Mittwoch, 30. April 2008
Letzter Drücker
Jessas! Schon wieder eilen. Doch wie sagt man so schön: Eile mit Weile, und das finde ich auch. Drum habe ich heute eine ganze halbe Stunde genäht. In einem Affenzahn, aber dann kam die Weile... anprobieren...zupfen...nochmal anprobieren (weil hinten war vorne, hüstel)...wieder zupfen...feststellen, dass irgendwie die Teilungsnaht sehr merkwürdig sitzt...nachdenken....weiter nachdenken....nochmal zupfen...zu dem Schluß kommen, dass ich mit einer leicht hochgeschoppten Taillennaht mit dem Sitz doch halbwegs zufrieden bin... meiner Schneiderpuppe übergezogen....festgestellt, dass ich noch die Säume nähen muss.....und beschlossen, als erste "ich reiche das nach"-sewalong-Näherin in die Geschichte des Burda Sewalongs einzugehen.
Meine Schneiderpuppe hatte neulich einen Unfall, und hat sich eines ihrer 3 Beine gebrochen. Darum musste ich sie auf einen Schirmständer platzieren, und gegen die beharrliche Schieflage eine Milchtüte unterschieben. Dann einen windfreien Moment abwarten und schnell auf den Auslöser meiner Uraltcamera gedrückt. Unscharfes Bild, trotz Nachbearbeitung schlechte Belichtung, aber ich bin (noch) zu geizig mir was anständiges zu kaufen.
Der verwendete Stoff stammt aus einer weiteren Schenkung meiner Freundin Aud, der hübsche schwarze Shirtstoff musste ihren Fundus verlassen, da sich wohl langhaarige Stubentiger nicht mit schwarzem Stoff vertragen. Mein Glück, denn der recht feste Stoffe hat sich für diesen Schnitt perfekt geeignet.
Da ich noch sämtliche Säume nähen muss, denke ich an eine kleine Verzierung. Einen Kragen oder bunte Bänder. Noch habe ich keine zündende Idee, aber wenn diese zu lange auf sich warten lässt, nähe ich die Säume halt einfach nur um. Die Kapuzen-Idee von shie fand ich absolut genial, vielleicht affe ich das einfach nach, um mein Shirt aufzupeppen.....
Als Schnitt-Kritik würde ich sagen, der Schnitt entspricht nicht ganz dem, was man vom Umschlagfoto erwartet. Aber es hält sich in Grenzen. Jedem Käufer ist klar, dass ein Schnitt niemals so toll sitzt, wie an einem professionellen Model ( ausser an shie, lol ) Aber dass die Teilungsnaht, die eindeutig UNTER der Taillennaht verlaufen soll, so dermaßen tief sitzt, das war eine Überraschung. Mit "schoppen" rutscht diese angenehm nach oben, aber der obere Teil wird halt blusig weit. Im Modellfoto sitzt die Naht so hoch wie nach dem schoppen, aber der obere Teil bleibt glatt. Ich finde den Schnitt nach wie vor schön, vor allem ist er sehr einfach zu nähen. Nur man muss wissen was man hat, und das weiss man erst wenn man es genäht hat.
Ich muss nochmal mit shies Version vergleichen. Die übrigens eine absolut geniale Schritt-für-Schritt Dokumentation gemacht hat über ihr shirt.
Hier meine Version, da die Schneiderpuppe in etwa meine ( Aus-) Maße hat, seht ihr ganz gut den Effekt durch´s schoppen (nicht shopen! lol)

Mit ein bisschen Sturm und ohne Milchtüte sieht das Ganze so aus:

Na ja, und bügeln soll auch helfen, um ein Kleidungsstück aufzuwerten, gell?
To be continued......
Freitag, 18. April 2008
Fertig - mit Zipfelkapuze~
Soooo~ ich habe fertig. (Zumindest theoretisch.)
Da ich irgendwie gerade auf nichts anderes Lust hatte, habe ich mich an die Konstruktion der Kapuze gemacht. In der Burda 05/2003 ist ein Kapuzentop mit ungefütterter Kapuze, das ich schon einmal genäht habe, und deshalb habe ich mir diesen Kapuzenschnitt als Vorlage genommen.
Weil der Ausschnitt nach vorne ein bisschen abgerundet werden musste – ich wollte die Kapuze ja nicht immer direkt am Hals tragen müssen – hat das Nachmessen ergeben, dass ich die größte Kapuzengröße übertragen muss.
Und weil ich so gern eine Zipfelkapuze haben wollte, habe ich einfach anstatt der Rundung der Kapuze an der hinteren Naht einen Zipfel gezeichnet. Das Probeteil sah zufriedenstellend aus, also konnte ich mich an das Originalteil wagen.
Zuerst habe ich den Ausschnitt mit einem Streifen Vlieseline bebügelt, damit er sich nicht ausdehnt (mein Kopf passt auch so locker durch). Auf dem Foto sieht man, dass sich die Enden des Streifens ein wenig überlappen:

Die eigentliche Kapuze wird mit Kappnähten gearbeitet, was sich bei dem Zipfel als ein wenig schwer herausstellte. Ich habe dummerweise die Kamera vergessen, als ich am Arbeiten war, deshalb gibt es nur ein Foto und eine Beschreibung der Vorgehensweise…
Also einmal die fertige Kapuze:

Ich habe zuerst die obere Kapuzennaht geschlossen. Dann dort die eine Hälfte der Nahtzugabe zurückgeschnitten, die andere Hälfte drumherum geschlagen und eine Kappnaht gemacht, die man auf der Außenseite der Kapuze sieht.
Dann habe ich den angeschnittenen Besatz (der ist so im Schnittmuster enthalten, ich habe ihn nur ein wenig gekürzt, weil ich die Steppnähte gern in einem ähnlichen Abstand von der Kante haben wollte wie bei Ärmeln und Saum) gleichmäßig umgebügelt und ein Stück nach innen eingeschlagen wie einen Saum. Das Ganze mit zwei parallelen Stepplinien abgesteppt. Meine Nähmaschine muss wohl dringend einmal wieder gesäubert werden, auf jeden Fall sind die Nähte auf der Rückseite nicht ganz so ordentlich, wie ich es gern hätte ^^J Aber ein bisschen Herumspielen an der Fadenspannung brachte ganz zufriedenstellende Ergebnisse.
Zu guter Letzt habe ich die untere Naht geschlossen, und zwar so, dass ich eine Kappnaht nach innen machen konnte. Ich fand es ganz schön, dass, wenn die Kapuze nicht aufgesetzt ist (und ich sehe Kapuzen eher als Deko als als etwas, das man wirklich benutzt *g*), man beide Kappnähte sieht, eine innen und eine außen.
Die letzten paar Zentimeter waren mit der Nähmaschine nicht zu schaffen, ohne in die andere Kapuzenseite zu nähen, also habe ich sie von Hand fertig gemacht. Das Ergebnis ist auf dem oberen Foto~
Danach habe ich die Kapuze rechts auf rechts an den Halsausschnitt gesteckt (von der rückwärtigen Mitte aus beginnend) und mit der Ovi zusammengenäht. Wegen der Rundungen musste ich ein bisschen zupfen und ziehen, aber ansonsten hat es gut geklappt.

Die Ansatznaht wurde ins Shirt gefaltet und dort einfach festgesteppt. Dann musste ich noch eine Stelle im Saum wieder neu nähen (irgendwie scheint die Zwillingsnadel versagt zu haben) – und fertig =)
Einmal die obere Kappnaht und die doppelte Naht am Kapuzenrand:

Auf dem Foto erkennt man gut, dass der Besatz der Kapuze mit zwei Nähten und nicht mit der Zwillingsnadel festgesteppt ist. Ich wollte keinen Zickzack auf der Innenseite haben und habe mir deshalb so beholfen:

Und zu guter Letzt einmal die Ansatzkante der Kapuze. Die Falte ist nur durchs Legen entstanden und normalerweise nicht da~

Bilder mit Inhalt habe ich auch versprochen, und da meine Mutter gerade bereit war, die Kamera in die Hand zu nehmen, kann ich auch gleich welche präsentieren:
Von vorne…

…von hinten (man erkennt sehr schön die Zipfelkapuze)…

…und von der Seite.

Das Fazit lautet folgendermaßen:
Nähtechnisch ist der Schnitt wirklich nicht schwer nach zu nähen (vielleicht abgesehen davon, dass es ohne Overlock immer ein bisschen kompliziert ist, dehnbare Stoffe zu verarbeiten?) und er liefert ohne große Probleme ein schönes Ergebnis.
Was mich etwas gestört hat, ist dass entweder die Taillenlinie komisch sitzt oder der untere Teil mal wieder sehr sackartig geschnitten ist, obwohl das auf dem Schnittbild ganz anders aussieht. Den Maßen nach habe ich bei Burda genau 36, aber dieser Schlauch muss 10cm tiefer sitzen, damit er nicht viel zu viel schlabbert oô
Als ich das Teil das erste Mal anhatte, bekam ich einen kleinen Schock, weil es eigentlich so gar nicht in meinen Kleidungsstil passt – und weil der Jersey nicht ganz so weich fiel, wie ich es gern gehabt hätte, weshalb ich mich erst an die Falten gewöhnen musste. Sollte ich den Schnitt noch mal nehmen, werde ich möglichst weichen Strickstoff verwenden, der fällt sicherlich noch ein bisschen schöner.
Mit der Kapuze ist das Shirt ein tolles Teil für zu Hause. Ob ich mich damit auf die Straße traue, bleibt abzusehen XD Das liegt allerdings weniger am Schnitt, sondern vielmehr an der Farbe…
Wahrscheinlich wird es fürs erste bei diesem „Probeteil“ bleiben. Eine Freundin von mir schlug letztens allerdings noch vor, das Shirt zu bedrucken (ich habe noch Stempel von Blauweißchen hier herumliegen und sie hat noch farblich passende Stoffmalfarbe), damit die knallige Fläche nicht ganz so groß ist. Wenn wir das tatsächlich tun, werde ich hier noch davon berichten ^^
Bis dahin lehne ich mich zurück und erwarte gespannt die restlichen Sewalong-Beiträge *g* (Ich schreib auch nicht mehr so viel, versprochen XD)
Freitag, 11. April 2008
Bis auf die Kapuze fertig~
Man glaubt es kaum, wozu man kommt, wenn man sich unbedingt ums Mathelernen drücken will. Auf jeden Fall habe ich heute mit dem Shirt angefangen~
Den Stoff hatte ich schon letztens bei Marion besorgt. Es ist relativ dünner, türkiser Baumwolljersey, der sich beim Waschen an den Rändern sehr eingerollt hat, weshalb ich bei einfacher Stofflage zuschneiden musste oOJ Nachdem die Aktion überstanden war, lagen die Teile den Rest der Woche in der Ecke herum, aber heute habe ich sie wieder hervorgekramt.
Als erstes also die Seitennähte am Oberteil gesteckt und mit der Ovi geschlossen (das ganze Shirt ist mit weiß genäht und auch gesäumt, ich fand es sinnlos, genug Garn in der Farbe für die Ovi zu besorgen ^^J). Es sah gleich schon ganz anders aus und nicht mehr wie eine Tischdecke mit Löchern:

Dann die Ärmel versäubert und gleichmäßig umgebügelt...

...und das Ganze der Nähmaschine mit der Zwillingsnadel untergeschoben.
Allerdings hat es mich einige Versuche gekostet, die Fadenspannung richtig einzustellen, weil der Stoff doch sehr dünn ist oô

Natürlich konnte ich es dann kaum erwarten, das Shirtoberteil einmal anzuziehen. Da der Jersey in der Wäsche ein bisschen fester geworden ist (zumindest habe ich das Gefühl), fällt es nicht ganz so schön wie ich es gern gehabt hätte.
Und leider kann ich nur schwer Fotos von mir selbst machen, also muss die Schneiderpuppe dran glauben:

Als nächstes habe ich mir dann die unteren Shirtteile geschnappt, die Seitennähte geschlossen und den Schlauch gesäumt. Eine Anprobe hat ergeben, dass er, wenn die Taille wirklich da sein soll wo es im Schnitt angegeben ist (was ganz nebenbei ein bissl utopisch ist - ich bin zwar kurz, aber leider vor allem in den Beinen und bei mir sitzt die Taillenlinie etwa 10cm weiter unten), viieeel zu weit ist.
Allerdings hatte ich auch gar nichts anderes erwartet, bisher habe ich bei Shirtschnitten fast nur Säcke erlebt... oôJ
Und da das Oberteil eh recht lang ist, hab ich den Schlauch einfach für unterhalb der Taille erklärt.
Zusammengelegt sah das Shirt dann so aus:

Ich hab dann die untere Kante des Shirts noch ein wenig schmaler gemacht und es zusammengesetzt. Das Ergebnis sieht folgendermaßen aus:

Ich werde dann irgendwann demnächst noch die Kapuze konstruieren und zum Abschluss kommt dann auch hier noch ein Foto mit Inhalt ^^
Samstag, 5. April 2008
Schnitt kaufen
Donnerstag, 3. April 2008
Ebenfalls dabei~
Den Schnitt habe ich gestern ergattert und heute erst einmal auf Folie übertragen – man weiß ja nie, was man noch alles ändert *gg*
Da ich schon länger damit geliebäugelt habe, werde ich das Shirt wahrscheinlich erst einmal nach Schnittmuster in schlichtem Stoff nähen. Ich schwanke noch zwischen grau und türkis~
Wenn ich dann bei dem Probeteil alles so geändert habe, wie ich es haben möchte, soll es ein zweites Teil mit ein paar Aufpeppungen geben. Die erste, eine Kapuze, werde ich vermutlich schon beim Probeteil aufgreifen. Ansonsten spiele ich im Moment verschiedene Ausschnittlösungen durch und überlege, ob ich das Ganze verlängere. Mal schauen…
Allerdings wird es vermutlich nur sporadisch Fortschritte von mir geben, da ich mitten im Abitur stecke und höchstens nebenbei nähen kann. Zum Stoff kaufen kann ich mich wahrscheinlich aber trotzdem noch diese Woche aufraffen - das ist nicht so schwer >3
einfach so
Dienstag, 1. April 2008
Und los geht´s
Erster April 2008. Kein April Scherz. Wir wollen gemeinsam nach Burdaschnitten nähen.
Der Schnitt für den Monat April 2008 ist dieser: Pullover 7866.
Das Sewalong funktioniert so:
Wer mitmachen und die Modelle der jeweilgen Monate nähen möchte, muss sich bei dem Gastgeber anmelden (email rechts anklicken)
In der email teilt ihr mir bitte den gewünschten Nutzernamen ( und falls vorhanden eure Homepage/Blog ) mit. Ich richte euch dann den Blog-Zugang ein und schicke euch eine email mit den notwendigen Daten und einer Anleitung.
Wenn ihr erfolgreich angemeldet seid, loggt ihr euch ein und schreibt Beiträge zu dem Schnitt des Monats.Dabei sollte der Beitrag sich nur auf den Fortschritt des Modells beziehen. Alle relevanten Inhalte könnt ihr auch in mehreren Beiträgen aufschreiben. "WIP", also "work in progress" (Werdegang) sind erlaubt und erwünscht.
Der Gastgeber behält sich vor, unpassende Beiträge zu editieren oder löschen.
Wer nicht am sewalong teilnimmt, kann gerne Kommentare in den jeweiligen Beiträgen verfassen.
Ich hoffe, ich kann die Blogtechnik bewältigen, und ihr macht alle fleissig mit.
Bei Änderungen zur Vorgehensweise editiere ich diesen Beitrag, da ich nicht zu viele neue Texte schreiben will.
LOS GEHT`S!
PS: Aktuell habe ich vor, jeden Monat einen Schnitt vorzugeben, und aus dem Burdamoden-Heft des Folgemonats per Abstimmung einen Schnitt auszuwählen. Dann kann man beide Schnitte oder auch nur einen davon nähen.
Ich erstelle jeden Monat einen Beitrag, in dem man seine Wunschschnitte angeben kann.

