen werde (siehe podcasts ;-) ) Und Lotte hat das gemacht mit dem Kleid? Ich muss mal bei Amazon schauen wer das geschrieben hat. Wäre erstens ein Klasse Link für mein Blog und zweitens bedeutet ja ein solches Buch, dass ein Autor recht ähnliche Gedanken hatte..... sehr interessant

Nofi: In dem neuen Podcast-Blog (das ich wie gesagt NUR für podcasts und Fotos benutzen werde) ist ein player. Dann muss niemand was installieren.

Nowak: 3 Watschen auf einmal: ISDN ... gibt es das noch? (schäm) ok, ich war wohl zu voreilig als alter DSL-Nutzer, ich werde die langsamen Surfer ab nun bedenken. Sphex, das waren also die emails im Postfach von wegen "ungelesener Beiträge"? (im Erdboden versink) Katze.... (jetzt komme ich auf der anderen Seite der Erdkugel wieder raus)

 

Heute hat mich meine Larp-Freundin Eilionor besucht. Sie hat sich das schwarze Dune-Kleid für einen Rollenspieler-Tanzball ausgeliehen. (click aufs pic). Das Kleid kennt ihr ja und es ist uralt, fast schon eine echte Antiquität, lach.

006kleid

Trotzdem erfreut es sich nach langer Lagerung in Pappkartons in letzter Zeit großer Beliebtheit, und wird nun regelmäßig ausgeführt. Erst letzte Woche fand ich dann in meinem Bastelkram die kleine Samtkappe, die ich mir damals dazu genäht hatte. Historisch gesehen passt sie keineswegs dazu, aber solche Kleinigkeiten kümmern mich zum Glück nicht, ich lebe ja nicht im Damals, und heute passt das sehr gut.

Die Kappe besteht aus drei Schnittteilen, ich weiß leider nicht mehr, ob ich den Schnitt seinerzeit selbst aufgestellt hatte oder irgendwo abgenommen. Ersteres erscheint mir wahrscheinlicher. Die Kanten sind mit Goldborte eingefasst, am Hinterkopf mit schwarzem Satinschrägband. Wachsperlen wurden gleichmäßig verteilt aufgestickt. Innen habe ich an der oberen, vorderen Kante mit groben Handstichen einen Haarkamm befestigt, so rutsch nichts wenn man die Kappe aufsetzt!

Eilionor meinte spontan, sie sähe damit aus wie Rotkäppchen. Stimmt. Sie musste auch gleich als Modell herhalten, damit ich endlich Fotos von einem kleinen Werk habe, das ich gebastelt habe, als es weder digitale Kameras, noch Internet für jedermann gab. Manche "Moden" sind halt zeitlos. (Fotos sind alle verwackelt, sorry)

Im Aldi würde ich die Samtkappe dennoch nicht tragen, vor allem nicht in meinem Alter. Aber ich überlege schon, wie man diesen "Renaissance"-Look anpassen kann, um ihn alltagstauglich zu machen. Wenn das nur nicht so nach Rotkäppchen und Kleinkind aussehen würde. :-D

renaissancehut


Geschrieben von babbelgum61 um 19:18 Uhr in Werke

Montag, 13. November 2006

Nouvelle musique

Bonjour mes amis, welcome everyone und Herzlich Willkommen alle Landsleut!

Dieses Podcast-Ding zieht hier (in und vor meinem PC) immer weitere Kreise. Wie Nofi wusste ich vor einer Woche (!) noch gar nicht was das überhaupt ist. Sonnenscheins Tochter hatte sich wohl mit dem Zeug beschäftigt, und wir sprachen mal am Telefon davon. Ich dachte noch "Öööhhh, jetzt bloss nicht verraten dass ich keinen Schimmer habe was das ist...." Ich wollte doch nicht als eine von vorgestern dastehen (also Nofi: Willkommen im Club!)

Aber als sie als eine der letzten Nachrichten vor ihrer OP sagte, sie wünscht sich einen Nähpodcast und mich so direkt darauf ansprach, da hab´ ich mir das halt mal "kurz" angesehen... und bin mal wieder kleben geblieben. Die Amis nennen das "hooked", "am Haken". Sehr treffend!

Also gleich so ein mp3 gebastelt, andere Podcasts angehört, wie gesagt Unmengen Software neu installiert und immer ist noch kein Ende in Sicht. Neben der Lagerung der mp3´s auf meiner Website habe ich eine weitere Möglichkeit gefunden, die podcasts abzulegen. Bei dem österreichischen Bloganbieter, wo ich auch toyboy fand, kann man sich ein blog anlegen und dort Fotoalben und podcasts ablegen. Zur Zeit noch ohne Datenlimit-  ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich bei der oberen Grenze des Speicherpltaz zum ersten (!) Mal im Internet das Unendlich-Zeichen sah (die liegende Acht).

Dort habe ich das erste Podcast nun (zum dritten Mal, lach) abgelegt, Fotos raufgeladen (die kennt ihr alle, also nix Neues) und bloggen werde ich nur das, was mit den podcasts direkt zu tun hat. Die Adresse ist:

http://kleiderschneider.blogr.at/

Ich bin ziemlich begeistert von diesen Blogs, da man dort so schön und einfach Fotoalben anlegen kann, was hier ja nicht geht. Nicht ohne viel Arbeit zumindest. UND das Beste: Es gibt einen eingebauten Player (!!!), mit dem man die podcasts anhören kann. Denn wie Anne musste ich erst Software installieren, um die podcasts überaupt hören zu können, und das tun bestimmt die Wenigsten. Dann geht die ganze Arbeit ins Nirvana.

Aber da ich mittlerweile jedem mir unbekannten Anbieter von Speicherplatz grundsätzlich misstraue (noch dazu den kostenlosen, "unendlichen"), nenne ich diesen Webspace aber erst mal "beta", also in der Testphase begriffen.

Weiter im (podcast-)Text. Als nächstes habe ich nach Musik gesucht. Danke an Anne für den Tipp, werde ich mal nachgehen (und was spielst Du denn online? Ich bin seit Jahren süchtig... aber Du hast mir was voraus: Mein Jüngster ist nun 7 und ich habe noch nicht eine einzige Hose auf die Reihe bekommen) Heute fand ich dieses Portal für frei verfügbare Musik:

http://www.jamendo.com/de/

Na ja, was soll ich sagen... da hänge ich seit Stunden rum, sogar das Abendessen ist angebrannt deswegen! Und: Ich wollte Sonnenschein im Krankenhaus anrufen, und hab es glatt verpennt, weil ich nur noch an podcasts denken kann (na ja, ist sie ja selber schuld ;-) ) Mein Eselchen (downloadprogramm) läuft heiss mit allen möglichen (legalen) downloads. Und je mehr ich bei jamendo rumstöbere, um so mehr drängt sich mir der Eindruck auf, da tummeln sich vor allem französische Künstler.

Womit ich endlich den Bogen zum Titel des heutigen Blogs spanne: Nouvelle musique. Ich WUSSTE, dass Marion (Nowak) da neugierig wird, gell? Ihr kann ich das Portal wärmstens empfehlen, ich lade grade ein französisches Album runter... und wünschte, ich hätte ihre Sprachkenntnisse. Ich höre die Sprache sehr gern, verstehe aber nur die Hälfte. Et parler en francais... c´est completement impossible pour moi!  (grins) Jedoch nach 3 Wochen Franzland merkt keiner mehr, dass ich nicht dort geboren bin. (Und wenn Nowak nun zwischen den Zeilen lesen kann, sieht sie die händeringende und auf den Knien rutschende Bitte nach einer Einladung zur Wohnungseinweihung "dans Paris")

Ich schweife ab. In dem Musikportal fand ich vielversprechende Musik, und ich denke, hat man die ersten Quellen erst mal erschlossen, geht der Rest von selbst. Also muss ich nur noch ein besseres Mikro auftreiben. Ich habe mir meine mp3´s mal auf Tochter´s PC angehört...grottig. Hört ihr das auch so dumpf? Umpf. Die wenigen Strick-Podcasts, die ich bisher gehört habe, hängen die Latte ganz schön hoch: Gute Klangqualität, schöne Musik, interessante Inhalte, sogar Interviews.

Habt ihr wirklich bis hierhin gelesen? Respekt! Denn selbst mir fällt auf, dass mein Blog zur Zeit recht wenig mit Schneidern zu tun hat. Ich möchte euch bitten, dennoch dabei zu bleiben. Warum?

1) Sollte ich wirklich ein brauchbares Podcast zustande bringen, wird es euer Schaden nicht sein. Mir schweben so viele Näh-Themen vor, dass es bis 2010 reicht.

2) Was ich hier erzähle, bringt vielleicht jemandem etwas, der auch ein Näh-Podcast machen will. Wenn ich eine verlässliche Lagerung der Dateien gefunden habe, weiß mit welcher Hard- und Software man gut klarkommt UND entsprechende Musikquellen aufgetan habe... dann ist es für den/die, der/die nach mir kommt ein Klacks, auch ein podcast zu basteln. (Nach wie vor wäre mein persönliches Ideal aber Videos, als Lehrfilme)

Wie gesagt bin ich immer noch Beta. Kunststsück, in weniger als einer Woche.... Ich hoffe, alles hier klappt perfekt, wenn Sonnenschein aus dem Ersatzteillager zurückkommt. (link zu ihrem Blog in der rechten Spalte) Ich kann es kaum abwarten, ihr das Näh-Podcast zu präsentieren. Ihren Schatz habe ich schon gebeten, den ersten Pod-Versuch auf ihren mp3-Player zu schmuggeln. Im Moment braucht sie noch Ruhe und Erholung. Ich rufe morgen bei ihr an, dann muss das podcasten warten....

PS: Danke für euer Feedback! Ohne das wüsste ich nicht, ob diese zeitraubende Spielerei überhaupt Sinn macht. Danke.

Geschrieben von babbelgum61 um 19:32 Uhr in Privates

Freitag, 10. November 2006

Podcast-Versuche

 Plz scroll down

Es ist vollbracht! Ich verstehe so langsam, wie man diesen rss-Feed codiert, damit er immer alle neuen UND alten Inhalte anzeigt. Ich habe meine BEIDEN Browser (IE7 und Firefox) mit Plugins versehen, um RSS-Feeds in einer Seitenleiste anzeigen zu lassen. Ich wünschte, ich hätte das schon füher getan, denn es macht das Lesen der Liebslingsblogs viel, viel einfacher! Ein Klick und ich sehe, wo es was Neues gibt.

Und ich habe das ITune-Programm installiert, was man aber nicht braucht, wenn der IE oder Firefox das auch erledigt (bei Firefox heisst das Plugin "Sage", sehr zu empfehlen) Bei ITune muss ich meine Podcasts immer zwischen shop und Musik-Krimskrams suchen, nicht so mein Ding.

Nun muss ich noch rausfinden, wie und wo man kostenlose Musikuntermalung herbekommt. Ich will ja kein Copyright verletzen. Eine erste Musikquelle habe ich schon erschlossen, allerings nicht jedermanns Geschmack (Techno) und lustigerweise von einem Schwulensender (Toyboy) in Ösiland erstellt, auf den ich ja bei Verwendung der Musik auch hinweisen müsste. Was die Zielgruppe meines Blogs durch lustige neue Suchwörter (Google sei Dank) in völlig neue Bahnen lenkt. (lach)

Das Problem mit dem Speicherplatz habe ich bis auf weiteres verlagert. 1) kommt jetzt alles auf meine HP (da ich gelernt habe, diese rss-Datei selbst umzuschreiben) und 2) mache ich kleinere Dateien. Anlässlich des Besuchs einer Freundin aus USA in meinem Blog hab´ ich dann heute einen kleinen Pod-Beitrag für Amis gemacht, mal sehen ob sie was versteht, bei meinem Nuschel-Englisch. Ich glaube, ich brauche ein ordentliches Mikrofon ;-)

Nun stellen sich mir viele weitere Fragen:

Z.B. warum macht man dieses Podcast-Zeug eigentlich? Klar hat es viele Vorteile gegenüber dem geschriebenen Wort, aber erstens ist es sehr viel Arbeit, und zweitens... kann man Nähideen und/oder Techniken besser "zeigen" wenn man es hört? Ich habe da so meine Bedenken. Wenn man dann im Blog noch Text und Bilder zugeben muss, um das Erzählte verständlich oder plastisch zu machen, wozu dann die ganze Arbeit?

Was mich zu weiteren Überlegungen gebracht hat: Auf meiner HP sind ja ein paar Workshops (es sollen noch mehr werden) Dazu ist das Internet doch da: Lernen und Inspiration. Aber ich kenne noch keinen Weg, solche Information gezielt zu finden. Suche ich eine bestimmte Nähtechnik, durchforste ich mit Google alle Seiten, klar. Aber wenn ich z.B. nicht weiß, wie eine spezielle Technik heisst, wie finde ich sie dann (ging mir neulich mit dem "Fingerhäkeln" so)

Was ich mir nun noch wünsche, wäre ein "Format" für Tutorials (ich muss bei Gelegenheit meine Workshops mal umbenennen). So wie es für Podcasts eine gemeinsame Basis gibt, dann eine solche für Tutorials, Anleitungen, Workshops. Wäre das nicht fein? Ich sehe schon, ich verwirre euch. Ich kann nicht alles aufschreiben, was mir zum Thema "gezielte Wissensvermittlung via Internet" so alles durch den Kopf geht. Ich finde die Möglichkeiten faszinieren, aber es ist alles immer noch zu wenig strukturiert, zu chaotisch, um Wissen so anzubieten, wie es gebraucht wird. Zumindest was HANDarbeit angeht, also Dinge die wir mit den Händen tun. Da müssen Bilder her. Aber heute muss es erst mal mein neuer Podcast tun.

Ich über immer noch, wie ich den am besten anbiete, strukturiere und weiterführe. Die Zweisprachigkeit ist da für mich auch ein Thema, aber sehr sehr zeitaufwändig. Man wird sehen....

Bis ich weiß, wie ich Blog/Website/Podcast unter einen passenden Hut bringen soll, hört euch die zweite Folge an. Bitte aboniert das Ding mal, sollte mit Hilfe eures Browsers kein Problem sein (ich hab 3 Tage dafür üben müssen) Und dann probiere ich weiter rum, bis ich das gelernt habe. Uff. Zum Podcast geht es über den kleinen, aber feinen Button in der linken Seitennavigation.

 Hi Folks! Finally another blog entry for you. A dear friend of mine made me thinking in english again (HI LISA!) and so I made the next step with my new podcast and made an english record. I am still practicing, so please forgive any mistakes I make. This podcasting thing is brandnew to me, and my english is not the very best. The content of my todays podcast is not very well structured, but I promise I will do better in the future.

I hope you feel comfortable with what I tell you in my podcast, and save the feed in your browser. Not all episodes will be in english, but my dear friend Lisa asked me to teach her some german, so here I am!

Actually I am thinking a lot about what to do next with my website, blog and the new podcast-thing. So all these elements will evolve during time, and I hope you enjoy what you see or hear, even if its far from beeing perfect. Soon I will have to get back to my sewing machine. How it sounds, you can hear in my podcast, lol. Take a few minutes and listen to my radio... stay tuned.



Geschrieben von babbelgum61 um 15:36 Uhr in International

Donnerstag, 9. November 2006

Noch´n bisschen Messe

Heute möchte ich noch von der Kreativwelt in Wiesbaden berichten, was ich gestern in den 30 Minuten smalltalk nicht geschafft habe. Aber zuvor möchte ich auf 2 Kommentare eingehen, die mich über den gestrigen Blogeintrag erreichten. Griselda hat einige Fragen gestellt, auf die ich hier im Blog eingehen möchte.

Hi Karina! Ich habe mich sehr gefreut, dass ein Gast aus fernen Landen sich hier verewigt.

Irland... da möchte ich auch mal wieder hin! Dein Deutsch ist perfekt, Muttersprachlerin? Ich hatte versucht in Dein Blog zu schreiben, aber es gab einen error, ich versuche es ein andermal erneut. (PS: Ich habe "clover" völlig falsch ausgesprochen, sorry. Nächstes Mal mache ich es besser)

Hi Griselda!
Ja, Embossing alleine ist nicht sonderlich kreativ, ich selbst mache es auch nur noch bei Demos. Aber es macht was her. Im deutschen Bastelsektor wird sehr viel "unkreatives" propagiert (bei den Amis aber auch), da die Mehrzahl der Deutschen sich einfach nix trauen.

Ich hab so oft versucht, den Leuten neue interessante Techniken zu zeigen, aber nichts macht sie so "an" wie das gute alte Embossing. Ich komme in Fahrt, wenn dann mal was daneben geht, z.B. ein Stempelkissen aufs Papier fällt... dann kommt auf den Klecks Pulver und darauf noch 3-4 weitere Schichten mit Pulver, dann kleinen Ornament-Stempel ins noch heisse und weiche Embossingpulver, und tadaaaaa- fertig ist das Wachssiegel. Das kommt auch immer gut an, aber kein Mensch kauft sich dann noch einen Stempel, weil es halt sehr speziell ist.
Ach, ich rede mich immer in Rage bei dem Thema.

Da ich ja wie gesagt viele Jahre gestempelt habe, und davon nur einiges in Bild und Text festgehalten, habe ich noch jede Menge Input in Petto, der aber erstellt, aufbereitet und online gehen muss. Viel Arbeit, und eigentlich zu nix nütze, denke ich manchmal. Aber stempeln ist mehr als Embossing. Klar.
Linoldruck ist nicht stempeln. Was mich zu der Frage bringt, was "stempeln" eigentlich ist.

Was ist "stempeln"? Im Wiki finden wir diesen Artikel. Daraus geht hervor, dass Stempel vieles sein können, aber Linoldruck ist es nicht. Dennoch liegt der Linoldruck weitaus näher am Stempelhobby als so manch anderer "Stempel", man denke nur an den Stempel einer Blüte.

Beides sind Hochdruckverfahren. Das bedeutet, die druckende Fläche ist erhöht. Es gibt zahlreiche andere Druckverfahren, mit denen die Farbe anders aufgetragen wird, der Hochdruck ist meines Wissens nach die älteste der Menscheit, wenn man mal von Handabdrücken in Höhlen absieht. Ritzt man etwas in Holz, und färbt das was hochsteht ein, kann man damit drucken. Bleilettern tun das Gleiche. Linol auch. Für Stempler gibt es extra grosse Gummiplatten, in die man mit Linolschnitzwerkzeug ritzen kann. Ich hab schon Leute damit Adress-Stempel schnitzen sehen....

Modeln (siehe Blaudruck) drucken z.B. auch im Hochdruckverfahren, aber der Begriff Stempel wird für Holzmodeln eigentlich nicht benutzt. (Übrigens habe ich eben durchs Wiki-Surfen gelernt, dass auch die Petschaften- das sind die Siegelstempel aus Metall- in dem Handwerk der "Stempelschneidekunst" hergestellt werden. Man lernt doch nie aus)

Da ich selbst so viele Gummi-Stempel, auch Motivstempel genannt, besitze, habe ich mich nur am Rande mit der Herstellung eines eigenen "Druckstocks" beschäftigt. Dabei ist es egal woraus er ist, Hauptsache das Ding druckt ordentlich! Mach Du es aus Linol, andere aus Holz/Gummi/Schwämmen/Kartoffeln. Nur die Farbe ist beim Linol anders, Stempelfarbe hält auf dem Material schlecht, die Linoldruckfarbe schadet wiederum den Gummistempeln.

Übrigens: Ich drucke mit allem was druckt. Ich habe sogar schon mal einen 2-stündigen Kurs zu dem Thema gegeben, dessen Datenblätter mir neulich wieder in die Hände fielen (sonst hätte ich es bis heuer gewiss schon selbst wieder vergessen, dass ich den Kurs je gegeben habe. ;-) )

Ich habe schon mit folgenden Dingen gedruckt: Finger, Schuhsohlen, Papier (geknüllt...super für Hintergründe), Ball aus Gummibändern (toller Graseffekt), Gummibänder ums Nudelholz (Bambuseffekt), Wärmflaschen, Playmobil-Autoreifen, dem Stempelkissen selbst /images/emoticons/mozilla_laughing.gifirekt-to-Paper-Technik), Pinsel. Das ist was mir auf Anhieb einfällt. Wenn man mal seine Küche/Werkstatt/Wohnung/Keller durchschaut, findet man noch mehr.

Beantwortet das Deine Frage, Griselda? ;-)

Zu der Info mit dem Schrägbandformer: Ja, das mit dem mitlaufenden Vlies hat der nette Herr mir auch ans Herz gelegt. Er hatte damit diese Tiffany-Technik gemacht, nannte sie aber "Celtic" oder so. Wahrscheinlich weil er mich ansah, mein keltisches Tatoo ums Handgelenk sah (Nochmal Hallo an Karina) und mein moosgrünes Wollkleid auf dessen Vorderseite eine 1-Euro-Münze mit der irischen Harfe am Halsband baumelte.

Das ist eine schöne Überleitung zur Messe. Ich versuche mich kurz zu fassen, ich habe euch schon lange genug damit gequält. ;-)

Auf der Messe war auch ein Münzschneider, den meine Freundin Yvonne schon von den Messen des Vorjahres kannte. Er schneidet aus allen erdenklichen Münzen wunderschöne Schmuckstücke. Wir besuchten seinen Stand noch morgens vor Messebeginn, und ich sah zum ersten Mal seine Auswahl. Ich war hingerissen von dieser genialen Idee. Später- als die Messe schon geöffnet hatte- kam seine Freundin zu uns an den Stand, tuschelte mit Yvonne, und kurz darauf hielt ich ein winziges Geschenkpäckchen in der Hand: Yvonne hatte heimlich eine irische Münze bei ihm bestellt, die sie mir nun schenkte! WOW! Als alter Irland-Fan (und ein drittes Hallo an Karina!!!!!!!!!!!) habe ich die Münze seither nur zum Schlafen ausgezogen. ;-)

Nun ja: Keltisches Tatoo um´s Handgelenk, grünes bodenlanges Kleid, keltische Harfe um den Hals.... kein Wunder dass man mir dann mit keltischen Mustern den Mund wässrig macht. Und ich hab´ diese genialen Schrägbandformer gekauft. Einen breiteren, für´s Einfassen, und den ganz schmalen für diese Tiffany-Technik. Den shop, bei dem ich eingekauft habe, findet ihr übrigens hier: Beehive.

Link zu den Schrägbandformern. Diesen supersüßen Ring finde ich im shop nicht, aber sehen könnt ihr den auf der deutschen Clover-Seite. Hier lang zum Ring. Dann fiel mein Blick auf die Clover-Filznadeln.... hätte ich die doch schon in Aachen gesehen!

Eine Seite mit tollen > Beschreibungen <. Als gestern meine Mami zu Besuch war, habe ich ihr meine Schätze gezeigt. Und weil zufällig (wirklich!) ein paar Stoffreste und FILZ auf dem Küchentisch rumlagen, hab ich ihr auch gleich gezeigt, was man mit dieser grossen Bürste und dem Nadeldings macht. Ich dachte ja die ganze Zeit, man kann nur Rohwolle in Stoff einarbeiten. Als ich dann in Ermangelung solcher Wolle zu den Filzmatten griff, und das ganz vorzüglich klappte, dachte ich schon im ersten Freundentaumel, ich hätte eine neue Technik erfunden. Und später sehe ich in der Anleitung, dass ich es genauso gemacht habe, wie man es machen soll.... jaja, ich lese Anleitungen IMMER erst hinterher (schäm).

Die ersten Probestücke sind sehr vielversprechend, aber nicht vorzeigbar. Auch die aufgetretenen Probleme muss ich noch beheben, wie zum Beispiel der Umstand, dass beim einfilzen einer Filzform das Gewebe, in welches man einfilzt, doch sehr leidet. Aber das bekomme ich schon noch hin. Ich muss es einfach hinbekommen!

Warum? Nun, weiter in Halle 4 am Stand von Gütermann sah ich....OMG, da sah ich..... Stickapplikationen, die in Motivteilen befiltzt waren. Meine Güte, ich musste sofort an ein Stempel-Zubehör denken, das ich von früher kenne. Hatte man zum Beispiel eine süße Maus gestempelt und coloriert, kam drüber Kleber und auf den feuchten Kleber so ein Pelz-Puder. Wenn der Kleber getrocknet war, blieb eine flauschige, pelzige Oberfläche zurück. Genauso sah das aus! Seit ich DAS gesehen habe, sehe ich ständig, wenn ich die Augen schließe, alle möglichen befilzten Dinge. Das ist garnicht lustig.... ständig nur filzige, flauschige Sachen vor dem inneren Auge zu sehen. Ich habe nun schon wieder 1000 Ideen was ich mit dieser Technik machen möchte, wann soll ich das alles nur ausprobieren?

Was ich lustig finde: Ich habe exakt 50 Minuten Input gehabt. Von 4 Tagen. Und diese 50 Minuten haben gereicht, mir mit einigen wenigen neuen Produkten /images/emoticons/mozilla_laughing.gifanke an die nette Frau am Freudenberg-Stand für ihre engelsgleiche Geduld. Nachts träume ich jetzt von Soluvlies) und gesehenen Ideen Input für die nächsten Wochen zu geben.

Als Sahnehäubchen habe ich auch noch in dieser kurzen Zeit Kontakt zu einem Zubehöranbieter bekommen, aber das möchte ich erst ausplaudern, wenn der Kontakt auch ein Ergebnis zeigt.

Alles in allem war die Messe vom Ablauf her völlig unspektakulär, Business as usual. Aber mein persönlicher Input (und der Bollywood-Film im Hotel) waren überdurchschnittlich! Wenn ich es schaffe, alles auszuprobieren, was mir durch die Kreativwelt eingefallen ist, erzähle ich euch davon. Da müsst ihr nun durch! :-D

Zu guter Letzt noch meine "Ausbeute" aus Wiesbaden (der "Geldsack" sind ein Deckel für selbstgemachte Sparstrümpfe, die ich bei Profi Handarbeitsgeräte erstanden habe) Im Bild auch der riesige Stapel Infomaterial (rechts), dass ich am Freundenberg-Stand und bei Beehive ergattert habe.

In der Mitte meine Harfen-Münze, lol. Ireland rocks!

OH WEH! Fast hätte ich es vergessen (nich hauen). Am ersten Tag kamen eine ganze Truppe vom Forum der Hobbyschneiderin an, die sich auf der Messe treffen wollten. Ich hab im Thread rumgejammert, dass ich ja nicht vom Stand wegkomme, um zu einem netten Plausch mit Besuchern der Messe zu kommen. Und da haben sich die Mädels einfach bei UNS getroffen!

Ich muss mich noch ganz lieb dafür bedanken, ich hab mich soooo gefreut! Ich muss gestehen: Mir ist vom Namen her nur Sabine von "Exclusive Stoffe" in Erinnerung geblieben. Ich kannte sie zwar bis dato noch nicht persönlich, aber das ist ja nun behoben. An alle anderen, sollten sie sich jemals hierher verirren, schicke ich auf diesem Wege ein herzliches Hallo und nochmal DANKE für euren Besuch. Das war so lieb von euch.


Geschrieben von babbelgum61 um 23:08 Uhr in Privates

Mittwoch, 8. November 2006

Messe-Magie

Soderle!

Ich war 5 Tage auf Messe-Maloche. Nun bin ich schon den dritten Tag wieder zu Hause und bekomme die Kurve zum bloggen nicht, und das ist- mal wieder- nur Sonnenschein schuld. ;-)

Mit ihrem Podcasting-Gedöns hat sie mir mal wieder einen Floh ins Ohr gesetzt! Und nu isse wech, legt sich unters Messer und muss dann wochenlang offline leben. Wie soll ich das nur aushalten? Wer soll denn dann liebe Kommentare in mein Blog schreiben? Sie hat ihren Namen gut gewählt: Als Sonnenschein hat sie mir schon manchen dunklen Tag aufgehellt.

Darum ist ihr Wunsch, ein Näh-Podcast zu basteln, mir auch Befehl! Ich habe nun schon 2 Tage in Websites zum Thema gewühlt, und meinen Rechner mit allen möglichen komischen Programmen vollgeschaufelt. Die meisten tun nicht das, was ich will, aber eines ließ sich überreden, mit meinem kleinen Mini-PC-Mikro ein bisschen BlaBla aufzuzeichnen. /images/emoticons/mozilla_laughing.gifa alle Podcaster auch eine Intro-Musik haben, sollt ihr diese bei mir auch bekommen: Mit dem kleinen Glockenspiel meines Jüngsten habe ich mit den wenigen noch verbliebenen Metalldingern ein bisschen Klimperklimper gemacht... ich lach mich schlapp)

Da ich Podcast-Newbie bin, habe ich große Bedenken abgesichts des Umfangs der mp3-Datei! Mir scheinen 27,1 mb doch recht viel zu sein, um euch eine knappe halbe Stunde einen vom Pferd- pardon Stoff und Stempel- zu erzählen.

Falls jemand mir Nachhilfe zum Thema geben kann, bitte her damit! Und ich brauche Feedback, wie lange lädt die Datei bei euch? Alles deutlich zu verstehen? Wie sieht es mit der Lautstärke aus? Oder ist das total bekloppt, hier NOCH mehr rumzulabern?

Wenn das Podcasting irgendwann mal klappt, träume ich von video-Podcasts.... Warum? Nicht weil ich eine so hübsche Nase habe (die wahrscheinlich gar nicht oft im Bild ist), sondern weil ich so viele kreative Dinge auf Lager habe, die man ZEIGEN muss!!!!

Ich gebe ja gerne Kurse, aber den gleichen Aufwand, den ein Kurs macht, nur einmal zu haben, und dann die Videos davon für jedermann zugänglich ins Netz zu stellen... DAS wäre doch was, oder?

Noch was, bevor ich euch mein erstes Podcast vorstelle:

Ich habe diese Riesendatei bei einem kostenlosen Anbieter "geparkt". Das Problem sind die Datenmengen: Nach einer (!) Datei war mein kostenloses Platz-Kontingent erschöpft (und ich auch). Wesentliches Merkmal eines Podcasts sind ja die Episoden, also der Fortsetzungscharakter. Und den sehe ich den Bach runtergehen, wenn ich nur Platz für eine Episode habe. Schnüff.

Falls jemand da eine Lösung weiß, die nullkommanix kostet...her damit.

So, jetzt aber der- eine, einzelne, erste- Feed meines neuen Podcasts:

Podversuch(mp3)

rss-link

Theoretisch könnte man den abonieren, aber wer weiß wann und wie es den zweiten gibt.

Ich bin heute ein wenig gemein: Warum der heutige Eintrag "Messe-Magie" heisst.... das erfahrt ihr in dem Podcast-Beitrag! ganzfiesgrins

PS: Über Wiesbaden bloggen muss ich trotzdem noch. Vieles kann man besser erzählen, aber anderes besser zeigen/verlinken/schreiben. Gell?



Geschrieben von babbelgum61 um 15:25 Uhr in Privates

Mittwoch, 1. November 2006

Gute Nacht

Jetzt ist es Mittwoch, kurz nach vier (nachts!). Nachdem der Tag voller Sand im Getriebe war (Sonnenscheins Anruf gehörte zu den guten Körnchen :-D ) und nichts so lief wie es laufen sollte, fuhr ich am frühen Abend zum Brings-Konzert mit ungepackten Koffern.

Zur Erinnerung: Abends Brings, morgens Abfahrt zur Messe "Kreativwelt Wiesbaden". Irgendwie wollte mir das Konzert diesmal nicht so recht gefallen, ich vermute es lag an der drangvollen Enge des Konzertsaales. Am Rande bekamen wir mit, dass eventuell im nächsten Jahr eine grössere Halle gesucht wird für das Brings-Halloween-Konzert. Wenn nicht, dann gehe ich auf keinen Fall hin. Im letzten Jahr fand das besondere Konzert zum erstem Mal statt, quasi als "Test" und war deutlich weniger besucht. Zum Glück.

Aber nach einem stressigen Tag und in Anbetracht einer bevorstehenden Nacht mit Packen und Räumen habe ich mir ein T-Shirt gegönnt, das ich schon vor einem Jahr im Auge hatte. An einem Verkaufsstand konnte man Fan-Artikel erwerben. Ich würde mich nun nicht gerade als Brings-Fan bezeichnen, aber eins meiner Lieblingslieder ist von Brings: Superjeile Zick. (Wer das nicht versteht darf fragen) Ich finde das Shirt auch "jeil", seht selbst:

Gegen halb 2 waren wir dann wieder daheim. Mein Töchterlein natürlich noch wach. Na dann kann sie ja mal eben mein- heute auf die Schnelle beendetes- Kleid knipsen. Also schnell übergezogen, schwarzen Rock drunter und tadaaaaaa:

Ich finde ja, man sieht nun gnadenlos, dass ich seit Ostern 5 Kilo zugelegt habe. Der schwere Wollstoff zieht auch das Kleid sehr nach unten, was die ohnehin kümmerliche Oberweite noch mehr plättet, seufz. Und ich muss zugeben, dass mein Engermachen keine gute Idee war. Nun sitzt es obenrum arg stramm, selber schuld.

Aber witzig finde ich, dass das Kleid sogar perfekt zu meinem neuen Brings-Shirt passt, hehe. Die Farben sind wieder recht schlecht, unten künstlich aufgehellt, damit man überhaupt was von dem vorne kürzeren Saum sieht. Ich erinnere daran, dass ich in ca. 3 Stunden zur Messe aufbrechen muss, Zeit für bessere Fotos habe ich nicht. Nach Sonntag mache ich dann mal schöne Fotos, und mit mehr Stylings.



Geschrieben von babbelgum61 um 04:29 Uhr in Werke
   

Search Baerbel

 





---
Aktuell arbeiten soviel Leute an der "bag in bag":

---



Ich höre grade
Haus am See

Mail an Bärbel:

klick



Bloggernetz - der deutschsprachige Pingdienst