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Dienstag, 15. August 2006

Pressekritik: burda 8/2006

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Bei diesem Heft bin ich arg irritiert und weiß garnicht, ob ich etwas darüber schreiben soll. Ich habe extra vermieden die anderen Kritiken der Blogschreiberinnen zu lesen. Im Briefkasten steckte es mitten im Hochsommer bei extremen Temperaturen. Doch daran alleine konnte der erste Eindruck nicht liegen.



Die Preisfrage scheint zu sein: was will uns Burda mit diesem Heft sagen? Ist es ein Heft, das wie andere Modemagazine die Fantasie anregen soll, Trends vom Laufsteg rüberbringen will? Jedenfalls kommt es nicht wie eine Gebrauchsanweisung zur aktuellen Mode bzw. wie ein Versandhauskatalog daher. Ich muß schon arg gucken, um was zu finden.



Zuerst die Schnittzeichnungen sichten ... nicht sehr üppig die Schnittauswahl für XL: Hose indiskutabel, da ohne Taschen ... Rock? weiß nicht ... Jacke 131? vielleicht ... Shirt 130? eventuell, aber ohne das Geknubbele an der einen Hüfte. Rest des Heftes ist ja nur als Anregung brauchbar ... aber was ist das? Kinderkleidung? Ich kenne das als Hängerchen für die Waldorfpuppen, die ich mal vor zwanzig Jahren machte.



Als nächste fällt mir ein, daß ich ja nach den Tischchen bzw. Hocker im Kreativteil gucken wollte. Da schlage ich aber lieber das Heft hinten auf. Schöne Farbzusammenstellung für die kalte Jahreszeit. Und die Dekotischchen? Ach nein, das darf nicht wahr sein!!! Genau diese Anleitung muß ich extra bestellen. Enttäuschend. Nummer 7, die Täschchen, würde ich mal glatt als meine Idee bezeichnen, aber das Rad kann halt auch niemand neu erfinden, oder? Aber die Edelschläppchen ... tolle Sache. Muß ich jetzt nur noch auf Größe 43 hochzeichnen und dann wäre es was für"s Mittelalter ... oder für nette Freundinnen zu Weihnachten oder Geburtstag. Und sonst noch? bedruckter Raumteiler mit Plaisley-Schablone ... aber Hallo ... keine Mustervorlage auf dem Bogen?! Ein Schablonenset für 116 Euro plus Versand soll man kaufen. Schade, dafür hätte ich aber kein Burdaheft gebraucht. Da kann ich ja in jede große Bastelabteilung gehen.



Und sonst?



Also nochmal von vorne blättern.



Tradition/Brit Chic: um diese Herrenstoffe schleiche ich schon seit letztem Sommer auf den Mittelaltermärkten und möchte was Alltagstaugliches daraus nähen. Wenn"s auch noch aktuell ist um so besser. Jacken mit Klappentaschen und so Militarystil ist nicht so mein Ding, aber ich muß ja nicht. Der Kunterbuntmix von gemustertem Wolltuch, Streifenbluse, Pulli mit Sockenrauten, dem Muster von Modell 104 vor diesen Mustertapeten irritiert mich doch sehr. Aber das kann ich ja anders kombinieren. Schön daß es jedenfalls gerade meine Lieblingsfarben gibt. Sogar petrolblaue Stiefeln sind zu sehen. Ein absolutes NEIN ist für mich das sogenannte Trendsettermodell: ein Trench mit offenkantiger Verarbeitung. Entschuldigt bitte, aber ich finde das schlampig. Da finde ich einen Punker mit zerrissener Hose und Pulli incl. diversen Piercings anziehender.



Best Basics: die Hose bitte mit Taschen und die Tweedjacke in Richtung Petrol ... dazu in meiner Größe und es wäre was für mich, wenn ich mal nur die Kleiderstange auf Seite 20 betrachte.



Gold & Beige: Shirt 104 wäre was kombiniert zu einer Jacke aus Tweed. Die beigen Sachen sagen mir gerade nix. Der dreifache Kragen der Bluse 115 ist interessant.



Blau: schönes Westenoberteil bei Rock 114, leider ohne Schnitt ... und der Rock? fällt schön, wenn man den so hält, aber was ist, wenn er losgelassen wird?



Ansonsten überblättere ich einfach mal ein paar Seiten. ... Leserinnen entwerfen. Interessant das Wickelshirt in diesem Grünton mit passender grüner Spitze.



Mode für zwei: aus dem Alter bin ich draußen. Sieht aber gut aus.



Mädchenkleider: nein wirklich nicht. Solche Hängerchen bitte wirklich nur für die Knuddelpuppen.



Plus: welche Kleidergröße trägt das Modell? Bestimmt keine 44, es sei denn die Frau ist zwei Meter groß. Ok die Schnitte werden jetzt wirklich erst mal zum Reifen auf die Seite gelegt.



Und was zeigt die Vorschau? ein Mieder wie Verona? und das für vollschlanke Frauen? ich glaube es ja nicht.



Geschrieben von doro um 22:06 Uhr in Nähen

 

Kommentar: Bärbel am Tue, 15 Aug 23:47 Uhr

Bei den Schuhchen dachte ich das Gleiche ;-)
Die offenkantige Verarbeitung ist ein Hohn für alle, die sich Mühe geben. Na ja.... Mode kommt, Mode geht. Hoffen wir es mal.

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