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Dienstag, 29. April 2008

Burda 11/2007 Kleid 112

Ein neues Kleid zum Tanzen muß her. Da ich meine Lieben vom ersten Halbjahr ja nun beschenkt habe, darf ich jetzt wieder etwas für mich nähen. Nach langem durchackern meiner Burdas, Knip und Lekala ist die Wahl auf dieses Kleid gefallen.

Mir gefällt besonders der Ausschnitt im Rückenteil daran. Den Schnitt habe ich heute Abend schon auskopiert und ein bißchen werde ich wohl noch zuschneiden. Mal sehen wie weit ich noch komme....

Geschrieben von Sonnenschein um 22:38 Uhr in Allerlei

Dienstag, 15. April 2008

La vie en rose

Ellen/seelenruhig hat gerufen und wir geben unseren Gedanken freien Lauf.

Als ich ihren Aufruf gelesen habe ist mir sofort ein Gefühl durch und durch gegangen. Das Gefühl welches ich mit Rosen in Verbindung bringe. Immer und egal wo ich bin.

Rosen haben für mich eine besondere Bedeutung. Rosen sind für mich gleich mein Opa den ich immer noch über alles liebe. Leider ist er viel zu früh gestorben. Mein Opa hat die Rosen sehr geliebt und in seinem Garten gab es eine Unmenge davon. Aber am schönsten fand ich immer den Rosenbogen über dem Törchen zum Garten und Kaninchenstall. Er war einfach traumhaft. Meine Mutter hat mir als mein Opa gestorben ist ein Bild, von ihm und mir auf der Bank vor dem Rosenbogen, eingerahmt und als Erinnerung geschenkt. Von da an hat es immer neben meinem Bett gehangen, egal wo ich gelebt habe. Letztes Jahr war ich fast untröstlich, weil mir das Bild runtergefallen ist und der Rahmen dabei kaputt gegangen ist. Seitdem bin ich auf der Suche nach einem neuen Rahmen. Bis jetzt bin ich noch nicht fündig geworden. Mein Schatz hat mir das Bild und die anderen eingescannt damit ich sie euch zeigen kann.

Leider sind die Farben schon sehr verblaßt und das satte Rot der Rosen kommt nicht mehr raus. Meine Erinnerungen sind keineswegs verblaßt, sondern immer noch sehr lebhaft. Ich habe in meiner Kindheit fast jeden Tag mit meinem Opa verbracht. Nach dem Mittagessen bin ich mit meiner Mama immer zu den Großeltern gegangen und wir haben dort den Nachmittag verbracht. Manchmal habe ich mit den Nachbarskindern gespielt, aber sehr oft war ich mit meinem Opa zusammen. Wenn er den Beitrag für die Versichungen, die er nebenbei vertrieb, einkassieren ging war ich immer dabei. Ach, was war das schön. Es waren sehr lange Wege in kleinere Ortschaften außerhalb, aber mein Opa konnte so schöne Geschichten erzählen. Mir war es nie langweilig in seiner Nähe. Ich war aber auch sein Lieblingsenkelchen. Ich hatte mein eigenes Kaninchen von ihm geschenkt bekommen, durfte immer mit die Kaninchen füttern, helfen die Ställe auszumisten und hatte meine Freude an allem was ich mit meinem Opa tun durfte. Ich wußte was Mangold, Lauchzwiebeln und vieles mehr im Garten war. Nur eins mochte mein Opa nicht so gerne, wenn ich im an die schwarzen Brombeeren ging. Davon hatte er nicht soviele und die paar sollten einen köstlichen Saft geben. Ich konnte mich natürlich nie zurückhalten und mopste mir hier und da doch mal eine. Lange konnte mein Opa mir aber nie böse sein. Ich war halt sein Liebling. Am Ende eines Tages gab es immer das gleiche Ritual. Er schenkte sich seinen Wein in einen hübschen Römer und ich nahm Platz auf seinem Fußbänkchen. Dann durfte ich vom Wein nippen, wohl gesagt nippen. Damals kam zu dieser Zeit die Sendung "Hier und Heute". Keine Sendung unbedingt für Kinder, gerade deshalb war es für mich so besonders. Den Anfang durfte ich noch gucken und dann mußte ich mit Mama nach Hause. "Gute Nacht Opa, bis morgen". Bussi und Tschüß....

Mein Opa íst gestorben, da war ich gerade 11 Jahre alt. An diesem Tag war ich in den Ferien über Nacht da gewesen. Er hat mit mir gefrühstückt, sein Brötchen mit mir geteilt, mir noch ein Buch geschenkt und mich dann zum Zeitung holen an den Briefkasten geschickt. Als ich wieder in die Küche kam war mein Opa tot. Er hatte mich extra weggeschickt, so ist bis heute mein Gedanke. Für mich war es bis jetzt das schmerzlichste was mir je passiert ist. Aber ich weiß, mein Opa wartet im Himmel auf mich und der Platz auf der Fußbank ist frei für mich. So hat er es mir immer versprochen. Und ich weiß, er paßt mein ganzen Leben von oben herab auf mich auf. Dieses Gefühl hat mir schon soviel Kraft und Energie in schlechten Zeiten gegeben. Ich fühle mich nie allein...

Als Andenken hatte er mir damals seinen Spazierstock versprochen, doch als Oma ihn mir geben wollte konnte ich ihn nicht annehmen. Es tat zu weh. Später als Oma dann die Sachen von Opa aussortierte habe ich mir aus den weggeworfenen Sachen eine Gibsfigur von einer Negerin rausgesucht, der Kopf war schon ab. Ich habe ihn wieder angeklebt und bis vor einiger Zeit in Ehren gehalten. Sie ließ sich einfach nicht mehr retten.

Bei meiner Taufe war ich Opas ganzer Stolz

Die Rosen sollten auch nach 34 Jahren noch mein Schicksal bestimmen. Zu dieser Zeit haben wir uns eine Eigentumswohnung gesucht. Als wir eine gefunden haben die uns gefiel, waren wir uns nicht ganz sicher ob wir es auch richtig machten. So eine Entscheidung ist ja auch nicht ganz einfach. Als wir so um das Objekt der Begierde herum schlichen gab es dort nichts Blühendes, bis auf einen Rosenstrauch neben unserem zukünftigen Balkon.

Es waren genau die Rosen, wie von Opas Rosenbogen. Da wußte ich diese Wohnung hat mein Opa für mich ausgesucht, damit ich hier glücklich werde. Manch einer mag anders denken, für mich ist es so.

Und darum ist für mich das Gefühl der Rosen eine Herzenssache und wird es auch ewig bleiben, bis ich irgendwann auf der Fußbank sitze und ein volles Glas Wein mit meinem Opa trinke.

So sehe ich das Leben von meiner schönsten Seite. "La vie en rose"

Geschrieben von Sonnenschein um 09:28 Uhr in Allerlei

Sonntag, 13. April 2008

Ein Geschenk für meinen lieben Papa

Am vergangenen Freitag war der 80. Geburtstag von meinem über alles geliebten Papa. Pünktlich zum Termin bin ich dann doch noch fertig geworden und konnte mit meinem Geschenk am frühen Morgen auf die Reise in meine Heimat gehen. Die Fahrt war beschwerlich da ich mir vom Marathon nähen einen Nerv im Nacken eingeklemmt hatte. Aber egal, es hat sich gelohnt.... Ich wollte Freude bereiten und sie ist 1000fach in mein Herz zurück gekehrt. Aber seht selbst.

Hübsch eingepackt und bereit zum verschenken.

Überwältigt von der Größe des Pakets hat Papa es neugierig und gespannt angenommen.

Um dann mit zwei, drei gezielten Griffen dem Geheimnis näher zu kommen.

Aber mit 80 Jahren ist es schon angebrachter, sich dabei zu setzen. So kann man Überraschungen auch meist besser verkraften. Also los Papa, den Deckel mußt du schon noch aufmachen....

Als erstes kamen die Kissen zum Vorschein, somit konnte sich das Ganze dann noch steigern. Clever, gell?

Und dann ging es weiter. Hmm, was ist das? Eine Decke??? Papa freut sich jetzt schon ein Loch in den Bauch, obwohl er ja die eigentliche Überraschung ja noch nicht erblickt hat. Aber die Freude über etwas Selbstgemachtes ist bei ihm immer sehr groß. Er liebt es und hält alles in Ehren.

Was ist den das? Als ich diese fragenden Augen sah, lief mir schon eine Gänsehaut über. Papa hat das erste Bild auf der Decke entdeckt. Dazu muß man wissen, Papa liebt Fotos von seiner Familie über alles. Ich habe ihm mal einen Fotokalender von uns allen gemacht und Mama hat mir erzählt, daß er jeden Tag davor sitzt und sich den Kalender ansieht. Und weil ich das weiß, darum ist eben diese Decke entstanden.

Na, bei so einer großen Decke kann man wohl ein wenig Hilfe gebrauchen um alles überschauen zu können.

Jetzt war schon der Punkt erreicht, wo Papa es nicht so wirklich fassen konnte was er sah.

Und hier spricht das Bild wohl für sich selber. Papa war so erstaunt, erfreut und überwältigt. Seine Worte, "Ja, um Himmelswillen wie hast du das den wieder gemacht! Wie hast du den die Bilder da hin bekommen. Was du alles kannst! Mein Mädchen, ich bin stolz auf dich!" Mir laufen bei den Gedanken daran wieder die Tränen... Es war so schön, ihn vor Stolz fast platzen zu sehen.

Und dann durfte ich meinen Papa mal ganz feste in den Arm nehmen. Ach, Papa ich hab dich sooooooooooo lieb. Bleib mir bitte noch lange erhalten. Ich brauch dich noch....

Zur Feier des Tages haben wir zwei dann noch ein Tänzchen gewagt. Tja, mit 80 Jahren gehört man eben noch nicht zum alten Eisen.

 

 

Am späten Nachmittag war das Geburtstagskind dann doch heilfroh sich endlich mal ausruhen zu dürfen. Jetzt sind wir alle immer ganz nah und ich glaube das gefällt ihm sehr gut. Mama hat mir heute am Telefon gesagt, Papa würde immer vor der Decke stehen und sagen:

"Wie hattet dat den bloß jemacht?"

Tja Papa, mit ganz viel Liebe...

 

Und hier noch mal Fotos von der Decke und den Kissen für euch .

So, jetzt werde ich meinen Nacken auskurieren und mal sehen was ich dann so machen werden. Ach ja, es stehen ja noch Aufgaben für die nächsten Tage auf der Liste...

Geschrieben von Sonnenschein um 22:25 Uhr in Allerlei

Sonntag, 6. April 2008

Kleiner Zwischenstand

Das nächste Geschenk nimmt Formen an und ich komme gut vorwärts. Alle Quadrate sind fertig genäht. Nun muß ich die Bilder drucken und das hält länger auf wie erwartet. Die Bildauswahl ist unendlich schwer. Bilder hab ich in Hülle und Fülle, aber da ist der Blick nicht schön, dort der Hintergrund störend und ich fotografiere fast immer in Seitenansicht. Aber ein paar habe ich dann doch gefunden, nur bei Mama bin ich noch nicht so wirklich fündig geworden... Naja, wird schon. Und so sieht es im Moment aus.

Dann will ich mal weitermachen, bis Freitag ist nicht mehr lang.

Geschrieben von Sonnenschein um 14:02 Uhr in Allerlei
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