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Freitag, 31. August 2007

mein Frauenblog

Wie lange bin ich nun schon online? Rund 10 Jahre. Damit gehöre ich nicht zu den Ersten, aber immerhin war ich recht früh dabei. Und ich weiss, wie viel sich verändert hat, in der digitalen Welt, seit man mit chhhrrrrrr und piiieeeep per Dampfmodem online ging. Nie werde ich vergessen, wie sich die ersten, nicht auf meinem PC gespeicherten Seiten vor meinem erstaunten Auge aufbauten. Sehr langsam versteht sich. Es war wie ein Wunder! Da steht etwas, was ich weder per Diskette (Was ist eine CD?) noch anderweitig in meinen Rechner eingegeben habe! Wahnsinn, und was da alles stand: Von Website zu Website sprang ich ohne Plan und Ziel, und hatte das Gefühl die ganze Welt breitet sich vor mir aus.

Wenn ich bedenke, wie beschränkt das Onlineangebot damals noch gewesen sein muss. Ich hätte nie und nimmer Infos von meinem Lieblingsschauspieler bekommen, denn der ist weniger bekannt. Heute dagegen, kein Problem: Der schönste Mann in den 70ern. Und ihr wisst selbst, dass es nun wohl nichts mehr gibt, was es nicht gibt in den virtuellen Weiten des Internet.

Aber ich sehe immer öfter, dass ich nichts mehr sehe. Blogs schiessen aus dem Boden, und in vielen davon steht nicht mehr als ein Link zu einer Produktseite, mit der Anmerkung wie toll dieses Produkt sei. Ist ein Blog nicht ein Tagebuch? Ich bin wohl ein Dinosaurier. Alt fühle ich mich auch, wenn ich Blogs lese, in denen es um Internet und Co geht, um Webinhalte, Features, Technik, E-Commerce und Developing. Manches erschließt sich mir nicht mehr. Bin ich zu alt und langsam? Alt sein bedeutet ja nichts Negatives, eigentlich. Denn... wer will schon jung sterben? Also wollen wir alle alt werden, gell? Doch meine alte Art zu denken deckt sich nicht mit dem atemberaubenden Tempo von Bits und Bytes.

Das sehe ich täglich an meiner Tochter. Wenn sie surft, komme ich nicht mit. Für "junge" Leute gibt es Webinhalte, deren Sinn sich nur Spaßvögeln erschließen. Zum Glück bin ich einer, und versuche mitzumachen. Sehr zum Leidwesen meines Babys, sie hasst es wenn ich mich zum Beispiel in Studentenforen rumtreibe. Dann mache ich es erst recht, gleiches Recht für alle! Aber ich versuche mich auch zu bescheiden, und habe mich vorgestern in die Ecke der Mütter getrollt, da gehöre ich hin. Oder? Wenn ich Studentenforen und Mütterportale miteinander vergleiche, scheint die natürliche Mutterschaft aus einem vielseitigen und lebenslustigen (weiblichen) Menschen eine Futter- und Putzmaschine zu machen. Schluß mit lustig, der Ernst des Lebens beginnt, die Party ist vorbei und Mama wird endlich erwachsen. Das ist mir zu langweilig.

Aber wo gehöre ich hin? Nicht zu den Studenten (das war ich vor 20 Jahren mal) und nicht zu den Mamas, die nur Babybrei und Windeln im Kopf haben. Und wenn ich mich so im Stillen frage, wo mein Happy Place im Internet ist, dann komme ich hierhin und schreibe es mir von der Seele. Ja merkst Du was?  Dieses dusselige Blog, als eines der zahlreichen Versuche gestartet, mal was Neues auszuprobieren, hat sich bei mir etabliert. Und wenn ich Selbstgespräche führe (was 16 Stunden täglich vorkommt, 8 Stunden schlafe ich) dann verlaufen diese oft im Blog-Ton. Warum auch nicht, my Blog is my castle... oder so. Nur im Vergleich zur Burg verrammelt man sich nicht hinter dicken Türen. Nein, man macht einen Seelenstriptease, Tag für Tag, manchmal auch seltener. Und das tun Junge wie Alte. Wenn einem sonst keiner zuhört?

Und weil ich nun mal bei Burda blogge, und alle anderen Blog-Tests im Sande verlaufen sind, habe ich heute beschlossen, aus meinem Näh-Blog ein Frauenblog zu machen. Mit allem was Frauen interessiert, vor allem eine Frau: mich! Was euch interessiert, da kann ich nur spekulieren und lasse es lieber.

Ihr schafft es immer wieder bis unten hin zu lesen, Respekt! Auch wenn ich nun mein Blog völlig in den Dienst meiner verqueren Gedankenwelt stelle, und hoffe dass Burda mich nicht rausschmeisst, bleibt dieses unangenehme Gefühl in der atemlosen Hetzjagd des Internets zu einer Mumie zu vertrocknen. Warum? Ich sehe im Internet die grösste Ansammlung von Wissen unserer Zeit. Aber das ist es längst nicht mehr. Es ist eine Geldmaschine. Warum auch nicht, man muss ja nichts kaufen. Und manchmal wird Geld gemacht mit guten Ideen. Das hier hat mir viel zu denken gegeben: Burda  Ich habe viele Stunden seitdem gesurft, um herauszufinden, was Burda noch macht, ausser uns Blog-Fraggles diesen Platz anzubieten (für Seiten-Traffic versteht sich). Ich war ziemlich erstaunt, was Burda so alles treibt, bis hin zu Online-Spielen im Manga Genre wird Kohle gescheffelt. Wir Blogger, Leser, Schneider und Hausfrauen sind nur ein Byte im Datenmeer, nicht einmal ein Tropfen auf dem heissen Stein. Aber ändern kann ich das nicht.

Oder vielleicht doch. Ich propagiere die Langsamkeit! (Scherz) Und habe auch gleich das passende Foto dazu aus Omas Garten. SO frißt man heute eine Blume (wenn man eine Schnecke ist). seht ihr? Geht doch! Langsam kommt auch ans Ziel.

 

 
 
 
 

 

Geschrieben von snowwhite um 09:06 Uhr in Gedanken

Donnerstag, 30. August 2007

Haus und Garten

Nachdem ich festgestellt hatte, dass einige der Garten- und Wohnzeitschriften, die ich mir im Kaufrausch zugelegt hatte, aus dem Hause Burda stammen, habe ich keine Hemmungen mehr, hier im "Mode"-Blog nun auch meinen gärtnerischen Werdegang festzuhalten. Und weil es immer mehr zu erzählen geben wird, über "Haus und Garten", habe ich eine neue Blog-Rubrik angelegt. Besser ist das.

 

Da das Renovieren der Wohnung Vorrang hat, muss das Grünzeug warten, schnüff. Aber immer wenn ich mal ein paar Stunden abzwacken konnte, hab ich gebuddelt und gegraben, Pflanzen adoptiert und eingesammelt. So habe ich in den 2 Monaten, die wir hier in Oma ihr klein Häuschen basteln, immerhin schon 6 Büsche samt Wurzel ausgegraben, einen Rhododendron komplett versetzt, 10 Rosensträuche eingepflanzt, einen Buchsbaum aus dem Friedhofs-Grünabfall "gerettet", 2 Blumenbeete angelegt, abgeknabberte Nelken geschenkt bekommen, Phlox umgesetzt, ebenso Gräser und Farne, einen Lavendel und 3 Erika in den Boden versenkt und diverse Pflanzen neu ausgesät.

Ach ja, und einen kleinen Kräutergarten angelegt, mit Sitzplatz, darin wächst Petersilie und Kerbel, die einer Freundin als Deko dienten und nun meinen Kochtopf erfreuen, Pfefferminz als Geschenk des Nachbarn, irgendein Grünzeug das ich noch nicht genau bestimmen konnte und Thymian. Der Rosmarin bekam einen eigenen Platz im Garten. Eh.... interessiert das überhaupt jemand? Hihi, ich glaube kaum. Dennoch muss ich es hier verwursten, denn auch wenn ich viel zu wenig Zeit für´s Haus und mein Blog habe... der Garten will Aufmerksamkeit. Der Rasen ist sowieso schon hoffnungslos gewuchert, aber ich finde das hat etwas wild-romantisches, also passt es ins Bild. (Klarer Fall von "Schönreden", kicher)

Und um meinen grünen Daumen nun auf eine erste kleine Probe zu stellen, hat mein Onkel, der nebenan wohnt, mir für ein paar Wochen welche er im Urlaub weilt, die Aufsicht über seinen Garten gegeben. Neben den Millionen Zierpflanzen, die er seit Jahrzehnten gepäppelt hat, hat er 2 Gewächshäuser und einen Gemüsegarten. Und den darf ich jetzt ratzeputz leerfressen, hehe. Onkel wird denken, er hätte eine Schneckenplage gehabt, wenn er heimkehrt. Bärbel nebst Familie haben alles verspeist!

Vorgestern musste zum Auftakt eine Schlangengurke dran glauben, gestern waren 2 Kohlrabi dran und heute gab es Nudeln mit selbstgemachter Tomaten-Soße. Die Kräuter dazu kamen zum Teil aus meiner eigenen Produktion (stolz bin) und aus Onkels Gewächshaus. Ein halbes Glashaus ist voller Basilikum! Seit ich dereinst auf einem Balkon vergebliche Versuche unternommen hatte, dieses dumme Kraut zu züchten, habe ich hohen Respekt vor jedem Pflänzchen. Die wachsen so langsam! Ich traue mich kaum, sie meinem Onkel wegzufressen. Irgendwann trinke ich mir Mut an und mache Pesto... das wird eine Basilikum-Orgie!

Und weil ich absolut null Ahnung habe, welch seltsam geformte Tomätchen ich heute herzlos abgerissen habe, hier ein kleines Bild für euch, vielleicht wisst ihr warum die großen Tomaten eine so seltsame Form haben.

 

tomatenmitbasilikum

 

Die Dinger waren etwas schwierig zu schälen (nachdem ich sie mit kochendem Wasser gefügig gemacht hatte natürlich, so schlau bin ich auch), weil die Schale so tiefe Rillen hat.

Nun, das Ganze ist immer noch recht unkreativ, sorry Leute. Aber ich mache Fotos wo immer ich kann, um den Werdegang von Omas Haus festzuhalten, Gemüsebeete eingeschlossen. Ich habe eine recht genaue und sehr umfassende Vorstellung, wie Haus und Garten einmal aussehen sollen. Drum finde ich es nicht sinnvoll, hier immer wieder die "Zwischenstände" zu zeigen. Ein Kleid nähe ich an einem Tag, die "Making-of"-Fotos eingeschlossen.

Doch ein Haus und einen großen Garten... das wird ein Projekt für die nächsten Jahre. Und ein "Vorher-Nachher" Effekt braucht mitunter Monate. Dies nur als Entschuldigung, warum ich hier nichts wirklich Interessantes liefere. Knubbelige Tomaten sind jedenfalls nicht wirklich wichtig, aber lecker! Eure Bärbel "Babbel" Born 

Geschrieben von snowwhite um 22:43 Uhr in Haus und Garten

Montag, 27. August 2007

Oma ihr klein Häuschen 3

Wir sind umgezogen!

Letztes Wochenende war es soweit. Mein Mann, mit einem leichten Anflug von Größenwahn, hatte einen Umzugswagen gemietet mit einer Hebebühne. Wenn schon umziehen, dann mit Komfort. Und ich dachte noch "Das Ding bekommen wir niemals voll". Aber was soll ich sagen? Wir haben es vollbekommen. 1,5 Mal.

Nun sitze ich hier zwischen ca. 40 unausgepackten Kartons, zwischen nicht fertig angemalten Wänden, einem provisorisch aufgebauten PC und stelle fest, dass ein Zuviel an Eierlikör keine gute Laune, sondern Übelkeit verursacht.

Doch zwecks Selbstmotivation schreibe ich von nun an auch die kleinen Erfolge hier in mein Blog. Und die hatte ich heute: Einer meiner alten und schäbigen Weichholz-Schränke erhielten eine Verjüngungskur, und DAS habe ich heute geschafft: Aus alt mach noch älter. Denn wie ich neulich im Internet gelernt habe, ist der "neue" Landhaus-Stil, den ich früher mal instintiv als "skandinavisch" bezeichnet hätte, nix anderes als der letzte Schrei und heisst völlig unromatisch "shabby chic", was soviel wie "schäbiger Chic" bedeutet.

Schäbig? Gemeint ist ein Stil, in dem Möbel und Deko-Gegenstände aussehen, als wären sie uuuuuuuralt. Aber gekonnt uralt, bitteschön. Nicht wirklich schäbig, man muss sehen, dass das Möbel von kundiger Hand auf alt getrimmt wurde. Das klingt blöde, und das ist es auch. Aber ich konnte mich dem Trend nicht entziehen, denn ich liebe alte Dinge, sogar wenn sie nur alt aussehen.  Warum auch immer.

Ich habe lange nach der geeigneten Farbe gesucht, um aus meinem billigen Weichholz-Landhausmöbel-Imitat ein "shabby chic" Kunstwerk zu machen.  Heute habe ich dann den Pinsel gschwungen, muss aber mal wieder Bilder schuldig bleiben, da die Fertigstellung in der Dunkelheit von statten ging. Ich habe nun einen weiss lasierten Küchenschrank. Doch dieser ist nur die Leinwand, auf der ich malen möchte. Bleibt abzuwarten, wann das Kunstwerk weitergeht. Heute nicht mehr. Morgen auch nicht. Aber Fotos mache ich bestimmt bald, ganz bestimmt übermorgen. 

Geschrieben von snowwhite um 23:31 Uhr in Privates

Freitag, 24. August 2007

Trümmerfrau & Viktoria 2007

Mir wird es niemals langweilig. Denn das Leben hat fast täglich eine Überraschung für mich. Mal eine, auf die ich gut verzichten könnte (so wie die zusammengebrochene Mauer diese Woche) und mal eine, die mir Stoff für Bücher geben könnte... wenn ich welche schreiben könnte.

Gestern wurde ich zur Trümmerfrau, und das war nicht meine Idee, sondern die von allen Nachbarn, die vorbeikamen. In letzter Zeit renne ich ja nur noch mit Kopftuch herum, weil ich meinen Pony rauswachsen lasse, und sonst nichts mehr sehen kann. Und weil all die schönen Ziegelsteine beim Abriss der Mauer in einen Schutt-Container gewandert sind, stand ich den gestrigen Tag in selbigem, mit Hammer und Schubkarre und Kopftuch, um aus dem ganzen Müll die heissgeliebten Steine rauszukloppen.

Nun, fragt ihr euch gewiss, warum kann man Steine lieben? Nun, sage ich euch, diese Steine sind nicht einfach Steine. Mein Onkel hat gestern das Alter der vergammelten Wand auf gut und gerne 200 Jahre geschätzt. Und das bisschen Lehm, welches noch in die Wandeingearbeitet war, war bestimmt genauso alt. Doch im Laufe dieser Jahre wurden Teile der Wand ausgemauert, und dabei kamen Ziegel zum Einsatz, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Manche sind aus groben, porösen Gestein, andere sind eher tönern und ganz krumm. In einigen sieht man das eingearbeitete Stroh, und wieder andere scheinen aus Mörtelresten zusammengepappt zu sein.

Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass einige der Ziegel ein längst verstorbener Vorfahr von mir eigenhändig geformt und gebrannt hat. Und wenn nicht er, dann hat er sie auf jeden Fall eingemauert. Als mein Großvater geboren wurde, stand die Mauer schon. Und wäre diese böse Bombe im WW2 nicht auf das Haus gefallen.... wäre mehr erhalten geblieben als nur diese eine Wand.

Nun, ihr versteht jetzt gewiss, dass man DIESE Steine nicht wegwerfen kann, oder? Also hab ich sie "gerettet". Und als ich so beschaulich vor mich hinklopfte (mein Arm tut immer noch weh) kamen Onkel und Nachbarn des Weges. Und jeder ergötzte sich an dem urkomischen Scherzchen "Die Bärbel als Trümmerfrau, hahaha". Und ich WETTE, da guckt oben einer zu!

Ich will mich nicht auf eine Stufe stellen mit den hart arbeitenden Frauen im Nachkriegsdeutschland. Nach einem Tag Steine kloppen ist mein rechter Arm nur noch "aua", wie mögen sich die Frauen in den ausgebombten Städten wohl gefühlt haben? Steine kloppen aus der Not geboren, das ist mir erspart gelieben. Ich habe den Luxus, diese Steine aus "Spaß" zu bergen, aus Sentimentalität. Die schmutzigen Klamotten kommen in die Waschmaschine und dann ab in den Trockner. Sauber werde ich unter der Dusche. Wieviel leichter ist mein Leben, im Vergleich zu einer Trümmerfrau? Ich musste immerzu daran denken, als ich im Schutt gewühlt habe. Aber ich habe meine Steine. Wenn ich eine Idee habe, was ich damit tun kann..... dann zeige ich es euch.

Noch eine historische Figur möchte ich aus der Versenkung ziehen: Queen Viktoria. Sie prägte - wie wir alle wissen - das viktorianische Zeitalter. Und aufgrund ihrer Lebensumstände wurden düstere, fast traurige Farben "en vogue", denn sie trauerte (so die Historiker) ihr Leben lang um ihren früh verstorbenen Gatten. Und weil damals die Königshäuser die Modetrends vorgaben, war Prüderie und Zurückhaltung angesagt. Und gedeckte Farben, im Grün-Rot-Spektrum.

Daran musste ich sofort denken, als ich die neuen Kinderkleider in der aktuellen Burda sah. Viktoria!

 

Kindermode Burda 09/2007

 

Das ganze Styling hat was von 1850-1900, eventuell auch bis 1920, was Kindermode angeht bin ich nicht so bewandert, ich entscheide das aus dem Bauch heraus. Auf jeden Fall sind die Farben sehr gedeckt, was ich untypisch für Kinderkleidung finde. Und ich würde meine Kinder auch niemals nicht mit sowas einkleiden.

Ja, warum finde ich die Sachen dann so schön? Weil ICH die haben will, in meiner Größe. Ich dachte gleich "hey, mach ich ein Projekt draus". Quasi "Kindermode in Erwachsenengröße" oder so. Aber angesichts der diversen Projekte, die ich niemals fertig bekommen habe, will ich nicht das Maul schon wieder aufreissen. Kommt Zeit, kommt Rat. Ich behalte das im Auge. Kleid, Unterrock und Jacke in meiner Größe zu machen, wäre nicht das Problem. Der Stoff schon eher, denn ich kann ja nicht einer gewissen Blognachbarin den Stoff-Vorrat klauen. ;-)

Wenn ich meine von der Renovierung arg strapazierten Finanzen wieder ins Lot gebracht habe, statte ich meinen beiden Lieblings-Stoffgeschäften mal einen Besuch ab, mit der Burda in der Hand. Ich war auch etwas traurig, dass die Stoffe der Kindermode nicht von Burda mit der Bezugsquelle verlinkt wurden, aber bisher habe ich ohnehin noch keinen der Alfatex-Stoffe bestellt, aus denen die erwachsenen Modelle gemacht wurden, also kann ich hier auch gut drauf verzichten.

Findet noch jemand die Kinderklamotten in der Burda 9/2007 so schön? Oder bin ich mal wieder alleine neben der Spur? Viele der Gothic-Fans lieben ja die viktorianische Mode, aber dieses ewige Schwarz geht mir echt langsam auf den Keks.

Eure Bärbel 

Geschrieben von snowwhite um 10:23 Uhr in Privates

Mittwoch, 22. August 2007

Mauern, Wände und Burda

Ja, fragt ihr euch, was haben die Dinge, die ich im Titel nenne, denn alle miteinander zu tun? Heute eine ganze Menge. Zunächst begann der Tag beschaulich mit dem Vorhaben (mal wieder) die Küche nun endlich zu streichen. Kaum den Pinsel in der Hand kamen Maurer, Papa und eine Wagenladung voll Ziegelsteine. Beim Umladen der tonnenschweren Dinger kam "unser" Postbote des Wegs, in der Hand die neue BURDA!!!!!!!

Ich war mir nicht sicher, ob die Adressumstellung geklappt hatte, die ich per email getätigt hatte für mein Abo, aber offentlichtlich habe ich mir umsonst Sorgen gemacht, hat tadellos geklappt! Und der Postbote war ebenfalls guter Dinge, denn er hatte den Blogeintrag gelesen, in dem ich unsere erste Begegnung beschrieben hatte. Ich hab alles richtig wiedergegeben, puh.

Bis ich meine neue Burda endlich in die Hände bekam, musste die Küche fertig gestrichen werden, eine zweite (!) Wagenladung Steine abgeladen und die erste Ladung der doofen Steine in den Raum getragen werden. Na gut, ich erzähle das um ein wenig Mitleid zu heischen.

Endlich die Burda in den Fingern bin ich gleich geschockt von LILA! Meine Tochter war begeistert! Ein Fall von Geschmackssache. Und jetzt folgt ein grosses LOB: Die BurdaModen wirkt seit einigen Monaten auf mich irgendwie.... anders. Angesichts der absolut gelungenen Strecken fliegt ein Finger zum weiterblättern um so schneller über Lifestyle, Reisetipps und Beautyseiten hinweg. Und was die niegelnagelneue Mode diesen Herbst hervorbringt ist mir sowas von schnurz, habe und hatte ich ja schon immer eine etwas andere Auffassung von Mode.

Aber die Modelle sind diesmal wieder innovativ gelungen! Bei den Retro-Schnitten werde ich meine 60er Jahre Burdas mal checken, aber auch wenn es die gleichen Schnitte sein sollten... wer hat die schon im Fundus? Ich hab sie ja von meiner Aud geschenkt bekommen und bin ewig dankbar dafür. ;-) Abgesehen vom Retro-Gag mit aufgewärmten Schnitten... die SIND nicht wie damals, die haben Pep! Hier eine Falte, dort eine kurvige Naht für die Passform...

Manche Schnitte bekommen deshalb bei mir eine Note eins! Wobei mir einfällt, dass ich dieser Tage auf der Website abstimmen gehen kann, denn nun kann man ja auch die Heft-Schnitte bewerten. Die Schnitte wirken auf den ersten Blick konservativ, aber kleine Besonderheiten in der Schnittführung fordern mein Schneiderhirn heraus! Ich muss diese Burda mal in Ruhe auswerten, wenn der Umzugskram vorbei ist. Nähen will ich mir so einiges daraus.

Große Augen bekam ich bei den PLUS-Modellen, und wenn ich mal wieder Zeit zum Nähen hab versuche ich die Größen 44 ein klitzekleines bisschen kleiner zu nähen. Passen würden sie mir zwar, aber ich will ja wieder abnehmen (wie eine Million anderer Frauen). 

Doch mein abolutes Highlight in diesem Heft: Die Kindermodelle! Die Jacken und Kleidchen waren bei mir Liebe auf den ersten Blick, als ich die Seite aufschlug. Ein wenig wurde ich an die Mode der Firma Gudrun Sjöden erinnert, bei denen ich vor vielen jahren mal recht viel Geld gelassen habe. Eins der Mädchenkleider ist fast identisch mit einem weinroten Woll-Kleid in meinem Kleiderschrank, welches ich seit laaanger Zeit nicht mehr getragen habe. Sollte ich wohl wieder rausholen, aaaber..... das ist KINDERMODE? Da komme ich mir so albern vor, in Klamotten rumzulaufen, wie sie für Schulmädchen propagiert werden. Aber diese Rüschen...diese viktorianischen Farben... genau meins. (Und endlich mal nicht diese quietschbunten Blumenmuster für die Kinder, im nächsten Heft wird es wieder bunt, oh Graus)

Ein knuffiges Extra für mich gab es auf Seite 60 der September-Burda: Mich. Haha, im Miniformat gleich neben der lieben Sonnenschein. Das ist nun meine verpasste Chance: Einmal im Leben wollte ich vom Postboten eine Burda bekommen, und aufschlagen und sagen: "Gucken Sie mal, das da bin ICH!". Mitten im Ziegelschleppen ist mir das durchgegangen. Mist.

Und weil Ma-San so lieb gefragt hat, und weil die Digicam endlich wieder lebt, und weil diese Mauer so ein ulkiges Bild ist: Hier ein Bild von HEUTE MORGEN. 

So sah die Wand heute morgen aus, oben links noch ein letzter Rest mit verputztem Lehmzeugs und die letzten alten Balken, heul. Die Holzlatten im Bild sind die AUSSENverkleidung!!!! Da man sie nun quasi "von hinten" sieht, bedeutet: Die Wand ist weg!

 

Hauswand

 

Mittlerweile ist dort eine neue Wand. Und die Küche ist auch endlich frisch gestrichen. Beim malen waren natürlich unsere Katzen zugegen, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Als beide gemeinsam zuschauten, und ich loslief um die Kamera zu holen, hat sich jeweils eine von Ihnen verdrückt. Die kleinen Biester wissen ganz genau, wie sie uns foppen können ;-) Erst der rote Kater "Möhre" beim streichen:

 

katze beim streichen

 

Dann die schwarzgefleckte "Ruby", weiter unten:

 

katze beim streichen

 

Ich wollte euch vom heutigen Tag noch so viel erzählen, aber erstens ist er ja noch nicht zu Ende (15:40 Uhr), und zweitens muss ich jetzt den Computer abbauen. Gleich neben mir soll eine Wand verputzt werden, und das geht nun mal nicht wenn der Rechner noch davorsteht.

Ich hab euch lieb, Bärbel

Geschrieben von snowwhite um 14:37 Uhr in Burda

Dienstag, 21. August 2007

so viele Hobbys, so wenig Zeit

Hat jemand einen Tipp, wie man aus 24 Stunden mehr machen kann? Das Drachenfest zog mit Windeseile an mir vorüber, da waren schon Pflaumenernte, Pfirsichernte, Gartenbuddeln, Malerarbeiten, Fußboden legen und Wände mauern angesagt.

Thema Drachenfest: Ich hab einen bösen Feind mit dem Pfeil erlegt! Ich bin so stolz. Schaut euch das Schlachtengetümmel mal an: Endschlacht auf dem Drachenfest. Ich war da irgendwo mittendrin, aber gesehen hab ich mich noch nicht.

Und kein Tag bringt, was man ihm abverlangt. Jedes Loch in Oma ihr klein Häuschen, das wir stopfen wollen, reisst 3 neue auf. So heute: Ein Maurer kam, um eine Wand zu verputzen, wie putzig. Als er das lockere Mauerwerk abschlagen wollte, kam ihm die halbe Wand entgegen. Fazit: Nun ist die ganze Wand weg, bis auf einen halb verfaulten Stützbalken. Morgen wird der allerletzte Rest Fachwerk samt Holz und Lehm entfernt, und das Haus ist eins wie jedes andere. Und ich sag mal so: Bis heute WUSSTE ich nicht einmal, dass da noch eine Wand mit Balken und Lehm war!

Ich hatte auch Besuch von unserem Postboten, der mich fragte, wo man "seine Geschichte" im Internet lesen könne? Hier, hehe. Man muss nur nach meinem Namen plus Postbote googeln und ein paar Tage runterscrollen, da hat man es schon!

Ach, genug gejammert. Endlich habe ich das Ladekabel der Digicam gefunden, und der Akku lädt schon, dann kann ich euch endlich mal ein paar Bilder zeigen, von Oma ihr klein Häuschen, wie es sich monentan verändert. Geknipst habe ich schon viel, aber mit leerer Batterie will sich das nicht uploaden lassen, doofe Technik.

Im Moment lese ich auch nicht die Blognachbarn, ich hole das alles nach, versprochen! Ich hab null Ahnung, wann der Kongress in Aachen ist (ist einer?), wann das nächste Nähbrunch ist (ich lese die mail nicht, denn ich weiss nicht ob ich es schaffe, heul) und überhaupt hat der Tag viel zu wenig Stunden! 24 reichen einfach nicht!

Da ich wie eine Verrückte Gartenzeitschriften lese, auf der Suche nach Erleuchtung für meinen nicht vorhandenen grünen Daumen, bin ich sogar schon mehrfach über den Verlag Aenne Burda gestolpert. Und über eine inhaltliche Wiederholung in zwei verschiedenen Publikationen, da muss ich nachhaken.

Und es brennt mir unter den Nägeln, meine NäMa endlich in Betrieb zu nehmen! Samstag ist Umzugstag. Da kommt sie "heim"! Endlich! Ob ich es schaffe, drumherum so viel Platz zu machen, dass ich sie auch benutzen kann, das steht in den Sternen. Und die konnte ich noch nie lesen.

Ich hab schon ein bisserl auf ebay gesteigert für die neue Bude: Erdbeerstoff. Denn die Küche bekommt das Oberthema "Erdbeeren". (Ich bin gespannt wie viele Leute Google jetzt hierhin schickt, lol) Ich habe bereits seit 3 Jahren, in denen ich in Solingen eine lindgrün gestrichene Küche hatte, überlegt was man an die Tapete schablonieren könnte. Hab ich ja erzählt. Erdbeeren. Warum? Nun, ich liebe grün (Hallo Tochter von Ma San) und will es auf den Wänden grünen sehen. Aber was malt man in eine Küche? Efeu? Nee, das "wächst" im Flur und Wohnzimmer. Gemüse? No way! Obst, Früchte? Schon eher, aber welche. Kirschen sind so......rot. Und sagen "Sommer". Beerenobst wie Brombeeren und Himbeeren findet man oft als Schablone, aber die sind so auf den Spätsommer festgelegt.

Ja, werdet ihr jetzt sagen, Erdbeeeren gibt es doch auch nur im Frühjahr/Sommer. Nun ja, was ist schon perfekt? Immerhin bedienen Erdbeeren das Farbschema Rot-Grün, und eben DAS will ich immer in der Weihnachtszeit haben. Und Erdbeeren gibt es ja auch schon das ganze Jahr über. Also.

Hab ich mal erwähnt, dass ich die Leichlinger Erdbeer-Königin war? (Ich glaube oft genug, hehe) Dann passt das ja doppelt: Rot-Grün für alle Jahreszeiten, und die Frucht als Symbol meiner Heimatstadt für schöne, alte Erinnerungen. Und als ich heute so in meinem Stempelfundus wühle, um Etiketten für die vielen Marmeladen- und Einmachgläser zu basteln, die ich heute kennzeichnen musste... da fallen mir massenhaft Erdbeer-Stempel in die Hände.

Was soll ich sagen? Ich hab zwar gaaaar keine Zeit, aber ich bastele was das Zeug hält. Und sei es nur in meiner Phantasie, für zukünftige Taten. Kreativ mit süßen Früchten bin ich jetzt schon: Ich habe drei Varianten mit Pflaumen ausprobiert (Kuchen, Mus, in Rotwein eingeweckt) und heute stellte ich experimentell fest, dass Pfirsichmarmelade mit frischem Rosmarin absolut phantastisch schmeckt. 

Und an meinen lieben Postboten: Wenn wir demnächst Möbel bestellen, dann werden die von einer Spedition gebracht.

Bis die Tage, eure Bärbel 

 

 

Geschrieben von snowwhite um 21:19 Uhr in Privates

Dienstag, 7. August 2007

Was zum gucken und lachen

Nu sind se alle wech, meine Schotten. Heute morgen um 7 Uhr (!) kam ein Konvoi auf unseren Hof gefahren, holte einen vollbeladenen Hänger ab und entschwand Richtung Drachenfest.

Man erinnert sich? Drachenfest, der Ort wo Legenden geboren werden, Helden kämpfen und Frauen sich noch wie Frauen geben dürfen. (mit langem Rock!) Im letzten Jahr habe ich euch ja wochenlang damit zugetextet, und für alle, die das nicht gelesen haben: Das Drachenfest ist ein Larp-Event, bei dem mit mehreren Tausend Teilnehmern 5 Tage lang gelarpt wird. Was larpen ist: Link rechts anklicken und 3 Wochen Urlaub nehmen, zum Lesen.

Die Kurzfassung: Larp=Live Acting Roleplay, in Verkleidung jemand anders sein. Kämpfen ist optional, ich habe dieses Jahr einen Bogen mit 3 Gummipfeilen. Und wenn ich dann damit "Orks töte", dann heisst das, ich schiesse mit den Gummipfeilen auf die, wenn ich sie treffe lassen sie sich fallen und tun so als wären sie ganz schrecklich verwundet.

Ob die das merken, wenn sie von Gummipfeilen getroffen werden? Ja, das tut nämlich echt weh! Wenn ICH schiesse (teuflisches Grinsen)

Und warum erzähle ich das alles? Weil das diesjährige Drachenfest morgen beginnt. Und mein Schottenclan ist dabei! Anreisetag ist normalerweise Mittwochs, aber da der Hänger mit Tischen, Stühlen, Betten und Zelten für 25 Mann und Frau schon seit Tagen gepackt auf unserem Hof stand, fuhr ein Teil der Truppe heute schon hin. Im Regen, die Ärmsten.

Mit von der Partie unsere knuffelige Aud, die viele Hobbyschneider ja kennen werden. Und weil ich mir heute ein neues Headset gekauft habe (das alte war hinüber) konnte ich ein Video probehören, in dem Aud und Bärbel und der ganze Clan mitspielen. UND weil Aud heute morgen zum Drachenfest gefahren ist, und meinen fiesen, miesen Verrat erst frühestens am Sonntagabend sehen kann, zeige ich euch einen kleinen Vorgeschmack auf das Drachenfest, gefilmt beim Clanzelten in dem Garten meiner Oma, vor ca. 3 Wochen. Wir hatten dieses Zelten ewig geplant und vorbereitet, und dass meine Oma kurz davor verstarb war ein wenig schade, aber sie hätte sowieso nix mehr davon mitbekommen. Vielleicht hat sie es "von oben" gesehen. Alle Nachbarn zumindest haben es gehört, denn wir waren laut genug.

Überzeugt euch selbst: Unser Clanlied.

Der Text geht in etwa so: Wir sind Schotten, wir sind stolz, sind geschnitzt aus hartem Holz, steh´n im Kampfe unsern Mann, was immer kommen kann. AYE! Uns´re Schwerter, sprechen Reeeecht, keiner macht uns je zum Knecht, weil wir eng zusammen steh´n, denn wir sind die MacMahoons. AYE!

Den Rest könnt ihr selbst raushören. Viel Spaß beim gucken. Und Aud: Ich muss doch was ins Blog tun, wenn ich Freitag nachkomme. Sonst ist es so still hier. Unschuldiger Augenaufschlag.

Aud ist die links neben mir, ich bin die mit rotem Mieder und der sehr nette und hübsche Kerl rechts neben mir ist leider nicht meiner, mein Silberpudel geht irgendwann mal hinter mir durchs Bild. Der langhaarige Schnucki ist leider viel zu jung, aber anfassen ist erlaubt....... /images/emoticons/mozilla_laughing.gif

Bis nach dem DF ( Drachenfest ), eure Bärbel 

Geschrieben von snowwhite um 17:03 Uhr in Larp

Montag, 6. August 2007

Häuschen-Lust, Häuschen-Frust

Gestern hatte ich ein absolutes Erfolgserlebnis: Gegen 22:06 Uhr Ortszeit ging mein Rechner in Omas Haus online. Und ich kapier es immer noch nicht ganz. Die Telefonleitung hängt hier am Haus, seit ich zurückdenken kann. Ein altes, gammeliges Kabel. Mit nem noch gammeligeren Kasten an der Hauswand. Das geht durch ein olles Loch nach drinnen, wo es schon seit...äh.... 40 Jahren oder so rauskommt. Und jetzt....jetzt....jetzt kommt die ganze weite www-Welt da durch. Mit 2 Computern, bald auch wieder drei. Wie das nur geht? Ich habe keine Ahnung.

Und ich mache beim Renovieren und Gartenumgraben immer brav viele Bilder, denke dabei auch euch und stelle mir vor, was ich dann im Blog dazu schreibe. Immer schön kreativ, gell? Aber was soll ich sagen? Nun habe ich die Cam, das Ladegerät, den PC und das Internet in Oma´s ihr klein Häuschen geschleppt, aber den Chipkartenleser, den ich brauche um Bilder in den PC zu bekommen, der liegt noch in der alten Wohnung. Habt ein bisschen Mitleid mit mir. Und Geduld. Ich zeige euch meine Malerarbeiten so bald wie möglich, und hoffe irgendjemand da draussen kann was davon lernen, wird inspiriert oder hat was zu Lachen.

Morgen, vielleicht auch übernorgen. Ganz bestimmt aber bald. Wie immer. Ich denk an euch. Bärbel, in Oma´s Häuschen und durch das alte Kabel.

Geschrieben von snowwhite um 23:14 Uhr in Privates
   

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