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Donnerstag, 15. Oktober 2009

Wattebäuschchentäschelchen - Recycling Challenge

aus dem Paket: Badeset in schwarz-weiß; nur das Oberteil

ansonsten: Reißverschluss aus dem Fundus, Karabiner von einem Schlüsselband

Beutelchen

Idee:
Im alten Forum gab es mal den Hinweis auf einen Link zu Bra-purses. Fand ich damals in Spitze nicht so mein Ding. Beim Auspacken des Paketes dachte ich: warum  mit diesen Zutaten nicht mal testen? (Link unauffindbar)

Schön wäre es das Ding in einer großen Tasche wieder zu finden. Also muss eine Schlaufe daran bleiben.

Ausführung:

  • Nackenträger als Schlaufe  auswählen
  • Reißverschluss mit normalem Reißverschlussfuß (der, den man wahlweise rechts oder links einclipst und bei dem die  Nadel dann an der Seite die Naht macht) an die jeweilige Oberkante der Körbchen nähen
  • am Ende  des zu langen Reißverschlusses einen Riegel nähen

Beutelchen

  • die Körbchen rechts auf rechts an der Kante des Bügels stecken (Reißverschluss bleibt offen) und mit dem Reißverschlussfuß auf dem Bügel; Nähnadel knapp daneben eingestellt, zusammen nähen

  Beutelchen

  • das was zu viel ist (Stoffstreifen für hinten am Bikini mit Verschluss wegschneiden)
  • Karabinerhaken in die Nackenträger einfädeln
  • Schlaufe nähen
  • alten Verschluss wegschneiden und Riegel nähen, damit der Haken kaum Spiel hat
  • die Schlaufen links auf  links zusammen nähen (da zu breit)
  • nicht den Fehler machen ohne Stecknadeln arbeiten zu wollen; das Zeug rutscht weg; Auftrennen geht bei diesem Material nicht!!!
  • sich über eigene Dummheit ärgern und weitermachen
  • wenn Träger so weit (un-) ansehlich, dann alles mit einem Ruck durch die Öffnung des Reißverschlusses wenden
Wattebäuschchentäschelchen

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Beipackzettel:

Ideales platzsparendes und stylisches Mitnahmeutensilo für die  zahlreichen Wattebäuschchen, welche man zum Treffen von Lästerschwestern (und -brüdern) aus dem Hobbyschneiderinnen-Forum braucht.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:15 Uhr in Nähen

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Das Trenchdings - Recycling Challenge

aus dem Paket: Herren-Trenchcoat „ohne“ Gürtel (der war in der Tasche versteckt)
ansonsten: Waschmittel, Wasser, Simplicolfarbe dunkelbraun, Knöpfe, Bänder

Trenchcoat

 gewaschen mit Schonwäsche, gefärbt bei 40° mit Simplicolfarbe dunkelbraun
Ärmelfutter löste sich an den Nähten auf;  das Taschenfutter teilweise
gute Farbaufnahme bei den Knöpfen und Nähten; nicht so toll bei den Riegeln

ratlos, was zu tun sei, denn ich wollte ja nicht Flickarbeiten machen. Der ursprüngliche Arbeitstilel war „Zaubermantel“;  gesammelte Bänder und Borten sollten verbraten werden.

entscheidende Nacht 5./6. Oktober 2009 (für was ist man sonst auch schlaflos?):  warum nicht ein Überziehkleid?

Der Trench ist  im Innenteil gut mit Mantelstoff  abgefüttert. Einfach mit dem Nahttrenner das Ärmelfutter heraus trennen, ist nicht drin. Also raus schneiden! ... dann Ärmel heraus trennen mit einer Nagelschere  ...  anziehen, zwei Knöpfe schließen und merken, dass nicht mehr geht (hatte mir ursprünglich vorgenommen bis zum Treffen  abzunehmen), Gürtel anziehen, in den Spiegel gucken und feststellen, dass das Ganze Brustabnäher nötig hat.

Im Spiegel dann  sehen, dass die Borten ohne Mantelärmel anders verteilt werden sollten. Version mit einem Miedergürtel aus Leder vom Fundus  verwerfen. Testen, ob der  ursprüngliche Stoffgürtel geht. Sieht doof aus. Nur durch die Schlaufen und hinten gebunden ist ok.  Etwas Taillierung in der Rückenpartie tut Not.

dann weiter ...

  • Brustabnäher nähen
  • überlegen wie diese steifen Metallborten angebracht werden können
  • überflüssiger unschön eingefärbter Riegelverschluss am Kragen entfernen
  • lockere Schulterklappen wieder annähen
  • rote Metallborte aufsetzen und mit schmalem Zickzack aufnähen
  • Schulterklappe in Form bügeln
Schulterklappe

  • rote und blaue Borte auf das Vorderteil nähen
  • Schmuckknöpfe annähen
  • Innenfutter mit der Hand um den Armausschnitt unsichtbar nähen
  • Taschenbeutel flicken
Trenchdings

Beipackzettel:

als Überziehkeid, mit mindestens sieben Kilo weniger, geeignet.  Jetzt nur offen zu tragen. ...   Falls ich noch Glöckchen dran nähe, könnte ich es als Arbeitsmittel einsetzen um die Aufmerksamkeit von kleinen Kindern zu bekommen


Ist einer der vierten Plätze geworden   Weiss nur nicht warum.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:45 Uhr in Nähen

Dienstag, 13. Oktober 2009

Gürteltasche - Recycling Challenge

Grundlage war eine beige Hose mit feinen Streifen und passendem  Formgürtel.

Die Idee, eine einfache Tasche ohne zusätzliche Materialien schaffen. 

Ausführung: 

  • vom Bund aus gemessen  41 cm abschneiden (das wird der Taschenbeutel)
  • das Dreieck, was eine Hose so ausmacht, jeweils vorne und  hinten in der Mitte herausschneiden
  • von links wieder zusammen nähen
  • die Öffnung unten schließen
  • für einen Taschenboden die zwei Ecken rechts und links abnähen
  • dazwischen versäubern
  • aus den Hosenbeinen der Länge nach zwei Henkel zuschneiden (so breit, dass diese vierlagig zusammen genäht werden könnten, erspart Einlagen)
  • Henkel nähen und  im Gürtelbereich festnähen
  • Gürtel wieder in die Schlaufen einziehen und schließen
  • merken, dass das alte Label im Hosenbund nicht mehr passt, eigenes einnähen

Fertig ist die einfache Angebertasche, welche man wegen des hohen Elastananteils ruhig mit Stoffeinkäufen und Kurzwaren vollstopfen kann. Irgendwas passt immer noch rein.

Gürteltasche

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:52 Uhr in Nähen

Freitag, 9. Oktober 2009

Challenge . das Ergebnis

... ach nicht doch.  Warten ist  angesagt. Aber hier schon ein Rätsel:

Rätsel

 a) sollte ein Zaubermantel werden. Ich sehe darin  jetzt wie in einer Kittelschürze aus
b) nix Umwerfendes, Recycling halt
c) braucht jede Lästerschwester

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 13:23 Uhr in Nähen

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Challenge - fix und fertig

Heute Nacht um halb drei wurde das Päckchen mit dem Rest von mir geschlossen. Auch die  Fotos und Kommentare liegen ausgedruckt  drinnen und ein Kleiderbügel.

Drei Kleidungsstücke nahm ich damals aus dem Paket. Drei Dinge wurden es auch wieder. 

                

mehr wird nicht verraten.                                                                                        

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 02:47 Uhr in Nähen

Dienstag, 6. Oktober 2009

Challenge

Marion hat angefangen, ich tue es nun auch.

Der Trench wurde schon vor Wochen in der Waschmaschine gefärbt, erwies sich aber dann wegen dieser Behandlung   als Mantel zum Flicken. So war das nicht angedacht.  .... Weiterhin ein Badeset und eine Hose ohne Taschen. Für diese  zwei Sachen gibt Vorstellungen.

Ideen für den Trench wurden alle bis gestern Abend noch  umgeworfen. Heute Nacht  dann noch wenig Schlaf wegen meinen zugezogenen Viren, aber immerhin  eine zündende Idee  für das Mäntelchen. Nein, die Ideen der aktuellen Burda von Seite 12 haben mir jetzt wirklich nicht geholfen, aber schon witzig, dass die Redaktion sich damit befasst.

Jetzt  arbeite ich parallel an drei Fronten. Auf in den Kampf. (nebenbei: mein Drucker tut immer noch nicht und ich finde das CUPS-Programm nicht zum Testen und Fehlermeldungen finden.)
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:03 Uhr in Nähen

Samstag, 26. September 2009

Dazwischen mal ein Täschchen

... für eine Freundin:

Pilgertasche

 Es ist die Interpretation einer Pilgertasche nach einem Quellenbild aus der Maciejowski-Bibel.  Träger und  innen Wollstoff, außen ein angerauter dicker Baumwollstoff, selbstgemachte Quasten.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 01:01 Uhr in Nähen

Montag, 17. August 2009

knautschige Maxitasche wird Rosentasche

Groß sollte die Tasche werden, mit Innentasche. Jetzt passend für  Windeln und alles was man so als junge Eltern mit schleppt. Später mal passend, damit das Kind seine Bausteine  reinräumen kann.

Gefunden habe ich  die schwarze Tasche aus der easy fashion. Die Schemazeichnung ist brauchbar.

Die Seitenteile elf cm niedriger  aus dem Oberstoff ausgeschnitten und auf  großzügig  ausgeschnittenes Volumenvlies gesteckt. In Wellenlinien  senkrecht abgesteppt und noch mal nachgeschnitten.

Das Futter aus Karostoff wie angegeben zugeschnitten (da auch 11 cm weniger) und eine Innentasche aus Rosenstoff   drauf genäht. Innen und Außenteile wie in der Anleitung beschrieben genäht und  zusammen gesteppt.

Tasche innen

 Für die Henkel Gurtband überzogen.

Tasche

 Das war der erste versuch so etwas zu steppen. Ein nächstes mal nehme ich dann lieber  den Transportfuß zum Quillten. War zwar so ok, aber bei größeren Teilen wird doch  Viele  noch mehr wandern.

Äußerung der jungen Mutter:  Oh die ist genau richtig für den Schwimmbadbesuch.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:48 Uhr in Nähen

Donnerstag, 26. Februar 2009

Die Kochbaren

... hier die zwei unspektakulären für Bärbel zur Ansicht:

Unterhosen

 gleicher vergriffener Schnitt von KwikSew (mit den aktuellen konnte ich mich nicht anfreunden). Einmal festere Baumwollwirkware mit Elastananteil in weiß. Der graue Trikotstoff ist Schlauchware mit Lochmuster und Feinripp aus einen Fabrikverkauf. Die Stoffe sind eher Zufallstreffer. Eine feste Bezugsquelle habe ich nicht. Der exakte Stoffname ist mir auch unbekannt.  Die Unterhosen sind jetzt ständig im Einsatz und dazwischen jedes mal in der Waschmaschine. Haltbar sind sie.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 10:56 Uhr in Nähen

Die Unaussprechlichen

... das war der umschreibende Begriff unsrer Vorfahren. Oder sollte man nun die Unsichtbaren sagen. Jedenfalls passgenau und nicht auftragend ist mir Alltagsunterwäsche am liebsten. Schon  im Januar beschäftigte ich mich ausgiebig mit dieser.

 Ich habe hier noch zwei Burdaeinzelschnittmuster liegen. Einer uralt, einer alt, aber das sind eher dekorative Teilchen. Also testete ich KwikSew Schnitte. Nur bei einem schon vergriffener,  passte die Unterhose und den Softbund musste ich  selbst konstruieren. Eine Leggings (vor kurzem war es noch arg kalt) nach KwikSew ging nach Kürzungen in der Taille und Verlängerung der Beine. Beim Unterhemd griff ich auf einen Schnitt von Ottobre für ein ärmelloses Top zurück. So entstand mein erstes Set:

Unterwäscheset

 Fazit: falls ich entsprechende Stoffqualität, welche  recht hell und bei 60°C waschbar wäre, bekomme, könnte ich meine eigene Wäsche nähen. Verstehen tue ich, dass sich viele Schnittmusterhersteller  das nicht antun auch noch Schnitte für Unterwäsche im Programm zu haben, denn genau diese ist extrem passformsensibel. Was mir gut passt, passt der nächsten überhaupt nicht.

Ich bin noch gespannt welches Abenteuer BH-nähen ist.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:07 Uhr in Nähen

Sonntag, 22. Februar 2009

Glückwunschkarte

Was tun, wenn der nächste Laden mit schönen Karten etwas weit weg ist? Dass man Karten nähen kann, davon las ich schon, kam aber bisher nie dazu. Irgendwann ist immer das erste Mal.

Vorgaben zur Person gesammelt und dann im Fundus der Stoffreste, Borten und Stickgarne gesucht. Als Grundlage zum Aufnähen eignet sich entweder das extra dicke Kartenvlies von Freudenberg (hatte ich mir für Weihnachtspost besorgt, aber nie genutzt) oder anders dickere Vlies, dünner Filz oder festeren Jeansstoff. Vlies in Umschlaggröße zugeschnitten und darauf erst einmal einen Pannesamtstoff mit Silberdruck und ein Karobrokatstoffrest quer genäht (Stoff rechts auf rechts und dann umgeklappt. Zierstich darüber genäht. Dann mit dem Stichprogramm den Glückwunsch gespeichert und genäht. Den der Person Namen auch. Sieht etwas mager aus. Federn aus Federboa gezupft und noch einen Spitzenrest dazu. Am Ende alles mit eng eingestelltem Zickzack und Farbverlaufsgarn (auch Premiere von mir) in der Nähe des Randes rundherum abgesteppt. Alles zurück geschnitten und es passte noch in den Umschlag.

Karte genäht

 Hat Spaß gemacht und die nächsten werden bestimmt noch besser.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:38 Uhr in Nähen

Montag, 19. Januar 2009

Pullover mit Ohren

Es ist immer noch kalt und Zeit den  uralten Burdaschnitt hervorzukramen. Ich hatte mir einen Zottelstoff/Mouse skin von BizzKids besorgt. Wer das mal in der Hand hatte, weiß dass es längere Zottel hat und beim Zuschneiden richtig  fusselt.

Und während ich das Teil zuschneide und befühle, denke ich an Teddybären. Nahe liegend,  oder? Also Bärenohren genäht und  Augen aus  der Knopfsammlung hervorgekramt:

Kragen

 lässt sich nur schlecht  ablichten, also hier mit  gelber Markierung:

 

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 09:44 Uhr in Nähen

Freitag, 2. Januar 2009

Appetithäppchen

... mal was aktuelles:

 

drumherum soll ein Mädchenpullover entstehen 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 14:42 Uhr in Nähen

Donnerstag, 25. Dezember 2008

zwei Kilo Raps verschenken

... wie das?

Stoff applizieren und mal mit einem Zierstich runternähen. Dann ein Kissen mit Öffnung nähen. Rapssamen einfüllen. Zunähen. Fertig sind die Wärmekissen für die Mikrowelle.

Wärmekissen

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:59 Uhr in Nähen

Sonntag, 30. November 2008

Pullover wird Fahrradmütze

Aus Versehen habe ich am Ende doch noch beim Motivationsmonat  teilgenommen. Anfangs dachte ich ja noch an einen Mantel, habe  das Ganze aber nie in Angriff genommen.

Der Pullover war einer meiner Lieblingsstücke, aber  ich fand ihn zum Tragen nicht mehr zu mir passend. Jetzt wurden die Ärmel,  gedoppelt mit einem Rest Fleece,  zu einer wintertauglichen Mütze, die auch unter den Fahrradhelm passt.

Fahrradmütze

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:16 Uhr in Nähen

Dienstag, 7. Oktober 2008

Baumarkt-Challenge II

das Oberteil nimmt Formen an, aber womit das kombinieren?

Kriege ich ein Untergewand mit Wasweissich hin ... und falls sowas geht, (nein, ich verrate  jetzt nicht was),  wie bekomme ich es blickdicht?

Einen Catsuit in meiner Konfektionsgröße habe ich noch nie gesehen. Und ich muss was gekauftes unterziehen.

Nur noch viermal schlafen. Wirklich schlafen?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:41 Uhr in Nähen

Dienstag, 30. September 2008

Ist der Baumarkt ein Laden für Hobbyschneiderinnen?

Am 11. Oktober ist die Modeschau der Baumarkt-Challenge und ich habe endlich meine ersten zwei Nähte hin bekommen. Zugucken darf man jetzt nur durch das Schlüsselloch, denn verraten wird nicht, was das ist:

kalt und glatt

 nur so viel: noch ist keine Nadel zu Bruch gegangen. Unklar ist immer noch, ob es überhaupt so machbar ist und  ich am Ende auch rein passe.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:42 Uhr in Nähen

Donnerstag, 19. Juni 2008

Frau sollte niemals nie sagen

... oder Bärbel ist schuld /images/emoticons/mozilla_smile.gif

  ... seit ich bei meinen Eltern auszog habe ich keine Schürzen mehr getragen. Das ist also schon ein paar Ewigkeiten her.  Aber als ich diese Jeansschürzen von der Creativa sah, wollte ich doch mal eine. Und zwar eine mit vier Taschen,  um sie zur Arbeit zu tragen. Jetzt war eine Jeans so weit kaputt, dass ich sie zerlegen konnte.

Das Hinterteil ist nun vor dem Bauch. Vorne und an den Seitennähten setzte ich Keile ein. Ich weihte zum ersten mal meinen Ruffler ein ... ein paar Zierstiche in orange und grün und in meiner Sammlung fand sich eine echte Prilblume aus den 70ern ...

und nun .... einmal von vorne:

Schürze vorne

 und von der Seite:

Schürze von der Seite

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:20 Uhr in Nähen

Dienstag, 8. April 2008

Meine erste Jeans ist fertig

Die Gürtelschlaufen sind dran und die Passe mit einemm bunten Stoff verstürzt.  Laut Anleitung wird das Ganze nicht oben  an der Kante nochmal extra außen  abgesteppt. Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne.

bunter Bund

 Am Ende noch den Saum gekürzt und sämtliche Nieten und den Knopf und das Augenknopfloch angebracht. Da ich lediglich die Hosenbeinlänge am Schnitt geändert hatte, bin ich so weit mit dem Ergebnis zufrieden:

hinten

 Das nächste mal werde ich das Köperband zwecks Stabilisierung nicht an der Taille weglassen. Da könnte die Hose ein wenig enger sitzen. Ansonsten meine ich, dass da, wo die Hose besser sitzen sollte, es nicht an der Hose liegt, sondern eher an der Verteilung meiner Kilos. Kurt und gut: der Schnitt passt.

vorne

 Das ist jetzt meine allererste selbst genähte richtige Hose. Und nun getraue ich mich auch die Blogs und die Erfahrungen der anderen Mitnäherinnen nachzulesen. Ich musste da jetzt einfach mal weitgehend alleine durch.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:52 Uhr in Nähen

Montag, 7. April 2008

Jeanshose - der Bund und die Suche nach Garn zum Absteppen

... recht seltsam ... gekauft hatte ich den Schnitt, da ich einen Sattel hinten sah. Aber weit gefehlt: ein Sattel macht noch keine Jeans! Für mich gehört da  noch zusätzlich ein extra Bund dran. Aber jetzt halte ich mich doch erstmal an den Schnitt.

Die Sattelteile vorne und hinten mit Einlage verstärkt und Verstärkungsband mit Längsfäden aufgebügelt:

Sattel

 Sattel drangenäht und zweimal abgesteppt. Schon die dritte  Nähnadel weggeworfen, da der Stich unsauber wurde. Vorderbeine innen an die hinteren Beinteile mit großen Stichen genäht, dann die U-förmigen Naht mitten vom Kreuz vorne zum Reißverschluss hin und am Ende die Seitennähte.

Anprobe geglückt. Hose paßt fast wie meine Lieblingsjeans. Jedenfalls so weit ich das ohne Fotos, nur mit dem Spiegel,  sehen kann. Lediglich  etwas Stoff an dem Vorderteil zu viel. Da es meine erste richtige Hose, laß' ich das erst mal so.

Und nun mein Denkfehler ...

Die Hose ist geheftet und ich will sie einfach mal mit geschlossenen Beinnähten absteppen. Der Dreifachgeradestich läuft durch dieses Geknuddele der Beine  nicht flüssig und die Steppnaht gefällt mir nicht. ... nochmal auftrennen? ... Es ist ein Stretchstoff und trotz Stretchnadel ist das so gut wie nicht hinzubekommen und da, wo ich ein Stückchen  frei bekam, sieht man diese Naht. Der Stoff ist malträtiert. Das heißt also, ich lasse das am besten so, wie es ist. Es ist ja nur die innere Beinnaht. ... und nun?

Ich fuhr in unsre Stadt rein um einen dicken Absteppfaden zu kaufen. Im Kurzwarenladen gibt es zwar das Nähgarn von Coats mit der Farbe in maigrün, aber nicht das passende dicke Knopflochgarn. Im Stoffladen führt man eine andere Fadenmarke, aber diese hat maigrün überhaupt nicht. Die Fahrt, Zeit und Parkgebühr vergeblich investiert. Zum Glück gibt es noch ein anderer Tipp: zweite Garnrolle auf den zweiten Garnrollenhalter der Nähmaschine, Fäden beider Rollen einfädeln und eine Sticknadel mit dickem Öhr benutzen. Der einfache Geradestich läuft ganz gut.

Fazit für eine zweite Hose: vor dem Nähen passendes Absteppgarn besorgen und die extrem eingeschränkte Farbauswahl akzeptieren können /images/emoticons/mozilla_frown.gif  ... zuerst Außennaht der Hosenbeine zusammennähen und steppen, dann Innenbeinnaht und am Ende die mittlere Naht vom Reißverschluß  nach hinten zur Taille hin.

Jetzt geht es an die Gürtelschlaufen und das Futter des Bundes.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 17:30 Uhr in Nähen

Sonntag, 30. März 2008

Jeanshose - der Reißverschluss

... oder wie man laut Sandra Betzina einen Reißverschluss lieben kann. Den Eingriff habe ich mit einer gewebten dünnen Einlage verstärkt, die zwei Vorderseiten rechts auf rechts zusammengelegt und in der Mitte mit Heftstich zusammengenäht ... auf links gewendet ...

auf der rechten Seite (eigentlich Hose links) auf den Untertritt den Reißverschluss steppen:

Reißverschluss erste Naht

 umfalten und Zierstepperei anbringen:

Zierstepperei

 rüberklappen und Reißverschluss links annähen:

andere Seite

 Die genaue Erklärung ist auf dem Schnittmuster oder auch im Buch von S.Betzina "Power Sewing". Ich werde noch einige Hosen nähen müssen, um das zu lernen.

Alles von der rechten Seite her betrachten und dann die Zierstepperei versuchen exakt hinzubekommen. Die Hälfte wieder auftrennen, da das nicht so einfach ist. Und weil's so schön ist, noch mal auftrennen.

Hosenschlitz

 Heftnaht öffnen und Deckleistenbeleg über dem Reissverschluß anbringen:

 fertiger Hosenschlitz

 UFF !!!

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:49 Uhr in Nähen

Jeanshose V

Das sieht ja ganz nett aus, wen die seitliche Hüftpasse mit dem Taschenbeutel zusammengesteppt ist, aber bei der Originalanleitung fehlt mir einfach der Hinweis zum Versäubern des unteren Randes.  Der  wird zwar später vom Eingriff selbst verdeckt sein, aber ein paarmal Waschen wird ihn aufdröseln. Also mal schnell mit dem Dreifachzickzack drübernähen.

Münztasche auf Taschenbeutel

 der Tascheneingriff an der Vorderhose dran:

Tascheneingriff

 und von innen:

Taschenbeutel

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:47 Uhr in Nähen

Jeanshose IV

Selbst wenn jetzt die Hose schief geht, meine Taschen gefallen mir:

Hinterhosentasche

Die Kreidelinen der Taschenstickerei werden beim Waschen verschwinden. Anstatt die Taschen zu heften habe ich mal mit Wondertape gearbeitet. Eine knifflige Kleberei, aber hilfreich.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:48 Uhr in Nähen

Samstag, 29. März 2008

Jeanshose III

Jetzt ist alles zugeschnitten, wie hier aufgelegt:

Jeans Zuschnitt

Nach dem Zuschneiden habe ich nochmal die innere Beinnaht, hinter Mittelnaht (Taille ohne Sattel bis Schritt) und die Strecke, wo der Reißverschluß reinkommt mit meiner passenden Kaufhose verglichen. Könnte hinkommen.

Habe ich mal so nebenbei erwähnt, daß ich bisher nur Ende der 70er/Anfang der 80er  für mich Pumphosen genäht habe, Babyüberziehhosen, eine Kniebundhose für meinen Mann für's Rokoko und zwei Hosen für's Mittelalter? 1975 fing ich mal an eine Hose aus einem Burdaheft zu nähen. Da sollte ich jetzt besser nicht mehr dran denken.

Ihr dürft gespannt sein. Ich bin es auch.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:43 Uhr in Nähen

Jeanshose II

Kann man sowas passend bekommen? Zwei Meter Jeansstoff hatte ich bestellt, ganz davon überzeugt, dass dies reicht, wenn auf der Packung 1,90m  empfohlen wird und ich bei allen anderen bisherigen Kleidungsstücken immer mindestens 10 cm zusätzlich einspare. Zweite Überraschung, ich bestellte einen gerauhten und gestoneden Stoff, dieser scheint etwas stretchig zu sein. Gewaschen ist er. Ich habe jetzt nachgemessen und die Stofflänge beträgt  2,20m. Jetzt noch die Schrittlänge des Schnittes mit meiner Lieblingsjeans (gekauft und Stretch) verglichen.

Dumme Sache ... ich brauche scheinbar mehr an Länge. Die einzige Möglichkeit ist, die Hosenbeine  mit dem  Saum jeweils  nebeneinander anstoßen zu lassen und die Beine etwas zu verschmälern. Und die Kleinteile?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 16:50 Uhr in Nähen

Jeanshose

Ich bin zu schlank *g* für Vogue 7608 Größe G

... bzw. muss  feststellen, dass mein vor Jahren gekaufter Schnitt doch zu groß ist. Laut Tipp für einen guten Jeanssitz soll man ja  eng messen und ich dachte damals beim Einkauf, was soll's, ich bin halt so dick. /images/emoticons/mozilla_frown.gif

Was nun? Schnitt verkleinern? Hat Vogue einen Größensprung zwischen G und F? Sollte ich doch auf Nummer sicher gehen und den burda-Plusschnitt nehmen? Aber der hat ja keine fünfte Tasche /images/emoticons/mozilla_smile.gif

Jetzt bin ich Mitten im Zeichnen des vogue-Schnittes. Noch habe ich keinen Überblick.

Wozu man den Sattel viermal aus dem Stoff und dann noch viermal als  Einlage zuschneiden soll, erschließt sich mir noch nicht. An den Jeans, die ich bis jetzt anhatte, würde zweimal mit Stoff reichen. Sehr irritierend, oder?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:04 Uhr in Nähen

Samstag, 22. März 2008

Ich ziehe mein Osterei an

... oder ich bin das Osterei. /images/emoticons/mozilla_laughing.gif  ... mitten im Schnee.

Ein schöner bunter Stoffrest kombiniert mit einem etwas faden erbsgrün; wie schon so oft den Ottobreschnitt aus der 2/2006.

Ich habe gerade den Tipp bekommen, das nächste mal die Schultern etwas kürzer zuzuschneiden, damit die Armkugel besser sitzt. Aber ich zeige es euch trotzdem.

Shirt

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 20:28 Uhr in Nähen

Freitag, 29. Februar 2008

Immer der gleiche Grundschnitt

... aber diesmal mit neuem Kragen. Von dem  vergriffenen burda-Einzelschnitt 8441 habt ihr schon von mir gelesen. Jetzt habe ich ihn wieder herausgeholt und den vorgesehenen Kragen verändert. So steht er auch mir, denn Rollkrägen sind nicht so mein Ding. Wir haben  beim Fotografieren fast den Wäscheklammer-Trick aus "Funny Face"/Audrey Hepburn angewandt. Vermeidet das doch die zwei deutlichen  Längsfalten unter dem Charakter /images/emoticons/mozilla_smile.gif
Pulli
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:38 Uhr in Nähen

Samstag, 16. Februar 2008

sinnvoll verprassen und schwelgen

Ja, ich bin nicht so der Typ für schnell mal modisches Chichi mit der Overlock zusammentackern, tragen, dreimal Wäsche überstehen lassen und dann weg damit. Gute schöne Stoffe gefallen mir auch noch in der nächsten Saison. Mit einer handwerklich soliden Verarbeitung - und das darf gerne auch mit der guten alten Nähnadel und Handstichen an manchen Ecken sein - habe ich jahrelang meine Freude.

In meinen Vorräten befand sich der Rosenstoff eines bekannten Möbelhauses.

Rosalie von Ikea

 Nachdem ich schon den megahohen Betrag gelesen hatte, für den er in letzter Zeit  versteigert wird, getraute ich mich  garnicht ihn zu zerschneiden. Nun ist er eine große Tischdecke mit schönen Briefecken geworden. Die Ecken werden immer noch am schönsten mit Handstichen.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:07 Uhr in Nähen

Montag, 28. Januar 2008

Ich gehe in den Sandkasten

... also warm ist der Pullover  schon geworden und ich finde genau richtig für meine Arbeit.  Die Kapuze kann ich geschickt zum Radfahren und Spazierengehen  um den Hals wickeln und erspare mir den Schal.  Nur an den Proportionen sollte ich noch rumtüfteln. Vorne ist die Spitze am Saum etwas lang geraten für meine kurzen Beine.

Pulli Pulli

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:11 Uhr in Nähen

Donnerstag, 24. Januar 2008

Jetzt mal schnell was Warmes

Die Kinderschlafanzüge liegen immer noch zugeschnitten da, aber ich möchte schon seit Tagen einen neuen Pulli. Schnell soll er gehen. Hier habe ich noch den  bewährten Burdaschnitt 8441. Es ist ein Raglanschnitt mit Kapuze (leider vergriffen). Diesmal nehme ich die ausgestellten Trompetenärmel und verstärke den Effekt etwas;  das um sechs cm gekürzte Rückenteil bleibt gerade am Saum; und am verkürzten Vorderteil zeichne ich eine geschwungene Spitze mitten  am Saum an. Die Kapuze verlängere ich zu einer sehr langen Zipfelkapuze, wobei ich das Extramittelteil  einfach mit dranzeichne.

 Ziernähte sind am Stoffrest ausgetestet. Genäht wird dann später.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 01:03 Uhr in Nähen

Dienstag, 8. Januar 2008

Winterhosen (Planung)

Die Schlafanzüge sind noch nicht genäht, aber ich plane mir warme Winterhosen zu nähen. Ich friere und der Winter wird noch kommen.

Ich oute mich mal, daß ich in den letzten Jahren nur ein bestimmtes Hosenmodell des regionalen Jeansherstellers getragen habe. Im Winter halt mit langer Unterhose. Was soll's. Immerhin passt sie, wie für mich maßgeschneidert und der dunkle Jeanston harmoniert zu meiner Garderobe.

Aber jetzt möchte ich  was anderes anziehen.

Meine Kriterien sind:
1) warm sollen sie sein
2) Hosenschnitt sollen meiner Lieblingshose  ähnlich sein
3) das Material muß unbedingt strapazierfähig und bei mindestens 40°C zu waschen sein

Also fragte ich die letzten Tage mal die Hobbyschneiderinnen über Hosenstoffe aus. Die, die für ihre Kinder nähen, nehmen Cord oder Velvet.  Schön, gefällt mir ... also Shops angeschaut und die Waschanleitungen zu Markencord für Kinderhosen gelesen. Oh kraus! überall steht die Empfehlung 30° Schonwäsche. ... Im burdachat nach Waschgewohnheiten und so weitergefragt ... Kinderhosen werden nicht Schongewaschen und wandern bei den meisten in den Trockner ... gut ...   jetzt warte ich auf Stoffmuster und habe zusätzlich einen Shop ausfindig gemacht, der Zimmermannscord verkäuft.  

Gestern abend grub ich noch einen Breitcordstoff in meinen Vorräten aus. Der ist allerdings querelastisch. Nich so prickelnd, da Cordhosen  sowieso  gerne wachsen. Vorhin sah ich auf der  Seite hier bei den Schnitten, daß  burda 7881  für Stoffe mit Stretchanteil ist und einen Gummizug hinten im Bund hat. Das mag ich sonst keinesfalls, aber vielleicht ist der so für den Cord geeignet und die Hose bleibt dann da, wo sie bleiben soll.  Ich werde sehen. Jedenfalls war ich gerade noch kurz vor Ladenschluß in der Stadt zum Besorgen.

Für  die Cordstoffe, die ich noch nicht habe, liegt hier noch der alte burda 8442, Simplicity 4068 (threads collection) und Vogue 7608 (todays fit by S.Betzina). Ich bin  arg gespannt, welche Schnitte besser passen. Bei den letzten beiden werde ich mich durchbeißen müssen.

Jetzt zurück zu den Schlafanzügen.
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:45 Uhr in Nähen

Donnerstag, 3. Januar 2008

Flanellschlafanzüge

Im letzten September sortierte ich meine Schnittsammlung aus und trennte mich von einem burda Kinderpyjamagrundschnitt. Stattdessen nahm ich  rosapinke Borten vom Tauschtisch in Aachen mit, damit ich was für meine Nichten nähen kann. Aber was?

Ende Dezember entschied ich mich für Pyjamas. Es sollen die Borten dran und irgendwelche Rüschen. Noch nie habe ich meiner Overlock die Stichplatte für Rollsäume angeschraubt. In meinem Fundus ist noch ein innen angerauter weißer Baumwollköper mit Streublümchen. Beim Vorwaschen merkte ich, daß er nur 90 cm breit liegt.  Ob das beim Zuschneiden gut geht?

Und nun zu den Schnitten. Dummerweise hatte ich mich ja von dem burda Schnitt getrennt.

Ich nahm mir die Ottobre Schnitthefte vor. In Heft 3/2006 fand ich eine Rüschenhose Nr 23a. Diese werde ich mit Gummizug nähen. In Heft 3/2005  ist unter Nr.19 ein Zottelmantel zu sehen, bei dem nehme ich das verkürztes Rockteil, aber lasse die Kapuze weg. Da das Teddyjäckchen Nr.20 auf dem gleichen Schnitt basiert, nehme ich hier von den Halsausschnittbeleg. 

Stoff

 Mein Stoff reichte gerade so für zwei Pyjamas in Gr 98 und 128/134. Ich hoffe, ich vergaß kein Teil beim Zuschneiden.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 18:33 Uhr in Nähen

Freitag, 28. Dezember 2007

die Decken sind fertig

Gewünscht wurden Kuscheldecken. Einmal sollte es eine schwarz-weiß gewürfelte Decke sein. Im Fundus hatte ich noch einen wunderbaren kuschligen Baumwollmischgewebe-Fleece und normalen schwarzen Fleece. Ich applizierte die Quadrate. Auf meinem Probeschal mußte ich vorher die Maschine austesten. Fußdruck mußte reduziert werden und Stichlänge vergrößert. Fixiert habe ich die Teile mit Sprühzeitkleber und Stecknadeln. Es ging besser als ich dachte.

Auf dem oberen Teil könnte man Schach oder Dame spielen. Die Felder sind ausreichend. Nach unten hin löst sich quasie das Muster auf und die Quadrate fallen:

Würfeldecke

 Auf der zweiten Kuscheldecke wurden Adler gewünscht. Keinen Bundesadler und auch keinen Eintrachtadler. Die meiste Vorarbeit verbrachte ich mit der Recherche nach brauchbarem Bildmaterial und dann mußte das Ganze vergrößert werden. Das Applizieren habe ich dann an der Decke eingeübt.  Jetzt kann ich's:

Adlerdecke

 

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:41 Uhr in Nähen

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Immer noch Weihnachtsgeschenke im Endspurt ...

Ich bin ja immer noch nicht fertig. Bis morgen sollte ich noch zwei Decken aus Fleece zum Einkuscheln haben. Der Wunsch war eine Decke mit  schwarz-weißen Würfeln und eine mit Adlern. Hier mal meine theoretische Umsetzung  kurz nach dem Auflegen der Quatrate:

Decke

 Fertig zum Verschenken sind schon die Buchumschläge:

Bucheinbände

Innenansicht mit Gummiband  links zum Verschließen:

Buch innen

und ein Täschchen in Tassenform:

Teetassentäschchen

 ... dann mal schnell zurück zur Nähmaschine.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 15:52 Uhr in Nähen

Dienstag, 2. Oktober 2007

Ich hab' mich mit ihr angefreundet ...

und jetzt mag ich meine grüne Jacke. Die Overlocknaht ist ja nur sichtbar, wenn ein Windstoß den Kragen umlegt. Vorne wird sie mit Knöpfen und einer gehäkelten Schlaufe geschlossen, die ich einmal für einen Tasselmantel vorgesehen hatte. Ein gutes Versteck für Nahtübergangsunregelmässigkeiten. (Im Original waren dort Bänder, die rundherum um den Bauch gehen, vorgesehen: Knip XL, Winter 2006/2007, Schnitt 15 Vest, zugeschnitten in Gr.50)

Jacke

Dann habe ich mir nochmal den T-Shirtschnitt aus der Ottobre von Ende Mai vorgeholt. (Ottobre woman 2/2006, Schnitt 2, zugeschnitten in Gr.52 mit 2cm Extrazugabe jeweils in der vorderen und hinteren Mitte; Länge um 8cm gekürzt). Ich finde, das sitzt jetzt perfekt bei elastischen feinen Shirtstoffen. Beim nächsten T-Shirt werde ich daran denken, mit ein Kantennähfüsschen an meine Maschine zu machen.

Shirtgrün-orange


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Mein Fazit: aus Ottobre und Knip kann ich nähen, muß aber wie immer minimale Anpassungen machen. Bei Knipschnitten sollte ich frei nähen können (oder irgendwo eine Anleitung von Burda zur Hand haben), da ich niederländisch nicht verstehe. ... und ich habe mich am Wochenende auf der Nähparty in Aachen in den Sachen wohlgefühlt. Nicht nur wegen der Komplimente.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 23:50 Uhr in Nähen

Freitag, 28. September 2007

Eine gewisse Untalentiertheit ...

oder soll ich eher schreiben Unfähigkeit, für das 21.Jahrhundert zu nähen, muß ich schon bei mir feststellen. Irgendwie stört mich die Overlocknaht allein schon optisch. Und an den Ecken und Übergängen von mehreren Nähten? ...  oh je ... ich kann doch nicht Blümchen darüber sticken oder sonstwas. Rausreden, daß ich kein Niederländisch kann, geht nicht, da ich nur noch den Schnitt vor mir  und das Heft verlegt habe.

Und jetzt? Kann ich so mutig sein und die grüne Jacke am Wochenende anziehen?
Geschrieben von DorosGedankensplitter um 00:39 Uhr in Nähen

Donnerstag, 20. September 2007

Pressekritik: easy fashion

Wenn unsre Tochter in den Semesterferien hier ist, kaufe ich die easy-fashion, schau sie selbst an und gebe sie ihr mit. Vor mir liegt sie also leider nicht mehr. Schon zur Frühjahrsausgabe wolle ich was schreiben. Nun halt endlich heute zur aktuellen.

Aufgefallen sind mir als erstes die Oberteile des Kleiderschnittes, da ich mir demletzt eine Bluse mit ähnlicher Ausschnittslösung (nur weiter ausgeschnitten) in einer XXL-Abteilung gekauft hatte und noch keinen Schnitt zum Nachnähen dafür fand.

easy-fashion ist ein Heft, um Lust aufs Nähen zu bekommen. Wenige Basisfertigschnitte, jeweils dafür ein paar Möglichkeiten der Veränderung sind beschrieben ... weitere Ideen ergeben sich so von alleine. Die Schnitte haben keine Punkte zur Schwierigkeitseinschätzung. Ich fragte, ob das störend sei? Unsre Tochter meinte, sie seien überflüssig, da es sich durch die gute Erklärungen erübrigt. /images/emoticons/mozilla_laughing.gif

Na dann. Nehme ich mir mal meine Plusschnitte vor und spiele auch mit ihnen.

 

PS: damit jetzt niemand denkt, was ist mit der los, und mich nach Bauchnabelpiercing und Tatoos absucht ... nein, das Heft trifft nicht meinen Geschmack, aber es scheint bei der Zielgruppe anzukommen. Und ich behaupte jetzt mal, auch in der Zielgruppe werden es meistens andere Stoffe und Details sein. Wer macht sich schon die ganze Arbeit, um am Ende doch auf der Straße haargenau dem gleichen Teil zu begegnen?

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 12:59 Uhr in Nähen

Sonntag, 27. Mai 2007

T-Shirt Ottobre Woman 2/2006

Januar hatte ich das Teil zugeschnitten und dann irgendwann halbfertig vergraben. Es ist ein T-Shirt ohne Brustabnäher für Plusgrößen. Ich habe die Größe laut Maßtabelle ausgesucht und elastisches Material verwendet. Bis zum Schluß hatte ich Bammel, daß das Teil nicht paßt, da das Gerücht herumgeht, es wäre zu eng geschnitten. Mein Eindruck vorm Spiegel: es sitzt körpernah, ein wenig muß es direkt an der Oberweite vergrößert werden. Auf dem Foto sieht es aber knapper als in Bewegung aus.

t-shirt

Laut Anleitung habe ich zuerst Vorder- und Rückteil an den Schultern zusammengenäht, dann den Halsausschnitt eingefasst. Die Armbündchen wurden vor dem Einnähen der Ärmel umgebügelt und genäht. Dazu nahm ich diesmal keine Zwillingsnadel, sondern den elastischen Geradestich meiner Janome und nähte zwei parallele Nähte. Zuvor bügelte ich aber die Säume um. Das wird exakter. Mal sehen, ob diese Naht auf Dauer etwas belastbarer ist. Danach wurden Armnähte und Seitennähte in einem Rutsch zusammengenäht; am Ende der untere Saum fertiggestellt. Zwischendurch natürlich immer die Kanten mit der Overlock versäubert und in Form gebügelt. Wie in der Anleitung empfohlen Overlockfäden nach innen gelegt und knapp an der Naht mit Geradestichen gesichert. Sieht gut aus. Bei der ganzen Aktion kamen meine Ball Point Stecknadeln zum Einsatz. Löcher wie bei einem früheren Stretchstoff wollte ich nicht noch mal riskieren.

Mal sehen, wie ich das nächstes T-Shirt nähe.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 22:52 Uhr in Nähen

Freitag, 20. April 2007

Pressekritik: Burda 5/2007 Nähjournal

Ich werde mich in Zukunft weitgehend bei der Pressekritik auf das burda Nähjournal beziehen. Der Rest muß ja echt nicht sein.

Genau bei Plus aktuell liegt das Journal bei. Es gibt diesen Monat gleich mehrere ausgefallene Schnitte für mich. Daß ich das nicht in schwarz-weiß nähe, ist klar. Das Kleid mit Zickzackteilungsnähten überlege ich gerade, ob es auch umsetzbar wäre in roter und oranger Seide. Die Wickelbluse hat eine schöne Kragenlösung. Die weite Hose, aus weichen Stoff genäht, kann sie ergänzen. Falls ich einen schönen Bordürestoff in meinen Lieblingsfarben orange-grün-braun ergattere, schaue ich mich sogar nach einenm weichen Tüll um. So einen Rock hatte ich noch nicht. Den Gehrock finde ich einfach schön, obwohl ich befürchte, daß ich dazu zu klein gewachsen bin.

Es ist endlich nicht mehr so, wie noch vor Monaten, daß burda nur langweilige Hosenanzüge für Plusgrößen hat. So einiges peppiges und frisches ist zu finden. Hoffentlich rufen nicht einige nach Basisschnitten. Diese denke ich, sind gut bei den Einzelschnitten aufgehoben.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 13:19 Uhr in Nähen

Donnerstag, 19. April 2007

Pressekritik: Burda 4/2007 Modemagazin

Weggelegt und wieder hergeholt ...

Warum man ein Editorial so mit großgeschriebenen Wörtern zerstückeln muß, erschließt sich mir nicht so recht. Ich muß das was vorgegeben ist schlucken.

Inhaltsverzeichnis: Auf zwei Seiten mit ganzseitiger Werbung dazwischen. Kein Unterschied mehr zu anderen Frauenmagazinen. *grübel* habe ich jetzt meine Burda in der Hand, oder vielleicht doch eine Elle, Freundin, Brigitte oder?

Auf Seite 8 geht es mit stylischen flower-power Modefotos los. Ich kann mich nicht so recht entscheiden was ich bewundern soll. Die schöne Wüstenlandschaft oder das Modell. Oder sollte ich gar die genähten Burdakleider ansehen? Nun gut, ich habe weder vor, so verrenkt rumzustehen oder -liegen, noch eine solche Figur.

Auf Seite 18 gibt es dann Accessoirs und Wohnungseinrichtung zum Thema. Will ich das jetzt sehen?

Thema Kontraste: zuerst muß ich mir ein paar Promis zum Thema anschauen. Die Modefotos werden nun im Studio mit großen weisslackierten Platten präsentiert ... blättere ich mal weiter ...

Highlight Gürtel: wieder bunt ... Promis zeigen wieder das Muß ... ich muß nicht :-)

Marine Look: schöne Männerschnitte.

Ab Seite 44 lauter Goldklunker ... weiterblättern ...

Rubrik Star&Style: ist da ein Schnitt von Burda dabei? Eine Schnittzeichnung finde ich nicht auf den Seiten. Nicht schlimm, denn so toll steht Frau Witt auch nicht das sog. sündige Schwarz und das Wickelkleid habe ich schon woanders gesehen.

Modeberatung mit Kaufmode ??? als ob Burda keine eigenen Sachen hätte.

Modethema Gaucho: schöne Farben, interessanter Stoffmix ... alles mitten in einer Steinwüste mit abgestorbenen Bäumen fotografiert. Krönender Abschluß die Tasche mit Schnitt.

Exklusiv-Design: interressiert mich heute nicht. Gab es jemals einen Top-Labelschnitt in meiner Kleidergröße?! ... weiterblättern ...

Hinweise auf's Internet ... Maßschnitt ... 

Großstadt Safari: huch! da kommt meine Größe, die man natürlich dem Modell nicht ansieht. Ein Wickelkleid ... die Applikation kann ich ja weglassen ... schön, daß es mit den vergangenen Heften zusammen jetzt so eine Auswahl an Kleidern für Plusgrößen gibt. Der Blazer mit asymetrischem Verschluß gefällt mir auch. Rock und Hose haben Taschen, aber leider einen Gummizug hinten. Das Longhemd ist absolut nix für mich ... muß ja nicht.

Ein Artikel über Handtaschen ... Parfüm ... Farbe im Gesicht ... Beauty News ... Medizin ... Wellness Reise ... *blätter-blätter-blätter*

Stop! Kindermode: es geht jetzt wieder um Schnittmuster.

Kultur ... Horoskop ... hääää ... *Augen-reib* ... tatsächlich. Das auch noch ... Hilfe! kommt jetzt auch noch die Kochrezeptseite und die Seite "Frau Dr.Erna antwortet auf Lebensfragen"? ... *blätter*

Living ... finde ich schon ab und an ganz nett, aber da hat der Burdaverlag ein schöneres Monatsheft incl. Gartentipps zu diesem Thema.

Dann kommt die Vorschau. Kein Hinweis auf die Plusmode im Mai. Oder ich bin blind. 

Wenn ich ehrlich bin, ist diese Art Modeheft genau das, was ich kaufe, wenn ich mit irgendwas unzufrieden bin. Schön zu blättern, bunt, ein Zeitvertreib, aber am Ende doch Zeit- und Geldverschwendung. Ich ärgere mich dann jedesmal.

Ich werde aber damit Leben können, wenn es zum Erhalt des beiligenden Schnittmusterheftes dient. Und ich muß dann wenigstens nicht Überflüssiges aufheben, wenn das so gut getrennt ist.

Mal sehen, was ich in einem Jahr dazu sage.

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 21:54 Uhr in Nähen

Pressekritik: Burda 4/2007

Was ich von der neuen Burda halte, wollt ihr wissen? Gewöhnungsbedürftig. Ich habe das jetzt einen Monat vor mich hergeschoben, da ich nicht so recht weiß.

Titelbild? Luftig mit tiefem Ausschnitt. Will man die Zielgruppe Männer auch ansprechen? Macht doch mal für mich einen knackigen Männerpo als Titelbild. Der darf ruhig in einer gut sitzenden Burdahose sein. :-)

Als die burdamoden aus dem Briefkasten kam, schlug ich sie wie immer erst in der Mitte auf, um nach den Schnittzeichnungen zu gucken. *stutz* Ein Extraheft fällt heraus. Gut! Alles übersichtlich drauf und drin, was ich brauche, um zu wissen, was es für Schnitte gibt. Hurra! ein Kleid mit Wickeloptik für mich.

Eigentlich wäre es das schon, wofür ich das Heft abonniert habe. Was soll ich jetzt mit dem anderen Heftteil? Gleich entsorgen, oder später mal darin rumblättern?

*schon-wieder-weggelegt*

Geschrieben von DorosGedankensplitter um 11:30 Uhr in Nähen

Donnerstag, 22. Februar 2007

Pressekritik: Burda 2/2007


Schön frisches Titelbild. Allerdings ein bischen luftig bei dem Wetter mit so vielen Cuts im Stoff der Tunika. Tragbar? Ich glaube das ist hier nicht gefragt.



Der Trench mit dem eingereihten Rockteil ist zwar keine Idee, die ich für meine Garderobe umsetzen möchte, finde ich aber schön. Der gerade aktuelle Knitterlook bei einem Trench hat was praktisches. Egal wo das Teil im Auto herumflog, im Koffer gelegen hat oder ob man darauf gesessen hat, es sieht aus, wie so gewollt.



Trendfarbe Edel-Weiss: wenn das Angebot in der Frühlingssaison so viele Weißnuancen bereithät, freue ich mich darauf meine Stoffe zu finden. Kleid 102 in Metalic-Organza ist nicht so mein Ding. Ein schöner Kleiderschnitt, aber die Knitter geben mir eher ein Gefühl von Schlampigkeit. Ich kann mich damit nicht so anfreunden, denn wenn ich mal in meiner Freizeit Gelegenheit dazu habe ein Kleid anzuziehen, wären Knitter für mich ein klares Nein. Wer will, kann mir mal bei verraten, in welchen Kreisen sowas chic oder in ist. Den Bleistiftrock 105 aus Brokat könnte man auch in 50+ nähen. Irgendwie kommt aber alles in dieser Fotostrecke stylistisch etwas fad herüber, da auch die Accessoirs in weiss, beige und creme sind.



Blumenstoffe: Wickelkleid 122 ist mein Lieblingsmodell. So eins brauche ich für den Frühling. Dumm daß ich mal wieder nicht bei der Wahl mitgemacht habe, sonst wäre das jetzt nicht mein Problem, das in XL hinzubekommen.



Indigo Blau: nichts in meiner Größe, aber auch nichts, was ich für mich umsetzen möchte. Aber wer weiß? Später?



Top-Laben: der gemusterte Catsuit untendrunter macht für mich das Kostüm auch nicht ansprechender. Aber es muß ja auch was geben, was anderen gefällt. Da spricht mich das rote Kleid von Unrath & Strano in der Reportage zwei Seiten später aber sofort an.



Workshop Gabardine: interessant zu erfahren, daß Liegebrüche nicht bei allen Stoffen herausbügelbar sind.



Dann ein paar Seiten zum überblättern. Meine Haut wird es mir danken, wenn ich nicht ständig Neues ausprobiere.



Retro-Mode: Punkte, Pünktchen ... schön anzusehen.



Plus-Mode: Crash-Gabardine beim Trench, habe ich oben ja schon mal als praktisch beschrieben. Aber als Jacke und Rock? Nein danke. Vom Schnitt her bieten die Sachen auch gerade nichts Neues. Nur den Trench kann ich mir vormerken. Es ist aber kein dringendes Nähprojekt. ... Und kann mir mal irgendwer sagen, was an dem Modell Plus sein soll?



Kinderschnitte lasse ich aus und auch der Kreativteil animiert mich heute zu nichts.



Geschrieben von doro um 01:19 Uhr in Nähen

Dienstag, 13. Februar 2007

Pressekritik: Brigitte 4/2007


Nein, jetzt muß bestimmt niemand mehr zum Kiosk rennen, denn morgen früh liegt dort die neue Ausgabe und es ist zu spät. Vor Weihnachten war es, da sah man in einer Ausgabe einen Taschenschnitt. Da dachte ich noch: hoppla, bastelt man wieder etwas aufwändiger?! Und letzte Woche, was entdeckte ich da? Die Redaktion traute den Leserinnen zu, sich ein rotes Wickeltop mit megatiefem Rückenausschnitt zu nähen. Es heißt Einheitsgröße, sieht aber aus, wie nach einer erfolgreiche Diät und ein BH ist nicht vorgesehen.



Ob mal wieder ein Brigittenähheft herauskommt? Zur Inspiration. Ich glaube, ich habe alle alten, aber noch nie daraus genäht. Mal ein Schnitt vor 22 Jahren aus einem Heft. Eine Gummizughose für die Zeit zum Abnehmen nach der Schwangerschaft.



Mal sehen, was sich tut. Kann wohl niemand mehr behaupten, daß keiner näht.



Geschrieben von doro um 20:44 Uhr in Nähen

Donnerstag, 25. Januar 2007

Pressekritik: burda 1/2007


Das muß jetzt doch noch auf die Schnelle sein, denn schon beim Dezemberheft habe ich die Heftkritik verpennt. Ich greife jetzt mal nur noch die Themen Fasching und Plus Größen heraus.



Da ich ja selbst ab und an ins Mittelalter verschwinde, hat mich natürlich gleich das Faschingsthema interessiert. Nun hoffe ich inständig, daß mir nirgends im kommenden Sommer auf dem Märkten so eine Prinzengestalt begegnet oder solche Prinzessinnen. In überhaupt keine Zeitepoche kann ich diese Gestalten einordnen. Am allerschlimmsten finde ich die Männerfrisur. Aber es steht ja Fasching darüber :-)



Die Famile von 1397 aus der Gruft finde ich schön. Gut, daß man sowas auch aus den Schnitten hinbekommen kann.



Nächste Seite: Indianer. Erinnert mich an meine Kindheit. Unsre Mutter nähte die Sachen aus alten Kartoffelsäcken und mein Bruder besaß nicht nur ein Kriegsbeil, sondern auch eine Friedenspfeife. Die Cowboysachen könnte man fast im Alltag anziehen. Die Chaps schützen gut vor den Widrigkeiten des Sandkastens und dem Versteckspielen im Gestrüpp. Allerdings befürchte ich dann den ganzen Tag Geballere zu hören.



Und was ist für mich diesen Monat drin? Eine Kurzgröße habe ich nicht, aber meine Differenz dazu ist gering. Das Kleid werde ich mir für den Sommer vormerken. Die Jacke? unpraktisch ohne Taschen, aber die Idee mit den verschieden großen Knöpfen ist schön. Fällt nicht sofort auf, aber hat was. Der Rock 123 mit den offenen Schlitzen und dem blitzenden Unterrrockt ist absolut nicht mein Ding. Für mich sieht das so aus, als wäre das Futter nicht richtig gekürzt worden. Bei Rock 126 sieht die Chiffonblende am Saum kleidsamer aus.



Und jetzt? Das sehe ich erst heute. Ein Lieblingsmodell zur Auswahl wäre eine Lederjacke gewesen. Evtl. die Klappentaschen mit Riegel auf der Hüfte weglassen. Aber zu spät!



Morgen kommt das neue Heft in den Laden.



Geschrieben von doro um 17:52 Uhr in Nähen

Dienstag, 9. Januar 2007

Nähbilanz 2006 - Ausblick 2007


Aufgeschreckt durch die Tatsache, daß wir nächste Woche unsren Silberhochzeitstag haben und ich nix zum Anziehen habe und angeregt durch die Diskussion bei den Hobbyschneiderinnen, ziehe ich nun doch öffentlich meine Nähbilanz für das vergangenen Jahr.



2006 wollte ich meinen Kleiderschrank so umgestalten, daß ich reingreifen kann und immer das Passende finde. Bilanz: nicht geglückt, aber die Stoffe sind vorhanden. Anpassungsfähige Grundgarderobe mit Pep in 2007 nähen.



Eine annähernde authentisches Rokokogarderobe (mit Abstrichen) für uns beide kam im Mai zustande. So richtig erfreuen konnte ich mich allerdings noch nicht daran, da der Rest der Gruppe sich mit historisch unkorrekten knalligen Farbkombinationen und pferdeschweifhaarweißen Perücken beim Stadtfest in Scene setzte. Es war viel Arbeit und im Moment blockiert mich das Ganze immer noch. Zumindest die Dokumentation darüber möchte ich noch ergänzen. Ob ich für HalliaVenezia Mitte nächsten Monats was nähe, weiß ich immer noch nicht. Ich sollte es mir nicht vermiesen lassen. Aber ich bin kein Kopfmensch.



Für das Mittelalter Anfang des 12.Jhds. haben wir eine fast komplette Garderobe. Fehlen nur noch Beinlinge für beide und eine Bruche für den Gatten. Jetzt kann ich daran gehen das Ganze noch in authentischerem Stil zu nähen, was auch bedeutet, auf die Nähmaschine zu verzichten. Oder auf Fantasyideen zurückgreifen. Ich lasse es auf mich zukommen.



Das Challenge-Filmkostüm 2006 ist immer noch als Idee vorhanden. Ich möchte so ein 50er Jahre Kleid, aber in den ausgeschnittenen Schnitt passe ich gerade nicht rein. Etwa sieben Kilo Bauch müssen weg, aber das ist kein Nähvorhaben.



Was ich noch im kommenden Jahr möchte?



Meine Nähbücher anwenden - nicht nur sammeln.



Regionale Nähtreffen organisieren oder dafür sorgen, daß es andere tun. Vielleicht so einen Nähgo treffen, mit dem man sich gegenseitig berät, was tragbar ist.



Stoffberge abbauen und ergänzende Wunschstoffe finden. Im Moment merke ich, daß ich keinen Händler für eine gute Auswahl an klassischen Wollstoffen, schönen Hemden- bzw. Blusen- oder Leinenstoffen habe.



Mich an absolut Neues wie Dessous wagen oder gar eine Geschäftsidee (als Nebenerwerb) ausbrüten. Das wäre dann der Gipfel.



Ein bisschen viel neben Arbeit und sonstigem politischem Engagement? Ach, fragt mich Anfang 2008. Bisher waren Bilanzen immer gut als Start. Auch wenn alles anders kommt, als man denkt.



Geschrieben von doro um 23:34 Uhr in Nähen

Dienstag, 12. Dezember 2006

Jacke zum Reinkuscheln


Hier liegt er also. Mein erster Schnittbogen aus der Knip XL, Modell 15 Vest. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als könne nix schief gehen, wenn man schon aus Burdaheften genäht hat. Sieht der Bogen doch ähnlich aus. Nur ist alles auf Niederländisch geschrieben. Also versuche ich es mit einem Burda-Rasterblick zu sehen. Irgendwie scheint mir der Tipp mit dem Laut-Vorlesen nicht zu helfen.



Ok, Schnittbogen ist Schnittbogen. Patronenblad E Groen dürfte auch klar sein. Schnittteile 1 bis 4 gefunden, mutig für Größe 50 entschieden, da die nächst größere zu groß sein dürfte. Seidenpapier darübergelegt und ??? Irgendwie sind die Linien nicht so arg kontrastreich. Ein bisschen mit Bleistift markiert, dann geht es schon. Bis auf den Ärmelschnitt, da komme ich mit anderen Linien arg in die Quere, wenn ich von der Armkugel her komme. Schnell die Zeichenrichtung gewechselt. Vom Ärmelbündchen aus treffe ich wieder auf die richtige Linie :-)



Nächster Schritt: Nahtzugabe. Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass sie zugegeben werden muß. Also suche ich so einen Satz wie "an Nähten x cm an Säumen y cm" ... finde ich nicht :-( Bei jeder Schnittanleitung steht aber ein ständig gleichlautender langer Satz ohne irgendwelche Maße. Auf die Seite der Hobbyschneiderinnen gewechselt und in der Suchmaschine "Knip Nahtzugabe" eingegeben. Resultat: sie muss zugegeben werden. Aber beim Wellenkragen? So wie das Bild aussieht nur knapp an der Kante. "Knip de buitenrand von de halsruchedegelen zonder naad" könnte das sagen.



Das ist dann die Stelle, wo ich mir ernsthaft überlege, meine Stapel von burdamoden durchzuwühlen und auf Altbewährtes zurückzugreifen.



Ich werde berichten.



Geschrieben von doro um 12:26 Uhr in Nähen

Dienstag, 28. November 2006

Mitbringsel


Das glaubt mir niemand, daß ich zwar eine Schnürbrust oder Kostüme hinbekomme, aber bisher noch nie richtig appliziert habe. Flicken auf Kinderhosen plazieren zählt ja nicht dazu.



Ich brauchte ein schnelles Mitbringsel und hatte in meiner Geschenkkiste noch eine neutrale Schürze in anthrazit. Kurz zuvor erstand ich einen Stoff mit lauter Weihnachtsmännern. Also trennte ich die Tasche von der Schürze auf zwei Seiten ab, bügelte alles glatt und klebte mit Wondertape das Stückchen Stoff mittig auf die Tasche. Rundherum mit Geradestich Länge 3 aufgenäht. Danach den normalen Nähfuß mit dem für Zierstiche gewechselt. Dieser hat eine Aushöhlung unten, so daß die Fadenmenge nicht den Nähfluss blockiert. Einmal den Geradestich mit Zickzack Breite 3 und Länge 2 übernäht. Den überstehenden Stoff knappkantig weggeschnitten. Mich darüber geärgert, daß ich das Wondertape zu weit nach außen geklebt hatte und das dann stellenweise nicht abgehen wollte. Dann nochmal mit einem Zickzack Breite 4 und Länge 0,6 darübergenäht. Fertig ist die Applikation.



Da ich aber schon mal an der Maschine saß und diese Zierstiche hat, warum also nicht noch etwas aussuchen? Ich entschied mich für den Schneeflockenstich kombiniert mit Leerstelle. Das kam an die Oberkante der Tasche. Tasche wieder angenäht. Fertig ist die Schürze für die Weihnachtsbäckerei.





Geschrieben von doro um 21:51 Uhr in Nähen

Dienstag, 17. Oktober 2006

Pressekritik: burda 10/2006


Reichlich spät für die Oktoberausgabe, denn morgen oder übermorgen werde ich schon die Nummer 11 als Abonnent in den Händen halten. Trotzdem. In diesem Herbst gibt es halt einfach meine Stoffe. Der braune Boucle auf dem Titelbild sieht doch ganz nach Diamantköper aus, oder? Leider habe ich den bisher nicht im hiesigen Fachhandel gesehen.



Also schnell noch mal durchblättern ...



Die aktuellen Sachen in den Brauntönen finde ich einfach schön als Modethema. Ich muß ja nicht die Details so nähen, wie angegeben, aber die Stoffe (Fischgrat, Tweed, Boucle, bestickter Tweed und der Wolljacquard) gefallen mir. Der schräg geschnittene Rock 112/113 kann man glatt in Plaisleymuster, später beim Marinelook uni und dann als Sixtiesausgabe im Printmuster bewundern. Ähnliche Wirkung dürfte auch der entsprechende Schnitt 134 für große Größen haben, wenngleich er mir dort in der Karovariante überhaupt nicht zusagt. Also wenn man mal gucken will, was so ein Schnitt alles hergibt. ... Meine Anmerkung zum Modethema BRAUN: ich würde es unbedingt mit Highligts tragen und nicht so pur. z.B. wenigstens einen Schal in knallorange oder mai-/erbsengrün dazu tragen. Edler dazu wäre eine wollweise Rüschenbluse, aber keine Ahnung, ob ich das anziehen könnte.



Modethema Marine ist jetzt nicht so mein Thema und die Take-five-Sachen in schwarz-rot-weiß auch nicht.



Männermode. Da hatte ich mich darauf gefreut. Aber doppeltreihige Lederjacke und diese Art von Mantel würde mein Mann nie anziehen. Bei der Nadelstreifenhose mit Umschlag fehlt die passende Anzugsjacke, aber dieses würde nur dreimal im Jahr getragen. Dafür kann ich mich mit dem Nähen bremsen. Der absolute Hammer ist die Nylon-Popeline-Weste. Wäre mein Mann mindestens fünfzehn Jahre jünger, ginge sie vielleicht noch und wäre ganz witzig. Aber in unserem Alter, da sieht man dann doch gleich mindestens zwanzig Jahre älter aus. Also lassen wir das. Zum Glück finde ich immer mal wieder Einzelschnitte bei Burda, die brauchbarer sind.



Retrochic der Sechziger: Nettes Mäntelchen in Kleinstgröße. Bunt. Aber lassen wir das mal. Das war nicht so meine Zeit damals. Muß dann auch heute nicht sein.



Neun Seiten Wellness und Kosmetik; das lese ich dann doch ganz gerne woanders und etwas mehr detailliert.



Top-Label Sportalm ist nicht mein Fall. Muß ja nicht. Das Jäckchen würde ich aber gerne mal anfassen. Der Artikel über die Chefdesignerin ist interessant, wenn mich auch das Foto mit den "Musterknaben" abschreckt. Ein Foto mehr, von Details wie "Froschgoscherln", hätte mich mehr angesprochen.



Mit dem Mantel vom burda-Nachwuchs-Designer-Preis kann ich jetzt mal nix anfangen. Warten wir es ab.



Kindermode: Diesmal finde ich sie ansprechend. Habe nur keine Kinder in dem Alter greifbar, die ich damit benähen könnte.



Mass-Schnitt Kostüm: gefällt mir, weiß nur nicht, ob ich es in Größe 50 tragen sollte.



Plus-Mode: Bei der Kurzjacke 135 gefällt mir Material, Farbe, Schnittdetails, wie die schrägen Tascheneingriffe und diese Knöpfe. Auch chic mit der Hose und diese hat sogar Taschen, aber leider einen Gummibund. Den Rest der Schnitte muß auch noch auf die Verwendung warten.



Kreativteil: vielleicht das eine oder andere als Geschenkvorschlag für weihnachten?



Nun gut. Warte ich auf das neue Heft. Vielleicht in neun Stunden im Briefkasten oder eine Tag später.


Geschrieben von doro um 00:33 Uhr in Nähen

Dienstag, 22. August 2006

Damit die Rosensaison etwas verlängert ist ...


... und der Kälte zum Trotz, habe ich heute endlich mein T-Shirt nach burda 8998 feriggenäht. Diesmal mit Rundhalsauschnitt. Wie immer bei Shirts habe ich den Schnitt um 10 cm gekürzt. So brauche ich nur gut einen Meter Stoff (125 cm war in meiner Größe angegeben). Wie schon eine andere Hobbyschneiderin anmerkte, sind Abnäher ja Freunde. Und so tief wie auf dem Schnittmuster brauche ich die nicht. Also Brustpunkt gute vier cm nach oben hin verlegt. Abnäher zeigen so etwas nach oben. Waagrecht verlegen könnte man diesen auch; tat ich aber nicht.





Leider gibt es diesen Schnitt nicht mehr und da ich gerade keinen anderen Lieblingsschnitt dafür habe, werde ich diesen mal aus nicht aufbügelbarer Vlieseinlage durchzeichnen. So kann er noch eine Weile halten. Mal sehen, ob ich so nach und nach eine Grundschnittsammlung zusammen bekomme.



Geschrieben von doro um 16:36 Uhr in Nähen

Samstag, 19. August 2006

Mode und Trend


Durch meine Frage, was burdamoden 8/2006 den Leserinnen sagen und zeigen will und einer Diskussion, was gerade Trend sei, überlege ich nun, was ich von Modezeitschriften möchte. Ok in meiner Pressekritik gehe ich nicht gerade zimperlich mit meiner doch geliebten burdamoden um, aber missen will ich mein Abo nicht. Es ist meine Basis und früher oder später greife ich doch wieder darauf zurück.



Möchte ich eher wie in einen Versandhauskatalog für unauffällige Massenware oder gar von einer wöchentlich erscheinenden Regenbogenpresse neben der aktuellsten Diät für die Frau vorkauen lassen, was gerade in sei? Nette Sachen, bei der fast jede Frau sagen kann, daß es in ihrem Kleiderschrank auch Platz hätte. So neu sind dort meistens die Anregungen nicht. Die Sachen sind gut abgehangen und die potentielle Käuferin hat sich schon an das Aussehen gewöhnt. Schön, aber vom Hocker reißen so Sachen nicht, oder?



So gucke ich mir doch lieber mal Laufstegsachen in monatlichen Magazinen an, von denen ich mal garnix anziehen kann. Da gibt es einfach mehr Augenfutter und Anstöße. Dinge die ich so in der Kombination noch nicht gesehen habe. Es stimmt halt doch nicht, wenn jemand behauptet, das wäre schon mal dagewesen. So in der Kombination und diesen Materialen halt doch nicht.



Was ich in meine Garderobe dann einbaue oder gar ob ich was nachnähe bleibt mir überlassen. Ich habe einen Überblick, was für Schnitte, Stoffe und Zutaten ich im Laden finden könnte. Was mir gerade im Kleiderschrank fehlt, können ja die Macher des aktuellen Schnittmusterheftes auch kaum erahnen. Auch nicht was mir steht oder gar gefällt. Und ob ich mich überhaupt trendy anziehen möchte.



Ok manchmal muß ich schon arg lange suchen, bis das gewünschte in meiner Größe und den richtigen Proportionen erhältlich ist.)



Achja und manchmal ist das mit modisch oder nicht, halt so, wie es mal eine andere Frau bei einer Familienfeier erlebte: Sie trug einfach nur ein Paar elegantere Schuhe, die schon länger in Ihrem Schrank sind. Da die anderen nur Bequemtreter anhatten, sagte man ihr: "Du hast aber moderne Schuhe!" Was soll"s ...



Geschrieben von doro um 21:47 Uhr in Nähen

Dienstag, 15. August 2006

Pressekritik: burda 8/2006


Bei diesem Heft bin ich arg irritiert und weiß garnicht, ob ich etwas darüber schreiben soll. Ich habe extra vermieden die anderen Kritiken der Blogschreiberinnen zu lesen. Im Briefkasten steckte es mitten im Hochsommer bei extremen Temperaturen. Doch daran alleine konnte der erste Eindruck nicht liegen.



Die Preisfrage scheint zu sein: was will uns Burda mit diesem Heft sagen? Ist es ein Heft, das wie andere Modemagazine die Fantasie anregen soll, Trends vom Laufsteg rüberbringen will? Jedenfalls kommt es nicht wie eine Gebrauchsanweisung zur aktuellen Mode bzw. wie ein Versandhauskatalog daher. Ich muß schon arg gucken, um was zu finden.



Zuerst die Schnittzeichnungen sichten ... nicht sehr üppig die Schnittauswahl für XL: Hose indiskutabel, da ohne Taschen ... Rock? weiß nicht ... Jacke 131? vielleicht ... Shirt 130? eventuell, aber ohne das Geknubbele an der einen Hüfte. Rest des Heftes ist ja nur als Anregung brauchbar ... aber was ist das? Kinderkleidung? Ich kenne das als Hängerchen für die Waldorfpuppen, die ich mal vor zwanzig Jahren machte.



Als nächste fällt mir ein, daß ich ja nach den Tischchen bzw. Hocker im Kreativteil gucken wollte. Da schlage ich aber lieber das Heft hinten auf. Schöne Farbzusammenstellung für die kalte Jahreszeit. Und die Dekotischchen? Ach nein, das darf nicht wahr sein!!! Genau diese Anleitung muß ich extra bestellen. Enttäuschend. Nummer 7, die Täschchen, würde ich mal glatt als meine Idee bezeichnen, aber das Rad kann halt auch niemand neu erfinden, oder? Aber die Edelschläppchen ... tolle Sache. Muß ich jetzt nur noch auf Größe 43 hochzeichnen und dann wäre es was für"s Mittelalter ... oder für nette Freundinnen zu Weihnachten oder Geburtstag. Und sonst noch? bedruckter Raumteiler mit Plaisley-Schablone ... aber Hallo ... keine Mustervorlage auf dem Bogen?! Ein Schablonenset für 116 Euro plus Versand soll man kaufen. Schade, dafür hätte ich aber kein Burdaheft gebraucht. Da kann ich ja in jede große Bastelabteilung gehen.



Und sonst?



Also nochmal von vorne blättern.



Tradition/Brit Chic: um diese Herrenstoffe schleiche ich schon seit letztem Sommer auf den Mittelaltermärkten und möchte was Alltagstaugliches daraus nähen. Wenn"s auch noch aktuell ist um so besser. Jacken mit Klappentaschen und so Militarystil ist nicht so mein Ding, aber ich muß ja nicht. Der Kunterbuntmix von gemustertem Wolltuch, Streifenbluse, Pulli mit Sockenrauten, dem Muster von Modell 104 vor diesen Mustertapeten irritiert mich doch sehr. Aber das kann ich ja anders kombinieren. Schön daß es jedenfalls gerade meine Lieblingsfarben gibt. Sogar petrolblaue Stiefeln sind zu sehen. Ein absolutes NEIN ist für mich das sogenannte Trendsettermodell: ein Trench mit offenkantiger Verarbeitung. Entschuldigt bitte, aber ich finde das schlampig. Da finde ich einen Punker mit zerrissener Hose und Pulli incl. diversen Piercings anziehender.



Best Basics: die Hose bitte mit Taschen und die Tweedjacke in Richtung Petrol ... dazu in meiner Größe und es wäre was für mich, wenn ich mal nur die Kleiderstange auf Seite 20 betrachte.



Gold & Beige: Shirt 104 wäre was kombiniert zu einer Jacke aus Tweed. Die beigen Sachen sagen mir gerade nix. Der dreifache Kragen der Bluse 115 ist interessant.



Blau: schönes Westenoberteil bei Rock 114, leider ohne Schnitt ... und der Rock? fällt schön, wenn man den so hält, aber was ist, wenn er losgelassen wird?



Ansonsten überblättere ich einfach mal ein paar Seiten. ... Leserinnen entwerfen. Interessant das Wickelshirt in diesem Grünton mit passender grüner Spitze.



Mode für zwei: aus dem Alter bin ich draußen. Sieht aber gut aus.



Mädchenkleider: nein wirklich nicht. Solche Hängerchen bitte wirklich nur für die Knuddelpuppen.



Plus: welche Kleidergröße trägt das Modell? Bestimmt keine 44, es sei denn die Frau ist zwei Meter groß. Ok die Schnitte werden jetzt wirklich erst mal zum Reifen auf die Seite gelegt.



Und was zeigt die Vorschau? ein Mieder wie Verona? und das für vollschlanke Frauen? ich glaube es ja nicht.



Geschrieben von doro um 22:06 Uhr in Nähen

Donnerstag, 13. Juli 2006

Pressekritik: burda 7/2006


Wir haben super Wetter. Das Titelbild macht so richtig Lust auf luftige Sachen. Ich schlage wie gewohnt zuerst die Schnittmusterzeichnungen auf und sehen: keine Kleider für Plus und das im Sommer. Für mich sind Kleider das luftigste gesellschaftsfähige Kleidungsstück für diese Jahreszeit. Kein Bund kann einengen. Wenn frau sich in keinen Strickschlauch zwängt, kann so ein Sommerlüftchen für Kühlung sorgen.



Nebenbei schätzen das sogar traditionell Männer in warmen Ländern. Wer kennt keine Djellabas oder den Burnus? Ich muß immer an die Zeit von vor 25 Jahren in Hanau denken. In der Innenstadt sah ich in meiner Mittagspause oft einen Mann, der ein solche Kleidungsstück vermutlich aus seinem Urlaub mit nach Hause genommen hat. Eine Idealfigur hatte er nicht, aber eine Ausstrahlung: im wahrsten Sinne des Wortes "unverkniffen"! Und es passte einfach zur Hochsommertemperatur in einer Großstadt auch für einen deutschen Mann. OK, ich habe ja noch Schnitte hier liegen.



Also was bietet die Zeitung sonst?



Titelmodell: schöne Idee mit den überzogenen Knöpfchen und den fortlaufenden Schlingen.



Thema WEISS: Rock 117 ein toller Effektstoff. Aber dann am Saum so zerschneiden? Da sträubt sich bei mir alles!!! Würde ich höchstens bei einem drei Euro Stoff machen. Achja, ein schöner weisser Hutrohling. Macht Lust zum aufpeppen. Ein Rippsband fehlt mir auf den ersten Blick.



Habe ich schon mal gesagt, daß ich Blouson-Blusen von sowas daneben halte. Wem soll sowas stehen? Wäschestil und Weiss gefällt mir im Sommer, aber bei meinem Lebensstil, liegt sowas öfters im Wäschesack, als daß ich Zeit zum tragen hätte. Ich nehme diesen Stil tatsächlich lieber als Nachtwäsche. Reinweiss steht mir garnicht und der Fotograf und Stylist hat es für meine Begriffe überhauptnicht schön in Scene gesetzt.



Thema KARO: in beige, undefinierbarem Grünton und Karo muß ich ja nix nähen, aber ich sehe, daß meine Lieblingsfarben cajenne und orange gerade in und kaufbar sind.



Thema MEXICO: schöne Stickerei auf Modell 102 und 114. Eine Fleissarbeit für Wintertage. Danke für die Anleitung. Die Stickereien kann man auch auf Plus-Modelle übertragen oder Kissen und Taschen als Weihnachtsgeschenke. Rock 122 zeigt, wie eine Knopfsammlung zu reduzieren ist.



Thema JERSEY: knallige Farben, einfache Schnitte und gut zum Weitergeben an nähende Teenies mit Idealfigur. Nur kenne ich niemanden persönlich in dem Alter, der sowas trägt und ich habe viele junge Arbeitskolleginnen. Für mich: Ideen, wie ich Perlen, die noch aus der Kindergartenzeit übrigblieben, sinnvoll verwenden könnte. Aber es muß ja nicht sein.



MUT ZUM HUT: Ach deshalb der Hutrohling von Koppka! Ich liebe Hüte, bitte mehr davon ... OK so würde ich jetzt mal nicht meine Hüte gestalten, aber ich sollte mal wieder einen neu bepflanzen:





Workshop Baumwolle: Bügeleiseneinstellung Wolle? Habe ich da was verpasst? Und warum gibt es die Einstellung Baumwolle? Und der ultimative Singlehaushaltstipp: Wäsche in den Kühlschrank legen, damit der Stoff zum Bügeln nicht zu trocken wird. Gut für Frauen, die gerade mal ein Magermilchjoghurt, eine halbe Gurke und einen Prosecco drin haben.



Leserforum lese ich immer. Aber was soll ein Stoffladen so weit weg und nach so einer Brille würde ich auch nicht fragen. Kosmetikseiten naja. Bei Sonnenschutz und anderen täglich einwirkenden Cremes verlasse ich mich doch lieber auf Fachzeitschriften, die auch die Inhaltsstoffe und meine Gesundheit berücksichtigen.



Designer Mode bis Größe 42 darf ich überblättern.



Kindermode: ich merke mir als Tante mal Hemd, Bermuda und Matchbeutel vor.



Leserinnen entwerfen: finde ich immer interessant auch wenn es nie von der Größe her passen würde.



PLUS Mode: Jacke in meiner Länge, nur das Schleifchen auf der Klappe muß ja nicht sein. Rock 135 habe ich als Kaufmode im Schrank und kann den nun auch selbst für jede Jahreszeit nachnähen, da ich weiß, das steht mir auch. Rock 136 ist kein Schnitt für mich, aber mir kann ja nicht alles stehen. Ob eine Jacken in Gehrocklänge was für meine Silouette ist, sollte ich demnächst mal testen. Die Farben sind absolut zum Weglaufen, ... aber schön, daß Burda jetzt mal ein Plusmodell hat. Es gibt ja welche mir mehr drauf ... aber immerhin ein Anfang.



Kreativseite: unbedingt Terasse umräumen!!! Es ist unser Sommerzimmer, wenn auch in anderem Stil und anderen Farben.



Lieblingsmodell wählen? Lieber nicht in meiner Kleidergröße, aber von Modell B den Blumenstoff als Tischdecke für unsre Terasse. Das hätte was!



Vorschau: im Kreativtei kommen Sachen in meinem Stil. Hocker für unsre Terasse!!!



Unterm Strich war das ein Heft zum Kleiderschrankumräumen. Man muß ja nicht alles neu haben. Neu kombinieren und ergänzen hat auch was. Aber so Arrangieren wie im Heft muß auch nicht sein.



Geschrieben von doro um 17:37 Uhr in Nähen

Mittwoch, 21. Juni 2006

Pressekritik: burda 6/2006


Gerade halte ich schon die Juliausgabe als Abonnent in den Händen und so wird es allerhöchste Zeit noch ein paar Worte zu dem jetzigen Modemagazin zu schreiben.



Eindruck der Titelseite: aaahhhhh! es wird ein gelbes Heft sein, wie immer einmal für die Sommerzeit. Ich mag Gelb, habe aber so meine Erfahrung mit stechenden Insekten und knalligem Gelb auf der Kleidung. Ein Binnenschiffer hat mir mal verraten, daß sie auf dem Gewässer deshalb nie Gelb tragen. Ob das auch für helles Gelb gilt? und ob es mir überhaupt steht?



Mein sofortiger Blick geht dann immer auf die Modellübersicht im Anleitungsteil. Was gibt es in meiner Größe? Den Hosenschnitt wollte ich mir erstmal nicht näher angucken, entdeckte dann aber doch, daß er Taschen hat. Hey gut, da stehe ich dann wenigstens nicht ohne Hauschlüssel vor der Tür. Rock 134 und Kleid 130 sind Schnitte, die ich tragen kann. Muß ich mir aber doch am Modell mal angucken. Genau wie der Rest. Aber ein Kleiderschnitt fällt mir sofort auf. Modell 113, das mit den Seitenvollants. Leider nur bis Gr.44. Ich frage mich, ob das auch zwei/drei Nummern größer was aussieht?



Warum aber vier Kleider (plus Varianten) für nicht Rubensfrauen und für mich nur ein Modell?



Dann geht es ans Blättern vom Anfang an. Was kann ich für mich finden? Schnell zur Seite 8, denn das vorher interessiert nicht. So wie es das Titelbild verspricht: sonnig und gelb. Die hellgelbe Bluse an dieser dunkelhaarigen Frau bei türkisem Hintergrund kommt gut an. Aber wäre das was für mich? Falls ich sowas in einem Laden fertig sehe, werde ich mal testen, ob es mir steht. Vorher kaufe ich weder Stoff, noch mache ich den ersten Schnitt rein. ... weiter ... Blazerjacke hat eine interessante Fransenkante an der Blende. Als Detail vormerken! ... Kleid 116: ich mag Gucklochdekolletees. Es erfordert in meiner Größe gut sitzende Unterwäsche, aber die sollte Frau sich ja eh gönnen. Ich werde jedenfalls mal sehen, in welchem Große größen Schnitt sowas einzubauen ist. .... Dann das Lieblingsmodell B. Auch wenn ich bei der Farbe unsicher bin, es gefällt mir spontan. ..... Smokbluse mit Puffärmelchen? ich bin nicht so der Typ dafür.



.... Streifen, weiß mit blau. Bei der Hemdbluse fällt mir ein, daß ich mir ja das Modell aus burda 5/2006 unbedingt für den Herbst nähen will.



Kleid 113 und Rock 111: obwohl ich ja sonst nicht für Gerüsche bin, habe diese Volants was. Bei Gelegenheit in ein gut sitzendes Etuikleid (Butterick? Simplicity?) einbauen.



Styling für eine Jacke: ok ... wenn mir die Jacke gefallen würde.



Tropic-Look: interessiert mich prinzipiell, da ich dort eher meine Farben und manches an Drumrum finde. Ja ich weiß, daß ich auch alle anderen Modelle in meiner Farbe nähen darf, aber so bekomme ich einen Eindruck was gerade kauf- und kombinierbar ist. Tolle Sandalen! ... dumm, daß ich Größe 43 habe und ich vor Ort kaum fündig werde. Ketten ... Ich könnte mal meine Sammlung durchgucken und evtl. neu kombinieren und auffädeln. ... Top 124 von hinten der Hingucker. Vorne ganz schlicht und wenn man sich umdreht: wow!!! Erinnert mich daran, daß ich noch Einzelschnitt burda 8256 umsetzen möchte. ..... Shirt auf S. 38 könnte eine Idee sein, meine Knopfsammlung zu reduzieren.



Kombi-Kollektion: Keine Schnitte für mich, aber gute Idee zum Kofferpacken mit Schnitten und Farben für meine Figur.



Workshop Seersucker: vernähe ich gerade nicht. Immer den richtigen Workshop finden, wenn man ihn braucht, wäre nicht schlecht. Rausreißen und abheften? Das Papier ist zu dünn und das Heft schneller zerfleddert. Jedenfalls mag ich diese Rubrik.



Nähkurs im Robinson Club: Nicht meine Preislage und falls ich es mir mal leisten könnte, würde ich lieber meine Janome unter Anleitung dort voll austesten können.



Kosmetik: meine Haut mag keine Experimente, aber daß man sich vor Sonne schützen sollte und ein Sonnenbrand kein Spaß ist, kann man nicht oft genug wiederholen. Die Alternative dazu wäre, die vornehme Blässe wieder zu zelebrieren ... auch in dem übrigen Heft an der Sommermode.



Maßschnitt: wenn noch ein paar Kilos weg sind, sollte ich mal einen testen. Sowas reizt mich seit Anfang an. Muß ich dann tatsächlich überhaupt nix ändern?



TOP-Label und kurze Größen: leider heute nix für mich zum Abgucken.



burda-Plus: Kleid hat interessante Ausschnittform und falls mir so ein Bolero steht, wäre es was für mich. Jacke und Rock fände ich in unstrukturierterem Stoff für mich als Sommerkostüm schön. Ich würde aber bestimmt die längere Version nähen. Ich finde die Reportagen über die Designer immer mal wieder anregend. Ich muß es ja nicht sofort lesen.



Rosa Mädchensachen: mit rosa, Blümchen und Gerüsch kann man mir nix andrehen. Das wollte auch nie unsre Tochter damals. Dürfen diese Mädchen dann eigentlich toben und spielen bei der Geburtstagsfeier?



Wohn-Accessoirs: auf diese Rubrik greife ich immer vor Weihnachten oder bei manchen Geburtstagen zurück. Spontan habe ich da noch nie was umgesetzt.



Ach ja ... Den Termin mit der Wahl des Lieblingsmodells habe ich schon wieder verpasst. Ich wäre doch mal gerne gekommen, um zu sehen, wie das Profis machen. Und eine Herausforderung für das burda-Atelier wäre es auch geworden.



Und jetzt an meine neue Ausgabe. Und unsre Tochter, die mitlerweile ja auch schon fleißig näht, wird sie sich unter den Nagel reißen, sobald sie heute kommt.



Geschrieben von doro um 16:29 Uhr in Nähen

Freitag, 9. Juni 2006

Ausbeute von Märkten


Vor Ort Stoffe einkaufen geht nur, wenn man sich mit dem zufrieden gibt, was angeblich gerade in ist. Die gerade aktuellen Farben stehen mir aber nicht. Im Internet bestellen? Da kann ich nichts anfassen und die genaue Nuance erkenne ich auch nicht. Seit einem Mittelaltermarkt in Beilstein bei Heilbronn gucke ich mich auch auf diesen Märkten um und finde Stoffe und Knöpfe für das 21.Jahrhundert.





Das ist ein schöner Leinenstoff den ich im dicksten Schnee Anfang des Jahres erstand und jetzt fand ich diese Hornknöpfchen in Blattform. Das wird eine Überziehbluse.





Mit diesem schönen ziegelrotem Leinen nähe ich mir eine körperbetontere Bluse. Dies Knöpfe ersetzen glatt eine Perlenkette.





Der Wollflausch (im Original ein sattes dunkles Orange) wird für den kommenden Winter ein Blazer. Als Knöpfe nehme ich die schneckenförmige dunklen Yakhornknöpfe vorne rechts. Was einmal aus den ockergelben Knöpfen hinten links, den Perlmuttknöpfen vorne links und den Steinnußknöpfen oben rechs wird, weiß ich noch nicht.



Der nächste Markt kommt bestimmt.



Geschrieben von doro um 21:04 Uhr in Nähen

Mittwoch, 17. Mai 2006

Rokoko ... erste Anprobe


Jetzt habe ich doch tatsächlich meinen Eintrag heute 9.6. aus versehen gelöscht. Was stand hier noch mal?





Die fertige Schnürbrust.





Vorstecker und Pochen auch.



Geschrieben von doro um 23:05 Uhr in Nähen

Dienstag, 16. Mai 2006

Rokoko ... was ist jetzt gerade schon fertig?


Auf was habe ich mich da eingelassen?



Gerade bin ich bei der Schrägbandeinfassung der Schnürbrust. Das geht nur mit der Hand.





Ganz fertig, so daß ich es auch anziehen kann, ist bisher nur das Unterhemd:





Bis Samstag Mittag muß alles fertig sein



Geschrieben von doro um 15:20 Uhr in Nähen

Mittwoch, 12. April 2006

Rokoko ... Schnürbrust 3


Alle beiden Teile gedoppelt. Vorne und hinten in der Mitte ganz knapp jeweils einen Tunnel für einen 5mm Krinolinenstahl genäht. Alle Nahtzugaben nach einer Seite gebügelt, so daß sie gegenläufig liegen. Das soll verhindern, daß der Zug auf den Nähten liegt.



Im Nahtschatten der einzelnen Schnitteile abgesteppt.



Mit Bleistift alle Schnürlöcher markiert und dann einzeln abgearbeitet. Mit einer Ahle vorgestochen. Mit einem Leinenzwirn und stumpfer Sticknadel umstochen. d.h. aus dem Loch raus auf die rechte Seite, dann durch den Stoff durch auf die linke. Bei der ersten Runde wenige Stiche und dazwischen zweimal das Loch mit der Ahle erweitert (Stofffäden rutschen halt gerne in die Ausgangsposition zurück) ... nochmal Ahle in Aktion ... Bei der zweiten Runde sauberer und enger umstochen. Auf der Rückseite vernäht. Das alles 46 mal.





Beachten! Im Rokoko schnürte man nicht wie bei Schuhen einfach über Kreuz, sondern spiralig.



Danach war ich schier am Verzweifeln. Warum sagt nur niemand, daß die Aktion mit Tunnel nähen und Wigona Flachfedernstäbchen einschieben so mühsam ist? Ständig versuche ich die Endstücke dranzuklemmen, aber entweder sind sie so platt und daß sie zwar festhalten, aber nicht in der Breite anschließen, oder sie sind schön schmal an der Breite anliegend und rutschen dann raus. Ok ... sie rutschen nicht mehr, klemmen dann aber ständig am Tunnelende am Stoff, so daß sie doch rausrutschen. Jetzt sind sie drinn, aber der Stoff ganz schön ausgefranst.



Irgendwie sind sechs Meter Flachfedernstäbe zu 5mm recht wenig. Ich mußte einige Tunnel wieder auftrennen und dann mein 10mm Plastikfischbein für den Rest nehmen.



Einige Stäbe fehlen noch, aber ich habe mich schon mal probeschnüren lassen.





Die vordere Schnürung muß noch etwas enger werden, hinten dafür eine größere Lücke. Zum Testen habe ich ein T-Shirt untergezogen. Ich hoffe mit einem Batistunterhemd komme ich dann besser zurecht. Selbst zu zweit alles da hinzubekommen, wo es gedacht ist, ist garnicht so leicht.



Geschrieben von doro um 16:57 Uhr in Nähen

Samstag, 1. April 2006

Rokoko ... Schnürbrust 2


Nebenbei ... der Schnitt sieht nur hinten eine Schnürung vor. Recht unpraktisch auf Dauer, da ich dann immer auf eine Zofe angewiesen wäre. Also Vorder- und Rückteil im Stoffbruch zugeschnitten und Nahtzugabe ignoriert. Ein Stoffbruch an dieser Stelle dürfte auch haltbarer sein, als nur eine Naht.





Einlagig zusammengenäht und mal feste vorne dagegengequetscht und hinten zur Mitte ziehen lassen. Es könnte klappen. Eine Lücke dazwischen darf ja sein.





Morgen geht es weiter. Heute haben wir schon tanzen geübt. Ein Stück von Mozart ... eine Figaro Anglaise mit Tore/Allemande/Mühle/Gasse ... wir sollen ja nicht nur rumstehen.



Geschrieben von doro um 00:16 Uhr in Nähen

Donnerstag, 30. März 2006

Rokoko ... Schnürbrust 1


Jetzt werde ich mich fast zweiteilen müssen. Bis zum Stadtfest am 20./21. Mai muß mein Rokokoprojekt fertig sein. Eine komplette Garderobe für meinen Mann und mich incl. Maske.



Die theoretischen Vorarbeiten schon seit Dezember 2005 bei Anne gemacht.



Rokokoähnliche Kostüme habe ich schon einige genäht, aber keine nach Originalschnitten. Diesmal soll es nahe an die damalige Näh- und Schneidergewohnheiten ran gehen. Aber auf die Nähmaschine werde ich nicht verzichten.



Gestern ging es an den Schnitt für die Schnürbrust. Grundlage ist der Schnitt von Janice Ryan 18th Century Strapless Stays.



Ich hatte mir den Schnitt in Gr.22 bestellt, da ich Größe 22 bis 24 in der Regel bei amerikanischen Schnitten nehme und er etwas knapper sitzen soll. Als ich dann die Inchtabelle sah und nachmaß, kam ich in Panik. Soll es wirklich stimmen, daß ich bei diesem Schnitt nur Gr.18 als Brustweite gebraucht hätte? Am Bauch aber deutlich mehr? Liegt es an der Silouette, die man im Rokoko hatte? Brust und Bauch in einer geraden Linie, ohne Tailleneinbuchtung vorne am Bauch?



Also schnitt ich alles an den Veränderungslinien auseinander und schob die fünf Schnitteile je einen halben Inch zusammen. An der Oberkante sogar einen dreiviertel Inch.





Alles für zwei Schnürbrüste ausgeschnitten und mit Bleistift markiert. Ich stelle mal erst das Innenteil her, in das das Plastikfischbein und der Krinolinenstahl in genähten Tunneln verschwinden wird. So kann ich noch weitere Korrekturen vornehmen.



Geschrieben von doro um 23:49 Uhr in Nähen

Mittwoch, 29. März 2006

Mein blaues Kleid - fertig


Vorgestern am späten Abend noch abstecken lassen. Zuvor hatte ich ja das Teil jedesmal zwischen den Arbeitsschritten am Bügel aushängen lassen, so daß dann die Schwerkraft zu einem recht verzogenen Saum führte. Das ist normal bei einem locker gewebten Wollstoff.



Das gute Stück ist somit fertig. Der Miedergürtel fehlt noch.



Gestern etwas gebügelt und fotografieren lassen. Bis heute mit dem Bildbearbeitungsprogramm gekämpft. Am Programm lag es nicht.





Geschrieben von doro um 16:12 Uhr in Nähen

Samstag, 25. März 2006

Mein blaues Kleid V


Ich habe mich für die engere überlange Ärmelversion entschieden. Auch die Ärmel sitzen gut drin. Um das Einhalten an der Armkugel herumgemogelt. Es ging mit exaktem Stecken und einmaliger Nutzung des Nahttrenner.



Mit Handstichen den Beleg an der hinternen Mittelnaht fixiert und auch die spitzen Ecken der Ärmel. Mit einer Nähmaschine kann man nun nicht die letzten Feinheiten hinbekommen.



Für den Rest bin ich heute zu müde. Habe immerhin ein Arbeitstag hinter mir.



Geschrieben von doro um 22:19 Uhr in Nähen

Sonntag, 19. März 2006

Mein blaues Kleid IV

heute: "sumer zeitt" von Nimerselich . Draußen heute schon eine Biene an den Schneeglöckchen, Krokusse und Gänseblümchen gesehen. Dann paßt die Musik fast schon.



ansonsten viel Kaffee



An den Halsauschnitt einen Streifen von fünf cm genäht. Ansonsten sitzt das Kleid perfekt. Auch die Brustlinie und so, alles auf Figur. Kann mir mal jemand beantworten, warum zwar der Schnitt eine größere Oberweite und nicht ein flachbrüstiges Elfchen einplant, aber keine Chance den nötigen BH zu verstecken?



Extrastreifen an Halsauschnitt zuerst mit der Overlock versäubert, dann alle Längsnähte.



Feiner Blusenstoff als Verstürzung zugeschnitten und genäht. Sieht aus wie ein Kurzlaibchen.



Na toll!!! Jetzt hat sich doch das Ganze wegen der Anprobe gedehnt. Und jetzt? Tausende von Stecknadeln rundherum und mit einem feuchten Lappen und Bügeleisen versucht alles schrumpfen zu lassen. Uff ... geklappt. Vorsichtig dann den Halsausschnitt verstürzt und abgesteppt.





Reicht für heute.



Geschrieben von doro um 22:41 Uhr in Nähen

Samstag, 18. März 2006

Mein blaues Kleid III


in der Teetasse: Minze mit Honig (kalt geworden)



Ansatzlinien und Punkte markiert. Dumme Sache, wenn nur die Schneiderkreide Striche hinterläßt. Liebe ich es doch, wenn ein Kugelschreiber oder Bleistift geht. Finde ich praktischer. Man kann recht sorglos mit den Stoffteilen hantieren und der Strich ist garantiert noch sichtbar.



Heyhey, daß mir da niemand auf dumme Ideen kommt. Markieren tue ich nur links auf der Nahtzugabe. Möglichst so, daß eh alles verschwindet, wenn ich mit der Overlock darübergehe.





Die seitlichen godets (Glockenteile, wie Butterick so schön übersetzt; ich kenne es als Geren) fehlen noch. Wie man sieht, habe ich nur ein kleies Stück Borte eingesetzt.



Anziehen geht ohne Reißverschluß. Ausschnitt ist fast etwas heftig groß für ein Wollkleid. Ich mag einfach nicht, wenn Unterhemden rausgucken. Damit muß ich mich nochmal genauer befassen.



Auf Futter werde ich verzichten, aber die großzügig geschnittenen Einlagenteile zum Verstürzen des Halsauschnitte nehmen.



So weit für heute.



Geschrieben von doro um 23:46 Uhr in Nähen

Freitag, 17. März 2006

Mein blaues Kleid II


heute: wahlweise Raue Spree oder Mein rasend Herz von In Extremo



In der Teekanne: Druidentrank



Stoff zuschneiden. So weit ich erkennen kann, hat er keinen Strich.



Schrieb ich gestern was von Taillenlinie? Nö ... die fand ich heute noch nicht. Vielleicht ist sie auch mit der Verlängerungslinie identisch? Seltsam. Sonst hatte Butterick das doch immer?! ...



Weitere Überlegungen: soll ich gleich die Overlock nehmen? Nur an der hinteren Mittelnaht nicht. Diese mit langem Stich zusammensteppen, da ich immer noch nicht weiß, ob der Reißverschluß dringend rein muß.



Wieviele cm Extrazugabe zur Bodenlänge brauche ich, wenn ich einen Miedergürtel dazu anziehe? Ich peile mal fünf bis sieben cm an.



... aaahhh!!! Taillenlinie gefunden. Diesmal nur klein angemerkt an den vorderen Mittelteil und dem hinterem Mittelteil. Alles schon abgemessen und Schleppe rausgezeichnet. Differenz von einem Inch. Da ich mich eh mit mir auf 107 cm ab Taillenline geeinigt hatte, gibt es keine Korrektur.



Am Ende des zweiten Tages endlich zugeschnitten. Irgendwann werde ich erfahren, ob es gut war, den Stoff nur zu waschen und trocknen und nicht noch zu bügeln. Er fühlt sich jedenfalls toll an, schön weich und flauschig mit schönem Fall und hat eine Köperbindung.



Immer noch keine Ahnung in welcher Weise mir die Borte am Halsausschnitt und evtl. Oberarm gefallen würde.



Am kommenden Tag werde ich kaum nähen. Es folgt ein Arbeitstag mit neun Stunden.



Geschrieben von doro um 00:41 Uhr in Nähen

Mittwoch, 15. März 2006

Mein blaues Kleid


Zutaten:

Schnitt Butterick 3552 , vorwiegend Modell A, fünf Meter feinen Wollstoff, Borte vom letzten Mittelaltermarkt



Weiter wichtig: Weihrauch Olibaum Eritrea, Cantus Buranus von Corvus Corax im CD-Player, Llynyia unsre Katze die vorbeischaut.



Im Hintergrund: Spülmaschine, die läuft und ein voller Kühlschrank und die Obstschale und mein Mann, der nach Feierabend den Einkauf macht.



Jetzt kann es losgehen mit dem Schnitt ausschneiden. Den freien Tag geniessen. Endlich.



Beim Zuschneide überlegt, daß das Kleid nur bodenlang, also ohne Schleppe, wird. Ich will probieren, ob es auch ohne Reißverschluß geht. Einen Miedergürtel dazu wäre auch schön. Meine Taille wird langsam wieder sichtbar! Habe schon sechs Kilo weniger.



Festgestellt, daß Butterick die Angaben auf dem Schnittmuster mehrsprachig hat. Also auch deutsch. Eine Art Übersetzungstabelle wichtiger Nähvokabeln ist auch aufgedruckt. Aber wenn man in Deutschland einkäuft, ist ja in der Regel eine Kurzübersetzung auch dabei.



Butterickschnitte haben schon ihre Saumzugabe dran. Praktisch? Naja, wenn man wirklich 15 mm braucht. Taillenlinie und die Linie, an der man den Schnitt verkürzt oder verlängert ist auch eingezeichnet. Aber das hatten meine letzten Burdaschnitte auch.



Fortsetzung folgt.



Geschrieben von doro um 20:55 Uhr in Nähen

Montag, 13. März 2006

Testreihe Herrenpullover


Basis ist der Schnitt burda 8827 Herrenshirt



Als Geschenk für einen jungen Mann nähte ich diesen Schnitt mit dicken olivgrünen Sweatshirtstoff paßgenau mit Kapuze. Da der Schnitt für Jersey und leichtere Stoffe vorgesehen war und der Beschenkte gerne lockerere Sachen trägt, nahm ich knapp zwei Größen höher, als nach Maßtabelle. Alle Nähte mit der Overlock genäht und die Säume mit einer Zwillingsnadel. Es entstand eines meiner besten Stücke. Einfach und ohne Schnickschnack.



Da als Modell für die Anpassung des Geschenkes mein Mann herhielt, dachte ich, ich könne ihm jetzt einen grauen Fleecepullover ohne Kapuze als Überraschung nähen. Das war aber nicht so toll. Fleece verhält sich ganz anders! An den Schultern war der Pullover total eng, obwohl er keine Bodybuilderfigur hat. Immerhin hält der Fehlversuch jetzt als Überziehpullover eine junge Frau warm.



Also wieder zwei Nummern größer zugeschnitten. Dieser olivfarbene Fleece ist etwas leichter. Außer, daß ich den Halsausschnitt noch etwas verkleinern müßte und die Armlänge kürzen sollte, könnte man es lassen. Dummerweise ist es ein Fleece aus einem Pullover-Sparpaket und der unansehliche Pillingeffekt setzte noch vor dem ersten Waschen ein. Merken: nicht mehr kaufen!



Nächster Versuch mit mittelblauem Fleece, der die gleiche Qualität wie der graue hat. Nunja ... Schultern ok, Ärmel immer noch zu lang und untere Kante irgendwie zu weit. So ein steifer Stoff fällt irgendwie dumm über einen Waschbärbauch.



Und jetzt?



Generell anderer Stoff? Kleinere Größe für Vorder- und Rückteil zuschneiden? Nur zum Saum hin Weite wegnehmen? Oder hilft da auch schon der Wechsel von dem benutzten Zierstich auf eine Zwillingsnadelnaht? Es sieht fast aus, als hätte die Naht den Stoff gedehnt.



Fortsetzung folgt



Geschrieben von doro um 23:46 Uhr in Nähen

Sonntag, 5. März 2006

Gut betucht


Dieses Wochenede waren wir auf unserem ersten Mittelaltermarkt dieses Jahr.



Inspirationen zum Nähen kann man sich überall holen. Es gibt ja nicht nur die billig zusammengenähten Teile, die sich mal eben ein Tourist des Mittelalters gerade noch leisten möchte. Das muß auch sein.



Nein es gibt die Stände mit wunderschönen Prachtgewändern, an denen ich mir gerade mal die Borte oder eine Schnalle leisten kann. bzw. bei denen die Kleider eh nicht in meiner Größe vorrätig sind. Oder Gewandete, die ihre Garderobe in vielen Stunden selbst genäht haben. Was "gut betucht" heißt, ist so richtig zu erfahren.



Und dann ... der Höhepunkt: die Tuchhändlerin! diese Woll- und Leinenstoffe! Diese Farben und verschiedenen Webungen des Tuchs, der Griff und Faltenwurf. Den Stoff in die Hand nehmen und einfach nicht mehr davon los kommen, passiert mir nur bei solchen Stoffen. Nie so in einem normalen Stoffgeschäft, wo alles pflegeleicht ausgerüstet ist und es kaum einen reinen Woll- oder Leinenstoff gibt.



Einige Meter mußten mit. Jetzt träume ich von einem langen warmen Wollkleid (bei diesem Schnee und der Kälte), einem Wollblazer und zwei Leinenblusen. Auch in der Gegenwart will ich gut betucht sein.



Der blaue Wollstoff hängt schon gewaschen an der Leine. Jetzt ist das Schnittrausmachen dran.



Geschrieben von doro um 20:05 Uhr in Nähen

Dienstag, 28. Februar 2006

Inspirierender Anlaß zum Nähen


Gründe zum Nähen gibt es ja nicht so viele, wenn man von Alltagskleidung absieht. Acht Tage vor Rosenmontag ist bei uns aber ein Grund sich so richtig ins Zeug zu legen: Hallia Venezia


Heute kamen die Fotos:





Vor ein paar Jahren noch, hielt ich mich an Burda-Brautmodeschnitten, die es leider damals in etwas zu kleiner Größe gab. Mitlerweile nehme ich als Grundlage auch mal Butterickschnitte für mein Oberteil. Bei meinem Mann sind die Burda Einzelschnitte 4103 (Hut) und 2527 (Anzug mit Pellerine) Ausgangsbasis .





Auch Masken und Schirm sind selbstgemacht. Normalerweise versuche ich jedes Jahr alles neu zu gestalten. Diesmal nahmen wir aber ein Kostüm von vor drei Jahren, um es neu aufzurüschen.





Ein Grund um mir einen Ruffler zuzulegen. Gut, daß ich Geburtstag hatte, und ich mich jetzt für neue Vorhaben mal mit meinem Nähmaschinenhändler des Vertrauens in Verbindung setzen kann.


Hinweis: Copyright der ersten zwei Fotos liegt bei www.ulmer-fotoladen.de ... auch wenn dieser Fotograf keines der Kostüme genäht hat.



Geschrieben von doro um 22:19 Uhr in Nähen
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