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Sonntag, 22. Oktober 2006

Es waren 45.000 in Stuttgart ...


... die gestern für ein besseres Sozialsystem auf die Straße gingen. Wir können ja alle zuhause rumsitzen und meckern oder uns einbilden, uns könnte der Abbau des Solidarprinzipes nicht treffen. Oder wir kriegen den Hintern hoch. Nicht nur das Fahren auf Zentralkundgebungen ist notwendig (spürt man dort, daß man nicht alleine ist), auch das Informieren oder darüber reden mit KollegInnen. Zu sagen, die da oben, machen eh was sie wollen, ist ein Irrtum. Manche bilden sich sogar ein, Wirtschaft und Politik wäre das Gleiche. Wir können was bewegen. Aber nur, wenn wir starke Gewerkschaften als Verhandlungspartner haben. Packen wir es an ...



Wir brauchen Mindestlöhne. ... Arbeiten bis 67, heißt länger arbeitslos sein, weniger Rente haben und die Jungen können noch weniger einen Arbeitsplatz bekommen. (bei nur 10% weniger Arbeitslosen könnte man sich das ohne weiteres sparen, zahlen die doch automatisch mehr in unser Sozialsystem ein ... Weitere Lockerung des Kündigungsschutz bedeutet noch größere Angst um den Arbeitsplatz, bieten heute doch schon einige Branchen fast nur noch befristeten Arbeitsverträge an. ... Steuern muß man nicht für den kleinen Mann anheben. Die Kaufkraft schwindet somit automatisch. ... Und wie wäre es mit einer solitarischen Gesundheitsreform? Vieles geht auch besser.



... jetzt gehts los! ...



Anmerkung: klar gehört das auch in einen Blog, bei dem es hauptsächlich ums Nähen geht. Fällt das Hobby doch flach, wenn ich mit zusätzlichen Nebenjobs den Lebensunterhalt sichern muß. Und erzählt mir jetzt bitte nix von billigen Stoffen und Nähmaschinendumbingpreisen. Gerade diese Feilscherei macht den Handel und die Arbeitsplätze vor Ort, und damit am Ende die eigene Kaufkraft, kaputt.



Geschrieben von doro um 16:17 Uhr in Weltgeschehen

Dienstag, 5. September 2006

Friday Five am Dienstag


Da ich gerade dabei bin, mich in dem exzentrischen Nähblog festzulesen, möchte ich hier die Friday Five beantworten und hoffe Kampfzwerg und der Helfeelfe nehmen es mir an diesem Platz hier nicht krumm.



Das Thema ist Online leben...



1. Seit wann hast du einen Internetanschluss?

seit 1997, da es der Wunsch unsres Sohnes war. Da sich eine gute Mutter dafür interessieren sollte, was die Kids so treiben, kam ich auch auf den Geschmack.



2. Was nutzt du im Internet am Meisten?

Zuerst einmal ist das Internet ein großes Infolexikon für mich. Danach muß ich meine Mails lesen, da manches heute einfach auf diesem Weg verschickt wird. Ein chat mal dazwischen ist auch ganz nett und manche Infosuche endet im Surfen.



3. Hast du eine eigene Webseite?

ja seit etwas 2000, da ich gleichgesinnte zwecks Kostümnähen und dem Austausch darüber gesucht hatte und es damals noch kaum was gab, außer die erste Fassung von www.hobbyschneiderin.net und die Burdamodenseite war noch ein ganz zartes Pflänzchen. Meine eigene Seite ist leider etwas vernachlässigt, seit ich mich mehr bei den Hobbyschneiderinnen herumtreibe und einen Blog bei Burda habe. Und nebenbei bin ich Webmistress des Ortsvereins unsrer Partei und auf meiner Homepage ist die Gastseite eines bildenden Künstlers untergebracht.



4. Nenne uns ein paar Seiten, die du täglich besuchst.

www.hobbyschneiderin.net

www.google.de

www.donnerwetter.de (vor manchen Wochenendvorhaben, die nicht ins Wasser fallen sollten)



5. Was würde dir heute ohne Internet fehlen?

Es gibt fast nichts, wenn man sich gesellschaftlich betätigt, das nicht über das Internet läuft. Infos und Recherchen sind ohne Internet fast unmöglich. Ohne Internet hätte ich nicht so viele Kostümbücher und Nähliteratur. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich mehr ohne Internet nähen würde. Der Austausch mit Gleichgesinnten ist mir einfach wichtig ... und auch der Kontakt mit den weggezogenen Kindern klappt so ganz gut.



Geschrieben von doro um 17:05 Uhr in Weltgeschehen

Donnerstag, 24. August 2006

Kann man das in unsren Schulen lernen?


... Das gibt mir zu denken:



Gestern gab es einen Bericht über eine Realschule in der ARD. Eine Sache geht mir überhaupt nicht aus den Kopf. Kinder müssen in der Schule lernen, wie man einen Tisch deckt. Manche packen sich den Teller unnötig voll, essen es dann aber nicht auf und die Tischnachbarn haben nur den kleinen Rest. Haben diese Kinder kein Zuhause in dem man gemeinsam ißt? Wenn es da schon fehlt ...



Muß sowas in den Lehrplan tatsächlich rein und ist es Aufgabe der Schulen? ... traurig! ...



Geschrieben von doro um 17:53 Uhr in Weltgeschehen

Donnerstag, 16. März 2006

... nur 18 Minuten länger?


Nein ich will hier nicht Gewerkschaftsmeinung herunterbeten. Ich bin Betroffene. Meine Arbeitsleistung ist gut. Ich bleibe auch mal eine halbe Stunde länger. Wer schreibt schon bei uns jede Minute auf?!



Wir arbeiten in einem Heim für Menschen mit Behinderungen. An manchen Tagen zehn Stunden. Auf längere Sicht heißt das, noch weniger Fachpersonal, mehr Praktikanten und unausgebildetes Personal.



Gerade unsre Stärke ist es, dass wir fit und stetig präsent im Dienst sind. Zuhause können unsre Leute nicht wohnen, da Eltern 24 Stunden gefordert und überfordert sind. Dieser Vorteil geht so Stück für Stück verloren. Wird eine Kollegin noch eher krank als bisher, wegen dieser Belastung, heißt das noch mehr Einspringen, noch mehr Überstunden. Das rächt sich. Burn out und ältere Kollegen schaffen es nicht bis zur Rente. Super! Wir sind doch ein reiches Land.



Nebenbei: 18 min heißt auch ein Lohnverzicht von 3,7 Prozent. Auch wir haben oft eine Familie und Kinder, denen wir bei unsrem nicht gerade üppigem Gehalt was bieten sollten.



Nein, wir streiken nicht. Wie auch? Aber wir sind froh, dass das unsre Kollegen von der Müllabfuhr tun. Danke.



Und mal ehrlich ... in anderen Länder z.B. Frankreich streikt man richtig. Das können wir in Deutschland garnicht.



Motto: "... alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will ..."



Geschrieben von doro um 00:01 Uhr in Weltgeschehen