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Samstag, 22. Juli 2006

Jakobimarkt ... ein Krämermarkt kann auch überraschen


Einmal im Jahr feine Nähwerkzeuge und Zubehör wie Modistennadeln, extralange dünne Nähnadeln und sogar Jerseynähnadeln zum Handnähen einkaufen. Den Jahresvorrat an Overlockgarn in schönen Farben auffüllen und auch farbiges elastisches Abschlussband für Unterwäsche erstehen. Leinenzwirn gibt es nicht nur als Sternchen, sondern als richtige Garnrolle. An diesem Stand ist man nur am Staunen.



Allein das ist es wert, sich an Ständen mit Kittelschürzen, Acrylpullis in beige und altrosa, Rentnerhütchen, minderwertigen Plastikspielsachen, Bratpfannen, ultimativen Fleckwegmittelchen und einigen sonstigen Geschmacksverirrungen, durchzukämpfen.



Man muß durch. Auch wenn man ausgefallene Kräuter und Gewürze kaufen möchte. Und was finde ich heute? Ein Stand mit Mützen und Kappen in üblicher Ausführung. Schon jahrelang laufe ich dran vorbei. Heute gucke ich mal genauer hin und auch oben auf die Ablage. Hey ... da sind auch richtige Hüte!!! Sie können gut mit der Auslage in der nächsten Großstadt mithalten.



Also Zeit genommen und gemeinsam Hüte anprobiert. Einen feinen Herrenhut mit nicht zu kleiner Krempe für meinen Mann, der bisher noch nie Hüte trug, und für mich ein Traummodell in creme. Und der Preis durchaus angenehm. Jetzt fehlt mir nur noch das Kleid dazu.





Geschrieben von doro um 23:40 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 13. Juli 2006

Pressekritik: burda 7/2006


Wir haben super Wetter. Das Titelbild macht so richtig Lust auf luftige Sachen. Ich schlage wie gewohnt zuerst die Schnittmusterzeichnungen auf und sehen: keine Kleider für Plus und das im Sommer. Für mich sind Kleider das luftigste gesellschaftsfähige Kleidungsstück für diese Jahreszeit. Kein Bund kann einengen. Wenn frau sich in keinen Strickschlauch zwängt, kann so ein Sommerlüftchen für Kühlung sorgen.



Nebenbei schätzen das sogar traditionell Männer in warmen Ländern. Wer kennt keine Djellabas oder den Burnus? Ich muß immer an die Zeit von vor 25 Jahren in Hanau denken. In der Innenstadt sah ich in meiner Mittagspause oft einen Mann, der ein solche Kleidungsstück vermutlich aus seinem Urlaub mit nach Hause genommen hat. Eine Idealfigur hatte er nicht, aber eine Ausstrahlung: im wahrsten Sinne des Wortes "unverkniffen"! Und es passte einfach zur Hochsommertemperatur in einer Großstadt auch für einen deutschen Mann. OK, ich habe ja noch Schnitte hier liegen.



Also was bietet die Zeitung sonst?



Titelmodell: schöne Idee mit den überzogenen Knöpfchen und den fortlaufenden Schlingen.



Thema WEISS: Rock 117 ein toller Effektstoff. Aber dann am Saum so zerschneiden? Da sträubt sich bei mir alles!!! Würde ich höchstens bei einem drei Euro Stoff machen. Achja, ein schöner weisser Hutrohling. Macht Lust zum aufpeppen. Ein Rippsband fehlt mir auf den ersten Blick.



Habe ich schon mal gesagt, daß ich Blouson-Blusen von sowas daneben halte. Wem soll sowas stehen? Wäschestil und Weiss gefällt mir im Sommer, aber bei meinem Lebensstil, liegt sowas öfters im Wäschesack, als daß ich Zeit zum tragen hätte. Ich nehme diesen Stil tatsächlich lieber als Nachtwäsche. Reinweiss steht mir garnicht und der Fotograf und Stylist hat es für meine Begriffe überhauptnicht schön in Scene gesetzt.



Thema KARO: in beige, undefinierbarem Grünton und Karo muß ich ja nix nähen, aber ich sehe, daß meine Lieblingsfarben cajenne und orange gerade in und kaufbar sind.



Thema MEXICO: schöne Stickerei auf Modell 102 und 114. Eine Fleissarbeit für Wintertage. Danke für die Anleitung. Die Stickereien kann man auch auf Plus-Modelle übertragen oder Kissen und Taschen als Weihnachtsgeschenke. Rock 122 zeigt, wie eine Knopfsammlung zu reduzieren ist.



Thema JERSEY: knallige Farben, einfache Schnitte und gut zum Weitergeben an nähende Teenies mit Idealfigur. Nur kenne ich niemanden persönlich in dem Alter, der sowas trägt und ich habe viele junge Arbeitskolleginnen. Für mich: Ideen, wie ich Perlen, die noch aus der Kindergartenzeit übrigblieben, sinnvoll verwenden könnte. Aber es muß ja nicht sein.



MUT ZUM HUT: Ach deshalb der Hutrohling von Koppka! Ich liebe Hüte, bitte mehr davon ... OK so würde ich jetzt mal nicht meine Hüte gestalten, aber ich sollte mal wieder einen neu bepflanzen:





Workshop Baumwolle: Bügeleiseneinstellung Wolle? Habe ich da was verpasst? Und warum gibt es die Einstellung Baumwolle? Und der ultimative Singlehaushaltstipp: Wäsche in den Kühlschrank legen, damit der Stoff zum Bügeln nicht zu trocken wird. Gut für Frauen, die gerade mal ein Magermilchjoghurt, eine halbe Gurke und einen Prosecco drin haben.



Leserforum lese ich immer. Aber was soll ein Stoffladen so weit weg und nach so einer Brille würde ich auch nicht fragen. Kosmetikseiten naja. Bei Sonnenschutz und anderen täglich einwirkenden Cremes verlasse ich mich doch lieber auf Fachzeitschriften, die auch die Inhaltsstoffe und meine Gesundheit berücksichtigen.



Designer Mode bis Größe 42 darf ich überblättern.



Kindermode: ich merke mir als Tante mal Hemd, Bermuda und Matchbeutel vor.



Leserinnen entwerfen: finde ich immer interessant auch wenn es nie von der Größe her passen würde.



PLUS Mode: Jacke in meiner Länge, nur das Schleifchen auf der Klappe muß ja nicht sein. Rock 135 habe ich als Kaufmode im Schrank und kann den nun auch selbst für jede Jahreszeit nachnähen, da ich weiß, das steht mir auch. Rock 136 ist kein Schnitt für mich, aber mir kann ja nicht alles stehen. Ob eine Jacken in Gehrocklänge was für meine Silouette ist, sollte ich demnächst mal testen. Die Farben sind absolut zum Weglaufen, ... aber schön, daß Burda jetzt mal ein Plusmodell hat. Es gibt ja welche mir mehr drauf ... aber immerhin ein Anfang.



Kreativseite: unbedingt Terasse umräumen!!! Es ist unser Sommerzimmer, wenn auch in anderem Stil und anderen Farben.



Lieblingsmodell wählen? Lieber nicht in meiner Kleidergröße, aber von Modell B den Blumenstoff als Tischdecke für unsre Terasse. Das hätte was!



Vorschau: im Kreativtei kommen Sachen in meinem Stil. Hocker für unsre Terasse!!!



Unterm Strich war das ein Heft zum Kleiderschrankumräumen. Man muß ja nicht alles neu haben. Neu kombinieren und ergänzen hat auch was. Aber so Arrangieren wie im Heft muß auch nicht sein.



Geschrieben von doro um 17:37 Uhr in Nähen

Mittwoch, 5. Juli 2006

Schuhe ... so weit das Auge reicht


Also ... der normale Versuch vor Ort Schuhe zu kaufen sieht so aus:



Ich komme in den Laden und frage: "wo stehen die Schuhe in Größe 43?" ... Pause. Fragendes Gucken des Personals. ... Ergänzung von mir: " für mich" ... In der Regel bekomme ich dann die Antwort, daß sie sowas nicht hätten. Vor dreißig Jahren zwängte ich mich ja sogar noch in gerade noch vorhandenen 42er Modelle, denn was nicht da ist, kann es ja garnicht geben. ***kopfschüttel*** In meiner Kindheit sagte man ja auch, einen Schuh müsse man erst einlaufen. Welch ein Irrtum!



Manchmal, ganz selten, bekomme ich heute zu hören, daß eventuell was bei den 42ern dabeistehen könnte. Das ist dann ein einzelnes Paar. Und da dieser Schuh dann wirklich nicht nach Kaufen schreit, bleibt er stehen und man ist der Meinung, es gäbe keine Nachfrage. ***haarerauf***



Zwei Läden in meiner Stadt haben mitlerweile sogar das passende Größenschild am Regal. In einem davon ganz versteck, ganz unten hinter den Stühlen etwa acht bis zehn Paare. Im anderen sind es auch kaum mehr, aber besser zu finden. Im dritten Laden hat man ein ganzes Regal. Aber wirklich nur in Farben, die man angeblich zu allem tragen kann (schwarz, weiß, beige, braun und natur). Ganz ohne Absätze; nicht gerade elegant und modisch.



Also kaufe ich, wenn es arg dringend ist, oder evtl. es mal ein schönes Modell gibt. Dann aber in allen Farben, die zu meiner Garderobe passen. Vor drei Jahren Sportschuhe in schwarz, dunkelbraun und bordeaux. Halt nix wozu ein Rock oder gar Kleid passt. Vor zwei Jahren offene, etwas elegante Halbschuhe. Nicht schlimm zu Röcken. Elegant zu Jeans. Letztes Jahr ein Modell aus der Gesundheitssandalenabteilung: vermutlich ein Ausrutscher des Einkäufers mit naturdunklen Riemchen und zwei Blüte, die mit orangeemaillierter Blütenmitte. In einen Kaufrausch wie in Sex and the City kann ich nicht kommen. Reduzierte Modelle bekomme ich eh nie.



Alle mit Füßen unter der Größe 42 werden es kaum nachvollziehen können.



Demletzt war ich so gefrustet, daß mir ein Versand etwa eine Stunde Fahrzeit von hier einfiel. Beim Googeln entdeckte ich, daß vergangen Sonntag offene Tür ist. Bisher scheute ich mich hinzufahren, da ich vermutete, der Weg könne umsonst sein. Und Schuhe per Versand bestellen, hätte auch Rücksendung bedeutet.



Mein Mann fuhr. Danke.



Ich ging in den Laden. Frage: "Wo finde ich Schuhe in Gr. 43?" Antwort: "Da hinten." ... "ach schon wieder", mein erster Gedanke ... aber das Hinten ist eine ganze Abteilung! Hell ... farbig ... bunt ... manches bis Gr. 46! Ich bin irritiert und verliere die Orientierung. Wo steht nun eigentlich was? Was suche ich? Zum Glück werde ich angesprochen. Ihr glaubt nicht, was ich alles getestet habe. Sogar rote Pumps mit zehn cm Pfennigabsatz. Da tun sich modische Horrizonte auf. Da lohnt es sich Kleider und Kostüme zu nähen und zu tragen.



An Absätze werde ich mich erst gewöhnen müssen und diese besonderen müssen erst noch dort bleiben, aber ich bin bestimmt mehr als zehn cm gewachsen. Kann doch jetzt mancher auch zu mir mal hochschauen.





flache span.Ballerinas in grün ---Korkpantolette mit Perlen, 20mm Sohle, Absatz 50mm /images/emoticons/mozilla_laughing.gifas Titelmodell des Hauskatalogs!!!) --- schwarze Pumps, 55mm Absatz --- ital. rote Pantoletten, Absatz 35mm (preisreduziert, huch!)



Nebenbei bemerkt: ich erfuhr, daß ich ganz normale Füße habe und neben mir stand bei www.schuh-kaufmann.de an der Kasse eine Frau mit Schuhgröße 45.



Geschrieben von doro um 15:40 Uhr in Allgemein