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Freitag, 24. November 2006

Ich sage ja

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Seit Tagen freue ich mich auf den monatlichen Besuch am Kiosk um die Ecke. 24. November, Erscheinungsdatum der aktuellen Burda. In der Online-Vorschau hatte ich schon alles Wichtige gesehen, aber das Heft in den Händen zu halten ist doch was anderes, als es in Pixeln zu sehen.

Im Editorial fragt Susanne Reinl, ob dem Leser die Art der Fotografie der ersten Modestrecke des Heftes gefällt. Ich sage ja, ja und nochmal ja. Ok, ihr habt bestimmt schon bemerkt, dass ich extrem schnell zu begeistern bin. Aber nicht wahllos!

Als ich nun das neue Heft aufschlug, und das Bild links sah- ich kannte es ja bereits von der Website- habe ich im Geiste meine Checkliste für gute Modefotografie abgearbeitet:

Kann man das Modell erkennen? Sieht man wichtige Details? Ist die technische Darstellung (Ausleuchtung, Schärfe etc) gelungen? Und: Ist das Bild interessant?

Wie oft hat ein Modefoto nur einige der aufgeführten Eigenschaften? Die schlimmste Sünde in meinen Augen ist es, wenn aus Gründen des Stylings das Kleidungsstück nicht mehr zu erkennen ist. Darum kaufe ich schon seit Jahren keine Modemegazine mehr (außer "InStyle"): Oft kann man das Kleid, die Bluse oder den Mantel im Foto nur erahnen, weil ein ausführlicher Text darunter steht. Kennt ihr das nicht auch: Tolles Modefoto, tolles Model. Aber von der Klamotte nix zu sehen. Dann liest man was darunter steht, um zu wissen, warum das Bild überhaupt gemacht wurde.

Demgegenüber fand ich die Burda-Fotos immer etwas fad. Bis heute.

Ok, beim Bild rechts macht es das Outfit.

Oooooohhhhh, ist das nicht ein Traum-Rock. Um Himmels willen, warum hab ich mir vorgestern ein Abendkleid genäht? Jetzt will ich DIESEN Rock, und kann das nie und nimmer begründen, warum ich NOCH ein Abendkleid brauche :-(( )

Aber die Fotostrecke der schwarzen Abendmode ist einfach nur couture-ig. Umpf, das Wort gibt es nicht, oder? Stylish wäre untertrieben. Edel erfasst es nicht ganz. Ach was soll´s, die Bilder sind super.

Aber mein absolutes Highlight im Heft ist woanders. Die Partymode ist wirklich wunderschön, und Manches habe ich in meinen Träumen schon im Schrank hängen. Aber was Modefotos angeht, möchte ich mir diese Seiten aus dem neuen Burdaheft am liebsten einrahmen und an die Wand hängen: Seite 21!

Wer hat das Heft? Weil, online ist das Foto nicht zu sehen. Denn man sieht das Kleidungsstück darauf gar nicht in Gänze... womit ich meine eigenen Regeln breche. :-) Warum ist das Bild so schön? Ich pfeif´ auf die Klamotte, ich sehe nur den Kerl! Ohhh, ist das romantisch. Diese Sehnsucht! Ihr wissendes Lächeln. Mona Lisa war eine Anfängerin, verglichen mit diesem Blick. Das Foto wäre mein "Lieblingsmodell", gell?

Aber einmal umgeblättert, Seite 23, kommt wieder die perfekte Kombination: Klamotte gut zu sehen (wow, den Rock muss ich mir machen!) und es wird eine komplette Geschichte erzählt. Liebe-Drama-Eifersucht, und "sie" ganz cool am Telefon mit ihrer Freundin. Ja, das Modestyling passt auch (für mich :-D )

Wenigstens eine Ahnung von der Stimmung dieser Liebesstory gibt das Bild links wieder (sorry Burda für den Traffic-Klau, immerhin sind wir ja dort wie hier auf einer Burda-Seite) Rot und schwarz, eine sinnliche Frau mit laaaangem dunklen Haar.... so is´ recht!

Nu´ muss ich selber lachen, ich bin halt einfach nur schnell zu begeistern. Hat ja wieder mal geklappt mit der aktuellen BurdaModen. Wenn ich nur wüsste, wann ich mir das alles nähen soll.......

Nachtrag: Wer nun glaubt, ich lese "InStyle", um zu erfahren was die Promis tragen, der liegt völlig falsch! Schon mein Mann fragte mich neulich, was so toll daran ist zu sehen, was irgendwelche fremden Menschen anziehen.... Nix! Das ist mir völlig wurscht, WER das trägt, nur WAS die tragen ist interessant. InStyle ist das einzig mir bekannte Magazin (ich kenne nicht viele) in dem es fast nur um die Klamotten geht. Jede Kosmetik-Seite finde ich Platzverschwendung (wollte ich Kosmetik-News, lese ich das Douglas-Magazin...) und Rezepte... da finde ich viel Bessere in Koch-Magazinen. Neben den anscheinend unvermeidlichen Seiten Schminke und Productplacement finde ich in der InStyle Hunderte von Ideen für mein nächstes Outfit. Manchmal etwas neben der Spur, aber immer vielseitig und individuell. Und die Fotos sind nicht gestylt oder aufgemotzt. Immer nur "Frau steht vor Kamera und hat was Tolles an". Also mir reicht das.

Nur für die BurdaModen darf es etwas mehr sein. Mehr Styling und mehr Pep, so wie in dieser Ausgabe. Und ich wäre nicht die Erste, die InStyle liest, sich dann eine Burda schnappt und ein Outfit nachschneidert. Bloß nicht kaufen. Kaufen war gestern, Kreativität ist heute.



Geschrieben von babbelgum61 um 09:29 Uhr in Burda

 

Kommentar: Sonnenschein am Fri, 24 Nov 17:23 Uhr

Ich warte sehnsüchtig auf meine Ausgabe der Burda. Morgen bringt Thomas sie mir mit. Dann kann ich auch endlich sehen wovon du schwärmst.
LG, Sonnenschein

Kommentar: Kerstin am Fri, 24 Nov 18:43 Uhr

Das erste Bild ist für mich das beste Beispiel, wie man Modelle für Burdaschnitte NICHT fotografieren sollte.

Der Schnitt ist nämlich ein einfaches Shirt, der tolle Kragen ist ein teuer fertig zugekauftes Accessoire. Das ist doch Augenwischerei. :-(

Kommentar: Bärbel am Fri, 24 Nov 20:09 Uhr

Den Kragen machen wir uns selbst und mit ein bisschen Wind.... ich hätte glatt Lust das auszutesten.... Nur mit der Haarfarbe hadere ich noch... ;-)

Kommentar: Bärbel am Fri, 24 Nov 20:36 Uhr

Ich nochmal: Ich denke, Modefotografie mit mehr Pep folgt zum einen dem Trend, den Modemagazine schon seit Jahrzehnten setzen, und immerhin kann man das Kleidungsstück noch gut erkennen, was ja wie gesagt nicht immer so ist.
Ich vermute, Burda muss sein altbackenes Image mal aufpolieren. Denn kurioserweise hat sich die Meinung, dass Burda ältliche Mode zeigt, in den Köpfen festgesetzt. Das war bei mir ebenso, bis ich mich etwas näher mit dem Magazin beschäftigt habe.
Erst vor ein paar Tagen hatte ich ein Gespräch mit meiner Tante. Sie fragte mich, ob ich alte "Brigitte"-Schnittmusterhefte haben wolle. Auf meine Frage, ob sie auch alte Burdas hätte, meinte sie nur "Die habe ich alle weggeschmissen, die haben doch keinen Pep". Die Frau ist um die 60! Und sogar sie denkt, Burda macht langweilige Mode!!!!!
Nachdem ich nun dieses Jahr wieder regelmäßig lese, sehe ich das ganz anders. Aber das muss sich bei den Deutschen erst mal rumsprechen.
Vielleicht verrenne ich mich da auch. Da ich mich erst seit kurzem damit auseinandersetze, habe ich keinen langfristigen Überblick.
Mein aktuelles Fazit lautet: mehr Pep bei Burda, und das ist in diesem Heft gut gelungen. Und die verschiedenen Fotostrecken haben ja unterschiedliche Stile und Themen, so ist für jeden was dabei. Ich sag nur Seite 21 ;-)
Mein persönlicher Ausrutscher ist das Titelbild, aber nur, weil ich eine emotionale Abneigung gegen rechts-links Asymmetrie habe. Geschmackssache halt. Das kann so modisch sein wie es will, da streike ich. Aber beim Titel geht es mir um den Inhalt, nicht um die Form, also das nur am Rande.
Bärbel

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