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Donnerstag, 25. Januar 2007

Pressekritik: burda 1/2007


Das muß jetzt doch noch auf die Schnelle sein, denn schon beim Dezemberheft habe ich die Heftkritik verpennt. Ich greife jetzt mal nur noch die Themen Fasching und Plus Größen heraus.



Da ich ja selbst ab und an ins Mittelalter verschwinde, hat mich natürlich gleich das Faschingsthema interessiert. Nun hoffe ich inständig, daß mir nirgends im kommenden Sommer auf dem Märkten so eine Prinzengestalt begegnet oder solche Prinzessinnen. In überhaupt keine Zeitepoche kann ich diese Gestalten einordnen. Am allerschlimmsten finde ich die Männerfrisur. Aber es steht ja Fasching darüber :-)



Die Famile von 1397 aus der Gruft finde ich schön. Gut, daß man sowas auch aus den Schnitten hinbekommen kann.



Nächste Seite: Indianer. Erinnert mich an meine Kindheit. Unsre Mutter nähte die Sachen aus alten Kartoffelsäcken und mein Bruder besaß nicht nur ein Kriegsbeil, sondern auch eine Friedenspfeife. Die Cowboysachen könnte man fast im Alltag anziehen. Die Chaps schützen gut vor den Widrigkeiten des Sandkastens und dem Versteckspielen im Gestrüpp. Allerdings befürchte ich dann den ganzen Tag Geballere zu hören.



Und was ist für mich diesen Monat drin? Eine Kurzgröße habe ich nicht, aber meine Differenz dazu ist gering. Das Kleid werde ich mir für den Sommer vormerken. Die Jacke? unpraktisch ohne Taschen, aber die Idee mit den verschieden großen Knöpfen ist schön. Fällt nicht sofort auf, aber hat was. Der Rock 123 mit den offenen Schlitzen und dem blitzenden Unterrrockt ist absolut nicht mein Ding. Für mich sieht das so aus, als wäre das Futter nicht richtig gekürzt worden. Bei Rock 126 sieht die Chiffonblende am Saum kleidsamer aus.



Und jetzt? Das sehe ich erst heute. Ein Lieblingsmodell zur Auswahl wäre eine Lederjacke gewesen. Evtl. die Klappentaschen mit Riegel auf der Hüfte weglassen. Aber zu spät!



Morgen kommt das neue Heft in den Laden.



Geschrieben von doro um 17:52 Uhr in Nähen

Mittwoch, 24. Januar 2007

Wenn die Vögel suchen und schimpfen ...


... was macht dann eine Hobbyschneiderin?



Geschwind die Zitronen aus dem Netz werfen, einen Apfel und ein paar Nüsse rein und das Ganze mit der Nähmaschine zunähen. :-) Dann ab an den Baum und katzensicher aufhängen.



Jetzt geht gerade die Mundprobaganda für den Futterplatz los.



Geschrieben von doro um 17:07 Uhr in Allgemein

Dienstag, 16. Januar 2007

Rückblick auf dieses Datum vor 25 Jahren


Die Nacht vor unsrer Hochzeit war es minus 26 Grad Celsius.





Dieses Hochzeitskleid existiert noch immer. Aber es ist schon fast im Auflösen befindlich. Seit einem Jahr überlege ich, ob ich Teile davon als Borte für ein Mittelalterkleid nehmen könnte. Alles aufbügeln auf ein stabilisierendes Vlies? ... So wie man es mit so alten Ehen auch tut :-)



Geschrieben von doro um 00:29 Uhr in Geschichte/n

Dienstag, 9. Januar 2007

Nähbilanz 2006 - Ausblick 2007


Aufgeschreckt durch die Tatsache, daß wir nächste Woche unsren Silberhochzeitstag haben und ich nix zum Anziehen habe und angeregt durch die Diskussion bei den Hobbyschneiderinnen, ziehe ich nun doch öffentlich meine Nähbilanz für das vergangenen Jahr.



2006 wollte ich meinen Kleiderschrank so umgestalten, daß ich reingreifen kann und immer das Passende finde. Bilanz: nicht geglückt, aber die Stoffe sind vorhanden. Anpassungsfähige Grundgarderobe mit Pep in 2007 nähen.



Eine annähernde authentisches Rokokogarderobe (mit Abstrichen) für uns beide kam im Mai zustande. So richtig erfreuen konnte ich mich allerdings noch nicht daran, da der Rest der Gruppe sich mit historisch unkorrekten knalligen Farbkombinationen und pferdeschweifhaarweißen Perücken beim Stadtfest in Scene setzte. Es war viel Arbeit und im Moment blockiert mich das Ganze immer noch. Zumindest die Dokumentation darüber möchte ich noch ergänzen. Ob ich für HalliaVenezia Mitte nächsten Monats was nähe, weiß ich immer noch nicht. Ich sollte es mir nicht vermiesen lassen. Aber ich bin kein Kopfmensch.



Für das Mittelalter Anfang des 12.Jhds. haben wir eine fast komplette Garderobe. Fehlen nur noch Beinlinge für beide und eine Bruche für den Gatten. Jetzt kann ich daran gehen das Ganze noch in authentischerem Stil zu nähen, was auch bedeutet, auf die Nähmaschine zu verzichten. Oder auf Fantasyideen zurückgreifen. Ich lasse es auf mich zukommen.



Das Challenge-Filmkostüm 2006 ist immer noch als Idee vorhanden. Ich möchte so ein 50er Jahre Kleid, aber in den ausgeschnittenen Schnitt passe ich gerade nicht rein. Etwa sieben Kilo Bauch müssen weg, aber das ist kein Nähvorhaben.



Was ich noch im kommenden Jahr möchte?



Meine Nähbücher anwenden - nicht nur sammeln.



Regionale Nähtreffen organisieren oder dafür sorgen, daß es andere tun. Vielleicht so einen Nähgo treffen, mit dem man sich gegenseitig berät, was tragbar ist.



Stoffberge abbauen und ergänzende Wunschstoffe finden. Im Moment merke ich, daß ich keinen Händler für eine gute Auswahl an klassischen Wollstoffen, schönen Hemden- bzw. Blusen- oder Leinenstoffen habe.



Mich an absolut Neues wie Dessous wagen oder gar eine Geschäftsidee (als Nebenerwerb) ausbrüten. Das wäre dann der Gipfel.



Ein bisschen viel neben Arbeit und sonstigem politischem Engagement? Ach, fragt mich Anfang 2008. Bisher waren Bilanzen immer gut als Start. Auch wenn alles anders kommt, als man denkt.



Geschrieben von doro um 23:34 Uhr in Nähen