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Montag, 29. Juni 2009

... und Spaß für Jungs

Vergangenes Wochenende wurden an verschiedenen Stationen ein Bürgermahl gekocht. Ich durfte die Küchenhilfe für Claire sein. Bei uns wurde muos von pilze (Steinpilzmus), gemuos von arbaiß unt rueben (Erbsen und Karotten mit Estragon) und mangoldt unnt zwifelror gemues (Mangold mit Lauch) geköchelt.

 Claire und ich

Zwei Kilo Steinchampignons putzen, schneiden,  dazu noch getrocknete Steinpilze, Dörrfleisch, fast ein Päckchen Butter, ein Liter Rotwein und einen halben Sahne zu Mus kochen ist etwas langwierig und aufwändig, doch im Geschmack unvergleichlich.

 Claire beim Kochen

 Und dazwischen gab es für die Jungs was zum Lachen, wenn wir tief in die Hocke gingen, um zu spülen. Im Mittelalter ist halt die Welt noch in Ordnung und die Frau an ihrem Platz. ***ggg***

Jungs erfreut

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:45 Uhr in Living History

Freitag, 26. Juni 2009

Eternal Love, Wolfgang Joop und Rätsel

noch bis zu diesem Wochenende, also den  28.Juni, kann man Mode und mehr in Rostock  bewundern. Bei den Nesselmodellen (nicht vergleichbar mit Probemodellen von Hobbyschneiderinnen aus Bomull) habe ich mein Skizzenheft herausgeholt.

hier eins mit Guckloch:

Kleid

 Rückenteil Jacke, Falten mit Tüll unterlegt (was war es dann im fertigen Modell?):

Jacke

 und hier mein Rätsel (ein Knoten, Wasserfall,  drei Nähte):

Wasserfal, Knoten

 Es ist  keine Wanderausstellung, wer sie verpasst hat, verpasst was.  Ich warte jetzt noch auf den Ausstellungskatalog, denn die Marmorengel sind auch sehenswert.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:18 Uhr in Ausstellung/Museum

Mittwoch, 17. Juni 2009

der dritte Tag ... und Mode, die dick macht

Gestern waren wir den dritten Tag beim Hühnerturm am Arbeiten. (Ich selbst allerdings erst den zweiten.)  Das Gras, dass jetzt das ganze Jahr schon wuchs ist jetzt fast vollständig  ums Haus mit der Sichel von meinem Mann gemäht worden. Ein vorwitziger Fuchs dachte, er wird nun von uns ins Gelände gelassen und streckte meinem Mann die Schnauze durch den Zaun. Die Lehmgrube zum Weiterbaien ist nun wieder sichtbar.

Im Garten gibt es jetzt zwei Wege, die mit Holzabfällen,  gegen sich sammelndes Wasser,  etwas trockengelegt sind. Vorne sieht man  den gepflanzten Frauenmantel im mittleren Beet. Gesät sind Ölkürbis, Wilde Karde, Wurzelpetersilie, Borretsch und Ringelblumen.  Dummerweise haben die Hühner gleich gemeint, sie dürften auch dort scharren.  Auch daraufgelegtes Stroh hielt sie nicht ab. So sind wir gespannt, was überhaupt  aufgeht.

Garten

 Die rechten und linken Beete bleiben erst einmal zum weiteren Verrotten so  stehen. Gepflanzt und gesät wird dort nächstes Jahr.

Und nun zur Mode, welche ich  demletzt trug:

Kleid staufisch

 Der Faltenwurf und die Gêren sind eindeutig im 12. Jahrhundert so  angeordnet, dass die Dame fülliger erscheint. Frau konnte so eine gesunde runde Figur machen und zeigen, dass sie auch Hungerzeiten übersteht.

Erst in der Mode des  13. Jahrhundert  setzte man die Gêren und somit den Faltenwurf  mehr in Brusthöhe oder sogar höher an und auch waren Kleider in der höfischen Mode dann überlang. Es war ein warmes Jahrhundert mit zwei Ernten im Jahr. Erdbeeren gab es um  Stuttgart schon im Februar.  Also wollte frau eine Mode, die schlank macht.

Aber wie so oft ....  das einfache Volk hatte  keinen Wandel in der Mode. Warum auch.

PS: das Überkleid ist handgenäht.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:11 Uhr in Living History

Sonntag, 14. Juni 2009

Wir starten durch

Es ist ja schon eine Weile her, als wir einem Freund beim Lehmen in Adventon halfen. Jetzt haben wir diese Parzelle für ein paar Jahren übernommen und werden am  Hühnerturm einen  Garten anlegen und das Gehege pflegen. Wir werden dabei einiges Lernen und sind gespannt, wie es klappt.

So sah am ersten Tag mittags der alte Platz für Strohschnitt, Heu und Mist aus:

Mist

 so gegen Abend:

Beete

 die Hühner durften dann die Engerlinge und Würmer herauspicken:

Hühner

 Zur weiteren Info: die Hühner wohnen unten und oben sind wir anzutreffen.

 Hühnerturm

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:07 Uhr in Living History

Freitag, 29. Mai 2009

Der Gaukler wird heiraten

Vor drei oder vier Jahren  ... ich glaube es waren vier ... zog  ein Gaukler in rotem Gewand und vielen Glöckchen bei uns ein. Jedes Jahr an Pfingsten mussten ich danach zur Brautschau nach Rothenburg o.d.Tauber zum Marionettenschnitzer. Nichts zu machen.

Heute guckten mich zwei schöne blaue Augen von der  hinteren Reihe heraus an. Das war sie. Sie kam mit. Sie wird bleiben.

Katharina

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:37 Uhr in Geschichte/n

Mittwoch, 6. Mai 2009

Tilda ... mein erstes Säckchen

heute war ich shoppen, wie man im Neudeutsche sagt. Und so weit ich mitbekommen habe, ist bei manchen Hobbyschneiderinnen Tilda groß in Mode. Also denke ich mir, da könnte ich auch mal mitmachen:

Tilda

 Tilda schon fertig vom Chinaladen

 Meint ihr jetzt, es sind wohl ein wenig zu wenig rosa Tüdeleien, Applikationen mit Rosalie, gestickte Kinderkritzeleien und Karostöffchen auf diesem Werk?

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:36 Uhr in Allgemein

Dienstag, 28. April 2009

nur vorbeigehen? nur von weitem gucken?

... dann doch endlich mal die zwei Schritte noch vorne zum Zelt der Musikanten von Adventon gehen. Dudelsack, Laute und Hümmelchen sind nun mal keine Instrumente, die man an einer  normalen Musikschule mal testen kann.

Adventon Musiker

Ostersonntag in Adventon

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:03 Uhr in Geschichte/n

Montag, 27. April 2009

Mein Frühling

... und Terrasse und Vorgarten quellen über. Meine Nachbarn freuen sich über die bunte Blumenpracht und ich - allerdings weniger - über das explodierende Unkraut. Ich zeige jetzt mal meine Klassiker. Die Küchenschelle ist schon fast verblüht:

Küchenschelle

 Das Tränende Herz ist schon zweimal umgesetzt worden und blüht meistens eher erst zum Muttertag. Diesmal früher:

Tränendes Herz

 Und hier die Apfelblüte:

Apfelblüte

Die Bienen ließen sich leider nicht fotografieren. Jedesmal,  wenn ich  knipste, waren sie schon weg. 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:44 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 19. März 2009

Der zweite Blick ins Heft

Heute habe ich mir  das  Aprilheft nochmal vorgenommen und das Nähjournal raus getrennt. Das nächste mal werde ich es vorknicken, dann  geht das exakter.

Der zweite Anblick ist nun weitaus positiver.   Viel Überflüssiges ist einfach weg.  Tüddelkram  und Stoffbasteleien wie Schleifen, Kette und Blumen sind nicht so mein Ding, aber animiert bestimmt auch Anfänger mal einen Stoffrest in die  Hand zu nehmen. Es könnte sich zu einem trendigen Familienheft entwickeln, wenn man auch noch Jungskram mit rein nimmt. Allerdings da noch eine Anmerkung zur Lesbarkeit: "1.Step"  liest sich etwas arg holprig.  Es dürfte ruhig "1.Schritt, 2.Schritt" heißen

Und was nähe ich aus diesem Heft? Keiner der  Plusschnitten passt  zu meiner Figur. Lediglich Kleid 136 könnte ich als Nachthemd nähen.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:28 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Mittwoch, 18. März 2009

burda modemagazin 4/2008

.... soeben aus dem Briefkasten gefischt. Sieht recht seltsam aus. Damit die Post das händeln kann, braucht sie eine Plastikfolie drumherum. Mag ich garnicht.

Kurz aufgeschlagen. Als erstes finde ich Horoskope. hä? gabe es die vorher auch schon im Heft? Überflüssig wie ein Kropf.

Schnell durchgeblättert. Sieht aus wie eine Bastelzeitung, auch wenn man dafür Stoffreste und Spitzenreste nutzt.

Kann ich mich daran gewöhnen und will sie in Zukunft jeden Monat noch? Für diese unsäglichen Plusschnitte würde ich sie jedenfalls nicht kaufen. Ich bin doch nicht schwanger.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:39 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Freitag, 6. März 2009

Spinnrad - mein neuer Schatz

Letztes Jahr ist mir mein Spinnrad irreparabel kaputt gegangen, kurz bevor ich mich nach langer Zeit wieder dran setzen wollte. Vorher hatte ich mich noch mit Rohwolle eingedeckt. Dumme Sache. Ich stellte mich schon darauf eine Weile zu sparen und zu einem Spinnradanbieter zu fahren.

Aber letztes Wochenende hatte ich echt Glück. In einem Schaufenster in Kirchberg sah ich neben anderem Trödel ein Teilchen eines Spinnrades, bei dem ich dachte, naja, so viel Geld für unbrauchbares Zeug.  Wie so oft konnte ich natürlich nicht meinen Mund halten. Der Besitzer meinte, morgen steht hier ein nutzbares Spinnrad. Ich sagte, dass ich es mir nur erst mal anschauen will.  Also kam ich am nächsten Tag gewandet vorbei und das Spinnrad war da. Es läuft. Ok ein paar Wurmlöcher hat es auch und ich hoffe, da lebt nichts mehr inwändig. Jetzt muss ich nur wieder in die Technik des Spinnens reinkommen.

Spinnrad

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 13:59 Uhr in Handarbeiten

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Kochbaren

... hier die zwei unspektakulären für Bärbel zur Ansicht:

Unterhosen

 gleicher vergriffener Schnitt von KwikSew (mit den aktuellen konnte ich mich nicht anfreunden). Einmal festere Baumwollwirkware mit Elastananteil in weiß. Der graue Trikotstoff ist Schlauchware mit Lochmuster und Feinripp aus einen Fabrikverkauf. Die Stoffe sind eher Zufallstreffer. Eine feste Bezugsquelle habe ich nicht. Der exakte Stoffname ist mir auch unbekannt.  Die Unterhosen sind jetzt ständig im Einsatz und dazwischen jedes mal in der Waschmaschine. Haltbar sind sie.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:56 Uhr in Nähen

Die Unaussprechlichen

... das war der umschreibende Begriff unsrer Vorfahren. Oder sollte man nun die Unsichtbaren sagen. Jedenfalls passgenau und nicht auftragend ist mir Alltagsunterwäsche am liebsten. Schon  im Januar beschäftigte ich mich ausgiebig mit dieser.

 Ich habe hier noch zwei Burdaeinzelschnittmuster liegen. Einer uralt, einer alt, aber das sind eher dekorative Teilchen. Also testete ich KwikSew Schnitte. Nur bei einem schon vergriffener,  passte die Unterhose und den Softbund musste ich  selbst konstruieren. Eine Leggings (vor kurzem war es noch arg kalt) nach KwikSew ging nach Kürzungen in der Taille und Verlängerung der Beine. Beim Unterhemd griff ich auf einen Schnitt von Ottobre für ein ärmelloses Top zurück. So entstand mein erstes Set:

Unterwäscheset

 Fazit: falls ich entsprechende Stoffqualität, welche  recht hell und bei 60°C waschbar wäre, bekomme, könnte ich meine eigene Wäsche nähen. Verstehen tue ich, dass sich viele Schnittmusterhersteller  das nicht antun auch noch Schnitte für Unterwäsche im Programm zu haben, denn genau diese ist extrem passformsensibel. Was mir gut passt, passt der nächsten überhaupt nicht.

Ich bin noch gespannt welches Abenteuer BH-nähen ist.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:07 Uhr in Nähen

Sonntag, 22. Februar 2009

Glückwunschkarte

Was tun, wenn der nächste Laden mit schönen Karten etwas weit weg ist? Dass man Karten nähen kann, davon las ich schon, kam aber bisher nie dazu. Irgendwann ist immer das erste Mal.

Vorgaben zur Person gesammelt und dann im Fundus der Stoffreste, Borten und Stickgarne gesucht. Als Grundlage zum Aufnähen eignet sich entweder das extra dicke Kartenvlies von Freudenberg (hatte ich mir für Weihnachtspost besorgt, aber nie genutzt) oder anders dickere Vlies, dünner Filz oder festeren Jeansstoff. Vlies in Umschlaggröße zugeschnitten und darauf erst einmal einen Pannesamtstoff mit Silberdruck und ein Karobrokatstoffrest quer genäht (Stoff rechts auf rechts und dann umgeklappt. Zierstich darüber genäht. Dann mit dem Stichprogramm den Glückwunsch gespeichert und genäht. Den der Person Namen auch. Sieht etwas mager aus. Federn aus Federboa gezupft und noch einen Spitzenrest dazu. Am Ende alles mit eng eingestelltem Zickzack und Farbverlaufsgarn (auch Premiere von mir) in der Nähe des Randes rundherum abgesteppt. Alles zurück geschnitten und es passte noch in den Umschlag.

Karte genäht

 Hat Spaß gemacht und die nächsten werden bestimmt noch besser.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:38 Uhr in Nähen

Freitag, 20. Februar 2009

Karneval - Fastnacht - Fastelabend - Fasnacht

... und Kreppel

Kreppel

Zwar kann man ja hier auch Berliner beim Bäcker kaufen, aber wenn die es hier schon nicht so mit der Fasnacht haben, dann mache ich doch lieber auch meine Kreppel selbst.  Wer nähen kann, der kann nämlich auch backen. 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:19 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 19. Februar 2009

burda Modemagazin 2/2009 (letzter Tag)

Noch wäre es Zeit schnell in den Laden zu laufen, falls es euch noch fehlt. Morgen kommt das neue raus. Das schon abgelagerte  Februarheft steht noch bei meiner Besprechung aus:  war da was neu? Habe ich was entdeckt?

Titelbild:
etwas kopflastig. Jedenfalls die Bluse, um die es im Heft geht, kommt nicht zur Geltung. Erstmal nur Kopf mit Halstuch und dann der Rock (der natürlich nicht zum Nähen ist). Titel selbst, da dominiert "burda" und "Modemagazin" rutschte kleiner nach rechts. Und auf der Startseite taucht ein Kosmetikthema auf /images/emoticons/mozilla_frown.gif Was will man tun, wenn das wohl das ist, was die Masse der Leserinnen bei uns will? "Traum-Haare: Die ultimativen Pflegetricks der Stars" .... also mir  fällt jetzt keiner ein, der so tolle Haare hat, dass ich dessen Tricks wissen möchte. Jedenfalls wäre das genau einen Grund das Heft im Laden zu lassen, aber ich habe ja ein Abo.

editorial
aha, es gibt nun ein Team. Wer wohl dazu gehört? Unten sieht man skizzierte Figurinen, aber die stellen die fünf verschiedenen Moderichtungen des Heftes vor. Mir gefallen solche Zeichnungen

trends
Das gleiche, wie beim Editorial, nur diesmal als Modefotos.

trend 1 City-Safari
Erwähnte Figurine wird von Laufstegimpressionen umrahmt und man bekommt Styling-Tipps. Das zeigt mir zumindest, was es vermutlich zu kaufen gibt, falls  ich das möchte. Bei den Nähmodellen gibt es keins, das mir Lust machen würde so was zu tragen. Bei den Accessoires zum Kaufen gefallen mir die Sandalen und ich könnte ja mal meine Naturholzketten umfädeln.

mode-ideen
zum Selber machen passend zum Trend. Vielleicht der Schlapphut, wenn er nur nicht zum runter laden wäre. Die Tasche ist schön, aber da ich weiß was Feintäschnerarbeit für eine Leistung ist, möchte ich mir lieber die Kosten für die Materialien sparen, denn am Ende werde ich doch nicht meinen Ansprüchen gerecht.

workshop
die beste Seite bis hierher im Heft. So  wird ein Hemdkragen  garantiert vorzeigbar.

trend 2  Hippie de Luxe
Aufmachung wie erstes Trendthema. Kleid 122 erinnert mich stark an mein geliehenes Abiballkleid 1977 .... ach ja .... lang ist's her. Ich werde jedenfalls mal nach den Stoffen der Modelle Ausschau halten und meine heutigen Schnitte nehmen. Kaufaccessoirs: ok ..... wo habe ich meine Lederfransentasche im Schrank versteckt? Federohrringe (echte natürlich) habe ich auch noch.

trend 3 Fifties
Die gezeichnete Figurine ist toll, die Laufstegbilder  das Gegenteil.  Kleid 101 gefällt mir sofort. Es scheint wieder mit Kleiderstoff bezogene breite Gürtel zu geben.  Ist das umsetzbar in Größe 48/50? Accessoires dazu las ich mal.

trend 4 Blüten
Mädchenträume .... nicht so ganz für mich. Aber Der Stoff von Kleid 119 ist ansprechend aber eher dann für einen Einzelschnitt von burda, den ich schon letzten Frühjahr ergattert habe. Die Accessoires erinnern mich an die Spielkiste kleiner Mädchen. Aber es muss ja auch was für andere geben.

exklusiv-design
incl. Vorstellung des Designers und seiner Werkstatt ... in Größe 34 bis 42 .... mehr muss ich jetzt nicht sagen, oder?

trend 5 Spitze
Kleid 124 erinnert mich stark an eins meiner Mutter, das sie Ende der 60er/Anfang der 70er für sich aus lauter Einzelblumen  häkelte. Es ist auch das einzige der Spitzenmodelle, die hier schön sind. Jäckchen 116 erinnert ein etwas zu knapp geratenes Bettjäckchen. Rock 128 ist an und für sich schön, aber die Farbe der Bluse harmoniert so gar nicht (macht das der Hintergrund? Schon  der Künstler Josef Albers zeigte, wie ein Grau gerade solche Farben verändert.) ; und diese knallweissen Schuhe dazu. krass.

kreative köpfe

immer wieder eine interessante Sache

Hinweis auf burdafashion.com

plus
die Businessmode nennt sich Power chic. Ich arbeite ja nicht im Büro. Es ist aber mein Größenbereich.  Also die Modelle unter dem Gesichtspunkt  formelle Anlässe angucken. Mantel: nein ... Hose: nein, da Taschen zu winzig ... Blazerjacke: niemals mit diesem unsäglichem Knitterstoff und warum zeigt die Schnittzeichnung aufgesteppte Schweissflecken? Taschenlösung interessant und auch die Ärmel; ist noch nicht in meiner Sammlung. Jacke und Longbluse so ganzen ohne Taille: dann nein ... Gürteljacke/Parka: vormerken, aber nicht für formelle Anlässe, sondern Fahrrad und Sandkasten. Notfallmedikamente, Taschentücher und Ersatzwindel haben in den Taschen genug Platz.

Hinweis auf Burdastyle.com .... allerdings die Beschreibung oben source sewing, wo doch jetzt einiges dort zu zahlen ist, wenn man einen Schnitt herunterlädt, ist dann wohl falsch. Was aber nicht heißt, das alles kostenlos sein muss.

download-modell
Die Mäntel der Stars hätte man jetzt nicht zeigen müssen, ist doch das Budamodell weitaus schöner. Dumm nur, dass es nicht als Schnitt im Heft ist. Warum man es dann mit den anderen Schnitten durchnummeriert, erschließt sich mir nicht.

beauty *weiterblättern*  ah Haare .... auch graue .... schön, der Rest uninteressant

medizin Fasten .... das Thema aller Frauenzeitschriften *blätter*  .... wellness: Wasser - der Hinweis kann nix schaden.

kulturtreff  schön

kindermode
Kommunionkleider. Schön, dass es keine Minibrautkleider sind. Kleid 140  hat einen Mantel 137. Auf dem Foto ist es mir das Kleid  für einen Kirchenbesuch doch einen Tick zu weit ausgeschnitten. Kleid 141 ist in so fern ein Retrokleid der 70er, als dass man damals die Unterwäsche aus Omas Schrank provokativ oben drüber anzog. Aber niemand kam damals auf die Idee das in einer Kirche zu tragen. Für mich ist es immer noch ein Kleid für Sommer, Sonne, Strand und Sandkasten. Kein Kommunionkleid. Kleid 142 ist einfach und schön. Interessanter asymmetrischer Kragen und die Haarkränze der Mädchen passen so schön in den Frühling. Schleierkraut dürften Floristen doch haben, oder? nur Gänseblümchen lassen immer sofort die Köpfe hängen. Vielleicht da auf Seidenblumen ausweichen. ... und dann die dazu gehörende Designerin.

Kreativ
ah gut ... wenn schon die  Spitzenmodelle nicht so tragbar und sei es nur an der eigenen Figur oder weil man einen ganz anderen Kleiderstil hat, dann kommen jetzt gesammelte Spitzendeckchen zu neuem Einsatz. Mit Textilverstärker habe ich bisher noch nicht gearbeitet, aber das wäre was. Und wenn so die Zierdeckchen mal alle als Mitbringsel mit Konfekt drin wieder aus dem eigenen Haushalt abwandern. Oder übrig gebliebene Spitzenborten als Einbände  mit Büchern drin als Geburtstagsgeschenk.  Auch die aufgesprühte Spitzentischdecke hat was. Mal nach einem alten Tisch Ausschau halten. Und wem das nicht reicht, der findet gleich im Anschluss eine Seite mit Kaufobjekten.

Fazit vom neuen Heft: die Themenzentriertheit gefällt mit. Gezeichnete Figurinen hätte ich gerne in jedem Heft

Die Vorschau macht  Appetit und das Gewinnspiel verpasse ich immer. (Ich musste dann ja auch das Kreuzworträtsel lösen.)
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:14 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Montag, 16. Februar 2009

schöne Neuerung

... ganz vergessen mal ein Danke zu sagen. Schon am 9. Februar entdeckte ich bei der Online-Vorschau, dass  es nun eine brauchbare Bildunterschrift gibt. Jetzt muss man nicht mehr rätseln was das Plus-Modell ist (am Fotomodell selbst sieht man's ja nicht).
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:34 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Donnerstag, 5. Februar 2009

kein Fingerhut

Sinnvoll wäre ein Fingerhut schon beim Handnähen, aber was tun, wenn sie unbequem? Von Fingerringen habe ich schon gehört, aber sie sind nicht mehr in den Sortimenten der Kurzwarenhändler. Und nun?

Heute wollte ich in der Stadt einiges erledigen und kam beim Antiquitätenhändler vorbei. Dort war ich das letzte Mal vor fünfzehn Jahren drin. Ich schaute diesmal in das winzige Fenster. Auf der kleinen verstaubten Ablage lagen sie. Jetzt gehören die Schätze mir:

Fingerring

nachträgliche Ergänzung für sany und alle, die sowas noch nie sahen:

Fingerring zum Nähen

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:08 Uhr in alternative Möglichkeiten

Sonntag, 1. Februar 2009

Ausrasten in Fellbach

 ... war gestern die Aufforderung des Sängers von Cultus Ferox. Aber warum eigentlich? Gibt es einen Grund?

Es war der erste Markt in diesem Jahr. Ich habe endlich mal gesehen wer oder was der Kalvus (der mit den Glaskugeln) ist. Genial.  Cultus Ferox hatten nicht nur Wums, sondern auch melodiöse Stücke. Und Rairda & Poeta  waren eine gute Ergänzung zum Programm und das nicht nur auf der Bühne.

Traumhafter Diamantköper aus cremefarbener Wolle  haben meine Begehrlichkeit geweckt. Aber bei dem Preis, wenn auch gerechtfertigt, muss ich noch genau wissen, was ich daraus nähe. Im 12. Jahrhundert war er bei den Staufern nicht mehr in und die Maße für eine Überbluse hatte ich nicht parat. Ein Wollkleid wäre auch daraus schön. Dieser Stoff fällt  durch seine Webart genial und ist  recht selten zu finden. Visitenkarte habe ich natürlich von der Sagenschneiderey eingesteckt.

Bei der Schmiede- und Böttcherware habe ich mich auch herumgetrieben, mich aber dann doch nicht so entscheiden können. Und wenn ich mal mit dem Brettchenweben weiter bin, wünsche ich mir Utensilien aus Knochen. Aber ob das jemals so weit kommt?

Ich habe die Idee für einen Muff gefunden. Es gab einen so wunderschönen aus Kunstfell mit außen (keltischer oder Wikinger) Stickereien und altem Textilmaterial. Ich werde mir ein Motiv aus einer Liederhandschrift des 12. Jahrhunderts suchen. Das passt eher zu mir. Auch im 21. Jahrhundert.  Und überhaupt hatte dieser Stand nicht den üblichen Kleiderkram. So viele Handstickereien. So schön. Mein Traummantel hätte nur 200 Euro gekostet. Ob da jemand was dran verdient?

Und sonst? Die übliche Leute getroffen, die man auch während des Sommers trifft. Schwätzchen gehalten. Erfahren, dass ich meine Knöpfe aus Eibe  auf Hohenneuffen diesen Sommer  oben auf der Burg bekomme.

Fazit: nun noch mal fix einiges nähen; auch mit der Hand. Und dann kann es Frühling werden und die Freiluftsaison beginnen.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:41 Uhr in Geschichte/n

Donnerstag, 22. Januar 2009

burda Modemagazin 1/2009 (die alte)

Also dann mal kurz bevor das neue im Handel ist. Ich habe gestern ja schon gesagt, dass ich die neue  habe.

Titelbild der Jahreszeit entsprechend. Es war ja ganz schön kalt demletzt und es fröstelt mich, wenn Titelblätter zu luftig aufgemacht sind und es draußen friert.

editoral:
lese ich meistens garnicht. Kündigt den Frühling an.

inhaltsverzeichnis:
auf zwei Seiten verteilt. Finde ich überflüssig, gibt aber Platz für mehr Reklame. Wobei ich sehe, dass ich das Januarheft von Wohnen&Garten verpasst habe. ... Das Baisertörtchen weckt mein Interesse.

modern woman:
die Art des Parkas (auch der vom Titel) kommt mir aus den Anfängen der 80er sehr bekannt vor. Ich fand die Gummizüge als Bündchen noch nie schön, wenngleich sie auch einfach zu nähen sind und man keine Bündchenware suchen muss. Aber egal. Diese Modestrecke ist weder für mein Alter, noch für meine Kleidergröße. Aber mir fällt auch gerade niemand meiner jungen Kolleginnen ein, denen so was stehen würde. Beim Elastikkleid 106 und den engen Hosen, sollte  der eigene Garderobespiegel wohl immer gefragt werden. Also weiterblättern.

fashion-news: Schleifen
Das dümmlich dreinguckende blonde Modell von Lacroix  sieht eher nach Geschenkverpackung, als nach Kleid aus. Aber was soll's. Ist nur für den Laufsteg, oder? Soll ich mir Ballerinas mit einer großen Schleife zulegen?

trend: Karo
oh, schön .... hier liegen Karostoffe von diversen Mittelaltermärkten und da ich weder Schotte noch Kelte bin, brauche ich Anregungen. Alles etwas wild gemischt. Trägt man angeblich gerade so. Vermutlich  irgendwo, aber nicht hier vor Ort. Habe mal gelernt, dass man Muster angeblkich nicht wild mischt. Aber egal, wem's gefällt. Jedenfalls sieht es so aus, als  bekäme ich dann meine Lieblingsstoffe auch weiterhin im Handel und  vielleicht auch  in einer  farbenfrohen Variante. Und wenn man Karoblusen sichtet, bekommt vielleicht mein Mann auch mal wieder ein   Karohemd, oder?

Jedenfalls ein Sammelsurium an Karoverarbeitungen. Interessante Blendenverarbeitung beim Blazer 114. Nur soll ich mich an sowas wagen?

fashion story:
Polohemd ... erinnert mich an Tennis in den 80ern oder  an Freizeitkleidung von korrekten ältere Herren.

farbtrend:
lila und grün ... schönes Stoffmuster beim Shirt 110 und den Schnitt wünsche ich mir in Größe 48. Blazer 114 fällt wieder auf, nicht nur wegen meiner Lieblingsfarbe  ... Knöpfe und Blende (Größen geht aber leider nur bis 42). Shirt 103 hat eine schöne Ärmellösung.

workshop
habe ich mal erwähnt, dass ich es einfach gut finde, dass es immer wieder einen Workshop gibt? Auch wenn man schon länger näht, stolpert man doch so immer mal wieder über Neues oder  erinnert sich an Dinge, die man  ignoriert hat. Selbstgenähtes kann einfach durch solche gute Anleitungen den letzten Pfiff bekommen. Gut ausgearbeitet ist  besser, als zusammengeschustert. Und wir nähen ja auch, weil wir es passgenauer als im Laden bekommen wollen, oder?

Diesmal wird die Blende  des schon erwähnten Blazers erklärt. Schade, dass das helft keine Übungsmöglichkeit in den Plusgrößen bietet.

fashion-flash
Parka ...  das mit der Ärmelbündchenlösung vom Titelmodell hatte ich schon erwähnt. Gefällt mir nicht, aber der Rest, den finde ich Fahrrad-, Wald- und Wiesentauglich. Und wie nennt  burda das? Hunting-Chic ... häääh?  Jägermode? na dann vielleicht doch für Jäger auf den Stoffmärkten oder so. .... Modell 126, das coole .... hat einen versteckten Windfang im Ärmel. Vormerken! .... und der elegante? geht nur bis Größe 40 und ist vom Schnitt her sehr einem Männerparka ähnlich, aber aus Seide.

burdafashion.com
der Hinweis auf die Fülle der Internetseite. Vorbei surfen und rein schauen lohnt.

accessoires
Lesebrillen ... überflüssig. Ich gucke bei meinem Brillengeschäft und nehme mir, was mir steht.

freizeit
schon wieder der "coole" Parka, aber diesmal in kürbisorange. Und in der Freizeit haben die Modells einen Mann an der Seite (aber keine Schnitte für ihn dabei). Schöne Cabanjacke 109 und Hemdblusen haben recht lange Formmanschetten. Aber ob diese gewollte Keulenform  dann steht, sollte frau mal vor dem Spiegel begutachten. Shirt 125 mit Poloblende und Puffärmel hat im Nähjournal einen Bildernähkurs. Bildernähkurse sind eine tolle Sache, wenn man  etwas noch nicht genäht hat.

exclusiv-design
Label Laurèl. Lese ich vielleicht mal in ein paar Wochen. Exklusiv-Design ist eh nur für kleine Größen.

plus-Aktuell
muss man eigentlich (immer) erwähnen, dass an einer Plusfrau eigentlich mehr Figur dran ist?  Burdamoden hatte schon rundere und schönere Frauen. Trenchjacke oder Kurztrench habe ich mir jetzt mal fürs kommende Jahr vorgemerkt. Es scheint alles dran zu sein, was mir vorschwebt (Innentaschen so wie man sie aus der Herrenmode kennt, wird man extra einarbeiten müssen.) Ein schöner Rock 132 mit Taschen und eine interessante Kragenlösung des Shirts 131. Jacke 133 ist schön. Je nach Oberweite dann aber wohl die Brusttaschen weglassen. Ein Vorteil des Selbstnähens.

reportage
Mode-Label, das die Plusmode in diesem Heft kreierte. Später lesen.

mode-idee
aufgepimpte Baskenmützen .... wer's mag, wem's steht

look der stars
absolut überflüssig! ....  also richtig umwerfend und vorteilhaft sieht da auf den Fotos gerade keine aus. Oft noch sind die Westen mindestens eine Nummer zu eng. Aber ok .... wenigstens aus dem runter ladbarem Westenschnitt kann man für sich ja was kleidsames nähen.

kreative köpfe
obwohl ich nicht so der Tüddelkrammensch bin, finde ich doch jedes mal etwas inspirierendes in diesen Portraits. Es macht Lust zu experimentiere, Dinge mit anderen Augen anzusehen und um die Ecke zu denken.

Hinweis auf Burdastyle.
eine Internet-Community bei der ich zwar schon reingeschaut , aber mich noch nicht angemeldet habe.  

kosmetik

... interessiert mich jetzt nicht wirklich. Tigelwechsel tue ich meiner Haut nicht an.

medizin
... für mich nix Neues, dass Medikamente sich nicht immer mit den Lebensmitteln vertragen. Aber aus meinem Alltag weiß ich, dass es nur wenige Menschen wissen. Aufklärung tut Not.

wellness
..... gut dass wir darüber geredet haben: Entspannungsmethoden

fasching
Beim Anblick von Müllsäcken, Kabelbindern, Verpackungsmaterial, Schwämmen, Klammern, Bälle und Plastikflaschen dachte ich sofort an die Baumarktchallenge von letztem Jahr.

kulturtreff
diesmal nur ein Buch für mich, aber immer wieder anregend.

kinder
die Modestrecke, die ich mir immer erst genauer anschaue, wenn ich was zu Weihnachten zu verschenken habe. Dauert also noch. (plus dazugehörender Reportage  der Designerin)

kreativ
diesmal was zum Sticken. Schöne Filztasche und ein Rosenkissen: eine Arbeit, um in der warmen Jahreszeit auf der Terrasse genüsslich zu sticken. Rosen passen auch auf Kleider und Blusen. Restliche Dinge vorgemerkt für Geschenke.

vorschau auf Februar
da bin ich  mal wieder gespannt.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:52 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Mittwoch, 21. Januar 2009

Burdamode im Wandel ...

gerade war im Briefkasten schon die Februarausgabe. Aber wo habe ich meine Januarburda hingelegt?  Ich wollte doch noch was darüber schreiben, damit ich den Wandel besser mitbekomme (und mein Abo überdenken kann).

Ja, sie ist anders. Und für mich ist diesmal nichts zum Anziehen drin.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:35 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Montag, 19. Januar 2009

Pullover mit Ohren

Es ist immer noch kalt und Zeit den  uralten Burdaschnitt hervorzukramen. Ich hatte mir einen Zottelstoff/Mouse skin von BizzKids besorgt. Wer das mal in der Hand hatte, weiß dass es längere Zottel hat und beim Zuschneiden richtig  fusselt.

Und während ich das Teil zuschneide und befühle, denke ich an Teddybären. Nahe liegend,  oder? Also Bärenohren genäht und  Augen aus  der Knopfsammlung hervorgekramt:

Kragen

 lässt sich nur schlecht  ablichten, also hier mit  gelber Markierung:

 

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 09:44 Uhr in Nähen

Mittwoch, 14. Januar 2009

Merksatz 2

Wirf einen Rollschneider nie auf ein Schnittteil. Spätestens nach dem Zusammen nähen ist der ungewollte Schnitt schön mittendrin sichtbar.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 09:01 Uhr in Merksatz

Freitag, 9. Januar 2009

Vorsätze 2009

... seit Weihnachten lese ich sie mal wieder bei anderen mit. Soll ich meine auch veröffentlichen, oder es lieber lassen, weil es eh anders kommt?

Angedacht habe ich mehr Burdaschnitte zu benutzen. Was nützt mir eine prächtige Einzelschnittmustersammlung und die Stapel Burdahefte, wenn ich es dann doch lasse, oder zu einer anderen Firma greife. Ich merke auch so langsam, dass mein Sammeltrieb bezüglich anderer Firmen gut gedeckt ist. Die erfinden auch nicht das Rad neu.  Und meine Muttersprache ist nun mal deutsch. Nur letztendlich kann ich das nicht versprechen.

Im Blog werde ich alte Geschichten zu meinen Fotos hervorholen. Man kann ja auch mal in Erinnerungen schwelgen.

Mein Bücherregal ist voller Nähbücher.  Zeit sie zu nutzen, eine Beschreibung hier reinzustellen und das Wissen auch mal anwenden.

Und dann noch? So bald man sich wieder auf die Terrasse setzen kann, werde ich einen Klöppelsack nähen und ausstopfen und mal ein paar Spitzen klöppeln. Meine Tretmaschine sollte auseinander genommen werden und einen Keilriemen bekommen.  Und mit Patchwork möchte ich auch beginnen, sobald die ersten abgetragenen Herrenhemden und ein Restesack mit Wollstoffen hier ins Haus kommt.

Schauen wir mal
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 13:22 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 8. Januar 2009

Merksatz

Bügle keine Schnitte, die du mit Kopierfolie abgezeichnet hast.

Das geht noch nicht mal mit geringster Bügeleiseneinstellung. Mein gelagertes Schnittmuster war zerknickt. Zum Glück ist es nur etwas geschrumpft und hängt nicht am Eisen. Also neu zeichnen. Diesmal auf Papier.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:08 Uhr in Merksatz

Montag, 5. Januar 2009

Oma Hanna

... zum Anfassen und Erinnern.

Meine Oma wurde 1907 geboren und ist schon lange tot. Wenn ich als Kind unten auf dem Sofa saß, schaute ich beim Öffnen des Küchenschranks immer mit zu. Es gab dort auch Dinge drin  für gut oder besondere Gelegenheiten. So diese Teekanne

Teekanne

 So weit ich weiß, habe ich daraus noch nie Tee eingeschenkt bekommen. Aber ich kann mich an das Brühen des Tees erinnern. Tee für Erwachsene.  Diese Kanne aus Steingut war schon immer faszinierend. Besonders die Farbe und diese Glasur darüber.

Jetzt steht sie in unserem Haushalt und ich freue mich darauf meinen  ersten Tee darin auf zu gießen.

PS: Ich bekam gesagt, dass es Jugendstil sein könnte, aber sicher bin ich mir nicht. Wer weiß näheres?

PSS: Und das Muster  erinnert mich an Viskosestoffe.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:36 Uhr in Geschichte/n

Freitag, 2. Januar 2009

Appetithäppchen

... mal was aktuelles:

 

drumherum soll ein Mädchenpullover entstehen 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 14:42 Uhr in Nähen

Dienstag, 30. Dezember 2008

So viele Fotos

... so viele Geschichten. ... und alle wurden von mir noch nicht geschrieben. Lohnt  es Ereignisse zu zeigen, die schon anderthalb Jahre zurück liegen? Will noch jemand diese Bilder sehen?

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:32 Uhr in Allgemein

Montag, 29. Dezember 2008

Blogpflege

nachdem ich zuerst erstaunt war, über unbeholfenen Lobäußerungen von einem Kommentarschreiber  -  man will ja nicht gleich irgendwas unterstellen, wenn jemand unsrer Sprache nicht so mächtig ist  -  war ich doch beim zweiten mal stutzig, dass es hinter dem Namen zu einem kommerziellen Spielelink geht.  Unser Matthias weiß nun Bescheid und ich habe mal alle drei als Spam markiert.

Andere Blogs sind auch davon betroffen. Es scheint ein normales Gebaren in Blogs zu sein. Räumen wir mal auf /images/emoticons/mozilla_smile.gif
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:41 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 25. Dezember 2008

zwei Kilo Raps verschenken

... wie das?

Stoff applizieren und mal mit einem Zierstich runternähen. Dann ein Kissen mit Öffnung nähen. Rapssamen einfüllen. Zunähen. Fertig sind die Wärmekissen für die Mikrowelle.

Wärmekissen

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:59 Uhr in Nähen

Montag, 15. Dezember 2008

Friendship Star II

Patchwork scheint in dieser Form nur  was für Sturköpfe zu sein.

Quatrate aus Dreiecken stur kerzengerade mit 1/4 Zoll Saumfuß zusammennähen, Eselsohren abschneiden, bügeln und evtl begradigen. Dann Streifen stur zusammennähen, bügeln, begradigen.

 FriendshipStar

 Am Ende die drei Streifen zusammennähen und  bügeln. Fertig ist mein erster Block.

Friendship Star

 Und nun? Mal sehen, was daraus werden kann. (Ist ja nur zur Probe.)

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:25 Uhr in Patchwork

Sonntag, 14. Dezember 2008

In den unendlichen Weiten der Logistik

... oder Adventspaket mit der Post erst an Weihnachten? Kommt es am Ende gar wieder an mich zurück?

Mit dem Identcode die Sendung zu verfolgen ist ja ganz interessant.

Seit dem 27. November ist das Paket unterwegs. Das andere wurde gleichzeitig verschickt, aber nur innerhalb Süddeutschlands und kam am 1. Dezember an. Was ja schön ist, wenn ein Adventskalender u.a. als Inhalt drin ist.

 Sendestatus:

Datum/Uhrzeit      Status                                                                Beschreibung


27.11.08 15:54     Sendung in Filiale/Agentur eingeliefert     Der Kunde hat die Sendung in der Filiale/Agentur eingeliefert.

28.11.08 18:53     Einlieferungs-Paketzentrum                Die Sendung wurde im Einlieferungs-Paketzentrum bearbeitet.
29.11.08 15:41     Paketzentrum                                         Die Sendung wurde im Paketzentrum bearbeitet.
29.11.08 15:44     Paketzentrum                                         Die Sendung wurde im Paketzentrum bearbeitet.
29.11.08 15:47     Einlieferungs-Paketzentrum                Die Sendung wurde im Einlieferungs-Paketzentrum bearbeitet.

01.12.08 04:26     Zustell-Paketzentrum                           17 Neustrelitz
02.12.08 09:21     Zustellbasis                                           Die Sendung wurde in der Zustellbasis bearbeitet.

 und dann nach telefonischem Nachfragen von mir  rückwärts:

 11.12.08 15:40     Zustell-Paketzentrum                           17 Neustrelitz
13.12.08 15:06     Zustellung                                               Aus betrieblichen Gründen konnte die Sendung heute leider nicht zugestellt werden. Sie wird am nächstfolgenden Werktag ausgeliefert.

13.12.08 17:53     Einlieferungs-Paketzentrum     Die Sendung wurde im Einlieferungs-Paketzentrum bearbeitet.

Nächster Schritt:      Transport zum Zustell-Paketzentrum

 Hat schon mal jemand so eine Schadensmeldung zu einem fehlenden Paket ausgefüllt? Reine Strafarbeit!!! und wie Dingen in Euro beziffern, die persönlich wertvoll und unwiederbringlich sind?

Noch hoffen wir, aber ob die dhl das Weihnachtspaket verschicken darf, weiß ich noch nicht.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:47 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 11. Dezember 2008

lang genug gebrütet

... und jetzt der Zuschnitt. An den Originalstoff habe ich mich nicht getraut, nur den Ersatzstoff  nach den Maßen zerschnitten. Friendship Stars hatte ich zwar schon gesehen, aber das Ganze dann doch lieber nicht nach Anleitungsheften zugeschnitten, sondern nach dem Omnigridbuch berechnet. (Für mich zum Merken: 1,5 cm Nahtzugabe bei Quadraten, 2,5 bei den Dreiecken)

Friendship Star

 Jetzt werde ich über die Methode des Zusammennähens meditieren.

Falls es interessiert. Es ist mein erstes Patchworkteil, wenn man einen einzelnen  Block mit einer Rose nach der crazy-Technik für einen Erinnerungsquilt außer Acht lässt.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:22 Uhr in Patchwork

Sonntag, 30. November 2008

Pullover wird Fahrradmütze

Aus Versehen habe ich am Ende doch noch beim Motivationsmonat  teilgenommen. Anfangs dachte ich ja noch an einen Mantel, habe  das Ganze aber nie in Angriff genommen.

Der Pullover war einer meiner Lieblingsstücke, aber  ich fand ihn zum Tragen nicht mehr zu mir passend. Jetzt wurden die Ärmel,  gedoppelt mit einem Rest Fleece,  zu einer wintertauglichen Mütze, die auch unter den Fahrradhelm passt.

Fahrradmütze

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:16 Uhr in Nähen

Freitag, 28. November 2008

Terrorbeleuchtung

Gestern beim Heimlaufen vom Bus habe ich in der Nachbarschaft die erste Terroradventsbeleuchtung gesichtet. ***blink-blink-blink*** Ein aufgeregtes Wechseln von Farben und verschiedenen hibbeligen Blinkrhytmen.

Bin ich froh, dass unsre Fenster andersherum sind und ein Haus dazwischen ist. Den ganzen Tag und die Nacht dieses aufgeregte Blinken.  Ich würde wahnsinnig. Das nimmt man doch auch unbewusst wahr, ohne direkt hin zu schauen.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:08 Uhr in Allgemein

Montag, 27. Oktober 2008

..--......--.. oder Mädchensocken

... aus Männermaschen:

Socke bunt

 Schönes Buch von Michael Weinreich und nachdem ich das Muster kurzerhand auf Kästchenpapier  übertragen hatte, war es ganz leicht. Irgendwie habe ich es nicht so mit Lesen. Ich mag am liebsten Strickschriften:

..--......--..
..--......--..
..--......--..
..--......--..
..--__/___--..
..--......--..

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:08 Uhr in Handarbeiten

Freitag, 24. Oktober 2008

burdamoden 11/2008 oder ich brauche unbedingt elegante Handschuhe

... und einen großen Hut... und die Gelegenheit sowas zu tragen:

 Mittwochmorgen  zog ich meine Burda aus dem Briefkasten. Und weil ich gerade nach Alternativen schaue, um nicht immer Pullover überzuziehen, kommt mir Jacke 132 Modell A oder B gut entgegen. Vor zwei Jahren habe ich so ein ähnliches Teil mal in einer falschen Farbe erstanden. In weichem Stoff und richtiger Länge sah  das sogar, wider Erwarten,  recht gut in Plus aus.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:35 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Mittwoch, 22. Oktober 2008

für warme Füsse

... es wird Zeit, dass die ersten Socken fertig werden:

grüne Socke

 ...  nachdem dummerweise die alten jahrelang ihren Dienst versahen. Was weiß ich, warum selbst gestrickte Socken so lange halten? Ich habe doch nur zwei Füße, aber so tolle Wolle und Strickmuster  in meiner Sammlung.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:29 Uhr in Handarbeiten

Dienstag, 7. Oktober 2008

Baumarkt-Challenge II

das Oberteil nimmt Formen an, aber womit das kombinieren?

Kriege ich ein Untergewand mit Wasweissich hin ... und falls sowas geht, (nein, ich verrate  jetzt nicht was),  wie bekomme ich es blickdicht?

Einen Catsuit in meiner Konfektionsgröße habe ich noch nie gesehen. Und ich muss was gekauftes unterziehen.

Nur noch viermal schlafen. Wirklich schlafen?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:41 Uhr in Nähen

Samstag, 4. Oktober 2008

beinahe im Film

... aber nur beinahe, hätte man zwei Kostüme von mir  in "Zwölf Meter ohne Kopf" sehen können.  Jetzt machen die zwei Komparsen nicht mit.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:42 Uhr in Geschichte/n

Dienstag, 30. September 2008

Ist der Baumarkt ein Laden für Hobbyschneiderinnen?

Am 11. Oktober ist die Modeschau der Baumarkt-Challenge und ich habe endlich meine ersten zwei Nähte hin bekommen. Zugucken darf man jetzt nur durch das Schlüsselloch, denn verraten wird nicht, was das ist:

kalt und glatt

 nur so viel: noch ist keine Nadel zu Bruch gegangen. Unklar ist immer noch, ob es überhaupt so machbar ist und  ich am Ende auch rein passe.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:42 Uhr in Nähen

Samstag, 6. September 2008

Ausflug in den Wilden Westen

Am Wochenende war bei uns das Vorderladerschießen und ich guckte mich mal um, was Trapper, Cowboys, Indianer, Siedler, Bürgerkriegssoldaten und Südstaatenschönheiten wie aus "dem Winde verweht"  beim Internationalen Vorderladerschiessen zu bieten haben. Vereinzelt auffällig die knackigen Hinterteile von lendenbeschurzten Indianern /images/emoticons/mozilla_smile.gif  Aber dazu kam ich ja eigentlich gar nicht hin. Eher um Kleider anzuschauen oder Inspirationen zu bekommen.   Ich sah so einige bunte Calicohemden und kann mir jetzt ganz gut vorstellen, warum man daraus so tolle Patchworkdecken nähen kann. Auch das Material der gestreift gewebten  Herrenhosen und den schönen Frackjacken haben mich fasziniert. Schade, dass es keine Stoffe dort zu kaufen gab.

Erstanden haben wir einen Falteimer aus Segeltuch, Holzschuhe, ein Lederrest und Nägel (um das Plastik an den Schuhen zu ersetzen), Sattlernadeln, Leinenzwirn und einige größere Rollen dickeres Seidengarn zum Handnähen. Das nehmen wir alles ins Mittelalter rein.

Bei den Knöpfen konnte ich mich nicht entscheiden. Aber es gab so schöne Sachen aus Horn, Hirschgeweih, Holz und Perlmutt ... und dann noch die ganzen Glasperlen.

Leider regnete es und wir waren nicht mehr im Lager der vielen Zelte und Tipis. Das nehme ich mir aber für nächstes Jahr mal vor.

Übrigens wäre bei diesem Wetter so ein schicker Herrenmantel mit Pelerine wie der Schnitt Butterick 3830 recht geschickt. Diese gab es dort in einem dunklen dottergelb aus gewachstem Stoff oder in schwarzem Wolltuch. Warum trägt ein Mann  so was heute nicht mehr?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:02 Uhr in Allgemein

Samstag, 30. August 2008

Es ist zerschnitten

... das gute alte handgewebte Bauernleinen. Lange habe ich es nicht gewagt, da es für mich unersetzbar ist.  Wenn man bedenkt wieviel Handwerk allein in so einem Stück Stoff steckt wird man ehrfürchtig. Solch ein Stück Stoff stellt heute niemand mehr her.

Da es übergroße Kissen mit handgesticktem Festonrändern waren, trennte ich diese Streifen sorgfältig so ab, so  dass ich sie später noch verarbeitet kann. Vielleicht werden es Teile für eine Patchworkdecke? Dekoelemente an Kleidung?  Geschenkbehälter für Menschen, die so was schätzen?

Den Stoff selbst wird ein handgenähtes Hemd für meinen Mann werden. Das Probehemd hatte ich schon hier besprochen.  Nun habe ich wieder ein schönes Vorhaben um es abends bei Kerzenschein oder Lagerfeuer  zu nähen.

< Zwischenzeitlich sind eine weitere unauthentische  Mittelaltersachen mit der Maschine entstanden: eine Hose, ein Kleid zum Arbeiten. Man muß ja nicht übertreiben, gell? >

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 01:25 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 27. August 2008

Kartoffelsack

... oder der Blick in den Spiegel.

Warum habe ich nur das Teil nach längerem Liegen repariert?  Das Bourettseidenshirt hatte ich mal extra in einer Damenabteilung für Plusgrößen bestellt und fand es auch mal passend. Deshalb landete es ja auf dem Reparaturstapel - und nun?

Ich schaue mich an:

An der Oberweite passt es gut und fällt locker, aber sonst?  der Saum 18 cm zu lang ...  die Schulternaht ist 10 cm zu lang und somit überhaupt nicht annähernd bei der Armkugel ... der "Kurz-"arm geht knapp über das Ellenbogengelenk. Jetzt habe ich ein nobles T-shirt für die Hausarbeit, denn mit so was gehe ich nicht mehr auf die Straße.

Bin ich durch das  Selbstnähen verwöhnt?! Selbst meine Probeshirts sitzt besser.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:36 Uhr in Allgemein

Montag, 25. August 2008

schnell und unauthentisch

... abends wird es kalt und im Fundus liegen noch Wollstoffe, die eher ins Frühmittelalter zu Wikinger, Schotten, Kelten und Alamannen passen. Also mal schnell gestern eine Männertunika zugeschnitten und die Nähte mit der Maschine  runter genäht. Danach alle Nahtzugaben  nach einer Seite umgeklappt und mit mit der Hand  mit Überwendlingsstichen  versäubert und gleichzeitig in einer  Art falschen Kappnaht fixiert. Am Ende den Halsausschnitt nach außen geklappt und eine Brettchenwebborte aufgenäht.

Borte

 Ich hoffe es passt und gibt warm.

Tunika

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:41 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Deplatziert auf Burg Hohenneuffen

Trotz nasskaltem Wetter waren wir am Samstag auf der Burg. Wir bemühten uns einigermaßen mittelalterlich angezogen zu kommen. Immerhin bleiben mehr Fragen zur Herstellung authentischer Gewänder offen, als dass sie jemand beantworten kann.  Dass Touristen in Jeans und Regenjäckchen frieren, da sie die Vorzüge von Wolle nicht kennen, das ist zu erwarten. Letztes Jahr  holte man sich schließlich um die gleiche Zeit einen Sonnenbrand. Wer schon einmal dort war, weiß, dass unten der Handwerkermarkt ist und danach, auf halben Weg nach oben,  der Wegzoll kassiert wird.

Wer aber denkt, nun würde es so richtig interessant, wird doch etwas enttäuscht. Okay Musik und Gaukler sind oben und auch die Toiletten (etwas arg eng für Leute mit Gewandung).  Man findet Leute, die authentisch lagern und auch einen Wikinger mit authentischer Ware u.a. wunderbar pflanzen gefärbten Beinwickeln. Aber dann? Die Essensauswahl ist etwas lieblos und hat so garnix mit Mittelalter zu tun (Kartoffelsalat, Tomaten-Mozarellabrötchen, panierte Schnitzel...). Da lohnt es sich nicht zeitgemäß das Essen in den eigenen Holzteller füllen zu lassen. Schade.

Und wenn ich  schon oben bin, gucke ich mir auch die Stände an. Irritierend ... der Räucherstäbchenstand erinnert mich eher an einen Indienbasar in einer Fußgängerzone ... der Kräuterstand hat die Sachen im Angebot und auch genauso so verpackt, die auch mein Naturkostladen vor Ort hat. Und zudem wird auch Aztekentrank (Schokoladenpulver) verkauft. Ist immer noch nicht bekannt, dass die Zeitgrenze zur Neuzeit die Entdeckung Amerikas war?  Ich kam mir arg deplatziert vor. Der Eintritt ist mir dann doch etwas zu hoch, nur um Toilette zu nutzen und etwas in den leeren Magen zu bekommen.

Etwas entschädigt hat  dann uns der Aufenthalt  auf dem unteren Handwerkermarkt. Klaus, der Schmied, bei dem wir uns einen Dreibein zum Kochen vorgemerkt haben. Lederwaren, die von der Auswahl her bestimmt alle Moderichtungen der  1000 Jahre Mittelalter abdecken. Korbwaren, Stoffe, Gewandungen (naja Prunkgewänder aus Dekostoffen für edle Herrschaften), Schuhe, Messer, Scherenschleifer, Löffelschnitzer, Knopfhersteller....

Jetzt ist unser Hausstand um ein authentisches Koch- und Universalmesser und zwei Holzlöffel erweitert worden.  Für das 21. Jahrhundert nahmen wir Eibenholzknöpfe und  Rosen- und Himbeerlikör mit (für Erbsenzähler: Brandwein gab es im Mittelalter noch nicht).  Ein bisschen wurmt mich, dass ich nicht ein paar Meterchen Wollstoff mitnahm.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 13:00 Uhr in Geschichte/n

Donnerstag, 21. August 2008

Und wenn es jetzt kalt wird

... dann braucht der Barde seine Beinlinge.

Zugeschnitten wurde es aus einem quatratischen Stück  Wollstoff  von ca. 80 cm und es basiert wieder auf einen Artikel aus der Karfunkel von A. Sturm:

Beinling Zuschnitt

Durch diesen schrägen Zuschnitt und der Köperbindung sitzt das am Ende recht gut. Angenestelt wird es jeweils vorne am Bund der Bruche:

 Beinlinge

 So sah nun  ein Mann im Hochmittelalter unter seinem Gewand aus:

von der Seite

Nun wird  mich jede Leserin  verstehen, dass ich mich schleunigst ans Übergewand machen muss /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:26 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 20. August 2008

Die erste Unterhose ist fertig

... und das stundenlange Sitzen auf Baumstämmen oder am Badehaus war erfolgreich. Denn was, außer Nähen oder Spinnen tut frau sonst auf Märkten, wenn sie am Schwätzen ist? Meine Vorüberlegungen kann man hier nachlesen. Und so sieht das bequeme Teil von hinten aus:

Bruche hinten

 Laut Auskunft des Barden trägt sie sich gut.  Dem heutigen Schönheitsideal entspricht sie kaum, wurde aber damals quer durch alle Schichten vom Mann getragen.

Bruche von vorne

 Später gibt es die dazu gehörenden Beinlinge zu sehen.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:41 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Dienstag, 19. August 2008

Ich bin versumpft

... bzw. war in der Lehmgrube bevor ich diese philosophischen Gedanken hier rein setzte.

Füsse

 Einen Tag lang arbeiten, Neues lernen und erfahren, ganz ohne Uhr,  und danach ein Ergebnis sehen, ist für mich Urlaub vom Alltag.

Lehmgrube

 Um zwei Helfer

Helfer

 und den Bauherren

Flo

 mit dem Lehm-Stroh-Gemisch zu beschäftigen muss man sich schon ganz schön ran halten. Demnächst werden wir noch mal bei der letzten Schicht außen helfen. Dann dürfen die Hühner dort einziehen.

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:48 Uhr in Geschichte/n

Montag, 18. August 2008

Wo bin ich jetzt gelandet?

... Baumarkt oder Wollladen?

Soeben war ich im Baumarkt und ging noch etwas weiter zur Bastelabteilung ... huch!!! ... die Auswahl an schönen Farben bei der Sockenwolle ist größer, als in meinem Wollladen. Wie das jetzt?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:34 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 14. August 2008

Philosophisches II

... gut dass ich mit so seltsamen Ideen nicht alleine stehe /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Also dann ... nicht  denken, nun ist es aber geschafft und sich zurück lehnen. Sonst werde ich noch überrollt.  Also hinstellen, mit den Füßen  fest am Boden, Hände in die Hüfte gestemmt und den Kopf hoch. Jetzt muss ich nur noch sagen: "Hey, los komm und zeig' dich!!!"

http://www.sp-studio.de/

 Aber vielleicht wäre es auch einfacher Probleme nicht immer anzunehmen, sondern auch mal zurückzugeben. Ich bin doch nicht für alles zuständig.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:27 Uhr in Allgemein

Mittwoch, 13. August 2008

Philosophisches

... mich gibt es noch.

Immer wenn ich denke, nun ist alles geregelt, kommt eine nächste Anforderung an uns. Und immer muss es etwas sein, das noch unbekannt in der Bewältigung. So scheint das Leben an sich  zu sein.

Nur - warum denkt man immer, wenn ich dies oder jenes hinter mir habe, dann ist erst mal gut?

 

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:30 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 19. Juni 2008

Frau sollte niemals nie sagen

... oder Bärbel ist schuld /images/emoticons/mozilla_smile.gif

  ... seit ich bei meinen Eltern auszog habe ich keine Schürzen mehr getragen. Das ist also schon ein paar Ewigkeiten her.  Aber als ich diese Jeansschürzen von der Creativa sah, wollte ich doch mal eine. Und zwar eine mit vier Taschen,  um sie zur Arbeit zu tragen. Jetzt war eine Jeans so weit kaputt, dass ich sie zerlegen konnte.

Das Hinterteil ist nun vor dem Bauch. Vorne und an den Seitennähten setzte ich Keile ein. Ich weihte zum ersten mal meinen Ruffler ein ... ein paar Zierstiche in orange und grün und in meiner Sammlung fand sich eine echte Prilblume aus den 70ern ...

und nun .... einmal von vorne:

Schürze vorne

 und von der Seite:

Schürze von der Seite

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:20 Uhr in Nähen

Freitag, 6. Juni 2008

Das Probehemd ist fertig

... und geht jetzt gerade mal über das Knie. Also reichlich genug, wenn es bei Bewegungen nicht stören soll.

Hemd

 Die Lösung mit dem Ärmelerweiterungskeilen am Hinterarm finde ich geschickt. Vorne sieht man keine Naht und hinten ergibt das eine angenehme  Bewegungsweite. Die Armnaht läuft  auch fast mittig am Hinterarm und die Armverjüngung zum Armsaum hin ergibt genau am Ellenbogen den Knick. Das trägt sich auch einfach besser, als die Tuniken des Frühmittelalters bei denen höchstens Erweiterungsecken unter der Achsel eingesetzt wurden.

Keil

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:58 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 4. Juni 2008

wieviel ROT verträgt das Mittelalter?

wieviel ROT verträgt das Mittelalter?

Schon lange wartet die Überseekiste einer früheren Nachbarin auf einen Anstrich. Die Kiste soll mit ins Mittelater, da wir ein Möbelstück zur Aufbewarung und zum Hinsetzen brauchen. Bei dieser Kiste geht die alte Farbe wohl nie ganz abzuschleifen und so dachte ich, ich mache das mal fix. Irgendwas wird schon der Keller hergeben. Irgend ein braun, dunkles ochsenblutrot oder zur Not schwarz. Aber weit gefehlt. Ein Legorot war aufzufinden und Fensterweiss. Und nun? Doch nicht etwa ROSA oder was?

Muster? weiss-rot gestreift? Hört sich nach Arbeit an und geht nicht fix.

Dann gehe ich mal davon aus, dass man, wenn man es sich leisten konnte,  die Kleidung  recht knallig einfärbte .... genauso, wie Herrschaften schon mal gerne bis zur Ungeniessbarkeit Pfeffer und Nelken ins Essen kippen liesen. Was man hat, kann man zeigen /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Ob wir damit rein dürfen?
Truhe
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:52 Uhr in Geschichte/n

Hemd des hl. Ludwig - Armbündchen als Hinweis

Nun denn, das Hemd ist zugeschnitten. Webbreite (Elle 80cm) im Bruch an den Schultern, damit es keine Schulternaht gibt. Links oben sieht man aufgeklappt das Eck, das für den Halsauschnitt entfernt wurde. Unten ist die Gere abgeschnitten, die dann mittig vorne und hinte eingesetzt wird (eine der Gêren besteht dann aus zwei Teilen). Rechts unten der kleine Abschnitt ist genau wie das kleine Stückchen für den Halsausschnitt oben links der ganze Abfall. Geniale Idee, oder? Hemdlänge geht hier von einer Elle zu 70cm aus.

Hemd Rumpf

 Der Zuschnitt des Ärmels; die Schnittverengung zum Armbündchen hin ist als eingesetzte Gêre oben am Hinterarm gedacht. Es gibt einige Literaturhinweise. dass im 12.Jahrhundert diese Armerweiterung auf der Armrückseite war und auch die Armnaht selbst.
Arm 1

 hier ist die Armerweiterung angenäht. Ein Test mit den Händen meines Mannes ergab, dass eine Ellenlänge von 80 cm anzunehmen ist, da sonst eine Männerhand nicht durchpasst. Jedenfalls so passt sie nicht durch die Öffnung. Ich werde den Ärmel kürzen müssen.  Auch wenn ich die Abschnitte das nächste mal etwas kleiner zuschneide, wird der Hemdärmel  bei einer Elle von 60 viel zu eng sein.

Arm 2

 Und wenn ich jetzt von einer Elle zu 80 ausgehe, könnte ich mir sogar diese ursprüngliche Länge gut vorstellen. So wie der Hl.Ludwig hier dargestellt ist, kann er das Hemd gut lang tragen. Ein arbeitender Bauer braucht es aber kürzer.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:48 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Dienstag, 3. Juni 2008

Hemd des hl. Ludwig

... oder wie lang war eine Elle  wirklich?

 Am Wochenende habe ich mit meiner neuen Bronzenadel weitergenäht und die Bruche ist bald fertig. Nun bin ich zwischenzeitlich aber gefragt worden, ob wir Gewandung verleihen könnten. Nunja, doch wenig, aber ich bräuchte ein Probehemd von einer Rekonstruktion eines bäuerlichen Leinenhemdes angelehnt an das Hemd des heiligen Ludwigs (A. Sturm in Karfunkel 71).

Annahme, die Webbreite ist eine Elle (Saumweite ohne eingesetzte Gêre in der Mitte) und Hemdlänge von Schulter zu Saum gut anderthalb Ellen lang, dann würde das Hemd 120 lang beim bayrischen Mass. Das erscheint mir als kurzes Hemd etwas lang. Bei der Hypothese von 60cm = 1 Elle, würde das Hemd immer noch gut 90 cm lang werden. Das ist reichlich und die Bruche wäre auch verdeckt.

Unlogisch ist, dass die Webbreite des Bauernleinens 80cm  beträgt. Diese Breite ist ja auch geschickt bei Männern mit Schultern. Da es üblich war ohne Verschnitt zu arbeiten (also die volle Breite ausgenutzt wurda)  und diese Webbreite oft auch als Elle angegeben wird. Somit wären wir wieder an dem erbsenzählerischen A hängengeblieben. Das gibt einfach nur Knoten im Kopf.

Letztendlich zerschneide ich mal das Ikeapseudoleinen, als hätte es die Webbreite meinen Bauerleinens und jongliere die Hemdlänge auf tragbar. Einmal Elle lang, einmal Elle kurz ...

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:51 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Mittwoch, 28. Mai 2008

Unterwäsche oder der ganz lange Weg ins Mittelalter

... oder das schrecklich schöne A.

Wir befinden uns in der zweiten Hälfte des 12.Jahrhunderts nach Christi Geburt. Wir haben keltische Vorfahren. Unser Wohnort ist 1156 zum ersten Mal urkundlich erwähnt worden. Vor bald hundert Jahren wurde von dem Grafen von Comburg auf dem Umlaufberg des Kochers  das Benediktinerkloster gegründet.  Bischof Gebhard von Würzburg bestätigt 1156 die Weihe von St.Michael, und wir haben einen Michaelismarkt.  Später -  im Jahre 1189 -  wird bei uns der Heller geprägt. Wir sind eine Reichsstadt.

Früher gehörte ich zu den Herrschaften einer staufischen Burg und sollte mit dem Sohn von #*grr+ (bitte erinnert mich nicht an seinen Namen),  vermählt werden. Er beschloss während eines Gelages mit seinen Kumpeln kurz vor der Hochzeit  am Kreuzzug teilzunehmen.  Ich zog damals in meiner Verblendung mit und  erlebte so einiges.

Die Mode der  Staufer ist mir geläufig und ich sah die  französische, normannische, maurische und die des Orients. Ich sah mein erstes Spinnrad, war aber von der Qualität der Fäden nicht angetan. Ich hörte vom  Briefwechsel zwischen Eleonora und  Hildegard ...

 
... und lernte meinen Troubadour kennen. Jetzt bin ich  Reichstadtbürgerin.

Auf meiner Terasse habe ich keinen Flachs angebaut und im Vorgarten grasen keine Schafe, aber trotzdem werde ich nun  versuchen alles ohne Nähmaschine weitgehend nach Bildnissen, Funden und Beschreibungen zu nähen.

Diesmal fange ich ganz von unten an. Zuerst kommt nun die Unterwäsche dran. Hier liegt flachsfarbener feinerer Leinestoff und eine Rolle Flachsgarn. Am schnellsten ist das Thema Bruche für mich als Frau erledigt. Da verbrauche ich keine Elle Stoff und kein einziges Stückchen Zwirn. (Lediglich einmal im Monat hätte ich so eine Art Windelhosengewickele angezogen. Das sind allerdings Vermutungen. Originalfunde gibt es keine). Und mein Gatte?

Eine Bruche nach Schnittschema von Purrucker  (Artikel von Andreas Sturm in Karfunkel 75)  nehme ich mir vor. Ein Hosenbein besteht aus Webbreite des Stoffes (um die 80cm) und der Länge von drei Ellen - das wäre demnach 120cm - . Das gerade Zwischenstück, das  beim Tragen im Schritt sehr faltig wird, müsste etwa eine halbe Webbreite breit sein. Stoff ist etwas knapp und mein Barde etwas kleiner, so hoffe ich, dass alles am Ende passen wird.

auf geht's:

Naht der Bruche

 eine Art Kappnaht, wobei manchmal nur eine Seite umgeschlagen und die Webkante ohne Umklappen darübergelegt wird

 Bruche

 die Bundweite wird 220 cm werden. Unklar ist, wie ich zu einer weitgehend authentischen Befestigung an der Taille  komme. Die Quellenlage ist zu unpräzise. Strick aus Flachs?

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:23 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Dienstag, 20. Mai 2008

Alles vom Bildschirm aus

... jetzt muß ich noch nicht mal mehr aus dem Fenster gucken um zu sehen welches Wetter wir haben. /images/emoticons/mozilla_smile.gif  An unserem Marktplaz in der Stadt ist eine Webcam installiert. Vorhin verliesen die letzten Leute das Kunstmuseum, die Busse fuhren oft und ein Laden nach dem anderen schloss. Jetzt zur späten Stunde sehe ich sogar, dass man für die Freilichtspiele probt.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:26 Uhr in Allgemein

Sonntag, 4. Mai 2008

Ich spinne ...

ok, das ist schon bekannt /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Heute waren wir auf Burg Stettenfels und ich habe trotz der gestrigen Zweifel, ob ich das je nach 25 Jahren wieder hinbekommen werde, weiterprobiert. Dem Publikum und den fleissigen Fotografen war es ganz egal, wie gleichmässig meine Faden wurde.

Doro spinnt

 Aber am Ende des Markttages war ich dann schon ein Stück weiter.

Handspindel

 Zum Marktende haben wir uns dann ganz frisches Brot aus dem Backofen gegönnt. Sowas erinnert mich immer an meine Kindheit. Das Brot vom Bäcker in die Hand bekommen, wenn es noch ganz warm ist, und dann das erste Stück Kruste sofort essen dürfen. Ein Genuss.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:33 Uhr in Allgemein

Samstag, 3. Mai 2008

Lärm

... fällt das nur mir auf? ... z.Zt. scheint es in zu sein, seinen Blog mit einer Musikbox zu hinterlegen  /images/emoticons/mozilla_frown.gif

 Ich surfe nichts ahnend  den einen oder anderen Blog an um mir Anregungen zu holen. Bevor ich noch den Reiter öffnen kann, erschallt unverhofft Musik aus meinen Boxen.  Manchmal ist die Musikauswahl ja ganz nett und passend. Allerdings weniger passend, wenn gerade jemand nebendran am telefonieren ist, Nachrichten hört oder sonstwie ungestört sein möchte.  Und mitten in der Nacht erfreut es sogar die Nachbarn bei offenem Fenster  .... Bis ich da dann den Ort der Musikbox und danach  den Ausknopf finde, das dauert.  

 Ist die einzige Lösung, die Boxen auszustöpseln? (Nebenbei bemerkt: meine RAMkapazität ist auch nicht so groß.)

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:06 Uhr in Allgemein

Samstag, 12. April 2008

Nostalgie

Bevor ich in der Schule Handarbeiten hatte,  nähte ich schon  zuhause. Natürlich mit der Hand. In der Erinnerung sehe ich immer das Nadelmäppchen mit den nähenden Mädels vor meinen Augen:

Nesthäkchen Prym

 Nach dem Nähen steckte ich immer wieder die Nadel dorthinein zurück. Falls das Fädchen nicht aufgebracht war, blieb es im Öhr für ein  nächstes mal.

innen

 Vor einigen Jahren gab es dieses Mäppchen von Prym noch zu kaufen und ich musste es aus Nostalgiegründen erstehen. Die letzten Tage ist es wieder in meine Hände gefallen. Eigentlich zu schade, um es aufzubrachen, oder?

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:17 Uhr in Geschichte/n

Dienstag, 8. April 2008

Meine erste Jeans ist fertig

Die Gürtelschlaufen sind dran und die Passe mit einemm bunten Stoff verstürzt.  Laut Anleitung wird das Ganze nicht oben  an der Kante nochmal extra außen  abgesteppt. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne.

bunter Bund

 Am Ende noch den Saum gekürzt und sämtliche Nieten und den Knopf und das Augenknopfloch angebracht. Da ich lediglich die Hosenbeinlänge am Schnitt geändert hatte, bin ich so weit mit dem Ergebnis zufrieden:

hinten

 Das nächste mal werde ich das Köperband zwecks Stabilisierung nicht an der Taille weglassen. Da könnte die Hose ein wenig enger sitzen. Ansonsten meine ich, dass da, wo die Hose besser sitzen sollte, es nicht an der Hose liegt, sondern eher an der Verteilung meiner Kilos. Kurt und gut: der Schnitt passt.

vorne

 Das ist jetzt meine allererste selbst genähte richtige Hose. Und nun getraue ich mich auch die Blogs und die Erfahrungen der anderen Mitnäherinnen nachzulesen. Ich musste da jetzt einfach mal weitgehend alleine durch.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:52 Uhr in Nähen

Montag, 7. April 2008

Jeanshose - der Bund und die Suche nach Garn zum Absteppen

... recht seltsam ... gekauft hatte ich den Schnitt, da ich einen Sattel hinten sah. Aber weit gefehlt: ein Sattel macht noch keine Jeans! Für mich gehört da  noch zusätzlich ein extra Bund dran. Aber jetzt halte ich mich doch erstmal an den Schnitt.

Die Sattelteile vorne und hinten mit Einlage verstärkt und Verstärkungsband mit Längsfäden aufgebügelt:

Sattel

 Sattel drangenäht und zweimal abgesteppt. Schon die dritte  Nähnadel weggeworfen, da der Stich unsauber wurde. Vorderbeine innen an die hinteren Beinteile mit großen Stichen genäht, dann die U-förmigen Naht mitten vom Kreuz vorne zum Reißverschluss hin und am Ende die Seitennähte.

Anprobe geglückt. Hose paßt fast wie meine Lieblingsjeans. Jedenfalls so weit ich das ohne Fotos, nur mit dem Spiegel,  sehen kann. Lediglich  etwas Stoff an dem Vorderteil zu viel. Da es meine erste richtige Hose, laß' ich das erst mal so.

Und nun mein Denkfehler ...

Die Hose ist geheftet und ich will sie einfach mal mit geschlossenen Beinnähten absteppen. Der Dreifachgeradestich läuft durch dieses Geknuddele der Beine  nicht flüssig und die Steppnaht gefällt mir nicht. ... nochmal auftrennen? ... Es ist ein Stretchstoff und trotz Stretchnadel ist das so gut wie nicht hinzubekommen und da, wo ich ein Stückchen  frei bekam, sieht man diese Naht. Der Stoff ist malträtiert. Das heißt also, ich lasse das am besten so, wie es ist. Es ist ja nur die innere Beinnaht. ... und nun?

Ich fuhr in unsre Stadt rein um einen dicken Absteppfaden zu kaufen. Im Kurzwarenladen gibt es zwar das Nähgarn von Coats mit der Farbe in maigrün, aber nicht das passende dicke Knopflochgarn. Im Stoffladen führt man eine andere Fadenmarke, aber diese hat maigrün überhaupt nicht. Die Fahrt, Zeit und Parkgebühr vergeblich investiert. Zum Glück gibt es noch ein anderer Tipp: zweite Garnrolle auf den zweiten Garnrollenhalter der Nähmaschine, Fäden beider Rollen einfädeln und eine Sticknadel mit dickem Öhr benutzen. Der einfache Geradestich läuft ganz gut.

Fazit für eine zweite Hose: vor dem Nähen passendes Absteppgarn besorgen und die extrem eingeschränkte Farbauswahl akzeptieren können /images/emoticons/mozilla_frown.gif  ... zuerst Außennaht der Hosenbeine zusammennähen und steppen, dann Innenbeinnaht und am Ende die mittlere Naht vom Reißverschluß  nach hinten zur Taille hin.

Jetzt geht es an die Gürtelschlaufen und das Futter des Bundes.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:30 Uhr in Nähen

Sonntag, 30. März 2008

Jeanshose - der Reißverschluss

... oder wie man laut Sandra Betzina einen Reißverschluss lieben kann. Den Eingriff habe ich mit einer gewebten dünnen Einlage verstärkt, die zwei Vorderseiten rechts auf rechts zusammengelegt und in der Mitte mit Heftstich zusammengenäht ... auf links gewendet ...

auf der rechten Seite (eigentlich Hose links) auf den Untertritt den Reißverschluss steppen:

Reißverschluss erste Naht

 umfalten und Zierstepperei anbringen:

Zierstepperei

 rüberklappen und Reißverschluss links annähen:

andere Seite

 Die genaue Erklärung ist auf dem Schnittmuster oder auch im Buch von S.Betzina "Power Sewing". Ich werde noch einige Hosen nähen müssen, um das zu lernen.

Alles von der rechten Seite her betrachten und dann die Zierstepperei versuchen exakt hinzubekommen. Die Hälfte wieder auftrennen, da das nicht so einfach ist. Und weil's so schön ist, noch mal auftrennen.

Hosenschlitz

 Heftnaht öffnen und Deckleistenbeleg über dem Reissverschluß anbringen:

 fertiger Hosenschlitz

 UFF !!!

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:49 Uhr in Nähen

Jeanshose V

Das sieht ja ganz nett aus, wen die seitliche Hüftpasse mit dem Taschenbeutel zusammengesteppt ist, aber bei der Originalanleitung fehlt mir einfach der Hinweis zum Versäubern des unteren Randes.  Der  wird zwar später vom Eingriff selbst verdeckt sein, aber ein paarmal Waschen wird ihn aufdröseln. Also mal schnell mit dem Dreifachzickzack drübernähen.

Münztasche auf Taschenbeutel

 der Tascheneingriff an der Vorderhose dran:

Tascheneingriff

 und von innen:

Taschenbeutel

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:47 Uhr in Nähen

Jeanshose IV

Selbst wenn jetzt die Hose schief geht, meine Taschen gefallen mir:

Hinterhosentasche

Die Kreidelinen der Taschenstickerei werden beim Waschen verschwinden. Anstatt die Taschen zu heften habe ich mal mit Wondertape gearbeitet. Eine knifflige Kleberei, aber hilfreich.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:48 Uhr in Nähen

Samstag, 29. März 2008

Jeanshose III

Jetzt ist alles zugeschnitten, wie hier aufgelegt:

Jeans Zuschnitt

Nach dem Zuschneiden habe ich nochmal die innere Beinnaht, hinter Mittelnaht (Taille ohne Sattel bis Schritt) und die Strecke, wo der Reißverschluß reinkommt mit meiner passenden Kaufhose verglichen. Könnte hinkommen.

Habe ich mal so nebenbei erwähnt, daß ich bisher nur Ende der 70er/Anfang der 80er  für mich Pumphosen genäht habe, Babyüberziehhosen, eine Kniebundhose für meinen Mann für's Rokoko und zwei Hosen für's Mittelalter? 1975 fing ich mal an eine Hose aus einem Burdaheft zu nähen. Da sollte ich jetzt besser nicht mehr dran denken.

Ihr dürft gespannt sein. Ich bin es auch.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:43 Uhr in Nähen

Jeanshose II

Kann man sowas passend bekommen? Zwei Meter Jeansstoff hatte ich bestellt, ganz davon überzeugt, dass dies reicht, wenn auf der Packung 1,90m  empfohlen wird und ich bei allen anderen bisherigen Kleidungsstücken immer mindestens 10 cm zusätzlich einspare. Zweite Überraschung, ich bestellte einen gerauhten und gestoneden Stoff, dieser scheint etwas stretchig zu sein. Gewaschen ist er. Ich habe jetzt nachgemessen und die Stofflänge beträgt  2,20m. Jetzt noch die Schrittlänge des Schnittes mit meiner Lieblingsjeans (gekauft und Stretch) verglichen.

Dumme Sache ... ich brauche scheinbar mehr an Länge. Die einzige Möglichkeit ist, die Hosenbeine  mit dem  Saum jeweils  nebeneinander anstoßen zu lassen und die Beine etwas zu verschmälern. Und die Kleinteile?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:50 Uhr in Nähen

Jeanshose

Ich bin zu schlank *g* für Vogue 7608 Größe G

... bzw. muss  feststellen, dass mein vor Jahren gekaufter Schnitt doch zu groß ist. Laut Tipp für einen guten Jeanssitz soll man ja  eng messen und ich dachte damals beim Einkauf, was soll's, ich bin halt so dick. /images/emoticons/mozilla_frown.gif

Was nun? Schnitt verkleinern? Hat Vogue einen Größensprung zwischen G und F? Sollte ich doch auf Nummer sicher gehen und den burda-Plusschnitt nehmen? Aber der hat ja keine fünfte Tasche /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Jetzt bin ich Mitten im Zeichnen des vogue-Schnittes. Noch habe ich keinen Überblick.

Wozu man den Sattel viermal aus dem Stoff und dann noch viermal als  Einlage zuschneiden soll, erschließt sich mir noch nicht. An den Jeans, die ich bis jetzt anhatte, würde zweimal mit Stoff reichen. Sehr irritierend, oder?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:04 Uhr in Nähen

Freitag, 28. März 2008

easy fashion F/S 2008

Das wird eine Kurzbesprechung.

Drei Sachen sind da drin, die auch mir größenmäßig "passen"/images/emoticons/mozilla_smile.gif ein Schlapphut, ein Rentnerhut und eine Tasche. Ersteres hatte ich schon mal in meiner Schulzeit genäht. Das muß wohl vor über dreiunddreißig Jahren gewesen sein. Für den anderen Hut bin ich einfach zu alt. bzw. noch nicht alt genug. Mir steht  diese kleine Krempe nicht. Taschen kann man immer mal brauchen und an dem Teil kann man so einige Sachen mit dieser guten Erklärung im Heft  üben.

Und der Rest?  Dafür bin ich einfach keine Zielgruppe. Schön ist  der Jackenschnitt 2C. Die 70er Sachen gehen ja  noch.  Das eine und andere gefällt mir.  Aber das was für mich in den 80ern schon unmöglich aussah, brauche ich auch heute noch nicht -  Silberleggings, Bundfaltenhosen, Jodhpur und Oberteile, die so garkeine Figur machen.

Gut daß es nicht mein Heft ist. Bin aber gespannt, was aus den Schnitten genäht wird.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:30 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Donnerstag, 27. März 2008

Sew Subversive - Down & Dirty DIY for the Fabulous Fashionista

von M.Rannels, M.Alvarado, H. Meng, Taunton Press 2006

Aus purer Neugierde bestellte ich mir dieses Buch. Und nun? Was soll ich damit?

Schon alleine von der Aufmachung her, weiss ich, dass es was für Nähanfängerinnen ist; Schätzungsweise für das Alter meiner Praktikantinnen und FSJler  oder  Mädchen, die noch zuhause wohnen und ihre Kleider aufpeppen möchten.

Am Anfang werden die Grundkenntnisse des Handnähens erklärt: Nähte, Knopf annähen, Löcher in Jeans mittels Aufnäher stopfen, Säume kürzen.

Dann kommt die Funktion der Nähmaschine dran. Nicht das neueste Modell. Einfach eine Nähmaschine, die man mal irgendwo ausleihen kann und  schon länger irgendwo herumsteht. Danach eine Erklärung der allerwichtigsten Hilfsmittel. Solche Sachen wie, die Stoffschere niemals für Papier nehmen.

Ein Abschnitt über Stoffe, die man günstig bekommen kann und  Secondhandklamotten, die sich zum Umändern lohnen.

Und welche Projekte findet man im Buch? das obligatorische Sofakissen (Nähzeit per Hand anderthalb Stunden, mit der Maschine vierzig Minuten), Shirts veränder (Aufnäher, Ausschnitte, Applikationen), Rock verschönern, Ziernähte anbringen, an Kapuzenshirts Ohren und Saurierzacken anbringen. mit Biesen Kleidung auf Passform bringen, Hosen aufpimpen, Jeanshose zu Rüschenrock, Strickpullover zu Tops, Stulpen und Mützen umarbeiten ...

Einfach  viele Ideen für Mädchen, die sich ihre Sachen individuell umgestalten möchten und nicht  mit der Mode gehen wollen.  Ein Buch um Lust zu machen (falls man denn Englisch kann). Ich habe es verschenkt.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:00 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Samstag, 22. März 2008

Ich ziehe mein Osterei an

... oder ich bin das Osterei. /images/emoticons/mozilla_laughing.gif  ... mitten im Schnee.

Ein schöner bunter Stoffrest kombiniert mit einem etwas faden erbsgrün; wie schon so oft den Ottobreschnitt aus der 2/2006.

Ich habe gerade den Tipp bekommen, das nächste mal die Schultern etwas kürzer zuzuschneiden, damit die Armkugel besser sitzt. Aber ich zeige es euch trotzdem.

Shirt

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:28 Uhr in Nähen

Montag, 17. März 2008

Frühjahrsputz

bzw. Ausräumen meiner Handarbeitsheftesammlung. Jedesmal wenn ich das sporadisch mache, komme ich zum gleichen Ergebnis. Hefte neueren Datums landen im Altpapier. Sie taugen gerade mal um sich kurzfistig Ideen zu holen oder  als momentaner  Zeitvertreib. Uralte (Sonder-)hefte, meistens um die Weihnachtszeit oder Gartensaison,  haben   eine geballte Ladung an soliden Anleitungen. Viele Grundtechniken werden sogar erklärt. Egal ob es um Holzarbeiten, Gartenskulpturen, Stricken, ...  oder Nähen geht.

Wird uns heute nicht  zugetraut mehr zu tun,  als fertige Sachen aufzupeppen? Gekaufte Aufnäher auf Jeans, anstatt selbst mal mit Stickgarn und Nadel ein Motiv sticken? Serviettenmotiv ausschneiden und aufkleben, anstatt mit Pauspapier Motiv  durchzeichnen und nach eigenem Geschmack ausmalen? Zwei Stofflagen mit Vlies dazwischen zu einem zweidimensionalen Häschen zusammennähen, anstatt ein frei sitzender Hase mit Ohren, Möhre und allem drum und dran?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:43 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 6. März 2008

0190 ... ruf mich an! ...

bzw. klick mich.

Gestern zur Latenight war ich schon irritiert, welche Art von Kopfreklame bei Burda auf der Startseite der Weblogs ist. Tags sieht es  hier ja  harmlos aus. Aber Hallo! ... heute abend mal schnell nach 23 Uhr hier reingeklickt. *augenreib* ... tatsächlich. Ja, hier erinnert es mich ans  Privatfernsehen zur Nachtschlafenszeit. Gestern durfte ich die weltweit erste erotische Live Cam anklicken. Heute gibt es  sexybabe23 und einige ander räkelnde Kontakte angeblich aus meiner Umgebung.  

Will ich sowas als Eingangsbanner zu meinem Blog? Und welches Publikum tummelt sich hier nachts, so dass sich so eine Anzeige lohnt?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:33 Uhr in Allgemein

Freitag, 29. Februar 2008

Immer der gleiche Grundschnitt

... aber diesmal mit neuem Kragen. Von dem  vergriffenen burda-Einzelschnitt 8441 habt ihr schon von mir gelesen. Jetzt habe ich ihn wieder herausgeholt und den vorgesehenen Kragen verändert. So steht er auch mir, denn Rollkrägen sind nicht so mein Ding. Wir haben  beim Fotografieren fast den Wäscheklammer-Trick aus "Funny Face"/Audrey Hepburn angewandt. Vermeidet das doch die zwei deutlichen  Längsfalten unter dem Charakter /images/emoticons/mozilla_smile.gif
Pulli
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:38 Uhr in Nähen

Donnerstag, 28. Februar 2008

ohne Coverlock

Warum eine extra Maschine anschaffen, um zwei oder drei  Pullovern pro Jahr mit einer  sportliche Naht zu versehen? Die Nähmaschine hat einige Ziersticke, die auch gut verwendet werden können. Am liebsten nehme ich bei Fleece den Stich 40 (Hohlsaumstich in Leiterform) bei meiner Janome MC 4800 mit Stickfüsschen und gelockerten Füsschendruck.

Nahtnummern

Mit einem Metallfaden ist das allerdings etwas fizzelig, denn dieser Faden ist so störrisch, dass er, wenn man zu schnell nähen will, von der Garnspule springt und  sich unter der Spule ruckartig verheddert. Das Ganze reisst dann. Also langsam nähen.

Naht

 Direkt am Halsausschnitt nahm ich allerdings dann den richtigen Nähfaden und,  da dort der Fleece vierlagig,  den Stich 37 (geschlossener Overlockstich).

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:34 Uhr in alternative Möglichkeiten

Dienstag, 26. Februar 2008

Ja näht denn niemand?

... wirklich nicht? ... heute komme ich in meinen Kurzwarenladen, der einzige in unsrer Stadt. Wie immer gucke ich, ob  es Neues gibt und schon eine Nachlieferung  der schwarzen Dessousszutaten  ... *augenreib*  Alles ist umgehängt. Auf einigen Sachen klebt ein Punkt. Frage der Verkäuferin, was ich suche. "die BH-Verschlüsse" Sie zeigt auf die Verlängerungen. "nein ich meine die Verschlüsse"  Es wäre nur noch das da, wo der Punkt drauf klebt (haut und weiß/images/emoticons/mozilla_wink.gif und das würde eh niemand brauchen. Gebraucht wird wohl auch nie der Schmelzfaden, Hosentaschen, Maßband zum Aufkleben, Armblätter, Sublimierstift, Reflektorband, breite Gummibänder, Sticknadeln von Prym, gefältete Ärmelstützen (für Dirndlärmel -  oder wie das heißt); Bikiniverschlüsse .... und was weiß ich noch alles. Alles hat ein Punkt aufgeklebt.

Und wo kaufe ich demnächst ein?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:19 Uhr in Allgemein

Samstag, 16. Februar 2008

sinnvoll verprassen und schwelgen

Ja, ich bin nicht so der Typ für schnell mal modisches Chichi mit der Overlock zusammentackern, tragen, dreimal Wäsche überstehen lassen und dann weg damit. Gute schöne Stoffe gefallen mir auch noch in der nächsten Saison. Mit einer handwerklich soliden Verarbeitung - und das darf gerne auch mit der guten alten Nähnadel und Handstichen an manchen Ecken sein - habe ich jahrelang meine Freude.

In meinen Vorräten befand sich der Rosenstoff eines bekannten Möbelhauses.

Rosalie von Ikea

 Nachdem ich schon den megahohen Betrag gelesen hatte, für den er in letzter Zeit  versteigert wird, getraute ich mich  garnicht ihn zu zerschneiden. Nun ist er eine große Tischdecke mit schönen Briefecken geworden. Die Ecken werden immer noch am schönsten mit Handstichen.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:07 Uhr in Nähen

Sonntag, 10. Februar 2008

Werbung? Information? Informationsüberfluss?

und was soll ich damit tun?

Ganze Industrien leben davon, es uns Hobbyschneiderinnen leicht zu machen, aber wird das Nähen wirklich leichter? Gierig Neuheiten mitbekommen. Vergeblich im hiesigen Einzelhandel danach suchen.  Soll es so sein? ... diese Zeitverschwendung! Ich kenne ja schon die übliche Antwort: "Kennen wir nicht. Führen wir nicht."

O.k.,  vieles gucke ich mir eh nur an, und wenn es unhandlich oder für meine Zwecke  unrentabel ist, dann bleibt es im Laden. Handwerkszeug muss ja gut in der Hand liegen, und was soll ich dann mit einer Internetbestellung?

Und geht es mit Neuheiten  wirklich immer besser? Das Handling muss ich mir ja auch erst mal aneignen. Lieber ein Klebestift oder  ein Klebefilm für den Reißverschluss? Warum eigentlich  keine Stecknadeln, oder mal heften? Sind die alten Tipps wirklich so schlecht? Kein Stift trocknet ein, die Nadeln sind  nicht mit Klebstoff verschmiert, das Bügeleisen bleibt sauber.

Und wer braucht wirklich den Maschinenpark? Kann man nicht auch einfacher nähen? Wegen drei T-Shirts eine Coverlock kaufen, wenn man eh diese sichtbaren Nähte nicht überall sehen will? Ich bin ja kein Dauerjogger, der ständig im Fitnessdress unterwegs ist.

Als ich noch meine uncomputerisierte Nähmaschine ohne Knopflochautomatik, die lediglich gerade, Zickzack und den dreigeteilten ZickZack (das war der übliche Elastikstich damals) hatte, besaß, nähte ich auch. Mit einiger Übung und einigen Streifen Zeitungspapier, manchmal Seidenpapier ging auch stretchiger Nicky, Samt und dünner Batist zu bewältigen.

Es gibt ein Nähen jenseits von all den verzichtbaren Regalfüllern. Am Wochenende  ist eh kein Kurzwarenhandel offen, und wir greifen gerne auf Altbewährtes zurück, oder?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:59 Uhr in alternative Möglichkeiten

Montag, 28. Januar 2008

Ich gehe in den Sandkasten

... also warm ist der Pullover  schon geworden und ich finde genau richtig für meine Arbeit.  Die Kapuze kann ich geschickt zum Radfahren und Spazierengehen  um den Hals wickeln und erspare mir den Schal.  Nur an den Proportionen sollte ich noch rumtüfteln. Vorne ist die Spitze am Saum etwas lang geraten für meine kurzen Beine.

Pulli Pulli

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:11 Uhr in Nähen

Samstag, 26. Januar 2008

Der erste Markt

Heute waren wir auf dem ersten Mittelaltermarkt dieses Jahres und zwar in der Alten Kelter zu Fellbach. Ganz schön viele  bekannte Gesichter waren zu sehen und einige Leute, die wir sonst nur als Händler kennen. Schön wenn man die Leute mal ohne Stress erlebt.

Neben anderen Musikern, wie Poeta Magica, waren als Bonbon  noch Cultus Ferox da. Vor dreieinhalb Jahren sah ich sie schon mal in Beilstein. Diesmal waren sie in einer Zehnerbesetzung da, haarscharf wie immer  am Mittelalter vorbei mit vier Dudelsäcken, Tamtam und einer Tänzerin mit fast nix an und fast nix dran /images/emoticons/mozilla_laughing.gif

Den ganzen Tag schlich ich am Stoffstand herum. Das ist eine Händlerin, die ich vom Markt in Mannheim kenne. Wunderschönes Leinen und viele Wollstoffe. Jetzt habe ich einen Fischgradstoff mit dreieinhalb cm breiten Rapport in rehbraun-schwarzbraun. Das gibt einen Blazer für das 21.Jahrhundert.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:42 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 24. Januar 2008

Jetzt mal schnell was Warmes

Die Kinderschlafanzüge liegen immer noch zugeschnitten da, aber ich möchte schon seit Tagen einen neuen Pulli. Schnell soll er gehen. Hier habe ich noch den  bewährten Burdaschnitt 8441. Es ist ein Raglanschnitt mit Kapuze (leider vergriffen). Diesmal nehme ich die ausgestellten Trompetenärmel und verstärke den Effekt etwas;  das um sechs cm gekürzte Rückenteil bleibt gerade am Saum; und am verkürzten Vorderteil zeichne ich eine geschwungene Spitze mitten  am Saum an. Die Kapuze verlängere ich zu einer sehr langen Zipfelkapuze, wobei ich das Extramittelteil  einfach mit dranzeichne.

 Ziernähte sind am Stoffrest ausgetestet. Genäht wird dann später.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 01:03 Uhr in Nähen

Mittwoch, 23. Januar 2008

Umfrage zum neuen Burda Nähjournal 1/2008

Jetzt ist der ausgefüllte Fragebogen endlich im Briefkasten gelandet.  Das wäre  dumm gewesen, die Gelegenheit nicht zu nutzen, wenn man schon als augewählte Abonnentin gefragt wird. Das ist  fast so, wie wenn Landtagswahlen sind, man nicht hingeht und danach meckert.

Für die, die es nicht in der Hand halten konnten: Im Prinzip gibt es dort all die nützlichen Dinge, die mir als erstes einfallen, wenn ich an die Young Fashion denke. Diese lese ich zwar nur gelegentlich an, weil es weder zu meinem Alter passt, noch zu meiner Konfektionsgröße. Und wichtige Sachen, wie ein Workshop (z.B. Knöpfe annähen, Stoffartenbesprechung wie Stretchstoff,  Schnitte verkürzen oder verlängern) sind auch drin.  

Also warten wir ab, wie sich das Nähjournal in einigen Monaten wandelt. Ich bin in freudiger Erwartung.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:22 Uhr in Allgemein

Dienstag, 8. Januar 2008

Winterhosen (Planung)

Die Schlafanzüge sind noch nicht genäht, aber ich plane mir warme Winterhosen zu nähen. Ich friere und der Winter wird noch kommen.

Ich oute mich mal, daß ich in den letzten Jahren nur ein bestimmtes Hosenmodell des regionalen Jeansherstellers getragen habe. Im Winter halt mit langer Unterhose. Was soll's. Immerhin passt sie, wie für mich maßgeschneidert und der dunkle Jeanston harmoniert zu meiner Garderobe.

Aber jetzt möchte ich  was anderes anziehen.

Meine Kriterien sind:
1) warm sollen sie sein
2) Hosenschnitt sollen meiner Lieblingshose  ähnlich sein
3) das Material muß unbedingt strapazierfähig und bei mindestens 40°C zu waschen sein

Also fragte ich die letzten Tage mal die Hobbyschneiderinnen über Hosenstoffe aus. Die, die für ihre Kinder nähen, nehmen Cord oder Velvet.  Schön, gefällt mir ... also Shops angeschaut und die Waschanleitungen zu Markencord für Kinderhosen gelesen. Oh kraus! überall steht die Empfehlung 30° Schonwäsche. ... Im burdachat nach Waschgewohnheiten und so weitergefragt ... Kinderhosen werden nicht Schongewaschen und wandern bei den meisten in den Trockner ... gut ...   jetzt warte ich auf Stoffmuster und habe zusätzlich einen Shop ausfindig gemacht, der Zimmermannscord verkäuft.  

Gestern abend grub ich noch einen Breitcordstoff in meinen Vorräten aus. Der ist allerdings querelastisch. Nich so prickelnd, da Cordhosen  sowieso  gerne wachsen. Vorhin sah ich auf der  Seite hier bei den Schnitten, daß  burda 7881  für Stoffe mit Stretchanteil ist und einen Gummizug hinten im Bund hat. Das mag ich sonst keinesfalls, aber vielleicht ist der so für den Cord geeignet und die Hose bleibt dann da, wo sie bleiben soll.  Ich werde sehen. Jedenfalls war ich gerade noch kurz vor Ladenschluß in der Stadt zum Besorgen.

Für  die Cordstoffe, die ich noch nicht habe, liegt hier noch der alte burda 8442, Simplicity 4068 (threads collection) und Vogue 7608 (todays fit by S.Betzina). Ich bin  arg gespannt, welche Schnitte besser passen. Bei den letzten beiden werde ich mich durchbeißen müssen.

Jetzt zurück zu den Schlafanzügen.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:45 Uhr in Nähen

Donnerstag, 3. Januar 2008

Flanellschlafanzüge

Im letzten September sortierte ich meine Schnittsammlung aus und trennte mich von einem burda Kinderpyjamagrundschnitt. Stattdessen nahm ich  rosapinke Borten vom Tauschtisch in Aachen mit, damit ich was für meine Nichten nähen kann. Aber was?

Ende Dezember entschied ich mich für Pyjamas. Es sollen die Borten dran und irgendwelche Rüschen. Noch nie habe ich meiner Overlock die Stichplatte für Rollsäume angeschraubt. In meinem Fundus ist noch ein innen angerauter weißer Baumwollköper mit Streublümchen. Beim Vorwaschen merkte ich, daß er nur 90 cm breit liegt.  Ob das beim Zuschneiden gut geht?

Und nun zu den Schnitten. Dummerweise hatte ich mich ja von dem burda Schnitt getrennt.

Ich nahm mir die Ottobre Schnitthefte vor. In Heft 3/2006 fand ich eine Rüschenhose Nr 23a. Diese werde ich mit Gummizug nähen. In Heft 3/2005  ist unter Nr.19 ein Zottelmantel zu sehen, bei dem nehme ich das verkürztes Rockteil, aber lasse die Kapuze weg. Da das Teddyjäckchen Nr.20 auf dem gleichen Schnitt basiert, nehme ich hier von den Halsausschnittbeleg. 

Stoff

 Mein Stoff reichte gerade so für zwei Pyjamas in Gr 98 und 128/134. Ich hoffe, ich vergaß kein Teil beim Zuschneiden.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:33 Uhr in Nähen

Ein neues Spielzeug

Soeben hat der Postbote bei mir geklingelt und ein großes Paket mit einem Burdaaufkleber abgegeben. Kurzes Überlegen, ob ich es annehmen soll. Dann fiel mir ein, daß ich ja ab und an, wenn mir etwas besonders gefiel oder ich es austesten wollte, beim Adventskalender mitgemacht hatte.  Daß ich wirklich gewinne, glaubte ich ja nicht.

Und jetzt habe ich sie: die Maxistrickmühle von Prym. Danke liebes burdafashion.com-Team.

Leider muß ich erstmal hier was fertignähen. Ich freue mich aber schon riesig auf's Austesten nächste Woche.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:07 Uhr in Allgemein

Freitag, 28. Dezember 2007

die Decken sind fertig

Gewünscht wurden Kuscheldecken. Einmal sollte es eine schwarz-weiß gewürfelte Decke sein. Im Fundus hatte ich noch einen wunderbaren kuschligen Baumwollmischgewebe-Fleece und normalen schwarzen Fleece. Ich applizierte die Quadrate. Auf meinem Probeschal mußte ich vorher die Maschine austesten. Fußdruck mußte reduziert werden und Stichlänge vergrößert. Fixiert habe ich die Teile mit Sprühzeitkleber und Stecknadeln. Es ging besser als ich dachte.

Auf dem oberen Teil könnte man Schach oder Dame spielen. Die Felder sind ausreichend. Nach unten hin löst sich quasie das Muster auf und die Quadrate fallen:

Würfeldecke

 Auf der zweiten Kuscheldecke wurden Adler gewünscht. Keinen Bundesadler und auch keinen Eintrachtadler. Die meiste Vorarbeit verbrachte ich mit der Recherche nach brauchbarem Bildmaterial und dann mußte das Ganze vergrößert werden. Das Applizieren habe ich dann an der Decke eingeübt.  Jetzt kann ich's:

Adlerdecke

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:41 Uhr in Nähen

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Immer noch Weihnachtsgeschenke im Endspurt ...

Ich bin ja immer noch nicht fertig. Bis morgen sollte ich noch zwei Decken aus Fleece zum Einkuscheln haben. Der Wunsch war eine Decke mit  schwarz-weißen Würfeln und eine mit Adlern. Hier mal meine theoretische Umsetzung  kurz nach dem Auflegen der Quatrate:

Decke

 Fertig zum Verschenken sind schon die Buchumschläge:

Bucheinbände

Innenansicht mit Gummiband  links zum Verschließen:

Buch innen

und ein Täschchen in Tassenform:

Teetassentäschchen

 ... dann mal schnell zurück zur Nähmaschine.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:52 Uhr in Nähen

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Fotos haben wir vergessen zu machen ...

aber passen tut das Häubchen meinem Barden und nützlich bei der Kälte ist es auch.  Ich denke mal, ihr habt schon die Männermützchen auf Märkten und in Lagern gesehen, die das Mannsvolk so trägt. Ja ... genau die, die wie Babymützchen aussehen. Die Welt ist es ja jetzt nicht, aber mein erstes durch und durch handgenähtes Teil. Praktisch ist das Handnähen auch, denn es ist gut mitzunehmen und genauso kommunikativ wie Sockenstricken abends auf Fortbildungen am Kaminfeuer.

Ja eigentlich wollte ich nur mal hier anmerken, daß es mich noch gibt. 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:20 Uhr in Gewandungen und Kostüme

Samstag, 3. November 2007

Kordelnähfuß

Seit vielen Monaten habe ich eine neue  Nähmaschine mit vielen Zierstichen und einigen Füßchen, Aber in der Regel nutze ich nur fünf verschiedene Stiche und den Standartfuß. Es wird Zeit nach und nach mehr zu testen.

Heute zeige ich die ersten Ergebnisse mit dem Kordelnähfuß - 15te Abbildung von oben - oder auch Kordonierfüßchen H meiner Janome MC4800. Die Fäden werden in die Führung eingelegt und mit dem Stich 46 (eine Art dreigestufter Zickzack mit Satinstichen) aufgenäht. Unbedingt einplanen, daß man langsam nähen sollte. Alle Probelappen wurden am Ende zu Geschenksäckchen.

allererster Versuch mit dünnem meccerisiertem Baumwollhäkelgarn Stärke 20:

erster Test

danach "Beutel in annefarben"; in jede Führungsausparung zwei Fäden der gleichen Farbe Stärke 20:

annefarben

hier "Beutel 1001 Nacht"; links mit Baumwollhäkelgarn Stärke 10 (das ist dicker als das 20er), ein Farbverlaufsgarn in Blautönen und rechts einem dickerem goldenen Metallstrickgarn:

1001 Nacht

weiter der "Beutel 60er Jahre"; Baumwollstrickgarn (50g/170m) in schwungvollen Wellenlinien vernäht:

60er

zum Schluss "Adventsbeutel"; Baumwollstrickgarn (50g/125m) mit goldenem Metallgarn als Oberfaden:

Advent

Weitere Ideen: Schlangenlinien oder Mäandermuster aufzeichnen und nachnähen, Stoffe mit Kordelzierstich wattieren, Stoffe für beziehbare Knöpfe besticken, Bordüren an Kleidung, Vorhandene gekaufte Bordüren erweitern und verbreitern, Stoffe vor dem Zuschneiden für Kleidungsstücke besticken. Austestbar wäre noch der einfache dreigeteilte Zickzackstich. Diesen hat fast jede Nähmaschine auch ohne Zierstiche. Ist es doch eine Sache, die schon in einem Nähbuch von 1966 erklärt wird. ... Vielleicht noch andere Stiche? Nur zwei Fäden oder einen aufnähen ... flauschigere oder fransige Garne ...

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:02 Uhr in Nähmaschinenspielereien

Donnerstag, 18. Oktober 2007

In der ersten Reihe gelandet ...

anstatt die burdamoden im Briefkasten zu haben.

Wie kommt's dazu? Heute ging ich das zweite mal vergeblich zum Briefkasten um nach meiner Novemberausgabe Ausschau zu halten. Das läuft diesem Monat etwas dumm, denn die Nichtabonnenten können das Modemagazin vor mir kaufen.

Da ich eh in die Stadt mußte, habe ich mir jetzt die erste Ausgabe von 1st Row gegönnt. Vor ein paar Tagen hatte ich schon mal das Heft in der Hand, aber erschreckt zurückgelegt. Für mich sieht es  arg gewöhnungsbedürftig  aus. Von den Schnittgrößen her, ist das Heft überhaupt nicht für mich konzipiert. Aber auf der Burdaseite sind ja immer die Modelle zu sehen und die machen mich neugierig. Und nun?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:18 Uhr in Allgemein

Montag, 15. Oktober 2007

Lange Kunstnacht

Fährt meine Blognachbarin extra nach Paris, um dort schlaflos zu wandeln, tritt man bei uns nur vor die Tür. Diesmal war am Samstag trockenes Wetter und ich hatte zum Glück ein freies Wochenende. In der Innenstadt gab es zwischen 18 und 1 Uhr mehrere offene Ateliers, Galerien und Museen. Dabei waren u.a. die Hochschule für Gestaltung,  die Akademie der Künste, Kunstvereine, Kunstforum, Goethe-Institut und viele mehr. Es gab Instalationen, Musik, Performance, Videoinstalationen u.v.m. neben allem was sonst an Bildern und Skulpturen zu sehen ist. ...  treppauf - treppab

Von weitem hörte ich schon die Kettensäge eines bekannten Feuerkünstlers, also zog es uns zur Großen Treppe und wir kamen gerade rechtzeitig zu einer gut eine dreiviertel Stunde dauernden Performance "Gloryfire".

Treppe

 Feuer brannte in Körben und eingesägten Baumstämmen. Die Scheinwerfer bewegten sich und strahlten blau oder rot oder grün. Es roch nach Rauch. Es gab einen riesen Gong und fünf  große Trommeln. Archaisches Trommeln, Feuershow mit Fackeln, Kugeln an Schnüren, Feuerrad, sekundenkurze aufschießende Feuersäulen waren choreographisch aufeinander abgestimmt. Die ganze Performance hatte mehrere Abschnitte mit einigen Höhepunkten und fesselte eine große Menschenmenge. Das  Ende mündete in ein kleines Feuerwerk.

Wir liefen weiter an einer Instalation aus Lichtschnüren vorbei. Hier durfte das Publikum nachtleuchtende Bälle in einen Ring mit Netz werfen. Die Gassen waren voller Leute. In einem Museum hörten wir  Rockmusik einer Schülerband. Dummerweise hatte der Museumsshop Bücher.

Steg

 Gesang aus dem Park war durch die Dunkelheit zu hören und Lichtkunstprojektionen an Fachwerkfassaden zu bewundern.

Haus

 Weiter ging es über den Roten Steg an 12 Stationen audiovisueller Installationen vorbei. Diese habe ich allerdings nicht so verstanden. Aber das muß ja nicht sein.

Dann die Steigung und Treppen zum Würth-Museum hoch. Die Edvard-Munch-Ausstellung heben wir uns für später tagsüber auf und gingen lieber nebenan in die Akademie der Künste. Interessante Semesterarbeiten und Skizzen  lagen auf den Tischen.

Danach ging es nochmal eine Treppe durch die Gassen weiter zu eine der ältesten Kirchen Halls St-Katharina: hier ein Orgelkonzert mit hauptsächlich  Barockmusik.

Und dann war es fast schon 0 Uhr und die Kälte zu spüren. Nochmal schnell herunter zum Kocherlauf in den Park. "Song from a Tree" mit Gesang, Trommel und Tanz. Das Licht zeigte die Stoffstrukturen der Kostüme so, wie ich sie nicht auf der Kamera dokumentieren kann.

Dann hatten wir Hunger. Nach der türkischen Leckerei war leider die Nacht vorbei. Wir hatten nur ein Bruchteil sehen können. Jetzt bin ich gespannt was 2008 zu bestaunen sein wird.

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:43 Uhr in Allgemein

Dienstag, 2. Oktober 2007

Ich hab' mich mit ihr angefreundet ...

und jetzt mag ich meine grüne Jacke. Die Overlocknaht ist ja nur sichtbar, wenn ein Windstoß den Kragen umlegt. Vorne wird sie mit Knöpfen und einer gehäkelten Schlaufe geschlossen, die ich einmal für einen Tasselmantel vorgesehen hatte. Ein gutes Versteck für Nahtübergangsunregelmässigkeiten. (Im Original waren dort Bänder, die rundherum um den Bauch gehen, vorgesehen: Knip XL, Winter 2006/2007, Schnitt 15 Vest, zugeschnitten in Gr.50)

Jacke

Dann habe ich mir nochmal den T-Shirtschnitt aus der Ottobre von Ende Mai vorgeholt. (Ottobre woman 2/2006, Schnitt 2, zugeschnitten in Gr.52 mit 2cm Extrazugabe jeweils in der vorderen und hinteren Mitte; Länge um 8cm gekürzt). Ich finde, das sitzt jetzt perfekt bei elastischen feinen Shirtstoffen. Beim nächsten T-Shirt werde ich daran denken, mit ein Kantennähfüsschen an meine Maschine zu machen.

Shirtgrün-orange


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Mein Fazit: aus Ottobre und Knip kann ich nähen, muß aber wie immer minimale Anpassungen machen. Bei Knipschnitten sollte ich frei nähen können (oder irgendwo eine Anleitung von Burda zur Hand haben), da ich niederländisch nicht verstehe. ... und ich habe mich am Wochenende auf der Nähparty in Aachen in den Sachen wohlgefühlt. Nicht nur wegen der Komplimente.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:50 Uhr in Nähen

Freitag, 28. September 2007

Eine gewisse Untalentiertheit ...

oder soll ich eher schreiben Unfähigkeit, für das 21.Jahrhundert zu nähen, muß ich schon bei mir feststellen. Irgendwie stört mich die Overlocknaht allein schon optisch. Und an den Ecken und Übergängen von mehreren Nähten? ...  oh je ... ich kann doch nicht Blümchen darüber sticken oder sonstwas. Rausreden, daß ich kein Niederländisch kann, geht nicht, da ich nur noch den Schnitt vor mir  und das Heft verlegt habe.

Und jetzt? Kann ich so mutig sein und die grüne Jacke am Wochenende anziehen?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:39 Uhr in Nähen

Dienstag, 25. September 2007

Gerüchteküche

Wenn man bei Mittelaltermärkten über Nacht bleibt, kann man so manches erfahren. Tags schaut man dem Alchimisten beim Goldmachen zu:

Alchimist

Aber weg vom Touristentrubel erfährt man so machne Geheimnisse, wie  das, daß Kirschbier schwanger macht. Und des Nachts beim Badehaus, als mein Barde auf dem Scheitholz spielte, wurde uns die neueste Wikingerausgrabung präsentiert. Wikinger hatten doch Hörner am Helm:

Wikihelm

Wie sonst konnten sie ihre Besäufnisse so erfolgreich abhalten? Ein Horn immer voll. Eins, das man gerade leert /images/emoticons/mozilla_laughing.gif
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:13 Uhr in Geschichte/n

Montag, 24. September 2007

Habe ich schon erzählt?

... ich sammle immer noch Zwiebelschalen zum Färben. Demletzt habe ich mir beim  Walnußpflücken die äußeren grüne Hülle mitgenommen und am Wochenende getrocknet. Im Frühjahr werde ich auf der Terasse Färberwaid aussähen. Auf dem letzten Mittelaltermarkt habe ich den Samen entdeckt.

Hoffentlich sieht das Kraut für meine Nachbarn nicht allzu sehr nach Unkraut zwischen Rosen, Lavendel und Salbei  aus.


Ihr dürft gespannt sein. Ich auch.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:06 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 20. September 2007

Pressekritik: easy fashion

Wenn unsre Tochter in den Semesterferien hier ist, kaufe ich die easy-fashion, schau sie selbst an und gebe sie ihr mit. Vor mir liegt sie also leider nicht mehr. Schon zur Frühjahrsausgabe wolle ich was schreiben. Nun halt endlich heute zur aktuellen.

Aufgefallen sind mir als erstes die Oberteile des Kleiderschnittes, da ich mir demletzt eine Bluse mit ähnlicher Ausschnittslösung (nur weiter ausgeschnitten) in einer XXL-Abteilung gekauft hatte und noch keinen Schnitt zum Nachnähen dafür fand.

easy-fashion ist ein Heft, um Lust aufs Nähen zu bekommen. Wenige Basisfertigschnitte, jeweils dafür ein paar Möglichkeiten der Veränderung sind beschrieben ... weitere Ideen ergeben sich so von alleine. Die Schnitte haben keine Punkte zur Schwierigkeitseinschätzung. Ich fragte, ob das störend sei? Unsre Tochter meinte, sie seien überflüssig, da es sich durch die gute Erklärungen erübrigt. /images/emoticons/mozilla_laughing.gif

Na dann. Nehme ich mir mal meine Plusschnitte vor und spiele auch mit ihnen.

 

PS: damit jetzt niemand denkt, was ist mit der los, und mich nach Bauchnabelpiercing und Tatoos absucht ... nein, das Heft trifft nicht meinen Geschmack, aber es scheint bei der Zielgruppe anzukommen. Und ich behaupte jetzt mal, auch in der Zielgruppe werden es meistens andere Stoffe und Details sein. Wer macht sich schon die ganze Arbeit, um am Ende doch auf der Straße haargenau dem gleichen Teil zu begegnen?

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:59 Uhr in Nähen

Montag, 3. September 2007

Ja was denn jetzt?

... keiner näht? Stoffläden schließen, Nähsonderhefte verschwinden und manche Schnittmusterfirmen stellen die Produktion ein.

Oder doch? Nähcafés entstehen und jetzt gibt es sogar von einer großen Frauenzeitschrift eine Nähmaschine als Aboprämie. Ich mußte zweimal hinschauen. Ist es doch genau die Frauenzeitschrift, bei der die Redaktion auf Anfragen, warum sie ihr jährliches Nähheft eingestellt hat, antwortet, daß zu wenig genäht wird.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 13:05 Uhr in Allgemein
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