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Donnerstag, 23. Oktober 2008

Schäm

Kennt ihr den Blog-Frust?

Ja, den hatte ich ganz extrem hier, denn von all den Leuten die mitmachen wollten hat nur Claudia den Anlauf im September geschafft.

Nicht mal ich habe mein Dirndl auf die Reihe bekommen, außer weiteren Stoffkäufen lief da nix. Und gute Freundinnen rieten mir- ganz zu recht- dass ich in diesem Blog die Vorbildfuntkion habe, und wenn ich kein Vorbild gebe, machen auch die anderen nicht viel. Schade, aber nicht zu ändern.

Trotzdem macht es keinen Spaß, etwas machen zu "müssen", oder? Ich habe ja immer Themen für das sewalong ausgesucht, die für möglichst viele interessant sind. Das Dirndl war der erste Schritt zu einem eher lockeren Umgang mit dem sewalong, da ich davon ausging das liegt nicht jede(m). 

Aber da trotz aller Beliebigkeit kein Schwung in die Bude kommt, mache ich mal wieder was anderers:

Wir "retten" einen Schnitt. Denn als ich grade in der Schnittabteilung hier bei Burdamoden stöberte, stolperte ich über einen Schnitt der mir bisher entgangen war. Vielleicht aufgrund seiner Einfachheit. Bisher hat er die Userwertung 1,7 bekommen, von 50 usern. Immerhin. Aber der erste und bisher einzige Kommentar von userin Bologna besagt schlicht und ergreifend, was einem flüchtigen Betrachter des Modellfotos in den Sinn kommen mag, wenn es kurz auf das Bild schaut: "sieht aus wie ein kartoffelsack - das geht ja gar nicht!!!"

Nun, dieser Eindruck mag von der Stoffwahl stammen. In diesem Winter ist grau die Lieblingsfarbe der Designer. Manchmal denke ich, diese ach so tollen Designer suchen ihre Ideen nach dem Prinzip "Was hatten wir denn noch nicht?"  Und grau scheint es diesmal zu sein. Kann man mögen, muss man nicht.

Aber das Kleid von dem ich spreche ist dieses hier: Kleiderschnitt

Sieht wirklich wie ein grauer Sack aus. "Sack und Asche" fällt mir dazu ein. Wenn schon grau, dann vielleicht ein cleaneres, metallisches Grau. Heller halt. Immerhin wurde hier mit Lila kombiniert, die Lieblingsfarbe der letzten Saison, die sich gut gehalten hat.

Und was machen wir nun mit dem Schnitt? Wir beweisen was in ihm steckt. Denn schon mit einem netten Stöffchen ist der Schnitt ein Knaller. Schlicht aber ergreifend. Je schlichter ein Schnitt, um so mehr kann man abwandeln. 

Meint ihr, wir bekommen was hin? Was Schöneres? Weniger Kartoffeln, und mehr Style? Schauen wir mal.

Und diesmal gibt es keine Deadline, und ich suche erst das nächste Thema, wenn mindestens drei genähte Kartoffel-Kleider hier zu sehen sind! Hoffentlich klappt das.....

Ach ja, und nicht zu vergessen, wir nähen jeden Monat nach dem aktuellen Heft, und da sind diesmal wunderschöne Schnitte dabei. Da dieses Heft für den November gilt, könnt ihr euch schon mal was Schönes für den nächsten Monat aussuchen. Mir haben es diesmal besonders die Plus-Modelle angetan, die in diesem Monat sehr schön auf Figur gehen.

 

 

Ich hoffe, ihr lasst euch inspirieren. Denn ich habe einen völlig überladenen Oktober-Rest und Novermber vor mir, und wenig Hoffnung euch was vorzunähen. Ich zähl auf euch!

 

Wer neu hier ist: Mitmachen kann man mit einem eigenen sewalong-Blogaccount. Bitte mail an mich, die Adresse steht rechts (anklicken)

Geschrieben von heathergem um 14:26 Uhr in Oktober 2008

Dienstag, 7. Oktober 2008

Ideen-Sammlung

Sooo, nachdem sich der Monat September nun schon dem Ende geneigt hat, und ich noch gar nicht zum Dirndl-Nähen kam, möchte ich zumindest schon mal meine ersten kleinen Schritte auf dem Weg zum Dirndl bekannt geben: Nachdem ich gelesen habe, dass im September das Thema Dirndl angesagt ist, dachte ich erst mal "Oh je ...". Ich mag Dirndls zum Anschauen sehr gerne, es gibt davon auch sehr niedliche und schöne, aber ich selbst bin so gar kein Dirndl-Träger (stellt Euch vor in Wiesbaden, Mainz oder Frankfurt mit einem Dirndl herumzulaufen, grins). Also bin ich erst mal in mich gegangen und habe überlegt, welche "Trachten"-Variationen es in dieser Richtung geben kann - sprich: ich wollte das Dirndl "alltagstauglich" machen, also Bluse und Kleid möglichst so nähen, dass ich beides auch im Alltag anziehen könnte. Mit den richtigen Stoffen, Knöpfen etc. würde zumindest eine Trachten- bzw. Dirndl-Anmutung entstehen können. In die engere Auswahl kamen die nachfolgenden Skizzen, die ich grob entworfen hatte. Für das durchgeknöpfte Kleid würde ich eine schulterfreie Bluse nähen, die entweder schon einen entsprechenden Ausschnitt oben hat oder durch einen hübschen Gummizug variabel (also schulterfrei oder "normal") getragen werden kann. Und das "Brustteil" des Kleides, das ich so angeschnörkelt habe, würde ich aus einem entsprechenden Stoff nähen, damit es einen Hauch von Tracht / Dirndl bekommt. Variante 2 gibt durch den Schnitt der Schößchenjacke (und natürlich wieder durch den entsprechenden Stoff und Accessoires) die entsprechende Trachtenanmutung. Tja, und je mehr ich meine Schnittmuster durchstöbert habe und in mich gegangen bin, desto mehr dachte ich, dass ich doch ein (fast) normales Dirndl machen werde. Ich bin über ein Schnittmuster gestolpert, das sich förmlich aufdrängt, zum Dirndl umfunktioniert zu werden :o) Mit etwas Verspätung werde ich hoffentlich gegen Ende Oktober damit fertig sein (berufliche Verpflichtungen halten mich derzeit noch vom Nähen ab, seufz.) Allseits fröhliches Nähen und viele Grüße von Claudia
Geschrieben von Claudia um 23:47 Uhr in September 2008