Freitag, 31. August 2007
mein Frauenblog
« Haus und Garten | Hauptseite | Kreativität muss fliessen »Wie lange bin ich nun schon online? Rund 10 Jahre. Damit gehöre ich nicht zu den Ersten, aber immerhin war ich recht früh dabei. Und ich weiss, wie viel sich verändert hat, in der digitalen Welt, seit man mit chhhrrrrrr und piiieeeep per Dampfmodem online ging. Nie werde ich vergessen, wie sich die ersten, nicht auf meinem PC gespeicherten Seiten vor meinem erstaunten Auge aufbauten. Sehr langsam versteht sich. Es war wie ein Wunder! Da steht etwas, was ich weder per Diskette (Was ist eine CD?) noch anderweitig in meinen Rechner eingegeben habe! Wahnsinn, und was da alles stand: Von Website zu Website sprang ich ohne Plan und Ziel, und hatte das Gefühl die ganze Welt breitet sich vor mir aus.
Wenn ich bedenke, wie beschränkt das Onlineangebot damals noch gewesen sein muss. Ich hätte nie und nimmer Infos von meinem Lieblingsschauspieler bekommen, denn der ist weniger bekannt. Heute dagegen, kein Problem: Der schönste Mann in den 70ern. Und ihr wisst selbst, dass es nun wohl nichts mehr gibt, was es nicht gibt in den virtuellen Weiten des Internet.
Aber ich sehe immer öfter, dass ich nichts mehr sehe. Blogs schiessen aus dem Boden, und in vielen davon steht nicht mehr als ein Link zu einer Produktseite, mit der Anmerkung wie toll dieses Produkt sei. Ist ein Blog nicht ein Tagebuch? Ich bin wohl ein Dinosaurier. Alt fühle ich mich auch, wenn ich Blogs lese, in denen es um Internet und Co geht, um Webinhalte, Features, Technik, E-Commerce und Developing. Manches erschließt sich mir nicht mehr. Bin ich zu alt und langsam? Alt sein bedeutet ja nichts Negatives, eigentlich. Denn... wer will schon jung sterben? Also wollen wir alle alt werden, gell? Doch meine alte Art zu denken deckt sich nicht mit dem atemberaubenden Tempo von Bits und Bytes.
Das sehe ich täglich an meiner Tochter. Wenn sie surft, komme ich nicht mit. Für "junge" Leute gibt es Webinhalte, deren Sinn sich nur Spaßvögeln erschließen. Zum Glück bin ich einer, und versuche mitzumachen. Sehr zum Leidwesen meines Babys, sie hasst es wenn ich mich zum Beispiel in Studentenforen rumtreibe. Dann mache ich es erst recht, gleiches Recht für alle! Aber ich versuche mich auch zu bescheiden, und habe mich vorgestern in die Ecke der Mütter getrollt, da gehöre ich hin. Oder? Wenn ich Studentenforen und Mütterportale miteinander vergleiche, scheint die natürliche Mutterschaft aus einem vielseitigen und lebenslustigen (weiblichen) Menschen eine Futter- und Putzmaschine zu machen. Schluß mit lustig, der Ernst des Lebens beginnt, die Party ist vorbei und Mama wird endlich erwachsen. Das ist mir zu langweilig.
Aber wo gehöre ich hin? Nicht zu den Studenten (das war ich vor 20 Jahren mal) und nicht zu den Mamas, die nur Babybrei und Windeln im Kopf haben. Und wenn ich mich so im Stillen frage, wo mein Happy Place im Internet ist, dann komme ich hierhin und schreibe es mir von der Seele. Ja merkst Du was? Dieses dusselige Blog, als eines der zahlreichen Versuche gestartet, mal was Neues auszuprobieren, hat sich bei mir etabliert. Und wenn ich Selbstgespräche führe (was 16 Stunden täglich vorkommt, 8 Stunden schlafe ich) dann verlaufen diese oft im Blog-Ton. Warum auch nicht, my Blog is my castle... oder so. Nur im Vergleich zur Burg verrammelt man sich nicht hinter dicken Türen. Nein, man macht einen Seelenstriptease, Tag für Tag, manchmal auch seltener. Und das tun Junge wie Alte. Wenn einem sonst keiner zuhört?
Und weil ich nun mal bei Burda blogge, und alle anderen Blog-Tests im Sande verlaufen sind, habe ich heute beschlossen, aus meinem Näh-Blog ein Frauenblog zu machen. Mit allem was Frauen interessiert, vor allem eine Frau: mich! Was euch interessiert, da kann ich nur spekulieren und lasse es lieber.
Ihr schafft es immer wieder bis unten hin zu lesen, Respekt! Auch wenn ich nun mein Blog völlig in den Dienst meiner verqueren Gedankenwelt stelle, und hoffe dass Burda mich nicht rausschmeisst, bleibt dieses unangenehme Gefühl in der atemlosen Hetzjagd des Internets zu einer Mumie zu vertrocknen. Warum? Ich sehe im Internet die grösste Ansammlung von Wissen unserer Zeit. Aber das ist es längst nicht mehr. Es ist eine Geldmaschine. Warum auch nicht, man muss ja nichts kaufen. Und manchmal wird Geld gemacht mit guten Ideen. Das hier hat mir viel zu denken gegeben: Burda Ich habe viele Stunden seitdem gesurft, um herauszufinden, was Burda noch macht, ausser uns Blog-Fraggles diesen Platz anzubieten (für Seiten-Traffic versteht sich). Ich war ziemlich erstaunt, was Burda so alles treibt, bis hin zu Online-Spielen im Manga Genre wird Kohle gescheffelt. Wir Blogger, Leser, Schneider und Hausfrauen sind nur ein Byte im Datenmeer, nicht einmal ein Tropfen auf dem heissen Stein. Aber ändern kann ich das nicht.
Oder vielleicht doch. Ich propagiere die Langsamkeit! (Scherz) Und habe auch gleich das passende Foto dazu aus Omas Garten. SO frißt man heute eine Blume (wenn man eine Schnecke ist). seht ihr? Geht doch! Langsam kommt auch ans Ziel.

Schnecken... ein schönes Tierchen...
Warum? Genau wegen der Langsamkeit, einfach toll...
Internet-Anfänge? Jaa also, ich oute mich:
seit 13 Jahre kann ich von zu Hause aus online surfen (Junge, DAS waren Minuten-Preise!)
Das 1mal im Praktikum an der Uni, das wars geschehen:
alles eine Welt: wie toll!
Heute komme ich auch nichtmehr mit,
wobei es immer noch für ein tolles Medium ist.
Aber, so sehe ich es,
ich finde tolle Leute (und natürlich auch viele andere *gg*),
aber diese tollen Leute will ich nichtmehr missen.
Z.B. unsere Bärbel *drück*
Distanzen werden dadurch kleiner,
man kann auch mal schnell zwischendurch "sich treffen".
Wobei ich betonen möchte, den echten Kontakt möchte ich nicht missen!
Aber wäre ich jemals zum 1ten Näh-Treffen in Leverkusen gefahren ohne Internet? Eindeutig nein.
Woher sollte ich es auch sonst erfahren sollen das ich ein Haufen verrückt-kreativer da triff?
Heute möchte ich auch dieses nicht missen.
Bärbel, bleib wie Du bist!
Und Dein Blog ist toll! Bitte weiter so *pleeease*
Liebe Grüsse
Scherzkeks
@mhs: Das war auch die einzige Schnecke die überlegt hat in meinem Garten dieses Jahr! Alle anderen sind jetzt im Schneckenhimmel (das war so ecklig)
@Sylvia: Ich bin gespannt ob ihr Spaß hattet, denn den kannst Du echt gebrauchen, bisschen Sonne für die Seele. Ich lese dann bei Nowak wie es war. KNUUUUTSCH












ok, als Beispiel mag diese Representantin dieser Spezies mal dienen. Ansonsten haben sie bei mir nix zu lachen. Besonders in diesem nassen Sommer, diese nichtsnutzigen Spößlingvernichter. Bloß weils gut schmeckt. Wo kommen wir da hin??Wenn jeder so argumentieren würde (sagte sie, selbstgesprächeführend, nachdem sie grad erst auf der
Gartenseite die gerippten Tomaten angeschmachtet hat.) Aber, hey, bin ich eine Nacktschnecke, noch dazu eine rote?
LG
M.