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Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Kochbaren

... hier die zwei unspektakulären für Bärbel zur Ansicht:

Unterhosen

 gleicher vergriffener Schnitt von KwikSew (mit den aktuellen konnte ich mich nicht anfreunden). Einmal festere Baumwollwirkware mit Elastananteil in weiß. Der graue Trikotstoff ist Schlauchware mit Lochmuster und Feinripp aus einen Fabrikverkauf. Die Stoffe sind eher Zufallstreffer. Eine feste Bezugsquelle habe ich nicht. Der exakte Stoffname ist mir auch unbekannt.  Die Unterhosen sind jetzt ständig im Einsatz und dazwischen jedes mal in der Waschmaschine. Haltbar sind sie.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:56 Uhr in Nähen

Die Unaussprechlichen

... das war der umschreibende Begriff unsrer Vorfahren. Oder sollte man nun die Unsichtbaren sagen. Jedenfalls passgenau und nicht auftragend ist mir Alltagsunterwäsche am liebsten. Schon  im Januar beschäftigte ich mich ausgiebig mit dieser.

 Ich habe hier noch zwei Burdaeinzelschnittmuster liegen. Einer uralt, einer alt, aber das sind eher dekorative Teilchen. Also testete ich KwikSew Schnitte. Nur bei einem schon vergriffener,  passte die Unterhose und den Softbund musste ich  selbst konstruieren. Eine Leggings (vor kurzem war es noch arg kalt) nach KwikSew ging nach Kürzungen in der Taille und Verlängerung der Beine. Beim Unterhemd griff ich auf einen Schnitt von Ottobre für ein ärmelloses Top zurück. So entstand mein erstes Set:

Unterwäscheset

 Fazit: falls ich entsprechende Stoffqualität, welche  recht hell und bei 60°C waschbar wäre, bekomme, könnte ich meine eigene Wäsche nähen. Verstehen tue ich, dass sich viele Schnittmusterhersteller  das nicht antun auch noch Schnitte für Unterwäsche im Programm zu haben, denn genau diese ist extrem passformsensibel. Was mir gut passt, passt der nächsten überhaupt nicht.

Ich bin noch gespannt welches Abenteuer BH-nähen ist.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:07 Uhr in Nähen

Sonntag, 22. Februar 2009

Glückwunschkarte

Was tun, wenn der nächste Laden mit schönen Karten etwas weit weg ist? Dass man Karten nähen kann, davon las ich schon, kam aber bisher nie dazu. Irgendwann ist immer das erste Mal.

Vorgaben zur Person gesammelt und dann im Fundus der Stoffreste, Borten und Stickgarne gesucht. Als Grundlage zum Aufnähen eignet sich entweder das extra dicke Kartenvlies von Freudenberg (hatte ich mir für Weihnachtspost besorgt, aber nie genutzt) oder anders dickere Vlies, dünner Filz oder festeren Jeansstoff. Vlies in Umschlaggröße zugeschnitten und darauf erst einmal einen Pannesamtstoff mit Silberdruck und ein Karobrokatstoffrest quer genäht (Stoff rechts auf rechts und dann umgeklappt. Zierstich darüber genäht. Dann mit dem Stichprogramm den Glückwunsch gespeichert und genäht. Den der Person Namen auch. Sieht etwas mager aus. Federn aus Federboa gezupft und noch einen Spitzenrest dazu. Am Ende alles mit eng eingestelltem Zickzack und Farbverlaufsgarn (auch Premiere von mir) in der Nähe des Randes rundherum abgesteppt. Alles zurück geschnitten und es passte noch in den Umschlag.

Karte genäht

 Hat Spaß gemacht und die nächsten werden bestimmt noch besser.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:38 Uhr in Nähen

Freitag, 20. Februar 2009

Karneval - Fastnacht - Fastelabend - Fasnacht

... und Kreppel

Kreppel

Zwar kann man ja hier auch Berliner beim Bäcker kaufen, aber wenn die es hier schon nicht so mit der Fasnacht haben, dann mache ich doch lieber auch meine Kreppel selbst.  Wer nähen kann, der kann nämlich auch backen. 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:19 Uhr in Allgemein

Donnerstag, 19. Februar 2009

burda Modemagazin 2/2009 (letzter Tag)

Noch wäre es Zeit schnell in den Laden zu laufen, falls es euch noch fehlt. Morgen kommt das neue raus. Das schon abgelagerte  Februarheft steht noch bei meiner Besprechung aus:  war da was neu? Habe ich was entdeckt?

Titelbild:
etwas kopflastig. Jedenfalls die Bluse, um die es im Heft geht, kommt nicht zur Geltung. Erstmal nur Kopf mit Halstuch und dann der Rock (der natürlich nicht zum Nähen ist). Titel selbst, da dominiert "burda" und "Modemagazin" rutschte kleiner nach rechts. Und auf der Startseite taucht ein Kosmetikthema auf /images/emoticons/mozilla_frown.gif Was will man tun, wenn das wohl das ist, was die Masse der Leserinnen bei uns will? "Traum-Haare: Die ultimativen Pflegetricks der Stars" .... also mir  fällt jetzt keiner ein, der so tolle Haare hat, dass ich dessen Tricks wissen möchte. Jedenfalls wäre das genau einen Grund das Heft im Laden zu lassen, aber ich habe ja ein Abo.

editorial
aha, es gibt nun ein Team. Wer wohl dazu gehört? Unten sieht man skizzierte Figurinen, aber die stellen die fünf verschiedenen Moderichtungen des Heftes vor. Mir gefallen solche Zeichnungen

trends
Das gleiche, wie beim Editorial, nur diesmal als Modefotos.

trend 1 City-Safari
Erwähnte Figurine wird von Laufstegimpressionen umrahmt und man bekommt Styling-Tipps. Das zeigt mir zumindest, was es vermutlich zu kaufen gibt, falls  ich das möchte. Bei den Nähmodellen gibt es keins, das mir Lust machen würde so was zu tragen. Bei den Accessoires zum Kaufen gefallen mir die Sandalen und ich könnte ja mal meine Naturholzketten umfädeln.

mode-ideen
zum Selber machen passend zum Trend. Vielleicht der Schlapphut, wenn er nur nicht zum runter laden wäre. Die Tasche ist schön, aber da ich weiß was Feintäschnerarbeit für eine Leistung ist, möchte ich mir lieber die Kosten für die Materialien sparen, denn am Ende werde ich doch nicht meinen Ansprüchen gerecht.

workshop
die beste Seite bis hierher im Heft. So  wird ein Hemdkragen  garantiert vorzeigbar.

trend 2  Hippie de Luxe
Aufmachung wie erstes Trendthema. Kleid 122 erinnert mich stark an mein geliehenes Abiballkleid 1977 .... ach ja .... lang ist's her. Ich werde jedenfalls mal nach den Stoffen der Modelle Ausschau halten und meine heutigen Schnitte nehmen. Kaufaccessoirs: ok ..... wo habe ich meine Lederfransentasche im Schrank versteckt? Federohrringe (echte natürlich) habe ich auch noch.

trend 3 Fifties
Die gezeichnete Figurine ist toll, die Laufstegbilder  das Gegenteil.  Kleid 101 gefällt mir sofort. Es scheint wieder mit Kleiderstoff bezogene breite Gürtel zu geben.  Ist das umsetzbar in Größe 48/50? Accessoires dazu las ich mal.

trend 4 Blüten
Mädchenträume .... nicht so ganz für mich. Aber Der Stoff von Kleid 119 ist ansprechend aber eher dann für einen Einzelschnitt von burda, den ich schon letzten Frühjahr ergattert habe. Die Accessoires erinnern mich an die Spielkiste kleiner Mädchen. Aber es muss ja auch was für andere geben.

exklusiv-design
incl. Vorstellung des Designers und seiner Werkstatt ... in Größe 34 bis 42 .... mehr muss ich jetzt nicht sagen, oder?

trend 5 Spitze
Kleid 124 erinnert mich stark an eins meiner Mutter, das sie Ende der 60er/Anfang der 70er für sich aus lauter Einzelblumen  häkelte. Es ist auch das einzige der Spitzenmodelle, die hier schön sind. Jäckchen 116 erinnert ein etwas zu knapp geratenes Bettjäckchen. Rock 128 ist an und für sich schön, aber die Farbe der Bluse harmoniert so gar nicht (macht das der Hintergrund? Schon  der Künstler Josef Albers zeigte, wie ein Grau gerade solche Farben verändert.) ; und diese knallweissen Schuhe dazu. krass.

kreative köpfe

immer wieder eine interessante Sache

Hinweis auf burdafashion.com

plus
die Businessmode nennt sich Power chic. Ich arbeite ja nicht im Büro. Es ist aber mein Größenbereich.  Also die Modelle unter dem Gesichtspunkt  formelle Anlässe angucken. Mantel: nein ... Hose: nein, da Taschen zu winzig ... Blazerjacke: niemals mit diesem unsäglichem Knitterstoff und warum zeigt die Schnittzeichnung aufgesteppte Schweissflecken? Taschenlösung interessant und auch die Ärmel; ist noch nicht in meiner Sammlung. Jacke und Longbluse so ganzen ohne Taille: dann nein ... Gürteljacke/Parka: vormerken, aber nicht für formelle Anlässe, sondern Fahrrad und Sandkasten. Notfallmedikamente, Taschentücher und Ersatzwindel haben in den Taschen genug Platz.

Hinweis auf Burdastyle.com .... allerdings die Beschreibung oben source sewing, wo doch jetzt einiges dort zu zahlen ist, wenn man einen Schnitt herunterlädt, ist dann wohl falsch. Was aber nicht heißt, das alles kostenlos sein muss.

download-modell
Die Mäntel der Stars hätte man jetzt nicht zeigen müssen, ist doch das Budamodell weitaus schöner. Dumm nur, dass es nicht als Schnitt im Heft ist. Warum man es dann mit den anderen Schnitten durchnummeriert, erschließt sich mir nicht.

beauty *weiterblättern*  ah Haare .... auch graue .... schön, der Rest uninteressant

medizin Fasten .... das Thema aller Frauenzeitschriften *blätter*  .... wellness: Wasser - der Hinweis kann nix schaden.

kulturtreff  schön

kindermode
Kommunionkleider. Schön, dass es keine Minibrautkleider sind. Kleid 140  hat einen Mantel 137. Auf dem Foto ist es mir das Kleid  für einen Kirchenbesuch doch einen Tick zu weit ausgeschnitten. Kleid 141 ist in so fern ein Retrokleid der 70er, als dass man damals die Unterwäsche aus Omas Schrank provokativ oben drüber anzog. Aber niemand kam damals auf die Idee das in einer Kirche zu tragen. Für mich ist es immer noch ein Kleid für Sommer, Sonne, Strand und Sandkasten. Kein Kommunionkleid. Kleid 142 ist einfach und schön. Interessanter asymmetrischer Kragen und die Haarkränze der Mädchen passen so schön in den Frühling. Schleierkraut dürften Floristen doch haben, oder? nur Gänseblümchen lassen immer sofort die Köpfe hängen. Vielleicht da auf Seidenblumen ausweichen. ... und dann die dazu gehörende Designerin.

Kreativ
ah gut ... wenn schon die  Spitzenmodelle nicht so tragbar und sei es nur an der eigenen Figur oder weil man einen ganz anderen Kleiderstil hat, dann kommen jetzt gesammelte Spitzendeckchen zu neuem Einsatz. Mit Textilverstärker habe ich bisher noch nicht gearbeitet, aber das wäre was. Und wenn so die Zierdeckchen mal alle als Mitbringsel mit Konfekt drin wieder aus dem eigenen Haushalt abwandern. Oder übrig gebliebene Spitzenborten als Einbände  mit Büchern drin als Geburtstagsgeschenk.  Auch die aufgesprühte Spitzentischdecke hat was. Mal nach einem alten Tisch Ausschau halten. Und wem das nicht reicht, der findet gleich im Anschluss eine Seite mit Kaufobjekten.

Fazit vom neuen Heft: die Themenzentriertheit gefällt mit. Gezeichnete Figurinen hätte ich gerne in jedem Heft

Die Vorschau macht  Appetit und das Gewinnspiel verpasse ich immer. (Ich musste dann ja auch das Kreuzworträtsel lösen.)
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:14 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Montag, 16. Februar 2009

schöne Neuerung

... ganz vergessen mal ein Danke zu sagen. Schon am 9. Februar entdeckte ich bei der Online-Vorschau, dass  es nun eine brauchbare Bildunterschrift gibt. Jetzt muss man nicht mehr rätseln was das Plus-Modell ist (am Fotomodell selbst sieht man's ja nicht).
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:34 Uhr in Bücher/Zeitschriften

Donnerstag, 5. Februar 2009

kein Fingerhut

Sinnvoll wäre ein Fingerhut schon beim Handnähen, aber was tun, wenn sie unbequem? Von Fingerringen habe ich schon gehört, aber sie sind nicht mehr in den Sortimenten der Kurzwarenhändler. Und nun?

Heute wollte ich in der Stadt einiges erledigen und kam beim Antiquitätenhändler vorbei. Dort war ich das letzte Mal vor fünfzehn Jahren drin. Ich schaute diesmal in das winzige Fenster. Auf der kleinen verstaubten Ablage lagen sie. Jetzt gehören die Schätze mir:

Fingerring

nachträgliche Ergänzung für sany und alle, die sowas noch nie sahen:

Fingerring zum Nähen

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 19:08 Uhr in alternative Möglichkeiten

Sonntag, 1. Februar 2009

Ausrasten in Fellbach

 ... war gestern die Aufforderung des Sängers von Cultus Ferox. Aber warum eigentlich? Gibt es einen Grund?

Es war der erste Markt in diesem Jahr. Ich habe endlich mal gesehen wer oder was der Kalvus (der mit den Glaskugeln) ist. Genial.  Cultus Ferox hatten nicht nur Wums, sondern auch melodiöse Stücke. Und Rairda & Poeta  waren eine gute Ergänzung zum Programm und das nicht nur auf der Bühne.

Traumhafter Diamantköper aus cremefarbener Wolle  haben meine Begehrlichkeit geweckt. Aber bei dem Preis, wenn auch gerechtfertigt, muss ich noch genau wissen, was ich daraus nähe. Im 12. Jahrhundert war er bei den Staufern nicht mehr in und die Maße für eine Überbluse hatte ich nicht parat. Ein Wollkleid wäre auch daraus schön. Dieser Stoff fällt  durch seine Webart genial und ist  recht selten zu finden. Visitenkarte habe ich natürlich von der Sagenschneiderey eingesteckt.

Bei der Schmiede- und Böttcherware habe ich mich auch herumgetrieben, mich aber dann doch nicht so entscheiden können. Und wenn ich mal mit dem Brettchenweben weiter bin, wünsche ich mir Utensilien aus Knochen. Aber ob das jemals so weit kommt?

Ich habe die Idee für einen Muff gefunden. Es gab einen so wunderschönen aus Kunstfell mit außen (keltischer oder Wikinger) Stickereien und altem Textilmaterial. Ich werde mir ein Motiv aus einer Liederhandschrift des 12. Jahrhunderts suchen. Das passt eher zu mir. Auch im 21. Jahrhundert.  Und überhaupt hatte dieser Stand nicht den üblichen Kleiderkram. So viele Handstickereien. So schön. Mein Traummantel hätte nur 200 Euro gekostet. Ob da jemand was dran verdient?

Und sonst? Die übliche Leute getroffen, die man auch während des Sommers trifft. Schwätzchen gehalten. Erfahren, dass ich meine Knöpfe aus Eibe  auf Hohenneuffen diesen Sommer  oben auf der Burg bekomme.

Fazit: nun noch mal fix einiges nähen; auch mit der Hand. Und dann kann es Frühling werden und die Freiluftsaison beginnen.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:41 Uhr in Geschichte/n