Sonntag, 15. April 2007
Keine Nähmaschine, kein Computer, ...
« Wikingerfest oder Gartenzwerge in der Seilergasse | Hauptseite | Pressekritik: Burda 4/2007 »... keine Uhr und noch nicht mal Handnähzeug hatte ich die letzten zwei Tage. Ja wir sind so verrückt und haben es getan: Zäune flechten im Mittelalterdorf.
Das Ganze hat einen doppelten Nutzen. Die Tiere der Siedler bleiben da, wo sie hingehören. ( Die Besucher wissen, wo sie nicht reintreten sollten.) Ich kann die Schnitte und Nahttechniken auf Funktionstauglichkeit im Alltag testen.
Nichts ist dümmer, als eine Thorsberghose, die im Schritt platzt. Diesmal bestanden die Hosenbeine aus je einem Stoffstück von 50 mal 100 cm (Hosenbein ohne Seitennaht) und einem Schrittkeil von 50 cm Schrittlänge (7 am Bund und 25 cm im Schritt ... Keil im Bruch zugeschnitten). Alles mit einer Art Kappnähten zusammengesetzt. So dürfte es dann weitgehend authentisch sein und ... die Hose hielt.
Schicklich lange Ärmel, langes Kleid und Hopftuch schützen gut vor Sonnenbrand. Meine Übertunika ist verbesserungswürdig, da sie zwangsweise Schlitze für die Bewegung brauchte. In Zukunft weiter zuschneiden oder Gêren einsetzen.
Nun kann ich das Ganze mit Hanf-, Leinen- und Wollstoffen mit richtigen Handnähten nachschneidern und muß keine allzugroßen Risiken eingehen.
Ach ja, so weit ich sehe, handelt sich es bei diesem Thorsberghosenschnitt aus einer alten "Pax et Gaudium " um eine stark vereinfachte Form. Es sei denn, es gab dort zwei Funde.

