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Montag, 23. Februar 2009
Zu Hülfe! Kaum schreibt man mal so an die 1,5 Monate nix, da findet man sein eigenes Blog nicht mehr wieder! Aber wo ich es jetzt gefunden habe, muss ich nur mal auf die Schnelle was tippern, um wieder "reinzukommen". Blognachbarin Nowak muss ich nachlesen ( schäm ) und was ich so die letzten Wochen gemacht habe, kann man demnächst dort sehen: klick. Wenn ich das Endprodukt vor mein geistiges Auge rufe, kann ich selbst nicht ganz verstehen, dass ein so relativ kleines Buch mich so blockiert hat. Aber selbst jetzt, wo alles geschrieben und fotografiert ist, fällt mir kurz nach dem Aufwachen jeden Morgen noch eine Änderung ein... wah! Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie das Buch dann ausschaut, wenn es gedruckt, gebunden und hochglänzend auf dem Ladentisch liegt. Und MEIN Name steht drauf! Ich muss zugeben, dass ich wahnsinnig stolz bin, meinen Namen auf einem Buch zu sehen. Als nächstes schreibe ich dann Romane... ;-) Ok, aber das Buch ist im Sack! Am Tag nach dem finalen Fotoshooting hatte die Welt mich wieder, und ich bin ungebremst in den rheinischen Karneval gestartet. Mit meinem Heimatverein auf den Leichlinger Blütensamstagszug Kamelle werfen, alle Lokale bis in die Nacht hinein abgeklappert, am nächsten Tag meine epochale Büttenrede gehalten. Und heute wird gechillt, denn morgen muss ich mir was Neues ausdenken, womit ich mich dann beschäftigen kann. Aber erst mal alle Blogs nachlesen, Foren besuchen, Dates klarmachen. Und Burda hat so schöne neue Schnitte.....
Geschrieben von snowwhite um 11:01 Uhr in Projekte
Sonntag, 10. Februar 2008

Have I told you I am addicted? Yesterday I had another shopping fever. It happened in Cologne, in a very nice yarnshop called Maschenkunst. The owner is a highly skilled knitting professional, and I needed her help for a pattern I want to knit: Giselle. Because I have not much experience, I asked her for help and she proposed a beautiful yarn from GGH to me. It is called "Mystik" and I choosed the color number 58, a dark and rich green. During my visit in the Maschenkunst (what means stitch art) I saw so many other stuff I had to buy. Like a tool for the yarn ball or a needle size tool or a tool to make pompoms and a few very, very pretty yarns. Like "Sari Ribbon" (klick) and another ball of "Cashmere Flavour" by Noro. So I own two of these baby now, weight 100 gramm each. Today is sunday and I made another try to make some pictures of my treasures, but they look so bad, I won´t show and ruin this pretty sunny day. So I had to make something, that I CAN show you. Some days ago, I bought some cheap cotton yarn in a local discount supermarket. Now I crocheted a little bandana with it, just to get a small project done! When I work in the house, I am often so annoyed from my hair falling into my face. Now I got the perfect solution: A blue-white crochet bandana. Scroll down to see my lazy sunday small project. .......................... Uff, gestern kam wieder der Kaufrausch über mich! Allerdings war dieser schon lange geplant. Denn ich habe ein Projekt am Start, das ich nicht ohne Hilfe bewältigen kann: Giselle von den Stitchdivas. Zu diesem pattern kam ich über ravelry und der dortigen Gruppe "sexy knitters club". Ein aktuelles Projekt dort ist eben jenes Oberteil Giselle, und als ich dieses Strickjäckchen sah war es Liebe auf den ersten Blick! Ich MUSS es haben! Nur die Anleitung ist mir zu hoch, und schon mit der Wahl des richtigen Garns war ich überfordert. Darum habe ich Daniela von der Maschenkunst in Köln um Hilfe gebeten. Sie ist eine begnadete Strickerin und hat enorme Erfahrung. Ich hatte ihr im Vorfeld die Informationen zu Giselle geschickt, und sie hatte einige Garnvorschläge für mich. Um diese nun in Augenschein zu nehmen, fuhr ich nach Köln. In Danielas Laden scheint sich die Haute-Volee der Kölner Stricker zu treffen! Es ist immer was los dort. Aber das "Schlimmste" ist: Sie hat sooo schöne Sachen. Wie einen tollen Woll-Abwickler, den süßen Pompom-Macher von Clover den ich nun besitze, oder aber die Maschenmarkierer von Clover. In Pastelltönen..... schöööön. Ausserdem habe ich noch eine kleine Häkelnadel und eine Nadelschablone mitgenommen. Die 0,75er Häkelnadel brauche ich für das wunderschöne Cashmere Flavour von Noro, daraus werden Blümchen... irgendwann. Obwohl ich schon ein 100 Gramm Knäuel Cashmere Flavour habe, musste ich noch eins mitnehmen, man kann ja nie genug haben. Und weil der Preis deftig ist, sammle ich nun nach und nach, irgendwann habe ich genug für ein größeres Projekt. Oder für eine Million Blümchen. Außerdem sprang mir noch ein irres Band ins Auge, das PERFEKT zu meinen Meerjungsfrauen-Farben passt: klick. Keine Ahnung, was ich damit machen soll, aber haben musste ich es! Der eigentliche Grund meines Besuchs, die Wolle für Giselle, habe ich natürlich auch mitgenommen. Die Wahl fiel auf Mystik von GGH Garne, ich habe ein wunderschönes tiefes Grün genommen, Farbnummer 58. Das Grün hat einen starken Blaustich, fast schon petrol, je nach Lichteinfall. Ich freu mich schon, Giselle anzuschlagen! Aber heute habe ich Giselle erst einmal verschoben, denn das Top mit Gabelhäkelei ist immer noch nicht fertig, das zieht sich! Ich habe mich entschieden, es nicht so zu häkeln wie ONline-Garne es vorschlägt: klick. Ich fand die Form zu altbacken und langweilig, ich habe unterhalb des Busens dann ein Bündchen angestrickt, an dem ich noch arbeite. Endlose Runden 2 rechts 2 links, ist das langweilig!!! Und weil ich heute unbedingt irgendwas fertig haben wollte, habe ich mir das hübsche blau-weiß melierte Baumwollgarn geschnappt, das ich vor ein paar Tagen im Lidl gekauft hatte. Da der Preis sehr günstig war, habe ich es kurzerhand in mein Lager genommen, auch ohne konkreten Plan was ich damit machen soll. Ist es nicht ulkig? Wie viele Stoffe und nun auch Garne habe ich schon mit einer konkreten Idee im Hinterkopf gekauft, und diese nie umgesetzt? Und da kaufe ich ein Garn einfach nur so, und ein paar Tage später benutze ich es. Typisch: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So habe ich mir also auf die Schnelle und neben dem Nudelkochen ein kleines Kopftuch gehäkelt. Bei der Hausarbeit fallen mir nämlich ständig die Haare störend ins Gesicht, und ich laufe oft mit Kopftuch oder Haarband rum. So ein kleines süßes Häkeltuch passt doch viel besser, oder? Und es wird nicht das Letzte sein!
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Geschrieben von snowwhite um 17:45 Uhr in Projekte
Freitag, 1. Februar 2008

Well, for my german friends I will have to explain what "cables" mean. Cables=Zopfmuster. Translated into german, "cable" would be a kind of wire, and has no other meaning. For knitters, its a nice way to get a three dimensional touch into their fiber art. Well, I kew that cable knitting since I started that hobby. But it never came to my mind, that the origins can possibly be celtic. Dumb me, the first cables I saw have been on Aran Island, that should have given me a hint. But it took years to make me recognize what was right before my eyes: Knitted cables CAN be celtic. Most cable patterns show a classic style, very country styled and old fashioned. But in ravelry I first saw the various celtic designs for knit and crochet. And from that moment on, I was hooked to the idea to create my favourite celtic knots with yarn! A friend lend me a book about basic patterns, and in ravelry there are a lot more. In ravelry I found a free pattern with a pretty celtic cable, that I have casted on today. I choosed the wrong yarn, my choice is way to thin and so the scarf will be very narrow, but for praticing it will do. Please scoll down for the first picture of my first project with celtic cable knitting. Oh, and see the the picture of my right wrist. It shows my tatoo, that I wear around my right wrist. Do I love celtic knots? ................................................................ Manchmal ist man ja ein bisschen doof. Kennt ihr Zopfmuster? Auf Strickpullis? Logisch. Für mich haben diese Zopfmuster immer etwas altbackenes und erinnern mich stark an Landhausstil. Bis neulich. In ravelry, dem Strick- und Häkelportal, stolperte ich recht schnell über Zopfmuster (cables/Kabel), die mehr und mehr wie keltische Flechtmuster aussahen. Erst fiel es mir gar nicht auf, bis es mir regelrecht wie Schuppen von den Augen fiel. Dabei liegt es doch auf der Hand: Wenn man "Linien" stricken kann, mit Zopfmustern, dann kan man ja auch keltische Muster stricken! Als nächstes fiel mir ein, wo ich selbst zum ersten Mal aufwändige Zopfmuster gesehen hatte: In Irland. Die sogenannten "Aran" Muster stammen von der vorgelagerten irischen Insel Aran Islands. Na? Wie doof muss man sein, damit man diese Zusammenhänge nicht sieht. Irland-keltische Knoten-Zopfmuster. Gut, man könnte nun sagen, wer kennt schon die Aran Islands? Na jaaaaaa... ich war mal dort. Auf den Inseln. Überall fleissige Hausfrauen, die Aran Muster stricken. Meine Gastgeberin ebenfalls. Angeblich hat jede Familie ihr eigenes Muster, aber ich fände es ermüdend, selbiges nachzuprüfen. Wenn mir ein Muster gefällt, würde ich es stricken, egal wem es "gehört". Ach ja, und muss ich nun noch erwähnen, dass ich diese keltischen Flechtmuster unglaublich faszinierend finde? Bei einem Schottland-Besuch konnte ich ein Buch ergattern, in dem erklärt wird, wie man diese Muster selbst erstellt. Und vor ca. 13 Jahren war ich dann im Tatooshop in Köln. Und seitdem sieht mein rechtes Handgelenk so aus (bisschen unscharf, sorry, aber es ist ein keltisches Band) : Damals hat der Tatoomensch ziemlich dumm geschaut, als ich was keltisches auf die Haut haben wollte. Heute läuft jeder so rum, sehr zu meinem Leidwesen. Trotzdem:Ich habe es seitdem nicht eine Sekunde bereut! Hätte ich mein Tatoo nicht mehr, ich würde sofort rennen und es mir neu machen lassen. (Und nein, so weh hat das Stechen nicht getan) Mit diesem Faible für Keltisches war es nur eine Frage der Zeit, bis ich mein erstes keltisches Zopfmuster anschlagen würde. Und nun hab ich es endlich geschafft. Ich wollte vor einem neuen Projekt das Strick-Häkelkleid aus Rebecca 35 (Modell 21, ganz links im BILD ) fertigstellen. Und es ist vor ein paar Stunden fertig geworden, juchu. Es trägt sich wunderbar, und wenn ich Fotos habe zeige ich es euch. Darum habe ich mir heute gestattet, mein erstes Keltenmuster anzuschlagen. (Hier findet ihr die Anleitung für den Schal: klick) Eine erste Ahnung, wie die gute alte Zopfmustertechnik mit keltischen Flechtbändern kombiniert ausschaut, die bekommt ihr hier: Meine Nähfreundin Aud sagte beim Anblick des Garns sofort "Das ist nicht für Zopfmuster geeignet". Nun weiss ich warum: Die Wolle ist zwar wunderbar glatt und weich, die Zöpfe zeichnen sich deutlich ab, aber.... das Garn ist so dünn, dass der Schal anstatt den gewünschten 20 Zentimetern nur mickrige 11 auf´s Linieal bringt. Das wird ein Puppenschal. Und ich brauche für jeden Rapport rund 2-3 Stunden (im Foto sind 2 Rapporte fertiggestellt), muss aber auch zugeben, dass dies erst das zweite Zopfmuster meines Lebens ist, und Nummer eins liegt 30 Jahre zurück. Fummel, Fummel. Mit ein bisschen Übung geht das schneller. Ich vermute, der Schal wird ein langfristiges Projekt, und es hat ja auch keine Eile. Vor allem will ich damit Zöpfe üben, um irgendwann mal ein richtig großes keltisches Muster zu stricken. Häkeln kann man die übrigens auch, aber das ist eine andere Baustelle.
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Geschrieben von snowwhite um 17:09 Uhr in Projekte
Donnerstag, 31. Januar 2008
This is my first finished refashion project. I am not sure if I do it right, but I am willing to learn.
Because I felt in love with that refashion idea, I am collecting old garments now, and try to make them fresh and pretty. First piece I saw was an old nightgown, my mother gave me years ago for a week I had to spend in hospital. I never wear such ugly gown, and I wanted to put it in the waste bin. But then I read about refashion, and I saved it for later use. It was my first try with refashioning, but I think it should be "make 1 new garments from 2 old", right? This nightgown was worn out, the seams damaged and no shape at all. First I put it into the washing machine with some fabric dye, for that purple touch. Then I bought a bit of blue rubberband and bias satin ribbon. The rubberband now gives the gown a new shape. The satin ribbon was sewn on the neckline, and to the edge of the sleeves. And I put some ribbon to the lower seam line for an additional festive touch. I hope I used the correct sewing terms, if not, please correct me. The pictures are bad, sorry for that, I actually have to use a very old digital camera. ........................................... So, hier nun der allererste fertiggestellte "refashion"-Versuch. Im Prinzip geht es ja darum, aus alten Klamotten was Neues zu machen. Im Sinne des Umweltschutzes spart man dabei Rohstoffe, Energie für die Herstellung neuer Kleidung und die Energie für den Transport von zum Beispiel China nach Europa. Idealweise sollte man dabei aus mehreren alten Lumpen ein neues Kleidungsstück basteln. Aber ich will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, und taste mich erst mal langsam ran. Ausserdem hatte Anne Liebler in ihrem Forum "hobbyschneiderin" zu einem Motivationsmonat aufgerufen. Wenn ich es richtig verstehe, sollen damit nahmüde Schneiderinnen neuen Schwung bekommen, jeden Monat wird ein Thema vorgegeben, welches alle nun Motivierten in ihrem Sinne nähtechnisch umsetzen. Im Januar kam die Motivation von "Nachtwäsche". Da ich eigentlich keine solche benötige (ersparen wir uns die Details) hatte ich eigentlich auch nicht vor, mich davon motivieren zu lassen. Eigentlich. Aber dann war das noch diese refashion-Idee, und ich hatte erst kürzlich zwei uralte, schlabbrige Nacht-shirts, von meiner Mama geerbt, aus dem Altkleidersack herausgefischt, um sie neu zu gestalten. Dabei habe ich gestern neues Material zugekauft. An diesem Punkt frage ich mich, ob das dann noch pures refashion ist? Man soll ja Ressourcen schonen, keine neuen nutzen. Na ja, ich hoffe ihr lasst mir das durchgehen. Ich habe also gestern im Solinger Stoff-Dschungel breites blaues Gummiband gekauft, und dazu passendes Satin-Schrägband für weitere Deko. Das Nachthemd sah ursprünglich so aus: Sie Säume waren teilweise kaputt, ein Bindeband in der Taille fehlte komplett und meine Tochter hatte den ganzen Fummel mit schwarzer Wäsche gewaschen, und aus dem ursprünglich weissen Nachthemd wurde ein graues Fähnchen. Die Gummi-Rüsche am unteren Ärmelsaum waren ausgeleiert. Kurz: Ein Trauerspiel und nur noch als Putzlappen zu gebrauchen. Ich habe zunächst das Nachthemd zusammen mit einem weiteren Nachthemd (für spätere refashion Versuche) und ein paar hübschen Stoff-Coupons in die Waschmaschine gesteckt und lila eingefärbt, um das Grau zu überdecken. Dann das Gummiband in Taillenhöhe aufgenäht, dabei das Gummi gedehnt, so dass sich der Stoff darunter eingekräuselt hat. Die Ärmelsäume bekamen das hübsche Satinband, ebenso die untere Saumkante. Außerdem habe ich das Schrägband an an den Halsausschnitt genäht, da dieser völlig zerschlissen war. Das Foto ist wie üblich nicht besonders detailreich, doofe Camera. Aber man sieht, dass der Putzlappen jetzt ein süßes Nachthemd geworden ist. Ich zieh das trotzdem nicht an. Fragt jetzt nicht warum......
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Geschrieben von snowwhite um 12:02 Uhr in Projekte
Montag, 14. Januar 2008

Is that normal? I knitted before. Well...ages ago, but I did it! Now that I went back to that pretty needle hobby, I experience completely new aspects of that long forgotten craft: It hurts! The stocking-project was soooo tricky, the yarn (Cotton and rayon) was slippery and I dropped a lot stiches, not to mention how long it took to gather them. To prevent dropping, I had to hold the yarn so tight, that my fingerstips became numb. I waked up the next moring and still no feeling in my trigger finger. sniff Then I switched to knit my RED pants, the ones my "little red riding hood" costume will wear as undie. Nice. This yarn was even more slippery. Poor fingers. Is knitting that hard to do? But I WANT these stockings, and the pants! So I keep knitting and try to think of something else, not of my fingers. What fingers? I visualize my finished project. (add the white stockings, lol) The Karneval parties. Dancing with my white stockings, naughty girl! Knitting may be fun, but I guess the fun part comes with wearing all that knitted stuff. .................................................................... Leute! Seit wann tut stricken denn weh, hä? Seit Tagen sind meine Finger taub. Diese Wolle (Baumwolle plus Viskose) für die Rotkäppchenstrümpfe sind sowas von flutschig, die muss ich beim stricken so dermassen krampfhaft festhalten, mir sind die Fingerkuppen von Zeigefinger und Daumen völlig taub geworden. Ich versuche es zu ignorieren, denn ich will- ich will- ich will!- diese Strümpfe für Karneval. Jawoll! Um meinen Fingern eine Pause zu gönnen, habe ich nach Strumpf eins (ja, einer ist fertig bis auf die Ösen) mit dem Wollhöschen weitergemacht, Der Kölner würde hier sagen: Ungerbüx. In ROT. Schon bei dem Gedanken eine rote Woll-Hose drunter zu tragen, wird mir ganz schwummerig. Karneval ist nahe. Na ja, diese Wolle hat die gleiche Zusammensetzung, wie sollte es auch anders sein? Baumwolle plus Viskose. Rutscht. Von der Nadel, von den Fingern. Ein einziger Kampf "Bärbel gegen die Wolle". Aber ich werde gewinnen! Und völlig bescheuert mit weissen Strümpfen und einer Roten Ungerbüx zum Karneval gehen. Ob mir das nicht peinlich ist? Ja, ist es. Aber das Leben ist zu kurz, um immer nicht-peinlich zu sein. Vor allem, wenn man eine bekloppte Idee hat. Die muss raus, zumindest bei mir. Oh, und die cosplay-Blognachbarn sind ja noch viiieeeel verrückter, grins. (Wenn Du mal Tipps zum Strümpfestricken für so ein Manga-Schulmädchen brauchst, frag mich)
Geschrieben von snowwhite um 21:49 Uhr in Projekte
Freitag, 11. Januar 2008

Nein, niemals nicht bekommt ihr mich ans Sockenstricken. Warum? Nun, erstmal weil alle es machen. Alle schwärmen davon. Jeder rät es mir. "Wenn Du einmal Selbstgestrickte getragen hast, willst Du nie was mehr anderes." Mag sein. Aber.. noch eine Sucht? Ohne die ich dann nicht mehr sein kann? No way! Zweitens habe ich noch keine Socken gesehen, die ich unbedingt hätte haben wollen. Wenn ich schon die Nadeln schwinge, muss es sich auch lohnen. Entweder ich lerne was dabei, oder es ist eine Herausforderung, oder das Ergebnis muss in meinem Kleiderschrank liegen. Lernen muss ich das Sockenstricken nicht mehr, habe ich vor 20 Jahren mal getestet. Und in meinem Kleiderschrank sind genug Socken, mehr brauche ich nicht. Also habe ich mir vorgenommen, niemals Socken zu stricken. Zumindest nicht für mich. Und diese persönliche Verweigerung klappt auch ganz gut. Ich bin noch nie schwach geworden. Darum stellt euch mein dummes Gesicht vor, als ich neulich in ravelry auf diese "Socken" stieß: KLICK! Zunächst dachte ich: "Wow!" Dann erst fiel mir auf, dass diese Strümpfe (keine Socken, nein nein nein!) unten wie Socken gestrickt werden. Irgendwie sind es verlängerte Socken. Also habt ihr mich jetzt doch noch gekriegt. Irgendwie. Und weil ich ja wie bereits erwähnt solche "Socken" für mein Rotkäppchenkostüm machen will, bin ich heute zum ersten Mal zum Leichlinger Wollladen gefahren. Die Inhaberin ist wirklich so nett, wie mir alle gesagt haben. Und ist völlig auf meiner Wellenlänge: Nach 5 Minuten waren wir uns einig, dass man viel öfter mit (pseudo)historischen Klamotten rumlaufen sollte. Ich habe mich sehr zurückgehalten, vor einer mir wildfremden Frau völlig auszuflippen, bei meinem Lieblingsthema gehen immer die Pferde mit mir durch. Aber zurück zur Wolle. Schon durchs Fenster des kleinen Lädchens sah ich das Garn, das meine Freundin Aud mir neulich geschenkt hat, und aus dem zum Teil mein Meerjungfrauencape besteht. Ja hätte ich DAS gewusst! Hätte ich gleich um die Ecke Nachschub bekommen, anstatt zu puzzeln. Zu spät. Der "Witzheldener Wollkorb" führt ausschliesslich ONline Garne. Dafür aber sehr umfassend sortiert. Nur meine Wunschwolle für die Strümpfe war nicht dabei. Wie Frau Haumer sagte, will kein Mensch weisse Socken stricken. Schade aber auch. Drum musste ich von der schönen ONline-Sockenwolle umsatteln auf ein anderes Produkt, eine Baumwoll-Viskose Mischung. Guckst Du hier: Java-Wolle. In weiß. Und weil ich meinen Blick über die ONline Hefte schweifen ließ, fiel mir ein kleiner Prospekt auf, der noch viel schönere Strümpfe zeigte. Und was soll ich sagen? Den gibt es als Download bei ONline: Accessoires. Sind die beiden Strümpfe nicht schön? Ich durfte einen Prospekt mitnehmen, ebenso die Wolle. Und zunächst wollte ich das Muster der pinkfarbenen stricken, aber mit dem Lochmuster hatte ich Schwierigkeiten und das Gestrick wurde zwar sehr hübsch, aber auch sehr breit. Also wieder aufgeribbelt- meine neue Lieblingsbeschäftigung- und das Muster der schwarzen Strümpfe angefangen. Rippen aus zwei rechts, zwei links, das kann jeder Idiot. Aber es geht quälend langsam voran. Wenn man auch beim stricken surft, chattet und spielt.... hahaha. Aber sie wachsen, meine ersten Socken...pardon, Strümpfe. Ich bin so gespannt wie die an meinen Beinen aussehen. Sind meine Waden dicker geworden? In weiß sehen sie ganz bestimmt so aus, kicher. ................................................................................ Hi folks! Today I went to the local wool shop for the very first time. I was told the owner is very nice, and in fact, she is. I was looking for wool for my upcoming stocking project, but the wool I needed was not available. But I saw a prospect of a yarn company in the shop, who changed my mind: click. These stockings are georgous! Because I need to knit them in white, they will look totally different, but I hope they will look really cute with my fancy dress of Red Riding Hood. But when I started this new project, it made me laugh: I always refused to knit socks! I don´t like it, sorry. But when I check the pattern, I saw it' s a sock, a very long one, but its a sock. So now I start knitting socks, somehow. Please dont tell my knitting and sewing friends, I know they will make fun of me. Thanks.
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Geschrieben von snowwhite um 20:58 Uhr in Projekte
Mittwoch, 9. Januar 2008

Hi! I try to blog more in english, in case some ravelry users strand here. SORRY for my english. Well, today I have visited my favourite fabric store with my friends Aud and Yvonne. They have never been there, so the shop was brandnew to them. The "Stoffdschungel" (fabric jungle), located in Solingen, Germany, sells fabrics remainders from fabric producing companies. Most fabrics have been produced for pret-a-porter companies. So you can find some pretty little fabrics there, that you also can find in fashion boutiques. We had to buy some fabric for a costume we want to wear soon in german Karneval. Well, Yvonne and me want to wear it. We want to dress as "Red riding hood" and the rough idea you can see here: click. And in the Stoffdschungel I bought this pattern from Burda: click, for the bodice. The skirt will be easy to make without a pattern and for the hoodie I will alter an old cape pattern I used ages ago. For the bodice we bought black fabric with a very pretty velvet swirl print, and the skirt and hoodie will be made from a hot red fabric, that looks like enamel. I cannot find any english terms for that, and if we are done I will show you the effect. Omg, we will look so hot, I bet the room will catch fire if we enter. Earlier this day I bought the brandnew knitting magazin "Rebecca", that showed some nice patterns in the preview. Now I am plannig to knit another black dress for summer, I am glad this colour seems to be back in a fashionistas wardrobe. Oh, and I need a small panty to wear under the costumes mini skirt, and I just found one in the new Rebecca. Check this pic: click. The black dress is second from the left, and the panty is second from the right. Hot, eh? Better we take some firefighter with us to the upcoming fancy dress partys, hehe. ------------------------------------------------------------- Was für ein Tag- schon wieder! Weil ich unbedingt mittags schnell zum Supermarkt fahren musste, um die neue Rebecca zu kaufen, war ich spät dran mit klar Schiff machen, und dann kam mein Besuch Yvonne und Aud auch noch eine halbe Stunde zu früh. (Aud, in der mail von Yve stand 15 Uhr!) So dermassen verspätet/verfrüht war die Bude noch nicht vorzeigbar, denn in 30 Minuten kann ich wirklich zaubern. Aber nach einem verpanschten Kaffee haben wir uns dann auf die Reise gemacht. Wir wollten den Stoffdschungel in Solingen-Ohligs überfallen. Nachdem dieser Stoffresteverkauf eine Weile Urlaub gemacht hatte, war es dort brechend voll. Konnte man wenigstens ungesehen alle Stöffchen angrabschen, hehe. Yvonne und ich brauchten roten Stoff für Rock und Umhang, und schwarzen Stoff für ein Mieder für dieses Karnevals-Kostüm: Klick. Nett, gell? Wir haben feuerroten Lackstoff gefunden, der Hammer! Und einen wunderhübschen schwarzen Stoff, der mit samtigen Kringeln bedruckt ist, das werden feine Mieder. Als Miederschnitt will ich mal wieder Burda testen. Die neuen Karnevalsschnitte haben mich gleich angesprochen, und dieses hier ist nun endlich in meinem Fundus: Burda-Mieder. Weil ich für diese ultrakurzen Röcke irgendwas für drunter brauche, wo man nicht sieht was man nicht sehen soll, wollte ich eigentlich in einem Karnevalsbedarf nach einem Spitzenhöschen für Funkemariechen schauen. Aber Dank der neuen Rebecca habe ich eine bessere Idee: Ich stricke mir ein Höschen! Auf dem Bild der Heftvorschau sieht man das als zweites von rechts: Klick. In weiss kann ich mir das super vorstellen, sowas hätte Rotkäppchen bestimmt auch gern drunter angezogen. Auf dem gleichen Bild aus der Rebecca ist ein wunderhübsches schwarzes Kleid, das will ich auch! Aber das hat Zeit bis zum nächsten Sommer. Und was für drunter habe ich dann auch schon... oder ob ich das panty doch lieber in sündigem Schwarz machen soll? Als Solo-Stück für Strand und Grillparty ist das bestimmt geeigneter. Und noch was: Mein Mann geht zum Karneval mit, da dürfen die Anderen nur gucken, nicht an der Wolle fühlen. ;-)
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Geschrieben von snowwhite um 21:58 Uhr in Projekte
Freitag, 4. Januar 2008
Kennt ihr diese 90er Jahre TV-Serie "The Nanny"? Ich muss zugeben, ich habe immer nur mit einem Auge hingeschaut, wenn die im Fernsehen lief, und nun haben wir ja keins mehr. Aber mein Mann liebt die Serie, und ab und an erwischen wir eine Folge bei youtube. Die letzten Weihnachtsferien waren voller Nanny. Wer die Serie kennt, weiss worauf das bei mir nun rausläuft: Die Klamotten! Laola! Waren die 90er nicht ein wunderbares Jahrzehnt? Was habe ich die Miniröcke vermisst, die ja nun zum Glück wieder da sind: klick. Und was habe ich Tonnen ans Haarlack verbraucht und so manches Taschengeld zum Frisör gebracht. Ach...Moment...nein, das waren die 80er, Pardon. Aber ich würde am liebsten mit Stift und Zeichenblock sitzen und Nanny gucken, damit ich mir Notizen zu all den Outfits machen kann, die umwerfend sind. Laut der deutschen Fanseite "Nannypage" hatte Fran Drescher, die Hauptdarstellerin in allen Folgen, die zwischen 1993 und 1999 gedreht wurden, über 600 verschiedene Klamotten an. Wow. Das muss man erst mal wirken lassen. Und dann gegen die Neidgefühle ankämpfen. Und was sagt mein Mann dazu? "Ihre Röcker sind kürzer als Deine." Heul, er kannte mich in meiner Mini-Zeit noch nicht. Aber das soll anders werden. Obwohl ich mit Miniröcken schon lange liebäugele und einige im Fundus habe, hat mich die Aussage eines deutschen Modeheftes im letzten Sommer sehr zurückgeworfen. "Eine Frau mit 40 sieht im Minirock aus wie ein altes trauriges Mädchen" Na ja, so will ich nicht aussehen. Aber seit bei uns wieder die Nanny läuft, habe ich ein prominentes Vorbild: Die Nanny! Sie verschweigt in der Serie beharrlich ihr wahres Alter, doch die Fangemeinde feierte im letzten Jahr ihren 50ten. Noch so ein Schocker! Eine solche heisse Braut soll soooo alt sein? Und ich bin sogar noch 4 Jahre jünger! Hey, her mit dem Minirock! Was aber auch bedeutet, dass ich jetzt nach Mittelalter und Jahrhundertwende, sowie 40er Jahren auch auf die 90er stehe. Das ist etwas unbehaglich, wie kann man "retro" sein wollen, und die Zeit hat man selber miterlebt? Diesen Knoten muss ich noch aufdröseln. Auf jeden Fall hat die "Nanny" auch ein Problem mit ihrem Alter. Sie löst das, indem sie es verschweigt. Ich löse das indem ich es an die große Glocke hänge, und mich an den spontanen Äußerungen "Nein, DAS hätte ich ja nicht gedacht" hochziehe. Ich frage mich, welche Strategie die Bessere ist. Wer Nanny Fran Fine nicht kennt, der muss sich das hier mal anschauen (extra für euch in deutsch): Wer auch auf die Mode der 90er steht, der möge sich das hier ansehen, das ist ohne Worte und einfach nur schön.
Meine lieben Schneiderfreundinnen ahnen es schon: Ich will mir was von der Nanny nähen. Irgendwann in diesem Jahr. Kurz. Eng. Unglaublich overdressed. Aber nur schön. Aber welches der 600 Outfits? Ich glaube die Suche wird länger dauern als das Nähen.
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Fran Drescher
Geschrieben von snowwhite um 20:31 Uhr in Projekte
Donnerstag, 3. Januar 2008
...und so wenig Zeit.Das kennen wir doch alle, oder? Man hat noch ein unfertiges Werk auf der Nähmaschine liegen, und da sieht man schon den nächsten schönen Schnitt. Man kann gar nicht so schnell nähen/stricken/häkeln/basteln, wie die Ideen im Kopf entstehen. Durch mein halbes Jahr umzugsbedingte Abstinenz haben sich da kreative Energien angestaut, dass ich platzen könnte. Letzt Nacht ging es bis halb 5, mein Mann kam schlaftrunken aus dem Schlafzimmer und staunte nicht schlecht, mich basteln zu sehen. Heute wollte ich Wolle für ein neues Projekt kaufen gehen, da lese ich kurz zuvor im Burdachat von "tunesisch Häkeln" und muss beim Wollkauf auch noch mal eben so eine Nadel mit Wolle für Topflappen mitnehmen. Also tunesisch häkeln wird nicht mein Ding. Das dauert ja ewig. Den ganzen Abend gehäkelt und das Teil ist immer noch nicht fertig. Ich wette ich kann das nicht richtig, ich muss es mir mal zeigen lassen. Aber da war diese Idee im Chat, und die will dann raus. So wie hundert andere. Drum bin ich heute ein bisschen gefrustet, dass der Tag nicht genug Stunden hat. Da ich chaotisch lebe, und gern Projekte nur "denke" und nie anfertige, habe ich vor kurzem meine To Do Liste gestartet. Meine Freundin Aud schiebt mich zusätzlich an, hält mich mit immer neuem Input auch wiederum von der Arbeit ab, hehe. Und meine To Do Liste wollte ich noch um eine "Wunschliste" erweitern, und dann noch die "Ideenliste" selbstredend. Die neue "WIP"-Liste habe ich schon eingebaut. "WIP" bedeutet "Work in Progress", also Arbeit im Fortschritt. Oder so. Und die "UFO"-Liste zeigt an, was an "Unfertigen Objekten" noch so bei mir rumliegt, Ach ja, auf die Done-Liste schiebe ich dann zu guter Letzt die fertigen Werke. Das ist jedes Mal wie eine Belohnung. Zückerchen für Bärbel. Und es ist so wohltuend, wenn dieser Teil meiner Listen länger wird. Irgendwann wird er gewiss zu lang werden, aber dann überlege ich mir was anderes. Und heute kam ein neues "To Do" hinzu, welches ich abarbeiten muss, denn die Wolle ist nun gekauft. Weil Aud mich letzte Woche in die Maschenkunst in Köln geschleift hat (die alleinige Aussage dorthin zu gehen, hat in mir den unwiderstehlichen Zwang aufkommen lassen, sie dorthin begleiten zu müssen) habe ich auch dort die neue Rebecca gekauft. Denn darin war mein Traumkleid: Ein gestrickt und gehäkeltes Kunstwerk aus schwarzen Maschen, hier ist der Bilderlink. Meins wird das Kleid ganz links. Die Kleider auf dem Foto sind übrigens alle wunderschön, aber ohne Strickmaschine fange ich mit einem kompletten Kleid gar nicht erst an. Mein Wunschkleid liegt nun ungestrickt im Kofferraum, weil ich diese Wollmassen heimlich am GöGa vorbeischmuggeln muss. Und weil ich keine Lust hatte, für diese Wolle eigens nach Köln zu fahren, habe ich ein nahegelegenes Wollgeschäft überfallen. Und neben schwarzer Wolle eben auch rot-grüne Topflappenwolle für meine rot-grüne Küche erstanden. Und Wolle, die zu Auds Meerjungfrauenwolle passt. Und Wolle, um eine Hochwasserjeans zu verlängern. Und Nadeln für alles, was ich mit diesen Wollmengen vorhabe. Auf das meine To Do Liste niemals leer wird. Und die Tage irgendwann mal 25 Stunden haben. So in einer Milliarde Jahren etwa.
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Geschrieben von snowwhite um 00:48 Uhr in Projekte
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Je mehr ich zum Thema Mode Videos schaue, Blogs lese (sehr sehr selten, ich gebe es zu) oder websites durchstöbere... um so mehr habe ich ein für mich neues Schlagwort im Genick: Refashion. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, ist das eine neue (?) Bewegung im Handarbeitssektor, der sich wie ein roter Faden durchs Internet zieht. Zu meiner Großmutters Zeiten hätte man dazu "Aus alt mach neu" gesagt. Berufen durch den Wunsch, Mode neu zu erLEBEN, möchte ich da gern mitmischen. Zuerst habe ich es in der TV-Serie Project Runway Canada gesehen: Die Modedesigner wurden angehalten, aus dem Koffer der Mitbewerber ein Kleidungsstück zu klauen, und es umzustylen. Auch was Otto von Busch in einer seiner Aktionen versucht hat, war ja im Grunde nichts anderes, den Teilnehmern wurden Berge alter Klamotten hingeschmissen. Mach was draus, war die Devise. Irgendwo in den Weiten des Internet habe ich auch eine Aktion gefunden und wieder verloren, in der es hieß: refashoning saves the environment. Oder so ähnlich. "Aus alt mach neu rettet die Umwelt". Das liegt ja auf der Hand, dass es die Umwelt schont, wenn man aus Kleidern, die bereits fertig produziert und transportiert wurden, etwas Neues macht. Seit sich bei mir diese Idee festsetzt, schmeiß ich GAR NICHTS mehr weg. Ich habe sogar den Altkleidersack, der beim Umzug noch nicht seiner Bestimmung zufgeführt wurde, wieder ausgepackt. Könnte ja was dabei sein, was man "refashionen" kann. Was für eine Wortschöpfung. Otto von Busch macht das in einem seiner Tutorials ganz forsch: Aus 2 Blazern macht er einen Neuen, indem er die Ärmel bei beiden abschneidet und nach dem Tauschen wieder zusammennäht. Mir persönlich ist das zu öde. Hat man dann was "Neues"? Nö. Nur was Altes neu zusammengenäht. Finde ich. Weit interessanter fände ich es, wenn man aus einem langweiligen, idealerweise sogar billigen, Fummel was Flippiges macht, idealwerweise mit einer Aufwertung verbunden. Wäre es nicht witzig, daraus eine Art "round robin" zu machen? Ich kenne das aus Stempelzeiten: Man gibt was in eine Kiste, schickt die an jemand, der was rausnimmt und was reintut, der schickt es weiter etc. Am Ende bekommt der erste Absender das Paket mit völlig anderem Inhalt zurück. Der Haken an der Sache ist der Transport. Will man Klamotten verschicken, damit andere sie neu gestalten, dann hat man ja wieder die Transportwege, die man der Umwelt zuliebe ja vermeiden wollte. Will sagen: was ich mir umnähe, muss nicht aus China zu mir transportiert werden. Und dann ein Paket quer durch Deutschland schicken? Nee. Bleiben Nähtreffs. Jeder bringt was mit. Ich denke da vor allem an unseren Aachener Nähbrunch. da würde sogar ich mich mal an die Nähmaschine setzen, wenn es um höhere Ziele geht. Aber egal wie und wo, jede(r) hat garantiert das ein oder andere Teil im Kleiderschrank, das eine Umgestaltung vertragen könnte. Ich muss im Moment erst mal ein Top für die Tochter fertig bekommen, und dann ist fast Weihnachten. Aber danach richte ich mir hier eine neue Rubrik ein. Refashion. Und durchforste den Altkleidersack. Das wird Spaß machen. Eure Bärbel
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Geschrieben von snowwhite um 10:40 Uhr in Projekte
Samstag, 1. Dezember 2007
Ich habe ja ab und an mein Blog benutzt, um Dampf und Frust und Ärger und Traurigkeit abzulassen. Reden hilft. Und zuhören tut hier immer irgendwer. Zum Glück. Doch heute geht es mir gut. Und weil man die gute Laune ja auch teilen sollte, tue ich das mal. Gute Laune ist ja auch nicht schwer, wenn Monatsanfang und somit alle Konten frisch gefüllt sind. In meinem Fall hieß das: Endlich Stoff kaufen! Und zwar hier: Klick. Jedes Mal das Gleiche: Ich finde immer was. Drum geh ich nicht mehr hin, wenn Ebbe in der Kasse ist, und genieße es um so mehr, wenn ich mir ein kleines Extra leisten kann. Stimmt also: Geld macht nicht glücklich.... sondern lediglich der Stoff, den ich dafür kaufen kann. hehe. Gesucht habe ich nach was...was...Altem. Ich sagte ja bereits mehr fach, mir gefallen manche Kinderkleider so gut in der BuMo. Zum Beispiel das hier: Ist das nicht hübsch? In meiner Größe? Mein Ding, genau mein Ding. Oder das hier: Ein Traum! So wie dieses hier auch: Ich hoffe mal wieder, Burda verschiebt die Bilder nicht, ich habe sie alle aus dem BuMo-Archiv geklaut. So richtig erfreut haben mich aber die Kinderkleider der aktuellen BuMo, 12/07. Aber die will sich grade im Moment einfach nicht anschauen lassen online, die muss ich dann wohl nachreichen. Mäntelchen im Stil der obigen Kleider, aber- angesichts der nahenden Festtage- in Samt und Glanz. Meins! Pour moi! Für Mama, nicht die Kids! Und darum habe ich gestern im Stoff-Dschungel nach samtigem Zeug Ausschau gehalten. Und nicht gefunden. Dafür aber einen traumhaften Stoff im Folklore-Muster sowie einen süßen Samt-Print mit kleinen Streublümchen. Und schwarzen Schleierstoff habe ich eingepackt, um den zu nähenden Röcken (siehe Kinderkleider oben) die Rüschen zu verpassen. Und einen Schnitt: Das Fotostyling der Young Fashion ist in meinen Augen grauslich, aber ich bin ja auch nicht young. Irgendwie werde ich immer an die Carinas der 70er erinnert, und da war ja noch keiner der Youngsters geboren, also ist es für die neu. ;-) Der Schnitt ist süß, weil er halt sowas Mädchenhaftes hat und mich an diese Jahrnhundertwende-Silhouette der Kindermäntel erinnert. Ich hatte zwar noch diverse Redingote-Schnitte auf Lager, aber alle fast 20 Jahre alt und abgelagert, und mit den abartigen Riesenschultern der 80er. Muss ich mal beizeiten entsorgen. Man sagt ja, alles kommt wieder. Diese Boxer-Schultern hoffentlich nicht! Ich weiß noch nicht so recht, aus welchem Stoff ich den Mantel nun machen soll. Der ideale Stoff ist noch nicht in meinem Fundus. Außerdem muss mein Mantel bodenlang werden, knielang ist für Stoff-Sparer. Bin ich nicht. Im Mittelalter musste man mit Stoff geizen, weil er wertvoll war. Heute machen 10 cm Saumlänge vielleicht 10 Euro Unterschied. Damit kann ich leben. Und mitten in meinen Mantelträumereien besuchte mich heute meine nähende larpende Freundin Aud. Ihr Blog findet man: Hier. Sie hat sich eine neue Nähmaschine gekauft, die ich mir mal in Ruhe anschauen wollte. Aud hat dann behauptet, ich würde mir ein Kleid nähen wollen. Nun ja... das stimmt, ich will irgendwie IMMER ein Kleid nähen. Aud meinte dieses eine, ultimative, tollste Kleid aller Zeiten. Und weil ich mittlerweile eingesehen habe, dass es das nicht gibt, nähe ich mir ein Kleid, das ich SCHÖN finde. Dummerweise habe ich dann ausgeplaudert, dass ich für alles einen Tritt in den Podex brauche, und so hat Aud unsere kleine, feine Challenge erfunden: Born to be Aud Das ist der Arbeitstitel. Wir haben uns noch eine Menge anderer ausgedacht, die ihr gar nicht wissen wollt. Wir haben eine putzige, niedliche Challenge gestartet, die nur eins im Sinn hat: Ein SCHÖNES Kleid zu nähen. Bis zur nächsten Larp-Taverne. Und diese nächsten "Katakomben" finden am 22.12.07ab 18 Uhr statt. Mehr Infos findet ihr, wenn ihr auf das hübsche Bild klickt. Und irgendwie juckt es mich in den Fingern, euch ALLE einzuladen, unsere Challenge mitzumachen. Vorgaben? mal sehen......... Ein SCHÖNES Kleid. Welches irgendwie in eine mittelalterliche Umgebug passt. Nähen Männer auch? Dann sollen sie sich halt was für Männer nähen, ein Kleid sähe doch etwas komisch aus. Ich weiß, da macht keiner mit. Immerhin müsstet ihr dann am 22ten in diese Taverne kommen. Die ist in Köln. Und 2 Tage vor Weihnachten. Und larpen solltet ihr auch wollen. Was das ist findet ihr: Hier. Macht alle mit! Das wird spassig. Aber erstmal muss ich mich selber sputen. Aud hat mir heute dabei geholfen, die Richtung festzulegen. Dabei haben wir uns durch Unmengen von Stoffen gewühlt, gesichtet, gesammelt und verworfen. Mit 2 Kisten voll Stoff kamen wir aus meinem Lager, und davon blieben ein grüner und ein goldener übrig. Oder so. Und den Schnitt hatte ich auch schon länger auf Halde. Es ist ein Mc Calls Schnitt, den ihr HIER sehen könnt. Ist der schön? Na? Naaa? Ja, er ist schön. Nur nicht in weiß, verheiratet bin ich schon. Ich muss sagen, in letzter Zeit fehlt mir das visionäre Auge, und Aud hat sich schlapp gelacht, weil ich so gar keine Ideen hatte. Nach ihrer Anweisung haben wir dann die Stoffe auf die Schnittteile aufgeteilt, und einen ersten Teil des Kleides genäht, bei dem jede Schneiderin Hilfe braucht: Das körpernahe Oberteil. Alleine abstecken ist sehr schwierig, aber siehe da: das Oberteil passte wie angegossen, mit Gewalt ging auch die noch zu eliminierende Speckrolle rein und fertig war das Mieder-Futter. Passt. Wird so genäht. Morgen. Oder Mittwoch. Auf jeden Fall bald, denn am 22ten ist "Abgabe"-Termin. Und wie ich Aud kenne, erledigt sie ihre Challenge mit links. So nebenbei. Auch wenn es noch nicht vorüber ist: Ein wunderbares Wochenende, ich bekomme ein neues Kleid und werde darin tanzen, irgendwann.
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Geschrieben von snowwhite um 22:05 Uhr in Projekte
Freitag, 19. Oktober 2007
Meine Güte, die ersten Ideenfetzen hatte ich schon vor einer ganzen Weile. Aber ich musste erst immer wieder anders an die Sache rangehen, massenhaft Erfahrung sammeln und tagelang herumbasteln, und das mit Codes und Software. Virtuell eben. Und warum das Ganze? Nun, ich habe ja eine kleine Website, und eine Herzensangelegenheit von mir ist es schon seit vielen Jahren, Information weiterzugeben. Das ist ja an sich nix Neues, aber ebenso lange gehe ich immer wieder an die Sache ran, mit wechselnden Vorgehensweisen. Als ich vor ca. 10 Jahren meinen Stempelladen gegründet habe, hat mir noch eine Stempelfreundin eine kleine Website gebastelt. Damals musste man nicht online präsent sein. Heutzutage denkt kaum noch jemand darüber nach, ob man online erreichbar ist oder nicht. Es ist zur Normalität geworden. Und ebenso normal sind auch die vielfältigen Möglichkeiten, die das Internet bietet. Aber trotzdem: Ohne dicken Geldbeutel (um Profis anzuheuern) oder einen Kurs in Webdesign ist jede Seite harte Arbeit. Jedenfalls für mich. Mir der kleinen Stempelseite meines Laden hatte ich angefangen, mich in html einzuarbeiten. Mehr schlecht als recht, aber ich verstehe das Grundlegende. Meine homepage baerbelborn.de hat mich viele Tage lang beschäftigt. Und seit sie steht, habe ich nichts mehr dran gemacht, denn für einen html-Dummie wie mich ist jede Änderung mit viel Denk- und Programmierarbeit verbunden. Meine Tochter kann gar nicht verstehen, wieso ich mich da so schwer tue. Ich tröste mich damit, dass ich nicht alleine bin im Boot der Internet-Doofies. Ich komme zum Punkt: Ich will- wie damals auf meiner Laden-HP- Foto-Workshops online stellen, aber schnell und unkompliziert. Und hier war mir das Burda-Blog mehr als hilfreich. Ich habe zwar über 1,5 Jahre gebraucht (!), um zu kapieren, dass Blogs NICHT nur als Tagebuch fungieren, aber die Erkenntnis ist nun endlich zu mir durchgedrungen. (Es darf gelacht werden) Und so kam es, dass ich gestern endlich angefangen habe, Blogs zu einer Kurs-HP umzubasteln. Dabei muss das Blog einige Vorraussetzungen erfüllen: Die "Kategorien" sollten als Menüpunkte dienen, um die Kurse zu sortieren und leicht auffindbar zu machen. Allein diese Vorgabe macht das Burda-Blog unbrauchbar für diesen Zweck. Ausserdem ist mein Burda-Blog mein gemütliches Wohnzimmer und kein Arbeitsplatz. Ich habe zur Zeit ein noch kostenloses Blog beim gleichen Anbieter wie meine Freundin Aud, die mir ihr Blog sehr empfohlen hat. Leider wird dieses irgendwann kostenpflichtig, ausserdem kämpfe ich mit dem Design, der Editor macht nicht was ich will und überhaupt... das wird bald gelöscht. Trotzdem als erster Arbeitsschritt, ein Vormittag ging dafür drauf: Designblog (hässlich), Testversion. Als meine Tochter dann meinte, ich solle mir ein kostenloses Blog besorgen, habe ich diesen Anbieter gefunden, und gleich ein zweites Tutorial-Blog gebastelt: Kostenloses Blog. Dieses Blog-Template hatte eine Unmenge Bugs und ich habe den ganzen Nachmittag gebraucht, um im CSS rumzuprobieren. Trial and Error, anders kann ich das nicht. Ich finde das angepasste Design mit meinem Banner traumhaft schön, aber dann las ich einen Kommentar einer Stemplerin hier in meinem Blog und wurde an eine ganz andere Lösung erinnert: Wordpress. Die Wordpress Blogsoftware ist, wie ich vermute, die weltweit am meisten verwendete. Nur... man braucht einen eigenen Webspace (oder nutzt einen mit Werbung) und muss es schaffen, die benötigten Einstellungen in der Software selbst vorzunehmen. What the hell is a datenbank? Jaja, werdet ihr sagen, eine Datenbank ist eine Bank für Daten. Aber wie bekomme ich die auf meinen Webspace? Ich habe bis 3 Uhr nachts und den ganzen Vormittag gebraucht, mein Wordpress Blog anzuschmeissen, hinzubiegen und mit einigen ersten Tutorials zu füllen. Und ich habe ein gutes Gefühl, denn erstens finde ich es sehr hübsch, und zweitens ist es auf MEINEM Webspace (den ich sowieso bezahle) und drittens kann mir niemand doofe Werbebanner einblenden. Hier findet ihr meinen aktuellen Blogversuch, als...... TADAAAAAAAAA: Tutorial-Blog. In den Workshops ist nichts, was es nicht vorher schon mal von mir gegeben hätte. allerdings endlich an zentraler Stelle. Ich musste mir meine ganzen Anleitungen und Tipps überall im Internet zusammensuchen, hehe. Aber da ich sie ja irgendwann mal geschrieben hatte, ist das ja kein Problem, ich hab ja nix geklaut. Endlich habe ich ein Instrument, das sich schnell und simpel bedienen lässt. Und wenn ich alle alten Tutorials online habe, und die Seite stabil läuft, sowie noch einige Änderungen im Design erledigt sind... dann mache ich mal was Neues, auf das die Welt davon erfahren möge. Falls ihr mit dem Wordpress-Blog irgendwelche Probleme habt oder Bugs findet, lasst es mich wissen. Es läuft für mich noch als Beta. Bis dahin, verbleibe ich mit ganz dicken Bussis, eure Bärbel Born
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Geschrieben von snowwhite um 12:03 Uhr in Projekte
Freitag, 14. September 2007
Ich hab euch ja von meinen Hausaufgaben erzählt. Und die hab ich dann auch gemacht, als ich endlich die richtigen Nadeln gekauft hatte. Somit habe ich also mindestens 2 Paar 8er Nadeln im Fundus, aber die jüngsten habe ich immerhin mit 30 Prozent Nachlass erstanden, weil die Wollstube in Leichlingen zum 30ten Jubiläum bis zum 07. Oktober Prozent gibt. Ja, das liest sich wie Werbung, aber da Inhaberin Frau de Ruiter eh bald in den Ruhestand geht, ist das ok finde ich. Zu Hause angekommen habe ich schnell eine Maschenprobe gestrickt, und siehe da- diese war zu klein, eigentlich kein Wunder. Und das Gewirke wurde so dick, also bin ich auf 10er Nadeln umgestiegen, welche ich bereits gefunden hatte im Umzugschaos. Damit klappte es dann wunderbar, Maschenzahl und Optik kamen hin. Hätte ich Doof also meine Hausaufgaben schon vorher machen können, wer sollte das denn ahnen? Die Wolle, die Frau de Ruiter für mich ausgesucht hatte, musste nur einem Kriterium entsprechen: Grün! (Hallo MaSans Tochter!) In der Originalanleitung aber wurden 2 Garne miteinander verstrickt, ein grünliches Flausch- und ein dünnes Knubbelgarn, Also gab mir Frau de Ruiter das grüne Flauschzeug und verschwand im Hinterzimmer... um mit einem Knäuel Bändchengarn wiederzukommen, in schwarz mit Knallfarben. Ihre Worte "Wenn Sie mutig sind, probieren Sie das mal aus" haben mich völlig auf der psychologischen Schiene erwischt! Ich und mutig? Ja, logisch! Ich hab den Mut erfunden (beim basteln). Also nahm ich grünes Flausch und quietschbuntes Bändchen mit und hab versucht das zu verdauen. Bei der Suche nach dem Stricknadel waren mir diese Altlasten begegnet: Seht ihr die lila Wolle? Ich hab einen Sack voller verschiedener Wolle in Lila. Nur soviel zum aktuellen Modethema bei Burda.... Grins. Diese Sammlung Wolle plus Stoff hatte ich im vergangenen Herbst als ein Projekt ausersehen, aus dem nie was wurde. Asche auf mein Haupt, aber ganz gestorben ist es noch nicht! Grün ist die Hoffnung. In diesem Falle auch Lila. Aber seht ihr auch das aufgewickelte Knäuel? Das ist eine bunte Noppenwolle, die mir irgendjemand mal irgendwann geschenkt hat, ich glaube noch bevor ich Internet hatte. hehe. Und die wartet seit Jahren auf ihren Einsatz. Bis gestern. Wenn Frau de Ruiter mich schon so offen herausfordert, warum dann nicht eine Wolle nehmen die meinen Vorstellungen von dem zukünftigen "Natur-Empire-Pulli" besser entspricht? Also hab ich meine Uralt-Knubbel-Wolle mit dem grünen Flausch verstrickt. Und ich muss sagen...... es sieht genial aus. Doch zurück zur Maschenprobe. Nachdem ich diese halbwegs fertig hatte und das ganze Stück liebevoll wieder aufgeribbelt, ging´s ans Stricken. Englische Anleitungen sind nicht mein Ding. Hätte Frau de Ruiter nicht gesagt, man müsse mit einem Patentmuster beginnen (engl.: Fishermans Rib) ich wäre völlig aufgeschmissen gewesen. Es reicht nicht englisch zu können, man muss auch die Stricktechnischen Abkürzungen kennen. Oder wisste ihr, was "K1" ist? Wahrscheinlich genausowenig wie eine Engländerin, wenn sie "RM" liest, rechte Masche, logisch. Nun, Patentmuster hab ich mal vor Ewigkeiten gestrickt und wieder vergessen, und die Erklärung von Frau de Ruiter hatte sich mir nicht erschlossen. Also Google. Ich kann alles lernen, wenn Google es findet! Auch Patentmuster stricken. Aber ach! Kaum waren die ersten Zentimeter gestrickt, war das flauschige Knäuel alle. 25 Gramm. Jo. Reicht nicht weit. Und keine Zeit mehr zum Nachkaufen, kurz vor Ladenschluss. Also hab ich ganz dreist in der Wollstube angerufen, und ganz lieb gefragt ob die Inhaberin (meine Nachbarin) mir ein paar Knäuel mitbringen kann. Hat sie auch gemacht und weiter gings. Als ich nun heute hinfuhr, um meine Schulden zu bezahlen, sagte Frau de Ruiter mir, sie würde mir die Wolle schenken. Anstelle eines Blumenstrauß zum Einzug! Und wenn ich dann die Party zum Einzug schmeisse (Welche Party???) solle ich dann bitteschön den Pulli fertig haben. Ich habe dann erwidert, dass der Pulli gewiss Jahre vor dem Haus fertig würde, aber ich wette sie wird sich dann ganz genau daran erinnern! Och Mensch, was soll ich sagen? Ich hab mir nen Knubbel an den Bauch gefreut. Wolle statt Blumen! Genau mein Ding, denn ich hasse Schnittblumen, und mein Pulli wird niemals verwelken. Denn diese tolle Grün-Bunt-Kombination hat auch was von Blumenwiese. Und ich werde immer an Frau de Ruiter denken, wenn ich den Pulli trage. Hier ein Foto für euch, damit ihr wisst wie nette Leute in Leichlingen aussehen: Danke für die Blu.... Wolle! Und ich hab auch ein Foto gemacht für euch, damit ihr die schöne Wolle schauen könnt. Mööp, mit auf dem Bild meine neue Rosen-Einkaufstasche (3 Euro Billigladen, heute war ich da um zwei weitere zu kaufen, damit das Kissenbezüge werden, ich Schlaumeier) und eine uralte bestempelte Dachpfanne, sowie meine neuen Haus-Clogs. Wenn man schon seine Bude schön macht, dann natürlich in den passenden Schuhen! Romantischer Landhaus-Stil von Kopf bis Fuß! Oben die Wolle kann man kaum erkennen, wenn nach wochenlangem Regen endlich mal wieder die Sonne scheint, ist sogar die Kamera geblendet. Drum nochmal ein Ausschnitt: Da ich im Moment an einem PC auf der Südseite im vollen Sonnenschein sitze, und meinen Bildschirm kaum erkennen kann, kann ich auch nicht sagen ob die Farbtöne halbwegs stimmen. Ich kontrolliere das des Nachts nochmal. Komischerweise muss ich beim Anblick dieses satten, frischen Grüns mit den bunten Einsprenkelungen immer an Aud denken. Keine Ahnung warum. Hatte sie mal so ein süßes T-Shirt an in Grün-Bunt? Aud, hilf mir! Mittlerweile sind 3 Knäuel verstrickt. Oder waren es schon 4? Und alle geschenkt, ich kann es immer noch nicht fassen! DankeDankeDanke
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Geschrieben von snowwhite um 14:11 Uhr in Projekte
Donnerstag, 14. Juni 2007

Weiter geht´s mit dem Ledersofalarpdingbumms. Um den nächsten Schritt zu erklären, muss ich ein wenig ausholen: So richtig nähen gelernt habe ich ja bei einer Ex-Schwägerin, die Schneiderin war. Und eine sehr gute dazu, sie ist immer noch mein Vorbild wenn es um´s Nähen geht. Nur am Rande: Ihr Gesellenstück belegte in NRW den ersten PLatz und bundesweit des zweiten. Aber das ist lange her.... Damals war Mode aus Leder modern. Mitte bis Ende der 80er war Lederkleidung genauso teuer wie heute, aber wenn man selbst schneidern kann ist das eine wunderbare Möglichkeit zu sparen. Man muss keine Angst vor Leder als Material haben. Es lässt sich bis zu einer gewissen Stärke nähen wie Stoff, und bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber Stoff. Man muss allerdings einige Dinge beachten. Kleine Löcher in Leder schliessen sich nicht wieder, wie es bei den meisten Geweben der Fall ist. Also kann man Leder nicht stecken, bevor man es zusammen näht. Oder nur an Stellen, die später nicht mehr zu sehen sind. UND man kann Nähte nicht einfach wieder auftrennen wenn man eine Naht korrigieren muss, jede einmal genähte Naht bleibt für alle Zeit sichtbar als eine Linie von kleinen, feinen Löchern! Darum mache sogar ich faule Socke vor einem Lederprojekt eine Nesselprobe. Zum Nähen empfiehlt sich eine spezielle Nadel, die vorne eine scharfe Spitze aufweist, wie ein kleines Messer. Denn wie man sich denken kann, "schiebt" eine Nadel Leder nicht beiseite, wie es bei einem gewebten Stoff der Fall ist. Sie muss ja ein "Loch" machen in die homogene Lederfläche. Aber diese kleinen Abstriche bei der Verarbeitung werden mehr als ausgeglichen, wenn man bedenkt welch dankbares Material Leder ist: Es franst niemals aus, es lässt sich sogar vorsichtig bügeln und mit spezieller Bügel-Einlage verstärken, es lässt sich wunderbar "Stückeln" und selbst der kleinste Rest kann noch Verwendung finden. Die genannte Eigenschaft des Leders nicht auszufransen, eröffnet wieder ein weites Feld von Verwendungsmöglichkeiten: Applikationen und Co. In der Zeit mit meiner Ex-Schwägerin zeigte sie mir eine Fülle von Ideen für die Verwendung von Leder, die ich bis heute nicht vergessen habe. Damals machte ich einen ersten Versuch mit dem edlen Material, und nähte mit ein Hemd. Da ich zeitlebens altertümliche Mode geliebt habe, machte ich mir ein Hemd mit einer vorderen Schnürung. Müssig zu erwähnen, dass ich den Schnitt dazu aus einem Burdaheft entnommen habe. ;-) Damals hatte ich alle Teile aus einem wunderbaren, weichen und feinen Nappaleder zugeschnitten. Im Nachbarort gab es eine Lederfärberei, die heute leider ihre Tore für immer geschlossen hat. Damals konnte man dort sehr günstig das ein oder andere Fell mit kleinen Fehlern erwerben. Ich ging fröhlich zu Werke und stellte beim nähen fest, dass ich mich im Bereich der Rücken-Passe verschnitten hatte! Au weia! Aber ich war ja bei meiner Schwägerin in die "Lehre" gegangen, und sie hätte niemals bei einem Patzer die Flinte ins Korn geworfen! Bei ihr habe ich gelernt, wie einfach es ist, aus Lederresten wunderschöne Applikationen zu machen. So machte ich aus der Not eine Tugend, und nähte ein paar Leder-Stücke auf die verschnittene Stelle. Das sah so ausnehmend gut aus, dass ich diese Applikationen auch auf die Ärmel setzte. Leder-Applikationen sind sehr einfach zu machen: Je nach Stärke des Leder kann man selbiges mit Ledereinlage verstärken. Man schneidet einfach die gewünschte Form aus und klebt sie mit ein wenig Kleber auf die zu verzierende Stelle. Man kann Textil- oder Lederkleber nehmen, aber ich persönlich benutze zu diesem Zweck ganz ordinären Alleskleber. Man sollte nur wenig nehmen, damit auf keinen Fall Kleber an den Seiten austritt. Der Kleber ist auch nur gedacht, dass Lederstück auf dem Untergrund festzuhalten, bis man es festgenäht hat. Dann wählt man einen nicht zu kleinen Zickzackstich auf der Nähmaschine und näht die Applikation damit auf. Ich sichere in diesem Fall nicht mit einem Rückstich, sondern ziehe die Anfangsfäden auf die Rückseite und verknote oder vernähe sie, denn ein allzu dicker Nahtanfang und -ende würde unschön aussehen. Im Fall der Blätter auf meinem Lederhemd habe ich bei einigen Blättern zusätzlich zu dem Zickzack an der äußeren Kante auch noch einen Gradstich im Inneren des Blattes aufgenäht, quasi als Blattrippe. Geht schnell und gibt dem Blatt mehr Plastizität. GANZ WICHTIG: Egal wie ihr die Applikationen festnäht: Man darf niemals zu enge Stiche machen oder zu viele! Warum? Nun, wie ich bereits sagte, hinterlässt jeder Stich ein Loch im Leder. Und viele kleine Stiche nebeneinander... nennt man "Perforation". Bei Papier wird sowas gemacht, damit es besser abreisst! Und das Gleiche passiert mit dem Leder, wenn man zu viele Löcher reinmacht- es reisst! Ich hoffe auf den nachfolgenden Bildern kann man die Nähte gut erkennen. Das erste Bild zeigt die Rückenpasse und die Ärmel, Bild 2 eine Detailaufnahme: Im zweiten Bild kann man sehr gut den Zickzack-Stich sehen, mit dem das Blatt aufgenäht wurde. Für meine Larp-Lederweste nahm ich lustigerweise die Lederreste von eben jedem Hemd, obwohl dieses vor über 15 Jahren genäht wurde! Bärbel hebt alles auf! Man weiss nie wozu es gut ist, und in diesem Fall wurde aus dem uralten Leder noch was Hübsches. Ausserdem kann ich nun das Hemd und die Weste zusammen tragen, und die Farben des hellbraunen Leders passen perfekt! Ist ja die gleiche "Haut" gewesen! Für die Leder-Applikationen meiner Lederweste habe ich keine große Vorplanung gemacht. Ich hab Blätter zugeschnitten wie sie mit in die Hände kamen, aufgeklebt und festgenäht. Alles in allem wird die ganze Aktion kaum mehr als 1-2 Stunden gedauert haben, vom Zuschneiden über´s Festkleben, nähen und Verknoten der Fäden. Gut, ich muss zugeben so ganz zufrieden bin ich nicht, denn ich finde es fehlt der "Rahmen". Ich hatte keine geeignete Borte zu Hand, denn ich könnte mir vorstellen dass Zweige oder Äste unter den Blättern das Ganze verbessert hätten. Vielleicht nächstes Mal.... Ich zeige euch nun meine Lederweste. Ich habe wieder einmal die Farbtöne nachbearbeitet, weil der grüne Farbton gänzlich anders aus der Kamera kam als ich ihn am Original sehe. Neulich wies mich ein Freund darauf hin, dass ich bei der Nachbearbeitung meiner Bilder immer übertreiben würde. Hier liegt das Problem bei der Kalibrierung meines Monitores! Dieses Problem lässt sich nur schwer lösen, denn wir jeder weiß, zeigt fast jeder Monitor leicht abweichende Farben und Helligkeiten. Mein Monitor ist besonders weit neben der Norm, darum möchte ich euch bitten euch das Grün als ein leicht ins Petrol gehende satte Dunkelgrün vorzustellen. Robin Hood hätte seine helle Freude daran gehabt. Die Passform an der Puppe ist nicht besonders gut, da mein Wanst weit mehr Umfang hat. MIR passt das Ding! In der nächsten Aufnahme seht ihr ein Detail der Applikation. Ich muss zugeben, mein Geschick beim Nähen hat doch arg nachgelassen in den 15 Jahren. Der Zickzack ist krumm und schief, da ich das alte Lederhemd zum Vergleich habe, sehe ich wie schlecht ich bei der Weste gearbeitet habe. Aber was soll´s, die Weste ist nur zum Zeitvertreib entstanden und wird auch nur zum Spaß getragen. Es kann auch sein, dass ich die Blätter auf dem Hemd damals mit Ledereinlage verstärkt hatte... besser ist das. Aber ohne diese abzutrennen und abzureissen werde ich es wohl nie erfahren ;-) Ich hoffe, die kleine Exkursion ins Land der Lederverarbeitung hat euch gefallen. Nächstes Mal zeige ich euch, wie ich die seitliche Schnürung gemacht habe. Phew! This will be tricky... to explain how to sew leather in english.... please let me know if anything is confusing, I will do my very best to tell you how I made the applique that you can see above.
Leather is very easy to sew. Because it will not fray you don´t have to de-baste (?) the edges. This advantage is important for making appliques, because you can cut any shape you want. I made the leather leaves without any template, I cutted them from scap. You can reinforce the leather with special iron-on interling if you wish, this depends on the leather you use. Then you glue the applique with some craft glue. Don´t use too much glue, to prevent the glue oozing out of the leave. After the glue is dry, you can secure the applique with some zigzag stiches. Normally I secure each seam with some backstiches, but I didn´t want to do this with the applique, so I pulled the threads to the back side and secured them with some knots. As you can see in the pictures, I made some additional straight stiches to give the leaves more detail. It is important that you don´t use too small or too much stiches, because each stich lefts a hole in the leather, and too much holes will damage it!!!!!!!!! I hope you enjoyed my little leather fun, next time I´ll show ya the lacing of the leather waistcoat. Stay tuned!
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Geschrieben von snowwhite um 10:08 Uhr in Projekte
Dienstag, 12. Juni 2007
So, weiter geht´s mit meinem Ledersofawestenlarpding. In dem Bilderlink den ich als Referenz gezeigt habe ( Lederweste ) sieht man deutlich die Form der Schnitt-Teile. Sogenannte Wiener Nähte (wenn Burda seine Pop-Ups abschafft verlinke ich mal zu der Fashionpedia, dort werden Wiener Nähte erklärt) sorgen für die taillierte Form. Abnäher kamen für meine Lederweste ohnehin nicht in Frage, da ich befürchte, ein Brustabnäher in Leder wird sich nie und nimmer flach bügeln lassen. Wiener Nähte haben einen schönen kontinuierlichen Verlauf von oben bis unten und legen sich optimal auch mit steifen Materialien... sag ich jetzt mal so. Also hab ich nach einem ganz einfachen Schnitt mit Wiener Nähten gesucht. Ich habe auch eine Menge gefunden... in Burdaheften von 1968 bis 1970! Aber nachdem ich 2-3 Schnitte für mein Projekt auserkoren hatte, fiel die entgültige Entscheidung doch auf etwas gänzlich anderes: Einen Schnitt der Firma Lutterloh. Diese Firma stellt schon seit über 50 Jahren Schnitte für Hobbyschneiderinnen her, hat aber meiner Meinung (!) nach den Weg ins 21te Jahrhundert noch nicht gefunden. Ich hatte bereits im letzten Jahr ein sehr nettes Gespräch mit Herrn Lutterloh, und ich sehe ein, dass eine Firma nicht ihre komplette Strategie wegen einer bekloppten Tussi wie mir umschmeisst. Ich habe nämlich viele Wünsche an die Firma, vor allem mehr Aktivität im Internet! Ich wünschte, ich wäre versierter im Programmieren von Webauftritten, und könnte der Firma solche Angebote wie Foren, Kundengalerie etc anlegen. Mir ist klar, dass Burda da bereits sehr viel getan hat, und eine Firma wie Burda weit mehr manpower zur Verfügung hat als Lutterloh. Aber mein Herz hängt an solch alteingesessenen Firmen wie Burda UND Lutterloh, und die Vorteile, die eine Firma wie Lutterloh bieten kann, sind einzigartig! Wer Lutterloh noch nicht kennt: das Prinzip der Schnitte ist seit den Anfängen gleich geblieben. Man skaliert seine Schnitte selbst! Mit einem ganz einfachen System kann man auf Basis von nur 2 Körpermassen die auf kleinen Blättern vorgegebenen Schnitte mit Hilfe eines speziellen Lineals vergrössern. Kleine Anpassungen werden an einem Papierschnitt oder einer Nesselprobe vorgenommen, aber das ist ja ein üblicher Vorgang, denn kein Schnitt kann jeder Figur passen! Wer sich die Vorgehensweise von Lutterloh anschauen möchte sollte sich den Webauftritt der Firma mal ansehen (auf den Firmennamen oben klicken). Abschreckend ist nur der Preis, mit rund 100 Euro Anschaffungskosten muss man sich das dreimal überlegen! Mein Lutterloh-System wurde von meiner Mami gesponsort, nicht ganz uneigennützig, denn ich habe ihr schon einige Kleidungsstücke nach ihren Maßen genäht. Ich habe neben einem Grundsortiment an Schnitten auch die regelmäßig erscheinenden Ergänzungshefte bestellt, und werde alle 3 Monate mit Neuheiten versorgt. Ich muss leider zugeben, dass viele Schnitte auf den ersten Blick recht altbacken erscheinen, aber wie auch bei Burda stellte ich mit der Zeit fest, dass ich manches später in den Auslagen der Boutiqen wiederfand, was ich noch kurz vorher als Schnittmuster dröge fand. Die Firma Lutterloh versucht den Spagat zwischen Tradition und Moderne, was nicht immer einfach ist. Und allein das sollte schon mit Kundentreue belohnt werden, genau wie bei Burda, deren ständige Neukonzeptionen der Heftinhalte mancher Leserin die Zornesröte ins Gesicht steigen lassen... wir kaufen sie ja doch! Nun, warum wollte ich nun grade für dieses Projekt einen Lutterloh-Schnitt testen? Ganz einfach: Die Larper (was LARP ist findet ihr im Link auf der rechten Seitenspalte) sind zum grossen Teil ein sehr kreatives Völkchen. Viele Larper machen sich ihre Ausrüstung selbst, und sogar Männer setzen sich an die Nähmaschine! Nicht selten ist dies auch aus der Not geboren, einfach weil "Mann" nicht einfach losziehen kann und das gewünschte mittelalterliche Fantasy-Outfit von der Stange kaufen KANN. Dann bringen sich viele Männer und auch junge Damen das Nähen bei, was mich immer wieder freut! Individualismus wird bei Larpern großgeschrieben und nur wer wirklich 2 linke Hände hat, trollt sich zu ebay und Co. Ich weiss, dass viele Mittelalterfans und Larper händeringend nach geeigneten Schnitten suchen. Burda hat bereits einiges an passenden Schnitten auf dem Markt gebracht, einige Vorschläge von mir zu Burdaschnitten findet ihr ebenfalls auf der rechten Navigation des Blogs. Aber das große Problem vieler historischer und phantastischer Hobbyschneider ist die Größenanpassung. Nicht wenige haben ein paar Kilos zu viel auf den Rippen, und auch wenn Burda einiges in großen Größen anbietet, hat jeder Schnitt eine obere und untere Grenze. Nicht so bei Lutterloh! Man kann ja selbst skalieren, also den Schnitt vergrößern, bis er passt. Ich muss zugeben, ich habe das Lutterloh-System noch nicht auf die Tauglichkeit für wirklich große Größen (50+) getestet, aber auf den Seiten der Schnittvorlagen ist oft ein spezielles Symbol, wenn sich dieser Schnitt besonders gut für große Größen eignet. Und es gibt eine speziell für "Dicke" aufgelegte Sonderausgabe, die es sich mal zu testen lohnen würde. Nach dieser langen Vorrede bin ich nun an dem Punkt angelangt, wo ihr hoffentlich nachvollziehen könnt, warum meine Larp-Lederweste unbedingt nach einem Lutterloh-Schnitt genäht werden musste: Ich will Lutterloh den Larpern näher bringen! Dieser mutige Auftrag steckt noch in den Kinderschuhen, aber ein Anfang ist gemacht. Nun wollen wir konkreter werden. Ich habe nach langem Suchen in all meinen Lutterlohschnitten diesen Schnitt als geeignet auserkoren:  Wen es interessiert: Es handelt sich um Schnitt 94/95 des Jahres 1998 (bei Lutterloh steht "MCMXCVIII", irgendwann erwürge ich dort jemand für die römische Schreibweise, hab ich das richtig übersetzt?) und ich habe die Ärmel weggelassen, sowie den Ausschnitt vergrößert und natürlich den Stehkragen weggelassen. Der Rest bedurfte nur einer kleinen Anpassung des Brustabnähers in Richtung Armausschnitt, ich vermute es handelt sich um die nötigen Bequemlichkeitszugaben für den eingesetzten Ärmel, da ich eine enganliegende Weste wollte waren diese nicht gewünscht. Um die Passform zu überprüfen habe ich natürlich eine Nesselprobe genäht, da man an dem Leder kaum noch Veränderungen vornehmen kann oder sollte, ist es einmal zusammengenäht. Ich habe auch nicht wie sonst üblich gleich beim Zeichnen die Nahtzugaben angezeichnet, da ich bei dem Leder keine Zugaben der üblichen Breite brauchte. Da das Leder eine rauhe und eine glatte Seite hatte, konnte ich die Nahtlinien mit Kugelschreiber auf die "Rückseite" malen, wobei ich mich für die glatte Seite als linke Seite entschieden habe. Die Linien waren darauf vorzüglich zu sehen. Für jedeNaht habe ich auf EINER Seite der Naht 0,5 cm zugegeben, die Nahtlinie des Gegenstücks wurde ohne Zugabe zugeschnitten. Dann habe ich das Schnittteil OHNE Nahtzugabe einfach (von der linken Seite aus gesehen) mit der Schnittkante auf die gezeichnete Nahtlinie des Gegenstücks gelegt und mit einem Zickzack die Kante auf das darunter liegende Teil genäht. Das hat wunderbar geklappt und ich musste nichts abstecken. Das ganze Zusammensetzen der Schnittteile ging mit dem Leder schneller als wäre die Weste aus Stoff gewesen, da ja nichts versäubert oder gesteckt werden musste. Lediglich für die Dekoration des Vorderteils habe ich mir etwas Zeit genommen, da ich einen ganz bestimmten Effekt ausprobieren wollte. Und die seitliche Schnürung hat Zeit in Anspruch genommen, da ich das Leder für die Schnürlöcher verstärken wollte, und auf jede der seitlichen Schnittkanten noch einen Streifen dicken Leders aufgenäht habe. Wie ich nun meine Lederweste auf Larp getrimmt habe, das erzähle ich euch nächstes Mal. Hi! I try to give a short explanation of the pattern I used for making my leather waistcoat. I think no one of you has ever heard about the german company "Lutterloh"? This pattern company offers a very unique technique of making your own patterns, that should fit your individual measurements. (Phew, this is tricky to describe) With a special measuring tape you SCALE the pattern to your size! The advantage of this system are obvious: Every tailor can make patterns for his individual body size!
On the webpage of this company you can see a video that might explain how this works: Lutterloh. But I cannot find any english pages there, so please try to check the website for pictures that might explain how it works OR write the company a million emails, to install an english section ;-) However.... I really really hope the company Lutterloh will offer its system for international customers too. The priciple of the Lutterloh system is over 50 years old! If you are very lucky, you can find some old books on ebay, and than you have ORIGINAL vintage patterns of the 40s and 50s! Unfortunately Lutterloh doesn´t offer any reprints, so we have to find the books on our own. I took the pattern that is shown on the picture above, for sewing my larp leather waistcoat. I wanted princess seams because they work with the leather and give a smooth silhouette. I had no use for the sleeves so I didn´t copy them. And I opened the front neck line and had to alter the upper front princess seam a bit to fit my shape. I drawed the pattern directly on the back of the leather with a ballpen. Then I cut the leather with seam allowance only on one side, the matching part was stiched on this allowance. Before putting the front and the back together, I made some appliques. How I made these I will show you next time, stay tuned.
Geschrieben von snowwhite um 19:45 Uhr in Projekte
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