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Montag, 1. September 2008

O´zapft is

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Jodeldijodeldijodeldidüüüüü!

Nächsten Monat ist Oktberfest. Und da ich hier in meinem eigenen Blog schreibe, kann ich es ja sagen: Ich mag Bayern eigentlich gar nicht. Ich hoffe SEHR, ich habe keine bayrischen Nähfreunde, denn ich schau nie wo jemand herkommt, wenn ich virtuellen Kontakt aufnehme.

Aber Bayern ist nicht grade mein Traumland. Die Sprache, die Traditionen, nee. Aaaaaber ich liebe Dirndl. Und diese kessen Kniebundhosen aus Leder für den Mann. Oder- noch besser- den Lederrock für Männer: klick. Bei Männer in Röcken bekomme ich weiche Knie, aber dieses Thema werde ich ein andermal ausweiten.

Ein klassisches Dirndl muss ja eine Reihe von Kriterien erfüllen, die mir herzlich gleichgülitg sind. Wo die Schnürung sitzt, wie tief der Ausschnitt geht, welches Blüschen drunter getragen wird, Schürze, Kropfband und all der Kram, mir doch wurscht.

Trotzdem fiel mir vor Jahren auf, dass all diese mittelalterlich angehauchten Mieder einiges mit einem Dirndl-Schnitt gemeinsam haben. Mit ein bisschen Phantasie beim nähen könnte man ein Dirndl auf jeden Mittelalter-Markt anziehen ohne groß aufzufallen.

Und ebenfalls schon eine Weile her ist der Tag an dem es mir dann wie Schuppen von den Augen fiel: Ein Dirndl ist eine geniale Möglichkeit meinem Faible für historisch inspirierte Mode zu frönen, ohne dabei aufzufallen! Das ist der Dreh!

Darum will ich schon seit Jahren Dirndl nähen. Klassische, flippige, welche in groben Stoffen und gedeckten Tönen, welche in ganz neuen Stoffkombinationen oder ultrakurz.

Burda ist mir da weit voraus: Schon im vorletzten Jahr kam ein Burdamoden-Heft heraus mit 3 Wies´n-varianten: BuMo 09/2006.

Ich wollte ja ein Dirndl nähen, aber hab´s irgendwie verschoben und dann vergessen. 2007 ebenso. Aber 2008 wird mein Dirndl-Jahr! In der aktuellen Burda ist sogar ein Dirndl gezeigt, dass man sich downloaden kann:

 

 

Aber eine Leserin kommentierte auf der Website, dass der Tellerrock nicht grade einem klassischen Dirndl entspricht, und dem kann ich nur zustimmen. Das Mieder ist nett, aber ohne die Frisur des Models und die witzige Schürze würde ich nichts mehr vom Dirndl erkennen.

Also welches soll ich nähen? Ich habe bei Burda 2 ausgesprochene Dirndl-Schnitte gefunden:

Bei beiden geht das Mieder bis weit über den Busen. Ich hätte aber viel lieber einen Balkonette-Ausschnitt. Wenn ihr euch nun fragt, was ein Balkonette ist... googelt man nach diesem Begriff, landet man mehr Dirndl-Treffer als alles andere. Dabei ist ein solcher Ausschnitt kein typisches Dirndl-Attribut, sondern halt einfach nur ein bisschen mehr sexy als andere.

In einem youtube-Beitrag der Deutschen Welle kann man erfahren, dass grade bei jungen Frauen der Trend zum tief ausgeschnittenen Mieder geht, also zum Balkonette. Jung bin ich nicht mehr, aber Balkonette mag ich trotzdem. Nur leider hat Burda bisher lediglich einen einzigen Balkonette-Schnitt herausgebracht, von dem ich weiß, und der war in einem Heft von 1967 oder 68. Und da ich das Dirndl für das sewalong nähen möchte, scheidet dieser alte Schnitt erstmal aus.

Nach langem, sehr langem Surfen auf der Burdaseite und ewigem Schnitt-vergleich wollte ich dann eins der Burda-Dirndl aus dem aktuellen Schnittprogramm kaufen. Als ich im Laden stand, sahen die im Katalog ganz anders aus! Und ich hab beide Schnitte gekauft. Außerdem noch einen Kleiderschnitt aus dem neuen Programm, und zwei Fasching-Schnitte. Die "Fee" wollte ich schon länger im Fundus haben, und beim Blättern im Katalog habe ich einen ulkigen Magiermantel gesehen, bei dem ich vor allem die Kapuze benötige.

So wurden es summasummarum fünf Burdaschnitte und ein Meter Leinenstoff für´s Dirndlmieder bei meinem heutigen Besuch im Stoffgeschäft. Wenn mein Mann die Rechnung sieht gibt´s Mecker, aber wenn ich dann mein Dirndl trage wird er wieder lieb, jedeWette.

 

 

 

 

 

 

 

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Geschrieben von snowwhite um 13:09 Uhr in Burda

 

Kommentar: Susann am Mon, 1 Sep 18:56 Uhr

Schau Dir doch mal bei den Faschingsschnitten die Piratenbraut an. Das kommt nem Balkonette Ausschnitt schon recht nah. Ich find beide Schnitte schön, mag wohl daran liegen, dass ich Dirndl in beiden Varianten hab. ;-)

Kommentar: Hoshi am Tue, 2 Sep 00:08 Uhr

Frag doch mal im Stoffladen nach ob sie dir nicht eine Dirndlzeitschrift bestellen können, oder schau vielleicht bei Amazon nach. Weil ich wohne in Bayern und unser ehemaliger Stoffladen (leider) hatte Zeitschriften in denen Dirndl mit den passenden Schnittmustern abgebildet waren.

Kommentar: glu am Tue, 2 Sep 08:42 Uhr

Danke so viel zum Thema Bayern und doch du hast mindestens einen Bayrischen mitleser und das bin ...muss ich nun dein Blog meiden :-P
Ja ja scho recht *g* erst über Bayern "schimpfen" und dan selber ein Dirndl tragen wollen.

wünsch dir einen schönen Tag

gruß glu

Kommentar: Bärbel am Tue, 2 Sep 09:52 Uhr

Ahhhh, da kommen sie alle aus ihren Verstecken! lol
Ich kann auch nicht erklären warum ich Bayern-allergisch bin. Ich glaube dieses "zünftige" liegt mir nicht. Aber Menschen mag ich immer, egal wo sie herkommen!!!! Wir waren ja auch schon im Urlaub dort, und ich fand die ganzen Häuser net so nett, aber die Leute super interessant. Dieser Dialekt..... mpf........
Aber Völkerverständigung durch Mode wäre ja auch mal was: Dirndl für alle!

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