Am Wochenende war bei uns das
Vorderladerschießen und ich guckte mich mal um, was Trapper, Cowboys, Indianer, Siedler, Bürgerkriegssoldaten und Südstaatenschönheiten wie aus "dem Winde verweht" beim Internationalen Vorderladerschiessen zu bieten haben. Vereinzelt auffällig die knackigen Hinterteile von lendenbeschurzten Indianern

Aber dazu kam ich ja eigentlich gar nicht hin. Eher um Kleider anzuschauen oder Inspirationen zu bekommen. Ich sah so einige bunte Calicohemden und kann mir jetzt ganz gut vorstellen, warum man daraus so tolle Patchworkdecken nähen kann. Auch das Material der gestreift gewebten Herrenhosen und den schönen Frackjacken haben mich fasziniert. Schade, dass es keine Stoffe dort zu kaufen gab.
Erstanden haben wir einen Falteimer aus Segeltuch, Holzschuhe, ein Lederrest und Nägel (um das Plastik an den Schuhen zu ersetzen), Sattlernadeln, Leinenzwirn und einige größere Rollen dickeres Seidengarn zum Handnähen. Das nehmen wir alles ins Mittelalter rein.
Bei den Knöpfen konnte ich mich nicht entscheiden. Aber es gab so schöne Sachen aus Horn, Hirschgeweih, Holz und Perlmutt ... und dann noch die ganzen Glasperlen.
Leider regnete es und wir waren nicht mehr im Lager der vielen Zelte und Tipis. Das nehme ich mir aber für nächstes Jahr mal vor.
Übrigens wäre bei diesem Wetter so ein schicker Herrenmantel mit Pelerine wie der
Schnitt Butterick 3830 recht geschickt. Diese gab es dort in einem dunklen dottergelb aus gewachstem Stoff oder in schwarzem Wolltuch. Warum trägt ein Mann so was heute nicht mehr?