Montag, 15. Dezember 2008
Tribal Rock 1
« Drachenfest 09 | Hauptseite | Rock und Roll »So, endlich habe ich mich an den Tribal Rock gemacht. Diese Kräuselei und Stufennäherei war sowas von langweilig, sowas weiß man ja vorher und ich habe mich davor gedrückt.
Jetzt ist der erste Rock fertig, und weil ich nur zwei halbtransparente Stoffe bekommen konnte, muss ich noch einen zweiten nähen. Das hat dann den Vorteil, dass ich mehr Fülle erhalte. Aber nochmal zig Meter Naht runterrattern.... argh, das wird doppelt langweilig.
Genäht habe ich den Rock pi mal Daumen. Die erste Stufe etwas mehr als Hüftweite, nach unten ausgestellt. Daran Stufe zwei mit mehr als doppelter Weite. Da der Stoff in Längsrichtung gecrasht ist musste ich die Stoffbahnen quer zum Fadenlauf schneiden, damit der crash von oben nach unten verläuft. Und stückeln. Die 1,50 Meter Stoffbreite habe ich dann als Maßstab genommen und multipliziert. Die zweite Stufe wurde 3 mal 1,50 Meter, macht 4,50 Meter.
Stufe drei ist wieder verdoppelt worden, also 9 Meter. Ich hatte öfter gelesen, die unterste Stufe könne auch schon mal 10 Meter werden. Ich dachte 9 werden dann auch reichen.
Zusätzlich hatte ich noch 10 Meter Sariborte für den Saum, und habe ca 60 cm übrig behalten. Die 40 cm Schwund blieben auf der Strecke, da ich beim Bortenaufnähen den gecrashten Stoff etwas gedehnt hatte. Was dumm war, denn nun kräuselt sich die Borte etwas. Aber zweimal 9 Meter Naht trenne ICH nicht auf!
Probleme macht mir auch hier der Bund. Wie weit muss der sein? Wo um Himmels willen soll der Bund auf meinen Hüften hängen?
Bauchnabelfrei werde ich niemals gehen. Meinen Nabel will wirklich niemand sehen, der ist nach 3 Kindern eher ein Krater als ein ansehnliches Körperteil. Also werde ich ihn bedecken. UND den Rock nicht allzuweit davon tragen, 2-3 Zentimeter darunter, maximal.
Aber grade dort habe ich mal mehr, mal weniger Umfang! Also bastle ich alle Gürtel und Röcke variabel. Gummiband als Halterung kommt dabei nicht in Frage, denn wenn man larpt bewegt man sich oft in Gedränge und erfahrungsgemäß treten manche kühne Recken auf lange Rocksäume. Nicht mit Absicht, in engen Tavernen sieht man die Säume einfach nicht (und mancher Recke trägt einen Wappenrock mit ähnlich langen Rockschößen)
Also kein Gummi, denn tritt mir jemand auf den Rock, stehe ich ohne da. Der Bund muss fest sein, und darf nicht nachgeben. Und trotzdem variabel sein. Also bekam mein Rock einen Bund mit Tunneldurchzug und darin einen schmalen Gürtel. Allerding muss ich nun jedes Mal die leichte Mehrweite hin- und herschieben wenn ich das Teil anziehe. Vielleicht fällt mir da mal eine bessere Lösung ein. Oder ich höre auf ab- und zuzunehmen. Wunschdenken.
Auf die Schnelle habe ich auch noch eine Kleinigkeit gehäkelt, damit ich mit meinen neuen Fingerzimbeln geräuschlos üben kann. Die Dinger haben einen wunderschönen reinen hellen Klang, aber sind laut. Und beim üben macht man erfahrungsgemäß Fehler. Damit die nicht die ganze Nachbarschaft hören kann, bekam jeweils eine Zimbel einen Überzug. So kann ich klappern und es klingelt nur ganz leise.Beim bloggen kam mir in den Sinn, dass schließlich jede behaupten kann der Bauchnabel habe von Schwangerschaften gelitten. Aber ich habe Beweise! In der Zeit meines Studiums wurde der Nabel ausgiebig fotografiert! Diese Bilder bekommen natürlich nur ausgewählte Menschen jemals zu Gesicht, aber es gibt sie.
Wehmütig sehe ich darauf den wunderhübschen, kleinen Bauchnabel. Andere Körperteile sind auch nicht mehr so taufrisch wie vor den Kindern. Aber jede vernünftige Mami wird mir beipflichten wenn ich sage, daß Kinder mehr wert sind als eine gute Figur! Also seht es mir nach, falls ich jemals mit meinen diversen Bauchfalten vor euch herumwackeln sollte. Danke. ;-)
Technorati Tags: Tribal Dance skirt
Toller Tribal-Rock!
Näh Dir doch ein Bauchnetz. Bei Tabou gibt's den Netzstoff und bei Djamila die genaue Anleitung.
Viele Grüße
Aylin














Und sie häkelt doch noch! Wir vermissen unsere Häkelmama Quasselstrippe *zwinker* Aber schön zu sehen, dass du so fleissig tribalst *gg*
LG, Katrin