Donnerstag, 16. November 2006
Und ich sitze an der NäMa
« Mehr Antiquitäten | Hauptseite | Mode-Tipps für Krankenpfleger »Habt ihr das Burda-Redaktionsblog schon gelesen? Logisch habt ihr das. Die haben´s gut! Sitzen in der Sonne und trinken Bier! (Hätten besser die Startseite der Blogs reparieren sollen (Scherz!!!))
Aber da haben wir den wahrscheinlich letzten schönen Herbsttag in Deutschland, und was mache ich? Ich sitze an der Nähmaschine. Na ja, nicht dass dies so ungewöhnlich wäre für eine Hobbyschneiderin. Aber ich war in letzter Zeit recht wenig an der Maschine- zuletzt, um den Maschinen-Sound für ein Podcast aufzunehmen... ;-)
Aber heute musste ich mal wieder ran. Ich hatte einer Freundin versprochen, ihr ein Renaissance-Kleid für einen Larp-Tanzball zu nähen. Den gleichen Tanzball, auf den schon meine andere Clan-Freundin mein schwarzes Dune-Kleid ausführen wird. Heute morgen ging´s los, und gleich sah ich auch wieder, warum ich so selten nähe: Die Stoffbahnen für eine anständige Kleiderlänge überschreiten die maximale Länge meines Küchen....äh, Zuschneidetischs. Selbst mit Verlängerung gibt der Tisch nur den Platz für eine Bahn her, und das auch nur, wenn das Kleid keine Schleppe hat. So wird das Zuschneiden jedes Mal zu einer Zerreißprobe für meine Nerven, denn schon für die zweite Bahn muss ich falten, legen, schieben.
Ich hätte halt nun mal gerne alle Schnitt-Teile erst auf dem Stoff liegen, bevor ich den ersten Schnitt ansetze. Wer weiß, vielleicht muss man die Teile anders legen, damit alles auf den Stoff passt....? Also wird gesteckt, geschoben und verrückt, bis alles sitzt.
So geht bis zum Ende des Zuschnitts fast die halbe Zeit drauf, die ich insgesamt für ein Kleid benötige. Na ja, aber ganz bestimmt ein Drittel.... Im Moment hängt das Unterkleid halbfertig auf meiner Schneiderpuppe... (dem antiken Ding mit unmöglichen Proportionen. Der Busen des Kleides hängt fast auf der Taille der Puppe. Wer kann nur solch seltsame Proportionen gehabt haben vor 80 Jahren???) Und das Kleid braucht noch Ärmel, vor denen ich mich herumdrücke, weil es mir schleierhaft ist wie ich die machen soll. Und dann muss ich das Überkleid zuschneiden. Es sieht also ganz nach Nachtarbeit aus. Die mache ich halt am liebsten, denn dann stört mich niemand und ich muss nicht ständig für quengelnde Blagen, klingelnde Postboten oder Happa-Happa unterbrechen.. Nach einem kleinen Blog-Päuschen also ran an das Kleid.
Morgen gibt es Fotos. Und übermorgen wird getanzt! Leider bin ich nicht dabei, da ich Samstag drei (!) andere Termine habe. Wenn alles klappt, bekomme ich aber nach dem Tanzball ein paar Fotos von meinen Kleidern in Aktion.
Das Renaissance-Kleid sieht übrigens sogar unfertig schon total SÜSS aus! Wenn ich mit meinem Mittelalter-Outfit fertig bin, muss ich mich mal eingehend um die Renaissance kümmern.... :-D
PS: Mein Mann sagte eben, vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir in Solingen das erste Schnee-Chaos. Na denn...











