Freitag, 20. April 2007
Wenn Schneiderleins nähen lernen
« Die Herbstzeitlosen | Hauptseite | Schmuckkurs im Idee Creativ Shop »Gestern Abend waren wir wieder eine nette Runde die sich bei Ulla zum Nähkurs traf. Jeder hatte sein Nähprojekt mit und packte eilig sein Maschinchen aus, den es galt keine einzige wertvolle Minute zu verplempern. Obwohl wir dann doch jedes Mal zuviel schnattern und uns dabei vertöckseln. Egal, auch der Spaß gehört dazu... Und den haben wir nicht zuwenig.

Unsere liebe Ilona hat uns gestern verraten, daß sie in Zunkunft winzig kleine Babysachen nähen darf. Wir haben uns alle riesig mit ihr gefreut und an dieser Stelle wünschen wir nochmals alles erdenklich Gute für euch Zwei! Oder werden es vielleicht mehr? Überraschung....

Elke ging gleich mit Elan daran ihren neuen Schnitt zu erstellen. Ein T-Shirt mit Wickeloptik soll es werden.

Und Petra näht zu ihrem wunderschönem Cordblazer einen passenden Rock. Somit hatten wir alle gut zu tun und Ulla beobachtet ob alles gut und richtig gemacht wurde.
Für mich waren an diesem Abend Schlaufenbänder angesagt. Und obwohl ich ja wirklich viel nähe, habe ich sowas noch nie gemacht. Weil ich vor solchen fitzeligen Arbeit gleich Reißaus genommen habe, oder aber eine von mir so geliebte Abkürzung ausgedacht habe. Heute gab es kein entrinnen und so schnitt ich brav 3 cm breite Schrägstreifen zu. Schnitt sie schön gerade rechtwinkelig an den Enden ab und nähte sie zu einem langen Band zusammen. Freu, erster Schritt erledigt. Oh Weh, zu früh gefreut. Ulla lachte und erklärte mir, daß ich die einzelnen Streifen diagonal zusammen nähen muß. So wegen der Elastizität. Klasse, hätte ich eigentlich drauf kommen müssen. Also nochmal schön von vorne. Dann alles längs auf die Hälfte falten und fast mittig absteppen. Hört sich einfach an, aber hat mir fast den Nerv geraubt. Immer drieftete die Naht zur Seite weg und ich kriegte es einfach nicht gerade hin.

Ich sag ja immer, Friemeleien sind nix für mich. Aber ich wollte es ja so haben.

Ulla probierte es auch mal und bekam es natürlich mit ihrer Ruhe dann auch hin. Tja, da muß mich mich wohl noch dran üben. Als nächstes mußte der lange Schlauch gewendet werden. Darauf war ich ja am meisten gespannt. Auch hier wendete Ulla keine Hexerei an. Sondern nahm eine Haarklammer und ritzte ein kleines Loch in den Stoff, durch die Sie die Klemme dann zog. Nun konnte sie die Klemme in den Tunnel schieben und mit ihr den anhängenden Stoff. Ich habe dann alles weiter geschoben bis die Klemme wieder zum Vorschein kam. Aktion Wenden ohne Probleme gemeistert. Klasse der Trick!!!

Nun müßte ich das Röllchen in lauter gleich große Stücke von fünf Zentimetern schneiden. Das habe ich sogar alleine hin bekommen. *lol*

Die Stückchen wurden dann schön ordentlich in Schlaufenform auf die Manschette gesteckt. Aber es gefiel uns allen nicht so recht. (Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen) Wir haben einige Varianten an Abständen ausprobiert, es sah einfach zu wuchtig aus für den feinen Stoff. Nur noch schmaler konnte man die Stoffschlaufen nicht nähen. Nun war guter Rat teuer.

Na gut, dann mal ne Runde von Ullas leckeren Nußecken probieren. Nervennahrung! Leider gehen zwei Stunden immer viel zu schnell herum. So mußten wir unsere Sachen wieder packen und uns auf nächste Woche freuen.
Unterwegs ließen mir die Schlaufen natürlich keine Ruhe. Und plötzlich hatte ich es.... Zu Hause angekommen stürmte ich an meine Overlock, stellte den Rollsaum ein und nähte drauf los. Nur ohne Stoff war das Röllchen nicht stabil genug. Also das Ganze mit dem Stoff der Bluse. Den Rollrand habe ich dann exakt mit dem Rollschneider abgeschnitten. Das sah schon gut aus. Ein feines Schlingenband, nur noch einen Tucken dicker könnte es sein Rollsaum mit doppelten Stoff.... Juchuuuu, so ist es perfekt. Jetzt kann es was werden. Davon werde ich dann demnächst weiter berichten.

